Klein funkt groß dazwischen

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Erst im Verhältnis zu Menschen kann man erkennen, wie groß auf Dächern angebrachte Mobilfunkmasten wirklich sind. Gesehen in Neuperlach Nord. Lesereinsendung, vielen Dank!

Mobilfunkantenne
Foto: Lesereinsendung
Mobilfunkantenne
Foto: Lesereinsendung

Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark

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Wie wird eigentlich im Ostpark am Berg der Rasen gemäht? Mit einem ferngesteuerten Raupenrasenmäher! Die Firma Werner hat sozusagen als Premiere ihre neueste Anschaffung getestet. Die Firma arbeitet als Partner für die Stadt München. Video und Fotos: J. W.

(Link: YouTube)
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 1 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 2 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 3 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 4 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 5 (08.04.2017). Foto: J. W.

Ausstellung „.ausgestrahlt“ mit Vortrag/Diskussion und Finissage im Kulturhaus Neuperlach

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Geothermie .ausgestrahlt Plakat
Vortrag und Diskussion zur Ausstellung „.ausgestrahlt“ (Anklicken zum Herunterladen)

Vortrag und Diskussion am 4. Mai 2016

Zum 5. Jahrestag von Fukushima und zum 30. Jahrestag von Tschernobyl eröffnete das Kulturhaus am 7. April 2016 die Informationsausstellung „.ausgestrahlt“. Mit dieser Ausstellung will das Kulturhaus den Blick auf erneuerbare Energien richten. Dazu hält Dr. Erwin Knapek, Mitglied des GtV-Bundesverbandes Geothermie und Präsident des Wirtschaftsforums Geothermie, am Mittwoch, den 4. Mai 2016, um 19 Uhr einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Die Ausstellung „.ausgestrahlt“ ist bis 13. Mai 2016 jeweils Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem während aller öffentlichen Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung.

Finissage am 13. Mai 2016 mit musikalischer Darbietung

Zur Finissage am Freitag, den 13. Mai 2016, wird Danny Streete um 20 Uhr uns mit seinen musikalischen Balladen der Rock-, Pop- und Folkgeschichte erfreuen. Sie hören Musik und Geschichten von und über Bob Dylan, Cat Stevens, John Denver u. a.

Finissage ausgestrahlt Plakat
Vortrag/Diskussion sowie Finissage zu „.ausgestrahlt“ (Anklicken zum Herunterladen)

„Festring Perlach“-Mitglieder wanderten 3,5 Kilometer durch BMW-Werk

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BMW Festring Perlach
Der Festring Perlach in den Bayerischen Motoren Werken. Bild: Festring Perlach
BMW Festring Perlach
Bild: Festring Perlach

Es ist kaum zu glauben: 2,5 Stunden Zeit und 3.500 Meter Wegstrecke waren das Ergebnis einer grandiosen Führung durch ein bayerisches Weltwerk. Viele, viele Computer bauen ein Auto – so muss man es ausdrücken, denn ein menschliches „Arbeitsvolk“ war kaum zu sehen. Ich freue mich, wenn eines Tages ein virtueller Schriftsetzer-Meister-Computer-Kollege Ihnen diese Zeilen übermitteln wird.

Bis dahin sind Sie herzlich eingeladen in der Gegenwart: Offene Tür im Heimatarchiv des „Festring Perlach“ in der Sebastian-Bauer-Straße 25. Am 9. April 2016 von 13 bis 16 Uhr. Führung um 15 Uhr.

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Neuperlach zittert wieder (Update 12.12.2015: Video vom Einsatz in Neuperlach)

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Blaue Fähnchen, AOK, Friedrich-Engels-Bogen
Blaue Fähnchen an der  AOK am Friedrich-Engels-Bogen. Da war kein Spaßvogel am Werk, sondern es geht um eine ernste Sache (05.11.2015) © Thomas Irlbeck
Blaue Fähnchen, PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen
Fähnchen, Holzscheit und Bodenmarkierung am PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen (09.11.2015) © Thomas Irlbeck

Derzeit reiben sich manche Neuperlacher und auch Truderinger verwundert die Augen, da an vielen Stellen blaue Fähnchen hängen – entweder an Holzscheiten oder in Bäumen bzw. Sträuchern – und blaue Bodenmarkierungen aufgemalt sind. An einigen Stellen sind auch orange Stromkabel verlegt. Was ist da los? So etwas gab es 2012 schon einmal, auch wenn damals Fähnchen und Bodenmarkierungen weiß waren: Das große Zittern

Erneut führen die Stadtwerke Seismikmessungen durch, um nach geothermischen Quellen zu suchen. Man hält an dem Plan fest, dass München bis 2040 die erste deutsche Großstadt werden soll, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird.

Orange Stromkabel Nauestraße/Hippelstraße
Orange Stromkabel in der Grenzkolonie Trudering in der Nauestraße/Ecke Hippelstraße (08.11.2015) © Thomas Irlbeck

Konkret sollen weitere Geothermieanlagen errichtet werden. Es soll also die Wärme von Mutter Erde im Untergrund genutzt werden. Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, wo entsprechende heiße Quellen sind, die man anzapfen kann.

Die Messungen sind für den Zeitraum November 2015 bis März 2016 vorgesehen. Die Routen sind noch nicht offiziell bestätigt, aber man kann zumindest dort, wo Fähnchen, Bodenmarkierungen und Stromkabel zu finden sind, mit höchster Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dort auch Messungen durch Vibro-Fahrzeuge stattfinden. Der Artikel wird bei Vorliegen weiterer Informationen entsprechend erweitert.

Vibro-Fahrzeug
Vibro-Fahrzeug (Symbolbild). Foto: Horemu, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Vibro-Fahrzeuge
Vibro-Fahrzeuge am Karl-Marx-Ring/Ecke Friedrich-Engels-Bogen (09.12.2015) © Thomas Irlbeck

Update 12.12.2015

Video vom Einsatz der Vibro-Fahrzeuge am 09.12.2015 am Peschelanger. Vielen Dank für die Einsendung!

(Link: YouTube)

Living in the Kästchen

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Box/Kästchen
Dolphin-Browser auf meinem Android-Tablet (02.03.2014) © Thomas Irlbeck

Den Dateiaustauschdienst Box (https://www.box.com) kennt ja vielleicht der eine oder andere. Im Dolphin Browser, einem Webbrowser für mobile Endgeräte, hat es die Übersetzungsabteilung zu gut gemeint. Auch wenn Programmnamen niemals übersetzt werden dürfen, wurde hier diese Sünde begangen. Der Screenshot zeigt, was daraus geworden ist.

Dann ein sehr netter Zufall: Als ich kurz vor der Fertigstellung dieses kleinen Beitrags war, lief auf einmal „Living in the Box“ von „Living in the Box“ im Radio. Da hatte ich dann auch einen ebenso schönen Titel für den Beitrag.

Der Festring Perlach zu Gast beim Münchner Merkur

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Das Halbjahresprogramm des Festring Perlach versprach für den 21.01.2014 einen Besuch in der Druckerei Dessauerstraße in München Moosach. Wir erlebten eine eindrucksvolle Führung durch ein hochtechnisiertes Unternehmen und waren Zeuge des Andrucks der „tz“. Auch „Hallo“ wird ja dort gedruckt. Da eine Zeitungsdruckmaschine 15 Millionen Euro kostet und der Festring-Jahresbeitrag von 20 Euro keine Riesensprünge erlaubt, wird von einer Investition in dieser Richtung abgesehen. Zur Website des Festring Perlach: www.festring-perlach.de

Besuch Druckerei Dessauerstraße. Foto: Festring Perlach
Besuch in der Druckerei Dessauerstraße (21.01.2014). Foto: Festring Perlach
Besuch Druckerei Dessauerstraße. Foto: Festring Perlach
Besuch in der Druckerei Dessauerstraße (21.01.2014). Foto: Festring Perlach

Null und lichtig!

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Manchmal überraschen Abstimmungen bei Eigentümerversammlungen. So war ich mir bei dem Rollstuhllift sicher, dass dieser übernommen wird, zumal es eine Art Schenkung ist, die nur an Wartungs- und Instandhaltungskosten gekoppelt ist. Der Zugang zum Haus bliebe außerdem barrierefrei. Oft scheinen aber Kostenargumente eine größere Rolle als die Ratio zu spielen. Auch lassen sich Eigentümer offenbar sehr schnell von emotional vorgetragenen Argumenten und Gegenargumenten anderer Eigentümer mitreißen – oder verunsichern. So entschied man sich gegen die Übernahme des Rollstuhllifts (Neuperlach.org berichtete).

Kompaktleuchtstofflampe
Quecksilberhaltige Kompaktleuchtstofflampe. Foto: Armin Kübelbeck / Lizenz siehe: Wikipedia

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt war ich mir dagegen ziemlich sicher, dass dieser keine Mehrheit findet. In diesem wird beantragt, fünf Fahrstuhlkabinen auf LED-Beleuchtung umzustellen.

LED-Lampen – also Leuchtdioden – sind sicherlich eine feine Sache, auf jeden Fall besser als die quecksilberhaltigen Kompaktleuchtstofflampen (auch als Energiesparlampen (ESL) bezeichnet, da jedoch LED ebenso zu den Energiesparlampen zählen, wird hier der präzisere Begriff verwendet). Der Stromverbrauch von LED-Lampen liegt noch einmal weit unter dem von Kompaktleuchtstofflampen. Vor allem schalten LED ähnlich schnell wie normale Glühbirnen. Bei den Kompaktleuchtstofflampen hat man erst eine Verzögerung, bis sich das Licht überhaupt einschaltet. Bis die maximale Helligkeit erreicht wird, dauert es noch einmal eine ganze Weile. Oft ist man in der Küche schon wieder fertig, bis dies der Fall ist. Unbedenklich für die Umwelt sind jedoch LED-Birnen auch nicht, da sie eine elektronische Schaltung mitbringen. Daher dürfen LED-Birnen wie auch Kompaktleuchtstofflampen nicht in den Hausmüll gegeben werden, sie gelten als Elektronikschrott und sind entsprechend an den Wertstoffhöfen zu entsorgen.

Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren verschiedener Bauarten. Auch sie enthalten Quecksilber. Foto: Christian Taube / Lizenz siehe: Wikipedia

In meiner Wohnung habe ich bereits fast alle Lampen auf LED umgestellt. Im Bad habe ich nun statt drei Glühlampenkerzen mit jeweils 40 Watt drei LED-Kerzen mit jeweils 3 Watt. 120 Watt versus 9 Watt. Das Licht kommt mir eher sogar heller vor als vorher. Meine Stehlampe im Wohnzimmer wies eine Glühbirne mit sagenhaften 100 Watt auf. Nun ist es eine LED-Birne mit 12 Watt. Ob sich die Stromersparnis wirklich auszahlt, ist allerdings fraglich und hängt davon ab, ob die Birnen tatsächlich eine so hohe Lebensdauer erreichen, wie sie der Hersteller verspricht. LED-Birnen kosten im Normalfall zwischen ca. 5 EUR und ca. 90 EUR, wobei meine teuerste LED-Birne mit 20 EUR zu Buche geschlagen hat. Bei einer Umrüstung einer ganzen Wohnung ist man schnell mit einigen Hundert Euro dabei.

LED-Birne
LED-Birne. Bei der Entsorgung gilt sie weniger belastend – in den Hausmüll darf sie aber dennoch nicht gegeben werden. Foto: Karl Baron / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch einmal erheblich teurer wird es in den Fahrstuhlkabinen. Die Umrüstung auf LED soll 2.650 EUR kosten – wohlgemerkt nur die Beleuchtung von fünf Kabinen. Die Verwalterin erklärt, wo der Sinn liegt. Derzeit würden in den Kabinen Leuchtstoffröhren eingesetzt (fälschlicherweise auch als Neonröhren bezeichnet, denn sie enthalten kein Neon). Da deren Lebensdauer sinke, wenn sie ein- und ausgeschaltet werden, seien sie immer – rund um die Uhr – in Betrieb. Die LED-Lampen verkrafteten die Schaltungen dagegen problemlos. Daher könne man das Licht in Zukunft nur bei Bedarf einschalten. Erst wenn die Türe der Kabine geöffnet werde, würde dann das Licht aktiviert.

Bei der Abstimmung gibt es eine gewaltige Mehrheit für die Umrüstung, was für mich überraschend ist. Sonst verfährt man bei Ausgaben eher nach dem Motto „nur wenn es absolut notwendig ist“. Ich enthalte mich der Stimme, da ich die Kosten für zu hoch halte. Dagegen stimmen wollte ich aber auch nicht, da ich von den LED-Lampen an sich überzeugt bin. Unmittelbar nach der Feststellung der Verwalterin, dass der Antrag mit großer Mehrheit angenommen worden sei, meldet sich ein Eigentümer. Er meint, keiner von uns würde es mehr erleben, dass wir für 2.650 EUR Strom gespart hätten. Er muss sich sagen lassen, es sei bereits abgestimmt worden und daher komme der Einwand zu spät. Eine neue Abstimmung wäre demnach null und nichtig.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Abstimmung als unüberlegt, als zu hastig empfinde. Obwohl es nicht der letzte Tagesordnungspunkt war, wollten wohl einige zum Ende kommen und waren schon in Gedanken im mollig warmen, hoffentlich per LED beleuchteten Wohnzimmer.

„Trocknen Sie Ihren Kindle nicht mit […] einer Mikrowelle oder einem Fön“ – Mein Kindle ist da

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Kindle Paperwhite
Kindle Paperwhite (15.11.2013) © Thomas Irlbeck

Als Mann der ersten Computerstunde habe ich mich ursprünglich dem mobilen Computing verweigert, lange Zeit besaß ich nicht mal ein Handy. Nun aber ist es doch schon ein paar Jahre her, dass ich mich dazu entschieden habe, mitmachen, weil es doch einfach praktisch ist. Die letzten Anschaffungen waren ein Smartphone Samsung Galaxy S3 Mini und ein Minitablet Samsung Galaxy Tab 3 (8 Zoll). Sicherlich zwei tolle Geräte.

Seit gestern gesellt sich noch ein Kindle Paperwhite dazu. Warum das? Zum Lesen von E-Books ist ein Kindle sicherlich besser geeignet. Die lange Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden (Herstellerangabe für Beleuchtungsstufe 10 (mittlere Stufe) und bei abgeschaltetem WLAN) schlägt die eines Tablets, bei der schon mal nach zwei Stunden Schluss sein kann, um ein Vielfaches. Auch bei Sonnenlicht ist das Display einfach besser ablesbar. Zum Lesen von Büchern etc. braucht man auch keine Farbdarstellung, da die meisten Bücher ohnehin entweder nicht mit Bildern bestückt sind oder nur mit solchen in Schwarzweiß.

Die Geste der Berührung – Touchbedienung

Der Kindle liegt gut in der Hand, mit ca. 200 Gramm ist er leichter als so manches Taschenbuch. Schnell ist das Gerät zum Laufen gebracht, die Anmeldung am WLAN klappte problemlos. Die Darstellung kommt der von Papier erstaunlich nahe.

Die Bedienung ist durchaus intuitiv. Es gibt nur eine Taste (Ein-/Auschalter), womit faktisch alles per Gestik erledigt wird. Hierbei kommt man mit wenigen Gesten, die nach dem ersten Einschalten kurz präsentiert werden, gut durchs „kindl(e)iche“ Leben. Links tippen: eine Seite zurück. Mitte oder rechts tippen: eine Seite nach vorne. Oben tippen: Menüleiste aufrufen. Kneifen (Pinch), auf Bairisch besser Zwicken: Zoomen, also verkleinern oder vergrößern. Wischen zum Bewegen des Bildschirminhalts. Tippen und Festhalten (Hold and Press), um Teile eines Textes auszuwählen. Die Aktion Tippen, Festhalten und Loslassen eines Wortes zeigt den dazugehörigen Lexikoneintrag in einem Popup an (Duden und Wikipedia) – praktisch, wenn man einmal ein Fremdwort nicht kennt. Für erforderliche Eingaben dient eine Tablet-typische Bildschirmtastatur.

Die Anleitung zum Kindle ist, wie man erwarten kann, auf dem Gerät vorinstalliert (daneben auch noch eine ganze Reihe von Wörterbüchern, z.B. der „Duden – Deutsches Universalwörterbuch“). In der Kindle-Anleitung stieß ich zufällig auf den folgenden besonders hilfreichen Tipp :D:

Trocknen Sie Ihren Kindle nicht mit einer externen Wärmequelle wie z.B. einer Mikrowelle oder einem Fön.

… den man jetzt sicher nicht weiter kommentieren muss.

Bis zu diesem Zeitpunkt macht der Kindle einen hervorragenden Eindruck. Über die eingebaute Amazon-Schnittstelle kommt man auch schnell zu neuen E-Books.

Bestehende Inhalte auf den Kindle übertragen

Wie verhält es sich aber, wenn man vorhandene, nicht bei Amazon erworbene E-Books, vor allem PDFs, auf das Gerät bringen will? Über das mitgelieferte USB-Kabel ist das kein Problem. Der Kindle wird per Plug and Play sofort erkannt und steht als Laufwerk unter Windows bereit. Dieses Kabel dient aber auch zum Aufladen des Akkus (alternativ kann man ein externes Netzgerät dazubestellen). Möchte man mit dem Kindle arbeiten, während er per USB-Kabel aufgeladen wird, muss man die Laufwerksverbindung trennen, das Gerät quasi auswerfen. Am einfachsten ist es wohl, mit der rechten Maustaste auf das Symbol „Hardware sicher entfernen …“ rechts unten im Infobereich zu klicken und dann den Eintrag „Amazaon Kindle auswerfen“ aufzurufen. Oder man klickt im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf das Kindle-Laufwerk und entscheidet sich dann für den Eintrag „Auswerfen“.

Das andauernde Einstöpseln von Kabeln ist aber wenig komfortabel, auch sind der entsprechende Computer und das USB-Kabel nicht immer griffbereit. Ein E-Book könnte auch z.B. auf dem Smartphone gespeichert sein. Daher stellt sich die Frage, wie vorhandene Inhalte drahtlos (WLAN bzw. bei der G3-Version auch per Mobilfunk) aufs Gerät gelangen.

Die Lösung dafür ist simpel. Man sendet einfach eine E-Mail mit dem gewünschten Inhalt im Dateianhang an das Gerät. Die E-Mail-Adresse (nach dem Schema „name@kindle.com“) erfährt man direkt über den Kindle:

Einstellungen/Geräteoptionen/E-Mail-Adresse Ihres Kindle

Um die jeweiligen Einstellungen zu konfigurieren, bemüht man seinen Computer und ruft folgende Internetadresse auf:

http://www.amazon.de/myk/

Dort kann man zunächst auf Wunsch die E-Mail-Zieladresse des Kindle ändern. In der Praxis wichtiger dürfte aber Folgendes sein: Um Spam abzublocken, wird vorerst nur die bei Amazon hinterlegte standardmäßige E-Mail-Adresse als Absender akzeptiert. Das ist die Adresse, die man auch zum Einloggen in Amazon verwendet. Schnell landen dann aber Inhalte im Nirwana, wenn man einmal unter einer anderen Absenderadresse schreibt. Es lassen sich aber weitere Absenderadressen hinzufügen. Ferner kann festgelegt werden, ob die als E-Mail an den Kindle gesendeten Dateien nur aufs Gerät wandern oder auch zusätzlich in die Amazon-Cloud (5 GB Speicherplatz).

Wenn man sich aber mit der Funktion PDFs zusendet, wird man vermutlich erst einmal enttäuscht sein. Es fehlt ein Reflow, was bedeutet, dass Seiten zwar vergrößert oder verkleinert werden können, die Zeilen dabei aber nicht neu umgebrochen werden. Hier steht man dann oft vor der Frage, ob man sich mit einer Mikroschrift zufriedengibt oder die Darstellung vergrößert, dann aber beim Lesen immer waagrecht hin- und herscrollen muss, was den Lesegenuss stark trübt. Auch stehen beim Zoomen von PDFs weniger Funktionen zur Verfügung als bei E-Books, die im Amazon-eigenen Format AZW vorliegen.

Tipp für mehr Lesevergnügen

Doch auch hier gibt es eine Lösung, die so einfach ist, dass man es kaum glauben mag. Man setzt einfach in den Betreff der E-Mail, die man an seinen Kindle sendet, den unscheinbaren Text

convert

Die Folge ist, dass PDFs dann automatisch ins AZW-Format konvertiert werden und sich dann erheblich komfortabler lesen lassen.

Macht keinen Spaß: Surfen im Web

Bis zu dieser Stelle habe ich kaum was am Kindle auszusetzen. Wer aber jetzt der Meinung ist, mit dem eingebauten Browser auch noch im Web surfen zu können, dürfte bitte enttäuscht werden. Beim ersten Aufruf werden vorinstallierte Lesezeichen präsentiert. Ich klickte erwartungsvoll auf „Spiegel Online“. Das Laden und Aufbauen der Seite dauerte ewig und der Kindle ging in die Knie. Als die Seite endlich geladen war, wurde selbst ein Zoomen zur absoluten Geduldsprobe. Vermutlich liegt das an der absolut überladenen Seite mit mehreren Artikeln, Werbebannern etc. Man kann zwar zwischen Desktopansicht und einer mobilen Version mit reduziertem Inhalt umschalten, aber auch hier hat man lange Wartezeiten. Auch lässt sich das Menü meist nicht oder nur mit riesiger Verzögerung aufrufen, während das Laden der Seite noch läuft. Nun gibt es ja auch bei vielen Webseiten die Methode, mittels eines vorangestellten m statt www eine mobile Version zu erzwingen (also etwa „m.spiegel.de“). Doch nach vielen Versuchen ist es mir nicht gelungen, außer dem Spiegel überhaupt eine Webseite erfolgreich aufzurufen. Die Einstellungsmöglichkeiten des Webbrowsers sind äußerst bescheiden, man kann auch keine Startseite vorgeben. Nach einem erneuten Aufruf lädt der Webbrowser die zuletzt besuchte Seite und wenn das eine potenzielle „Absturz-„-Seite ist, dann kommt man nur mit Schwierigkeiten aus dem Dilemma, da eben das Menü, wo auch die Lesezeichen zur Verfügung stehen, nur nach langer Wartezeit, wenn überhaupt, erscheint.

Das ist sicherlich ein Wermutstropfen, vielleicht verbessert sich das Verhalten des Webbrowsers noch mit kommenden Updates. Wenn man den Webbrowser als Zugabe, aber nicht als ernstzunehmendes Leistungsmerkmal akzeptiert, kann man sicherlich damit leben.

Fazit

Für E-Books klasse, zum Surfen im Web derzeit wenig brauchbar.

Daten und Preis

Displaygröße: 15 Zentimeter (6 Zoll) in der Diagonale, Geräteabmessungen: 169 mm × 117 mm × 9,1 mm. Gewicht: 206 Gramm (WLAN-Version), 215 Gramm (G3-Version); Display mit exklusiver Carta ePaper-Technologie, integrierter Beleuchtung der nächsten Generation, 212 ppi, optimierten Schriftarten, 16 Graustufen

Speicher: 2 GB interner Speicherplatz (ca. 1,25 GB stehen für Nutzerinhalte zur Verfügung). Speichert bis zu 1.100 Bücher (Herstellerangabe)

Format: Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung

WLAN: öffentliche und private WLAN-Netzwerke und Hotspots nach den Standards 802.11b, 802.11g und 802.11n. Sicherheitstechnologien WEP, WPA und WPA2 mit Kennwortauthentifizierung oder Wi-Fi Protected Setup (WPS)

Preis: 129,00 EUR (WLAN-Version), 189,00 EUR (G3-Version)

Netzteil (nicht unbedingt erforderlich, lädt aber schneller und auch ohne PC): 14,99 EUR

Ärger bei der Verbreitung von Fremdfotos trotz CC-Lizenz

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CC-Lizenz
CC-Lizenz bei flickr. Teil des Screenshots, den ich zu Beweiszwecken angefertigt hatte. CC-Bilder dürfen verbreitet werden, wenn gewisse Spielregeln eingehalten werden

Das Urheberrecht ist ja bekanntlich sehr kompliziert. Inzwischen ist zumindest zu den meisten Leuten durchgedrungen, dass man fremde Bilder nicht so ohne Weiteres verbreiten darf. Auch die Veröffentlichung auf einer privaten, nicht kommerziellen Website ist eine Verbreitung, selbst wenn es nur eine Hand voll Besucher im Monat gibt.

Bilder, die ausdrücklich zur Veröffentlichung freigegeben sind, dürfen dagegen veröffentlicht werden. Hier gibt es die so genannte Creative Commons (CC)-Lizenz, die in unterschiedlichen Abstufungen existiert. Häufig ist zwar eine Veröffentlichung, aber keine Veränderung des Bildes erlaubt.

Aber auch bei Creative Commons-Bildern lauern Fallen. So sind bereits Nutzer erfolgreich und kostenpflichtig abgemahnt worden, die den Namen des Fotografen nicht angegeben hatten. Es gibt also gewisse Regeln, die zu beachten sind. Aber auch bei Einhaltung aller Regeln ist Ärger nicht ausgeschlossen, wie ich gestern selbst erfahren musste.

Zunächst einmal der Hinweis, dass niemand an den Pranger gestellt werden soll. Daher habe ich im Folgenden alle Angaben weggelassen, die einen Rückschluss auf die betroffene Fotografin ermöglichen.

Was war passiert? Ich verwendete in einem meiner Blogs ein CC-Bild. Ich gab den Namen der Fotografin an, ich setzte zudem noch einen Link auf die Fotoseite bei flickr, auf der man auch Informationen zur Lizenz abrufen kann.

Also alles richtig gemacht, dachte ich. Dennoch bekam ich zu meinem großen Erstaunen gestern folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr Irlbeck,

Mein Name ist xxx, Diplom Designer und Fotografin, lebe in […] und sah gestern, dass sie ohne meine ausdrückliche Genehmigung eines meiner Bilder auf ihrer Seite verwenden.

Damit verstoßen sie dem Urheberrecht. Ist ja nett, dass sie wenigstens meinen Namen unter das Bild setzen…

Leider wurde ich nie von ihnen über diese Veröffentlichung gefragt. Das wird normaler Weise so gehandhabt!

Zudem muss ich auch sagen, dass sich wohl niemand meine Arbeit und den Artikel genau angeschaut hat.

[…]

Ich bitte sie, so schnell wie möglich dieses Bild zu entfernen.

Über eine kurze Stellungnahme von ihrer Seite würde ich mich freuen. […]

Ich vergewisserte mich noch einmal, dass das Bild wirklich unter die CC-Lizenz fällt. Für alle Fälle machte ich noch einen Screenshot von der flickr-Fotoseite, auf der auch die Lizenz angegeben ist. Dann schrieb ich zurück:

Sehr geehrte Frau […],

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich achte immer sehr genau auf das Urheberrecht.

Das Bild haben Sie unter der Lizenz Creative Commons (CC BY-ND 2.0) freigegeben, sodass es genehmigungsfrei genutzt werden darf. Auf der flickr-Seite steht:

You are free:

• to Share — to copy, distribute and transmit the work
• to make commercial use of the work

Daher verwundert mich jetzt ehrlich gesagt Ihr Hinweis ein wenig. Was soll ich denn mehr machen, als darauf zu achten, dass ein Bild als CC freigegeben ist? Wie kommen Sie zu der Auffassung, ich würde gegen das Urheberrecht verstoßen?

[…]

Selbstverständlich entferne ich das Bild, wenn Sie darauf bestehen. Aber ich finde, Sie sollten den Hinweis, ich hätte das Urheberrecht verletzt, nicht aufrechterhalten.

Nach rund einer halben Stunde ging ich noch mal auf die Fotoseite. Nun war das Bild auf einmal als © gekennzeichnet. Die Fotografin hatte es also sehr zeitnah geändert. In einem solchen Fall erwarte ich eine Entschuldigung. Immerhin hat sie behauptet, ich hätte eine Straftat begangen. Es kam aber bis jetzt keine Antwort.

Möglicherweise war es wirklich ein Versehen ihrerseits. Oder sie hatte sich mit den Lizenzen nicht näher beschäftigt.

Zwar ist es Spekulation, aber es bei solchen Dingen ist grundsätzlich auch ein illegales, dreistes Geschäftsmodell denkbar. Man stelle sich vor, Betrüger stellen hervorragende Bilder ins Netz und geben sie als CC frei. Später ändern sie die Lizenz auf © und lassen die Nutzer abmahnen, die ihre Bilder verbreitet haben. Es dürfte nicht immer einfach sein, zu beweisen, dass das Bild ursprünglich als CC freigegeben war. Kaum einer dürfte Screenshots zu Beweiszwecken anfertigen. Unter Umständen können Webarchive helfen (etwa die Wayback Machine, die aber auch nicht alles archiviert und schon gar nicht in Zeitabständen, die in allen Fällen ausreichen würden) oder das Webprotokoll des Providers, falls dieser das in einem Rechtsstreit rausgibt. Screenshots sind sicher hilfreich, können aber auch gefälscht werden.

Es ist davon auszugehen, dass ein Teil der Abgemahnten zähneknirschend zahlt. Manche könnten auch meinen, dass sie sich mit der Lizenz vertan hätten und zahlen dann, obwohl sie schwören könnten, dass das Bild vor kurzem noch als CC ausgewiesen war.

Schön wäre es, wenn flickr und andere Fotowebseiten nicht nur die Lizenz anzeigen würden, sondern auch eine Historie, falls die Lizenz nachträglich geändert wurde. Dann würden solche „Geschäftsmodelle“, sollte es sie überhaupt geben, kaum funktionieren.

Google Brille: Erste nützliche Anwendung überhaupt verboten

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Google Brille
Google Brille (Abbildung ähnlich). Foto: Spc. Jeffery Sandstrum. Lizenz siehe: Wikipedia

Unglaublich, aber wahr. Es soll tatsächlich gelungen sein, eine Anwendung für die Google Brille (Google Glass) zu entwickeln, die dem Anwender einen echten Nutzen bringt. Kurzerhand wurde sie wieder verboten. Um was es sich dabei genau handelte, wurde nicht bekannt. Erst kurz zuvor war die erste Porno-App überhaupt – Tits & Glass der Firma Mikandi – kurz nach der Veröffentlichung wieder verboten worden. Gleichzeitig wurden die Richtlinien für Google Glass-Apps dergestalt geändert, dass Porno-Apps grundsätzlich nicht mehr erlaubt sind. Alle Apps, „die Nacktheit, die grafische Darstellung von sexuellen Handlungen oder sexuell eindeutiges Material beinhalten“, dürfen demnach nicht mehr vertrieben werden. Google will da hart bleiben und steif an den Vorschriften festhalten. Mit Tits & Glass konnten die Nutzer Fotos schießen, hochladen und von anderen Benutzern bewerten lassen. Die heißesten Fotos wurden dann in der App ganz oben eingeblendet. Der Vorteil, auf diese Weise zu fotografieren und zu filmen, liegt naturgemäß darin, beide Hände freizuhaben. Dies versetzt den Benutzer in die Lage, in ganz neue Möglichkeiten (und Perspektiven) einzudringen. Beim Dreh eines Videos nimmt dem Kameramann eine ganz neue Stellung ein, genauer kann ein eigenständiger Kameramann eingespart werden. Dies bedeutet sicherlich eine Rationalisierung ungeahnten Ausmaßes, gerade in der abgeschlafften Porno-Branche. Daher ist es wohl nicht übertrieben, hier einen 1-Billion-Dollar-Markt anzunehmen.

Erst ein paar Tage vorher war gemeldet worden, dass Google vorerst keine Anwendungen mit Gesichts- und Stimmerkennung für Google Glass zulassen werde, ebenso erhalten Apps, die bei ausgeschaltetem Brillenbildschirm Aufnahmen machen, keine Zulassung mehr, womit dem heimlichen Fotografieren und Filmen ein prinzipieller Riegel vorgeschoben wird. Damit sollen Datenschützer erst einmal beruhigt werden.

Noch nicht abzuschätzen ist, welche Apps später einmal zu den absoluten Killeranwendungen zählen werden. Schärfer sehen mit „Google Glass Dioptrien“ oder Hellsehen mit „Google Glass Nostradamus“, all dies wird die Zukunft zeigen.

Spiegel Online kämpft gegen Werbeblocker – aber es gibt eine Lösung (Update 14.05.2013)

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Die meisten Websites finanzieren sich durch Werbung. Es erscheint verständlich, dass die Betreiber darauf drängen, dass die Werbung auch beachtet wird, ist sie doch ein oder gar der entscheidende Teil des Geschäftsmodells. Werbeblocker wie Adblock Plus sind da ein Dorn im Auge. Doch solange Werbeblocker legal sind, kann jeder selbst entscheiden, ob er diese einsetzt. Ich schalte Adblock Plus selbst auch auf Seiten aus, die mir sympathisch sind oder die keine zu aufdringliche Werbung haben. Manche Seiten setzen aber hüpfende, flackernde Banner ein, die so ablenken, dass ein Stöbern auf der Website keinen Spaß mehr macht.

Wenn man die Werbung nicht sehen will, kann man dennoch was zur Finanzierung beitragen. Oft sind ja auch noch Bezahlmodelle vorhanden, etwa E-Paper oder eine gedruckte Ausgabe, und die Möglichkeit, einen Betrag zu spenden, hat man in aller Regel auch. Flattr ist eine weitere Variante, von der inzwischen viele Websites Gebrauch machen.

Spiegel Online schlägt jetzt einen etwas härteren Ton gegen Werbeblocker an. Seit klebt seit Wochenbeginn ein riesiger feuerroter Kasten oben auf jeder Seite mit dem Hinweis, doch zumindest für Spiegel Online den Werbeblocker zu deaktivieren. Man kann den Kasten zwar deutlich minimieren, aber nicht ganz ausblenden, solange der Werbeblocker aktiv bleibt. Somit bleibt ein immer noch großer Kasten oben ständig sichtbar.

Eigentlich kann man serverseitig gar nicht so ohne Weiteres abfragen, ob Adblock Plus installiert ist. Das ist auch so gewollt. Maßnahmen wie ein Aussperren von Werbeblocker-Benutzern sollen gerade damit verhindert werden. Doch der Betreiber kann eine verdächtige Ressource in die Seite einbauen (z.B. ad.gif oder banner.gif) und dort z.B. eine Variable setzen. Wenn der Webbrowser diese Ressource nicht lädt, da dieser davon ausgeht, es ist Werbung, dann kann man das wiederum serverseitig auswerten, da dann die Variable nicht gesetzt ist. Spiegel Online umgeht mit diesem Trick die Sperre, Adblock Plus nicht mit Bordmitteln abfragen zu können.

Werbung weg und Hinweiskasten weg, so geht’s:

Aber auch die Umgehung dieser Sperre lässt sich wieder umgehen, indem man in Adblock Plus eine Ausnahme definiert, die im Falle von Spiegel Online so lautet:

@@|http://www.spiegel.de/static/sys/v10/bannerad/*$~third-party

Adblock Plus
So sieht das dann in Adblock Plus aus (ein Klick macht groß)

Der nervende Kasten ist nun verschwunden und die Werbung bleibt ebenso weg.

Das soll jetzt nicht als Aufruf missverstanden werden, auf Teufel komm raus der Werbung zu entgehen. Schnell setzt man sich dem Schmarotzervorwurf aus, alles für lau haben zu wollen. Aber die anfangs erwähnten Alternativen, doch zur Finanzierung beizutragen, kann jeder nutzen und bei einem dann reinen Gewissen auf besondere Werbeformen, etwa Layer mit blinkenden Inhalten, die sich schon auch mal zeitweise über den redaktionellen Text legen, verzichten.

Update

Einige weitere Nachrichten-Websites haben es dem Spiegel gleichgemacht und zeigen ebenso seit Montag für den Fall eines vorhandenen Werbeblockers große Hinweise an. Man kann daher von einer konzertierten Aktion ausgehen. Der Vorteil für die Betreiber ist, dass sich der Frust der Benutzer nicht auf eine bestimmte Website fokussiert, sondern verteilt.

Den Hinweiskasten kriegt man aber bei diesen anderen Websites auch auf ähnliche Weise wie oben beschrieben weg. Beispiele:

Süddeutsche Zeitung: @@|http://polpix.sueddeutsche.com/staticassets/js/show_ads.js?r=*$third-party

RP Online: rp-online.de##div#liebeleser (hier abweichend ein Eintrag in den „Ad Blocking Rules“)

Spiegel online: Im Spiegel-Forum kommt der rote Kasten weiterhin, was schnell klar wird, da dort der Domänenname nicht www.spiegel.de, sondern forum.spiegel.de lautet. Doch aus unerfindlichen Gründen läuft es selbst dann nicht, wenn man den Domänennamen allgemeiner schreibt. Alles sonst scheint absolut identisch zu sein! Wer hat eine Erklärung und kriegt es lauffähig? Aber eigentlich ist das Problem gelöst, wenn auch sehr dirty. Eine Alternative als Eintrag in den „Ad Blocking Rules“ habe ich nämlich. Diese funktioniert auf Spiegel online und im Spiegel-Forum gleichermaßen:

spiegel.de##div[style *=“820px“]

Was passiert hier? Das Hinweis-DIV wird ausgeblendet. Dieses hat im Code keinen Namen, was wohl seitens des Betreibers Absicht ist, um es nicht so einfach ansprechen zu können. Also wird es über eine andere Eigenschaft abgegriffen, hier über die Größe, die auf der gesamten Seite eindeutig ist.

World Wide Wait reloaded – Telekom führt drastische DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s ein (Update 22.04.2013)

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Update 22.04.2013: Nun ist es amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat. Mehr dazu: Hier klicken.

Vielen dürfte es noch in Erinnerung sein: Beim Surfen im Web musste man früher sehr geduldig sein. Alleine der Aufbau einer Seite konnte schon mal ein paar Minuten dauern. Diese Schreckenszeiten aus den späten 1990er-Jahren könnten bald in bestimmten Fällen wieder Realität werden.

Noch ist zwar nichts entscheiden, aber die Deutsche Telekom hat inzwischen bestätigt, dass man plane, eine drastische Drosselung von DSL einzuführen. Ist das Monatskontingent verbraucht, setzt die Drosselung ein. Erst ab dem Monatsanfang steht dann wieder die volle Geschwindigkeit zur Verfügung, es sei denn, man kauft weitere Kontingente dazu, falls das möglich sein wird. Damit würde das, was bereits bei Mobilfunktarifen in aller Regel Standard ist, auch für das Festnetz gelten.

Slow Internet
Langsames Web. Ganz so schlimm wird es nicht kommen. Aber vielleicht schlimm genug. Foto: Phil Denton / Lizenz siehe: flickr

Das freie Monatskontingent wird nach den Plänen von der Anschlussart abhängen. 75 GB könnten bei einem DSL-Anschluss frei sein und 200 GB bei VDSL mit 25 oder 50 Mbit/s. Das klingt zwar viel, dürfte aber selbst dem Weniguser nicht reichen. Alleine die automatisch durchgeführten Sicherheitsupdates sind groß. Da können durchaus schon einmal einzelne Pakete von 1 GB darunter sein. Eine halbe Tagesration wäre nach wenigen Minuten verloren. Spiele, die online gekauft werden, können im Extremfall durchaus bis zu 30 GB betragen. Das halbe Monatskontingent könnte dann für einen einzigen Download draufgehen. Schaut man HD-Filme als Stream an, wäre ebenso ein komplettes Monatskontingent innerhalb weniger Stunden aufgebraucht. Das normale Surfen, die Nutzung von Cloud-Diensten, Videotelefonie, all das kommt noch obendrauf. Auch Privatanwender haben ihre Daten – etwa Fotos und Musikdateien – inzwischen in der Cloud. Jeder Zugriff darauf knabbert dann am Monatskontingent.

Drosselung auf 384 Kbit/s ein schlechter Witz

Die geplante Drosselung soll bei allen Anschlussarten einheitlich 384 Kbit/s betragen, also kaum mehr 0,3 Mbit/s. Damit hat man bei VDSL mit 50 Mbit/s noch gerade einmal 1/150 (!) der normalen Kapazität zur Verfügung. Das darf mit Recht als schlechter Witz bezeichnet werden. Es ist in etwa die Hälfte des allerersten DSL-Produktes um das Jahr 2000 herum. Selbst für das normale Surfen wäre dies kaum mehr akzeptabel, da die Seiten heute nicht mehr in dem Maß optimiert sind, wie es früher der Fall war.

Was steckt dahinter? Laut der Aussage des roten Riesen steige das Datenvolumen exponentiell an. Der Ausbau der Netzinfrastruktur koste Milliarden, daher müssten andere Ansätze her, die gewohnte Flatrate könnte es dann nicht mehr geben, sondern nur noch eine mit viel Kleingedrucktem – vom Benutzer sicherlich als Mogelpackung verstanden.

Nun liegt es aber sicher nicht an dem bösen Anwender, der womöglich auch noch illegal große Dateimengen tauscht oder es mit dem Anschauen von HD-Videos auf YouTube übertreibt. Tatsächlich propagiert die Telekom ihr Entertain Internet-TV (IPTV). Die Kunden besitzen nun auch noch die Frechheit, diese Dienste tatsächlich zu buchen und auch – jetzt wird es richtig frech – noch umfassend zu nutzen! Solche Dienste sind im großen Maße mitverantwortlich für die Engpässe. Inwieweit es sinnvoll ist, das Internet als Rundfunkersatz zu nutzen, sei dahingestellt. Meines Erachtens ergibt zwar Video on Domand Sinn, da es eine Individualisierung ist. Zur Übertragung eines normalen TV-Programms hingegen reicht auch die Satellitenschüssel oder ein herkömmlicher Kabelanschluss, zumindest solange die Netzinfrastruktur nicht entsprechend ausgebaut ist.

Öffentliches BTX-Terminal
Online in Vor-Internet-Zeiten. Ein öffentliches BTX-Terminal. Die Datenraten waren damals noch herrlich gering. Foto: KlausNahr / Lizenz siehe: flickr

Die Motive der Telekom liegen sicherlich in einer Umsatzerhöhung. Die Konkurrenz hat längst entsprechende Drosselungs-Klauseln, wenngleich die Geschwindigkeit nach Einsetzen der Drosselung längst nicht so weit heruntergefahren wird, wie es jetzt die Telekom vorhat. Auch in den Verträgen der Telekom finden sich schon bereits seit Längerem solche Klauseln. Interessanterweise wird hier eine Drosselung auf 6 Mbit/s nach 200 GB Monatsverbrauch bei einem VDSL-Anschluss genannt. Dies wäre ja noch annehmbar. Technisch umgesetzt wurde dies aber offenbar nie. Warum nutzt man nicht erst diese Klausel, sondern geht gleich so weit mit der Geschwindigkeit runter? Sicherlich wird bei einer moderaten Drosselung kaum einer teure Zusatzkontingente kaufen. Erst bei 384 Kbit/s tut es so richtig weh, sodass der Benutzer zähneknirschend darauf zurückgreifen dürfte.

Angriff auf die Netzneutralität

Es ist davon auszugehen, dass die anbietereigenen volumenhungrigen Dienste nicht angerechnet werden. Wer sein Monatskontingent verbraucht hat, wird wahrscheinlich weiterhin wie gewohnt IPTV nutzen können, wenn es ebenso von der Telekom bzw. vom selben Anbieter ist. Dies ist keine reine Kundenbindung, die verständlich wäre, sondern ein Angriff auf die Netzneutralität. Der Kunde könnte faktisch nicht mehr sinnvoll auf Streamingdienste anderer Anbieter zurückgreifen. Selbst das Anschauen von YouTube-Videos wäre kaum mehr interessant. Hier geht es nicht um eine höhere Wartezeit, sondern eher darum, dass das Video alle paar Sekunden stocken wird und dann viele Sekunden „nachgepuffert“ werden muss. Wer das früher erlebt hat, weiß, dass dies an den Nerven sägt und keinen Spaß macht. Hier sind aber zusätzliche Geschäftsmodelle denkbar – etwa eine YouTube-Pseudoflat mit 100 GB extra Volumen für sosundsoviel Euro versteht sich.

Eine erzieherische Maßnahme wäre eine Drosselung ebenso. Man wird sich besser überlegen, was man noch genau nutzt. Im Zweifelsfall wird man nur noch Dinge initiieren, die einen subjektiven oder sofort erkennbaren Vorteil haben. Damit das Monatskontingent länger hält, werden wahrscheinlich viele Kunden die vielen Sicherheitsupdates abschalten, eine Katastrophe für das ohnehin unter Dauerbeschuss von Hackern stehende Netz. Auch das neue Aufsetzen eines Rechners – nach einer bewiesenen oder vermeintlichen Infektion – ginge nicht mehr so sorglos. Allein die Neuninstallation bedeutet, dass nach Installation des Betriebssystems und weiterer Software von DVD viele GB Sicherheits- und funktionale Updates nachgeladen werden. Wenn das Monatskontingent fast schon erschöpft ist, werden solche sinnvollen Aktionen vermutlich erst einmal hinten angestellt.

Bestandskunden nicht betroffen – wirklich?

Die Telekom weist darauf hin, dass Bestandskunden nicht betroffen seien. Dies würde bedeuten, dass diese noch eine Zeit lang unbeschwert surfen könnten und allenfalls die moderate Drosselung ertragen müssten. Doch Verträge haben eine gewisse Laufzeit (meiner läuft noch bis Oktober dieses Jahres), wenngleich sie sich dann automatisch verlängern. Bei nachteiligen Änderungen der Konditionen hätte der Kunde zwar ein Sonderkündigungsrecht. Fraglich ist aber, ob er bei der Konkurrenz viel bessere Konditionen erhält. Außerdem bedeutet die Umstellung oft einen ziemlich hohen Aufwand. Ggf. wird andere Hardware (Router) gebraucht, die dann erst einmal installiert werden muss. All das ist machbar, aber ärgerlich. Die Frage ist nur, ob auch andere Anbieter auf die 384 Kbit/s heruntergehen werden. Falls nein, dürfte die Telekom viele Kunden verlieren.

Die Telekom hat auch viel Unsicherheit gesät. Auf Fragen besorgter User, die sogar bereit sind, Kontingente dazuzukaufen, reagiert die Telekom auf der offiziellen Facebook-Seite auffällig verhalten. Ein Benutzer wollte wissen, was 1 TB pro Monat koste (das würde einem Poweruser reichen, eventuell auch einer Wohngemeinschaft, die das Internet nicht exzessiv nutzt). Doch die Antwort der Telekom war nur, dass man nicht plane, solche vergleichsweise großen Kontingente anzubieten.

Noch sind es nur Überlegungen, aber schon sehr konkrete. Es spricht viel dafür, dass die Zeit der Sorglos-Internettarife bald zu Ende geht und auch eine unbeschwerte Nutzung des Internets in naher Zukunft bald der Vergangenheit angehört.

Ich beispielsweise habe Internet-Pay-Radio abonniert, das mit moderaten 256 Kbit/s auskommt. Doch bei einer Drosselung auf 384 Kbit/s läuft auch dieses nicht mehr stabil, da die Bandbreite anteilsmäßig aufgeteilt wird, wenn man z.B. noch nebenbei surft. Störungsfrei läuft der Dienst ab ca. 1 Mbit/s. Da es sich um einen kleinen US-amerikanischen Anbieter handelt, wird dieser sicherlich nicht vom Monatskontingent ausgenommen. Ich müsste den Anbieter dann kündigen. Vergleichbare Dienste von der Telekom gibt es nicht, da es sich hierbei um sehr spezielle Musikkanäle handelt, die in ihrer Zusammenstellung weltweit einmalig sein dürften.

Es kann nur an die Telekom appelliert werden, die Pläne noch einmal zu überdenken. Das Vorhaben würde den Nutzen des Internets erheblich reduzieren. Vielleicht bewirkt ja der viel zitierte Shitstorm, den die Telekom derzeit erleben darf, etwas.

Update – DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s nun amtlich (22.04.2013)

Die Pläne sind nun amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat (Infos siehe folgende Tabelle). Bestimmte Telekom-eigene Dienste (Entertain, DSL-Telefonie*) werden nicht auf das freie Volumen angerechnet (Unterscheidung gute/schlechte Daten). Es soll die Möglichkeit geben, Zusatzkontingente hinzuzubuchen. Die technische Umsetzung soll angeblich nicht vor 2016 erfolgen. Quelle: SPIEGEL

Anschluss Mbit/s Limit pro Monat in GB
16 75
50 200
100 300
200 400

* Das ist auch das Mindeste, was man erwarten kann, sonst könnten die Kunden nach Volumenüberschreitung faktisch nicht mehr fernsehen und telefonieren.

Vieles mag sich jetzt noch nicht so beunruhigend anhören, aber es ist anzunehmen, dass ausgelaufene Bestandsverträge als Neuverträge gewertet werden. Auch ist nicht bekannt, wann die Drosselung wirklich eingeführt wird. Wenn es so weit ist, ist es durchaus möglich, dass es keine Kunden mehr oder nur noch wenige gibt, die sich auf ihre ursprüngliche Regelung (keine Drosselung oder moderate Drosselung auf 6 Mbit/s) berufen können. Dennoch bleibt Zeit, Druck auf die Telekom zu machen. Viele sind sicher bereit, ein paar EUR mehr zu zahlen, wenn sie eine echte Flatrate erhalten. Doch genau so ein Angebot soll es ja nicht geben. Die Möglichkeit, weitere Volumina hinzuzukaufen ist nicht dasselbe und im Allgemeinen kein annähernder Ersatz, auch wenn die genauen Konditionen noch nicht bekannt sind. Es gilt auch abzuwarten, ob andere Anbieter mitziehen werden.

Meldungen aus der Vergangenheit

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Spam
Lecker Spam! Foto: AJC1 / Lizenz siehe: flickr

Ich fahre meinen Rechner hoch. Outlook 2007 startet. In meinem Postfach habe ich Dutzende E-Mails. Praktisch alles Spam. Dazu muss gesagt werden, dass Microsofts eigener Spam-Filter, aber auch andere Lösungen meines Erachtens keine auch nur annähernd zufriedenstellende Lösung bringen. Zu viel Spam rutscht durch. Standardmäßig signalisiert Outlook sogar Spam-Meldungen höher (!) als die echten E-Mails. Es erscheint also laufend ein nervtötendes Dialogfeld, das einem auf den Eingang einer Spam-Mail hinweist. In der Praxis will man aber doch, dass man nur beim Eingang echter E-Mails benachrichtigt wird und Spam elegant im Spam-Ordner verschwindet. Das alles war ein Grund, dass ich mir in VBA einen eigenen Spam-Filter programmiert habe. Die Grundidee: In Spam-E-Mails findet sich fast nie eine persönliche Anrede mit dem eigenen Namen. Werde ich also persönlich angeredet, dann soll die Mail als normale E-Mail bewertet werden. Oft bekommt man aber Mails, in denen aus Bequemlichkeitsgründen auf die Anrede verzichtet wird. Diese entstehen typischerweise in einem längeren Faden einer Kommunikation. Solche E-Mails stammen aber dann von bekannten Absendern. Die Regel lautet daher: Alle E-Mails mit persönlicher Anrede („Hallo Thomas“, „Hi Thomas“, „Hallo Herr Irlbeck“ usw.) oder bei denen der Absender im Adressbuch steht, sind echte E-Mails, der Rest ist Spam. Für alle Fälle habe ich noch White- und Blacklists realisiert, in denen verbotene Wörter sowie Absender generell gesperrt bzw. als erlaubt definiert werden können.

Die Lösung klappt erstaunlich gut. Nur noch sehr, sehr selten klingelt der Rechner bei einer Spam-Mail.

Doch nun ist alles anders. Ich schaue mir das Ganze näher an. Das Makro startet nicht mehr. Der Code sieht o.k. aus, ich aktiviere aber mal eine Debug-Zeile, um zu überprüfen, ob diese überhaupt abgearbeitet wird. Beim Speichern erhalte ich dann die Meldung

Ein Problem mit den digitalen Signaturen ist aufgetreten. Das VBA-Projekt konnte nicht digital signiert werden. Die Unterschrift wird verworfen.

Solche Meldungen dürfte jeder wie die Pest hassen. Es ist also ein Problem aufgetreten, man erfährt aber nicht, was für eines. Wie auch immer, Outlook traut durch die nicht mehr vorhandene Signatur meinem eigenen Code nicht mehr. In Word stellt sich das gleiche Problem. Hier könnte man auch die Makros alternativ in einen Ordner packen, der als vertrauenswürdig gilt. Bei Outlook ist das nicht möglich. Bei beiden Programmen ließen sich natürlich auch sämtliche Schutzmechanismen ausschalten, um die Makros wieder zum Funktionieren zu bewegen. Das empfiehlt sich aber erstens nicht, zweitens möchte ich die wahre Ursache beseitigen.

Ich versuche, das Problem dadurch zu lösen, indem ich einfach die Zertifikate lösche und neue anlege. Doch es bringt nichts, die Meldung bleibt. Ich google nach der Fehlermeldung. Ich werde ja nicht der Einzige mit diesem Problem sein. Neben allgemeinen Tipps wie „neue Zertifikate anzulegen“, „Office neu zu installieren“, „den Rechner neu aufzusetzen“ oder „dreimal laut zu fluchen“ hat ein Benutzer einen spezifischeren Tipp:

Die maximale Zeilenlänge im VBA Code scheint beim Signieren begrenzt zu sein: nachdem ich eine sehr lange Kommentar(!) Zeile (1023 Zeichen) auf 2 Zeilen von ca. 500 Zeichen aufgeteilt hatte, funktionierte das digitale Signieren. Effekt war systematisch reproduzierbar.

Da an dem Code nichts geändert wurde, kann dies aber kaum der Grund für die „Unterschriftensperre“ von Outlook sein. Sicherheitshalber schaue ich den Code durch. Natürlich finde ich keine verbotenen überlangen Zeilen.

Ich probiere noch lange Zeit herum. Nun aber komme ich auf die Idee, mal die Office 2007-Installation näher anzuschauen. Einen Tag zuvor hatte ich einiges deinstalliert, aber keine Office-Komponenten, sondern verschiedenste Dinge, darunter diverse Visual Studio-Komponenten. Ich will schon fast aufgeben, als ich unter „Systemsteuerung/Alle Systemsteuerungselemente/Microsoft Office Professional 2007/Ändern/Gemeinsam genutzte Office-Features /Digitales Zertifikat für VBA-Projekte“ feststelle, dass dieses nicht ganz unwichtige Feature ausgeschaltet ist. Ich aktiviere es, woraufhin ein wenig auf der Festplatte gerödelt wird, aber nicht mal die Office-DVD verlangt wird. Das war’s, das Makro lässt sich nun wieder ohne jegliches Murren signieren. Offenbar hat es da doch eine der Deinstallationsroutinen zu gut gemeint.

Liebes Microsoft, bitte verzichtet doch auf solche Meldungen aus der Computersteinzeit. Es kann ja nicht so schwer sein, statt einer Meldung mit „Ein Problem … ist aufgetreten“, die offenbar die verschiedensten Ursachen haben kann, einfach zu sagen, dass das jeweilige Feature nicht installiert ist. Das könnte einem jede Menge Zeit und Nerven sparen. Danke!

Ama-Slow?

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Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Amazon. Sie liefern schnell, die Qualität ist gut, die Preise ebenso, und wenn mal was nicht gefällt, gibt es eine unproblematische Rücknahme – nicht mal eine Paketpostkarte muss ausgefüllt und auch das Rückporto muss nicht gezahlt werden.

In aller Regel erhielt ich meine Artikel, wenn ich am Vormittag bestellte, bereits am nächsten Tag. In letzter Zeit bemerke ich aber eine Änderung zum Schlechten.

Ende Juni bestellte ich einen lieferbaren Artikel. Doch es verging Tag für Tag, und der Artikel ging einfach nicht raus. Die gewohnte Hurra-E-Mail „Ihre Amazon.de-Bestellung wurde versandt“ kam und kam nicht. Als der vorgesehene Versandtermin überschritten war, erhielt ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

wir bedauern, dass es bei Ihrer Amazon.de-Bestellung (#…) vom 30. Juni 2012 zu einer Verzögerung gekommen ist. Wir haben allerdings gute Nachrichten: Ihre Bestellung wird in Kürze an Sie versandt! Sie sollten innerhalb eines Werktages eine Versandbestätigung für folgende(n) Artikel erhalten:

DHL
Nein, da kommt nicht die erwartete Sendung. Foto: kenjonbro (Celebrating 60 Years 1952-2012) / Lizenz siehe: flickr

Nun dauerte es noch mal einen Arbeitstag, dann ging der Artikel raus und kam sogar bei mir an!

Ein paar Tage später wiederholte sich mit der nächsten Bestellung dasselbe Spiel. Es gab wieder obige Entschuldigungsmail. Mitte Juli, eben gerade jetzt, schließlich schrieb das Amazon-Leben noch einmal das gleiche Drehbuch, erneut – man ahnt es – mit Entschuldigungsmail, von der ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass es so eine überhaupt gibt.

Dreimal hintereinander kam es also zu Verzögerungen. Hat Amazon derzeit ein generelles Problem? Muss ich nun den Premiumversand dazubuchen? Verschwörungstheoretiker könnten in der Lieferverzögerung eine Marketingaktion für den Premiumversand sehen. Solche Vermutungen möchte ich natürlich scharf zurückweisen. 😀

Hintergrund bei der dritten verzögerten Lieferung ist übrigens, dass meine schnurlose Maus den Geist aufgab. Nun hätte ich mich ja schnell zum pep begeben können oder zumindest den Expressversand wählen können. Aber ich dachte mir, dass ich mal zwei Tage mit der alten Kabelmaus auskommen würde. Also Standardversand wie immer gewählt. Doch das Teil mit dem Kabel, das nur im Weg ist und bei bestimmten Mausbewegungen sogar bremst und auf diese Weise für Positionierungsungenauigkeiten sorgt, nervte mich so, dass ich nun die alte schnurlose Maus zerlegte, um vielleicht den Fehler beseitigen zu können. Nach einem dritten Versuch eines Auseinandernehmens und Zusammenbaus geht sie nun aus unerfindlichen Gründen wieder. Denn einen Fehler fand ich nicht. Leider gleitet sie nicht mehr so elegant über die Oberfläche. Ich musste nämlich die Gummiabdeckungen abnehmen, um an die Schrauben zu gelangen. Diese Abdeckungen bekommt man dann nicht mehr hundertprozentig richtig drauf, jetzt bremsen die Stellen. Aber die Maus funktioniert immer noch besser als die fürchterliche Kabelmaus. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Die Tücken der (mobilen) Technik

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Zugegeben habe ich das mobile Computing lange Zeit vernachlässigt. Fast war ich ein Totalverweigerer. Die Immer-und-überall-Erreichbarkeit, die mit einem Handy einhergeht und die ich kritisch sah, war das eine, das andere aber waren die hohen Telefonkosten. Richtig interessant für mich wurden erst die Smartphones, zumal es seit geraumer Zeit recht günstige Datenflatrates für unter 15 EUR pro Monat gibt, sodass man unterwegs tatsächlich Anwendungen wie Maps, Browser und E-Mail ohne Kostendruck nutzen kann. So habe ich mir auch vor ziemlich genau einem Jahr ein Android-Smartphone zugelegt.

Entsprechend bin ich richtig auf den Geschmack gekommen. Das Surfen im Internet ist im Unterschied zu den Systemen, die noch zu Zeiten verbreitet waren, als es keine iPhones und Android-Handys gab, durchaus sinnvoll möglich und hat den reinen Spielzeugcharakter verlassen. Navigationsgerät, ÖPNV-Abfahrtszeiten, Diktiergerätefunktion, Foto- und Videokamerafunktion, Kalender, Wecker, Notizbuch, Adressbuch – all das will ich nicht mehr missen.

Zu Hause habe ich nur Desktop-PCs, entsprechend konnte ich nur am Schreibtisch surfen. Aber man will vielleicht mal auf der Couch oder im Bett surfen oder E-Books lesen. Das Smartphone leistet das, aber das kleine Display (3,5 Zoll Diagonale) macht das Lesen mühsam. Bei allen Aktivitäten dominieren nicht die Inhalte, sondern das Scrollen.

Tablet Odys Neo X 7 mit passendem Taschenbuch als Größenvergleich
Tablet Odys Neo X 7 mit Taschenbuch (mit passendem Titel!) im Größenvergleich (08.07.2012) © Thomas Irlbeck

Also musste etwas Größeres her. Ein Tablet oder E-Book-Reader. Ein Amazon Kindle wäre sicherlich interessant, aber ich habe geschworen, mir nie wieder ein Gerät mit Schwarzweiß-Display zuzulegen, auch wenn der Kindle ein sehr augenfreundliches Display („elektronische Tinte“) bietet, das ermüdungsfreies Lesen garantiert. Auch hält der Akku sensationell lange.

Ich habe ewig recherchiert und schwankte zwischen einem Billig-Tablet für ca. 100 EUR und einem Highend-Gerät für ca. 400 EUR. Die Frage ist neben dem Preis auch, was die ideale Größe ist. Je größer das Tablet, desto weniger muss man scrollen, aber desto schwerer und unhandlicher wird auch das Teil. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für ein Gerät mit 7 Zoll Bildschirmdiagonale entschieden (Taschenbuchgröße, siehe Foto), was einen guten Kompromiss darstellen dürfte.

Letztlich fiel die Entscheidung auch gegen ein Highend-Gerät. Denn ich will damit keine (schnellen) Spiele nutzen, auch nicht damit fotografieren (somit brauche ich kein Gerät mit zwei Kameras), ebenso will ich höchstens mal ein paar YouTube-Videos anschauen, aber keine längeren Filme, benötige also auch keine ultrahohe Auflösung.

Odys Neo X 7

Ghost Commander azf Odys Neo X 7
Ghost Commander im Einsatz auf dem Odys Neo X 7

Angesprochen hat mich letztlich das Odys Neo X 7, auch wenn es nur knapp über 100 EUR kostet. Aber die Benutzerkritiken sind sehr gut und das Gerät leistet eigentlich genau das, was ich brauche. Das Tablet ist zudem noch ziemlich neu (sein Name hat jetzt eher wenig damit zu tun), also kein Auslaufmodell.

Schlussendlich bin ich begeistert davon. Man kann damit wirklich gut und schnell surfen, da ruckelt wenig, auch Videos werden annehmbar abgespielt. Zwar ist Surfen nur im WLAN möglich, 3G ist per Dongle nachrüstbar. Da ich das Gerät aber primär zu Hause einsetze, ist das akzeptabel. Android kannte ich vom Smartphone bereits, entsprechend kam ich mit dem Gerät sehr schnell klar, auch wenn das Odys Android 4.0.3 hat, das Smartphone noch die alte Version Android 2.3.6.

Obwohl ich mit dem Gerät primär surfe und daher der Dateiaustausch mit dem PC nicht ganz so wichtig ist (beim Smartphone möchte ich ja die geschossenen Fotos auf den PC übertragen), brauche ich ihn, schon einmal, um bereits vorhandene Dateien wie PDFs dorthin zu übertragen. Hier habe ich auf dem Smartphone den Ghost Commander (siehe Screenshot), der sehr stabil läuft und Freeware ist. Die Dateien können per WLAN ohne lästiges USB-Kabel-Stöpseln transferiert werden. Mir gefällt an ihm, dass sich die Menüs selbst zusammenstellen lassen. Auch kann er Dateien über Dateimasken (z.B. „51*.jpg“) auswählen, was nicht viele Dateimanager unter Android leisten. Wer noch den Norton Commander aus alten PC-Zeiten (Betriebssystem MS-DOS!) kennt: Ja, er hat sogar eine ihm nachempfundene zweispaltige Liste. Am Ghost Commander habe ich ewig rumkonfiguriert, weil ich immer neue Dinge fand, die sich noch verbessern ließen. Auch auf dem Tablet läuft der Ghost Commander einwandfrei und ich musste meine aufwändige Konfiguration nicht mal wiederholen, da der Ghost Commander die Konfiguration von einem anderen Gerät importieren kann. Ich war also sofort „daheim“.

Kritik

Dennoch habe ich einige Kritikpunkte, die vielleicht für den einen oder anderen hilfreich sind, der sich dieses oder ein vergleichbares Gerät anschaffen will:

Display/Ablesewinkel

Der ideale Ablesewinkel ist etwas klein. Hat man das Tablet auf der Couch sitzend auf dem Schoß, ist die Darstellung optimal, nicht aber, wenn man es waagrecht liegen hat und z.B. im Bett liegt. Die Darstellung ist dann zu dunkel, was sich auch durch Nachregeln der Helligkeit nicht wirklich beseitigen lässt. Um Abhilfe zu schaffen, sollte das Display auf einer Unterlage liegen, sodass es etwas gekippt ist. Natürlich kann man es auch in der Hand halten ohne Verwendung einer Unterlage, aber dafür ist das Gerät auf Dauer doch etwas zu schwer.
Akku

Akkulaufzeit

Der Akku hält im Einsatz (surfen) vielleicht drei oder vier Stunden, dann muss das Gerät für einige Stunden an das Ladegerät. Das könnte besser sein, aber man kann damit leben. Mit vielen Tricks lässt sich die Akkulaufzeit verlängern (etwa WLAN und Synchronisierung zeitweise abschalten, es gibt auch Apps dafür, die behilflich sind, aber vermutlich selbst auch am Akku saugen ;)), aber das ist alles umständlich und dürfte nur wenig bringen.

Wo ist denn oben?

Browser auf dem Odys Neo X 7
Surfen auf dem Odys Neo X 7

Das Gerät hat kein oben/unten/links/rechts, ein Schriftzug oder Home-Button, die einem den Weg weisen könnten, fehlen auf der Vorderseite. Zwar dreht sich das Display mit, aber wenn man es versehentlich um 180 Grad „falsch herum hält“, wird man Probleme haben, den Ein-/Ausschalter und die Lautstärketasten zu finden, die sich an der Seite befinden und von vorne nur schlecht sichtbar sind. Man wird dann intuitiv auf die Stelle drücken und dann (beim Arbeiten im Querformat feststellen), dass die Knöpfe z.B. auf einmal links unten statt rechts oben sind. Nur die Kameralinse bietet einen Orientierungspunkt, aber auch sie ist im dämmrigen Licht nicht gut sichtbar.

Hoch-/Querformat

Jeder hat seine Vorlieben und so wollte ich mich für eine bevorzugte Ausrichtung bei der Frage Hoch- oder Querformat entscheiden. Die Wahl fiel auf Hochkant. Ein Taschenbuch hält man ja schließlich auch hochkant. Ferner habe ich festgestellt, dass neben dem Lesen von E-Books auch das Surfen im Hochformat angenehmer ist (siehe Screenshot). Allerdings gibt es ein Aber: Einige Anwendungen, z.B. Google Mail, sind im Hochformat praktisch nicht bedienbar, da Teile des Bildschirminhalts schlicht abgeschnitten werden. Ebenso gibt es diverse Websites, bei denen man im Hochformat verzweifelt. Man muss damit leben, das Display immer wieder zu drehen.

Virtuelle Tastatur/Rechtschreibprüfung

Die virtuelle Tastatur lässt sich flüssig bedienen. Die Rechtschreibprüfung unterstreicht allerdings bei mir alle – ich betone: alle – Wörter rot, so viele Rechtschreibfehler kann ein Mensch alleine gar nicht machen. Natürlich habe ich überall „Deutsch“ eingestellt. Andere Benutzer haben das gleiche Problem, sodass von einem Bug auszugehen ist. Die neueste Firmware ist drauf. Immerhin kann man die Rechtschreibprüfung abschalten, denn die Unterstreichungen irritieren ungemein.

Webbrowser

Der Browser (auf WebKit-Basis) sollte eigentlich eine Webseite so umbrechen, dass Textspalten exakt vom linken bis zum rechten Displayrand reichen, wodurch das Display optimal ausgenutzt wird. Vor allem soll damit verhindert werden, dass man laufend quer scrollen muss oder dass Platz durch Anzeige danebenliegender Elemente wie Navigationsleisten oder Bilder verschenkt wird. Dazu gibt es die Einstellung „Autom. Anpassung“, was auch auf dem Smartphone funktioniert. Doch der Text wird auf dem Odys Neo X 7 viel zu schmal umbrochen, so als hätte das Gerät ein viel kleineres Display. Vielleicht ist hier ja tatsächlich bei der herstellerspezifischen Anpassung des Browsers ein Fehler unterlaufen und eine zu geringe Displaygröße angegeben worden – von einem 3,5-Zoll-Gerät. Zum Glück gibt es eine Vielzahl alternativer Browser, mit denen sich das Problem umgehen lässt. Hier habe ich mir Firefox für Android angeschaut und testweise installiert. Doch dieser ist noch nicht ausgereift. Flash läuft auf der Tablet-Version bislang gar nicht (nur auf der Smartphone-Version), womit er nahezu unbrauchbar ist. Dagegen funktioniert Flash auf dem Standardbrowser prima. Hier heißt es also noch warten. Erst einmal verwende ich den Standard-Browser.

Speicher

Das Gerät hat 8 GB internen Speicher, was etwas knapp bemessen ist. Also habe ich mir noch eine SD-Karte mit 32 GB dazubestellt. Das Gerät erkennt die Karte zwar, die Dateien (z.B. Downloads) werden aber ausschließlich auf dem internen Speicher abgelegt. Nun könnte man sich ja damit behelfen, die Dateien ab und zu auf die externe Karte auszulagern, um im internen Speicher wieder Platz zu schaffen. Mit dem Ghost Commander kann ich jedoch nur lesend auf die SD-Karte zugreifen, was ziemlich witzlos ist. Der mitgelieferte ES Datei Explorer kann dagegen Dateien auf die externe SD-Karte schreiben, aber keine Dateien löschen oder ändern. Er hat gewissermaßen die Rechte „Hinzufügen und Lesen“. Für mich ist das ein großer Bug, andere Benutzer berichten auch von den gleichen Schwierigkeiten. Ein Mounten der Karte als interner Speicher, um die Karte als Hauptspeicher elegant zu nutzen und nicht als Verschiebebahnhof, ist auch nicht so einfach möglich, allenfalls, wenn man das Gerät rootet (das bedeutet in etwa, dass man Administratorrechte auf dem Gerät erhält, also mehr Kontrolle ausüben kann). Hierzu gibt es saukomplizierte Anleitungen, in denen Freaks ziemlich wörtlich schreiben, sie hätten x Versionen des Android-Toolkits runtergeladen und viele Megabyte durchsucht, bis sie die richtige Datei gefunden hätten, um erst einmal die Basis für das Rooten zu schaffen. Danach muss man noch viele, viele Befehle eingeben, bis das Gerät gerootet ist. Mit jedem Firmware Update besteht zudem die Gefahr, dass das Gerät danach nicht mehr „root“ ist und sich auf die gleiche Weise auch nicht mehr rooten lässt, sondern nur noch durch neue Tricks, die erst einmal gefunden werden müssen. Wer doch auf einen Defekt der SD-Karte tippt: Verbinde ich das Gerät mit dem PC per USB-Kabel, kann die Karte vom PC problemlos beschrieben werden.

Kamera

Die Kamera (nur Frontkamera vorhanden) liefert lausige Bilder (640×480 Pixel), aber wie gesagt, fotografieren will ich nicht mit dem Tablet. Der Kamera-Auslöse-Sound lässt sich nicht abschalten. Hier müsste man die entsprechenden Sounddateien durch leere ersetzen oder sie einfach löschen. Aber in dem Verzeichnis fehlen Schreibrechte, was sich wohl nur durch ein Rooten des Geräts lösen ließe.

Vorinstallierte Apps

Es sind relativ wenige Apps offiziell installiert. Einige sind zwar installiert, es fehlen aber Symbole zum Starten. Die Anwendungen erscheinen dann nur in einem besonderen Kontext. Irritierenderweise sind auch spezielle Telefon-Apps dabei, obwohl das Tablet keine Telefon-Funktion hat. StreetView z.B. ist laut Einstellungsmenü in der Liste installierter Apps vorhanden, es benötigt aber Google Maps, das wiederum nicht installiert ist. Möglicherweise wurde auf eine standardmäßige Installation von Google Maps verzichtet, da das Gerät nur WLAN kann und mobil nur eingeschränkt nutzbar ist, was aber die Installation von StreetView nicht erklärt. Aber Google Maps beherrscht inzwischen auch das Speichern von Maps zur späteren Offlinenutzung. Daher kann man Google Maps durchaus sinnvoll einsetzen, zu Hause im WLAN ohnehin, unterwegs nur eingeschränkt offline. Daher habe ich Google Maps (natürlich) nachträglich installiert.

Fazit

Aber wie auch immer, für 126,60 EUR (inkl. externer Speicherkarte) habe ich ein Gerät erhalten, das ich wirklich nutze und das mir Freude macht, das Geld war also gut angelegt.

Edward Tenner behauptet dagegen in seinem Buch „Die Tücken der Technik“, dass Hightech nicht glücklich mache. Mich schon. Zumindest bis zur nächsten Fehlfunktion.

Eine Lüge, die Spaß macht: „Kein Anschluss unter dieser Nummer“

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Schon einmal habe ich über eine Plage unserer modernen Zeit gesprochen: Telefonwerbung. Der Begriff klingt zu harmlos. Cold call, der kalte Anruf, wird dem Phänomen auch nicht gerecht. Der würdige Begriff ist dann vielleicht doch Telefonterror.

Das Telefon schrillt. Wenn man abnimmt, ist nicht immer jemand am Rohr. Die Erklärung dafür ist simpel: Es wäre viel zu ineffektiv, wenn die Callcenter-Mitarbeiter sequenziell vorgehen, also eine Nummer nach der anderen ausprobieren würden. Leerlauf und Stillstand wären die Folge, denn die Leutchen werden ja schließlich fürs Verkaufen, oft auch fürs Hardselling, also dem Verkaufsgespräch Abschluss um jeden Preis, bezahlt. Also wählen sie nicht direkt selbst. Stattdessen wählt der Kollege Computer für sie, und zwar gleich mehrere Nummern synchron. Effektivität ist alles. Damit wird die Chance, tatsächlich gleich mit einem „Kunden“ sprechen zu können, vom Unwahrscheinlichen ins Unermessliche gesteigert. Dumm nur, wenn dann doch mal mehrere Leute fast gleichzeitig rangehen. Dann müssen die überzähligen Verbindungen gekappt, die Leute im besten Fall zumindest zwischengeparkt werden. Solche abgebrochenen Anrufe sind besonders ärgerlich, weil die Angeworbenen gestört werden, aus der Arbeit rausgerissen oder unsanft aus der Badewanne geholt werden, weil sie einen wichtigen Anruf erwarten. Aber dann bekommen sie nicht mal eine Chance dafür, kurz ein Desinteresse zu bekunden und dann aufzulegen. Nein, da das Gespräch nicht wirklich zustande gekommen ist, gibt es unter derselben Nummer natürlich noch viele weitere Anrufe, schön sauber verteilt über den Tag oder die Woche. Selbst ein Auflegen wird nicht immer ablehnend gewertet, es geht weiter und weiter.

Freihandtelefon
Immerhin hat man bei diesem Modell beide Hände beim Telefonieren frei. Foto: So Sylvie / Lizenz siehe: flickr

Inkassobüros preisen ihre genialen Dienste an, extrem viele private Krankenversicherungen mit sensationell gesunden Tarifen sind dabei, dann gibt es Zeitschriftenabonnements, Firmensponsoring, Finanzdienstleistungen, Telekommunikationsunternehmen, Gewinnspiele und vieles mehr.

Da sich die Nummern wiederholen und die Leutchen auch gerne nach ein paar Wochen oder Monaten immer wieder neu nerven und gleichzeitig Rufnummernunterdrückung (da verboten) seltener geworden ist, wäre es toll, wenn man bestimmte eingehende Rufnummern sperren könnte.

Nachdem ich mich die letzten Tage wieder richtig ärgern musste, reagierte ich nun. Schon länger liebäugelte ich mit einer Fritzbox. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen WLAN-Router mit einer Menge zusätzlicher Netzwerk-, Telefon- und Multimediafunktionen. Mein bisheriges Gerät ist ein Telekom Speedport, das im Wesentliches auch alles kann, aber keine Sperrung für eingehende Anrufe via Rufnummern-Sperrliste beherrscht. Auch ist das WLAN bereits im Nebenzimmer ziemlich wacklig, wofür die guten Neuperlacher Stahlbetonwände verantwortlich sein dürften. Also gibt es gleich einige Gründe für die Anschaffung einer Fritzbox. Der Spieltrieb tut sein Übriges.

Fritzbox Rufnummernsperre
Fritzbox RufnummernsperreHier heißt es „draußen bleiben“. Rufnummernsperre bei der Fritzbox

Heute brachte der freundliche Postbote die Fritzbox, das Modell „Fon WLAN 7390“. Der Anschluss war unproblematisch. Als eine der ersten Aktionen habe ich die Rufnummernsperre ausprobiert. Toll, ein gesperrter Anrufer bekommt nur ein „Kein Anschluss unter dieser Nummer zu hören“. Eine kleine Lüge, aber was macht das schon?

Ein kleiner Schönheitsfehler ist, dass die eingehenden Anrufe zwar schön aufgelistet werden, aber man Nummern von dort nur ins Telefonbuch, aber nicht gleich in die Sperrliste übernehmen kann. Aber hier muss Dr. Copy & Paste helfen. Offenbar gingen die Entwickler davon aus, dass man nur ab und zu Rufnummern sperrt und ein paar Mausklicks mehr nicht weiter schlimm sind. Sind sie auch nicht, immerhin muss man die Nummern nicht vom Telefondisplay abschreiben.

Nun ist davon auszugehen, dass die Callcenter auch aufrüsten und diese die Endziffern der Rufnummern, die derzeit noch erstaunlich stabil sind, immer öfter variieren werden. Immerhin kann man auch ganze Rufnummernblöcke sperren. Damit dürfte man viel abdecken. Jeder unerwünschte Anruf weniger ist ein Gewinn.

Dann macht das Telefonieren auch wieder Spaß und wird nicht zum Hassobjekt. Schon oft wurde das Thema Telefon musikalisch aufgearbeitet. Die vielleicht bestgelungene Hommage an das Telefon ist „Der Telefonanruf“ von Kraftwerk (1986). Dort endet aber die geniale Liebesbekundung „Du bist mir nah und doch so fern – ich ruf‘ dich an, ich hör‘ dich gern“ mit einem frustrierenden „Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar“. Mit der Rufnummernsperre bin ich aber nun gerne mal nicht erreichbar.

Pizzalieferung ins Nichts

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Pizza
Lecker Pizza. Wenn sie denn kommt. Foto: squidpants / Lizenz siehe: flickr

Bringdienste sind eine feine Sache, sie liefern inzwischen Spezialitäten aus aller Welt, nicht nur die klassische Pizza. Ab und zu bestelle ich, schon seit Jahren, grundsätzlich über das Internet. Ich ließ mir die Gerichte immer an meine Adresse am Karl-Marx-Ring liefern. Probleme gab es selten. Zwischenzeitlich legte ich eine zweite Lieferadresse an und ließ mir dorthin in die Plettstraße im März ein paar Mal die feinsten Speisen schicken.

Dann, im April, wählte ich für eine weitere Bestellung wieder die ursprüngliche Adresse am Karl-Marx-Ring aus. Das hat auch einwandfrei geklappt. Gestern bestellte ich erneut. Doch die Pizza kam und kam nicht. Nach über einer Stunde schaute ich mir die Bestellbestätigung an und sah dort die alternative Adresse in der Plettstraße. Oh no, dachte ich mir, griff zum Telefon, aber es war schon kurz nach 23:00 und es ging keiner mehr ans Telefon. Die Bilder in meinem Kopf zeigten einen verzweifelten Boten, der klingelte, klopfte und einen Anfall bekam, weil er in eine Wohnung hineinwollte, die aber zu diesem Zeitpunkt verwaist war.

Wie kam es zu dem Fehler? Ich machte mir bei der Bestellung in Sachen Lieferadresse keine Gedanken, da ich die ursprüngliche Adresse ja zurückgestellt hatte und seitdem nichts mehr an die alternative Adresse liefern ließ. Ich ging davon aus, dass nun wieder die ursprüngliche Adresse die Vorgabe ist. Doch offenbar hat das System wieder die alternative Adresse zur Vorgabe gemacht, vermutlich durch einen Softwarefehler. Natürlich hätte ich das noch einmal genau kontrollieren müssen – habe ich aber nicht.

Heute ging ich zur Auslieferungsfiliale und klärte den Irrtum auf. Ich würde die Lieferung selbstverständlich bezahlen, sagte ich. Der Pizzamensch wollte das Geld aber unter keinen Umständen annehmen, eine anständige Geste, wie ich finde. Wer keine Lieferung bekomme, müsse auch nicht bezahlen, meinte er.

Nun habe ich die alternative Adresse Plettstraße gelöscht, damit der Fehler nicht mehr passieren kann. Das ist auch eine Lösung.