Der Festring Perlach reist zum Pharao

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Am Freitag, den 18. August 2017, fährt der Festring Perlach zur Ausstellung „Pharao“ im Lokschuppen Rosenheim. Treff 10:45 Uhr mit Bayern-Ticket am S-Bahnhof Perlach. Abfahrt S-Bahn um 11:06 über Kreuzstraße – Mangfalltal. Gruppeneintritt mit Führung 18 Euro, Nichtmitglieder 20 Euro. Anmeldung bei Westners, Tel: 089/637 33 11. Der Festring Perlach im Internet: festring-perlach.de

Veranstaltungen des Festring Perlach e.V. im 2. Halbjahr 2017

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Hier kann die Veranstaltungsvorschau für das 2. Halbjahr 2017 heruntergeladen werden:

Festring Logo

Hier klicken: Festring Perlach e.V. – Veranstaltungen 2. Halbjahr 2017

 

Festring Perlach: Letzte Archivöffnung vor der Sommerpause

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Festring Perlach
Bild: Festring Perlach

Am Samstag, den 10.06.2017, lädt der Festring Perlach e.V. von 13 bis 16 Uhr wieder in die Räume des Perlacher Heimatarchivs an der Sebastian-Bauer-Straße 25 ein. Es erwartet Sie auch eine Sonderausstellung „30 Jahre Festring Perlach“. Es ist der letzte Tag der offenen Tür vor der Sommerpause. Der Eintritt ist frei. Der Festring Perlach im Internet: festring-perlach.de

Jugendstil-Eckbau in Schwabing (Das historische Haus, Folge 23)

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Auch bei Folge 23 handelt es sich nicht um eine Verschwörung, sondern „nur“ um einen prächtigen Bau an der Martiusstraße 7.

Eckhaus Martiusstraße
Eckhaus Martiusstraße (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, viergeschossiger, sehr reich und malerisch gegliedert und stuckierter Jugendstil-Eckbau mit Erkern, Balkons, Reliefs und turmartiger Eckausbildung, von Anton Hatzl, um 1906.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Doppelgrotte in Aying – Mystische Orte (Teil 21)

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Grotte in Aying
Bild 1: Grotte 1 in Aying. Hier geschah das „Wunder von Aying“ (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Nachdem in der letzten Folge bereits eine Grotte vorgestellt wurde, ist die Frage berichtigt, warum nun schon wieder eine Grotte das Thema ist. Zunächst einmal kam ich an dieser Grotte mehr oder wenig zufällig mit dem Rad vorbei. Da bietet sich ja das Thema an. Außerdem passt es auch in anderer Hinsicht sehr gut: Wenn schon etwas doppelt ist, dann gleich richtig. Denn dieses Mal haben wir es gewissermaßen mit einer doppelten Grotte zu tun.

Der Weg zur Grotte

Wer nicht mit dem Rad oder Auto anfahren will, hat es auch mit der S-Bahn einfach. Von Neuperlach Süd aus sind es mit der S7 nur wenige S-Bahnstationen bis Aying. Von dort aus geht in der Bahnhofstraße bis zum Ende, dann leicht links in die Peißer Straße und nun scharf rechts in die Münchner Straße. Man kommt dort am Brauereigasthof Hotel Aying vorbei, die Straße wird zur Zornedinger Straße. Scharf rechts zweigt etwas später der Lindacher Weg ab. Auf diesem geht es schließlich bis zum Waldrand. Kurz nach den ersten Bäumen findet man rechts die erste Grotte. Die zweite Grotte ist ebenfalls rechter Hand, wenn man dem Weg noch rund 100 Meter weiter in den Wald folgt. Siehe auch in der Map weiter unten.

Grotte 1 (Platz des guten Hirten)

Grotte in Aying
Bild 2: Das ganze Ensemble der Grotte 1 am „Platz des guten Hirten“ von links nach rechts: Grotte, Baumstumpf mit Holzskulptur des Much, Baum mit Gneis-Stein und Gemälde (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Am Platz des guten Hirten findet sich eine frei stehende Grotte mit Marienstatue. Auf einem Baumstumpf hinter der Grotte steht eine Holzskulptur des guten Hirten. Eine Hinweistafel an der Grotte erzählt die Geschichte des „Wunder von Aying“. Vor einem daneben befindlichen Baum wurde ein Gneis-Stein mit der Aufschrift „Much †“ gesetzt. An diesem Baum wurde außerdem ein Gemälde angebracht, das die entscheidende Szene aus dem Leben des Much zeigt.

Grotte in Aying
Bild 3: Die Grotte 1 (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Der Sage nach hat Ende des 19. Jahrhunderts der damalige Ayinger Dorfhirte, der „Much“, zusammen mit seinen ihm anvertrauten Schafen wegen eines aufkommenden Gewitters Schutz unter einer uralten, großen Buche gesucht. Diese Stelle war beliebt, weil dort eine Quelle entspringt, an der man sich erfrischen konnte. Ohne erkennbaren Grund liefen plötzlich alle Schafe in die gleiche Richtung los. Der Much fand sie in der Nähe in einem damaligen Jungholz. Minuten später schlug ein Blitz in die uralte Buche und zerstörte sie komplett. Der Much hätte das vermutlich nicht überlebt, wäre er an dem alten Standort geblieben. Überwältigt von dem Ereignis kniete der Much nieder und dankte Gott für seine Rettung. Danach war er verändert, wortkarg und nachdenklich. Wochen später fand man ihn tot an der Stelle, an der er für seine Rettung gedankt hatte, bekleidet mit seinem Sonntagsanzug. An was und wie er gestorben ist, wurde nie geklärt.

Grotte in Aying
Bild 4: Der Gneis-Stein erinnert an die Stelle, an der der Much starb (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

An der Todesstelle wurde ihm zu Ehren ein grüner Gneis-Stein gesetzt. Daneben wurde 1905 die Grotte erbaut, in der ursprünglich eine Figur des auferstandenen Heilands stand. 1959 wurde die Grotte von Schorsch Kirner renoviert und wird weiter von ihm betreut. Jetzt befindet sich eine Marienstatue in ihr. Die Holzskulptur auf dem Baumstumpf erinnert an den guten Hirten Much. Der Gneis-Stein ist zwar teilweise von einer Baumwurzel überwachsen, aber dennoch gut sichtbar.

Grotte in Aying
Bild 5: Holzskulptur des guten Hirten Much (27.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 6: Künstlerische Darstellung des dankenden Much (27.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 7: Grotte 1 (27.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 8: Marienstatue in Grotte 1 (27.05.2017) ©Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 9: Grotte 1, noch näher dran

Kapelle mit Grotte 2

Wie bereits erwähnt, findet man rund 100 Meter weiter waldeinwärts eine zweite Grotte, wieder auf der rechten Wegesseite. An dieser Stelle stand die Buche, in die der Blitz einschlug. Die Grotte befindet sich in einer Holzkapelle.

Grotte in Aying
Bild 10: Kapelle mit der Grotte 2 (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Grotte ist mit ihrer Marienstatue und Jesus-Figur besonders eindrucksvoll:

Grotte in Aying
Bild 11: Marienstatue in Grotte 2 (27.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 12: Jesus-Figur in Grotte 2 (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Ein Marterl an der Kapelle weist noch auf einen schrecklichen Unfall hin. In der Nähe der Kapelle habe die Jungfrau Teresia Pichler Bärhambauerstochter von Aying durch einen Baumschlag am 1. Dezember 1876 den Tod gefunden, heißt es. Sie war erst 17 Jahre alt.

Grotte in Aying
Bild 13: Marterl (27.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grotte in Aying
Bild 14: Marterl, Detail (27.05.2017) © Thomas Irlbeck

Aying und Umgebung

Umgebungskarte Mariengrotten Aying
Umgebungskarte Mariengrotten Aying. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Folgt man dem Weg weiter, kommt man nach einem längeren Waldstück nach Lindach. Von dort aus geht es weiter nach Kreuz. Dort  ist die Filialkirche Mariä Geburt, eine ehemalige Wallfahrtskirche, sehenswert. Von Kreuz aus ist es nicht mehr weit nach Glonn.

Kreuz, Kirche
Bild 15: Kirche „Mariä Geburt“ in Kreuz (27.05.2017) Thomas Irlbeck

Weitere Folgen „Mystische Orte“

Eckhaus im Lehel (Das historische Haus, Folge 22)

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Eckhaus im Lehel
Bild 1 (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Überquert man von Osten kommend die Isar auf der Max-Joseph-Brücke, kommt man an diesem schönen Eckhaus vorbei. Die Adresse ist Widenmayerstraße 52, Lehel. Der Englische Garten ist hier schon so nah, dass man ihn fast riechen kann.

Im Haus befindet sich das italienische Restaurant Taverna del Sud.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, fünfgeschossiger mächtiger Mansardwalmdach-Eckbau in Formen der deutschen Renaissance mit reich dekorierten, turmartig erhöhten Polygonalerkern und Zwerchhäusern, von Wilhelm Spannagel, 1899/1900.

Eckhaus im Lehel
Bild 2 (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

AWO: Zeitreise durch die Geschichte des Stadtteils Neuperlach

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1967 bis 2017: 50 Jahre Neuperlach – Eine Zeitreise durch die Geschichte des Münchner Stadtteils Neuperlach.

Vortrag am Freitag, den 26. Mai 2017, bei der AWO-Seniorengruppe Neuperlach. Beginn ist um 14 Uhr im Neuperlacher Sportwirt, Bert-Brecht-Allee 17. Der Eintritt ist frei, jedermann/-frau ist herzlich willkommen!

Schwestergrotte in Schäftlarn – Mystische Orte (Teil 20)

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Mariengrotte Schäftlarn
Bild 1: Die Lourdesgrotte am Kloster Schäftlarn (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Sie ist nur kaum mehr als einen Steinwurf von Neuperlach entfernt: Die Lourdesgrotte im Truderinger Wald (im Teil 2 der Mystischen Orte vorgestellt). Doch sie hat eine Schwester, die mit Fahrrad, S-Bahn oder Auto noch akzeptabel schnell, das heißt in einem etwa halbtägigen Ausflug aus dem Münchner Osten zu erreichen ist: die Mariengrotte am Kloster Schäftlarn im Isartal. Als Münchner war sie mir bisher unbekannt, obwohl ich öfter am Kloster Schäftlarn war. Ich entdeckte sie zufällig in einem Online-Stadtplan. Viele (Online-)Karten führen die Grotte überhaupt nicht, obwohl andere Mariengrotten wie auch die Truderinger Grotte sehr wohl eingezeichnet sind. Daher sprach einiges dafür, dass die Grotte wenig interessant ist. Das machte mich aber nur noch neugieriger. Es darf schon mal verraten werden, dass ich den Ausflug nicht bereue und dass ich vor einer Herausforderung stand.

Der Weg zur Grotte

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 2: Der Wegweiser zur Grotte (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Vorab, ein Ausflug lohnt sich auch dann, wenn man die Grotte nicht sehen will und auch dem Kloster nichts abgewinnen kann. Alleine die Landschaft ist beeindruckend genug, und Möglichkeiten der Einkehr gibt es ebenso eine ganze Reihe in der Umgebung.

Die Grotte ist leicht zu finden. Man fährt in Hohenschäftlarn (dort hält auch die S7) die Klosterstraße (die von der Münchner Straße abzweigt) talwärts. Nach der letzten der vielen Kehren findet man noch vor dem Ortseingang und dem Kloster auf der rechten Seite ein Schild, auf dem die Heilige Jungfrau Maria abgebildet ist. Die GPS-Koordinaten der Grotte lauten 47.982417, 11.464700 (siehe auch Karte weiter unten).

Die fast unsichtbare Statue und wie Maria dann doch noch erschien

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 3: Mit feinmaschigem Gitter verschlossener Grotteneingang. Doch wo ist die Marienstatue? (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Grotte ist in den Hang gemauert, nur ein Teilstück liegt frei. Der Eingang ist mit einem extrem engmaschigen Gitter verschlossen, an dem unzählige Kruzifixe und Rosenkränze hängen. Zumindest bei den Lichtverhältnissen, die bei meinen beiden Besuchen vorherrschten, konnte man den eigentlichen Schatz, die Marienstatue im Inneren der Grotte, kaum sehen. Man schaut gewissermaßen in ein schwarzes Loch (das darf man jetzt nicht physikalisch sehen). Da Maria ja in Lourdes erschienen ist, ist eine weitgehend unsichtbare Muttergottes wenig hilfreich.

Die Idee war nun, mit einem Foto die Statue sichtbar zu machen. Durch das engmaschige Gitter passt jedoch kein Kameraobjektiv, zumindest kein mir bekanntes. Also muss vor dem Gitter fotografiert werden, eine kleine Herausforderung, da auf diese Weise normalerweise das Gitter mit aufs Bild kommt. Mit vielen Versuchen und technischem Beistand des Blitzes gelang es dann doch, die Marienstatue in akzeptabler Qualität einzufangen. Der Blitz der Kamera löst etwas pathetisch gesagt eine künstliche Marienerscheinung aus, holt Maria für Sekundenbruchteile aus der Dunkelheit der Ewigkeit ins weltliche Hier und Jetzt zurück.

Mariengrotte Schäftlarn
Bild 4: Die Marienstatue (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Marienstatue ist durchaus eindrucksvoll und schon einmal aus diesem Grund möchte man mehr über die Grotte in Schäftlarn erfahren. Doch offenbar gibt es keine Informationen über ihre Geschichte, nicht einmal Angaben darüber, wann sie entstanden ist. Zumindest online war nichts zu finden. Wer mehr weiß, darf sich aber gerne melden.

Allgemeines zu Mariengrotten

Die Grotte ist wie auch die erwähnte Grotte im Truderinger Wald eine Nachbildung der Höhle von Massabielle bei Lourdes in Frankreich, in welcher 1858 der heiligen Bernadette die Muttergottes erschienen sein soll. Die in der künstlichen Höhle platzierte Marienstatue erinnert an diese Erscheinung. Die Grotte wird daher auch als „Lourdesgrotte“ bezeichnet. Solche Nachbildungen gibt es fast über die ganze Welt verstreut unzählige. Wikipedia listet alleine für Deutschland Dutzende solcher Mariengrotten auf, wobei sich die Liste auf bedeutende Grotten beschränkt.

Kloster Schäftlarn und Umgebung

Umgebungskarte Mariengrotte Schäftlarn
Umgebungskarte Mariengrotte Schäftlarn. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Von der Grotte zum Kloster Schäftlarn ist es ein Katzensprung. Dabei steht der Name „Kloster Schäftlarn“ sowohl für das eigentliche Kloster als auch für den Ortsteil von Schäftlarn, der im Isartal liegt. Bei dem bereits im Jahre 762 gegründeten Kloster handelt es sich um eine Benediktinerabtei. Zum Kloster gehören auch ein Privatgymnasium mit Internat, ein Forstbetrieb, eine Schnapsbrennerei und eine Imkerei.

Aber auch für das Kulinarische ist in Gestalt des Klosterbräustüberl Schäftlarn gesorgt. Folgt man weiter der Klosterstraße, geht es zunächst an einem Rapsfeld vorbei. Unmittelbar nach Überquerung der Isar gelangt man schließlich zum „Gasthaus zum Bruckenfischer“. Das Gasthaus steht alleine in der Prärie, die Einöde heißt Dürnstein und gehört bereits zu Egling.

Kloster Schäftlarn
Bild 5: Kloster Schäftlarn (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Rapsfeld am Kloster Schäftlarn
Bild 6: Rapsfeld unweit des Kloster Schäftlarn (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Gasthaus zum Bruckenfischer nähe Kloster Schäftlarn
Bild 7: Gasthaus zum Bruckenfischer in Gestalt der Einöde Dürnstein (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

Die Alte Ziegelei in Bogenhausen

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Der Festring Perlach lädt herzlich ein zur Besichtigung der Bogenhausener Ziegelei.

Wann und wo?

Am Samstag, den 20. Mai 2017, 15 Uhr, An der Alten Ziegelei, Bus 188 Muspillistraße

Teilnahme: 3 Euro, Festring–Perlach-Mitglieder frei

Anmeldung: Tel. 089/637 33 11 (Westner)

Der Festring Perlach im Internet: festring-perlach.de

Faltblatt Ziegeleikonzept
Initiative Ziegeleidenkmal für München

Jubiläum und wie weiter? Reden wir über Geschichte!

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Geschichtswerkstatt
Am Quidde-Zentrum. Foto: Geschichtswerkstatt

Wussten Sie, dass es im Marx-Zentrum mal ein Schwimmbad gab? Oder dass Günter Grass im Plett-Zentrum las und signierte? Oder dass die DKP mit dem sowjetischen Schriftsteller Tschingis Aitmatow für ein volles Haus im Schulzentrum Nord an der Quiddestraße sorgte? Erinnern Sie sich noch an das Trabanten-Stadl oder das Disco-Mobil mit Disco-Monica? Ganz Erstaunliches hält die Geschichte Neuperlachs bereit – schauen Sie, hören Sie, erzählen Sie.

Wann und wo?

Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Neuperlach e.V.
Freitag, den 12. Mai 2017, im Kulturhaus am Hanns-Seidel-Platz 1
Beginn: 16:00, Eintritt frei

Perlacher Heimatarchiv geöffnet

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Heimatarchiv Ausstellung
Sonderausstellung im Perlacher Heimatarchiv
Festring Perlach
Standarte Festring Perlach

Am Samstag, den 13.05.2017, lädt der Festring Perlach e.V. von 13 bis 16 Uhr wieder alle heimatkundlich interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Räume des Perlacher Heimatarchivs an der Sebastian-Bauer-Straße 25 ein. Es erwartet Sie auch eine Sonderausstellung „30 Jahre Festring Perlach“. Der Eintritt ist frei.

Der Festring Perlach im Internet:
festring-perlach.de

Heimatarchiv-Collage
Heimatarchiv-Collage

Asam-Schlössl mit Täuschung (Das historische Haus, Folge 21)

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Asam-Schlössl
Bild. 1: Asam-Schlössl (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Asam-Schlössl
Bild 2: Detail (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Man kommt an diesem ganz besonderen Gebäude vorbei, wenn man die zum Fahrradweg umgebaute Trasse der ehemaligen Isartalbahn benutzt. Das Asam-Schlössl steht bei stadtauswärtigem Blick vor einem Straßendreieck ganz am Ende der Maria-Einsiedel-Straße. Rechts geht es den steilen Kreppeberg rauf, links kommt man auf der Bendiktbeurer Straße zur Floßlände. Geradeaus, leicht links am Asam-Schlössel vorbei, geht es weiter auf dem erwähnten Radweg Richtung Pullach. Das Naturbad Maria Ensiedel ist auch ganz in der Nähe.

Asam-Schlössl
Bild 3: Detail (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Das Besondere am Asam-Schlössl ist die Wandmalerei, genauer ist es ein Trompe-l’œil. So wird illusionistische Malerei bezeichnet, die mithilfe perspektivischer Darstellung den Eindruck einer dreidimensionalen Szenerie suggeriert. Die Risalite, Säulen, Statuen – sie sind hier nur eine Täuschung mit Pinsel und Farbe.

Im Haus befindet sich die gleichnamige Gaststätte mit bayerischer Küche und Wirtsgarten.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Asam-Schlössl, ehem. Besitz Cosmas Damian Asams, jetzt Gaststätte, dreigeschossiger Traufseitbau mit Satteldach und Zwerchhaus in Ecklage, Putzfassade mit Wandmalereien, 1729-39; Wirtschaftsgebäude, wohl nach 1838.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Putzbrunn: Nach dem letzten Brannt

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Neue Brennerei, Putzbrunn
Ersatz für die alte Brennerei in Putzbrunn (10.04.2017) © Thomas Irlbeck

Die Brennerei in Putzbrunn wurde 2014 abgerissen (Neuperlach.org berichtete). Es war ein charakteristischer, nach meinem Empfinden erhaltenswerter Bau. Da die Brennerei durch eine Wohnanlage ersetzt werden sollte, konnte man vom Schlimmsten ausgehen, dass nämlich rein gar nichts mehr an die alte Brennerei erinnert. Doch immerhin wurde einer der Bauten, der etwa an der alten Position des ehemaligen Gebäudes entstanden ist, mit seiner Klinkerfassade und seiner Form (Spitzgiebel) an die alte Brennerei angelehnt. So hat man beim Vorbeifahren immer noch ein wenig Brennerei-Atmosphäre. Für das echte „Branntgefühl“ fehlt aber schon einmal ein Schornstein. Alt und Neu werden hier gegenübergestellt. Fotos von der alten Brennerei gibt es ganz unten.

Neue Brennerei, Putzbrunn
Näher dran an dem Haus, das etwas der alten Brennerei nachempfunden wurde (10.04.2017) © Thomas Irlbeck
Brennerei Putzbrunn
Die alte Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig
Brennerei Putzbrunn
Die alte Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Villa in Thalkirchen (Das historische Haus, Folge 20)

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Villa in Thalkirchen
Riedschlössl in Thalkirchen (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Wir sind in Thalkirchen, das Asam-Schlössl und das Naturbad Maria Einsiedel sind hier Nachbarn. Hier steht das Riedschlössl – eine wunderschöne Villa aus dem 19. Jahrhundert.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Villa, zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit Zwerchhaus, Dreieicksgiebel und Schmuckkaminen, barockisierende Putzfassade mit Lisenen und Stuck, Umbau eines Gebäudes von 1813, von Heilmann und Littmann, bez. 1899; neogotische Kapelle im Garten.

Wikipedia verrät das Nachstehende, was wohl die Bezeichnung Riedschlössl erklärt:

Neubarock, mit Stuckdekor, 1899 von Heilmann & Littmann als Um- und Erweiterungsbau für Eleonore Freifrau von Riedheim; in Nachbarschaft des Asam-Schlössls.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Das „Modellbahnhaus“ an der Schönstraße (Das historische Haus, Folge 19)

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Wirtshaus zum Schönhof
Bild.1: Der Bau mit großer Fassadenreklame. Links befindet sich eine Autowerkstatt (im Bild durch das Außengelände nur angedeutet). Bemerkenswert ist auch die Stromzufuhr mit einem einfachen Holzmast und Isolatoren an der Fassade (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Solche Bauten sind sehr selten geworden: Häuser, die mindestens an einer Seite nur eine Hilfsfassade haben, da sie an eine Baulücke grenzen, die durch Abriss oder Zerstörung des Nachbarhauses entstanden ist – auch gerade als Folge des Zweiten Weltkriegs.

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 2: „Neue Jugend für Ihre Reifen“ – Detail der Reifenreklame mit künstlich erhöhtem Kontrast (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Hier an der Schönstraße 76, Ecke Oertlinweg, unweit vom Tierpark Hellabrunn steht noch solch ein Bau, der auf vier Geschossen das „Wirtshaus zum Schönhof“ sowie Mietwohnungen beherbergt. Hier gibt es gleich zwei Hilfsfassaden, die abweichende Gestalt haben. Die erste Hilfsfassaden ist eine verputzte Brandmauer mit uralter Fassadenwerbung, hier in Form einer Reifenreklame, die zwar etwas verblasst ist, aber noch recht gut erkennbar ist (Bild 2).

Die andere Hilfsfassade (Bild 3 und 4) präsentiert sich als unverputzte Ziegelwand.

Die Kulisse wirkt wie aus längst vergangenen Tagen, so wie man sie heute fast nur noch aus der Modellbahnwelt kennt. Ein Hinterhofhaus in dezentem Rosa (Bild 3 und 3), eine Werkstatt daneben (Bild 1, links) und eine Garage (Bild 4, rechts). Auf dem Gelände ist außerdem noch ein schmuckes weißes Häuschen mit grünen Fensterläden zu finden (im Bild 3 rechts).

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 2: Der Bau mit Garage und zwei weiteren Häusern in der zweiten Reihe (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Der eigentliche Bau mit dem Wirtshaus steht unter Denkmalschutz, aber nicht die angebaute Garage und ebenso wenig die umliegenden Bauten (Hinterhofhaus, weißes Haus in zweiter Reihe; im Bild 3 rechts).

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, viergeschossiger Traufseitbau mit Mansarddach, einfache Putzfassade mit Gurt- und Traufgesims, um 1900.

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 3: Näher dran. Der Bau mit Garage (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Aufgestockt, aber harmonisch (Das historische Haus, Folge 18)

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Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Ansicht mit Eingangsbereich  (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Unser heutiges Objekt ist ein Mietshaus an der Wittelsbacherstraße 20 im Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Analog zu seinem naheliegenden Bruder in der Wittelsbacherstraße 15 hat man dem Bau nach dem Zweiten Weltkrieg noch ein zusätzliches Geschoss verpasst. Nun hat er vier Stockwerke. Im Unterschied zu Haus 15 ist die Aufstockung weit harmonischer geschehen und fällt nur bei genauerem Blick auf.

Bei dem Bau sticht besonders der Risalit hervor (im großen Foto im linken Bereich), der im 2. und 3. Stockwerk mit Säulen verziert ist. Der obere Abschluss dieses Risalits wurde bei der Aufstockung zum Balkon im obersten Stockwerk, was die ohnehin verträgliche Gebäudeerweiterung unterstreicht. Auch der Eingangsbereich ist aufwändig gestaltet. Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, ehemals viergeschossiger, repräsentativer Eckbau auf polygonal gebrochenem Grundriss, mit reicher Fassadengliederung im Stil der Neurenaissance mit Barockelementen, mit Erkern, Risalit mit Säulenstellung, Pilastern, Balkonen, Rustizierungen und Stuckdekor, von Albin Lincke und Carl Vent, 1895-97, nach dem Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht; bildet eine Einheit mit Auenstraße 37

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Gasthaus zur Post (Das historische Haus, Folge 17)

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Gasthaus zur Post / Perlach
Gasthaus zur Post (27.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser „Gasthaus zur Post“ im Herzen Perlachs. Die meisten dürften hier schon mal drin gewesen sein, zum Essen oder vielleicht auch zu einer Versammlung. Das Gebäude mag jetzt vielleicht keine so besondere Form haben, aber es steht unter Denkmalschutz. Der Bayerischer Denkmal-Atlas sagt zu dem Bau:

Ehemalige Tafernwirtschaft, jetzt Gasthaus, zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, bez. 1840.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Perlacher Heimatarchiv geöffnet

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Festring Perlach
Bild: Festring Perlach

Am Samstag, den 08.04.2017, lädt der Festring Perlach e.V. von 13 bis 16 Uhr wieder alle heimatkundlich interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Räume des Perlacher Heimatarchivs an der Sebastian-Bauer-Str. 25 ein. Es erwartet Sie auch eine Sonderausstellung „30 Jahre Festring Perlach“. Der Eintritt ist frei.

Der Festring Perlach im Internet: festring-perlach.de

Nach dem Krieg gewachsen (Das historische Haus, Folge 16)

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Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 1. Das Haus an der Wittelsbacherstraße 15 vor dem Baldeplatz. Die Wittelsbacherbrücke ist auch gleich hier, sie ist hinter dem Fotostandpunkt (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unserer heutiges Haus in der Wittelsbacherstraße 15 in der Isarvorstadt ist vom Stil der Neurenaissance zuzuordnen. Als Kontrast zu dieser Epoche fällt bereits auf den ersten Blick das oberste Stockwerk auf, das wegen des weit einfacheren Baustils ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt. Dies lässt den Schluss zu, dass dieses Geschosss nachträglich und viel später gebaut wurde. Und, richtig, das Haus selbst wurde noch im 19. Jahrhundert fertiggestellt, das vierte Stockwerk (fünfte Geschoss) wurde erst 1954 daraufgesetzt, wodurch das Haus aber auch seine Erkertürmchen verlor. Im Erdgeschoss befindet sich das italienische Restaurant Fugazi N°15.

Zwar befindet sich das Haus an einem verkehrsreichen Punkt, aber die Isar, die fast unmittelbar vor dem Haus fließt und fließt und fließt, entschädigt.

Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 2 (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 3 (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Mietshaus, ehemals viergeschossiger Eckbau am Baldeplatz mit Fassadengliederung im Stil der Neurenaissance, Rohbackstein mit Putzgliederungen, mit Eckerkertürmchen, flachen Mittelrisaliten, Balkonen, gebändertem Erdgeschoss und Figurennischen, von P. W. Fitzky, 1889, nach dem Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht.

Noch ein Artikel zum Thema Aufstockung, aber nun aus der Jetzt-Zeit.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Das Wohnstallstadelhaus in Perlach (Das historische Haus, Folge 15)

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Wohnstallstadelhaus
Bild 1. Ost- und Hauptseite des Baus. Diese Ansicht bietet sich, wenn man Richtung Ostbahnhof oder Richtung Neuer Südfriedhof (links) fährt (27.03.2017) © Thomas Irlbeck

Das Haus ist ein Blickfang, nicht nur, weil es sich architektonisch selbst im vom Denkmalschutz geprägten Perlach von den übrigen Bauten abhebt, sondern auch, weil es an der viel befahrenen Ottobrunner Straße (der Metrobus Ostbahnhof – Putzbrunn 55 fährt hier lang) und an der Abzweigung Hochäckerstraße Richtung Neuer Südfriedhof liegt. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Bauernhaus, Einfirsthof, zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach, giebelseitigem Eisenbalkon, traufseitigem Vordach und neubarockem Dekor, bez. 1903.

Wohnstallstadelhaus
Bild 2: Durch den relativ großen Abstand zu den Nachbarhäusern fällt der Bau noch mehr auf und kommt richtig zur Geltung (27.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wohnstallstadelhaus
Bild 3 (27.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wohnstallstadelhaus
Bild 4: Westseite (27.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wohnstallstadelhaus
Bild 5: Grundstück-Westteil. Der linke Bau ist nicht denkmalgeschützt (27.03.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“