Nachverdichtung nach oben: An der Kafkastraße wird aufgestockt (Update 19.06.2017)

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Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 1: Montage eines Fußbodenelements des neuen Geschosses. Die schwarzen Elemente (Bildmitte) sind Dämmmaterial (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 2 (18.06.2017) © Thomas Irlbeck

Bei Sanierungen kann man meist auf einen Kran verzichten. Doch in Neuperlach Ost ist von weitem schon ein Kran zu sehen. Es scheint sich also um etwas Größeres zu handeln. Nein, es ist kein Neubau. Vielmehr werden in der Kafkastraße, Höhe Tucholsykstraße, gegenüber der Kirche St. Philipp Neri, zwei derzeit achtstöckige Wohnhäuser (Baujahr 1972) um ein Geschoss aufgestockt. Es entstehen insgesamt vier zusätzliche Dachterrassenwohnungen mit jeweils rund 100 m² in gemischter Ziegel- und Betonbauweise. Es gibt dabei auch eine soziale Komponente. Mit der vereinbarten Mietpreisgarantie müssen die Bewohner keine unerwarteten, drastischen Mieterhöhungen befürchten.

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 3: Wachsen sollt ihr! Hier wird aufgestockt. Die Häuser links sind schon höher, sie haben 12 Stockwerke (19.06.2017) © Thomas Irlbeck

Vier zusätzliche Wohnungen entstehen

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 4: Die Häuser nebenan kriegen ein wenig Konkurrenz, auch wenn es nur ein Stockwerk ist (19.06.2017) © Thomas Irlbeck

Man darf sich fragen, ob der enorme Aufwand der Aufstockung für nur vier zusätzliche Wohnungen gerechtfertigt ist. Aber da das Dach ohnehin undicht und damit sanierungsbedürftig war, entstand die Idee, die Gelegenheit zu nutzen und noch ein Geschoss aufzusetzen. Schließlich ist der Bedarf an Wohnraum enorm. Da die beiden Häuser damit zu echten Hochhäusern werden (bei der üblichen Neuperlacher Geschosshöhe ist die Grenze in der Regel mit dem 9. Stockwerk, also dem 10. Geschoss, überschritten), sind verschärfte Vorschriften insbesondere beim Brandschutz zu beachten. Auch gibt es inzwischen bei der Wärmedämmung erhöhte Anforderungen. Dies alles bedeutete sehr intensive Verhandlungen. Oft scheitern solche Projekte am Widerstand von Eigentümern, Bewohnern, Nachbarn und Behörden. Doch hier hat es geklappt. Damit findet nun eine der ganz wenigen Aufstockungen statt, die es bislang in Neuperlach gegeben hat.

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 5: Herrlicher Blick von hier oben. Wer genau hinsieht, erkennt auch das Marx-Zentrum links neben dem Fahrstuhl-Maschinenraum (19.06.2017) © Thomas Irlbeck

Das Projekt ist so spannend, dass ich mir das vor Ort mal anschaue. Der Projektleiter der ausführenden Planungsgruppe Hochbau empfängt mich. Auf dem Rasen liegen vormontierte Platten aus Ziegeln. Sie sehen aus wie Wände, doch ich werde aufgeklärt, dass diese der neue Boden des zusätzlichen Geschosses werden.

Mit dem Behelfslift am Gerüst geht es auf das Dach. Die oberste Schicht des alten Daches wurde abgetragen. Das Dach war wie erwähnt undicht und war bereits mehrfach notdürftig geflickt worden. Tragfähig für ein zusätzliches Geschoss wäre es ohnehin nicht gewesen.

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 6: Phantastische Sicht auf die Zwillingstürme (19.06.2017) © Thomas Irlbeck

Die Umrisse der Wohnungen sind bereits zu sehen. In die Aussparungen wird schwarzes Dämmmaterial, das an Kohle erinnert, eingefüllt. Tatsächlich handelt es sich um Foamglas (Schaumglas), das extrem leicht ist. Die neuen Böden werden dann darauf gesetzt und mit Beton vergossen. An einigen Stellen ist es bereits passiert, wie die Bilder zeigen. Die bestehende Attika als Abschluss der entstehenden Dachterrassen muss erhöht werden, die Vorschriften wollen das so.

Die Aufzüge werden bis ins neue oberste 9. Stockwerk fahren. Heutige Aufzüge benötigen keinen Maschinenraum mehr, der ein Geschoss über das Dach hinaussteht. Daher muss der bestehende Maschinenraum nur minimal erhöht werden, um ein zusätzliches Geschoss zu bedienen.

Bewohner profitieren: Neuer Aufzug schneller und halbe Treppe im Erdgeschoss entfällt

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 7: Blick auf das Marx-Zentrum (19.06.2017) Thomas Irlbeck

Für die bestehenden Bewohner hat der Umbau Vorteile: Denn es wird ein neuer, schnellerer Lift eingebaut. Und nicht nur das: Bislang musste man im Erdgeschoss ein halbe Treppe nach oben steigen. Erst von dort – im Hochparterre – startete der Lift. Nun wird er auch auf Straßenniveau halten. Gerade für Ältere, Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist das eine erhebliche Verbesserung.

Wenn man derzeit das Haus betritt, steht man zunächst vor dem Aufzugschacht, aber letztlich nur vor einer Wand. Man muss erst ein paar Stufen raufsteigen und steigt dann von der gegenüberliegenden Seite in den Lift.

Das bedeutet aber, dass der bestehende Aufzugsschacht wie gemacht ist für einen Umbau, so als hätte der Architekt Visionen gehabt. Man fräst vorne – auf Straßenniveau – eine zusätzliche Türe rein. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, da an dieser Wand das Gegengewicht der Fahrstuhlkabine läuft. Niemand möchte von so etwas geköpft werden. Daher muss das Gegengewicht an die Seite verlegt werden. Die Fahrstuhlkabine bekommt logischerweise zwei gegenüberliegende Türen, die zusätzliche ist dann für den neuen Halt im Erdgeschoss (Straßenniveau) vorgesehen.

Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 8 (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 9: Blick Richtung Graf-Zentrum (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 10 (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 11: Detail Bodenplatte (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 12 (19.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kafkastraße 62/54 Aufstockung
Bild 13: Für die Bewohner geht es nicht ganz ohne Einschränkungen. Der Weg ist hier unterbrochen (18.06.2017) © Thomas Irlbeck

Hanns-Seidel-Platz: Grundsteinlegung am 50. Geburtstag (Update 08.06.2017)

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Gestern, am 12.05.2017, exakt an unserem 50. Geburtstag, war Grundsteinlegung am Kultur Quadrat. Wir mir im Verkaufs-Pavillon heute mitgeteilt wurde, sollen die Bauarbeiten sehr schnell starten. Der Bereich außerhalb der Parkfläche (Südostteil des Hanns-Seidel-Platzes) wird also bereits dieses Jahr bebaut, der Rest dann nach Fertigstellung der pep-Erweiterung 2018.

Update 01.06.2017: Beschädigter Grundstein – siehe weiter unten.

Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 1 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 2 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 3 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 4 (12.05.2017): Gelände von der Von-Knoeringen-Straße aus gesehen. Foto: Lesereinsendung

Update 01.06.2017

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 5 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Im südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes laufen die Bauarbeiten für die Wohnhäuser. Zwar sind noch keine Kräne aufgestellt, aber die Erdarbeiten sind im Gange. Der Grundstein sieht arg ramponiert aus, vermutlich wurde er beim Abtragen des Asphalts beschädigt (Bilder weiter unten). Die Fläche, auf der er steht, war ja asphaltiert. Hoffentlich kein schlechtes Omen, aber wir sind ja nicht abergläubisch!

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 6 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 7: Ramponierter Grundstein  (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 8 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Spundwände und Kelleraushub (Update 08.06.2017)

Wer immer noch an der Bebauung des Hanns-Seidel-Platz gezweifelt hat, jetzt kann man es wirklich glauben. Nachdem die Spundwände gesetzt wurden, läuft nun bereits der Kelleraushub, jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 9 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 10 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 11 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 12 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck

Home Base: fertig – und doch nicht fertig

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Home Base Juni 2017
Bild 1: Das Home Base vom Marx-Zentrum au gesehen. Vorne die Rampe zur Tiefgarage, die ihre alte Hausnummer Peschelanger 3 behielt. Das Gebäude selbst hat die Adresse Karl-Marx-Ring 46 und 46a (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 2: Ansicht vom Karl-Marx-Ring mit einem Teil des Marx-Zentrum im Hintergrund. Im Erdgeschoss: die Münchner Bank (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Das Studentenwohnheim Home Base am Karl-Marx-Ring, Ecke Peschelanger, war in Rekordzeit bezugsfertig. Ende Oktober letzten Jahres zogen die ersten Studenten in ihre Appartements ein. Schön ist es geworden, wie die Bilder zeigen. Doch die Außenarbeiten und einige weitere Arbeiten laufen immer noch. Der Sportplatz auf dem Dach besteht derzeit nur aus Stangen, die wie Spieße in den Himmel ragen. Der Käfig, der das Abhandenkommen der Bälle verhindern soll, fehlt immer noch (siehe Fotos weiter unten). Die Kita ist auch noch nicht eröffnet.

Der Durchgang vom Haupteingang des Peschelanger 9 und von den Hintereingängen der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 war einige Zeit wieder passierbar, wurde aber jetzt durch Bepflanzung (siehe Fotos weiter unten) wieder eingeschränkt. An einer einzigen Stelle kann noch passiert werden, ohne Grünzeug niederzutreten. Doch mit Eröffnung der Kita ist zu befürchten, dass diese Abkürzung für immer verlorengeht, da Kitas sich ohne Sondergenehmigung einzäunen dürfen. Für die erwähnten Bewohner bedeutet das einen Umweg, wenn sie zum Karl-Marx-Ring oder (spät abends) noch zur Tankstelle möchten, sie müssen einmal um das ganze Home Base herumlaufen. Dabei wäre ganz an der Seite neben dem Tankstellenzaun ausreichend Platz für einen schmalen Pfad gewesen. Aber vielleicht will man ja da keinen Durchgangsverkehr.

Ein undichter Hydrant vor dem Home Base verliert seit Wochen Wasser, sodass Fußgänger und Radler durch eine Dauerpfütze müssen (siehe Fotos weiter unten).

Hoffentlich hat diese Dauerbaustelle mal ein Ende.

Home Base Juni 2017
Bild 3: Ansicht vom Peschelanger aus. Der Sportplatz auf dem Dach ist rechts oben erkennbar. Die Stangen, die einmal den Käfig tragen sollen, ragen wie Spieße in den Himmel  (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 4:  Ansicht vom Eck Karl-Marx-Ring/Peschelanger. Auch hier sind die Stangen des Sportplatzes erkennbar (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 5: Ansicht vom Karl-Marx-Ring Richtung Tankstelle. Der hier nach rechts abzweigende Weg endet derzeit im Nichts (siehe Bild 6). Früher war vorne am Tankstellenzaun ein Verbindungsweg Richtung Peschelanger 5/9 und Karl-Marx-Ring 52-62 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 6: Ansicht vom Karl-Marx-Ring: Das wird wohl der Garten und Spielplatz (mit Sandkasten) der Kita. Die alte Wegverbindung ist durch die Bepflanzung (im Hintergrund zu sehen), die in den letzten Tage erfolgte, abgeschnitten. Der Weg Richtung Hochgarage (Peschelanger 5, der blaue Bau im Hintergrund)  ist hier möglicherweise bald für immer dicht (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 7: Ansicht vom Hof aus (wenn man z.B. vom Peschelanger 9 oder der Hochgarage Peschelanger 5 kommt). Die bereits erwähnte Bepflanzung schneidet die alte Abkürzung zum Karl-Marx-Ring (im Hintergrund) und zur Tankstelle ab (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 8: Plitsch-Platsch! Es klappert die Mühle am nicht existenten rauschenden Bach „Karl Marx“. Radfahrer und Fußgänger … (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Home Base Juni 2017
Bild 9: …müssen seit Wochen durch eine Dauerpfütze (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Studentenwohnheim Home Base hier!

Jugendstil-Eckbau in Schwabing (Das historische Haus, Folge 23)

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Auch bei Folge 23 handelt es sich nicht um eine Verschwörung, sondern „nur“ um einen prächtigen Bau an der Martiusstraße 7.

Eckhaus Martiusstraße
Eckhaus Martiusstraße (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, viergeschossiger, sehr reich und malerisch gegliedert und stuckierter Jugendstil-Eckbau mit Erkern, Balkons, Reliefs und turmartiger Eckausbildung, von Anton Hatzl, um 1906.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Marx-Zentrum eingerahmt von den Telekom Ten Towers

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Marx-Zentrum eingerahmt von Telekom Ten Towers
Bild 1: Eingerahmtes Marx-Zentrum (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Was für ein geniales Bild, das auf dem Olympiaberg entstand: Die „Telekom Ten Towers“ am Leuchtenbergring in Berg am Laim mit ihren verbindenden Brücken scheinen gezielt so errichtet worden zu sein, dass sie das Marx-Zentrum exakt einrahmen. Lesereinsendung, vielen Dank!

Marx-Zentrum eingerahmt von Telekom Ten Towers
Bild 2: Detail

Noch ein paar Bilder aus dem Olympiapark:

Olympiapark
Bild 3: Olympiaturm mit „Schutznetz (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Im Marx-Zentrum hängt ein Taubennetz, das nur von diesem Netz am Olympiaturm übertroffen wird. Wegen einer Instandhaltungsarbeiten des Turmschafts wird/wurde ein Gerüst errichtet. Das Netz dient der Sicherheit der Arbeiter.

Olympiapark
Bild 4: Olympiaturm Detail (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung
Olympiapark
Bild 5: Bungalows und Hochhäuser im Olympiadorf/Olympiazentrum (28.05.2017). Foto: Lesereinsendung

Eckhaus im Lehel (Das historische Haus, Folge 22)

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Eckhaus im Lehel
Bild 1 (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Überquert man von Osten kommend die Isar auf der Max-Joseph-Brücke, kommt man an diesem schönen Eckhaus vorbei. Die Adresse ist Widenmayerstraße 52, Lehel. Der Englische Garten ist hier schon so nah, dass man ihn fast riechen kann.

Im Haus befindet sich das italienische Restaurant Taverna del Sud.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, fünfgeschossiger mächtiger Mansardwalmdach-Eckbau in Formen der deutschen Renaissance mit reich dekorierten, turmartig erhöhten Polygonalerkern und Zwerchhäusern, von Wilhelm Spannagel, 1899/1900.

Eckhaus im Lehel
Bild 2 (26.05.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

St. Philipp Neri – Langweilige Bauten (Folge 5)

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St. Philipp Neri
Bild 1: St. Philipp Neri von der Kafkastraße aus gesehen mit Bushaltestelle und Boden-Freiluft-Kruzifix (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Heute muss sich mal wieder eine Kirche gefallen lassen, mit ihrem Aussehen das Gefühl von Langeweile aufkommen zu lassen: die katholische Kirche St. Philipp Neri in Neuperlach Ost. Sie steht an der Kafkastraße 17, Höhe Sudermannallee.

Der Bus stadteinwärts hält direkt vor der Kirche, hier steigen auch Kunden des Sudermann-Zentrum ein und aus. Mein Gähnen während der Betrachtung des Kirchenbaus wirkt ansteckend. Einige Fahrgäste schlafen ein und verpassen ihren Bus.

Die Form der Kirche entspricht einem mathematisch genauen Quader. Das Gebäude präsentiert sich als eingeschossiger Zweckbau. Statt eines Kirchturms hat man draußen vor der Kirche ein Kreuz aufgestellt.

Eröffnet wurde die Kirche im November 1973. Sie gehört seit 2009 zur Pfarrei Christus Erlöser (zusammen mit St. Jakobus, St. Monika, St. Stephan und St. Maximilian Kolbe). Der Name der Kirche leitet sich von dem Gegenreformator Filippo Romolo Neri ab (* 21.07.1515 in Florenz; † 26.05.1595 in Rom).

St. Philipp Neri
Bild 2: Hier zeigt sich die strenge Quaderform (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
St. Philipp Neri
Bild 3: Die Informationstafeln und Bäume bieten wenigstens ein bisschen Widerstand gegen die Eintönigkeit des Baus (22.05.2017) © Thomas Irlbeck
St. Philipp Neri
Bild 4: Weitere Ansicht von der Kafkastraße (22.05.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Sanierung der „Kaserne“ – Schwimmbäder in Neuperlach

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Sanierung am Friedrich-Engels-Bogen (die Wohnanlage ist auch als „Kaserne“ bekannt). Dach, Fassade – nichts ist für die Ewigkeit und muss irgendwann generalüberholt werden.

Auf dem Dach war ursprünglich ein Freiluft-Swimmingpool. Dieser hat jedoch nicht überlebt und wurde bereits vor Menschengedenken zugeschüttet. Ebenso längst nicht mehr existent ist das Hallenbad im Marx-Zentrum, das im Unterschied zu diesem Bad öffentlich war. Heute befindet sich in den Räumen des Marx-Zentrum-Schwimmbads das Minikaufhaus Woolworth.

Sanierung Friedrich-Engels-Bogen
Bild 1: Wohnanlage am Friedrich-Engels-Bogen. Ganz rechts ist noch ein Stück vom Marx-Zentrum zu sehen (22.05.2017)
Sanierung Friedrich-Engels-Bogen
Bild 2 (22.05.2017)

Das Hallenbad in der Wohnanlage mit den Glashäusern des Architekten Ernst Barth (nicht im Bild) ist dagegen zum Glück bis heute erhalten geblieben. Es steht nur für Bewohner dieser Wohnanlage zur Verfügung. Dass das Bad noch vorhanden ist, ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Unterhalt von Schwimmbädern ist extrem teuer. Die Versuchung ist daher groß, dass ein Bad stillgelegt wird, sollte eine umfassende Sanierung notwendig werden.

Wenige Stunden vor unserem 50. Geburtstag: Bauvorbereitende Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz starten

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Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 1 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Wer hätte das noch für möglich gehalten? Noch vor dem 50. Geburtstag am 11. Mai sind die ersten bauvorbereitenden Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz gestartet, vermutlich Grundwasserbohrungen.

Dies ist wohl weniger Zufall, mehr scheint es uns bewusst zugefallen zu sein. So als wollte man sagen, wir können doch, was wir 50 Jahre nicht geschafft haben, nämlich die Bebauung von Neuperlachs Mitte, jetzt „Kultur Quadrat“ genannt (damit man Neuperlach nicht mit China, dem Reich der Mitte, verwechselt).

Gebaut werden zunächst die Wohnhäuser auf dem südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes, der nicht als Parkfläche genutzt wird, genauer an der Von-Knoeringen-Straße.

Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 2 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Mütterberatung des Gesundheitsamts – Langweilige Bauten (Folge 4)

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Mütterberatung/Gesundheitsamt
Bild 1 (29.04.2017) © Thomas Irlbeck

Fast alle Neuperlacher, nicht nur aktive oder ehemalige Schüler des gegenüberliegenden „Schulzentrum Nord“, dürften ihn kennen, denn der Bau steht direkt an der Quiddestraße. Die Mütterberatung des Gesundheitsamtes. Der Bau mit der Hausnummer 1 ist architektonisch so langweilig, dass einem dazu nur mal wieder der Begriff Legoriegel einfällt. Heute würde man so etwas nicht mehr bauen. Damals, in den 1970er-Jahren, hatte man noch großzügig Abstand von der Straße gelassen. Auch würde man sich heute mit nur einem einzigen Geschoss nicht mehr zufriedengeben.

Mütterberatung/Gesundheitsamt
Bild 2 (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung/Gesundheitsamt
Bild 3: Hier sieht man besonders gut, wie großzügig Neuperlach gebaut wurde (29.04.2017) © Thomas Irlbeck
Mütterberatung/Gesundheitsamt
Bild 4 (29.04.2017) © Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Langweilige Bauten“

Kultur Quadrat: Neuperlach wird zum Reich mit Mitte

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Kultur Quadrat
Bild 1: Verkaufspavillon, rechts im Hintergrund das alte Kulturhaus-Provisorium (24.04.2017) © Thomas Irlbeck

So langsam geht es nach fast 50 Jahren Warten endlich los mit der Bebauung von Neuperlachs Mitte am Hanns-Seidel-Platz. Am 21. April wurde vor dem Kulturhaus ein Verkaufspavillon aufgestellt. Das Ganze läuft unter der Bezeichnung „Kultur Quadrat“. Für die offizielle Website www.kulturquadrat.com hat Neuperlach.org Bilder aus seinem Foto-Pool zur Verfügung gestellt.

In dem Quadrat, das im Westen von der Thomas-Dehler-Straße, im Süden von der Von-Knoeringen-Straße, im Osten von der Fritz-Erler-Straße und im Norden vom Wacker-Gebäude gebildet wird, werden Wohnungen entstehen, aber auch Läden, Gastronomie, soziale Einrichtungen und das lang ersehnte Kulturzentrum. Blickfang soll ein spektakuläres Hochhaus werden. Begonnen werden soll mit einer Wohnanlage an der Von-Knoeringen-Straße am Süden des Hanns-Seidel-Platzes. Der Bereich ist bereits mit Bauzäunen gesichert und befindet sich außerhalb der Fläche des pep-Parkplatzes. Für den Dezember ist der Abriss des Kulturhauses geplant. Im Frühjahr 2018 sollen die Erweiterung des Pep und des neuen Parkhauses Nord fertig sein. Der Pep-Parkplatz auf dem Hanns-Seidel-Platz ist dann entbehrlich und es kann richtig losgehen mit dem Bau von Neuperlachs Mitte.

Bereits jetzt können Wohnungen reserviert werden. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit 64 m2 ist für 475.900 Euro zu haben, eine 3-Zimmer-Wohnung mit 89 m2 ist für 678.900 Euro im Angebot. Dies sind nur zwei Beispiele, im Verkaufspavillon erfährt man mehr.

Weitere Infos zum Projekt auch unter immostar.de.

Kultur Quadrat
Bild 2: Verkaufspavillon mit Wacker im Hintergrund  (24.04.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat
Bild 3 : Blick Richtung pep (24.04.2017) © Thomas Irlbeck

Von Schnapszahlen und Todsünden

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Das Life an der Albert-Schweitzer-Straße eröffnete an diesem  Schnapszahlentag (Archivbild vom Eröffnungstag) © Thomas Irlbeck
Elefantenhaus Tierpark Hellabrunn
Elefanten brauchen keine Schnapszahlen als Merkhilfe. Elefantenhaus im Tierpark Hellabrunn. Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Schnapszahlen haben einen Vorteil. Man erinnert sich auch nach vielen, vielen Jahren noch daran. So weiß ich, dass am 7.7.77 die Erweiterung des Tierparks Hellabrunn eröffnet wurde. Damals gab es Freilimo, man hatte einfach Paletten mit Cola- und Limodosen aufgestellt, an denen sich jeder gratis bedienen konnte. Dabei konnte ich Leute beobachten, die nicht nur einzelne Dosen nahmen, sondern ganze Paletten ins Auto luden. Eine unerträgliche, an Diebstahl grenzende Gier. Ich würde niemals etwas klauen, habe aber andere Fehler. Fotos von der Eröffnung habe ich leider keine. Anders beim 09.09.09, 09:09, da wurde das Life eröffnet, das zweite klimatisierte moderne Einkaufszentrum in Neuperlach, das dann auch begeistert angenommen wurde. Oder etwa nicht?

Ist das Nessie? (Archivbild vom Eröffnungstag) © Thomas Irlbeck
Die gelbe Nase  ist das Erkennungszeichen (Archivbild vom Eröffnungstag) © Thomas Irlbeck

Asam-Schlössl mit Täuschung (Das historische Haus, Folge 21)

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Asam-Schlössl
Bild. 1: Asam-Schlössl (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Asam-Schlössl
Bild 2: Detail (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Man kommt an diesem ganz besonderen Gebäude vorbei, wenn man die zum Fahrradweg umgebaute Trasse der ehemaligen Isartalbahn benutzt. Das Asam-Schlössl steht bei stadtauswärtigem Blick vor einem Straßendreieck ganz am Ende der Maria-Einsiedel-Straße. Rechts geht es den steilen Kreppeberg rauf, links kommt man auf der Bendiktbeurer Straße zur Floßlände. Geradeaus, leicht links am Asam-Schlössel vorbei, geht es weiter auf dem erwähnten Radweg Richtung Pullach. Das Naturbad Maria Ensiedel ist auch ganz in der Nähe.

Asam-Schlössl
Bild 3: Detail (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Das Besondere am Asam-Schlössl ist die Wandmalerei, genauer ist es ein Trompe-l’œil. So wird illusionistische Malerei bezeichnet, die mithilfe perspektivischer Darstellung den Eindruck einer dreidimensionalen Szenerie suggeriert. Die Risalite, Säulen, Statuen – sie sind hier nur eine Täuschung mit Pinsel und Farbe.

Im Haus befindet sich die gleichnamige Gaststätte mit bayerischer Küche und Wirtsgarten.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Asam-Schlössl, ehem. Besitz Cosmas Damian Asams, jetzt Gaststätte, dreigeschossiger Traufseitbau mit Satteldach und Zwerchhaus in Ecklage, Putzfassade mit Wandmalereien, 1729-39; Wirtschaftsgebäude, wohl nach 1838.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Putzbrunn: Nach dem letzten Brannt

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Neue Brennerei, Putzbrunn
Ersatz für die alte Brennerei in Putzbrunn (10.04.2017) © Thomas Irlbeck

Die Brennerei in Putzbrunn wurde 2014 abgerissen (Neuperlach.org berichtete). Es war ein charakteristischer, nach meinem Empfinden erhaltenswerter Bau. Da die Brennerei durch eine Wohnanlage ersetzt werden sollte, konnte man vom Schlimmsten ausgehen, dass nämlich rein gar nichts mehr an die alte Brennerei erinnert. Doch immerhin wurde einer der Bauten, der etwa an der alten Position des ehemaligen Gebäudes entstanden ist, mit seiner Klinkerfassade und seiner Form (Spitzgiebel) an die alte Brennerei angelehnt. So hat man beim Vorbeifahren immer noch ein wenig Brennerei-Atmosphäre. Für das echte „Branntgefühl“ fehlt aber schon einmal ein Schornstein. Alt und Neu werden hier gegenübergestellt. Fotos von der alten Brennerei gibt es ganz unten.

Neue Brennerei, Putzbrunn
Näher dran an dem Haus, das etwas der alten Brennerei nachempfunden wurde (10.04.2017) © Thomas Irlbeck
Brennerei Putzbrunn
Die alte Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig
Brennerei Putzbrunn
Die alte Brañtwein Breñerei (Februar 2010). Foto: Roman Ludwig

Übergabe geglückt!

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Die Nacht übergibt an den Tag. Die Sonne lugt hinter dem Marx-Zentrum hervor, der Mond wacht noch über dem LAO (Leben am Ostpark). Beide Aufnahmen heute früh gegen 6 Uhr. Lesereinsendung, vielen Dank für die tollen Aufnahmen!

Marx-Zentrum, Sonnenaufgang
Marx-Zentrum: Sonnenaufgang (10.04.2017)
LAO, Vollmond
LAO: Vollmond (10.04.2017)

Villa in Thalkirchen (Das historische Haus, Folge 20)

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Villa in Thalkirchen
Riedschlössl in Thalkirchen (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Wir sind in Thalkirchen, das Asam-Schlössl und das Naturbad Maria Einsiedel sind hier Nachbarn. Hier steht das Riedschlössl – eine wunderschöne Villa aus dem 19. Jahrhundert.

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Villa, zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit Zwerchhaus, Dreieicksgiebel und Schmuckkaminen, barockisierende Putzfassade mit Lisenen und Stuck, Umbau eines Gebäudes von 1813, von Heilmann und Littmann, bez. 1899; neogotische Kapelle im Garten.

Wikipedia verrät das Nachstehende, was wohl die Bezeichnung Riedschlössl erklärt:

Neubarock, mit Stuckdekor, 1899 von Heilmann & Littmann als Um- und Erweiterungsbau für Eleonore Freifrau von Riedheim; in Nachbarschaft des Asam-Schlössls.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Das „Modellbahnhaus“ an der Schönstraße (Das historische Haus, Folge 19)

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Wirtshaus zum Schönhof
Bild.1: Der Bau mit großer Fassadenreklame. Links befindet sich eine Autowerkstatt (im Bild durch das Außengelände nur angedeutet). Bemerkenswert ist auch die Stromzufuhr mit einem einfachen Holzmast und Isolatoren an der Fassade (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Solche Bauten sind sehr selten geworden: Häuser, die mindestens an einer Seite nur eine Hilfsfassade haben, da sie an eine Baulücke grenzen, die durch Abriss oder Zerstörung des Nachbarhauses entstanden ist – auch gerade als Folge des Zweiten Weltkriegs.

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 2: „Neue Jugend für Ihre Reifen“ – Detail der Reifenreklame mit künstlich erhöhtem Kontrast (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Hier an der Schönstraße 76, Ecke Oertlinweg, unweit vom Tierpark Hellabrunn steht noch solch ein Bau, der auf vier Geschossen das „Wirtshaus zum Schönhof“ sowie Mietwohnungen beherbergt. Hier gibt es gleich zwei Hilfsfassaden, die abweichende Gestalt haben. Die erste Hilfsfassaden ist eine verputzte Brandmauer mit uralter Fassadenwerbung, hier in Form einer Reifenreklame, die zwar etwas verblasst ist, aber noch recht gut erkennbar ist (Bild 2).

Die andere Hilfsfassade (Bild 3 und 4) präsentiert sich als unverputzte Ziegelwand.

Die Kulisse wirkt wie aus längst vergangenen Tagen, so wie man sie heute fast nur noch aus der Modellbahnwelt kennt. Ein Hinterhofhaus in dezentem Rosa (Bild 3 und 3), eine Werkstatt daneben (Bild 1, links) und eine Garage (Bild 4, rechts). Auf dem Gelände ist außerdem noch ein schmuckes weißes Häuschen mit grünen Fensterläden zu finden (im Bild 3 rechts).

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 2: Der Bau mit Garage und zwei weiteren Häusern in der zweiten Reihe (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Der eigentliche Bau mit dem Wirtshaus steht unter Denkmalschutz, aber nicht die angebaute Garage und ebenso wenig die umliegenden Bauten (Hinterhofhaus, weißes Haus in zweiter Reihe; im Bild 3 rechts).

Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, viergeschossiger Traufseitbau mit Mansarddach, einfache Putzfassade mit Gurt- und Traufgesims, um 1900.

Wirtshaus zum Schönhof
Bild 3: Näher dran. Der Bau mit Garage (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

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SWM-Umspannwerk an der Putzbrunner Straße – Langweilige Bauten (Folge 3)

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Umspannwerk
Bild 1: Ansicht von der Putzbrunner Straße (30.03.2017) © Thomas Irlbeck
Umspannwerk
Bild 2 (30.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser heutiges Objekt liegt an der Putzbrunner Straße 120. Fast jeder dürfte auf dieser viel befahrenen Route schon einmal an dem Bau vorbeigekommen sein. Es geht hier stadtauswärts Richtung Putzbrunn und Glonn und stadteinwärts Richtung Pfanzeltplatz und Ostbahnhof. Da sich das Gebäude auf der rechten Seite stadtauswärts befindet, gehört es bereits zu Neuperlach Süd, wohingegen die andere Straßenseite noch zu Neuperlach Mitte zählt.

Umspannwerk
Bild 3: Gebäuderückseite von der Iblherstraße aus gesehen (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Der lange Betonbau wirkt mit seiner quaderförmigen Struktur erdrückend, was auch daran liegt, dass er für Neuperlach untypisch so nahe am Fußweg und an der Fahrbahn liegt, wodurch er einen entsprechenden Schatten wirft. Da hilft auch die geriffelte Fassadenverkleidung in einem sehr dezenten Grün nicht viel.

Auf dem Gebäude steht SWM, was, wie jeder Münchner wissen dürfte, für „Stadtwerke München“ steht.

Umspannwerk
Bild 4: Rückseite, näher dran (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

Was aber ist die Funktion des Baus? Ein Blick in alle gängigen Onlinestadtpläne bringt keine Erkenntnisse, das Gebäude ist dort allenfalls mit Hausnummer eingezeichnet, aber nicht weiter beschriftet. Ein alter Neuperlach-Stadtplan von 1974 bringt aber die Erleuchtung. Da steht „Umspannwerk“. Ein Blick auf die Gebäuderückseite (Bild 3 und 4) bringt die Bestätigung, hier sind Teile der elektrischen Einrichtungen zu sehen. Ein Umspannwerk dient der Umwandlung von einer elektrischen Spannungsebene in eine andere. Um Verluste bei der Übertragung zu reduzieren und geringe Leitungsquerschnitte zu realisieren, wird der Strom über große Entfernungen in eine sehr hohe Spannung hochtransformiert (110.000 Volt) und für den Endverbraucher im Umspannwerk wieder heruntertransformiert. Gewaltige Hochspannungsmasten sind übrigens Fehlanzeige, da das Münchner Stromnetz weitgehend unterirdisch verläuft. Das Video ganz unten zeigt am Beispiel einer vergleichbaren Berliner Einrichtung, wie so ein Umspannwerk funktioniert.

Umspannwerk
Bild 5: Fassadendetails (04.04.2017) © Thomas Irlbeck
Umspannwerk
Bild 6 (04.04.2017) © Thomas Irlbeck

(Link: YouTube)

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Aufgestockt, aber harmonisch (Das historische Haus, Folge 18)

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Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Ansicht mit Eingangsbereich  (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Unser heutiges Objekt ist ein Mietshaus an der Wittelsbacherstraße 20 im Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Analog zu seinem naheliegenden Bruder in der Wittelsbacherstraße 15 hat man dem Bau nach dem Zweiten Weltkrieg noch ein zusätzliches Geschoss verpasst. Nun hat er vier Stockwerke. Im Unterschied zu Haus 15 ist die Aufstockung weit harmonischer geschehen und fällt nur bei genauerem Blick auf.

Bei dem Bau sticht besonders der Risalit hervor (im großen Foto im linken Bereich), der im 2. und 3. Stockwerk mit Säulen verziert ist. Der obere Abschluss dieses Risalits wurde bei der Aufstockung zum Balkon im obersten Stockwerk, was die ohnehin verträgliche Gebäudeerweiterung unterstreicht. Auch der Eingangsbereich ist aufwändig gestaltet. Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, ehemals viergeschossiger, repräsentativer Eckbau auf polygonal gebrochenem Grundriss, mit reicher Fassadengliederung im Stil der Neurenaissance mit Barockelementen, mit Erkern, Risalit mit Säulenstellung, Pilastern, Balkonen, Rustizierungen und Stuckdekor, von Albin Lincke und Carl Vent, 1895-97, nach dem Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht; bildet eine Einheit mit Auenstraße 37

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Gasthaus zur Post (Das historische Haus, Folge 17)

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Gasthaus zur Post / Perlach
Gasthaus zur Post (27.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unser „Gasthaus zur Post“ im Herzen Perlachs. Die meisten dürften hier schon mal drin gewesen sein, zum Essen oder vielleicht auch zu einer Versammlung. Das Gebäude mag jetzt vielleicht keine so besondere Form haben, aber es steht unter Denkmalschutz. Der Bayerischer Denkmal-Atlas sagt zu dem Bau:

Ehemalige Tafernwirtschaft, jetzt Gasthaus, zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach, bez. 1840.

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