Aus 6 mach 8, das Ergebnis ist erst einmal 0! Teilweiser Baustopp an der Gewofag-Baustelle (Update 01.08.2017)

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Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 1: Die Gewofag-Baustelle. Für einen der beiden hier geplanten Gebäudekomplexe (den südlichen) wurde ein Baustopp verhängt. Wir sehen hier vor allem den nördlichen Teil (WA1), der südliche (WA2) ist im Bild ganz links (26.02.2017) © Thomas Irlbeck
GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 2: Sozialer Wohnungsbau mit gefalteten Fassaden, Loggien, ziegelrotem Kratzputz und Klinkersockel. So soll es einmal aussehen (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Die Wohnungsnot ist in München so groß wie noch nie, vor allem fehlt bezahlbarer Wohnraum. Da sind die Gewofag-Mietwohnungen, die derzeit in Neuperlach Süd an der Carl-Wery-Straße, Höhe Therese-Giehse-Allee, gegenüber dem Leonardo Hotel, entstehen, eine Bereicherung. Die 438 Wohnungen werden sozial gefördert, wobei verschiedene Fördermodelle zum Einsatz kommen. Der größte Teil der Teil der Wohnungen fällt unter den KMB (Konzeptioneller Mietwohnungs-Bau), ein weiterer Teil der Wohnungen basiert auf dem Modell München-Modell-Miete und beim Rest kommt eine einkommensorientierte Förderung zum Tragen. Bei den KMB-Wohnungen gelten keine Einkommensgrenzen, sodass sie für alle Münchner interessant sind, dennoch werden diese Wohnungen über 60 Jahre verhältnismäßig günstig vermietet. Denn in dieser Zeit ist garantiert, dass die Miete nur im Rahmen der Anpassung an den Verbraucherpreisindex erhöht wird.

Baustopp für den Komplex WA2 (südlich)

GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 3: Mit acht Geschossen schafft man  mehr Wohnraum als mit sechs, dachte sich die Stadt. Dabei sollen aber einige Vorschriften verletzt worden sein (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Doch leider gibt es mit dem Bauvorhaben derzeit mächtig Ärger. Wie die Abendzeitung berichtete, darf der südliche Gebäudekomplex (WA2) vorerst nicht weitergebaut werden. Nachbarn hatten geklagt, weil die Stadt die Gebäude nicht wie ursprünglich geplant bei sechs Geschossen belassen, sondern teilweise auf acht Geschosse aufgestockt hatte. Dabei seien laut Gericht unter anderem Mindestabstände überschritten worden. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wehrt sich gegen Kritik seitens der CSU, berichtete die Süddeutsche Zeitung. Reiter bringt dabei unter anderem vor, dass die Aufstockung der beiden Gebäude von sechs auf acht Geschosse auch von den CSU-Stadträten im Gewofag-Aufsichtsrat beschlossen worden sei.

GEWOFAG, Neuperlach Süd
Bild 4 (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Der Komplex WA1 (nördlich) ist nicht betroffen. Hier gehen die Bauarbeiten weiter und es bleibt entsprechend bei acht Geschossen.

Hoffen wir einmal, dass der teilweise Baustopp bald aufgehoben werden kann, aber erfahrungsgemäß ziehen sich solche Umplanungen oft stark in die Länge. Etwaige weitere Gerichtsverfahren könnten weiter auf die Bremse treten. Eine etwaig geänderten Planung soll so erfolgen, dass auch der südliche Komplex WA2 mit acht Geschossen errichtet werden kann. Die Fotos zeigen die Baustelle und sind gestern, am Sonntag, den 26.02.2017, entstanden.

Update (24.06.2017)

Es soll nun einen Kompromiss mit gestaffelter Höhe geben. Der Nordbau soll sechs bis acht Geschosse erhalten, der Südbau zwischen zwei uns sieben. Es sollen 376 Wohnungen entstehen statt 422 (anderen Quellen zufolge waren es 438). In den ältesten Planungen mit sechsgeschossiger Bauweise waren es noch 327 Wohnungen.

Update (01.08.2017)

Jetzt wächst der Bau in die Höhe.

Gewofag, Neuperlach Süd
Bild 5 (01.08.2017) © Thomas Irlbeck

28 Gedanken zu „Aus 6 mach 8, das Ergebnis ist erst einmal 0! Teilweiser Baustopp an der Gewofag-Baustelle (Update 01.08.2017)“

  1. Nur leider schade dass dieser bericht nicht so neutral verfasst worden ist… für anwohner hat es massive auswirkungeb ob 6 oder 8 etagen… es gibt gesetze an die sich jeder halteb muss… man muss sich um die Umgebung anpassen… es gibt kein Gebäude dass höher als 5 oder 6 etagen ist… dieser neubau schon… wohnungsnot hin oder her gleiches recht für alle…

  2. Der Artikel soll gar nicht neutral sein, da ich Hochhausfan bin. Natürlich müssen Gesetze und Verordnungen eingehalten werden, was in dem Artikel aber klar gesagt wird.
    Ein Bau muss zur Umgebung passen, das ist richtig, was aber nur bedingt die Höhe betrifft, sonst wäre halb München illegal, da immer wieder punktuell einzelne Wohnhäuser höher ausfielen. Siehe z.B. die „Zwillingstürme“ in Neuperlach Mitte, die 18 Geschossen aufweisen, obwohl die umliegenden Häuser nur bis zu 12 Geschosse haben. Hier geht es um gerade einmal zwei zusätzliche Geschosse, die laut Bebauungsplan prinzipiell erlaubt sind.
    Nun bedeutet ein höherer Bau für die Nachbarn weniger Tageslicht. Das ist als Einschränkung anzuerkennen. Daher gibt’s Vorschriften, wie hoch die Abstände zu Bestandsbauten auszufallen haben. Erhöht man den Abstand bei größerer Bauhöhe, haben die Nachbarn auch wieder mehr Licht. Dass nach Meinung des Gerichts Fehler bei den Mindestabständen gemacht wurden (und übrigens noch weitere Fehler, so sollen auch Genehmigungsstempel fehlen), ist zu beanstanden, da gibt es gar keine Frage. So etwas ist sehr bedauerlich, da dies nun sehr lange, vielleicht sogar jahrelange Verzögerungen geben kann.

  3. Es geht ja nicht nur um tageslicht sonder beispielsweise auch um die parksituation die jetzt schon alles andere als gut ist… die Wohnungen der bestehenden Gebäude wurden verkauft mit weitem blick und dass dort nix gebaut wird auf dieser Fläche und so wurden die Wohnungen für teueres geld bis vor 1,5 jahren verkauft da war bekannt dass gebaut wird… im Endeffekt ist es egal ob 6 oder 8 etagen der weitblick ist weg aber man kommt sich auf gut deutsch verarscht vor wenn es heißt es muss sich angepasst werden aber dank vorstand von gewofag in dem unter anderem auch unsere Bürgermeister ist solche Regelungen und gesetzte umgangen werden können… ich weiß persönlich nicht wie es bei anderen herausstehenden gebäuden der fall war… ich weiß jedoch dass in diesem Gebiet offiziel eigentlich nicht höher als die anderen gebaut werden darf… zu anfang waren auch nur 6 etagen geplant gewesen…. ich bin mehr als gespannt wie es weiter gehen wird….

  4. Ganz ehrlich, ich habe wirklich Verständnis für einen verbauten Blick. Ich kenne viele Fälle, wo dies passiert ist, das ist wirklich nicht schön und kostet Lebensqualität. Da es sich aber hier um Bauland handelt, haben die Unternehmen, die die Wohnungen verkauft haben, offenbar geflunkert. Einen wirklichen Schutz vor Bebauung hat man in der Realität im Wesentlichen nur, wenn das vorgelagerte Grundstück Wasserschutz- oder Naturschutzgebiet ist. Wie in dem Artikel zu lesen, ist der nördliche Komplex auch nicht beanstandet worden, der darf acht Geschosse hoch werden. Die Schlamperei der Stadt kritisiere ich.
    Sicherlich war es gut gemeint, zumal immer wieder gefordert wird, mehr Wohnungen und vor allem mehr Sozialwohnungen zu bauen. Man hat hier von 327 auf 438 Wohnungen erhöht, es also prinzipiell gut gemeint. Dass hier so geschludert wurde, ist unverzeihlich, denn jetzt darf erst einmal nur die Hälfte gebaut werden, man hat also weniger Wohnungen als vorher!
    Solche Flächen aber jetzt ganz unbebaut zu lassen, ist sicherlich angesichts der angespannten Lage am Wohnungsmarkt nicht zu verantworten. Aber wie gesagt: Es muss natürlich rechtmäßig zugehen.

  5. Es war früher eine fertigrasenanbaufläche und jahre davor ne autoverwertung… naja ich glaube dass generell eibfach überstürzt gehandelt wurde und nicht bis ins letzte geplant worden ist… wie gesagt es war gut gemeint aber Umsetzung ist nicht der hit 😉

  6. Ich stimme Dir da ja zu und „nicht der Hit“ ist noch untertrieben. So sollen sich in den Anträgen die Angaben über die Abstandsflächen widersprochen haben. Der Bürger muss es ausbaden. Im schlimmsten Fall muss der südliche Wohnkomplex nun völlig umgeplant werden. Das kostet Geld und – noch schlimmer – kann im schlimmsten Fall jahrelange Bauverzögerung bedeuten.

  7. Dann wäre es besser, man bringt es gleich hinter sich. Es könnte jetzt eher noch schlimmer werden, weil nun wahrscheinlich zeitlich versetzt gebaut wird und nicht beides gleichzeitig.

  8. Dominik Häusler: Dies Wohnungen sind ein schlechtes Beispiel, da diese zu den ganz wenigen gehören, die noch sozial gefördert werden und damit in die Reichweite der Bezahlbarkeit für Normalsterbliche rücken.
    „Die 438 Wohnungen werden sozial gefördert, wobei verschiedene Fördermodelle zum Einsatz kommen. Der größte Teil der Teil der Wohnungen fällt unter den KMB (Konzeptioneller Mietwohnungs-Bau), ein weiterer Teil der Wohnungen basiert auf dem Modell München-Modell-Miete und beim Rest kommt eine einkommensorientierte Förderung zum Tragen. Bei den KMB-Wohnungen gelten keine Einkommensgrenzen, sodass sie für alle Münchner interessant sind, dennoch werden diese Wohnungen über 60 Jahre verhältnismäßig günstig vermietet. Denn in dieser Zeit ist garantiert, dass die Miete nur im Rahmen der Anpassung an den Verbraucherpreisindex erhöht wird.“ http://www.neuperlach.org/blog/?p=9927

    1. Demnach wäre die gesamte polnische Medienlandschaft für dich wohl Rechtspopulistisch, weil sie eklatant gegen islamistische Invasoren ist. Meine Aussage basiert auf Erfahrungen von Bekannten die dringend eine Wohnung suchen.

    2. Es gibt keine islamistischen Invasoren. Der Begriff „Invasion“ ist ein militärischer und bedeutet „Einfallen von Truppen auf ein bestimmtes Gebiet“. Das trifft auf Einwanderer/Flüchtlinge schon einmal definitionsgemäß nicht zu.
      Und wenn wirklich alle polnischen Medienhäuser gegen den Islam hetzen (ich kann das nicht auf die Schnelle überprüfen, glaube es aber nicht), dann spricht das nicht für die polnische Medienlandschaft.

    3. 50.000 IS Terroristen sind schon in Deutschland/Westeuropa und es werden immer mehr. Merkel fördert es durch Waffendeals. In dem Sinne Allahu Akbar, Deutsche Köterrasse.(achtung Ironie). Die Linksdeutschen Gutmenschen werden es nie schaffen einen auf Weltpolizei zu machen und Bomber Harris wartet wieder.

    1. Ausländer sind nicht gleich islamistische Invasoren aus Übersee, denen das Geld durch staatlich finanzierte Schleppermafiosis in den Arsch geschoben wird. Türken haben keine Probleme in Deutschland und sind oftmals Geschäftstätiger als Deutsche, trotzdem wählen sie Erdogan und ich befürworte das nur.

  9. Dominik Häusler, Du bist ein engstirniger Mensch mit starken Scheuklappen, der in einem tiefen selbstgegrabenen Loch sitzt. Entsprechend klein ist dein Horizont, zumindest in diesem Feld. Bitte tu uns allen einen Gefallen und hol die Schule nach.

    1. Die ganze Welt hasst Deutschland wegen seinem ökonomischen Interessensfaschismus. Scheinbar hilft wirklich nur eine kaputte Wirtschaft um zur Vernunft zu kommen. Der Deutsche Michel wird aber selbst dann von wirtschaftlichem Aufschwung propagieren.

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