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Das ist München. Aber anders. Gedanken aus und über Neuperlach

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Chronologie

600 (ca.)

Um diese Zeit herum entsteht vermutlich die erste Siedlung in Perlach.

780

Der Ort „Perlach“ wird erstmals „als Peralooh“ erwähnt. Der Name bedeutet Bären-Lohe (Auwald). Hintergründe: hier klicken

1930 (1. Januar)

Die Gemeinde Perlach (inklusive Fasangarten und Waldperlach) wird nach München eingemeindet.

1954 (1. Oktober)

Ein Teilgebiet des Forstbezirks Perlach wird nach München eingemeindet.

1960 (November)

Der Münchner Stadtrat beschließt den „Gesamtplan zur Behebung der Wohnungsnot in München“, der auch die Trabantenstadt Perlach einschließt.

1962

Der Bau des Ostparks wird beschlossen.

1965

Die ersten Bauarbeiten und Aufschüttungen im Ostpark beginnen.

1967 (11. Mai)

Grundsteinlegung

1968 (Juni)

Bezug der ersten Wohnungen (Heinrich-Wieland-Straße und Anfang des Karl-Marx-Rings).

1969 (2. Juni)

Der SV Neuperlach wird gegründet.

1970 (September)

Neuperlach wird durch die Trambahn erschlossen. Dabei werden die Linien 11 und 29 ab Michaelibad über die Heinrich-Wieland-Str. nach Neuperlach Nord verlängert. Die Endhaltestelle heißt vorläufig „Perlach“.

1971 (Juni)

Einweihung des Wohngebiets Neuperlach Nord.

1972

Die Neuperlach-Plastik (Raumspindel Space Churn) wird von George M. Rickey gebaut. Sie gilt als Wahrzeichen Neuperlachs und wird auch „Perlach Mobile“ genannt. Zuerst wird sie an der Neuen Heimat an der Albert-Schweitzer-Straße aufgestellt. Heute steht die Plastik auf dem Hanns-Seidel-Platz.

© Gelbmann Stephan, http://www.marx-zentrum.de

1972 (2. Februar)

Die Trabantenstadt heißt nun offiziell „Neuperlach“. Der Stadtrat entschied sich dafür mit knapper Mehrheit. Im Volksmund wurde der Stadtteil bereits von Anfang an so genannt.

1972 (Mai)

Neuperlach wird nun durch die neu eingerichtete Trambahnlinie 24 bedient (Neuperlach Nord - Ostbahnhof).

1972 (Juli)

Das Krankenhaus Neuperlach wird eröffnet.

1973

Der erste Teil des Ostparks wird eröffnet. Im gleichen Jahr (März) erhält das angrenzende, schon seit 1955 in Betrieb befindliche Freibad, das Michaelibad, ein Hallenbad dazu.

1973 (November)

Richtfest Schulzentrum Neuperlach Nord.

1973 (September)

Am 28.09.1973 wird die Tramlinie 24 um 800 Meter nach Süden bis Neuperlach Zentrum verlängert. Nach nur 2 Tagen musste der 24er wegen der beginnenden U-Bahn-Bauarbeiten am Innsbrucker Ring dauerhaft umgeleitet werden. Der 24er fuhr nun ab Michaelibad über Krumbadstraße und Ramersdorf zum Ostbahnhof. Diese Umleitungsstrecke, die lediglich 7 Jahre in Betrieb war, stellte jahrzehntelang die letzte Münchner Trambahnneubaustrecke dar. Erst knapp 34 Jahre später (2007) wurde mit dem 23er von der Münchner Freiheit zur Parkstadt Schwabing wieder eine neue Trambahnlinie in München gebaut.

1974 (Januar)

Eröffnung des Sudermannzentrums.

1974 (Juni)

Einweihung des Wohngebiets Nordost. Grundsteinlegung Wohnring Neuperlach Mitte (28. Juni).

1975 (Juni)

Eröffnung des Marxzentrums.

1975 (22. Juli)

Der erste Parkteil des Ostparks wird eröffnet.

1976 (Januar)

Das „Theater in der Kreide“ (TiK) öffnet im Peschelanger 11 seine Pforten. Neuperlach hat sein erstes Theater.

1976 (30. November)

„Altperlach“ wird in „Perlach“ zurückbenannt.

1977 (28. April)

Der Neue Südfriedhof an  der Hochäckerstraße wird eröffnet.

1978

Einweihung des Handwerkerhofs nahe des Grafzentrums.

1978 (Juni)

Die Bauarbeiten für das pep beginnen.

1980 (2. Oktober)

Eröffnung des pep (vorläufig nur Krone Center).

1980 (18. Oktober)

Eröffnung der U-Bahn U8 (Neuperlach Süd - Olympiazentrum), die Tram 24 fährt aufs Abstellgleis.

1980 (November)

Erster Spatenstich für das Wohngebiet Neuperlach Süd I.

1981 (Januar)

Einweihung des Postamtes Neuperlach Zentrum.

1981 (März)

Eröffnung der übrigen Geschäfte im pep.

1981 (11. Dezember)

Das Eislaufstadion am Ostpark wird eröffnet.

1982 (27. Mai)

Offizielle Übergabe des Gesamt-Ostparks und Eröffnung des Restaurants mit Biergarten am Ostparkssee.

1983 (Oktober)

Eröffnung des  Wochenmarkts auf dem Hanns-Seidel-Platz

1986 (Mai)

Das Heinrich-Heine-Gymnasium in Neuperlach Süd wird eröffnet.

1987

Neuperlach erhält eine Polizeiinspektion.

1988 (Juni)

Das Bürgerfest findet erstmals auf dem Hanns-Seidel-Platz statt (früher: Ostpark).

1988 (Oktober)

Eröffnung der U5 (Neuperlach Süd - Laimer Platz). Damit fahren in Neuperlach zwei U-Bahn-Linien. In Richtung Stadtmitte besteht damit alle 5 Minuten eine Fahrmöglichkeit (in der Hauptverkehrszeit sogar alle 2,5 Minuten). Die U8 wird in U2 umbenannt.

1989 (Februar)

Der Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach überschreitet die 100.000-Einwohner-Grenze.

1989 (23. November)

Der Erweiterungsbau des pep wird unter der größten Glaskuppel Europas eröffnet.

1990

Perlach feiert seinen 1.200. Geburtstag.

1999 (Mai)

Die U2 fährt nicht mehr nach Neuperlach, sondern zur Neuen Messe. Als Ersatz kommt die U8 als Verstärkerlinie zurück (Neuperlach Zentrum - Feldmoching). Außerhalb der Hauptverkehrszeit verkehrt nur noch die U5 (alle 10 Minuten).

1999

Saturn und Hugendubel eröffnen im pep in neuen Räumen.

2000 (Oktober)

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wurde der pep-Umbau Anfang Oktober beendet.

2001 (Juli)

Baubeginn des Bürgerhaus-Provisoriums am Hanns-Seidel-Platz.

2001 (November)

Neueröffnung der Stadtteilbibliothek im Quiddezentrum (früher Plettzentrum).

2001 (8. Dezember)

Eröffnung des Bürgerhaus-Provisoriums am Hanns-Seidel-Platz.

2002 (Dezember)

Neuperlach erhält erstmals eine Bus-Ringlinie (Linie 197).

2003 (Dezember)

Die U8 fährt jetzt auch Freitag nachmittags, genauer von Mittag bis zum frühen Abend. Diese Zusatzfahrten führen aber im Unterschied zur normalen U8 zum Olympiazentrum.  Damit entspricht der Linienverlauf der U8 fast exakt der allerersten U8, wie sie 1980 eröffnet wurden. Lediglich die Haltestellen Neuperlach Süd und Therese-Giehse-Allee werden nicht bedient.

2004 (Dezember)

Das Ende des Jugendtreffs 6-Eck am Friedrich-Engels-Bogen 4 war nun nicht mehr abzuwenden, nachdem der Kindergarten im selben Gebäude bereits im Sommer 2003 geschlossen wurde. Grund war vor allem die Verseuchung der Räume mit dem Holzschutzmittel Lindan, aber auch der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes generell. Chronischer Geldmangel der Evangelischen Gemeinde ließen eine Sanierung scheitern, zur Freude der Anwohner, die jahrelang durch laute Partys bis in die frühen Morgenstunden immer wieder aus dem Schlaf gerissen wurden. Die Abschiedsparty im 6-Eck endet nach Randalen in einem großen Scherbenhaufen. Noch Anfang Dezember wurde der Abriss des Gebäudes bekannt gegeben. Die Abrissarbeiten wurden im Sommer 2005 abgeschlossen.

2004 (Dezember)

Mit der Busreform TopBus erfuhr das Neuperlacher Busnetz tief greifende Änderungen. Viele bekannte Linienbezeichnungen verschwanden, z.B. der traditionelle 97er. Es entstanden generell längere Linien, einige Routen wurden aber auch ausgedünnt. Neuperlach verfügt jetzt über zwei Ringlinien, eine Nord- und eine Südlinie. Die Nordlinie entspricht fast exakt dem ursprünglichen 197er.

2006

Die WSB schenkt die Neuperlach-Plastik (Raumspindel Space Churn), das Wahrzeichen Neuperlachs, der Stadt München. Die Plastik steht heute auf dem Hanns-Seidel-Platz.

2006 (Dezember)

Die U8 wird eingestellt, dafür verkehrt die U2 jetzt in der Hauptverkehrszeit zur Messestadt Ost alle 5 Minuten. Verstärkerfahrten zwischen Neuperlach Zentrum und Harthof gibt es jetzt nur noch Freitag Mittag und Nachmittag. Die Züge sind ohne Liniennummer bzw. als U2 unterwegs. Intern wird für diese Fahrten weiterhin die Bezeichnung U8 verwendet. Auch das Busnetz wurde noch einmal umstrukturiert und dabei die südliche Ringlinie wieder eingestellt.

2008 (Februar)

Die Abrissarbeiten des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen „Neuen Heimat“ beginnen. Als Ersatz wird das neue Einkaufszentrum „Life“ nach Feng Shui-Prinzipien gebaut. Vom alten Gebäude bleibt vorerst nur der ganz westliche Flügel stehen, in dem die Stadtteilbibliothek Neuperlach und einige Läden etc. untergebracht waren und der jetzt nur noch als Durchgang zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße benutzt wird.

2008 (Mai)

Baubeginn des „Pflegeheim Neuperlach“ am Friedrich-Engels-Bogen 4 auf dem Gelände des ehemaligen 6-Ecks.

2008 (Juli)

Schließung und Abriss der Aral-Tankstelle am Karl-Marx-Ring 48. Die Abrissarbeiten wurden Ende August 2008 beendet. Laut Aral ist keine Neueröffnung der Tankstelle geplant. Es ist unklar, was mit dem Grundstück geschieht. Angeblich bleibt es mittelfristig unbebaut.

2008 (Dezember)

Der morgendliche 5-Minutentakt der U5 wird ausgedehnt. Nach zwölf Jahren Pause fährt nach Neuperlach wieder täglich ein Nachtbus. Der N45 verkehrt alle 60 Minuten, am Wochenende alle 30 Minuten, vom Ostbahnhof nach Waldperlach.

2009

Der Architekturwettbewerb für die seit rund 30 Jahren geplante Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes soll dieses Jahr beginnen. Geplant sind Wohnungen, Büros, Läden und ein Bürgerhaus.

2009 (April)

Baubeginn des Erweiterungsbaus des Altenheims „Georg-Brauchle-Haus“ an der Staudingerstraße.

2009 (09.09., 09:09)

Eröffnung des neuen Einkaufszentrums „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße.

2009 (16.09.)

Eröffnung des „Pflegeheim Neuperlach“ am Friedrich-Engels-Bogen.

2009 (November)

Es werden Pläne bekannt, dass das alte Plettzentrum durch ein Spiel- und Sportzentrum ersetzt werden soll. Die Pläne wurden inzwischen wieder verworfen. Präferiert werden nun Wohngebäude, was jedoch die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich macht. Ungeklärt ist auch die Frage, wie die Anbindung erfolgen soll (Plettstraße, Albert-Schweitzer-Straße, Ständlerstraße). Bei allen Anbindungsvarianten gibt es einen Haken.

2010 (Februar)

Der Abriss des nicht mehr zeitgemäßen Quiddezentrum gilt nun als fast sicher. Es soll durch ein modernes, barrierefreies Einkaufszentrum ersetzt werden.

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Bild vom: 9.09.2010, 07:54
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