Soziales

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Bildung ist alles, ohne Bildung ist alles nichts
Teilabriss des Sudermann-Zentrum (Stadtteilbüro)
Einen heben (Einbau eines Rollstuhllifts)
Pflegeheim am Friedrich-Engels-Bogen

Bildung ist alles, ohne Bildung ist alles nichts

Bildungslokal
Das Bildungslokal im Peschelanger 8. Hier gibt es Bildungsberatung (23.03.2011) © Thomas Irlbeck

Im Ladengeschäft Peschelanger 8 im Marx-Zentrum war lange Zeit eine Reinigung untergebracht, später konnte man dann seine Haut in einem Sonnenstudio bräunen, und das ganz ohne Billigflug nach Malle. Doch das ist nun alles Geschichte. Gestern hat nun ein städtisches Bildungslokal eröffnet, das dritte seiner Art in München, nach den Standorten Hasenbergl und Schwanthalerhöhe. Beratung, Information und fachlichen Austausch in puncto Bildung für den ganzen Stadtteil will man anbieten, wodurch unter anderem Bildungslücken geschlossen und Bildungsbiographien verbessert werden sollen. Ein wesentlicher Grundsatz ist das „Lernen vor Ort“, Bildung soll im Stadtteil gefördert werden, weil sie dort erfahrungsgemäß besonders effektiv und erfolgreich ist. Aber auch als Nachbarschaftseinrichtung und somit als Ort der Begegnung soll das Lokal fungieren. Da das Lokal nicht gewinnorientiert arbeitet, darf man nun auf einen bremsenden Effekt der Lädenfluktuation im Marx-Zentrum hoffen, zumindest an dieser einen Stelle.

Bildungslokal
Früher wurde hier eine künstliche Sonne angeboten (23.03.2011) © Thomas Irlbeck

Eine Nachfrage meinerseits, ob man sich bewusst für Standorte entschieden habe, die häufig mit Migrationsproblemen in Verbindung gebracht werden (mindestens Hasenbergl und Neuperlach legen das nahe, ob zu Recht oder nicht, soll jetzt nicht näher erörtert werden), sodass möglicherweise ein höherer Bildungsbedarf bestehe, wurde von der Bildungsmanagerin entschieden verneint. Jeder kann sich nun seinen Teil denken, ich persönlich fände es nicht schlimm, wenn dies die eigentliche Standortintention wäre.

Wer sich näher von fachlicher Seite für die Einrichtung interessiert, am 30.03.2011, von 17 bis 19 Uhr, stellt sich die Einrichtung in einem „offenen Fachaustausch“ vor. Für alle Interessierten im Stadtteil gibt es außerdem am 12.05.2011, von 15 bis 20 Uhr, einen „Tag der offenen Tür“. Anfahrt per ÖPNV: U5 bis Quiddestraße, dann Ringlinie 197 Innenring bis Peschelanger. Oder U5 bis Neuperlach Zentrum, dann Ringlinie 197 Außenring bis Peschelanger. Das Lokal liegt neben dem Rewe City.

Teilabriss des Sudermann-Zentrum (Stadtteilbüro)

Im Sudermann-Zentrum sind Veränderungen geplant. Das Gebäude am Gerhart-Hauptmann-Ring 56, soll einem Neubau weichen. In dem Flachbau sind derzeit ein Drogeriemarkt und das Stadtteilbüro Neuperlach untergebracht. Vorgesehen ist ein Bau mit fünf Ärztepraxen, in dem auch das Stadtteilbüro wieder Platz finden wird. Ein Bauantrag ist bereits bei der Stadt eingegangen.

Quelle: Hallo, Ausgabe Ramersdorf-Perlach, vom 20.05.2010, Seite 4

Dieser Flachbau – ein Bestandteil des Sudermann-Zentrum – soll demnächst einem Neubau weichen. Der höhere Bau und der Turm im rechten Bildbereich bleiben (21.05.2010) © Thomas Irlbeck
Andere Ansicht des Flachbaus im Sudermann-Zentrum, der abgerissen werden soll. Der höhere Bau im Hintergrund bleibt (21.05.2010) © Thomas Irlbeck

Einen heben

Die Monteure wirken routiniert. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

In meinem Haus wurde ein Rollstuhllift eingebaut, der dem Haus zur Barrierefreiheit verhilft und die ersten 7 Stufen=rund 1,50 Meter vom Erdgeschoss zum Hochparterre überbrückt. Die Hausverwaltung sprach abwertend, mindestens aber unüberlegt von einem Behindertenlift (Neuperlach.org berichtete, ist aber auch nicht besser, wie die Überschrift beweist). Die Anzahl der Fahrstühle erhöht sich auf damit im Haus auf vier. Neben diesem neuen Lift gibt es noch zwei normale Personenfahrstühle sowie einen Lastenaufzug.

Passt alles? 29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Pflegeheim am Friedrich-Engels-Bogen

Bis zum 28.07.2009 sendete die Neuperlach.org-Webcam alle zwei Minuten ein Livebild aus Neuperlach – Tag und Nacht. Die Webcam war auf die Baustelle am Friedrich-Engels-Bogen gerichtet, an der das Pflegeheim Neuperlach gebaut wurde. Sie konnten den Baufortschritt quasi live verfolgen!

Das Pflegeheim

So ein Bild zeigte die Live-Webcam (Archivbild)

Neuperlach hat ein Pflegeheim bekommen. Das ist für den einen oder anderen sich nichts mehr Neues, dennoch kurz die Rahmendaten: Es wird von der PHÖNIX-Gesellschaft betrieben und auf dem ehemaligen 6-Eck-Grundstück am Friedrich-Engels-Bogen 4 errichtet. Das Heim bietet 150 Plätze und erhält 5 Etagen (4 Stockwerke) oder wurde – anders ausgedrückt – 16 Meter hoch. Die Bauarbeiten begannen im Mai 2008, die ersten Bewohner zogen am 16. September 2009 ein.

So sollte das Pflegeheim mal aussehen. Bauskizze von Bautafel abfotografiert (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Da das Grundstück mit 4.400 m² eher klein ist, wird sich die Größe der Grünflächen in Grenzen halten. Ausgleich werden drei Terrassen schaffen, zwei sind über das erste Stockwerk zugänglich und eine über das zweite. Im Erdgeschoss ist eine Demenzabteilung vorgesehen. Zum Schutz der Pflegebedürftigen wird ein Teil des Grundstücks eingezäunt, erlaubt ist eine Zaunhöhe von maximal 1,80 Metern.

Die folgenden Fotos dokumentieren den Baufortschritt:

Knapp 4 Wochen vor der Eröffnung (21.08.2009) © Thomas Irlbeck
Buntes Inneres (11.08.2009) © Thomas Irlbeck
Und so sieht das Ergebnis am Sonntag=Sonne aus. Wann das Dach nun wirklich grün wird (19.04.2009)? Foto: Thomas Irlbeck
Das Pflegeheim Neuperlach steht kurz vor dem Anschluss an das Fernwärmenetz (10.04.2009). Foto: Thomas Irlbeck
Anbringung von Fassadenelementen (05.01.2009). Foto (Handycam): Thomas Irlbeck
Ansicht vom Karl-Marx-Ring. Von der unmittelbar hinter dem Bau liegenden Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62, immerhin 9 Stockwerke hoch, ist fast nichts mehr zu sehen (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Noch eine Ansicht vom Kal-Marx-Ring (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Das könnte auch irgendwo in Schwabing sein, so eng, wie es hier zugeht (02.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Pflegeheim Neuperlach aus über 20 Metern Höhe gesehen. Noch steigt man Ihnen hier aufs Dach, denn der Aufbau desselbigen ist im vollen Gange (01.11.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Ein letzter Blick in das vierte Stockwerk des Westflügels, bevor auch hier die Betondecke gegossen wird. Webcam am 27.10.2008
Auf dem Ostflügel fehlt immer noch das Dach, der Westflügel (im Bild ganz rechts) holt langsam auf. Deutlich erkennbar auf dem Ostflügel ist der Fahrstuhlmaschinenraum (19.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Auf dem Ostflügel fehlt jetzt nur noch das Dach. Webcam am 11.10.2008
So langsam verdeckt das Pflegeheim unerbittlich alles dahinter Stehende, dabei ist die maximale Höhe noch gar nicht erreicht (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Baufortschritt Pflegeheim Neuperlach. Im Ostflügel wird bereits am obersten, dem 4. Stockwerk gearbeitet (05.10.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Baufortschritt Pflegeheim Neuperlach. Im Ostflügel fehlt jetzt nur noch das 4. Stockwerk und das Dach – ein Schrägdach mit maximal 15 Grad Neigung (27.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck
Baufortschritt. Im linken Teil des Bildes wird bereits am 3. Stockwerk gearbeitet (23.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Kritik am Standort

Erholungs- und Grünflächen nicht im ausreichenden Maße vorhanden – ÖPNV-Anbindung nicht optimal

Den Standort werden sicher viele nicht als besonders optimal betrachten. Menschen im hohen Alter (das durchschnittliche Alter wird bei 82 Jahren liegen) wollen in aller Regel ein ruhiges Umfeld mit viel Grün. Doch die zur Heimanlage vorgesehenen Grünflächen sind in ihrer Größe wie erwähnt recht bescheiden und reichen für einen Spaziergang nicht aus. Entsprechende Erholungsflächen (Park, Wald etc.) zur Kompensation fehlen aber unmittelbar vor dem Haus. Das Haus ist umgeben von direkt am Haus vorbeilaufenden Straßen, von mehreren Hochhausblöcken mit Wohnungen und einem AOK-Verwaltungsgebäude. All das schließt fast nahtlos an das Pflegeheim an. Selbst für eine eigentlich notwendige lückenlose Feuerwehrumfahrmöglichkeit war kein Platz auf dem Pflegeheimgrundstück. Dennoch konnten die Sicherheitsauflagen für den Brandfall durch Kombinationen mehrerer Maßnahmen erfüllt werden.

Zum beliebten Naherholungsgebiet im Münchner Südosten, dem Ostpark, der das vermutlich bevorzugte Ausflugsziel der Heimbewohner sein wird, sind es mit dem Auto knapp 5 Minuten, zu Fuß aber bereits um die 20. Dies ist zu weit für die Heimbewohner, sie dürften daher für einen Spaziergang oder eine Ausfahrt im Park darauf angewiesen sein, dass sie ihre Angehörigen mit dem Auto abholen.

Ein unmittelbarer U-Bahnanschluss ist nicht vorhanden, wodurch sich keine optimale Erreichbarkeit des Heims für Besucher und auch das Personal ergibt. Zur U-Bahnstation Quiddestraße benötigt man zu Fuß gut 10 Minuten (alle Angaben bei eher flotter Gehweise). Immerhin verkehrt eine Ringbuslinie (197), mit der sich die U-Bahnstation und auch der Ostpark bequem erreichen lassen. Montag bis Freitag bis ca. 20:00 fährt der Bus im 10-Minuten-Takt. Die Haltestelle des Innenrings der Buslinie liegt direkt vor dem Heim, zur Haltestelle des Außenrings sind es ebenso nur wenige Meter, wobei man zu Letzterem gefahrlos über eine Fußgängerbrücke gelangt. Mit dem Auto ist das Heim dagegen sehr gut erreichbar. Auch wenn für Personal und Besucher insgesamt nur 19 Parkplätze auf dem Heimgelände vorgesehen sind, dürfte es keine Parkprobleme geben, da sich in unmittelbarer Umgebung genügend weitere Parkplätze befinden. Einkaufsmöglichkeiten sind im Marx-Zentrum vorhanden, das in fast unmittelbarer Nähe liegt.

Lärmpegel grenzwertig

Auch der Lärmpegel lässt einige Fragen aufwerfen. Denn der 4-spurige Karl-Marx-Ring führt unmittelbar am Ostflügel des Heims vorbei. Zwar herrscht dort kein extrem starker Verkehr, aber Verkehrslärm ist dennoch zu verzeichnen. Das Gebäude ist jedoch in U-Form mit Innenhof angelegt und nach Norden ausgerichtet, sodass der Verkehrslärm weitgehend abgeschirmt wird. Nördlich bildet der Wohnblock der Wohnanlage Karl-Marx-Ring 52-62 den Abschluss und schließt die Schalldämmungskette nach Norden. Wenigstens stellt der Karl-Marx-Ring kein Unfallrisiko für die Pflegebedürftigen dar, vorausgesetzt die bereits erwähnte Fußgängerbrücke wird bei der Querung benutzt.

Umliegende Anwohner zum Teil unzufrieden

Der Bau des Pflegeheims wurde nur möglich, da die Stadt München einer Nutzungsänderung zugestimmt hat. Erlaubt war nämlich nur eine kirchliche Nutzung. Mieter und Eigentümer, die in unmittelbarer Umgebung des Grundstücks eingezogen sind, konnten nicht unbedingt davon ausgehen, dass hier einmal ein Pflegeheim gebaut wird. Ursprünglich stand auf dem Grundstück nur ein kleiner Flachbau, das erwähnte 6-Eck – eine kleine Jugendeinrichtung mit einem kleinen Kindergarten im selben Gebäude. Gerade in den unteren Stockwerken ist zu befürchten, dass die Bewohner in Zukunft weniger Sonne haben werden. Auch wird die Lärmbelastung steigen, z.B. durch nächtliche Notarzteinsätze, durch Anlieferverkehr etc. Die Verkehrsbelastung am Friedrich-Engels-Bogen wird durch das Pflegeheim voraussichtlich um 30 Prozent steigen. All dies führt dazu, dass ein Wertverlust der Wohnungen nicht auszuschließen ist.

Bei aller Kritik muss aber der Pflegenotstand berücksichtigt werden. Es müssen dringend Heime gebaut werden und es kann nicht immer eine Traumumgebung gefunden werden.

Ein Gedanke zu „Soziales“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    mein Lebensgefährte feiert im Oktober, genau am 05.10.10 seinen 55. Geburtstag.
    Um endlich einmal alle Freunde und Familienmitglieder zusammen für diese Feier in einen Raum vereinen zu können, suche ich nach einer Möglichkeit, einen größeren Raum eines Vereins oder eines Bürgerhauses oder so etwas ähnliches für diesen Tag anmieten zu können, der uns nicht gleich pleite gehen lässt.
    Wir würden gerne viel selbst machen, wie z.Bsp. Salate mitbringen, also alles an Speisen.
    Gerne könnten wir auch Getränke selbst besorgen.
    Es geht uns wie bereits erwähnt, eben wirklich nur um die Räumlichkeiten.

    Wäre es möglich, dass Sie mir in dieser Angelegenheit Hilfe zuteil werden lassen könnten ?
    Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür und hoffe auf eine schnelle Antwort Ihrerseits.

    Bis dahin verbleibe ich
    mit den freundlichsten Grüßen

    Solveig Bobenz

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