Über Neuperlach

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Neuperlach – das ist München, wie es nie ein Tourist zu Gesicht bekommt!“ (eine der wichtigsten Lebensweisheiten eines Neuperlachianers)

Historisches und Konzeption des „anderen“ Stadtviertels

Neuperlach liegt im Südosten von München und hat heute rund 60.000 Einwohner. Damit ist Neuperlach das größte westdeutsche Siedlungsprojekt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Bayerische Rundfunk erklärte Neuperlach gar zum „größten Städtebauprojekt Europas“. Geboren wurde der Stadtteil aus der akuten Wohnungsnot heraus. In den 1960er Jahren beschloss der Münchner Stadtrat ein umfassendes Wohnungsbauprogramm („Gesamtplan zur Behebung der Wohnungsnot in München“), zu dem auch die Entlastungsstadt „Perlach“ am Münchner Stadtrand unweit der Stadtteile Ramersdorf und Perlach (Letzteres heute häufig als „Altperlach“ bezeichnet) gehörte. Der Name „Neuperlach“ wurde erst später offiziell, die Anwohner nannten ihren Stadtteil aber bereits von Anfang an so.

Neuperlach ist eine typische Satellitenstadt, eine eigene Stadt in der Stadt, die, was die ursprüngliche Konzeption betrifft, Wohnungen, aber auch Arbeitsplätze und Freizeiteinrichtungen bieten sollte. Arbeitsplätze und Freizeitmöglichkeiten waren aber zumindest in den ersten Jahren Mangelware. Der Wohnraum wurden in den ersten zwei Jahrzehnten weitgehend in Gestalt von Hochhäusern geschaffen. Der Bau in die Höhe erlaubte die Unterbringung einer hohen Zahl an Wohnungen, ohne dass auf umfangreiche Grünanlagen und Freiflächen verzichtet werden musste. Tatsächlich sind die Wohngebiete sehr großzügig angelegt. Die Straßen sind breit und autofahrergerecht, es gibt ausreichend Parkmöglichkeiten sowie Fuß- und Radwege entlang der Straßen. Zusätzlich wurden sehr breite Fußwege quer durch die Anlagen gezogen, die es ermöglichen, sich fern vom Autoverkehr zu bewegen. Diese Fußwege werden auch gerne als Radwege benutzt, was trotz offiziellem Verbot im Allgemeinen toleriert wird. Eine der Grundideen ist ein „offenes“ Viertel, in dem man sich von A nach B bewegen kann, ohne daran durch Zäune gehindert zu werden. Die Nahversorgung sollte durch Ladenzentren, so genannte Subzentren, ermöglicht werden, die in unmittelbarer Nähe der Wohnungen liegen und teilweise in die Wohnblocks integriert wurden.

Architektur und Ausstattung der Wohnhäuser

Das höchste Haus in Neuperlach, es misst … (10.03.2010) © Thomas Irlbeck
… 17 Stockwerke (10.03.2010) © Thomas Irlbeck

Die Wohnhäuser, die in massiver, qualitativ hochwertiger Betonbauweise errichtet wurden, boten von Anfang an eine für den damaligen Stand der späten 1960er-Jahre vergleichsweise komfortable und moderne Ausstattung. So finden sich in Häusern mit besonders vielen Wohnungen bis zu drei Fahrstühle, was längere Wartezeiten erspart und einem auch im Falle eines Aufzugsdefekts das Treppensteigen erspart. Tiefgaragen gehören ebenso zur Grundausstattung, wobei mancherorts diese direkt mit dem Fahrstuhl erreichbar sind, sodass man trockenen Fußes vom Auto zur Wohnung gelangt. Eine Wohnanlage am Friedrichs-Engels-Bogen, die aus zwei mit viel Glaselementen verzierten Bauten besteht (von der Bevölkerung oft als „Glashäuser“ bezeichnet), verfügt sogar über ein eigenes Hallenbad, das nur den Hausbewohnern offen steht.

Zwillingstürme
Die beiden höchsten Häuser in Neuperlach, die von manchen auch liebevoll Zwillingstürme genannt werden. Der rechte Turm ist jünger (14.12.2011) © Thomas Irlbeck

Die meisten Häuser waren in der Anfangszeit meist mindestens 8-stöckig, ab etwa den frühen 1990er-Jahren beschränkte man sich allerdings auf maximal 6 Stockwerke. Die meisten Häuser in Neuperlach scheitern knapp an den Kriterien für Hochhäuser. Laut allgemeiner Definition muss der Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums mehr als 22 Meter über der festgelegten Geländeoberfläche liegen, damit ein Haus als Hochhaus gilt (Quelle: Brockhaus Wissenschaft und Technik). Geht man von einer Raumhöhe von rund 2,60 m aus (inkl. Zwischendecke), muss ein Gebäude etwa mindestens 9 Stockwerke (10 Etagen inkl. Erdgeschoss) haben, um die Bedingung zu erfüllen. Bei echten Hochhäusern gelten strengere Brandschutzvorrichtungen. So sind für echte Hochhäuser abgeschirmte Fluchttreppenhäuser vorgeschrieben. Zugegeben wirkt Neuperlach wenig imposant im Vergleich zu den Superhochhäusern, wie sie z.B. in New York zu finden sind. Das höchste Wohnhaus in Neuperlach misst aber immerhin 17 Stockwerke.

Die Architektur der frühen 1970er-Jahre wird heute von den meisten als einfallslos und monoton empfunden. Viele Häuser sind verwechselbar, sodass Auswärtige sich oft nicht zurechtfinden. Beispielsweise wurden bestimmte Stile – etwa die Häuser im und am Marx-Zentrum, die großflächig mit schwarzen Wandplatten versehen sind, die im Wesentlichen nur von Fenstern und gelb bzw. hellgrau gestrichenen Balkonen unterbrochen werden –, über viele Häuser hinweg durchgezogen, manchmal sogar über mehrere Wohnanlagen. Gerade diese schwarzen Häuser (Foto dazu entfernt) wurden und werden gerne als Motiv in Filmen verwendet, die in sozialen Brennpunkten spielen. Durch spezielle Kameraführung und künstlich eingebaute Elemente werden diese Häuser gelegentlich noch weit hässlicher und furchteinflößender dargestellt, als sie in Wirklichkeit sind.

Kunst am Bau war seinerzeit noch ein Fremdwort. Inzwischen hat man zumindest eine Reihe von Bauten im Rahmen von Renovierungsarbeiten erheblich verschönert. Außerdem sind die meisten neueren Häuser dem allgemeinen Empfinden nach wesentlich ästhetischer ausgefallen.

Kriminalität und soziale Brennpunkte

In einigen Teilen Neuperlachs gibt es soziale Probleme, die mit Jugend- und Drogenkriminalität einhergeht. Der Ausländeranteil ist hoch und die Integration der ausländischen Mitbürger funktioniert nicht überall reibungslos, was sich in partieller Ghettobildung äußert. Dennoch wird die Kriminalitätsrate in den Medien oft verzerrt dargestellt. Selbstverständlich sind Schwierigkeiten vorhanden, aber von einem rechtslosen Raum, in dem die Polizei schon längst kapituliert hat, ist Neuperlach glücklicherweise weit entfernt.

Laden- und Einkaufszentren

Das Konzept der Subzentren, welche ein Einkaufen in unmittelbarer Umgebung ermöglichen sollten, ging nur zum Teil auf. Anfangs funktionierte es, aber als 1980 in Neuperlach Mitte das Einkaufszentrum pep eröffnet wurde, kam es immer wieder zu – teilweise massiven – Leerständen in den Subzentren. Zumindest eine Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Gebrauchs war aber nie ernsthaft gefährdet, auch wenn jahrelang Gerüchte die Runde machten, dass die Supermarktketten planten, sich aus den Neuperlacher Subzentren zurückzuziehen. Allerdings ließ und lässt die Auswahl an Produkten – auch was Lebensmittel angeht – oft zu wünschen übrig, sodass ein Besuch des pep oder der Münchner Innenstadt notwendig wird, wenn etwas Spezielleres benötigt wird.

pep

pep Haupteingang (24.08.2006). Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Das pep („Perlacher Einkaufs-Passagen“, später werbeträchtiger umgedeutet zu „Perlacher Einkaufs-Paradies“) ist ein typisches Einkaufszentrum, das weniger die unmittelbaren Anwohner anspricht, sondern mehr ein großes Einzugsgebiet, konkret den gesamten Münchner Südosten. Mit einer Verkaufsfläche von über 50.000 qm und rund 120 Läden ist es das größte Münchner Einkaufszentrum hinter dem OEZ (Olympia-Einkaufszentrum). Die hervorragende Anbindung an das Straßennetz, zwei Parkhäuser, in denen Kunden bis zu zwei Stunden kostenlos parken dürfen, und die unmittelbar am Einkaufszentrum befindliche U-Bahnhaltestelle Neuperlach Zentrum ziehen Publikum aus dem gesamten Stadtgebiet und auch dem Münchner Umland an. Das Konzept mit einer Vielzahl an Geschäften unter einem Dach, inklusive Restaurants und Cafes, ging auf. So ist das pep meist extrem gut besucht.

Marx-Zentrum

Dieses im Nordosten von Neuperlach am Karl-Marx-Ring, Höhe Peschelanger, gelegene Subzentrum besteht seit 1975. Es setzt sich aus einem Flachbau in der Mitte und ringförmig angeordneten Hochhäusern zusammen. Die Geschäfte befinden sich im Flachbau sowie in den Erdgeschossen der Hochhäuser. Am Anfang gab es fast alles zu kaufen, von Kleidung über Schallplatten bis hin zu Elektroartikeln. Sogar ein Hallenbad war Bestandteil des Marx-Zentrum. Mit Eröffnung des pep begann ein gewisses Geschäftesterben, was zumindest die kleineren und mittelgroßen Läden betreffend häufige Leerstände und wechselnde Arten von Geschäften zur Folge hatte.

Noch einige Kuriosa zum Marx-Zentrum:

Der Flachbau war in den ersten Jahren begehbar, eine kleine Dachanlage bot Erholungsmöglichkeiten. Die Aufgänge wurden später für immer geschlossen. Die Dachanlage ist heute in einem trostlosen, unbepflanzten Zustand.

Das Schwimmbad (es war im Flachbau untergebracht) wurde, nachdem auch der zweite Betreiber das Handtuch geworfen hatte, außer Betrieb genommen. Es zog eine Kampfsportschule ein, wobei das Becken einfach mit Platten zugedeckt wurde. Mitte der 1990er Jahre kam es zum definitiven Aus des „vorübergehend“ stillgelegten Hallenbades. Das Becken wurde zubetoniert und die sanitären Anlagen herausgerissen. Zwei neue Ladengeschäfte entstanden.

Die Hypobank verließ Mitte der 1990er Jahre das Marx-Zentrum. In die relativ großen Räumlichkeiten zog eine Apotheke ein, was Sinn ergibt, da im selben Gebäude das Ärztehaus untergebracht ist. Damit der Patienten die Apotheke nicht übersehen, wurde sogar eine zusätzliche − automatisch öffnende – Türe in das Ärzte-Treppenhaus gefräst, sodass der Patient nach dem Arztbesuch und dem Ausstieg aus dem Fahrstuhl schon fast in der Apotheke steht. Viele Patienten empfinden dies aber vermutlich als zu aufdringlich und gehen demonstrativ in die zweite Apotheke des Marx-Zentrum.

Graf-Zentrum und Handerwerkerhof

Der Handwerkerhof am 06.02.2000. Foto: Thomas Irlbeck

Das Graf-Zentrum liegt in Neuperlach Ost am Oskar-Maria-Graf-Ring. Im Graf-Zentrum finden sich ein Aldi, eine Stadtsparkasse sowie ein paar Fachgeschäfte. Eine Besonderheit ist der unmittelbar angrenzende Handwerkerhof, eine Ansammlung von Fachgeschäften und Handwerksbetrieben, der aber wegen seiner ungünstigen Randlage zu leiden hat. Ein dort angesiedeltes Haushaltswaren-Kaufhaus etwa musste nach vergleichsweise kurzer Zeit wieder aufgeben, auch ein Elektronikmarkt verschwand wieder.

Sudermann-Zentrum

Das Sudermann-Zentrum ist an der Sudermannallee angesiedelt und liegt nur unweit des pep. Die Geschäfte sind aber dann doch zu weit weg und durch eine Straße abgetrennt, als dass sie noch zum näheren Umfeld des pep gerechnet werden und von der pep-Laufkundschaft profitieren könnten. So macht sich mancher Anwohner lieber gleich auf den Weg zum pep.

Quidde-Zentrum

Dieses im Nordwesten an der Quiddestraße liegende Subzentrum beheimatet einen Supermarkt, eine Stadtsparkasse und einige Läden. Früher gab es noch einen Wienerwald, dessen Räumlichkeiten immer wieder leer standen; kein Lokal konnte sich dort lange halten. Geschichte ist auch der zweite Supermarkt: Der Edeka-Markt schloss im September 2000 seine Pforten. In den Räumen ist seit November 2001 die Stadtbibliothek untergebracht, die nach 31 Jahren das Plett-Zentrum verlassen hat. Die Geschäfte sind allesamt in einem eigenen, erhöht angelegten Bau angesiedelt, nicht zum Teil in Wohnhäusern wie in den meisten anderen Subzentren. Da das Quidde-Zentrum nicht mehr die Anforderungen erfüllt, die man heute an ein Einkaufszentrum stellt, etwa Barrierefreiheit, soll es durch einen Neubau ersetzt werden. Bereits Ende 2010 soll Schluss sein.

Vom Plett-Zentrum zum „Life“

Das Plett-Zentrum lag im nördlichen Teil von Neuperlach, unweit vom pep. Die Geschäfte waren in einem erhöht angelegten Bau integriert, der außerdem die Büroräume der Neue Heimat, später der Bayerischen Städtebau. beheimatete. Die Lage des Plett-Zentrum war kurios, zum pep sind es keine fünf Minuten zu Fuß, es führt sogar eine im Bau integrierte Brücke fast direkt zum pep. Trotzdem hatte sich nur selten Laufkundschaft zum Plett-Zentrum verirrt. In der unmittelbaren näheren Umgebung gibt es nur wenige Wohnhäuser, sodass auch Anwohner das Plett-Zentrum kaum besuchten. Entsprechend war es in seiner Endphase das dekadenteste aller Subzentren. Bereits Mitte der 1990er Jahre wurden Pläne bekannt, dass das Plett-Zentrum abgerissen werden solle. Seine Daseinsberechtigung hatte das Plett-Zentrum in den letzten Jahren vor allem durch die Stadtbibliothek, die allerdings 2001 ins Quidde-Zentrum umzog. Praktisch alle anderen Läden im eigentlichen Plett-Zentrum-Bau standen zu dem Zeitpunkt bereits seit Jahren leer. Einige Geschäfte haben das Plett-Zentrum nicht direkt verlassen, sie sind von diesem Bau das gegenüberliegende Bürogebäude in der Albert-Schweitzer-Straße gezogen.

Das Plett-Zentrum am 06.02.2000. Bereits damals hatte es die besten Zeiten schon längst hinter sich. Die Stadtbibliothek und die Gaststätte waren noch geöffnet, die meisten anderen Räumlichkeiten standen allerdings schon leer. Foto: Thomas Irlbeck

2007 beschloss man, den Gebäudekomplex abzureißen und an seiner Stelle ein neues Einkaufszentrum zu errichten, das sich an Feng-Shui-Prinzipien orientiert. Die Bauarbeiten des „Life“ genannten Einkaufszentrums begannen 2008. Am 09.09.2009 wurde das neue Einkaufszentrum eröffnet. Die Fehler, die man beim Plett-Zentrum gemacht hatte, sollten nicht wiederholt werden. So ist das „Life“ auch für Autofahrer dank der integrierten Tiefgarage attraktiv Die Geschäfte sind dabei alle per Rolltsteig erreichbar. Beim Plett-Zentrum musste man dagegen erst einmal eine steile Treppe überwinden, die zwar über eine Rampe verfügte, aber zunächst mit einer hohen Stufe begann, was den Transport eines Einkaufswagens praktisch unmöglich machte. Das bedeutete ein umständliches Tütenschleppen bis zum Parkplatz. Die Nähe des pep will man jetzt nach dem Motto „nicht gegen das pep, sondern mit dem pep“ nutzen. So war die Überlegung, vorrangig diejenigen Ladenketten zu integrieren, die es im pep nicht gibt. Auch die unmittelbar angrenzende U-Bahnstation „Quiddestraße“ und die damit hervorragende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr war ein Argument dafür, hier noch einmal ein Einkaufszentrum zu errichten.

Kurioserweise wurde wegen unterschiedlicher Eigentumsverhältnisse nicht der gesamte Gebäudekomplex abgerissen, sondern nur der größte – östliche –Teil, in dem die Büros untergebracht waren. Der kleinere Westflügel, der das eigentliche Ladenzentrum bildete, steht bis heute, dient aber nur noch als Durchgang zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße. Das Gebäude ist so marode, dass nur noch eine abgesicherte Fußgängerfurt begehbar ist. Wann auch das eigentliche Ladenzentrum abgerissen wird und was mit dem Gelände geschehen soll, ist noch nicht entschieden.

Weitere Geschäfte

Neben den erwähnten Subzentren existieren noch eine Reihe kleinerer Ladenzentren und auch einige frei stehenden Geschäfte. So wurde etwa auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle an der Quiddestraße ein Penny-Markt als Flachbau errichtet.

Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten

Neuperlach ist nicht gerade mit Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten reich gesegnet. Ein wenig hat der Stadtteil aber doch zu bieten.

Ostpark

Ostpark mit der Neuperlach-Skyline (04.05.2007). Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Der unmittelbar am nordwestlichen Rande von Neuperlach liegende Ostpark ist das Naherholungsgebiet im Münchner Südosten. Er lädt zum Spazierengehen und im Winter mit seinen künstlich aufgeschütteten Hügeln zum Rodeln und Skilaufen ein. Für Langläufer wird eine Loipe gespurt, wobei aber die milden Winter in den letzten Jahren den Skisport auf wenige Tage im Jahr beschränkten. Der Ostpark bietet ferner noch einen See mit Restaurant und Biergarten am Ufer. Im Ostpark gab es früher noch eine Sommer-Skisprungschanze, die aber schon vor vielen Jahren abgebaut wurde. Auch eine Tarzanbahn wurde bereits vor langer Zeit wieder demontiert.

Verwaltungsmäßig gehört der Ostpark übrigens tatsächlich zu Neuperlach – und nicht etwa zu einem anderen der angrenzenden Stadtteile (siehe Karte auf muenchen.info).

Eislaufstadion

Am Rande des Ostparks, an der Staudingerstraße, gibt es ein Eislaufstadion.

Michaelibad

Unmittelbar angrenzend an den Ostpark ist auch das beliebte, an gleichnamiger U-Bahnstation liegende Michaelibad, das früher eher ein nüchternes Hallen- und Freibad war, mittlerweile aber zum Erlebnisbad ausgebaut wurde und heute das größte Erholungs- und Freizeitbad Münchens darstellt.

Ein Blick aus großer Höhe zurück – Ausgewählte Neuperlach.org-Artikel über (Neu-)Perlach

Hier finden sich ausgewählte Artikel, die nicht aktualitätsbezogen sindt und die insbesondere für den einen oder anderen Neuleser vielleicht interessant sein könnten.

Architektur und Geschichte in Neuperlach

Bruno Tamborino hat dankenswerterweise einen hervorragenden Gastbeitrag zur Geschichte und Architektur Neuperlachs geschrieben, speziell zu Neuperlach Nord. Er nimmt uns mit in die Planungen, beschreibt die Philosophie des Stadtteils und die besonderen Umstände wie Zeit- und Kostendruck. Neben allgemeinen Vorgaben und Entscheidungen, was etwa Bauhöhe, Baumaterialien und Baustil betrifft, gibt es die besonderen Entscheidungen und Einrichtungen, die zeigen, dass Neuperlach keine anonyme Betonwüste ist, sondern lebenswert und praktisch. Der Autor lässt uns an der Entstehung der ersten Bauabschnitte teilhaben, stellt die verschiedenen Haustypen vor und lässt uns verstehen, warum Neuperlach so aussieht, wie es anfangs aussah und wie es heute aussieht. Etwa warum man die Gebäude ursprünglich nicht bonbonbunt angestrichen hat und mit welchen Tricks man Restriktionen umging und es dabei dennoch schaffte, diese Maßnahmen so zu gestalten, dass für die Bewohner sogar oft ein Mehrwert herauskam. Tamborino beleuchtet auch kritisch neue Entwicklungen, speziell im Hinblick auf Sanierungen der in die Jahre gekommenen Bauten. Entstanden ist ein Artikel, der mehr in die Tiefe geht und keine reine Bildkollektion mit ein paar Anmerkungen aus Bewohner- oder Laiensicht ist, sondern auf vielfältige Aspekte, speziell der Wohnhäuser, eingeht.

Zum Artikel „Architektur und Geschichte in Neuperlach“

7 Gedanken zu „Über Neuperlach“

  1. Ich lebe seit 25 jahren in Newperlach
    Ich meine man kann Platten bauten viel schöner gestalten, in den man bunter macht.
    Des bringt viel mehr harmonie in die stadtviertel NPL83

  2. Das PlattenBlatt ist schoen, aber es scheint mir sehr auf die DDR bezogen zu sein. Platten in Ost und West waren nicht gleich, WestPlatten muessten noch mals genauer unter die Lupe genommen werden. In Muenchen gibt es ja auch eine Menge davon, auch in zentralen Bereichen, die wurden auch recht schoen (fuer damals)gestaltet. Ost Platten sind eher nuechtern und praktisch.

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