Kultur Quadrat: Platz ist in der kleinsten Hütte!

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Verkaufscontainer Kultur Quadrat – Flyer
Verkaufscontainer Kultur Quadrat mit collagenartiger Flyergestaltung  (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Am Verkaufscontainer für die Wohnungen (Loge № 1) an unserem Kultur Quadrat (Hanns-Seidel-Platz) hängen nun Flyer für Veranstaltungen im Kulturhaus. Gute Idee, den Platz zu nutzen! Im Hintergrund zu sehen ist ein kleiner Teil des Kulturhauses mit dem Graffiti von CAZ132. Das Wetter meint es auch gut mit uns.

Kran aufgestellt: Das Herz von Neuperlachs Mitte schlägt endlich (Update 14.10.2017)

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Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 1: Kultur Quadrat, Loge № 1 – Der erste Kran steht. Die letzten Skeptiker dürften nun überzeugt sein (08.10.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 2 (08.10.2017) © Thomas Irlbeck

Seit 1974 wohne ich in Neuperlach, und seitdem verfolge ich mit großem Interesse die Planung von Neuperlachs Mitte am Hanns-Seidel-Platz. Obwohl im Juni dann tatsächlich der Bauaushub begann, zweifelten noch viele daran, ob wirklich gebaut werde. Im schlimmsten Fall hätte man noch ein riesiges Loch im Boden, und der Rest des Geländes müsste weiterhin als riesiger Parkplatz herhalten. Die Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes ist eine Art Trauma, zu oft stand man schon kurz davor, und es wurde dann doch nichts. Stolze drei Architekturwettbewerbe hatte man im Lauf der Jahre veranstaltet, so etwas stärkt nicht gerade das Vertrauen. Doch als man am Donnerstag begann, den ersten Kran aufzustellen, lösen sich die Zweifel nun langsam auf. Die Symbolik der weithin sichtbaren Hebevorrichtung überzeugt.

Die Bilder von heute zeigen auch, wie tief die Baugrube ist. Speziell das Bild mit der Behelfstreppe (weiter unten) lässt die Tiefe erahnen. Schließlich wird eine mehrgeschossige Tiefgarage gebaut. Mehr zum Thema: Hanns-Seidel-Platz: Grundsteinlegung am 50. Geburtstag

Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 3 (08.10.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 4 (08.10.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 5 (08.10.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat, Loge № 1
Bild 6: Werbetafel für die hier entstehende Loge № 1 (13.07.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat, Kran #1 steht
Bild 7: Aufnahme nun bei schönerem Wetter (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Sommerfest: Hobbykünstler aus Neuperlach gesucht

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Der Bezirksausschuss 16 und die WSB Bayern veranstalten am Samstag, den 15. Juli 2017, von 12:00 Uhr bis 21:00 Uhr ein Sommerfest zum Thema „50 Jahre Neuperlach“ im Wohnring (zwischen pep und ZAK).

Dazu planen wir einen Hobbykünstler-Markt. Wir wünschen uns ein buntes Angebot an vielerlei schönen Dingen, die selbst hergestellt und zum Verkauf angeboten werden, z.B. Patchwork, Bilder, Schmuck, Gestricktes, Genähtes, Deko und vieles mehr …

Auf Wunsch werden Tische zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Standgebühren,
gewerbliche Händler sind nicht erlaubt.

Bitte sprechen Sie uns an, wir geben gerne weitere Informationen. Anmeldung bitte zeitnah:

Quiddestraße 45
Tel: 089/63 83 88 72
www.quiddetreff.de

Karneval der Tiere – Eine zoologische Fantasie

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Am Sonntag, den 25. Juni 2017, um 14:30 Uhr gibt es das 8. Perlacher Familienkonzert der Reihe „Klassik für kleine und große Leute“,  das ganz im Zeichen des Jubiläums „50 Jahre Neuperlach“ steht. Mit dem Sonderkonzert „Karneval der Tiere“ präsentieren wir Ihnen Big-Band-Klassik.

Über 20 Musikerinnen und Musiker garantieren für ein außergewöhnliches Klassik-Musik-Erlebnis für kleine und große Leute ab 5 Jahren.

Ein Besuch lohnt sich bestimmt!

Alle Infos zum Konzert

8. Perlacher Familienkonzert
Klassik für kleine und große Leute
spannend – verbindend – grenzenlos

Wann und wo? Am Sonntag, den 25. Juni 2017, um 14:30 Uhr im Kulturhaus Neuperlach, Hanns-Seidel-Platz 1, 81737 München

14:30 Uhr: Einführung ins Stück
15:00 Uhr: Zeit für Kaffee und Donuts
15:30 Uhr: Aufführung

Eintritt
Kleine: 5 Euro / Große: 8 Euro
Reservierung unter: 089/63 89 18 43

Komponist
Camille Saint-Saëns

Ausführende
Kammerorchester „Trisono“, Freising
Leitung: Andreas Lübke

Sprecherin
Tanja Maria Froidl

Inhalt

Der große, musikalische Faschingsball von Löwe, Elefant, Schwan, Fischen, Fossilien und vielen anderen Tieren in der Originalversion von Camille Saint-Saëns, gestaltet für Kinder und ihre Familien.

Karneval der Kulturen Flyer
Flyer „Karneval der Tiere“

Es gefällt mir hier!

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Indische Klänge, skurrile blaue Fabelwesen, blühende Gemüsegärten, bolivianische Tänzer vor dem fliegenden Elefanten, der symbolisch dafür steht, dass man seine Träume nicht aufgeben soll. Rapunzel lässt ihr Haar herunter im Marionettentheater in der ehemaligen Apotheke, der Elvis von Neuperlach begeistert mit seinen größten Hits, und Grünstadtgeflüster entwirft eine Vision eines „lebendigen Gemeinschafts-Gartens“ hinter dem Kunsttreff.

HP Berndl
HP Berndl vor dem Wohnring. Foto: Frank Müller

Das und vieles mehr war vergangenen Freitag am Tag der offenen Tür im Quidde-Zentrum zu erleben. Eine bunte Welt, die dort entstanden ist, und eine Bereicherung für dieses Viertel und seine Bewohner. Wer will, kann selbst ein Teil dieser inspirierenden Welt werden, kann sich einbringen, mitgarteln, mitspielen, gemeinsam musizieren – der Nachbarschaftstreff hat ein breites Angebot und ist offen für jeden. Wer eher kreativ und künstlerisch unterwegs ist, geht nach nebenan in den Kunsttreff und sieht sich die Ausstellung an oder kommt am Mittwochabend zum Macht-Mit-Workshop.

Aktuell gibt es im Kunsttreff noch die Jubiläumsausstellung „Gesichter und Geschichten: 50 Portraits von Menschen aus, in und von Neuperlach“ zu sehen und zu hören. Eine der vorgestellten Persönlichkeiten ist HP Berndl, ein Grenzgänger, der gerne und freiwillig nach Neuperlach kommt, obwohl er eigentlich in Berg am Laim wohnt, denn er sagt „Es gefällt mir hier!“

Die Ausstellung ist noch von kommendem Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15 bis 19 Uhr zugänglich. Am Freitagabend ab 19:30 Uhr verspricht Realtraum e. V. noch einen kurzweiligen, literarischen Abend. Im Anschluss lädt Jonas Schlemme zu einer Gesprächsrunde „Kunst und Kultur in Neuperlach“ ein. Am Sonntag, den 04.06., gibt es ab 19 Uhr mit CountOnAtEight ein Konzert unter dem Motto „Pop turns into Jazz“. Mit der darauffolgenden vom BA-Chef Thomas Kauer moderierten Gesprächsrunde „Zukunft in Neuperlach“ schließt diese Veranstaltung mit einem Ausblick, was sich die Neuperlacher für ihren Stadtteil wünschen.

Neuperlach wird nur einmal 50, und wer nicht mitfeiert, verpasst etwas, denn diese Ausstellung gehört zu den Highlights des Festprogramms. Und das Beste daran ist, dass der Eintritt frei ist, auch zu den Abendveranstaltungen. Ein Geschenk an die Neuperlacher und an alle anderen Münchner, die sich ein eigenes Bild vom Stadtteil machen sollten, bevor sie über ihn urteilen.
Nähere Infos zur Ausstellung im Kunsttreff Quidde-Zentrum in der Quiddestraße 45 (Bus 197, Haltestelle Nawiaskystraße) gibt es auf der Website: www.kunsttreff-quiddezentrum.de

Kontakt

Ingrid Müller
Laibacher Straße 4
81669 München
Tel: 089/65 05 62
Mobil: 0160/97 92 50 66
Mail: Ingrid0mueller@online.de

AWO: Zeitreise durch die Geschichte des Stadtteils Neuperlach

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1967 bis 2017: 50 Jahre Neuperlach – Eine Zeitreise durch die Geschichte des Münchner Stadtteils Neuperlach.

Vortrag am Freitag, den 26. Mai 2017, bei der AWO-Seniorengruppe Neuperlach. Beginn ist um 14 Uhr im Neuperlacher Sportwirt, Bert-Brecht-Allee 17. Der Eintritt ist frei, jedermann/-frau ist herzlich willkommen!

Hanns-Seidel-Platz: Grundsteinlegung am 50. Geburtstag (Update 08.06.2017)

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Gestern, am 12.05.2017, exakt an unserem 50. Geburtstag, war Grundsteinlegung am Kultur Quadrat. Wir mir im Verkaufs-Pavillon heute mitgeteilt wurde, sollen die Bauarbeiten sehr schnell starten. Der Bereich außerhalb der Parkfläche (Südostteil des Hanns-Seidel-Platzes) wird also bereits dieses Jahr bebaut, der Rest dann nach Fertigstellung der pep-Erweiterung 2018.

Update 01.06.2017: Beschädigter Grundstein – siehe weiter unten.

Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 1 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 2 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 3 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Grundsteinlegung Hanns-Seidel-Platz
Bild 4 (12.05.2017): Gelände von der Von-Knoeringen-Straße aus gesehen. Foto: Lesereinsendung

Update 01.06.2017

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 5 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Im südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes laufen die Bauarbeiten für die Wohnhäuser. Zwar sind noch keine Kräne aufgestellt, aber die Erdarbeiten sind im Gange. Der Grundstein sieht arg ramponiert aus, vermutlich wurde er beim Abtragen des Asphalts beschädigt (Bilder weiter unten). Die Fläche, auf der er steht, war ja asphaltiert. Hoffentlich kein schlechtes Omen, aber wir sind ja nicht abergläubisch!

Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 6 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 7: Ramponierter Grundstein  (01.06.2017) © Thomas Irlbeck
Kultur Quadrat Erdarbeiten
Bild 8 (01.06.2017) © Thomas Irlbeck

Spundwände und Kelleraushub (Update 08.06.2017)

Wer immer noch an der Bebauung des Hanns-Seidel-Platz gezweifelt hat, jetzt kann man es wirklich glauben. Nachdem die Spundwände gesetzt wurden, läuft nun bereits der Kelleraushub, jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 9 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 10 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 11 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck
Hanns-Seidel-Platz: Kelleraushub
Bild 12 (08.06.2017) © Thomas Irlbeck

Wenige Stunden vor unserem 50. Geburtstag: Bauvorbereitende Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz starten

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Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 1 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Wer hätte das noch für möglich gehalten? Noch vor dem 50. Geburtstag am 11. Mai sind die ersten bauvorbereitenden Arbeiten am Hanns-Seidel-Platz gestartet, vermutlich Grundwasserbohrungen.

Dies ist wohl weniger Zufall, mehr scheint es uns bewusst zugefallen zu sein. So als wollte man sagen, wir können doch, was wir 50 Jahre nicht geschafft haben, nämlich die Bebauung von Neuperlachs Mitte, jetzt „Kultur Quadrat“ genannt (damit man Neuperlach nicht mit China, dem Reich der Mitte, verwechselt).

Gebaut werden zunächst die Wohnhäuser auf dem südöstlichen Teil des Hanns-Seidel-Platzes, der nicht als Parkfläche genutzt wird, genauer an der Von-Knoeringen-Straße.

Baubeginn Kultur Quadrat
Bild 2 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Graffiti: Am Kulturhaus Neuperlach entsteht Kultur, was sonst? (Update 27.06.2017)

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Graffiti am Kulturhaus
Bild 1: Graffiti am Kulturhaus (10.05.2017) © Thomas Irlbeck. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung von CAZ132

Unter Kultur versteht man alles, das vom Menschen geschaffen wird, im Unterschied zu dem, das die Natur hervorbringt. So entsteht passend zur Funktion des Kulturhauses auf dem Hanns-Seidel-Platz eben Kultur, genauer die vielleicht kreativste Unterform davon. Sie ahnen es, Kunst.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 2 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Jan Deichmann alias CAZ132, Gründungsmitglied der berühmten Künstlervereinigung NPL83, konnte wetterbedingt erst heute wieder die Arbeit an seinem mächtigen Graffiti fortsetzen. Der Einfall, Militärtarnfarben als Hintergrund zu wählen, ist sicherlich genial und steht dafür, dass das Haus nach dem Abriss voraussichtlich im Dezember ja so gesehen unsichtbar sein wird. Auf dem Hintergrund entstehen nun die eigentlichen Motive.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 3 (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

Nichts ist für die Ewigkeit, nur die Ewigkeit ist das Nichts. Von einem Konzert bleibt nur eine Erinnerung, vielleicht auch ein illegaler Mitschnitt auf dem Smartphone. Von einem temporären Kunstwerk wie einem Graffiti zeugen Bilder. Aber Bilder aus Bits und Bytes sind nicht das Kunstwerk. Der Entstehungsprozess mit Pinsel und Spraydose ist Kunst, Aktionskunst. Bei jeder Betrachtung des Bildes entsteht das Kunstwerk neu. Womit wir bei der philosophischen Frage sind, ob das Kunstwerk auch dann noch da ist, wenn gerade keiner hinsieht. Ich sage mal vorsichtig Nein. Und das hat min den Militärtarnfarben und der Abrissbirne nichts zu tun.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 4: Der Toilettenaufsteller hasst offenbar Kunst und nimmt uns die Sicht (10.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 5: Die Neuperlacher Zwillingstürme thronen über dem Kulturhaus (10.05.2017) © Thomas Irlbeck

12.05.2917

Das H2O-lastige Wetter hat den Fortschritt leider verlangsamt.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 6 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 7 (12.05.2017) © Thomas Irlbeck

16.05.2017

Endlich ist das Wetter gnädig. Proportional zum trockeneren Wetter nimmt das Graffiti nun Formen an. Ich finde, dass es großartig wird! Das Gefährt im linken Teil ist ein Abrissbagger. Er zeigt uns, was mit dem Kulturhaus und auch mit dem Graffiti passieren wird. Die Kunst nimmt die Zukunft vorweg. Auch wenn das nicht nur negativ klingt, sondern auch negativ ist, uns bleiben die Fotos, die Erinnerungen. Und es wird ja auch etwas Neues entstehen.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 8 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 9 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 10 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 11 (16.05.2017) © Thomas Irlbeck

18.05.2017

Graffiti am Kulturhaus
Bild 12: Nach Abbau des Verkaufspavillons sieht man mehr, wenngleich immer noch Teile verdeckt  sind (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 13 (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 14: Detail des hinzugekommenen Logos (18.05.2017) © Thomas Irlbeck
Graffiti am Kulturhaus
Bild 15 (18.05.2017) © Thomas Irlbeck

Update 19.05.2017

Das Graffiti ist rechtzeitig fertig geworden. Das Foto zeigt den Stand wenige Minuten vor der offiziellen Einweihung. Nur die Signatur fehlt noch.

Graffiti am Kulturhaus
Bild 16: Fertiges Kunstwerk kurz vor der Einweihung. Nur die Signatur fehlt noch. Das Graffiti enthält eine ganze Reihe von Aussagen, die hier nicht vorweggenommen werden sollen. Der Betrachter möge sich diese selbst erarbeiten (19.05.2017) © Thomas Irlbeck

Jan Deichmann weist bei der Einweihung zynisch darauf hin, dass der im Kunstwerk dargestellte Bagger den Neuperlachern ein tolles Geburtsastgeschenk zum 50. überbringe, nämlich eine schwere, schwere Eisenkugel, die dazu diene, das Kulturhaus abzureißen. Das bedeute wieder langes Warten auf das schon längst, seit Jahrzehnten versprochene Kulturhaus aus festen Mauern. Sieben, acht Jahre, so lange werde es wohl dauern, bis das neue Kulturhaus steht. Vielleicht auch länger. Deichmann hält es für eine Schande, dass die Stadt München darauf verweise, sie warte auf die Beteiligung von Sponsoren. Die Stadt habe doch selbst so viel Geld, meint Deichmann.

Immerhin kann das Kunstwerk voraussichtlich (Betonung auf voraussichtlich) doch erhalten bleiben, indem man zwar das Kulturhaus abreißt, aber die Wand mit dem Graffiti stehen lässt. Hoffentlich klappt wenigstens das.

Update (27.06.2017): Rückkehr des Verkaufscontainers an den alten Standort

Am 21.06.2017 ist der Verkaufscontainer wieder zum Kulturhaus zurückgekehrt. Zum Glück ist der wesentliche Teil des Kunstwerks weiter gut sichtbar, nur das Kulturhaus-Logo ist nun teilweise – zumindest aus dieser Perspektive – verdeckt.

Graffiti, Rückumzug Verkaufscontainer
Bild 17 (27.06.2017) © Thomas Irlbeck

Gesichter und Geschichten: 50 Neuperlacher

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Neuperlach wird 50 und das muss gefeiert werden. Mit einer Ausstellung, mit den Menschen aus dem Viertel: Sie selbst sollen die Ausstellung sein. Ihre Gesichter, ihre Geschichten, ihre Stimmen. Das Team vom Kunsttreff hat sie befragt, fotografiert und aufgenommen: 50 Fotocollagen gibt es zu sehen, 50 Steckbriefe zu lesen und 50 Geschichten zu hören. Ein multisensorisches Projekt, das vom 10. Mai bis zum 04. Juli im Kunsttreff Quidde-Zentrum zu erleben ist. Die Ausstellung ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr zugänglich und natürlich während aller Veranstaltungen des Rahmenprogramms.

Kunsttreff Team
Collagen wie diese vom Organisationsteam des Projektes gibt es von 50 Neuperlachern zu sehen. Auf den Fotos: Richard Schleich, Manuela Clarin, Frank Müller, Lieselotte Ott, Ingrid Müller, Christian Silys, Ute Schwab, Daniel Roeckl, Bernd Georg Schwemmle, Manfred Ossenbrunner

Es werden Menschen vorgestellt, die zu den Neuperlachern der ersten Stunde gehören, andere sind hier geboren, manche haben ihre Wurzeln in ganz anderen Kulturen. Sie leben und arbeiten in Neuperlach, gehen hier zur Schule, genießen ihre Freizeit, haben hier ihr soziales Umfeld. Es sind Menschen aus verschiedensten Bereichen vom Arzt bis zur Köchin, vom Politiker bis zum Schriftsteller, vom Pfarrer bis zum Philosophiestudenten, vom Jazzmusiker bis zum Rapper, vom Maler bis zum Streetartkünstler … Wer hätte gedacht, dass er eine Olympiasiegerin oder einen Bestsellerautor zum Nachbarn hat? Oder wer kennt den Elvis, den Löwen oder den Bürgermeister von Neuperlach?

Es gibt viele interessante Individuen zu entdecken, Geschichten zum Staunen, manche zum Schmunzeln, viele informativ, andere spannend. Jeder erzählt von seinem persönlichen Neuperlach. Alles zusammen ergibt einen Ausschnitt der Menschen, die hier leben, arbeiten oder sonst wie unterwegs sind. Der Blick auf einen Stadtteil Münchens, der anders ist als die anderen, weil er nicht natürlich gewachsen, sondern geplant ist. Ein Blick aus verschiedenen Perspektiven.

Die Organisatoren haben viel erlebt und erfahren beim Sammeln der Geschichten und Momentaufnahmen. Vor der Eröffnung der Ausstellung ziehen sie Resümee: Die Innenschau ist anders als der Ruf des Viertels. Die Bewohner schätzen die Toleranz untereinander, die hier herrscht: gelebte Integration. In Neuperlach ist die Welt zu Hause. Und das viele Grün, das sich zwischen den Betonbauten ausbreitet. Manchmal auch der Blick in die Berge, der den Bewohnern der oberen Stockwerke gehört. Die Neuperlacher nutzen gern die nahen Einkaufsmöglichkeiten und loben die Verkehrsanbindung.

In Neuperlach bilden sich die Menschen nichts darauf ein, wo sie wohnen, es gibt keine Schickeria. Sie sind einfach das, was sie sind. Authentisch. Was sie aber nicht mögen, ist die Außenwahrnehmung und die Vorurteile, die ihnen begegnen, wenn sie erzählen, wo sie wohnen und dafür entsetzte oder mitleidige Blicke ernten. Wenn andere sich gegenseitig Warnungen aussprechen, dass man in dieses Ghetto auf keinen Fall abends und schon gar nicht alleine hingehen kann. Und dann die Besuche der ehemaligen Freunde ausbleiben, weil man hierher gezogen ist …

Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, den 10. Mai, um 19 Uhr durch Erwin Bohlig vom Bezirksausschuss und den Künstlern Ingrid Müller und Richard Schleich vom Organisationsteam. Im Anschluss gibt es ein Konzert des Paranormal String Quartett. Am Donnerstagabend folgt eine Theateraufführung des freien Ensembles Lichtbühne „Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten“, am Freitag eine Vorführung „Thaiboxen“ des im Viertel sehr engagierten Ramazan Varisli, der mit den von ihm trainierten Kids schon einige Medaillen geholt hat. Am Samstag ist die renommierte Mundartdichterin Ingrid G. Blank-Hofmiller bei einer Lesung zu erleben, bei der sie von der Familie Hermann mit ihrer Stubenmusik begleitet wird. Auch an den folgenden drei Wochenenden gibt es spannende Events mit einem Jazzfrühschoppen, einem literarischen Kabarett, einem Auftritt von Elvis und einiges mehr. Nach fast allen Programmpunkten sind im Anschluss Gesprächsrunden geplant, bei denen die Besucher eingeladen sind, sich zu beteiligen. Das komplette Programm für die 4 Wochen gibt es direkt im Kunsttreff oder unter www.kunsttreff-quiddezentrum.de Wer nur die Ausstellung sehen möchte, kommt am besten tagsüber vorbei! Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr zwischen dem 11.05.2017 und 04.06.2017 im Quidde-Zentrum, Quiddestraße 45, mitten in Neuperlach.

Wann und wo?

Vom 10.05.2017 bis 04.06.2017, Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr
Kunsttreff Quidde-Zentrum, Quiddestraße 45, 81735 München
Web: www.kunsttreff-quiddezentrum.de

Kontakt

Ingrid Müller
Laibacher Straße 4
81669 München
Mobil: 0160/97 92 50 66
Mail: Ingrid0mueller@online.de

Neuperlach wird 50 und bekommt von der Stadt München ein schönes Geschenk!

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Karl Marx und Friedrich Engels. München hat passend zum 50. Geburtstag unseres Stadtteils dieses Kunstwerk erworben und wird es übermorgen, Samstag, am Karl-Marx-Ring, Ecke Friedrich-Engels-Bogen, aufstellen. Um 11 Uhr wird das Denkmal offiziell eingeweiht.

Karl Marx und Friedrich Engels
Karl Marx und Friedrich Engels. Lizenz: Public Domain

Das war natürlich ein Aprilscherz. Marx und Engels sind out, Politiker fordern sogar, die Straßennamen abzuschaffen. Da wird man kaum ein Marx/Engels-Denkmal aufstellen.

Außerdem war „Samstag“ angegeben, da hatte jeder eine faire Chance, das am Datum zu erkennen. Aber nicht alle haben es gemerkt.