Kreuzung Quiddestraße jetzt ohne Radampeln, dafür mit kurzen Radspuren (Update 11.01.2018)

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Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – auf einem kurzen Stück Fahrradspur auf der Fahrbahn und per Autoampel (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zum Update 11.01.2018 – Linksabbiegen für Radfahrer

Die Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße wurde saniert und umgebaut. Vor allem wurden die Bushaltestellen durch eine Anhebung von wenigen Zentimetern nun wirklich barrierefrei (Neuperlach.org berichtete). Ferner wurden die Haltestellenbereiche verlängert, damit das Ein- und Aussteigen aus den Buszügen nicht mehr stellenweise über behelfsmäßige Gehwegplatten erfolgen muss.

Aber auch für Radfahrer hat sich einiges geändert. So gibt es nun für drei der vier möglichen Fahrtrichtungen keine Fahrradampeln mehr, auch keine kombinierten Ampelscheiben für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Stattdessen ist nun die Autoampel auch für Fahrradfahrer das Maß aller Dinge. Der letzte Teil vor der Ampel ist als – sehr kurze – Fahrradspur realisiert. Auch der noch vorhandene Radweg wurde weit näher an der Fahrbahn herangeführt.

Nur wer vom Schulzentrum Nord kommt und Richtung Plettstraße fährt, hat noch seinen Radweg bis zur Kreuzung und auch seine Fahrradampel, die übrigens hier wirklich eine echte Fahrrad- und keine Kombiampel ist.

Die Regelung mit dem kurzen Stück Fahrradspur vor der Kreuzung hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile:

Die Vorteile:

  • Die Wahrscheinlichkeit, beim Geradeausfahren von einem rechtsabbiegenden Lkw- oder Busfahrer übersehen zu werden, wird reduziert. Denn die Radspur ist ja direkt auf der Fahrbahn. Natürlich kann ein Radler weiterhin vor der Ampel im toten Winkel stehen, aber zumindest bei der Anfahrt eines Lkw oder Busses Richtung Ampel wird ein Radfahrer vom Fahrer besser gesehen, da sich der Radler quasi vor dem eigenen Fahrzeug befindet und nicht irgendwo rechts in einem ggf. verdeckten und schlecht einsehbaren Radweg.
  • Auch darf ein Radler noch weiter bei Grün über die Kreuzung, solange es die Autos noch dürfen. Die kombinierten Fußgänger-/Radampeln schalten dagegen schon weit früher auf Rot um, weil sie von Fußgängergeschwindigkeit ausgehen, obwohl Radler ja schneller sind. Ferner wird eine Gelbphase realisiert, über die die kombinierten Fußgänger-/Radampeln nicht verfügen.
  • Ein Stopp auf dem Mittelstreifen, sollte die zweite kombinierte Fußgänger-/Radampel während der Überquerung auf Rot umschalten, entfällt. Die Anzahl der Ampeln, die passiert werden müssen, speziell beim Linksabbiegen, geht damit stark zurück.

Die Nachteile:

  • Wer als Radfahrer nach rechts abbiegen will, darf dies nicht mehr bei Rot. Früher war dies möglich, da die Radwege einen Kurvenbereich nach rechts vor der Ampel besaßen.
  • Viele Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Radstreifen so nah am motorisierten Verkehr unsicher und unwohl. Allerdings ist der Radstreifen hier extrem kurz gehalten, sodass sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten sollten.

Quermöglichkeit 1

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3 (der Vollständigkeit halber, entspricht dem Eingangsbild): Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 2

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 1 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 2 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 3 von 3. Die Fußgänger haben hier schon Rot, Autos und Radler dürfen noch schnell rüber (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 3

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 7: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 8: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 11.01.2018: Linksabbiegen für Radfahrer

Linksabbiegende Radfahrer finden nach Überquerung am Kreuzungsende einen kleinen, auf der Fahrbahn aufgemalten Bereich mit Linkspfeil, an dem zu warten ist (in Bild 9 mit Rahmen hervorgehoben). Der Haken ist, an diesem Bereich sieht man die Autoampel nicht (bzw. nach Drehen des Kopfes nur von hinten), da sie hier faktisch schon überquert ist,  aber man hat das Linksabbiegesignal (in Bild 9 ebenfalls mit Rahmen hervorgehoben). Nun kann man warten, bis das Linksabbiegesignal leuchtet (und damit die Endphase der Grünphase eingeläutet wurde) oder man orientiert sich an der Fußgängerampel, an der man dann sehen kann, dass der Querverkehr Grün bekommt. So gesehen gibt es zwei Zeiträume, in denen die Radler sicher nach links über die Kreuzung kommen – ob beide gesetzlich erlaubt sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Ganz ideal und stimmig scheint mir das alles nicht zu sein, aber schauen wir einmal, wie sich das bewährt und ob die Vorteile überwiegen.

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 9: Links abbiegen für Radfahrer. Die Autoampel liegt hinter dem Fotostandpunkt und ist daher für Wartende nicht zu sehen. Es bleiben zur Orientierung nur das Linksabbiegesignal (roter Rahmen) sowie die Fußgängerampeln (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quiddestraße: Barrierefreier (Update 18.12.2017)

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Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 1 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Umbau der Bushaltestelle „Quiddestraße“. Hier zu sehen ist die Haltestelle für die Linie 197 „Außenring“. Der Einstiegsbereich wurde etwas angehoben, damit man noch „barrierefreier“ ein- und aussteigen kann. Kinderwagen oder Rollator schiebende Menschen freuen sich.

Ferner wurde/wird auch sonst alles erneuert, auch das Wartehäuschen, Ampeln und mehr. Bald kann man hier wieder ein- und aussteigen. Derzeit halten die Busse ein paar Meter entfernt Richtung Schulzentrum Nord, das man im Hintergrund schwach erkennen kann.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 2 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (04.11.2017)

Die provisorische, ein paar Meter Richtung Karl-Marx-Ring versetzte Haltestelle des 197 Innenring live erlebt:

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Nett, Google+ hat die beiden Fotos so zusammengeklebt, dass der Eindruck entsteht, unser 197er würde nun alle 30 Sekunden verkehren:

Bushaltestelle Quiddestraße
Der Beitrag bei Google+

Update 18.12.2017

Die neue Bushaltestelle der Busringlinie 197 ist für beide Fahrtrichtungen in Betrieb gegangen. Jetzt kann wirklich barrierefrei in die Buszüge ein- und ausgestiegen werden. Der Monitor mit den Busabfahrtszeiten ist auch wieder in Betrieb.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 5 (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Was ist das für 1 Life? Ein sichereres! Umbau einer gefährlichen Kreuzung (Update 19.12.2017)

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Übergang vor Life
Bild 1: Vor dem Einkaufszentrum „Life“: Es ist die vielleicht verkehrsmäßig gefährlichste Stelle in Neuperlach. Der hier zu sehende neue aufgepflasterte Fußgängerbereich und weitere Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen (26.10.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Zeit gekommen, da steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger. Das führt dazu, dass der Fotograf sich schnell mal selbst aufnimmt (Foto 1), wenngleich es nur ein Schatten seiner selbst ist.

Nicht länger, sondern kürzer und vor allem weniger gefährlich soll der Übergang hier vor dem Einkaufszentrum Life werden. Wer sein Paket im Life abholt oder aufgibt (die meisten Neuperlacher werden dieses Vergnügen haben), wer Postbank-Kunde ist oder im Life einkauft, dem dürfte diese Kreuzung bekannt sein, und zwar im negativen Sinn, denn die Kreuzung ist nicht ungefährlich. Nun wird die Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Siegfried-Mollier-Straße endlich umgebaut, die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten.

Mehrere Maßnahmen für mehr Sicherheit und mehr Komfort

Der Fußgängerübergang wird im Nordbereich der Kreuzung durch einen neu angelegten, aufgepflastertem Bereich mit abgesenkter Bordsteinkante auf einem ehemaligen Teil des Parkstreifens verbessert, wie Foto 1 zeigt. Laut eines älteren Zeitungsberichtes soll auch eine Fußgängerampel installiert werden, die meines Erachtens dringend erforderlich ist. Denn die Kreuzung ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen Abbiegemöglichkeiten für den motorisierten Verkehr (man beachte die ganzen Ein- und Ausfahrten vor dem Life und dem Parkplatz vor dem Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße, dazu die Tiefgaragenzufahrt in der Siegfried-Mollier-Straße) nicht nur für ältere und Kinderwagen schiebende Menschen ein Ärgernis. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen und Fast-Unfällen. Man kann daher nur hoffen, dass die Ampel nun auch wirklich kommt.

Die Haltestellenbereiche (Haltestelle „Siegfried-Mollier-Straße“; Buslinien 139, 192, 199, N79) werden auch neu gestaltet. In Zukunft steigt man als Busfahrgast nicht mehr auf dem Radweg ein und aus, sondern auf einem aufgepflastertem Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn (Bild 2 und 3), der aber sehr schmal ausfällt. Wer mit Rollator ein- oder aussteigt, dürfte halb auf dem Radweg stehen. Konflikte zwischen Radfahrern und Fahrgästen sind entsprechend weiter vorprogrammiert. Radfahrer müssen natürlich warten, wenn der Bus hält und Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten, aber das steht leider nur auf dem Papier.

Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 2: Neu gestaltete Haltestelle zum barrierefreien Ein- und Aussteigen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck
Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 3: Detail Fahrgaststreifen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Wie es aussieht, wird sich zumindest im Südbereich der Kreuzung an der eigentlichen Verkehrsführung und der Anzahl der Fahrspuren nichts ändern (Bild 4). Wer auf der Höhe des Life die Albert-Schweitzer-Straße passiert, um die stadteinwärtige Bushaltestelle zu erreichen will, dürfte weiter gefährlich leben. Hier sollte jeder den kleinen Umweg über den Nordbereich in Kauf nehmen. Auch die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße noch ein Stück weiter nördlich ist eine gute und sichere Passiermöglichkeit, wenngleich sie halt noch ein paar Meter mehr bedeutet – und auch ein Treppensteigen, was mit Kinderwagen oder Rollator kaum zumutbar ist.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 4: Die Fahrbahn bleibt auf Höhe des Life sehr breit (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Fazit: Die Verkehrssituation vor dem Life wird für Fußgänger und Radfahrer verbessert, aber wird wohl nicht wirklich optimal werden.

Kommentar zu einem ehemals vorbildlichen Verkehrssystem: Neuperlach wurde als Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrer-/Kinder-freundliche „Stadt in der Stadt“ geplant und gebaut. Der Autoverkehr und der Fußgängerverkehr wurden getrennt, das geschaffene Fußwegsystem mit seinen vielen Brücken und Unterführungen ist (war) vorbildlich. Nach dem Abriss des Plett-Zentrum wurde das Fußwegsystem leider unterbrochen und nie wieder ganz hergestellt. Im Gegenteil: Die Kreuzung vor dem Life wurde zur wohl verkehrsmäßig gefährlichsten Stelle – nicht nur wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens, sondern da man auch noch einige zusätzliche Ein- und Ausfahrten hinzugebaut hat. Entsprechend ist die Kreuzung sehr unübersichtlich geworden, es wird in alle möglichen Richtungen (nicht immer ganz legal) abgebogen, irgendwo dazwischen stehen die Fußgänger, die da auch rüber möchten. Jetzt endlich wird nachgebessert. Aber es wird nicht alles korrigiert werden. Der alte, großzügige Fußweg zwischen Life und LAO fehlt weiterhin, es bleibt nur die Nutzung des Parkplatzes (mit der Thermometer-Uhr), der neue, aber schmale Fußweg am Life entlang oder die viel zu schmale Passage längs des Bürohauses an der Albert-Schweitzer-Straße.

Update 18./19.12.2017

Die Arbeiten wurden nun weitgehend abgeschlossen. Leider wurde keine Fußgängerampel realisiert. Das Überqueren der Albert-Schweitzer-Straße wird durch die Aufpflasterungen auf den Parkstreifen etwas vereinfacht (Foto). Es müssen aber weiterhin drei Fahrstreifen überquert werden. Im dichten Verkehr ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Lücke zu finden. Da wäre mehr drin gewesen!

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 5: Nur eine kleine Verbesserung – das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Blick Richtung Bushaltestellen. Neu ist, man darf auch von dem Parkplatz des Bürohauses Albert-Schweitzer-Straße nicht mehr nach links abbiegen, siehe durchgezogene Linie. Mal sehen, wie viele sich daran halten und ob dies wirklich zu einer Entschärfung der Kreuzung beiträgt. Heute war das Ergebnis jedoch nüchtern. Vier Autos fuhren aus dem Bürohaus-Parkplatz raus und alle bogen verbotswidrig nach links ab und fuhren über die durchgezogene Linie.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 6: Durchgezogene Linie. Nun darf aus keinem der Parkplätze (rechte Seite) mehr nach links abgebogen werden (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ramponierte Barrierefreiheit am LAO – jetzt wird nachgebessert (Update 14.12.2017)

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LAO Rampe
Bild 1: Die viel zu steile Rampe (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Die Fußgängerbrücke zwischen dem LAO (Leben am Ostpark, im Volksmund wegen der vier an Sprungschanzen erinnernden Gebäudebestandteile auch als (Vier-)Schanzenhaus bekannt) und der Allianz-Versicherung hat eine wichtige Funktion. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Gegend um das Plett-Zentrum (Einkaufszentrum Life, Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße, Quiddestraße (U-Bahn)) und der anderen Straßenseite der Ständlerstraße Richtung pep und Stadtteilbibliothek.

Flach ist nur bei Witzen schlecht!

Die Treppe mit integrierter Rampe zur Brücke wurde aber viel zu steil gebaut (Neuperlach.org berichtete), was zur massiven Kritik führte. Mit dem Rollstuhl ist sie unbezwingbar, aber es haben auch viele mit Kinderwagen und Fahrrad (schiebend, versteht sich) ihre Schwierigkeiten, speziell, wenn es nass und glatt ist. Manche haben Angst oder es fehlt ihnen einfach die Kraft. Denn gefühlt geht es da fast senkrecht rauf, tatsächlich sind es aber „nur“ etwa 65 %, was aber natürlich dennoch viel zu steil ist. Denn empfohlen sind für Rollstuhl-fähige Rampen maximal 6 % Steigung. Von Barrierefreiheit ist man hier also weit entfernt.

Schildbürgerstreich mit Warnschild

Die Rampe ist so gefährlich, dass sogar ein Warnschild angebracht wurde und eine mächtige Umlaufsperre, damit jeder schön abgebremst wird und da nicht versehentlich runterfährt. Ich kenne selbst Leute, die haben beim Runterschieben ihres Fahrrades die Kontrolle verloren, wodurch das Rad die Treppe runtergekracht ist. Unfälle, bei denen es nicht nur Sachschaden, sondern auch Verletzungen gibt, sind zumindest nicht auszuschließen.

Bauarbeiten laufen bereits

Nun aber wird hier nachgebessert und eine weit weniger steile Rampe nachgerüstet. Die Bauarbeiten laufen bereits. Da die neue Rampe quer zur bestehenden verläuft und damit das breite LAO-Grundstück ausreizt, wird sie weitaus weniger steil ausfallen. Warum nicht gleich, muss man sich fragen.

LAO Rampe
Bild 2: Schildbürgerstreich mit ausnahmsweise berechtigtem Schildern: Nicht ohne Grund wird hier gewarnt (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 3: Die Abhilfe naht. Die Rampe ist bereits im Bau. Da sie quer zur bestehenden Rampe angelegt wird, kann sie weit flacher verlaufen (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 4 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 5 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 6 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 7 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (14.10.2017)

Es geht rasch voran. Die Geh- und Fahrbahnen der Rampe lassen sich bereits erahnen.

LAO Rampe
Bild 7 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 8 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 9 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 10 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 31.10.2017

LAO Rampe
Bild 11 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 12 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 13 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 14 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 15 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update 14.12.2017

Die neue, flachere Rampe am LAO ist nun asphaltiert und steht kurz vor der Fertigstellung. Derzeit muss man noch die alte Rampe bemühen, doch schon in den nächsten Tagen soll die neue Rampe freigegeben werden. Ein schönes Weihnachtsgeschenk nicht nur für alle Neuperlacher!

LAO Rampe
Bild 16 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 17 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 18 (14.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 27.12.2017

Leider hat es nicht geklappt mit dem Weihnachtsgeschenk. Die Rampe ist noch nicht freigegeben. Es fehlt vor allem noch das Geländer. Derzeit muss noch die alte Rampe benutzt werden.

Bahnhof Perlach wird barrierefrei – Stand der Bauarbeiten

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Der Bahnhof Perlach wird derzeit barrierefrei ausgebaut. Es werden Fahrstühle eingebaut und die Bahnsteige angehoben. Die Arbeiten starteten Ende April 2017. Der Betrieb geht weiter, allerdings ist derzeit nur ein Gleis befahrbar. Die Fotos zeigen den aktuellen Stand.

Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 1 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 2 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 3 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 4 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 5 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 6 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 7 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 8 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck
Barrierefreier Ausbau Bahnhof Perlach
Bild 9 (30.07.2017) © Thomas Irlbeck

Nach nur drei Jahren – Rollstuhllift soll wieder weg

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Einbau des Rollstuhllifts 2010 (Archivbild). Nach nur knapp über drei Jahren soll der Rollstuhllift demontiert und entsorgt werden. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Vor etwas mehr als drei Jahren wurde in meinem Haus ein Rollstuhllift eingebaut (Neuperlach.org berichtete). Damit wird die Treppe zum Hochparterre überwunden und der Zugang zu den Wohnungen barrierefrei. Bezahlt wurden Anschaffung, Einbau und Wartung von Herrn N., einem Eigentümer, der große körperliche Einschränkungen beim Laufen hatte. Nur die Stromkosten wurden von der Eigentümergemeinschaft übernommen. Das Nutzungsrecht für den Lift erhielt ausschließlich Herr N.

Im Januar dieses Jahres verstarb Herr N. tragischerweise. Die Erbin hat nun angeboten, den Rollstuhllift der Eigentümergemeinschaft kostenfrei zu überlassen. Nur Wartungs- und Instandhaltungskosten seien von der Eigentümergemeinschaft zu tragen.

Für mich war klar, dass man den Lift übernehmen sollte. Zum Entsorgen ist er zu schade und es ist gut, wenn er da ist – für alle Fälle. Bei der gestrigen Eigentümerversammlung war der Rollstuhllift ein Tagesordnungspunkt. Die Verwalterin mahnt mit Recht, dass jeder von uns einmal auf den Rollstuhl angewiesen sein könnte.

Dennoch entwickelt sich eine sehr negative Stimmung im Saal gegen den Rollstuhllift. Ein Eigentümer weist darauf hin, dass der Rollstuhllift so gut wie nie verwendet worden und daher sinnlos sei. Dem wird entgegnet, dass Herr N. ihn sehr wohl benutzt habe – zumindest in den letzten Monaten, in denen er im Rollstuhl gesessen sei und nicht mehr auf Krücken gehen konnte. Der Eigentümer kontert, der Lift wäre an der falschen Hausseite eingebaut worden – nämlich am Hintereingang und nicht am Vordereingang.

Der Einbau des Rollstuhllifts schreitet voran (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck

Ich erwidere, dass es nicht anderes möglich gewesen sei, da nach der Türe des Haupteingangs (Südseite) im Flur noch einmal ein paar Stufen kämen. Die Fahrstühle wären so nicht barrierefrei zu erreichen gewesen. Der Hintereingang (Nordseite) ist dagegen höher und man steht nach dem Öffnen der Türe schon niveaugleich vor den Fahrstühlen.

Außerdem ist ja die Tiefgarage auf der Nordseite der Wohnanlage, die Südseite wäre noch weniger unpraktisch. Der Eigentümer beschreibt, wie umständlich der Rollstuhllift für Herrn N. gewesen sei. Aus der Tiefgarage habe Herr N. die normale Autorampe nach oben fahren müssen, da es sonst nur Treppen nach oben gebe. Dort sei er aber dann am anderen Ende der Wohnanlage rausgekommen und habe über die Lieferzufahrt quasi wieder zurückfahren müssen.

Ein anderer Eigentümer ruft „Wir übernehmen den Rollstuhllift nicht“ und muss sich belehren lassen, dass darüber alle Eigentümer abzustimmen hätten. Von verschiedenen Eigentümern wird auf die nicht geringen Wartungskosten hingewiesen. Außerdem könnte es ja mal gesetzliche Änderungen geben und dann müssten Sicherheitseinrichtungen für viel Geld nachgerüstet werden. Aufhänger dafür waren die Fahrstühle der Wohnanlage, die erst vor kurzem ausgetauscht wurden und jetzt mit einem Kabinenabrutschschutz versehen werden müssen.

Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck

Für mich ist das nicht überzeugend. Hin und wieder sehe ich einen Mann (Bewohner oder Besucher?), der im Rollstuhl sitzt und, da er keinen Schlüssel für den Lift besitzt, in einer strapaziösen und langwierigen Prozedur von seiner Begleiterin die Treppe „hinaufgestützt“ wird. Im Saal ist aber niemand, der nicht mehr Treppensteigen kann. Viele Eigentümer sind allerdings bereits jenseits der 70, da kann man nicht erwarten, dass es mit dem Laufen für alle Ewigkeit so gut funktionieren wird.

Dann kommt es, wie ich es vor Beginn der Versammlung nicht erwartet hatte. Mit gewaltiger Mehrheit wird der Antrag auf die kostenfreie Übernahme abgelehnt. Ich stimme mit „Ja“, aber ich bin fast der Einzige, der sich für die Übernahme ausspricht.

Nun wird der Rollstuhllift also demontiert und entsorgt. Es sei denn, es meldet sich noch jemand, der bereit ist, den Rollstuhllift in Eigenregie und auf eigene Betriebskosten zu übernehmen.

Einen heben

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Die Monteure wirken routiniert. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Monteure (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

In meinem Haus wurde heute ein Rollstuhllift eingebaut, der dem Haus zur Barrierefreiheit verhilft und die ersten 7 Stufen=rund 1,50 Meter vom Erdgeschoss zum Hochparterre überbrückt. Die Hausverwaltung sprach abwertend, mindestens aber unüberlegt von einem Behindertenlift (Neuperlach.org berichtete, ist aber auch nicht besser, wie die Überschrift beweist). Die Anzahl der Fahrstühle erhöht sich auf damit im Haus auf vier. Neben diesem neuen Lift gibt es noch zwei normale Personenfahrstühle sowie einen Lastenaufzug.

Passt alles? (29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Die Plattform wird mal testweise aufgeklappt (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

„Behindertenlift“

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So ein Aufzug (oder ein ähnlicher) wird wohl bald an meinem Haus errichtet. Auf dem Bild ist ein Wohnhaus in der Nähe zu sehen (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Heute erhielt ich ein Schreiben von meinem Verwalter. Unter anderem wurde ich darüber informiert, dass in meinem Haus am rückwärtigen Eingang ein „Behindertenlift“ eingebaut werden solle. Dieser soll die ersten ca. 1,50 Meter zwischen Erdgeschoss und Hochparterre überbrücken und damit eine Barrierefreiheit herstellen. Der Begriff „Behindertenlift“ wird in den nachfolgenden Ausführungen des Verwalterschreibens durchgehend weiterverwendet.

Vor einiger Zeit empfahl mir ein Internetbekannter, dass man nicht mehr „Behinderter“ sagen sollte. Es hieße jetzt „Mensch mit Mobilitätseinschränkungen“. Recht hat er. Denn damit steht der Mensch wieder im Vordergrund und wird nicht auf seine Einschränkung reduziert. Der Bekannte kritisierte seinerseits noch mal die Terminologie, als eine Zeitung den Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl sprachlich in einen „Behindertenstuhl“ (Seite nicht mehr verfügbar) setzte. Warum spricht mein Verwalter nicht einfach von einem „Rollstuhlaufzug“?

Was das Hochparterre mit dem Lügenbaron Münchhausen verbindet

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Barrierefreiheit mal anders. Gesehen an einem Wohnhaus am Karl-Marx-Ring (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Auf das Hochparterre wird heute in vielen neu gebauten Wohnhäusern verzichtet. Nicht wegen der Barrierefreiheit, sondern wohl eher deshalb, um bei der erlaubten Bebauungshöhe eine zusätzliche Etage unterbringen zu können. Es geht also nur ums liebe Geld.

Dabei waren früher Wohnhäuser ohne Hochparterre typische Arme-Leute-Häuser, die besseren Häuser hatten Hochparterre. Schließlich schützt das Hochparterre vor neugierigen Blicken vom Bürgersteig in die Zimmer.

Neuperlach ist ja, wie hier immer wieder gepredigt wurde, architektonisch gar nicht so schlecht. Folglich ist das Hochparterre hier – im „anderen“ München – weit verbreitet. Doch wie kommen Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in ihre Wohnungen, wenn es erst ein paar Stufen zu erklimmen gilt?

Ganz einfach: Ein zusätzliche Fahrstuhl muss eingebaut werden, der die ersten 1,50 Meter überwindet. Mit dem Stemmeisen wird ein Teil vom Eingang weggeschlagen (frei nach Torfrock: Ratatazong, ratatazong – weg ist der Beton), dann kommt der freundliche Monteur und errichtet die Vertikalbeförderungseinrichtung.

Münchhausen
„Münchhausen“, Bronzeskulptur, 1971 von Marlene Neubauer-Woerner geschaffen, gesehen an der Außenfassade der Grundschule an der Max-Kolmsperger-Straße (21.05.2009) © Thomas Irlbeck

Es geht übrigens auch anders: Man kann Häuser bauen, die Hochparterre haben, und dennoch den normalen Fahrstuhl so konstruieren, dass er sowohl im normalen Parterre als auch im Hochparterre hält. Dazu braucht man natürlich einen (zusätzlichen) Eingang auf Straßenhöhe. Auch braucht die Fahrstuhlkabine konstruktionsbedingt zwei Türen.

Ein ebenso ungewöhnliches Beförderungsmittel hat der berühmte Lügenbaron Münchhausen gewählt. Er lässt sich auf einer Kanonenkugel aus einer belagerten Festung herausschießen. Das Haus mit dem Rollstuhlaufzug und die Münchhausen-Skulptur sind übrigens nur wenige Meter voneinander entfernt. Sie verbindet damit mehr als nur die Entscheidung für ein spezielles Beförderungsmittel.

Mehr Fotos in höherer Auflösung gibt’s hier: http://www.flickr.com/photos/wolkenkratzer

Mehr Kunst gibt es in der Kunst-Rubrik von Neuperlach.org.