Sanierung der „Kaserne“ – Schwimmbäder in Neuperlach

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Sanierung am Friedrich-Engels-Bogen (die Wohnanlage ist auch als „Kaserne“ bekannt). Dach, Fassade – nichts ist für die Ewigkeit und muss irgendwann generalüberholt werden.

Auf dem Dach war ursprünglich ein Freiluft-Swimmingpool. Dieser hat jedoch nicht überlebt und wurde bereits vor Menschengedenken zugeschüttet. Ebenso längst nicht mehr existent ist das Hallenbad im Marx-Zentrum, das im Unterschied zu diesem Bad öffentlich war. Heute befindet sich in den Räumen des Marx-Zentrum-Schwimmbads das Minikaufhaus Woolworth.

Sanierung Friedrich-Engels-Bogen
Bild 1: Wohnanlage am Friedrich-Engels-Bogen. Ganz rechts ist noch ein Stück vom Marx-Zentrum zu sehen (22.05.2017)
Sanierung Friedrich-Engels-Bogen
Bild 2 (22.05.2017)

Das Hallenbad in der Wohnanlage mit den Glashäusern des Architekten Ernst Barth (nicht im Bild) ist dagegen zum Glück bis heute erhalten geblieben. Es steht nur für Bewohner dieser Wohnanlage zur Verfügung. Dass das Bad noch vorhanden ist, ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Unterhalt von Schwimmbädern ist extrem teuer. Die Versuchung ist daher groß, dass ein Bad stillgelegt wird, sollte eine umfassende Sanierung notwendig werden.

Putzbrunn und Neuperlach: Von (Kreis)-Bögen, Ringen, Angern, Straßen und Wegen

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Putzbrunn, Philipp-Kreis-Bogen
Wir sind hier in Putzbrunn (10.04.2017) © Thomas Irlbeck
Goslar, Carl-Spitzweg-Weg
Goslar, Carl-Spitzweg-Weg. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

In vielen Orten ist man von der alten Systematik weggekommen, kleinere Straßen als „Weg“ und größere als „Straße“ zu bezeichnen, Straßen mit Bäumen am Rand vielleicht noch als „Allee“. Stattdessen wird die optische Verlaufsform der Straße in den Namen integriert und zwischen „Ring“, „Bogen“ und „Anger“ (Sackgasse) unterschieden. Das haben wir in Neuperlach, siehe Karl-Marx-Ring, Friedrich-Engels-Bogen und Peschelanger.

Das erspart den Carl-Spitzweg-Weg (den es tatsächlich in Goslar gibt) oder gar den Spitzwegweg (der wohl Phantasie bleibt).

Aber es schafft neue Skurrilitäten.

Wer „Kreis“ mit Nachnamen heißt und nach seinem Ableben wegen seiner Verdienste ausgerechnet mit einer bogenförmige Straße geehrt wird, wird zum „Kreis-Bogen“. So geschehen in Putzbrunn.

Philipp Kreis (* 1909; † 1994) und Truma

Erste Wohnwagen-Heizung Truma-matic von der Firma Truma aus dem Jahre 1961
Erste Wohnwagenheizung Truma-matic von der Firma Truma (1961). Foto: Truma Gerätetechnik / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Hierbei handelt es sich um den Gründer von Truma, einem Hersteller von Produkten für Wohnwagen und Reisemobile. Zu den Produkten gehören unter anderem Heiz- und Klimasysteme, Warmwasserboiler, Rangiersysteme sowie Systeme zur Strom- und Gasversorgung.

Der Truma-Firmensitz ist praktischerweise auch in Putzbrunn, wenngleich nicht am Philipp-Kreis-Bogen, sondern ein Stück entfernt an der Wernher-von-Braun-Straße. Hier ist sie wieder, die gute alte „Straße“.

Der Markenname Truma leitet sich vom ehemaligen US-Präsidenten Harry S. Truman ab. Kreis verehrte ihn, da Truman den Wiederaufbau Deutschlands zum Industriestaat ermöglichte.

Putzbrunn, Philipp-Kreis-Bogen
Das Schild in der Totalen: Glonner Straße, Ecke Philipp-Kreis-Bogen (10.04.2017) © Thomas Irlbeck

Neuperlach wird 50 und bekommt von der Stadt München ein schönes Geschenk!

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Karl Marx und Friedrich Engels. München hat passend zum 50. Geburtstag unseres Stadtteils dieses Kunstwerk erworben und wird es übermorgen, Samstag, am Karl-Marx-Ring, Ecke Friedrich-Engels-Bogen, aufstellen. Um 11 Uhr wird das Denkmal offiziell eingeweiht.

Karl Marx und Friedrich Engels
Karl Marx und Friedrich Engels. Lizenz: Public Domain

Das war natürlich ein Aprilscherz. Marx und Engels sind out, Politiker fordern sogar, die Straßennamen abzuschaffen. Da wird man kaum ein Marx/Engels-Denkmal aufstellen.

Außerdem war „Samstag“ angegeben, da hatte jeder eine faire Chance, das am Datum zu erkennen. Aber nicht alle haben es gemerkt.

Ein Blick aus dem Neuperlacher Fenster – Nichts ist so, wie es täuscht

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Blick ins Gebirge. Selbst einzelne Bäume sind erkennbar. Es handelt sich hier keinesfalls um einen Scherz, sondern tatsächlich um eine Aufnahme von meinem Neuperlacher Fenster aus. In der unteren Hälfte der beiden Fotos sind Häuser am Karl-Marx-Ring und Friedrich-Engels-Bogen zu sehen. Das untere Bild zeigt dabei die umgangssprachlich als Glashäuser bezeichneten Gebäude des berühmten Architekten Ernst Barth.

Alpenblick
Alpenblick (13.12.2016) © Thomas Irlbeck
Alpenblick
Alpenblick (13.12.2016) © Thomas Irlbeck

Fotoschatzfund: In der Blütezeit des Marx-Zentrum

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Wer erinnert sich noch? Die Mittelinsel des Marx-Zentrum hatte mal eine öffentliche Dachterrasse mit Wegen, Bänken und Spielplätzen. Aufnahmen aus der Zeit sind selten, denn bereits, als die erste größere Sanierung anstand, wurde die Dachterrasse geschlossen. Die Pflanzen durften noch bleiben, später wurde eine Mondlandschaft auf dem Areal. Die Aufnahme dürfte Mitte bis Ende der 1970er-Jahre entstanden sein. Links im Bild: Die AOK am Friedrich-Engels-Bogen im alten Anstrich.

Marx-Zentrum: Intakte Dachterrasse auf Mittelinsel
Marx-Zentrum: mit intakter Dachterrasse auf Mittelinsel © Thomas Irlbeck

Neuperlach zittert wieder (Update 12.12.2015: Video vom Einsatz in Neuperlach)

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Blaue Fähnchen, AOK, Friedrich-Engels-Bogen
Blaue Fähnchen an der  AOK am Friedrich-Engels-Bogen. Da war kein Spaßvogel am Werk, sondern es geht um eine ernste Sache (05.11.2015) © Thomas Irlbeck
Blaue Fähnchen, PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen
Fähnchen, Holzscheit und Bodenmarkierung am PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen (09.11.2015) © Thomas Irlbeck

Derzeit reiben sich manche Neuperlacher und auch Truderinger verwundert die Augen, da an vielen Stellen blaue Fähnchen hängen – entweder an Holzscheiten oder in Bäumen bzw. Sträuchern – und blaue Bodenmarkierungen aufgemalt sind. An einigen Stellen sind auch orange Stromkabel verlegt. Was ist da los? So etwas gab es 2012 schon einmal, auch wenn damals Fähnchen und Bodenmarkierungen weiß waren: Das große Zittern

Erneut führen die Stadtwerke Seismikmessungen durch, um nach geothermischen Quellen zu suchen. Man hält an dem Plan fest, dass München bis 2040 die erste deutsche Großstadt werden soll, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird.

Orange Stromkabel Nauestraße/Hippelstraße
Orange Stromkabel in der Grenzkolonie Trudering in der Nauestraße/Ecke Hippelstraße (08.11.2015) © Thomas Irlbeck

Konkret sollen weitere Geothermieanlagen errichtet werden. Es soll also die Wärme von Mutter Erde im Untergrund genutzt werden. Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, wo entsprechende heiße Quellen sind, die man anzapfen kann.

Die Messungen sind für den Zeitraum November 2015 bis März 2016 vorgesehen. Die Routen sind noch nicht offiziell bestätigt, aber man kann zumindest dort, wo Fähnchen, Bodenmarkierungen und Stromkabel zu finden sind, mit höchster Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dort auch Messungen durch Vibro-Fahrzeuge stattfinden. Der Artikel wird bei Vorliegen weiterer Informationen entsprechend erweitert.

Vibro-Fahrzeug
Vibro-Fahrzeug (Symbolbild). Foto: Horemu, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Vibro-Fahrzeuge
Vibro-Fahrzeuge am Karl-Marx-Ring/Ecke Friedrich-Engels-Bogen (09.12.2015) © Thomas Irlbeck

Update 12.12.2015

Video vom Einsatz der Vibro-Fahrzeuge am 09.12.2015 am Peschelanger. Vielen Dank für die Einsendung!

(Link: YouTube)

Neuperlach Nord 1974

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Kurt-Eisner-Straße_1974
Spielplatz an der Kurt-Eisner-Straße (1974). Aus der Fotosammlung von G. S.

Wir befinden uns in Neuperlach Nord an einer Wohnanlage an der Kurt-Eisner-Straße. Neben dem Klettergerüst war ein Wasserspielplatz. Wer erinnert sich? Wer genau hinsieht, erkennt im Hintergrund rechts die „Kasernen“-Wohnanlage am Friedrich-Engels-Bogen. Der Blick geht Richtung Ost. Aus der Fotosammlung von G. S., vielen Dank für die tolle Einsendung!

Neuperlen schlechter Witze

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Es gibt Witze, die sind so schlecht, dass sie schon fast wieder gut sind. Aber nur fast. Da der Karl-Marx-Ring „die“ Straße in Neuperlach ist und ich auch noch Karl-Marx-Ring/Ecke Friedrich-Engels-Bogen (!) wohne, gibt es zumindest einen sozialistischen Mitfühlbonus.

Karl Marx
Foto: unbekannt / Lizenz: gemeinfrei
Friedrich Engels
Foto: George Lester / Lizenz: gemeinfrei

Ortsfest wie ein Schneemann

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Ein Schneemann in meiner Wohnanlage. Die Nase ist ihm leider schon abgefroren. Dazu noch ein paar Winterimpressionen von der Nachbarwohnanlage (ab Bild 3).

Schneemann
Bild 1 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck
Schneemann
Bild 2 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck
Schnee
Bild 3 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck
Schnee
Bild 4 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck
Schnee
Bild 5 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck
Schnee
Bild 6 (26.12.2014) © Thomas Irlbeck

3 Punkte für das Segel

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Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 1 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck
Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 2 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck

Am PHÖNIX-Seniorenzentrum vor meinem Haus wurde gestern eine kleine Einrichtung installiert. Dabei wurden auf der Terrasse einige Metallstangen angebracht. Diese wirken ziemlich windschief, zumal ja Neuperlach sonst als Hort gerader Linien und strenger rechter Winkel bekannt ist.

Bei der Konstruktion handelt sich um ein Sonnensegel, das aus zwei dreieckigen Segeln besteht, die sich beim Abrollen über die Terrasse spannen und an den Stangen arretiert werden. Wenn ich nicht die Arbeiter mit ihrem Lieferwagen gesehen hätte, weiß ich nicht, ob ich so ohne Weiteres sofort hätte einschätzen können, was diese Installation darstellen soll.

Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 3 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck
Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 4 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck
Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 5 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck
Sonnensegel Pflegeheim Neuperlach
Bild 6 (05.11.2014) © Thomas Irlbeck

Wald-Neuperlach

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Das grüne Neuperlach
Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck
Das grüne Neuperlach
Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck
Das grüne Neuperlach
Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck
Das grüne Neuperlach
Wald-Neuperlach (23.06.2014) © Thomas Irlbeck

Von diesem Standpunkt aus (Barth-Hochhaus zwischen Friedrich-Engels-Bogen und Kurt-Eisner-Straße) sieht man von meinem Haus kaum mehr als ein einzelnes Fenster. Es ist nicht mein Fenster, sondern das Fenster ein Stockwerk weiter oben. Dieser Teil des Hauses scheint zu schweben, irgendwo ganz oben in den schönen Baumwipfeln. Obwohl hier so viele Leute leben, sind nur mit Mühe überhaupt Häuser zu erkennen. Neuperlach liegt anscheinend im Wald. Ich nenne meinen Stadtteil jetzt Wald-Neuperlach.

Alle Fotos entstanden vom gleichen Ort aus.

Münchner Geschichten in Neuperlach (Update, 15.03.2012)

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Zwei tolle Szenen mit seltenen Bildern aus dem alten Neuperlach (1974). Das Video stammt aus der legendären Serie „Münchner Geschichten“ (Regie: Helmut Dietl und Herbert Vesely), Episode 5 („Ein Ziel im Leben“):

Ab 4:47: Therese Giehse fährt mit dem Autobus (eigentlich Linie 97, im Video aber Linie S) vom Friedrich-Engels-Bogen auf dem Karl-Marx-Ring Richtung Südost und steigt an der Haltestelle Oskar-Maria-Graf-Ring aus. Die Bauarbeiten laufen dort noch.

Ab 8:16: Therese Giehse vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat und vor der Sonnenuhr (jeweils Plett-Zentrum)

(Video nicht mehr verfügbar.)

Update: Weitere Szene in Neuperlach

Ab 9:01: Wir befinden uns weiterhin in der Episode 5. Therese Giehse und Günther Maria Halmer besichtigen ein Apartment in Neuperlach, das sehr wahrscheinlich in einem Wohnblock am Annette-Kolb-Anger liegt. Der Blick von der Loggia geht Richtung Bert-Brecht-Allee (links), Fritz-Erler-Straße (Hintergrund) und auf den Rohbau der LVA (rechts).

(Video nicht mehr verfügbar.)

Deus ex machina

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Irgendetwas stört auf einmal meinen Fensterblick. Da scheint was höher zu sein als die schönen Hochhäuser. Auch die Berge werden scheinbar überragt.

Himmel, Wolken, Kran
Himmel, Häuser, Wolken, Kran, Farben. Alles auf einem Bild (25.10.2011) © Thomas Irlbeck

Schnell mal genau hingeschaut: Da schwebt kein griechischer Gott mittels einer Theatermaschine in der Gegend herum, aber in Zeiten eines trudelnden Griechenlands sind ja Anspielungen unvermeidbar. Italien ist aber nun auch in der Krise. Und andere Länder. Aber genug davon. In der profanen Wirklichkeit wird Technik aufs Flachdach gehievt. Das Teil war wohl zu groß oder zu schwer für den Fahrstuhl.

Kran
Was schwebt denn da? (25.10.2011) © Thomas Irlbeck

Der Begriff Kran stammt übrigens von Kranich. Der lange Kranichhals ähnelt nun mal der Konstruktion eines Krans.

Kran
Fast wie Fliegen (25.10.2011) © Thomas Irlbeck

Fotoschatzfund Neuperlach (2): Heute: Mitte der 1980er-Jahre

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Luftbild Neuperlach Nord ca. 1984
Luftbild Neuperlach Nord, ca. 1984. Aufgenommen beim Ladeanflug. Rechts ist deutlich die Heinrich-Wieland-Straße zu erkennen (führt von rechts unten ins Bild). Aus der Fotosammlung von J. W.
Ostpark ca. 1984
Blick vom Ostpark auf das Schulzentrum Nord, das Spielhaus („Maulwurfshausen“) und Neuperlach Nord, ca. 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

J. W. hat uns weitere hochinteressante historische Fotos aus Neuperlach zur Verfügung gestellt. Vielen, vielen Dank für den Einsatz! Auch das letzte Bild hat etwas mit Neuperlach zu tun, auch wenn der Betrachter dem Betrachter keine Hochhäuser präsentiert werden. Am 12. Juli 1984 ereignete sich eines der schlimmsten Hagelunwetter seit Jahrzehnten in Deutschland. Es traf dabei vor allem den Münchner Osten und damit auch Neuperlach. Rund 400 Verletzte waren zu beklagen, zum Glück keine Toten. Häuser und Automobile wurden zum Teil schwer beschädigt. Den VW Käfer aus dem Foto hat es erwischt, er hat deutliche Beulen abbekommen.

Friedrich-Engels-Bogen ca. 1985-1989
Friedrich-Engels-Bogen mit Blick aufs Marx-Zentrum und das AOK-Gebäude, ca. 1985-1989. Aus der Fotosammlung von J. W.
VW Käfer nach Hagelschaden 1984
VW Käfer nach Hagelschaden 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.