Marx-Zentrum im Wandel – Rewe-Schließung und Fassadenschäden

Werbung

Marx-Zentrum
Bild 1: Wohnhaus im Marx-Zentrum mit Atelierwohnung (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Das Haus mit der Atelierwohnung oben ist immer noch etwas Besonderes, ein Blickfang. Nicht so schön sieht die Fassade an einigen Stellen des Marx-Zentrum aus. Viele der asbesthaltigen Eternit-Platten sind stark in Mitleidenschaft gezogen, und manche von ihnen werden nur noch von dem provisorisch angebrachten Netz gehalten, aber nicht mehr an der Stelle, an der sie eigentlich hingehören.

Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 2: Marx-Zentrum – Vor der Tiefgarage. Wer genauer hinsieht, erkennt neben der Lampe in der Bildmitte den Schaden. Rechts oben befindet sich eine weitere Schadstelle (01.12.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, defekte Asbestplatten
Bild 3: Näher dran. Das sieht nicht gut aus! (01.12.2017) © Thomas Irlbeck

Auch sonst hat sich einiges verändert. Der Rewe-Markt hat ab heute für immer geschlossen (Neuperlach.org berichtete). Doch das hat sich noch nicht bei allen Kunden rumgesprochen, und ein Plakat am Eingang übersieht man schon mal. Entsprechend wollten heute immer wieder Kunden in den Laden rein.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 4: Rewe – letzter Verkaufstag. Es ist kurz vor 20 Uhr (30.11.2017) © Thomas Irlbeck

Rewe im Marx-Zentrum schließt Ende November – Nachfolger: Edeka ab April/Mai 2018 (Update 7.12.2017)

Werbung

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 1: Rewe im Marx-Zentrum. Bald ist er leider Geschichte (09.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 2: Ansicht in der Totalen (09.11.2017) © Thomas Irlbeck

Für die Bewohner im und am Marx-Zentrum ist er eine Institution: der Rewe am Peschelanger 8–12. Doch zum 30. November dieses Jahres schließt der Supermarkt für immer, wie mir heute das Personal mitteilte. Auch das Rewe-Kundenmanagement hat mir dies bestätigt. Als Nachfolger kommt ein Edeka-Markt. Da alles komplett umgebaut werden soll, wird dieser erst voraussichtlich erst im April oder Mai 2018 eröffnen.

Streng genommen bin ich dem Laden schon seit 1974 (!) Kunde – seit der Laden besteht, vom ersten Tag an. Ich wohnte auch im selben Haus (Peschelanger 12). Die ersten Wochen war es noch eine Baracke, die auf dem Sportplatz gegenüber dem Marx-Zentrum stand. Schnell wurde aber die Filiale am Peschelanger bezogen – mit ihrem typischen Vordach, das den großen Innenbereich abdeckt. Darüber befinden sich bis zu 12 Geschosse Wohnungen*. Damals war es noch ein Deutscher Supermarkt, später ein HL, schließlich ein Minimal und dann eben ein Rewe.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 3 (09.11.2017) © Thomas Irlbeck

Als Ausweichmöglichkeit bleibt der Penny im Nachbarhaus. Wer in einen Rewe will, kann die Rewe-Filiale im Life an der Albert-Schweitzer-Straße nutzen. Fußweg: etwa 10 bis 15 Minuten.

Ich danke allen Rewe-Mitarbeitern für die ausgezeichnete Arbeit und wünsche ihnen alles Gute auf Ihrem weiteren Weg. Alle Mitarbeiter werden von Rewe übernommen, aber auf verschiedene Standorte verteilt.

(* Eigentlich 13 Geschosse, aber ein Geschoss, es ist der 1. Stock, ist als Ersatz für Kellerabteile reserviert. Denn im eigentlichen Keller ist kein Platz wegen der großen Tiefgarage. Genialerweise baute man die Abteile eben in das 1. Stockwerk und nicht aufs Dach. Der Vorteil liegt wohl darin, dass keine Wohnungen direkt den Geräuschemissionen des Supermarkts ausgesetzt sind. Es ist ein Pufferstockwerk dazwischen.)

Update (20.11.2017)

Wer die Meldung von Anfang November nicht geglaubt hat oder noch Hoffnung hatte, dass die Schließung noch abgewendet werden kann, die offizielle Ankündigung schafft nun traurige Gewissheit!

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 4: Das war’s! (20.11.2017) © Thomas Irlbeck

Noch etwas Skurriles

Was hier zu sehen ist, ist nicht etwa eine Computergrafik vom kommenden Edeka am Peschelanger. Vielmehr habe ich diesen Edeka 2009 in Ebersberg gesehen und spontan abgelichtet. Hier heißt einfach der Betreiber „Peschel“.

Edeka Peschel
Bild 5: Edeka „Peschel“ in Ebersberg (24.08.2009) © Thomas Irlbeck

Update: Die letzten Minuten vor der Schließung (30.11.2017)

Was für ein sentimentaler Moment! Es ist kurz vor 20 Uhr, ich bin einer der letzten Kunden in der Geschichte des Ladens überhaupt. Die meisten Regale sind leer wie früher in der DDR. Die freundliche Kassiererin berichtet über ihre Versetzung. Vielen Dank und alles Gute in der neuen Filiale!

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 6: Letzter Verkaufstag. Es ist kurz vor 20 Uhr (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 7: Die letzten Minuten des Ladens … (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 8: … in seiner Geschichte laufen (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 9: Immer gut gelaunt und freundlich: Mrs Payback-Karte. Sie bedient gerade einen der letzten Kunden in der Geschichte des Ladens (30.11.2017) © Thomas Irlbeck
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 10: Ihre Frage nach der Payback-Karte werden wir vermissen (30.11.2017) © Thomas Irlbeck

Ankündigung eines neuen Edeka am Sudermann-Zentrum (2012)

Sudermann-Zentrum Revitalisierung EDEKA
Bild 11: Damals, am Sudermann-Zentrum  (14.08.2012) © Thomas Irlbeck

Mehr zum Edeka am Sudermann-Zentrum

Update (07.12.2017)

Langsam wird der Laden leer geräumt. Dennoch wollen noch Kunden rein. Vielen Dank für die Einsendung.

Marx-Zentrum, Rewe
Bild 12 (07.12.2017). Foto: Tobias D.
Marx-Zentrum, Rewe
Bild 13 (07.12.2017) Foto: Tobias D.

Bestechende Idee: Ein neuer Laden im Marx-Zentrum (Update 07.05.2017)

Werbung

Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 1: Die Sonne kann unbarmherzig stechen. Aber das hat mit diesem neuen Laden im Marx-Zentrum nichts zu tun (23.04.2017) © Thomas Irlbeck
Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 2: Im Hintergrund das Haus mit der 1,12-Millionen-Euro-Wohnung (23.04.2017) © Thomas Irlbeck

1974 bin ich ins Marx-Zentrum gezogen, inzwischen wohne ich am Marx-Zentrum. Ich habe ja schon viel gesehen im Marx-Zentrum, aber solch einen Laden hatten wir hier noch nicht. Die Außenreklame von „Andy’s Tattoostudio“ auf der Mittelinsel sticht sofort ins Auge. Am 02. Mai eröffnet der Laden als Nachfolger des M-net-Shops, der aufgab.

Das Problem von Tätowierungen ist ja, dass irgendwann alle Quadratzentimeter der Haut mit Tätowierungen versehen sind. Theoretisch würden dadurch irgendwann die Kunden ausgehen. Nur dadurch, dass Menschen durch Geburten hinzukommen, entstehen neue Flächen für Kunstwerke. Natürlich erst dann, wenn die Leute ein geeignetes Alter erreichen, um sich tätowieren zu lassen.

Manche bereuen ja ihre Tätowierungen. Passenderweise befindet sich gleich gegenüber im Ärztehaus ein Hautarzt, der Entfernungen von Tätowierungen anbietet. Das ist kein Scherz. Auch mit neuesten Lasertechniken ist eine Entfernung weiterhin problematisch. Das Weglasern ist nicht billig, es sind meist mehrere Sitzungen notwendig, und nicht immer ist das Ergebnis hundertprozentig. Daher: Vorher überlegen, ob man ein bestimmtes Motiv „für immer“ auf der Haut haben will.

Auf alle Fälle wir wünschen dem Betreiber ein bestechendes Geschäft!

Update 07.05.2017

Leider hat der Laden, kaum war er eröffnet, schon wieder wegen Krankheit geschlossen. Wir wünschen gute Besserung!

Andy's Tattoostudio, Marx-Zentrum
Bild 3 (07.05.2017)

Der Laden hat inzwischen wieder geöffnet.

BA übt Kritik an pep-Erweiterung – Werden die Pläne begraben?

Werbung

pep
Einkaufszentrum pep. Wird die geplante Erweiterung abgelehnt? Foto: Bpp / Lizenz siehe: Wikipedia

Die geplante Erweiterung des pep (Neuperlach.org berichtete) führt beim Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach zu Kritik. Das berichtet die Wochenzeitung Hallo Ramersdorf/Perlach/Berg am Laim in ihrer Ausgabe vom 19.02.2014 auf Seite 1.

Guido Buchholtz von den Grünen befürchtet negative Auswirkungen auf das zukünftige Gewerbe auf dem Hanns-Seidel-Platz und verweist auf sterbende Ladenzentren in Neuperlach. Die Läden auf dem Hanns-Seidel-Platz könnten dann ebenfalls leerstehen. Buchholtz will, dass der Neubau erst einmal auf Eis gelegt und dann eventuell später realisiert wird, etwa in fünf Jahren.

Andere BA-Mitglieder rechnen mit einem Parkchaos, zumindest in der Bauphase. Es soll zwar für die Bauphase ein provisorisches Parkhaus auf dem Hanns-Seidel-Platz errichtet werden. Dennoch werden weniger Parkplätze als momentan zur Verfügung stehen. Auch sorgt man sich um die Verkehrssicherheit. Kunden könnten vom provisorischen Parkhaus direkt über die Thomas-Dehler-Straße zum pep laufen und nicht den mit Ampeln versehenen Fußgängerüberweg am Busbahnhof benutzen. Auch befürchtet man, dass das provisorische Parkhaus zur Dauereinrichtung werde.

Ferner wird bemängelt, dass das pep als ein in sich als geschlossenes Einkaufszentrum angelegt sei. Außerhalb der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten könne man die Passagen nicht betreten. Derzeit sind nur einige Gastronomiebetriebe auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten nutzbar. Hier wünsche man sich mehr Öffnung, speziell bei der geplanten zusätzlichen Gastronomie.

Kommentar

Mir scheint es zu viele Bedenkenträger zu geben. Warum kann man nicht einmal etwas wagen? Wenn man die Pläne auf Eis legt, was passiert dann mit dem angeblichen so maroden Parkhaus Nord? Sollte man es tatsächlich nicht sanieren können, müsste das pep ein neues Parkhaus in der gleichen Größe wie bisher bauen. Neue Ladenflächen gäbe es dann nicht, das Parkhausproblem würde sich während der Bauphase dennoch stellen. Was wäre damit gewonnen?

Was die Ladenöffnungszeiten angeht. Hier könnten sich alle beteiligten Politiker dafür einsetzen, dass endlich das Ladenschlussgesetz in Bayern liberalisiert wird. Bayern ist das einzige Bundesland ohne eigenes Ladenschlussgesetz. Nur in Bayern und im Saarland müssen die Läden werktags um 20 Uhr schließen. In den anderen Bundesländern darf bis 22 Uhr oder sogar rund um die Uhr geöffnet werden. In Bayern gilt damit eine der strengsten Verordnungen weltweit.

Würde hier – auch in anderen bayerischen Städten – ein wenig Druck gemacht werden, würde der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer sicherlich seine Haltung noch einmal überdenken, er ist ja schließlich als Drehhofer bekannt. Es könnte so einfach sein – ein länger geöffnetes pep, und die Verödung des Zentrums von Neuperlach wäre kaum mehr ein Thema.

Was die Pläne generell angeht: Der Einfluss des BA auf die Stadtratspolitik soll ja nicht allzu hoch sein. Dennoch vermag ich nicht abzuschätzen, ob die Erweiterungspläne in Gefahr sind.

Zweite Chance für Neuperlachs Erstbauten: Die Wiederauferstehung des Sudermann-Zentrum

Werbung

Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Das Sudermann-Zentrum (Eröffnung: Januar 1974) ist eines der wenigen löblichen Beispiele, bei denen man die in die Jahre gekommenen Neuperlacher Ladenzentren aus den 1960er- und 1970er-Jahre nicht einfach abreißt, sondern ihnen eine zweite Chance gibt (Neuperlach.org berichtete). Der Grund für den Erhalt dürfte sehr profan sein. Da sich jede Menge Wohnungen im selben Gebäudekomplex befinden, wäre es schwer vermittelbar, müsste man diese auch dem Erdboden gleichmachen – schon einmal wegen der großen Wohnungsnot in München.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Der neue Edeka (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Schon lange zieht sie sich hin, die Revitalisierung. Es ist immer noch Baustellen-Time, was bei manchen Anwohnern zu Frust führt. Aber die Nahversorgung ist durch den neuen Edeka wieder annähernd sichergestellt.

Die Umgestaltung der Fußgängerzone macht auch Fortschritte. Ein Wermutstropfen ist, dass der begehbare Platz weit kleiner geworden ist. Allerdings wertet das Grün und der kleine Hügel (siehe Abbildung links) das Ladenzentrum durchaus auf. Schön ist auch, dass man die bekannten Wegweiser an den Hauptstraßen wieder auffüllt (siehe die letzte Abbildung). Momentan wird für den neuen Edeka und die Backstube geworben. Das kann und sollte noch mehr werden!

Wegweiser Sudermann-Zentrum
Wegweiser Sudermann-Zentrum am Karl-Marx-Ring, Nähe Klinikum Neuperlach  (31.01.2013) © Thomas Irlbeck
Wegweiser Sudermann-Zentrum
Näher dran: Wegweiser Sudermann-Zentrum am Karl-Marx-Ring (31.01.2013) © Thomas Irlbeck

Zentrum/Quit – Abschied nehmen vom Quidde-Zentrum (Update 06.02.2013)

Werbung

Quidde-Zentrum
Düstere Wolken über dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

In einem Jahr könnte bereits Abriss sein im Quidde-Zentrum (Neuperlach.org berichtete). Der Bau soll einem neuen Gebäudekomplex Platz machen, der neben Läden auch über viele, viele Wohnungen verfügen soll, die in München so dringend gebraucht werden. Ich habe die Gelegenheit genutzt, noch ein paar Fotos zu machen.

Ein paar Läden haben noch geöffnet. Jüngst ist nach mehreren Jahrzehnten die Stadtsparkasse ausgezogen. Einen Lebensmittelmarkt gibt es schon lange nicht mehr. Die Papeterie ist noch da, auch die Apotheke (Update 11.01.2013: Auch Letztere ist nun geschlossen, der Laden leer geräumt). Als Ersatz für die ehemalige Konditorei sind zwei Lokale (Pizza/Café/Bar und Café) eingezogen (siehe Bild links). Die Räume des ehemaligen Mix Markt stehen weiterhin leer, man erkennt sie an den unzähligen Umzugkartons, die dort seit einer Ewigkeit und einen Tag stehen.

Der asiatische Garten mit der kaskadenförmigen Brunnenanlage, der sich am Rande des Quidde-Zentrum findet, macht leider auch keinen guten Eindruck mehr. Das ist aber noch längst nicht alles. Auch an das Heiligste ist man gegangen und hat inzwischen die Kirche St. Jakobus fast vollständig abgerissen (Neuperlach.org berichtete).

Mein Traum wäre eine Revitalisierung des Quidde-Zentrum. Auf dem riesengroßen Parkplatz könnte ein Wohnhaus oder ein kombiniertes Gewerbe-/Wohnhaus entstehen, sodass das Argument, dann gäbe es ja keine neuen Wohnungen, obsolet wäre. Mit einem Verbindungsbauwerk könnte man so auch für die teilweise fehlende Barrierefreiheit sorgen. Reißen wir doch nicht alles ab! Nicht alles, was danach kommt, ist besser.

Ex-Stadtsparkasse
Hier war mal die Stadtsparkasse (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Stadtsparkasse/Ex-Mix Markt
Die Ex-Stadtsparkasse und der Ex-Mix Markt (im Hintergrund) (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Schäden
Einige Schäden, manche Wand ist sogar offen (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum mit Parkplatz
Quidde-Zentrum mit Parkplatz (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Brunnen „Wasserfall“

Brunnen "Wasserfall"
Brunnen „Wasserfall“ vor dem Quidde-Zentrum (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Wenn man sich auf dem Neuperlacher Fußwegsystem vom Plett-Zentrum Richtung Quidde-Zentrum bewegt, findet sich kurz vor dem Quidde-Zentrum – bereits auf der Rampe – links der Eingang zu dem kleinen Wassergarten. Der Brunnen wurde 1971 eröffnet und besteht aus zwei einzelnen Brunnenelementen, die nebeneinander positioniert sind. Die Elemente selbst setzen sich aus kaskadenförmig angeordneten Wasserschalen zusammen. Das Wasser fließt dabei sukzessive von den oberen in die darunterliegenden Schalen. Die ganze Anlage stammt von Gottfried Hansjakob und ist einem asiatischen Garten nachempfunden. Der heutige Zustand ist katastrophal. Die Anlage ist vermoost, zugewachsen, dreckig. Der Beton wirkt angegriffen. Schade, dass man solche Anlagen so verkommen lässt. Quelle (wie passend 😉 ): Kunst in Perlach

Brunnen "Wasserfall"
Im Hintergrund die ehemaligen Räume der Stadtbibliothek, in denen …  (19.12.2012) © Thomas Irlbeck
Brunnen "Wasserfall"
… heute das Deutsch-Islamische Kulturzentrum untergebracht ist (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

St. Jakobus

Der Abriss ging schnell. Am 25. November wurde die erste Wand eingerissen (zweites Foto), heute am 19.12.2012 war fast nichts mehr übrig von dem Bau (letztes Foto)..

St. Jakobus
Im November 2011 stand das Gebäude noch, war aber bereits wegen Einsturzgefahr gesperrt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus geht dahin, jetzt gibt es kein Zurück mehr  (25.11.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
Der Bau verschwindet rasend schnell (07.12.2012) Foto: Benedikt Bast
St. Jakobus
St. Jakobus (19.12.2012) © Thomas Irlbeck

Update (06.02.2013)

St. Jakobus Nachfolger
Der Nachfolger von St. Jakobus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Das Quidde-Zentrum verfällt zusehends. Die Apotheke hat seit Januar geschlossen. Nun sind auch die beiden neuen Lokale schon wieder dicht. Die Papeterie widersetzt sich noch dem Verfall.

Von St. Jakobus ist außer dem Kreuz nichts mehr zu sehen.

Wie der Nachfolger von St. Jakobus (Kindergarten und Kapelle) aussehen soll, zeigt die Bautafel.

Quidde-Zentrum Schriftzug
Selbst der Schriftzug verabschiedet sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Ex-Apotheke
Quidde-Zentrum: Die Apotheke ist zu (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum/Parkplatz
Quidde-Zentrum: Immer mehr Fassaden-Platten lösen sich (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus (06.02.2013)
St. Jakobus: alles weg (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
St. Jakobus: viel Platz (06.02.2013) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus Kreuz
St. Jakobus: Nur das Kreuz hat überlebt (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Heiteres Laden-Raten im Marx-Zentrum

Werbung

Läden Marx-Zentrum/Max-Kolmsperger-Straße
Ladenzeile im Marx-Zentrum (Max-Kolmsperger-Straße) (04.10.2012) © Thomas Irlbeck

Bewegung im Marx-Zentrum – genauer in der Ladenzeile Max-Kolmsperger-Straße. Erst war in dem Laden eine Bäckerei (das Schild B hing bis vor wenigen Stunden noch an Position C). Dann zog ein Döner-Imbiss/Lieferservice ein, der aber wohl schon seit Längerem geschlossen hat. Das Döner-Schild (A) lehnt nun verlassen am Schaufenster. Was wohl in den Laden nun reinkommt?

Weiterer Ladensterben-Statusbericht (ohne Fotobeweis): Im Ex-Schlecker sind noch keine Aktivitäten zu beobachten. Dessen Raum ist groß, er hatte mal eine Trennwand und beherbergte den NKD und Schlecker. Letzterer vergrößerte sich ja zum Schlecker XL und die Wand verschwand. (Ganz früher war das mal ein Hallenbad, später eine Kampfsportschule.)

Auch hat der neue Döner/Hähnchen-Imbiss im Ex-Vinzenzmurr noch nicht geöffnet. Man kann nur hoffen, dass Läden nachfolgen, die für einen Großteil der Bewohner interessant sind.

Vinzenzmurr im Marx-Zentrum: das Aus! (Update 16.09.2012)

Werbung

Vinzenzmurr Marx-Zentrum
Vinzenzmurr im Marx-Zentrum. In wenigen Tagen ist Schluss (18.07.2012) © Thomas Irlbeck

Eine unbestätigte Meldung gibt es schon länger, nun ist es offiziell: Vinzenzmurr im Marx-Zentrum schließt für immer, der 27. Juli ist der letzte Tag. Von Anfang an war der Vinzenzmurr eine feste Institution im Marx-Zentrum und in Neuperlach Nord. Die Frage ist: Was kommt nun?

Update 16.09.2012

Vinzenzmurr Marx-Zentrum
Hier hat man das Schild wohl vergessen – Tiefgarageneinfahrt Marx-Zentrum (16.09.2012) © Thomas Irlbeck
Vinzenzmurr Marx-Zentrum
Der Schriftzug ist noch schwach erkennbar. So schnell wird man auch hier die Erinnerung nicht los (16.09.2012) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum gibt es nun keinen Metzger mehr, auch die Metzgereiabteilung im Rewe hat man vor Jahren schon auf Auslage abgepackter Fleischstücke umgestellt.

An der Tiefgarageneinfahrt zum Marx-Zentrum hat man offenbar vergessen, die Vinzenzmurr-Reklame zu entfernen.

Doch am Laden selbst laufen bereits die Umbauarbeiten. Unbestätigten Meldungen zufolge soll ein Döner-/Hähnchen-Imbiss einziehen. Die alten Reklamebuchstaben haben ihre Spuren hinterlassen, man kann den Vinzenzmurr-Schriftzug immer noch erkennen.

Noch eines wird deutlich: Der Schriftzug endet vorzeitig. Das liegt daran, dass der Laden früher mal größer war. Einen Teil hatte man vor Jahren abgetrennt und neu vermietet. In dem neu geschaffenen Laden kann man sein Gold versilbern und sein Silber zu Geld machen.

Garantiert nicht blasenfrei zapfen! Bubble Tea im Marx-Zentrum (Update 16.07.2012)

Werbung

Chibabu Bubble Tea Marx-Zentrum
Chibabu im Marx-Zentrum (10.07.2012) © Thomas Irlbeck

Im Marx-Zentrum kommen Läden und sie gehen. Ursprünglich war es mal ein Obstgeschäft, dann konnte man viele Jahre lang im „Dragon“ asiatische Lebensmittel kaufen. Das ist nun vorbei. In Kürze öffnet am Peschelanger 13 das Chibabu, eine Bar im poppig bunten Retrodesign. Es gibt das Kultgetränk Bubble Tea (nicht zu verwechseln mit dem Nieren- und Blasentee :D) und auch Eis, genauer Frozen Yoghurt.

Neuperlach.org wünscht viel Erfolg!

Wikipedia sagt zum Bubble Tea:

Bubble Tea, auch bekannt unter dem Namen Pearl Milk Tea, ist ein Getränk auf der Basis von gesüßtem grünem oder schwarzem Tee, das mit Milch und Fruchtsirup versetzt und wie ein Milchshake zubereitet wird. Die Besonderheit dieses Getränks, das mit Trinkhalm getrunken wird, besteht in zugesetzten farbigen Kügelchen aus Tapioka oder einer anderen Speisestärke, bzw. den Popping Bobas, Kügelchen aus Alginat mit einer flüssigen Füllung, die beim Zerbeißen platzen.

Quelle: Wikipedia

Chibabu Bubble Tea Marx-Zentrum
Näher dran: Das Chibabu im Marx-Zentrum (10.07.2012) © Thomas Irlbeck
Chibabu Bubble Tea Marx-Zentrum
Lecker Bubble Tea (Symbolbild). Foto: ohallmann / Lizenz siehe: flickr

Update 16.07.2012

Seit dem 11. Juli hat nun der Laden geöffnet. Ich mache den Selbstversuch. Der Laden ist gut besucht. Kann man etwa im Marx-Zentrum einen gut gehenden Laden betreiben?

Hinter der Theke hängen Flachbildschirme, auf denen Menüs angezeigt werden. Hier bekommt man natürlich keine Menüs im ursprünglichen gastronomischen Sinne, also nichts fertig Zusammengestelltes, sondern man wählt wie bei einem Computermenü. Ich bin überfordert. Es gibt Pure Tea, Milk Tea, Flavored Tea, Yoghurt Tea, Flavored Milk. Beim Flavored Tea sind es noch mal um die 20 Geschmacksrichtungen. Jede entweder auf Basis von Black Tea oder Green Tea. Ich entscheide mich für Black Tea/Strawberry. Ich ordere an der Kasse. Ach ja, ich muss noch zwischen den Größen M und L wählen. Ich nehme M. Jetzt aber noch die Toppings, also die Perlen. Ob ich da auch Strawberry wolle? Was gibt’s denn alles? Hm, jede Menge. Meine Entscheidung fällt auf Yoghurt. Ich zahle 2,90. Mit einem Order-Bon gehe ich zur Ausgabe. Der freundliche Mitarbeiter bereitet den Bubble Tea zu. So, fertig. Strohhalm rein und los geht’s. Wie erwartet ist das Getränk sehr süß. Das erste Yoghurt-Kügelchen zerplatzt in meinem Mund. Es schmeckt nicht schlecht, aber es ist jetzt auch nichts, was ich unbedingt haben muss.

Das Chibabu hat Montag bis Samstag von 11:00 bis 20:00 geöffnet.

Bilder vom Innenleben des Chibabu gibt es auf der Facebook-Seite von Beatrix Balazs.

Revitalisierung des Sudermann-Zentrum (Update 10.05.2012)

Werbung

Die Subzentren in Neuperlach sind weitgehend tot, die fußläufige Nahversorgung ist schon lange nicht mehr sichergestellt. Regelrecht verwaist sind vor allem das Sudermann-Zentrum und das Quidde-Zentrum.

Doch in das Sudermann-Zentrum kommt endlich Bewegung (Neuperlach.org berichtete). Mit einer Revitalisierung werden Ladenzentrum und Wohnungen umfassend saniert. Auch Läden sollen zurückkehren, sodass wieder eine Nahversorgung erzielt wird. Auf der Bautafel ist ein Edeka-Markt abgebildet ist. Ob dieser exemplarisch zu sehen ist oder tatsächlich schon ein Pachtvertrag existiert, wollte die Firma BARTELS noch nicht kommentieren. Warum der Abriss des Flachbaus abgeblasen wurde und dieser doch nicht durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt wird, sondern stattdessen renoviert und umgebaut wird, war ebenso noch nicht in Erfahrung zu bringen. Die Arbeiten am Flachbau laufen seit Tagen. Es wird dann wieder das Stadtteilbüro dort einziehen. Arbeiten an den anderen Gebäuden waren heute noch nicht zu beobachten, von einigen Bodenarbeiten vor dem alten Rewe-Markt abgesehen.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum (02.04.2012) © Thomas Irlbeck
Revitalisierung Sudernann-Zentrum
Revitalisierung Sudermann-Zentrum. Hier werden die Decken erneuert, ganz hinten im Eck wird der Supermarkt (Ex-Rewe) renoviert (25.04.2012) © Thomas Irlbeck

Update (08.05.2012)

Die eigentliche Revitalisierung des Sudermann-Zentrum soll im Oktober 2012 abgeschlossen sein. Das bedeutet für die Anwohner, noch ein halbes Jahr im pep oder wo anders einkaufen zu müssen. Das ist immerhin ein überschaubarer Zeitraum.

Revitalisierung Sudermann-Zentrum, Vergrößerung Ex-REWE
Der Ex-Rewe wird vergrößert (08.05.2012) © Thomas Irlbeck

Inzwischen laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Supermarkt (Ex-Rewe) wird offenbar gerade nach vorne hin vergrößert. Dies halte ich für eine lobenswerte Sache. Denn die ursprüngliche Ladenfläche war für einen Supermarkt arg klein. Damals gab es die Skurrilität, dass die Getränke in einem Personalraum (!) angeboten wurden, dessen erste Meter die Kunden ausnahmsweise betreten durften, aber nur zu dem Zweck, eben Getränke einzuladen. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn etwas mehr Ladenfläche zur Verfügung steht. Allerdings habe ich bis heute keine definitive Bestätigung, wie viele Supermärkte wieder ins Sudermann-Zentrum einziehen werden.

Die alten Deckenelemente der Galerien wurden an mehreren Stellen abgenommen und werden wohl bald durch neue ersetzt, auch wurde durch neue große Beschriftungen deutlich gemacht, dass hier überhaupt das Sudermann-Zentrum ist (Identifikation!). Zwei weitere Läden (zwischen dem KiK und dem Euro-Shop) wurden komplett entkernt. An vielen Stellen wird gearbeitet, es ist nun richtig Schwung in der Sache.

Update (10.05.2012)

Vergrößerung Ex-REWE Sudermann-Zentrum
Die Räume des Ex-Rewe wurden vergrößert (10.05.2012) © Thomas Irlbeck

So schnell kann es gehen, schon sind die Räume des Ex-Rewe größer und einen neuen Eingang hat er auch. Wie man am Türgriff unschwer erkennen kann, kommt der KiK in den Laden rein. Aber, keine Angst, es soll auch einen Supermarkt geben. Laut Bautafel kommt der Supermarkt dorthin, wo jetzt der KiK ist. Dessen alte Räume werden dazu deutlich vergrößert.

Weitere Bilder auf Facebook:

(Link zum Bilderalbum entfernt)

Sudermann-Zentrum: „Vorübergehend“ geschlossen (Update, 17.03.2012)

Werbung

Das Sudermann-Zentrum soll saniert und teilweise abgerissen werden (Neuperlach.org berichtete). Die Meldungen sind aber widersprüchlich. Der Flachbau, in dem bis vor kurzem das Stadtteilbüro untergebracht war und in dem sich derzeit noch ein SCHLECKER-Markt befindet, soll abgerissen und durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt werden, heißt es. Eine andere Quelle (Münchner Wochenanzeiger) behauptet, der Flachbau werde saniert. Bereits im Juni soll laut dieser Quelle das Stadtteilbüro mit vergrößerten Räumlichkeiten zurückkommen. Die Quelle sät aber in dieser Planung auch einige Zweifel. Wie auch immer, die Bilder zeigen den Status quo. Einkaufen kann man im Sudermann-Zentrum schon lange nicht mehr vernünftig. Der Rewe-Markt hat schon seit Juli 2011 geschlossen. Der Metzger ist auch weg, beide Bäckereien sind ebenso dicht. Lebensmittel gibt es faktisch keine mehr zu kaufen, sieht man einmal vom türkischen Lebensmittelgeschäft ab, das am Rand des Sudermann-Zentrum liegt.

Man kann nur hoffen, dass bald Schwung in die Sanierung kommt, da die Nahversorgungssituation für die Bewohner sehr unbefriedigend ist. Zu wünschen ist, dass auch wieder ein Supermarkt ins Sudermann-Zentrum zurückkehrt, was aber als ungewiss gilt.

Stadtteilbüro/Sudermann-Zentrum
Die Räume des Stadtteilbüros wurden … (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Stadtteilbüro/Sudermann-Zentrum
… bereits entkernt (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
Der Metzger und der Traublinger sind schon lange geschlossen (07.03.2012) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
Auch die SB-Bäckerei ist nun dicht (07.03.2012) © Thomas Irlbeck

Zum Abschluss noch zwei Archivbilder vom August 2011. Es hat sich aber in der Zwischenzeit hier so gut wie nichts verändert:

Ex-REWE im Sudermann-Zentrum
Das war mal der Rewe … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
… im Sudermann-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

Update 17.03.2012

Flachbau/Sudermann-Zentrum, Stadtteilbüro
Sanierungs- und Umbauarbeiten am Flachbau im Sudermann-Zentrum (17.03.2012) © Thomas Irlbeck

Inzwischen scheint sich zu bestätigen, dass der Flachbau entgegen ursprünglicher Berichte nicht durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt wird. Der Bau wird vielmehr saniert und umgebaut, es wurden bereits neue Ziegelwände errichtet (siehe Abbildung). Das Stadtteilbüro wird dann wieder in diese Räume zurückkehren. Die beauftragte Projektfirma hat auf eine Anfrage noch nicht reagiert.

Wiederbelebung des Quidde-Zentrum?

Werbung

Erst verließen fast alle Läden und sonstigen Einrichtungen das Quidde-Zentrum, weil das Gebäude einem Neubau mit Läden, Gewerbe und auch Wohnungen weichen soll.

Dann kamen den Politikern doch Zweifel, ob der Anteil und die Art der vorgesehenen Läden angemessen seien – immerhin gibt es in Neuperlach immer wieder Laden-Leerstände. Die Umplanung, die man jetzt vornimmt und die wohl das Ziel „alles etwas kleiner“ hat, bedeutet größere bürokratische Wege, sodass sich Abriss und Neubau nun stark verzögern. Es ist nun frühestens Ende 2013 mit dem Abriss zu rechnen, vielleicht auch erst viel später (Neuperlach.org berichtete).

Für die Anwohner ergibt sich nun die denkbar schlechteste Situation. Sie haben wohl auf Jahre hinaus ein nahezu leerstehendes Ladenzentrum vor der Haustüre. Lebensmittelgeschäfte gibt es keine mehr. Nur eine Konditorei ist noch zu finden, die aber angeblich auch das Quidde-Zentrum verlassen will. Es bleiben im Wesentlichen noch die Stadtsparkasse, ein Gebrauchtwarenladen und eine Apotheke, indiskutabel für eine Nahversorgung. Rund 5 Fußminuten entfernt sind zwei Discounter auf der „grünen Wiese“ zu finden (aber nicht nebeneinander, sondern diametral verteilt). Aus der praktischen Idee, in einem Ladenzentrum alles für den täglichen Gebrauch zu finden, ist nichts übrig geblieben.

Jetzt stehen die Räume der Stadtbibliothek, die ja unbedingt wegen des bevorstehenden Abrisses raus musste, wieder zur Vermietung. Ob sich aber Mieter mit dieser ungewissen Zukunft finden werden? Immerhin ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Laden dann in 1,5 Jahren schon wieder aufgegeben werden muss, nachdem man sich mühsam einen Kundenstamm erarbeitet hat.

Quidde-Zentrum Stadtbibliothek
Abriss abgesagt: Die Räume der ehemaligen Stadtbibliothek im Quidde-Zentrum stehen nun wieder zur Vermietung (14.03.2012) © Thomas Irlbeck

Abschied mit Stillstand

Werbung

Es gibt für Bauvorhaben eine feste Regel, nämlich dass es immer zu Verzögerungen kommt. Die Ausnahmen, die in diesem Fall nicht existieren, bestätigen die Regel. Gerade in puncto Ladenzentren soll sich in Neuperlach demnächst einiges tun. Die marode, seit Urzeiten leer stehende und dahin bröckelnde Ruine des Plett-Zentrum wird durch einen Neubau mit Wohnungen und unter anderem auch Läden ersetzt. Das Quidde-Zentrum soll ebenso einem barrierefreien, modernen Neubau weichen. Ein Teil des Sudermann-Zentrum wird abgerissen und weitere Teile neu gestaltet. Ferner soll Neuperlach mit der Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes das lang erwartete Zentrum bekommen, was 44 Jahre nach der Grundsteinlegung des Stadtteils nun auch so langsam Zeit wird. Bislang ist es jedoch um alle Bauvorhaben ruhig geworden. Der Abriss des Plett-Zentrum war für Ostern dieses Jahres vorgesehen, doch geschehen ist bislang nichts. Im Quidde-Zentrum hat die Stadtbibliothek entgegen erster Ankündigungen noch geöffnet, und zwar mindestens den ganzen diesjährigen Sommer, obwohl dieses Jahr eigentlich bislang kein Sommer stattfand.

Trotz Verzögerungen werfen die Projekte ihre Schatten voraus. So ist der Rewe im Sudermann-Zentrum seit Juli geschlossen, wenngleich nicht klar ist, ob hier nicht andere Gründe eine Rolle gespielt haben. Damit gibt es im Sudermann-Zentrum keinen Supermarkt und damit auch so gut wie keine Nahversorgung mehr, da die anderen Läden entweder auch dicht gemacht oder keine adäquate Angebote haben. Die Landmetzgerei wird dort im September schließen, der Traublinger ist schon lange weg.

Ich versuche derzeit, Termine für Abriss und Baubeginn der einzelnen Projekte zu bekommen, doch bislang war nichts in Erfahrung zu bringen.

Nun heißt es Abschied nehmen, mit Bildern aus dem Sudermann-Zentrum und Plett-Zentrum. Mehr Fotos vom Plett-Zentrum in höherer Auflösung gib es in meinem flickr-Album.

Sudermann-Zentrum

Ex-REWE im Sudermann-Zentrum
Kaum vorstellbar, vor kurzem war das noch … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
… der Rewe im Sudermann-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

Plett-Zentrum

Plett-Zentrum
Das Plett-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Hier geht es Richtung pep, doch man muss zunächst die Ruine durchqueren. Der „Eingangsbereich“ verheißt nichts Gutes, aber wie später noch festgestellt werden wird, ist dieser Teil noch in einem vergleichsweise guten Zustand (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Spätestens jetzt wird es furchterregend. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass dies der offizielle, nicht gesperrte Fußweg ist, der das pep mit der Plettstraße verbindet (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Hier war mal der Ayinger Hof, doch hier gibt es nur noch Bretter und bedrohlich anmutende Glassplitter, die wie Eiszapfen herunterhängen (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Schön grün ist es ja hier. Hier ging es mal in den Biergarten des Ayinger Hof, wie … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
… dieser herrliche Wegweiser andeutet (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Mit etwas Phantasie erkennt man den Schriftzug des Ayinger Hof (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Ein herrlicher Platz zum Verweilen – zumindest fast. Der Maibaum ist abgebrochen, das da hinten ist ein Stück des „Life“-Einkaufszentrums (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
„Die Landesfarben sind Weiß und Blau.“ – Im Hintergrund das Büro- und Ladengebäude an der Albert-Schweitzer-Straße (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Wer hier wohl wohnt? (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Diese Stelle ist die reinste Müllkippe (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

Goldrichtig

Werbung

Gold- und Silberankauf (30.09.2010) © Thomas Irlbeck (Handycam)

Die Läden im Marx-Zentrum kommen und gehen. Die Entscheidung für das neue Geschäft neben dem Vinzenzmurr war sicher goldrichtig. Einen Hundeparkplatz gibt es auch. Da können die reichen Damen ihren Fiffi zwischenparken, während sie ihren Schmuck versilbern.

Handwerkerhof: Läden sterben wie die Fliegen

Werbung

Nicht nur das Marx-Zentrum, sondern auch der Neuperlacher Handwerkerhof hat mit massivem Ladensterben zu kämpfen. Die Apotheke wurde aufgegeben, der Laden nebenan steht leer. Das Fahrradgeschäft macht einen Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe.

Im Handwerkerhof gibt es keine Apotheke mehr. Daneben ein weiterer Leerstand (21.08.2010) © Thomas Irlbeck
Rad ab statt Rad dran – das Fahrradgeschäft gibt auf wie so viele Läden im Handwerkerhof (21.08.2010) © Thomas Irlbeck

Marx-Zentrum: Schlecker ist tot, es lebe Schlecker!

Werbung

Die Arbeiten gehen voran (21.05.2010) © Thomas Irlbeck

Der Konzern hatte angekündigt, den Laden im Marx-Zentrum (Peschelanger 13) zu schließen (Neuperlach.org berichtete). Die Kunden wurden auf die weit entfernte Filiale am Gustav-Heinemann-Ring verwiesen. Doch nun tut sich Erstaunliches, die Filiale wird als Schlecker XL wieder eröffnet. Wie der Schlecker-Konzern mir mitteilte, wird am 04.06. Eröffnung sein. Dabei wird nicht nur alles neu, sondern auch alles erheblich größer sein, denn die Fläche des alten unmittelbar angrenzenden NKD-Ladens wird zukünftig als Verkaufsraum mitgenutzt. Die Trennmauer zwischen beiden Läden wurde bereits entfernt.

Der Hintergrund der Umwandlungen von Schlecker in Schlecker XL ist Zeitungsberichten zufolge, dass die Kunden vermehrt zur Konkurrenz mit ihrem größeren Warenangebot laufen. Schlecker hat dann ebenso mit einer Vergrößerung des Warenangebots reagiert und nennt das Ganze dann eben Schlecker XL.

Der Konzern war mit dem Schlecker XL-Konzept aber in die Kritik geraten. So berichteten Zeitungen, dass Mitarbeitern gekündigt und ihnen angeboten wurde, sie in der eigenständigen Schlecker XL GmbH wieder neu einzustellen – zu erheblich schlechteren Konditionen. Dem Magazin Stern TV vom 16.09.2009 zufolge sahen diese Konditionen eine Halbierung des Bruttogehalts, eine Verringerung der Anzahl der Urlaubstage von 30 auf 24 und eine Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor.

Der neue Schriftzug pappt schon am Schaufenster. Die sechs bunten Scheiben stehen für „Schlecker XL“  (21.05.2010) © Thomas Irlbeck
Das Plakat weist auf die Eröffnung am 04.06.2010 hin (21.05.2010) © Thomas Irlbeck

Wikipedia berichtet davon, dass eine Mitarbeiterin gegen die Praktik gerichtlich vorging und einen Teilerfolg erzielte. Zitat:

Das Arbeitsgericht Marburg hat Schlecker XL am 23. April 2010 im Rahmen einer einstweiligen Verfügung verpflichtet bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahren eine ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin zu alten Konditionen weiterzubeschäftigen, da in der Umwandlung Schlecker zu Schlecker XL ein Betriebsübergang i.S.v. § 613a BGB zu sehen sei und daher, zum Zeitpunkt des Übergangs von Schlecker, bestehende Arbeitsverträge auf den neuen Schlecker XL übergegangen seien.

Historisches Zuckerl

Noch als Zuckerl ein kurzer historischer Rückblick: Dort, wo jetzt Schlecker ist, befand sich früher mal das Marx-Zentrum-Hallenbad. Das Schwimmbecken betonierte man Mitte der 1990er Jahre zu, riss die sanitären Anlagen heraus und wandelte den Gebäudeteil in zwei Läden um. Da jetzt die Räumlichkeiten wieder vereint wurden, steht gewissermaßen die alte Schwimmhalle wieder als ein einziger Raum zur Verfügung. Vom alten Schwimmhallenflair ist aber nichts mehr zu spüren. Wer es nicht weiß, kommt hier kaum auf die Idee, dass hier mal früher Leute ihre Bahnen im Wasser zogen.

Mailights

Werbung

Ein paar Impressionen kurz vor dem Mai. Die Leerstände weiten sich dagegen aus. Wie berichtet, hat nun auch der Schlecker aufgegeben. Der Laden (rechts im Bild) ist schon weitestgehend ausgeräumt.

Blühende Landschaften (29.04.2010) © Thomas Irlbeck
Leerstände im Marx-Zentrum. Mitte: Ex-NKD, Rechts: Ex-Schlecker (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Das Pflegeheimchen hat ein Maibäumchen bekommen:

Maibäumchen (29.04.2010) © Thomas Irlbeck

Verbote, Tricksereien und Spielchen – Wie die Politik das Alkoholproblem bei Jugendlichen (nicht) angeht

Werbung

Eine nächtliche Schnapsverkaufseinrichtung, in der man nebenbei auch das Automobil betanken kann. Fließt hier bald gar nichts mehr? Foto: thomas mies / Lizenz siehe: flickr

Es ist kein Geheimnis, dass es speziell unter Jugendlichen ein großes Alkoholproblem gibt. Folge des exzessiven Trinkens sind oft Straftaten. Die Anzahl solcher alkoholbedingten Straftaten steigt seit Jahren an wie der Promillegehalt im Blut nach dem Griff zur Schnapsflasche. Da sich die Jugendlichen typischerweise nachts an Tankstellen den Stoff besorgen, um „vorzuglühen“, möchte die CSU am liebsten nach dem Vorbild Baden-Württembergs ein nächtliches Verkaufsverbot für hochprozentige Alkoholika (dort gibt es allerdings auch niederprozentige Alkoholika nachts nicht mehr zu kaufen, aber ein Bierverkaufsverbot in Bayern ist natürlich nicht denkbar, zu bedeutend ist der Gerstensaft im Land der Wiesn). Die CSU muss aber auf den liberalen Koalitionspartner Rücksicht nehmen, der das Vorhaben ablehnt. Die SPD meint, die Gunst der Stunde nutzen zu müssen, und bringt einen Gesetzentwurf für ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot im Bayerischen Landtag ein. Die CSU stimmt dagegen und der Gesetzentwurf wird abgelehnt.

Quelle: SPD scheitert bei Alkoholverkaufsverbot (inFranken.de) (Seite nicht mehr verfügbar)

15 % Rabatt verleiten zum Kauf der Zweit-Alkoholflasche (26.02.2010) © Thomas Irbeck (Handyfoto)

Im Endeffekt gibt es eine riesige Mehrheit im Parlament und dennoch wird das Gesetz abgelehnt. Das ist Politik, wie sie zu Verdruss führt. Meines Erachtens wollte die SPD die CSU nur vorführen nach dem Motto, ihr könntet kriegen, was ihr wollt, ihr dürft aber nicht. Nichtsdestotrotz bin ich entschieden gegen ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Es gefährdet Tankstellen, die vom Benzin- und Dieselverkauf alleine nicht leben können.
  • Die harten Alkoholika dürfen ohnehin nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Man sollte zunächst die Einhaltung des bestehenden Gesetzes überwachen, bevor man Erwachsenen verbietet, ein legales Produkt zu bestimmten Uhrzeiten zu kaufen.
  • Ein nächtliches Verkaufsverbot verleitet nur dazu, einen entsprechenden Vorrat anzulegen. Unter Umständen wird dann noch mehr getrunken als früher, weil immer ein paar Flaschen Schnaps auf Lager sind, während man früher vielleicht „nur“ eine Flasche nachts an der Tankstelle geholt und geleert hat.

So gesehen gefällt mir das Ergebnis, aber nicht, wie es zustande gekommen ist. Bei den ganzen Machtspielchen bleibt das eigentliche Thema auf der Strecke: Wie dämmt eine Gesellschaft das Alkoholproblem ein: durch Verbote, durch Aufklärung oder durch progressive Ideen? Das Alkoholverkaufsverbot, das auch Erwachsene trifft, ist nicht fortschrittlich, sondern ein rückständiges Mittel einer konservativen Verbotspolitik.

Ausgeschleckt – Ladensterben im Marx-Zentrum setzt sich fort

Werbung

Der Schlecker verabschiedet sich unspektakulär (19.04.2010) © Thomas Irlbeck (Handyfoto)

Das Ladensterben im Marx-Zentrum nimmt immer größere Ausmaße an. Der Schlecker schließt zum Monatsende. Bald gibt es auch keine Drogerie mehr im Marx-Zentrum. Damit erhöht sich die Anzahl der Leerstände auf 4. Die Alternative Gustav-Heinemann-Ring ist übrigens keine. Der Fußweg dahin dürfte mindestens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Denn der Gustav-Heinemann-Ring liegt in der Nähe der U- und S-Bahnstation Neuperlach Süd, wir sind aber hier in Neuperlach Nordost.

Marx-Zentrum: Zwangsversteigerung, Ladensterben, Substitutionspraxis

Werbung

Schreibwarengeschäft in der Max-Kolmsperger-Straße 11. Es ist eines der ältesten Geschäfte in Neuperlach überhaupt (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Das Neuperlacher Marx-Zentrum hat leider nicht den besten Ruf. Vieles ist in der Presse sicher negativer dargestellt, als es tatsächlich ist, aber gewisse Probleme lassen sich nicht leugnen.

Schon als kleiner Bub habe ich ab 1974 (!) im Marx-Zentrum-Schreibwarengeschäft eingekauft. Dieses eröffnete kurz nachdem ich ins Marx-Zentrum einzog. Hier hat sich halb Neuperlach eingedeckt, vor allem die Schüler des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, schon einmal deshalb, weil es nur wenig Alternativen gab. Das pep kam z.B. erst 1980 hinzu. Wer was Spezielleres brauchte, das nicht im Marx-Zentrum-Schreibwarengeschäft zu finden war, dem blieb nur eine Fahrt mit der Tram in die Innenstadt.

Nun wird das Ladengeschäft zwangsversteigert, der Eigentümer ist verschuldet. Die Zwangsversteigerung fand bereits statt, da aber niemand das geforderte Mindestgebot abgab, wird die Versteigerung nun mit reduziertem Mindestgebot wiederholt.

Der Laden hat im Erdgeschoss eine Nutzfläche von 82,22 m². Im Keller gibt es noch mal Lagerräume mit einer Nutzfläche von 66,75 m² dazu (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Im Exposé, das für das Amtsgericht München erstellt wurde, wird das Objekt in der Max-Kolmsperger-Straße 11 näher beschrieben. Hier wird das Objekt natürlich nicht werbewirksam abgebildet, sondern neutral dargestellt. So kommt man auch an den negativen Punkten nicht vorbei. Dabei heißt es:

Lagenachteile: durch soziale Randgruppen (Methadonpraxis in nächster Nähe; „flexible Jugendhilfe“)

Gemeint ist mit der „Methadonpraxis“ eine Allgemeinarztpraxis im Ärztehaus (Peschelanger 11), die übrigens seit einiger Zeit nicht mehr Methadon, sondern das verwandte Eptadon ausgibt, das laut einem an der Praxis ausgehängten Infoblatt eine Reihe von Vorteilen aufweist.

Der Zustand ist laut Exposé „gut bis mittel“, die Ausstattung eine „mittlere und zweckmäßige“.

Aber damit sind wir hier noch nicht am Ende mit den schlechten Nachrichten: Der NKD, der schon einmal eine Schließung ankündigte, dann aber wieder zurücknahm, schließt nun wohl tatsächlich. Am 19.03.2010 soll Schluss sein. Vorher findet noch eine „große Versteigerung“ statt.

NKD: Diese Filiale wird laut Aushang geschlossen (13.02.2010) © Thomas Irlbeck
Vorher kann man noch was ersteigern (13.02.2010) © Thomas Irlbeck

Einen bereits existierenden Leerstand gibt es im Peschelanger 8. Früher war hier mal über Jahrzehnte hinweg eine Reinigung zu finden, der Nachfolgeladen konnte sich nicht halten.

Leerstand im Peschelanger 8 (13.02.2010) © Thomas Irlbeck