Neuperlaub 2017

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Der Herbst ist die schönste Jahreszeit. Zumindest rein optisch gesehen, denn er hält die besten Farben bereit. Leider hält das Farbspektakel nur kurz an, viel zu schnell verschwindet die Pracht. Bilder vom Schwarzen Marx, vor dem pep und dem Phönix-Pflegeheim Neuperlach.

Herbst Phönix-Pflegeheim
Vor dem Phönix-Pflegeheim (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
Herbst pep
Vor dem pep (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
Herbst Marx-Zentrum
Vor dem Marx-Zentrum (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Neuperlaub – Die coolste Jahreszeit aller Zeiten

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Herbst, Kurt-Eisner-Straße
Herbst in Neuperlach Nord (28.10.2015) © Thomas Irlbeck
Herbst, Wittelsbacher Brücke
Ein paar Kilometer weiter ist es auch farbenfroh: An der Wittelsbacher Brücke – Mann im Wasser! (28.10.2015) © Thomas Irlbeck
Herbst, Isarufer
Ein Zoom ans Isarufer (28.10.2015) © Thomas Irlbeck
Herbst, Wittelsbacherstraße
Auch hier an der Wittelsbacherstraße zeigt der Farbherbst noch einmal, was er so alles drauf hat (28.10.2015) © Thomas Irlbeck

Warum die Schere mehr mit dem Herbst zu tun hat, als allgemein bekannt ist

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Es ist Herbst. Keine Jahreszeit spiegelt das Vergängliche so wider wie der Herbst. Die Blätter fallen, daher heißt der Herbst im Amerikanischen auch „fall“. Die Natur stirbt augenscheinlich.

Kaum jemand mag diese Stimmung so wiedergeben wie der leider 2011 verstorbene Ludwig Hirsch mit seinem Lied „I Lieg am Ruckn“. Hirsch nimmt hier seinen eigenen Tod vorweg und liegt im Grab, in das er wieder so richtig Leben bringt. Im Vergleich zu manch anderem Liedermacher legt Hirsch nicht nur Wert auf das Erzählende, sondern verwirklicht auch hervorragende musikalische Kompositionen. „I Lieg am Ruckn“ ist kein wirklich bekannter und großer Hit aus dem Bereich des so genannten Austropop. Nach meinem Empfinden aber völlig zu Unrecht. (Video möglicherweise nicht in jedem Land verfügbar.)

(Link: YouTube)
Das Herbst-Laub fällt von alleine, dazu braucht’s keine Schere. Gravitation und Wind sind die Schere des Herbstes © Günter Havlena / Pixelio

Auch wenn man uns Deutschen eine gewisse Destruktivität nachsagen will, beim Begriff „Herbst“ haben wir im Unterschied zu den Amerikanern eine positiven Aspekt eingebaut. Wir sehen die Vergänglichkeit eher in den Werten, der Politik, der Gesellschaft und der Jugend, aber nicht in der Wortherkunft von „Herbst“. Denn der Begriff besitzt seinen Ursprung in der Ernte. Es wird gepflückt, gerupft und abgerissen. Konkret hat „Herbst“ seine Wurzeln im indogermanischen „sker“, das für „schneiden“ steht, wenngleich zur Erkennung der etymologischen Verwandtschaft etwas Kreativität erforderlich ist. Doch gibt es diese Zugehörigkeit, die ebenso verwandte „Schere“ erinnert uns daran. Die Schere ist damit auch begrifflich ein Werkzeug des Herbstes. Aber die Schere ist was Künstliches, der Herbst ist gewissermaßen seine eigene Schere.