„Modern“ hat zwei Bedeutungen – eine Gartenanlage in Neuperlach kommt in die Jahre

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Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 1: Gartenanlage in Neuperlach Nord mit den typischen vielen Treppen zur Tiefgarage. Am Boden macht sich Moos breit (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Das Besondere in Neuperlach sind die vielen, großzügigen Gartenanlagen der einzelnen Wohnanlagen, fernab der Hauptwege hinter den Wohnblöcken. Sagen wir mal ganz freundlich Parkanlagen zu ihnen. Sie bieten viel Grün und Spielmöglichkeiten, aber auch die Zugänge zu den Tiefgaragen sind hier integriert.

Nach fast 50 Jahren ist aber ihr Zustand nicht mehr gut. Es hat sich Moos breitgemacht, das Holz ist teilweise verrottet, viele Spielgeräte wurden abgebaut, ohne dass sie durch neue ersetzt worden wären. Manche Wege sind auch durch den Bewuchs nicht mehr passierbar. Wie das alles aussieht, zeige ich an einem Beispiel einer Wohnanlage in Neuperlach Nord.

Ich mag die Gartenanlagen aber trotzdem. Vielleicht vom Winter einmal abgesehen, sorgt hier Mutter Natur ganz automatisch für eine gewisse Idylle. Dass alles nicht mehr so künstlich, nicht mehr wie Reißbrett-Design wirkt, hat ja auch einen gewissen Charme.

Betonung der Wörter beachten! Von modern (1) zu modern (2)

Was mal modern war, modert nun. Jetzt sollen die zwei Bedeutungen von „modern“ klar werden, bei der ersten Bedeutung wird die zweite Silbe betont und es ist „fortschrittlich“ damit gemeint, bei der zweiten Bedeutung liegt die Betonung auf der ersten Silbe. Jetzt geht es um „faulen“ und „in Moder übergehen“.

Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 2: Verwitterter Aufgang zu einem Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 3: Der Aussichtspunkt ist in Sichtweite (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 4: Am Aussichtspunkt (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 5: Die Holzzylinder der Einfassung am Aussichtspunkt sind teilweise hohl, um es noch … (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 6: … freundlich auszudrücken (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 7: Eine der beiden Treppen zum Aussichtspunkt ist nicht mehr wirklich nutzbar, nicht nur, weil nun ein Baum im wahrsten Wortsinne im Weg steht (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 8: Anderes Ende der nicht mehr nutzbaren Treppe (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 9  (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 10: Ein Teil des wellig gewordenen Asphalts wurde entfernt. Die Arbeiten ruhen schon lange (11.01.2018) © Thomas Irlbeck
Verwitterte Gartenanlage in Neuperlach Nord
Bild 11: Einsam steht hier eine Schaukel (11.01.2018) © Thomas Irlbeck

Hoffentlich bleiben die Gartenanlagen erhalten. Immerhin sind viele dieser Anlagen auf einer Tiefgarage errichtet, die sogar ein Befahren mit schwerem Gerät nicht verträgt. Daher kann man nicht einfach nachverdichten, sprich zusätzliche Häuser daraufsetzen. Allerdings ist es natürlich möglich, dass eine Tiefgarage abgerissen und durch eine stabilere ersetzt wird, auf die man dann Häuser stellen kann. Dies wurde bei einer Wohnanlage in der Nawiaskystraße in Neuperlach West gemacht.

Wohnungen werden sicher gebraucht, aber Neuperlach verliert seine Großzügigkeit, wenn man alles nur technisch Machbare in puncto Nachverdichtung realisiert.

St. Jakobus am Quidde-Zentrum: Stillstand und Verfall

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An unserem St. Jakobus am Quidde-Zentrum hat sich optisch nichts mehr getan. Ich glaube, dass wir noch ein viele, viele Monate, vielleicht auch noch länger, auf die Fertigstellung der Kapelle warten müssen (Neuperlach.org berichtete, dort sieht man auch, dass im Februar 2017 die Baustelle kaum anders als Ende November 2017 aussah). Aber es ist eine Gelegenheit, sich das daneben befindliche Wohnhaus (mit Gewerbe im Erdgeschoss) einmal genauer anzuschauen, schließlich ist es das letzte Überbleibsel des ursprünglichen St.-Jakobus-Ensembles. Auf den ersten Blick steht das Haus noch ganz gut da. Bei näherer Betrachtung kann einem dann aber doch das Grausen kommen. Da haben sich zumindest stellenweise Moose, Flechten und wohl auch Schimmel breitgemacht.

Quiddestraße 35
Bild 1: Das Wohnhaus am St. Jakobus, ganz rechts ist noch die Baustelle der neuen Kapelle zumindest angedeutet (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 4 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Quiddestraße 35
Bild 5 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Bei dieser Gelegenheit noch ein Foto vom Zugang zum alten Quidde-Zentrum. Das sah auch schon mal besser aus:

Durchgang zum Quidde-Zentrum
Bild 6 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Alte Zeiten, die nie wieder zurückkehren

An dieser Stelle soll mal wieder an die alte Kirche mit ihrem Parkhaus-Beton-Charme erinnert werden:

St. Jakobus
Bild 7: Die Kirche St. Jakobus vor dem Abriss. Von der Optik könnte man hier ein Parkhaus erwarten (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
St. Jakobus
Bild 8: Diese Ansicht der Kirche lässt eher auf eine Schule schließen 19.11.2011) © Thomas Irlbeck