Mietshaus im Lehel (Das historische Haus, Folge 24)

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Liebigstraße 21
Eckhaus Liebigstraße 21 mit dem Eckturm. Das im Text ebenfalls erwähnte Haus 19 ist links davon – aber durch Bäume verdeckt (26.06.2017) © Thomas Irlbeck

Wir sind hier im Lehel, genauer an der Kreuzung Liebigstraße/Wagmüllerstraße/Triftstraße. Das Eckhaus Liebigstraße 21 ist sehr auffällig mit seinem mächtigen Eckturm. Die Architektur daneben (im Bild ganz rechts) bildet einen harten Kontrast.

Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude und seinem Nebenhaus Folgendes zu berichten:

Doppelmietshaus, viergeschossiger Eckbau mit Kastenerkern und Dachhäusern, am mächtigen runden Eckturm umlaufende Balkone, Fassadengestaltung in Formen der Neurenaissance, von Franz Kil und Gabriel von Seidl (Fassaden), 1880-82, Erweiterung an der Wagmüllerstraße durch Karl Stöhr, 1899/1900, Aufstockung von Nr. 19, 1924.

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Aufgestockt, aber harmonisch (Das historische Haus, Folge 18)

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Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Ansicht mit Eingangsbereich  (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Unser heutiges Objekt ist ein Mietshaus an der Wittelsbacherstraße 20 im Bezirk Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Analog zu seinem naheliegenden Bruder in der Wittelsbacherstraße 15 hat man dem Bau nach dem Zweiten Weltkrieg noch ein zusätzliches Geschoss verpasst. Nun hat er vier Stockwerke. Im Unterschied zu Haus 15 ist die Aufstockung weit harmonischer geschehen und fällt nur bei genauerem Blick auf.

Bei dem Bau sticht besonders der Risalit hervor (im großen Foto im linken Bereich), der im 2. und 3. Stockwerk mit Säulen verziert ist. Der obere Abschluss dieses Risalits wurde bei der Aufstockung zum Balkon im obersten Stockwerk, was die ohnehin verträgliche Gebäudeerweiterung unterstreicht. Auch der Eingangsbereich ist aufwändig gestaltet. Der Bayerische Denkmal-Atlas hat über den Bau Folgendes zu berichten:

Mietshaus, ehemals viergeschossiger, repräsentativer Eckbau auf polygonal gebrochenem Grundriss, mit reicher Fassadengliederung im Stil der Neurenaissance mit Barockelementen, mit Erkern, Risalit mit Säulenstellung, Pilastern, Balkonen, Rustizierungen und Stuckdekor, von Albin Lincke und Carl Vent, 1895-97, nach dem Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht; bildet eine Einheit mit Auenstraße 37

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Nach dem Krieg gewachsen (Das historische Haus, Folge 16)

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Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 1. Das Haus an der Wittelsbacherstraße 15 vor dem Baldeplatz. Die Wittelsbacherbrücke ist auch gleich hier, sie ist hinter dem Fotostandpunkt (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Unserer heutiges Haus in der Wittelsbacherstraße 15 in der Isarvorstadt ist vom Stil der Neurenaissance zuzuordnen. Als Kontrast zu dieser Epoche fällt bereits auf den ersten Blick das oberste Stockwerk auf, das wegen des weit einfacheren Baustils ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt. Dies lässt den Schluss zu, dass dieses Geschosss nachträglich und viel später gebaut wurde. Und, richtig, das Haus selbst wurde noch im 19. Jahrhundert fertiggestellt, das vierte Stockwerk (fünfte Geschoss) wurde erst 1954 daraufgesetzt, wodurch das Haus aber auch seine Erkertürmchen verlor. Im Erdgeschoss befindet sich das italienische Restaurant Fugazi N°15.

Zwar befindet sich das Haus an einem verkehrsreichen Punkt, aber die Isar, die fast unmittelbar vor dem Haus fließt und fließt und fließt, entschädigt.

Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 2 (31.03.2017) © Thomas Irlbeck
Wittelsbacherstraße, aufgestockt
Bild 3 (31.03.2017) © Thomas Irlbeck

Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu dem Gebäude Folgendes zu berichten:

Mietshaus, ehemals viergeschossiger Eckbau am Baldeplatz mit Fassadengliederung im Stil der Neurenaissance, Rohbackstein mit Putzgliederungen, mit Eckerkertürmchen, flachen Mittelrisaliten, Balkonen, gebändertem Erdgeschoss und Figurennischen, von P. W. Fitzky, 1889, nach dem Zweiten Weltkrieg um ein Geschoss erhöht.

Noch ein Artikel zum Thema Aufstockung, aber nun aus der Jetzt-Zeit.

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