Unser „Schulzentrum Nord“

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Schulzentrum Nord
Bild 1: Schulzentrum mit eigener Brücke  (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Schulzentrum Nord, das klingt so nach Münchner Norden, nach Oberföhring oder Freimann vielleicht. Doch der Begriff täuscht: Es ist der Norden Neuperlachs gemeint. Entsprechend liegt das Schulzentrum Nord an der Quiddestraße, genauer in einem Dreieck, das neben der Quiddestraße von der Albert-Schweitzer-Straße und Heinrich-Wieland-Straße gebildet wird. Direkt am Schulzentrum beginnt zudem der Karl-Marx-Ring. Der Kiosk dort, gleich schräg gegenüber auf der anderen Seite der Kreuzung (es gibt ihn heute noch bzw. wieder), war und ist entsprechend bei Schülern beliebt.

Offizieller Name früher wohl „Schulzentrum Perlach Nord“

Das Schulzentrum beherbergt das Werner-von-Siemens-Gymnasium (dort war ich selbst Schüler), die Werner-von-Siemens-Realschule und die Orientierungsstufe. 2007 bis 2009 wurde das Gebäude saniert. Seit 2010 heißt das Gebäude offiziell „Schulzentrum an der Quiddestraße“, was sich auf der Fassade widerspiegelt (siehe Foto), für mich ist es aber weiter das Schulzentrum Nord, wobei der Begriff wohl nie in dieser Form am Gebäude angebracht, aber im Sprachgebrauch verankert war. An der Fassade stand wohl früher gar kein Name, am Eingang, wie ein altes Foto (nicht hier zu sehen) beweist, „Schulzentrum Perlach Nord“ (sic!).

Gebaut wurde das Gebäude Anfang der 1970er-Jahre. Richtfest war am 30.11.1973. Der Schulbetrieb wurde 1975/1976 aufgenommen. Das Werner-von-Siemens-Gymnasium gab es jedoch schon seit dem 10.09.1970. In Ermangelung eines eigenen Gebäudes wurde in der Schule am Strehleranger und später (Schuljahr 1971/1972) an der Schule in der Klabundstraße unterrichtet.

Es wurde und wird im Schulzentrum Nord nicht nur unterrichtet, sondern auch mal ein Spielfilm gedreht, etwa 2017 die Komödie „Fack ju Göhte 3“.

Verbindende Architektur

Interessant am Gebäude ist die für Neuperlach so typische Brücke, die hier die Quiddestraße überspannt. Die Brücke ist derart integriert, dass man direkt ins 1. Stockwerk des Schulgebäudes und in weitere Geschosse gelangen kann. Aber dennoch kann sie von jedermann benutzt werden, auch jetzt etwa von mir, um die Fotos hier zu schießen. Zu meiner Schulzeit waren einzelne Klassen in der Schule an der Albert-Schweitzer-Straße ausgelagert (auch meine Klasse), einzelne Fächer und Stunden fanden aber im Schulzentrum Nord statt. Die Brücke übernahm damals entsprechend eine wichtige Verbindungsfunktion, und die Schule an der Albert-Schweitzer-Straße  hatte damals am Brückenende noch einen eigenen Zugang. Lehrkräfte, die von Gebäude zu „sprangen“, waren entsprechend nicht lange unterwegs, sodass die nächste Stunde zur Enttäuschung der Schüler ohne allzu lange Unterbrechung fortgesetzt werden konnte. Bei den Schülern war das Gebäude des Schulzentrum Nord in einem Punkt nicht so beliebt: Dank der Klimaanlage, die aber meiner Erinnerung nach nicht wirklich zuverlässig funktionierte, gab es offiziell kein Hitzefrei. Meine Erinnerung ist aber hier schwach, aber die Schule war sicherlich bei Eröffnung eine der modernsten Münchens, sodass auch die Klimaanlage ins Bild passt.

Erwähnenswert sind noch die eigene Mensa in einem externen Flachbau (in Bild 2 ansatzweise im Hintergrund zu sehen) sowie der Hochseilgarten (nicht im Bild), der sich auf der anderen Gebäudeseite (Nordseite) befindet. Von dort gelangt man – auch über eine Brücke – direkt zum Ostpark und zum Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen.

Schulzentrum Nord
Bild 2 mit Mensa im Hintergrund (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Schulzentrum Nord
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Schulzentrum Nord
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Schulzentrum Nord
Bild 5: Kunst verbindet – Graffiti-Kunst an der Brücke (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Quiddestraße: Barrierefreier (Update 04.11.2017)

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Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 1 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Umbau der Bushaltestelle „Quiddestraße“. Hier zu sehen ist die Haltestelle für die Linie 197 „Außenring“. Der Einstiegsbereich wurde etwas angehoben, damit man noch „barrierefreier“ ein- und aussteigen kann. Kinderwagen oder Rollator schiebende Menschen freuen sich.

Ferner wurde/wird auch sonst alles erneuert, auch das Wartehäuschen, Ampeln und mehr. Bald kann man hier wieder ein- und aussteigen. Derzeit halten die Busse ein paar Meter entfernt Richtung Schulzentrum Nord, das man im Hintergrund schwach erkennen kann.

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 2 (31.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (04.11.2017)

Die provisorische, ein paar Meter Richtung Karl-Marx-Ring versetzte Haltestelle des 197 Innenring live erlebt:

Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 3 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck
Bushaltestelle Quiddestraße
Bild 4 (04.11.2017) © Thomas Irlbeck

Nett, Google+ hat die beiden Fotos so zusammengeklebt, dass der Eindruck entsteht, unser 197er würde nun alle 30 Sekunden verkehren:

Bushaltestelle Quiddestraße
Der Beitrag bei Google+

U-Bahnbau am Spielhaus (ca. 1972)

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U-Bahnbau am Spielhaus ca. 1972.
U-Bahnbau am Spielhaus ca. 1972. Foto: Werner Lechner

Neuperlach bekommt seine U-Bahn. Wir sehen die in Bau befindliche Röhre. Wie das Bild speziell in der Vergrößerung zeigt (Bild anklicken, um zu vergrößern), reicht die Baustelle bis praktisch unmittelbar an die Fassade des heutigen Spielhauses heran (ganz links). Das nährt die These, dass das Gebäude während des U-Bahnbaus gefährdet war.

Das Bild zeigt, dass die Albert-Schweitzer-Schule bereits fertig ist, das Schulzentrum Nord (links im Bild) befindet sich bereits im Bau.

Das Foto ist wohl um 1972 herum entstanden. 1972 ist realistisch, zumal das Schulzentrum Nord Ende 1973 Richtfest feierte. Das Bild zeigt, dass die Bauarbeiten sich noch ziemlich im Anfangstatdium befinden. Von der Jahreszeit ist zumindest nicht Sommer, die Bäume sind kahl, ein Baum scheint noch Herbstlaub zu tragen. Ob das jetzt ein Hinweis auf Anfang oder Ende 1972 ist, ist unklar. Wer das Datum noch weiter/besser einschätzen kann, darf gerne kommentieren oder mailen.

Vielen Dank an Werner Lechner, dass dieses Foto hier gezeigt werden darf!

Mitte der 1980er-Jahre sah es hier dann so aus:

Ostpark ca. 1984
Blick vom Ostpark auf das Schulzentrum Nord, das Spielhaus („Maulwurfshausen“) und Neuperlach Nord, ca. 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

Altes aus Neuperlach – spektakuläres Video mit historischen Bildern

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Peter Wahrendorff, der 2011 tragischerweise verstorben ist, hat Neuperlach in der Anfangszeit in einem äußerst bemerkenswerten Film festgehalten. Alles beginnt damit, dass der Flieger landet – die Wahrendorffs ziehen von Berlin nach München. Es gibt Bilder vom Bau der Häuser, von den Rohbauten, den ersten Jahren. Nach Neuperlach fährt die Trambahn, dem Ostpark fehlen noch der Ostparksee und der Michaeligarten, dafür düsen Flugzeuge mit ohrenbetäubendem Lärm über den Park, und auf der fast schon vergessenen Sommersprungschanze legte der Nachwuchs respektable Hüpfer hin. All das ist längst Vergangenheit, aber dieses Video holt diese zurück ins Jetzt.

Hinweis zum Bild

Das Video hat im linken Bereich einen Bildfehler, also bitte nicht wundern.

Danke!

Ein ganz besonderer Dank geht an die Kinder von Peter Wahrendorff, die mir die Genehmigung erteilt haben, dieses eigentlich private Video hier zu zeigen.

Neuperlach 1968 bis 1975, Teil 1 von 2

(Link: YouTube)

Inhalt: Die Berliner kommen – Rohbaubesichtigung Okt. 1968 – Der längste Block in Neuperlach, der Z-Block – Südseite Quiddestraße – Blick nach Altperlach – Die Zugspitze hinter St. Michael – Stadtblick nach München – Blick vom Dach im 8. Stock – Münchenblick – Unsere Wohnung Quiddestraße – Beim Ausmessen der Steckdosen usw. – Neuperlach 1975 (eher 1971/1972!?) – Blick ohne Wohnring – Rundgang über unsere Spielplätze – Unser Perlach Mobile (auch als Raumspindel „Space Churn“ bekannt, der Verfasser) – Die Ständlerstraße noch ganz leer

Neuperlach 1968 bis 1975, Teil 2 von 2

(Link: YouTube)

Inhalt: Die LVA in Neuperlach – Schulzentrum Nord –, Unser Ostpark: noch kahl! – Mit eigener Sprungschanze – Damals gab es noch Flugzeuge im Ostpark! – Michaeligarten: Wo bist du? – Das war Perlach damals!

Hinweis zur Musik

Als musikalische Untermalung waren ursprünglich Stücke von Bert Kaempfert zu hören. Sie sind authentisch für diese Zeit. Leider musste die Originalmusik entfernt werden, denn bei einem Test identifizierte YouTube Material von UMG. Da sich YouTube, die GEMA und UMG bis heute nicht auf eine Lizenzierung des Materials einigen konnten, verpasste YouTube dem Video eine Sperre für Deutschland. Das Video wäre daher nur mit Tricks in Deutschland zu sehen gewesen. Daher musste die Musik leider durch lizenzfreie Musik ersetzt werden. Als Notbehelf ist im Folgenden der Soundtrack aufgeführt. Wer will, kann damit die Originalmusik rekonstruieren und nebenher laufen lassen.

Soundtrack

1. Catalania Bert Kaempfert And His Orchestra 2:08
2. Wonderland By Night (Wunderland bei Nacht) Bert Kaempfert And His Orchestra 3:12
3. A Swingin‘ Safari Bert Kaempfert And His Orchestra 3:06
4. Danke Schoen Bert Kaempfert 2:40
5. Red Roses For A Blue Lady Bert Kaempfert And His Orchestra 2:20
6. Moon Over Naples (Spanish Eyes) Bert Kaempfert And His Orchestra 2:36
7. Remember When Bert Kaempfert And His Orchestra 2:59
8. Strangers In The Night Bert Kaempfert And His Orchestra 3:20
9. Mister Sandman Bert Kaempfert And His Orchestra 2:30
10. Something Bert Kaempfert And His Orchestra 2:42

Alle Titel sind auf dem Album „Colour Collection“ enthalten, das es bei Amazon als CD und als MP3-Download gibt.

Fotoschatzfund Neuperlach (2): Heute: Mitte der 1980er-Jahre

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Luftbild Neuperlach Nord ca. 1984
Luftbild Neuperlach Nord, ca. 1984. Aufgenommen beim Ladeanflug. Rechts ist deutlich die Heinrich-Wieland-Straße zu erkennen (führt von rechts unten ins Bild). Aus der Fotosammlung von J. W.
Ostpark ca. 1984
Blick vom Ostpark auf das Schulzentrum Nord, das Spielhaus („Maulwurfshausen“) und Neuperlach Nord, ca. 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

J. W. hat uns weitere hochinteressante historische Fotos aus Neuperlach zur Verfügung gestellt. Vielen, vielen Dank für den Einsatz! Auch das letzte Bild hat etwas mit Neuperlach zu tun, auch wenn der Betrachter dem Betrachter keine Hochhäuser präsentiert werden. Am 12. Juli 1984 ereignete sich eines der schlimmsten Hagelunwetter seit Jahrzehnten in Deutschland. Es traf dabei vor allem den Münchner Osten und damit auch Neuperlach. Rund 400 Verletzte waren zu beklagen, zum Glück keine Toten. Häuser und Automobile wurden zum Teil schwer beschädigt. Den VW Käfer aus dem Foto hat es erwischt, er hat deutliche Beulen abbekommen.

Friedrich-Engels-Bogen ca. 1985-1989
Friedrich-Engels-Bogen mit Blick aufs Marx-Zentrum und das AOK-Gebäude, ca. 1985-1989. Aus der Fotosammlung von J. W.
VW Käfer nach Hagelschaden 1984
VW Käfer nach Hagelschaden 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.