BA 16: U5 soll zur Metro Brunnthal verlängert werden

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Ottobrunn_Phönix-Bad
Mit der U-Bahn ins Ottobrunner Phönix-Bad? Nach dem Willen des BA 16 soll das möglich werden. Foto: LepoRello / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Bezirksausschuss 16 (Ramersdorf-Perlach) hat sich für eine Verlängerung der U5 von Neuperlach Süd über Neubiberg (Bundeswehr-Universität) und Ottobrunn bis zum Ludwig-Bölkow-Campus (Airbus Group) in Taufkirchen ausgesprochen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. In der unmittelbaren Umgebung der geplanten Endhaltestelle befindet sich auch die Metro Brunnthal, Ikea Brunnthal und ein Baumarkt. Die Gemeindezugehörigkeit ist hier etwas unübersichtlich, denn gemeint ist nicht das reguläre Taufkirchen an der S-Bahnstation Taufkirchen, sondern eine östliche Exklave von Taufkirchen, die südlich an Ottobrunn angrenzt. Gefühlt befindet man sich eher in Ottobrunn. Durch das Grundstück von Ikea verläuft gar eine weitere Grenze, der Norden liegt noch in der Exklave Taufkirchen, der Süden bereits in Brunnthal.

Argumente für die Verlängerung

Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Bahnhof Neuperlach Süd. Geht es auf dem anderen Gleis irgendwann weiter nach Ottobrunn und Brunnthal? (Archivbild von 2011) © Thomas Irlbeck

Begründet wird der Vorstoß mit den zahlreichen angesiedelten Betrieben. Hier werden Ikea, Metro und der Baumarkt genannt. Man könnte nun einwenden, dass die meisten Leute zu Ikea, zur Metro und zum Baumarkt mit dem Auto fahren, da man ja Groß- und Möbeleinkäufe kaum mit der U-Bahn transportieren kann. Doch es ist hier ja einiges an Industrie, vor allem die Mitarbeiter der Airbus Group könnten von einem verbesserten ÖPNV profitieren, denn derzeit haben sie nur die wenig attraktiven Busse. Es sollen in unmittelbarer Gegend noch weitere Betriebe angesiedelt werden. Auch würden Einrichtungen in Neubiberg und Ottobrunn besser angeschlossen werden, etwa der Sportpark mit dem Phönix-Bad in Ottobrunn (Foto) und die Wohngebiete in Ottobrunn. Auch hier ist die S-Bahn weit weg, es bleibt nur der Bus.

Trassenverlauf

Die Trasse soll weitestgehend oberirdisch verlaufen. Tatsächlich findet man westlich vom Haidgraben überwiegend Acker- und Grünflächen, sodass es hier tatsächlich gelingen könnte, eine oberirdische Trasse zu bauen, in weiten Teilen sogar ohne Aufständerung.

An einigen Stellen würde die Trasse aber nicht an Gewerbegebieten vorbeiführen, sondern sehr nahe an Wohnhäusern. Hier könnten sich Anwohner durch Lärm oder Schattenwurf durch eine doch aufgeständerte Trasse gestört fühlen und entsprechend gegen den Bau mobilisieren.

Kein gänzlich neuer Plan

Man darf auch nicht vergessen, bislang ist es nur ein Plan des Bezirksausschusses, nicht der Stadt München. Der Plan ist auch nicht ganz neu. In den 1990er-Jahren wurde mal der Bau einer sehr ähnlichen solchen Trasse vorgeschlagen, aber nicht weiterverfolgt, da der damals errechnete Millionenbetrag im dreistelligen Bereich für Neubiberg und Ottobrunn nicht finanzierbar war. Ob sich das heute anders verhält, bleibt abzuwarten.

U-Bahnbau am Spielhaus (ca. 1972)

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U-Bahnbau am Spielhaus ca. 1972.
U-Bahnbau am Spielhaus ca. 1972. Foto: Werner Lechner

Neuperlach bekommt seine U-Bahn. Wir sehen die in Bau befindliche Röhre. Wie das Bild speziell in der Vergrößerung zeigt (Bild anklicken, um zu vergrößern), reicht die Baustelle bis praktisch unmittelbar an die Fassade des heutigen Spielhauses heran (ganz links). Das nährt die These, dass das Gebäude während des U-Bahnbaus gefährdet war.

Das Bild zeigt, dass die Albert-Schweitzer-Schule bereits fertig ist, das Schulzentrum Nord (links im Bild) befindet sich bereits im Bau.

Das Foto ist wohl um 1972 herum entstanden. 1972 ist realistisch, zumal das Schulzentrum Nord Ende 1973 Richtfest feierte. Das Bild zeigt, dass die Bauarbeiten sich noch ziemlich im Anfangstatdium befinden. Von der Jahreszeit ist zumindest nicht Sommer, die Bäume sind kahl, ein Baum scheint noch Herbstlaub zu tragen. Ob das jetzt ein Hinweis auf Anfang oder Ende 1972 ist, ist unklar. Wer das Datum noch weiter/besser einschätzen kann, darf gerne kommentieren oder mailen.

Vielen Dank an Werner Lechner, dass dieses Foto hier gezeigt werden darf!

Mitte der 1980er-Jahre sah es hier dann so aus:

Ostpark ca. 1984
Blick vom Ostpark auf das Schulzentrum Nord, das Spielhaus („Maulwurfshausen“) und Neuperlach Nord, ca. 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

Handgemacht: Eine ganz besondere Einsendung zum Neuperlacher ÖPNV (Update)

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Die Trambahn nach Neuperlach wurde erst am 12.09.1970 eröffnet. Von diesem Tag stammt auch die Aufnahme. Vorher musste man auf Gummi nach Neuperlach reisen. Fotograf: Peter Wagner. Mit freundlicher Genehmigung der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.

In den Anfangsjahren war Neuperlach noch überschaubar und es gab auch keine unzähligen Buslinien. Aus dieser Zeit (1968 bis 1973) stammen spezielle handgezeichnete Pläne mit der ÖPNV-Netz- und Angebotsentwicklung, die mir Matthias Hintzen einsandte. Ganz herzlichen Dank dafür!

Aus den Plänen ist auch der Takt ersichtlich: Jeder Strich steht für eine Fahrt pro Stunde und Richtung zur Hauptverkehrszeit.

Neuperlach nur mit Buserschließung – ohne Trambahn, aber auch ohne U-Bahn und S-Bahn, ja was heute unvorstellbar ist, war für die ersten Bewohner Realität. Dafür waren aber auch die Einkaufsmöglichkeiten bescheiden. Immerhin gab es ab Ende der 1960er-Jahre in der Baracke des heutigen FestSpielHaus (Plettstraße) den ersten Supermarkt in Neuperlach.

Es sei hier auch auf den älteren Artikel Die unbekannte Buslinie nach Neuperlach hingewiesen, der die anfängliche ÖPNV-Anbindung durchleuchtet.

Jetzt aber zu den Plänen. Wie immer: Ein Klick macht groß!

München-Neuperlach_1969
Netzplan 1968. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1969
Netzplan 1969. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1970
Netzplan 1970. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1971
Netzplan 1971. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1972
Netzplan 1972: Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1973
Netzplan 1973. Urheber: Matthias Hintzen

Update

Mit weiteren Plänen wird das Netz nun bis in die Gegenwart abgedeckt.

München-Neuperlach_1975
Netzplan 1975. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1977
Netzplan 1977. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1980_06
Netzplan 1980 (Juni). Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1980-10
Netzplan 1980 (Okt). Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1982
Netzplan 1982. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1985
Netzplan 1985. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_1989
Netzplan 1989. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_2002
Netzplan 2002. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_2003
Netzplan 2003. Urheber: Matthias Hintzen
München-Neuperlach_2012
Netzplan 2012. Urheber: Matthias Hintzen

Albert-Schweitzer-Straße/Quiddestraße (ca. 1970)

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Albert-Schweitzer-Straße/Quiddestraße (1969)
Albert-Schweitzer-Straße/Quiddestraße (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Heute geht es mit der Zeitmaschine ganz weit in die Anfänge von Münchens bestem Stadtteil zurück. Wir schreiben das Jahr 2 nach Beginn der Neuperlacher Zeitrechnung (das heißt 1969, denn 1967 war bekanntlich Grundsteinlegung) und befinden uns an der Ecke Albert-Schweitzer-Straße/Ecke Quiddestraße. Oben etwas links von der Mitte erkennt man das heutige Spielhaus (Maulwurfshausen). Wie schon an anderer Stelle erwähnt und wie hier gut im Bild zu sehen, gab es noch ein paar weitere ähnliche Häuser in der nähern Umgebung. Es überlebte nur das Spielhaus.

Rechts oben entstand das Schulzentrum Nord, rechts unten ist das Grundstück der Albert-Schweitzer-Schule. Bemerkenswert ist, dass die Albert-Schweitzer-Straße noch keine richtige rechte Fahrspur hat. Für den etwas später anstehenden U-Bahnbau hat man da aber ohnehin alles aufgerissen, denn der U-Bahn-Tunnel entstand in offener Bauweise. An der Kreuzung im Bild ist heute der Nordausgang der U-Bahnstation Quiddestraße.

Wer genau hinsieht, erkennt in dem Bild auch die Michaelikapelle und es ist mit ziemlicher Sicherheit auch ein Trambahnzug zu sehen (rechts oben im Foto). Das Bild ist angeblich von 1969. Da die Tram erst am 12 .September 1970 eröffnet* wurde, kommt wohl nur 1970+x infrage. Da die Bäume hier noch keine herbstliche Verfärbung zeigen, ist 1970 unwahrscheinlich, sodass von Frühjahr 1971 auszugehen ist. Viel später kann es aber dann nicht sein, da noch keine Arbeiten am Schulzentrum Nord zu sehen sind.

Vielen Dank an Christoph Wimber, dass dieses Foto hier gezeigt werden darf.

Mehr historische Fotos in der Abteilung Historisches.

(* Eine Testfahrt weit vor der offiziellen Eröffnung ist übrigens sehr wahrscheinlich auszuschließen, da bis Anfang September 1970 (also kurz vor der Eröffnung der Trambahn) die Schienen in Neuperlach Nord noch nicht alle lagen, wie diverse Aufnahmen mit dokumentiertem Datum belegen.)

Verbesserungen für Perlach zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember

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Der Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2013 bringt einige Verbesserungen, auch für Neuperlach. Die wichtigsten Änderungen für Neuperlach, Perlach und Waldperlach werden im Folgenden vorgestellt.

U-Bahn

Allgemein

An den Umsteigepunkten Scheidplatz (U2/U3) und Innsbrucker Ring (U2/U5) wird künftig während der morgendlichen Hauptverkehrszeit nicht mehr gewartet, wenn eine parallel einfahrende U-Bahn verspätet ist. Damit soll verhindert werden, dass sich Verspätungen auf andere Züge übertragen.

U5

Montags bis donnerstags an Schultagen beginnt der 5-Minuten-Takt bereits um 13 statt um 15 Uhr.

U5

U7

Diese fährt nun auch nachmittags bis Neuperlach Zentrum. Zudem werden statt Vollzügen (4 Wagen) nun Langzüge (6 Wagen) eingesetzt.

Update: Wie mich ein Neuperlach.org-Leser dankenswerterweise hinwies, gibt es auch farbliche Änderungen. Die U7 hat schon seit dem 9. Dezember eine andere Farbgebung, die nun auf zwei Farben basiert. Das ist im Prinzip auch eine Verbesserung, da immer wieder Leute erst am Karl-Preis-Platz bemerken, dass sie in die falsche U-Bahn eingestiegen sind. Die Farben von U5 und U7 waren bisher kaum zu unterscheiden. Ganz neu sind Logo und Farbgebung nicht, bis 2006 hatte die U7 ein sehr ähnliches Logo, das auf die Linienfarben von U1 und U2 anspielt, da die U7 ja deren Linienwege teilweise bedient. Dass auch ein Teil der U5 mitbedient wird, wird nun farblich ignoriert. Ganz identisch ist das neue Logo aber nicht mit dem Logo bis 2006. Das geschulte Auge erkennt ab dem Logo von 2012 Abweichungen in der Schriftart, die Ziffer 7 ist nun unten abgeschrägt.

U7 bis 2006
Logo bis 2006
U7 bis 2013
Logo 2012 bis 2013
U7 neu
Logo neu

U8

Diese kommt nach drei Jahren Pause als Linienbezeichnung zurück, fährt aber nicht nach Neuperlach. Stattdessen verkehren die samstags von ca. 11.30 bis 19.30 Uhr angebotenen Fahrten zwischen Sendlinger Tor, Hauptbahnhof und Olympiazentrum in Zukunft als U8. Damit soll besser klargemacht werden, dass diese Verstärkerzüge einen von anderen Linien abweichenden Linienweg bedienen. Die Farbgebung des Logos spielt auf die U2 und U3 an, da der Linienweg eine Mischung aus diesen beiden Linien darstellt.

U8 neu
Logo neu

Buslinien

139

Der Takt zwischen Giesing Bahnhof und Neuperlach Zentrum wird in der Hauptverkehrszeit von 20 auf 10 Minuten verdichtet.

192 und 195

Seit Eröffnung des neuen Gymnasiums Trudering an der Markgrafenstraße finden zusätzliche Fahrten zu Schulbeginn und Unterrichtsschluss statt. Auf der Linie 192 zwischen Trudering Bahnhof und Gymnasium Trudering wird im morgendlichen Schulverkehr ein 5-Minuten-Takt angeboten.

198

Die Betriebszeit wird nach voller Besiedelung des Neubaugebietes am Gefilde von 21 Uhr bis ca. Mitternacht ausgedehnt.

Quelle: MVG-Website

Eine reife Leistung? MVG stellt Programm für 2014 vor

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U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum
U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum. Foto: jmauerer / Lizenz siehe: flickr

Die MVG stellt ihr Leistungsprogramm 2014 vor, das vom Münchner Wirtschaftsreferenten und Oberbürgermeisterkandidat Dieter Reiter (SPD) initiiert wurde. Erstaunlicherweise hat man es dieses Mal durchaus geschafft, ein paar wirkliche Innovationen vorzusehen. So wird es erstmals eine wirkliche Expressbuslinie geben, die dank eines vergrößerten Haltestellenabstands schneller als eine Metrobus-Linie unterwegs sein soll. Diese Linie X30 wird vom Max-Weber-Platz über Ostbahnhof, Candidplatz und Harras zum Partnachplatz verkehren und nur 10-mal halten. Ein ganz wenig Großstadtflair mag dies sicherlich sein.

Die zweite Innovation: Eine spezielle Altstadtlinie 101 wird die Feinerschließung im Bereich zwischen Sendlinger Tor, Marienplatz und Hofgarten übernehmen. Um in den engen Straßen nicht anzuecken, sollen erstmals im Münchner Stadtverkehr die kleineren Midibusse zum Einsatz kommen.

Sonst finden sich vor allem Taktverdichtungen bei U-Bahn und Trambahn. Erwähnenswert ist, dass die U4 auch im Abendverkehr wieder in die Innenstadt rollen darf und ihr Stummeldasein beendet. Die Endstation ist nicht mehr Max-Weber-Platz, sondern Odeonsplatz. Das Umsteigen von der U4 in die U5 Richtung Neuperlach wird etwas komfortabler, da zumindest Zeitkarteninhaber nun bequemer am Lehel umsteigen können und nicht mehr das Sperrengeschoss am Max-Weber-Platz bemühen müssen.

Mini-Mini-Renaissance der U8

Die U8 kommt als Linie zurück, aber mit Neuperlach hat dies nichts zu tun. Die derzeit linienfreien Verstärkerfahrten an Samstagen, die vom Sendlinger Tor bis Scheidplatz rollen und dort zum Olympiazentrum abbiegen, erhalten diese historische Nummer U8.

Wo aber liegen die Verbesserungen für Neuperlacher, von dem gerade erwähnten Vorteil des einfacheren Umsteigens von der U5 in die U4 und umgekehrt im Spätverkehr abgesehen?

Da gibt es auch ein paar Dinge:

U-Bahn

U5: Montags bis donnerstags an Schultagen fährt die U5 in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit bereits ab ca. 13 Uhr alle 5 Minuten. Die Vision der Wiedereinführung des durchgehenden 5-Minutentaktes tagsüber muss weiter geträumt werden, aber eine Verbesserung ist es dennoch.

U7: Auch im nachmittäglichen Berufsverkehr wird diese am Westfriedhof startende Linie bis Neuperlach Zentrum verkehren und nicht schon am Sendlinger Tor enden.

Bus

139: Auf dem Abschnitt Giesing – Neuperlach Zentrum wird ein 10-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit eingeführt. Am Abend wird die Linie auch nach 20 Uhr den Abschnitt vom Klinikum Harlaching über Neuperlach Zentrum bis Trudering bedienen (bis ca. 0:30). Der Takt beträgt 20 Minuten.

192/195: Das Truderinger Gymnasium an der Friedenspromenade/Ecke Markgrafenstraße soll im September 2013 eröffnet werden. Es wird dann einzelne zusätzliche Verstärkungsfahrten geben.

198: Die Linie von Neuperlach Zentrum zum Waldperlacher Klara-Ziegler-Bogen wird auch nach 21 Uhr verkehren (bis ca. 0:30).

Fazit

Der große Wurf ist es sicherlich nicht. Aber immerhin vielleicht mehr, als man erwarten konnte. Allerdings ist Wahlkampf, da darf sich der Oberbürgermeisterkandidat schließlich profilieren. Bei allen Verbesserungen gilt jedoch zu bedenken, dass es erst einmal Pläne sind, denen der Stadtrat noch zustimmen muss.

Quellen

Weitere Details kann man hier nachlesen:

Abfahrt alle zwei Minuten (Süddeutsche Zeitung)

MVG-Leistungsprogramm 2014 (Tramgeschichten.de)

Neue U7 nach Neuperlach ab dem 12. Dezember

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U7 bis 2013
Neues Logo

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember bekommt Neuperlach wieder eine zweite U-Bahnlinie (Neuperlach.org berichtete). Die U7 verkehrt ausschließlich im morgendlichen Schulverkehr von ca. 7:00 bis 9:00 zwischen Neuperlach Zentrum und Westfriedhof. Die Taktfolge liegt bei 10 Minuten. In den Schulferien fährt keine U7 nach Neuperlach.

Der erste Einsatz der U7 ist einen Tag später, am 12. Dezember, da der 11. Dezember ein Sonntag ist.

Die Linie ist eine Mischung aus U1, U2 und U5, da ihr Linienweg über die genannten Linien führt (U1: Westfriedhof – Kolumbusplatz, U2: Kolumbusplatz – Innsbrucker Ring, U5: Innsbrucker Ring – Neuperlach Zentrum). Die Linienfarbe spielt auf das Braunocker der U5 an bzw. strebt farblich eine Mischung aus U1 und U5 an.

Neben den Haltestellen sind auch einige wichtige Einrichtungen eingezeichnet. Information ist alles.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Es handelt sich ausdrücklich um einen selbst erstellten Plan, nicht um einen offiziellen Plan des MVV, der MVG oder der Stadt München.

Neuperlach ohne U-Bahn

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Es kommt nur selten vor, dass Neuperlach zu regulären Fahrplanzeiten auf die U-Bahn verzichten muss. Doch vom 23. Oktober bis 27. Oktober, jeweils ab ca. 21:30, war die U5 wegen Gleisarbeiten zwischen Innsbrucker Ring und Neuperlach Süd außer Betrieb. Es wurde der Schienenersatzverkehr 105 eingerichtet (Neuperlach.org berichtete). Wenn Sie den Artikel lesen, ist der Spuk wahrscheinlich schon wieder vorbei, denn ab Freitag, den 28. Oktober verkehrt die U5 wieder nach Fahrplan.

SEV 105 Innsbrucker Ring
Die Autobuslinie 105 am Innsbrucker Ring. Der vordere Bus (leider ohne Beschriftung 105) fährt bis Neuperlach Süd … (27.10.2011) © Thomas Irlbeck
SEV 105 Innsbrucker Ring
… der hintere (mit Beschriftung 105) nur bis Neuperlach Zentrum (27.10.2011) © Thomas Irlbeck
SEV 105 Innsbrucker Ring
Hier – wir sind weiterhin am Innsbrucker Ring – steigen die Fahrgäste von der verkürzten U5 in die Autobusse um, um in die herrlichen Neuperlacher Plattenbausiedlungen zu kommen (27.10.2011) © Thomas Irlbeck
SEV 105 Innsbrucker Ring
Noch einmal Innsbrucker Ring, jetzt mit Blick stadtauswärts (27.10.2011) © Thomas Irlbeck
SEV 105 Innsbrucker Ring
Ein Autobus der Linie 105 kommt aus Neuperlach am Innsbrucker Ring an (27.10.2011) © Thomas Irlbeck

Schienenersatzverkehr auf der U5

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Wegen Gleisarbeiten wird die U5 vom 23. Oktober bis einschließlich Donnerstag, 27. Oktober, jeweils ab ca. 21.30 Uhr bis Betriebsschluss, auf dem Abschnitt Innsbrucker Ring – Neuperlach Süd stillgelegt. Als Ersatz verkehren Autobusse der Linie 105.

Quelle: Zughalt.de

Verkehr verkehrt – wie geht’s weiter mit U und S in München?

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Wie es der Zufall will, haben manche Leute einen Namen, der zu Verwechslungen führt. Georg Kronawitter (SPD), der von 1972 bis 1978 sowie von 1984 bis 1993 Münchner Oberbürgermeister war und seit über 35 Jahren in einer Bungalow-Siedlung in Neuperlach (!) wohnt, hat einen Namensvetter, der noch dazu Münchner Stadtpolitiker ist und im Stadtrat sitzt. Nur die Partei ist eine andere, er ist bei der CSU. Namentlich unterscheidet er sich nur darin, dass der CSU-Kronawitter seinen Doktor- und Ingenieurtitel führt.

Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD)
Münchens Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) ist seit Urzeiten Neuperlacher. Foto: Michael Lucan / Lizenz siehe: Wikipedia.

Da sich Alt-OB Kronawitter auch heute noch zu aktuellen Münchner Themen meldet, führte dies immer wieder zu gewissen Konfusionen: Medien greifen Nachrichtenschnipsel auf, in denen Georg Kronawitter genannt wurde, und ergänzen sie mit „der frühere Münchner Oberbürgermeister“, obwohl der CSU-Kronawitter gemeint ist. All dies ist aber nicht so schlimm, denn dadurch werden immerhin die Leute zum Schreiben von Leserbriefen und Onlinekommentaren animiert und danach haben die Redakteure etwas für ihre Fehler-Rubrik. Sollte Josef Schmid (CSU) Nachfolger von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) werden, dem aus Altersgründen nichts anderes übrig bleibt, als in die Landespolitik zu wechseln (er ist bei der nächsten OB-Wahl älter als 65 und darf daher nicht mehr antreten, in der Landespolitik gibt es keine Altersgrenze) und das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten anzustreben, könnte CSU-Kronawitter in Zukunft nicht nur verkehrspolitische Vorschläge aus der Opposition machen, sondern als städtischer Verkehrspolitiker diese auch aus der Regierung selbst mitgestalten.

CSU-Kronawitter fiel bislang des Öfteren mit kreativen Ideen auf. Ich mag prinzipiell Leute, die aus der herkömmlichen Denke herausgehen und ungewöhnliche Vorschläge machen.

Die Münchner S-Bahn am Limit

Derzeit platzt das Münchner-S-Bahnnetz bekanntlich aus allen Nähten. Es erstickt am eigenen Erfolg. So soll die bestehende S-Bahn-Stammstrecke zwischen Pasing und dem Ostbahnhof durch eine zweite Stammstrecke ergänzt werden. Ganz nebenbei müssen auch die S-Bahn-Außenäste ausgebaut werden. Obwohl man alles so schön geplant und im Marienhof schon das Graben angefangen hat (wenngleich erst einmal aus archäologischen Gründen, aber man kann ja beides verbinden), droht die zweite Stammstrecke nun an der Finanzierung zu scheitern.

S-Bahn Hackerbrücke
Wann geht’s wieder aufwärts mit der Münchner S-Bahn? Foto: rikdom / Lizenz siehe: flickr

Nun gibt es aber mehr oder weniger zufällig eine annähernd parallel führende U-Bahnstrecke vom Ostbahnhof zum Laimer Platz, die irgendwann bis Pasing fertig gebaut werden soll. Es fehlen hier nur noch 3,2 Kilometer. Die S-Bahn-Stammstrecke kostet um die 2 Milliarden EUR, die U-Bahn nach Pasing ist für rund 300 Millionen EUR zu haben, geradezu ein Schnäppchen. Die Realisierung der U-Bahn nach Pasing ist derzeit fraglich, da der Nutzen als gering bewertet wird. Die letzte Berechnung ergab mit Hängen und Würgen und unter Streichung einiger Rolltreppen (!) einen NKF (Nutzen-Kosten-Faktor) von über 1. Konkret lag lag er bei 1,05, nur wenn er die 1 überschreitet, kann es die essentiellen Fördergelder geben. Eine Neuberechnung steht an. Die stadteigene Verkehrsgesellschaft MVG ist gegen den Bau, unter anderem, weil man zur Wiesn-Zeit den U-Bahnhof Theresienwiese dann endgültig am Limit sieht, schließlich würden viele Wiesn-Besucher, die aus Westen mit der S-Bahn kommen, in Zukunft in Pasing umsteigen und mit der U4/U5 zur Theresienwiese fahren, statt die S-Bahn zur Hackerbrücke zu benutzen.Schließlich muss man von der Hackerbrücke ein paar Meter laufen. Damit würden die subtil geleiteten Fahrgastströme im Bahnhof Theresienwiese aus dem Takt geraten. Bereits jetzt gibt es große Probleme, der Bahnhof musste dieses Jahr stolze 170 Mal wegen Überfüllung geschlossen werden. Zwei Jahre zuvor kam man noch mit etwa halb so viel Schließungen hin. Spätestens bei Verlängerung der U-Bahn nach Pasing wird es erforderlich werden, den U-Bahnhof komplett umzubauen, etwa durch Einbau zusätzlicher Bahnsteigkanten, sodass eine Türreihe zum Einsteigen und eine zum Aussteigen genutzt wird, so wie dies an den S-Bahnstationen Hauptbahnhof, Stachus und Marienplatz auf der Stammstrecke praktiziert wird. So ein Umbau käme jedoch einem halben Neubau gleich und könnte den NKF unter 1 drücken. Nun mag es befremdlich erscheinen, sollte die U5 nicht gebaut werden, weil sie zwei Wochen im Jahr zu erfolgreich wäre, die restlichen Wochen dagegen mangels ausreichender Fahrgastzahlen keine ausreichende Effizienz besäße. Aber die zwei Wochen Wiesn kann man nicht einfach wegdiskutieren und die Sicherheit der Fahrgäste am Bahnhof Theresienwiese muss natürlich höchste Priorität besitzen.

Gleichermaßen U und S: die Mischröhre, in der Zweisystemzüge rollen

Kronawitter denkt in puncto U-Bahn Pasing ein wenig weiter: Warum nicht U-Bahn und S-Bahn verbinden? Man könnte doch auch S-Bahnfahrzeuge durch die U-Bahnröhre von Pasing zum Ostbahnhof schicken. Nun aber saugen U-Bahnzüge über seitlich an den Gleisen montierte Stromschienen ihren elektrischen Saft, S-Bahnzüge dagegen über eine Oberleitung. Dann müssen halt Zweisystemfahrzeuge her, die beides können. Technisch machbar ist dies prinzipiell. Man hätte dann zunächst eine U4/U5 nach Pasing, sodass die Bewohner in Laim und Pasing einen leistungsfähigeren ÖPNV erhalten würden. Des Weiteren übernähme eine solche Mischröhre auch die Funktion einer S-Bahn-Stammstrecke, die zwar nicht so leistungsfähig wäre wie eine reine S-Bahnröhre, aber es wäre deutlich besser als nichts. Man könnte hier nicht nur einige S-Bahnlinien fahren lassen, um die erste S-Bahn-Stammstrecke zu entlasten, sondern es gäbe auch ein leistungsfähiges Backup für den Störfall – wenn auf der ersten S-Bahn-Stammstrecke nichts mehr geht. Im letzteren Fall will Kronawitter die U4, die derzeit meist an der Theresienwiese endet, bis Pasing verlängern. Sie soll dann als Express verkehren und die gestrandeten S-Bahnfahrgäste ohne Halt direkt von Pasing zum Hauptbahnhof und umgekehrt schaufeln. Auch zur Wiesn-Zeit soll es Express-Züge geben, die nicht an der Theresienwiese halten, schließlich will nicht jeder Berufstätige sofort und täglich zur Wiesn.

Im Detail betrachtet

Alles klingt nicht schlecht, aber sehen wir uns das im Detail an:

  • Ein Zweisystemfahrzeug müsste erst einmal entwickelt werden, einen fertigen Typ wird man kaum von der Stange bekommen. Bestehende Züge können nicht auf den Mischlinien eingesetzt werden, was die Flexibilität schmälert, man hat dann letztlich drei Systeme statt zwei.
  • Die U-Bahnsteige in München sind nur 120 Meter lang, entsprechend könnte ein Zweisystemzug erheblich weniger Fahrgäste wegsschaufeln als ein S-Bahnzug, der als Langzug 200 Meter misst. Es ist also schon man der erste große Kompromiss zu machen.
  • Ferner muss man in Pasing eine Ausfädelung implementieren, den U-Bahnhof Pasing am besten oberirdisch bauen. Die Deutsche Bahn sträubt sich aber, hier Platz herzugeben.
  • Viel problematischer ist die Ausfädelung am Ostbahnhof. Diese unter laufendem Rad zu realisieren, dürfte fast ein Ding der Unmöglichkeit sein. Natürlich könnte man auf die Ausfädelung dort verzichten, hätte dann aber nur eine Verbesserung für die nach Westen verkehrenden S-Bahnen. Die Zweisystemfahrzeuge würden dann über die U5 nach Neuperlach Süd rollen. Dort kommen die Züge ja heute schon praktischerweise direkt neben den S-Bahngleisen an die Oberfläche. Dort ließe sich zumindest eine Ost-S-Bahn verstärken, in Gestalt der S7 nach Kreuzstraße, doch dummerweise benötigt gerade diese eher schlecht ausgelastete Strecke keinen kürzeren Takt.
  • Fädelt man am Ostbahnhof aus, hat man das Problem, dass zwischen Theresienwiese und Max-Weber-Platz schon heute zur Hauptverkehrszeit U4 und U5 im 2,5-Minutentakt verkehren, da ist nur noch sehr wenig Platz für weitere Linien. Man kommt kaum umhin, die U5 ausdünnen, was aber bedeuten würde, dass der Abschnitt Ostbahnhof – Neuperlach Süd zur Hauptverkehrszeit noch im 10-Minutentakt bedient wird, was nicht ausreichend ist. Die U5 ist zur Hauptverkehrszeit jetzt schon so gut ausgelastet, dass sie ab Dezember dieses Jahres durch eine U7 zwischen Neuperlach Zentrum und Westfriedhof verstärkt wird.
  • Zu erwarten ist auch, dass die hervorragende Pünktlichkeit der U-Bahn leidet, wenn die S-Bahnen mit angesammelten Verspätungen in die U-Bahnröhre eintauchen und somit die Taktfolge durcheinanderbringen.
  • Zu den Express-U-Bahnen für den S-Bahnstörfall: Die MVG müsste hier Fahrer und Wagen vorhalten, die einspringen. Die MVG zeigt sich hier nicht begeistert, aus Kundensicht wäre mir eine Fehde zwischen MVG und der Deutschen Bahn herzlich egal, da würde ich auf eine gute Kooperation drängen. Auch wenn das zusätzliches Geld kostet, hat der S-Bahnfahrgast ein gewisses Recht, von Pasing in angemessener Zeit weiterzukommen, dann darf es an so etwas nicht scheitern. Doch zumindest bei der Express-Idee von Kronawitter bleibt unberücksichtigt, dass ein U4-Expresszug sofort die vorausfahrende U5 einholen würde. Man müsste die Strecke dann viergleisig ausbauen oder zumindest Überholgleise vorsehen, was für den S-Bahnstörfall völlig unverhältnismäßig wäre. Man würde sich auch schnell einer Kostendimension der S-Bahn-Stammstrecke nähern. Ähnliches gilt für die Express-U4, die zur Wiesn-Zeit nicht am Bahnhof Theresienwiese halten soll. Die gesamte U-Bahn-Strecke ist während der Wiesn-Zeit auch heute schon oft genug ein einziger Stau. Wie sollen da bitte noch U-Bahn-Express-Züge rollen und noch der zusätzliche S-Bahnverkehr mit vielleicht zwei oder drei Linien?

Fairerweise muss man sagen, dass Kronawitter hier zahlreiche Ideen festgehalten hat, aber nicht behauptet, dass in Sachen U-/S-Bahn-Mischröhre alle Teilvorschläge gleichzeitig realisierbar sind.

Leute mit ungewöhnlichen Ideen braucht es sicherlich. In der Regierungsverantwortung lernen sie dann schnell, das Hauptaugenmerk auf technisch, logistisch und monetär realistische Lösungen zu legen. Mich wundert aber eines, dass CSU-Kronawitter seine Zweisystem-Idee immer noch propagiert, etwa über eine jüngst herausgegebene Presseerklärung, obwohl die wesentlichen Thesen nach Expertenmeinung schon längst widerlegt sind.

Ich bin für die echte zweite S-Bahn-Stammstrecke. Die U5 nach Pasing sehe ich allenfalls als reine U-Bahn – langfristig. Da weiß man, dass dies funktionieren wird. Dies ist wenig kreativ, die Idee ist langweilig. Aber um Kurzweile geht es in der Politik nicht.

Fotoschatzfund Neuperlach (3): Die späten 1960er und frühen 1970er

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J. W. hat wieder ein paar super Fotos ins digitale Zeitalter gerettet. Vielen Dank! Das erste Bild zeigt die Quiddestraße mit der abzweigenden Plettstraße. Dort ist das heutige FestSpielHaus zu erkennen, das damals der erste Supermarkt in Neuperlach war.

Quiddestraße/Ecke Plettstraße
Albert-Schweitzer-Straße/Plettstraße. Um 1969/1970. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Die anderen beiden Fotos sind seltene Dokumente des U-Bahnbaus und wurden an der Quiddestraße, Ecke Albert-Schweitzer-Straße, auf Zelluloid gebannt. Deutlich ist im Hintergrund die Albert-Schweitzer-Schule zu erkennen.

U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.
U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Nachtrag: Dank der auf dem letzten Bild sichtbaren Wahlplakate gelang J. W. eine genaue zeitliche Einschätzung. Die Wahlplakate hingen 1972:

Wahlplakate 1972
Wahlplakate 1972

Aus Alt mach Neu im U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd

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Bei einem Medienrundgang der MVG wurde heute der modernisierte U-/S-Bahnhof Neuperlach Süd vorgestellt. Manche Neuperlacher erinnern sich noch daran, dass der S-Bahnteil des Bahnhofs bereits im Mai 1978 eröffnet wurde. Dies war neben der Tram eine weitere Möglichkeit, von Neuperlach in die Innenstadt zu gelangen. Doch damals war außer Siemens (Eröffnung um 1978) kaum etwas in der Nähe angesiedelt, auch gab es noch so gut wie keine Wohnhäuser in der näheren Umgebung. Per Autobus gelangte man aber von den bereits bezogenen Neuperlacher Bauabschnitten zum Bahnhof Neuperlach Süd.

Im Oktober 1980 wurde dann auch der U-Bahnteil des Bahnhofs eröffnet. Jetzt nach über 30 Jahren erstrahlt der Bahnhof nach einer umfassenden Modernisierung im neuen Glanz. Er erhielt ein neues, freundlicheres Design, wurde barrierefrei ausgebaut und brandschutztechnisch ertüchtigt. Die Verkaufsflächen wurden verdreifacht. Die Arbeiten dauerten 3,5 Jahre und fanden unter laufendem Rad statt.

Medienrundgang Neuperlach Süd
Das Interesse am Medienrundgang ist gering. Dabei hätte der Bahnhof mehr verdient! (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Alt und Neu
Alt und Neu im Vergleich (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Kurzgewendeter Zug Neuperlach Süd
Die in Neuperlach Süd endenden Züge der U5 wenden derzeit wegen Bauarbeiten nicht in der hinter dem Bahnhof liegenden Betriebsanlage Süd, sondern machen eine Kurzwende auf Gleis 1. Das Umsteigen zur S-Bahn wird dadurch etwas umständlicher, da Treppe, Rolltreppe oder Fahrstuhl benutzt werden müssen (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Süd Fahrstuhl
Die Fahrstühle sind ein optischer Leckerbissen, da die Innereien wie die Gegengewichte und Umlenkrollen nur durch Glas geschützt sind (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Zugzielanzeiger Neuperlach Süd
Der Bahnhof bekam als Zugzielanzeiger nicht die neuen blauen TFT-Monitore, sondern gebrauchte LCD-Anzeiger aus dem U-Bahnhof „Georg-Brauchle-Ring“. Vermutlich sind diese bei Tageslicht besser lesbar. Sie entgingen einer Entsorgung und erfüllen somit jetzt in einem der wenigen Oberflächenbahnhöfe ihren Dienst. Die Untergrundbahnhöfe wurden dagegen bereits zum Großteil mit den TFT-Monitoren nachgerüstet (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
DFI Neuperlach Süd
Die DFI-Anzeiger (Dynamische FahrgastInformation) in der Eingangshalle des Bahnhofs informieren in modernster TFT-Technik, welche Bus-, U- oder S-Bahnlinie wann wohin abfährt (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Kiosk Neuperlach Süd
Einer der vier neuen, modernen Shops (26.05.2011) © Thomas Irlbeck
Ausblick Neuperlach Süd
Ausblick Richtung Norden und damit u.a. auf Siemens (26.05.2011) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder vom heutigen Medienrundgang in Neuperlach Süd in meinem flickr-Album

Und das Ganze gibt’s natürlich auch als Diashow

U7: Neuperlach bekommt wieder zweite U-Bahnlinie

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U7 bis 2013
Logo ab 2012

Angekündigt wurde sie bereits im September letzten Jahres, nun ist es offiziell: Neuperlach bekommt wieder eine zweite U-Bahnlinie. Dabei werden die morgendlichen Verstärkerfahrten der U1 an Schultagen zwischen Westfriedhof und Sendlinger Tor mit dem Fahrplan 2012 (der am 11. Dezember 2011 in Kraft tritt) nach Neuperlach Zentrum verlängert. Diese Fahrten verkehren unter der Linienbezeichnung U7. Die U7 ist damit eine Mischung aus U1, U2 und U5, da ihr Linienweg über die genannten Linien führt (U1: Westfriedhof – Kolumbusplatz, U2: Kolumbusplatz – Innsbrucker Ring, U5: Innsbrucker Ring – Neuperlach Zentrum). Das neue Logo sieht wie hier zu sehen aus.

Damit dürfte auf das Braunocker der U5 angespielt bzw. farblich eine Mischung aus U1 und U5 angestrebt werden.

(Bild entfernt)

U-Bahnhof Quiddestraße (Archivbild).

U7 bis 2006
Logo bis 2006

Die Linienbezeichnung U7 gab es bereits früher: Von 1999 bis 2006 verkehrten Verstärkerfahrten der U1 zwischen Rotkreuzplatz und Innsbrucker Ring als U7. Zu Großmessen wurden diese Fahrten zur Messestadt Ost verlängert. Damals hatte die U7 keine eigene Mischfarbe, das Logo war vielmehr eine Kombination der Logos der U1 (grün) und U2 (rot).

Versteckte Preiserhöhung – MVV stiftet Verwirrung

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Euro
Mit so wenig Kleingeld kommt man heute nicht mehr weit im MVV. Foto: abung / Lizenz siehe: flickr

Der MVV wird zum 12.12.2010 um durchschnittlich 2,8 Prozent teurer, aber richtig interessant sind ja die versteckten Preiserhöhungen. Im Kleingedruckten erfährt man nun, dass man keine Tageskarten mehr mit Streifenkarten oder Einzelfahrkarten kombinieren darf. Bislang war es ein beliebter Trick, sich die Fahrt z.B. vom Innenraum zum Strauß-Flughafen preislich angenehmer zu gestalten, indem man sich eine Tageskarte Außenraum (5,40 EUR nach dem neuen Tarif ab 12.12.2010; alle folgenden Preisangaben beziehen sich ebenfalls auf den neuen Tarif, falls nicht anders angegeben) kaufte und 2 Streifen auf der Streifenkarte dazustempelte (macht 2,40 EUR). Die Fahrt zum Flughafen würde sich damit auf 5,40 EUR + 2,40 EUR = 7,80 EUR reduzieren. Regulär stempelt man 8 Streifen auf der Streifenkarte, was 9,60 EUR macht. Nach dem alten Tarif kostete die jetzt unerlaubte Kombination noch 7,50 EUR, was eine Preiserhöhung von 28 Prozent ergibt.

Natürlich kannten eher die Insider diese Tricks. Aber wer es nutzte, ist jetzt der Angeschmierte. Doch eine Passage gibt einen weit größeren Anlass zur Sorge. Unter „1.1.2 (5) Zonentarif / Anschlussfahrkarten“ heißt es in den Tarifbestimmungen:

Tageskarten dürfen nur mit Tageskarten kombiniert werden.

Unter „2.1.3 (1) Zeitkartentarif / Anschlussfahrkarten“ steht dagegen

Wenn der Inhaber einer Zeitkarte diese über deren örtlichen Geltungsbereich nutzen will, so kann er für die außerhalb des Geltungsbereichs seiner Zeitkarte zurückzulegende Fahrtstrecke eine Fahrkarte des Zonentarifs verwenden und diese bereits auch innerhalb des Geltungsbereichs der Zeitkarte entwerten.

Nun muss man wissen, dass die Tageskarte auch eine Zonenkarte ist. Somit ist die Aussage widersprüchlich.

Sehr beliebt ist die IsarCard, eine Art Flatrate fürs S-Bahn-, U-Bahn-, Tram- und Busfahren, die es auch im Abonnement gibt. Wer die IsarCard Innenraum hatte, konnte günstig in den Außenraum fahren, indem er den Rest dazustempelte – per Streifenkarte etwa oder durch den Erwerb einer Tageskarte Außenraum. Einem Badetag in Starnberg stand damit nichts im Wege.

Die seltsame Einschränkung „Tageskarten dürfen nur mit Tageskarten kombiniert werden“ spricht nun dagegen, zumindest gegen die Kombination IsarCard + Tageskarte. Die offenbar einzig erlaubte Kombination Tageskarte + Tageskarte ergibt nur in den seltensten Fällen Sinn, da man kaum eine Tageskarte Innenraum mit Tageskarte Außenraum kombinieren dürfte, sondern vielmehr gleich eine Tageskarte Gesamtnetz erwerben würde. Spontan dachte ich, dass es richtig „Tageskarten dürfen nur mit Zeitkarten kombiniert werden“ heißen müsste. Aber Zweifel bleiben, denn es steht nun mal anders an einer Stelle, die eine gewisse Verbindlichkeit festschreibt und bei der man höchste Sorgfalt erwarten kann, geht es doch hier schnell um die Frage, ob man überhaupt im Besitz einer gültigen Fahrkarte ist.

Der MVV hat es nun hier geschafft, maximale Verwirrung zu stiften. Eine Anfrage beim MVV brachte aber nun die Entwarnung. Es heißt:

Mit einer IsarCard-Wochenkarte, – Monatskarte oder – im Abo können Sie nach wie vor alle Fahrkarten des Zonentarifs (Einzelfahrkarten, Streifenkarte, Tageskarten und ggf. die Kurzstreckekarte als Anschlusskarte verwenden.

Mit dieser Antwort bleibt für mich die IsarCard weiterhin attraktiv. Der MVV wird mich nicht als Kunden verlieren. Denn ich ich kann weiterhin kombinieren. Dennoch bleibt das neue Verbot einer Kombination von Tageskarte und Streifenkarte bzw. Einzelfahrkarte. Hier kann ein Fahrgast schnell unwissentlich zum Schwarzfahrer werden und das erhöhte Beförderungsentgelt von 40 EUR fällig werden. Auch wenn man sich vorher informiert, kann man sich zumindest schwarz ärgern, wenn nun in Einzelfällen 28 % mehr abdrücken muss.

Nachtrag: Inzwischen wurde ich im Eisenbahnforum darauf hingewiesen, dass es sich streng genommen nicht um einen Fehler handeln würde, da die Aussage „Tageskarten dürfen nur mit Tageskarten kombiniert werden.“ im Punkt „Zonentarif“ stehe und daher diesen beträfe. Allerdings befindet sich die Aussage im Unterpunkt „Anschlussfahrkarten“. Da erwarte ich schon eine Aussage, die auch Anschlussfahrkarten anderer Tarife betrifft, denn hier geht es ja darum, was ich mit meiner Zonentarif-Tageskarte kombinieren darf. Der Hinweis, diese dürfe ich nur mit einer Tageskarte kombinieren, ist nicht hilfreich, da dies in der Praxis nur extrem selten vorkommen dürfte.
Außerdem verweist man unter 2.1.3, dem Zeitkartentarif, schon auf andere Tarife, eben den Zonentarif. Nur umgekehrt nicht. Also mindestens uneinheitlich und sicher verwirrend. Mir geht es jetzt auch nicht um „Fehler ja oder nein?“, aber ich würde mir in den Tarifbestimmungen Aussagen wünschen, die verständlich und eindeutig sind.

Update 11.12.2010: Der MVV hat nach Protesten das neue Kombinationsverbot von bestimmten Fahrkarten wieder ausgesetzt. Es bleibt zunächst alles beim Alten. Tageskarten dürfen also weiterhin z.B. mit Streifenkarten und Einzelfahrkarten kombiniert werden. Damit gibt es auch erst einmal keine versteckten Preiserhöhungen.

Immer gerne zu Gast: die U2

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Heute war die U2 zu Gast in Neuperlach. Domi schoss dieses Mal einen C-Wagen in der Quiddestraße. Zu beachten sind die neuen LCD-Zugzielanzeiger, welche die alten Fallblattanzeiger ablösen.

(Bild entfernt)

C-Wagen der Linie U2 in der Quiddestraße (15.11.2009).

Update

Der Grund für den Besuch ist die Ertüchtigung der Stromversorgung im Ostabschnitt der U2, wozu auch Arbeiten im Gleisbereich erforderlich sind. Die U2 kann dann jeweils nur alle 20 Minuten zwischen Innsbrucker Ring und Messestadt Ost fahren, die übrigen Züge werden über die U5 nach Neuperlach Süd abgeleitet.

Weitere Besuche der U2 in Neuperlach:

  • Montag, 16. mit Donnerstag, 19. November, jeweils ab ca. 22 Uhr
  • Sonntag, 22. November, ganztägig

Quelle

Pressemitteilung der MVG zur U2-Ableitung nach Neuperlach (Seite nicht mehr verfügbar)

Ein seltener Gast in Neuperlach

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Am 14. August (ab ca. 21.45 Uhr) bis 16. August (Betriebsschluss) und am Sonntag, 23. August (ganztägig) wurden bzw. werden zwischen den U-Bahnhöfen Kreillerstraße und Moosfeld Stromkabel verlegt. Daher fand bzw. findet zwischen den U-Bahnhöfen Innsbrucker Ring und Messestadt Ost nur ein eingleisiger Betrieb mit 20-Minuten-Takt statt.

Laut Beobachtung von Domi fuhren die „überschüssigen“ Züge der U2 heute bis Neuperlach Zentrum oder am Abend sogar bis Neuperlach Süd – im 20-Minuten-Takt. Damit gab die U2, die früher ganztägig nach Neuperlach rollte, ein kurzes Gastspiel in ihrer alten Heimat. Ein Beweisfoto hat Domi mitgeliefert.

(Bild entfernt)

Gastspiel in Neuperlach. Die U2 am heutigen Sonntag im U-Bahnhof Quiddestraße (16.08.2009, 15:48:37).

Unterirdisch

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Das „München U-Bahn-Album“ von Florian Schütz ist erschienen. Während sich andere U-Bahnbücher primär mit der Geschichte, den Fahrzeugen und Linienführungen auseinandersetzen, konzentriert sich Schütz vor allem auf die Bahnhöfe, die er in Gestalt von sehr gelungenen Farbfotos (rund 400) und zugehörigen textlichen Beschreibungen, die in Deutsch und Englisch abgedruckt sind, vorstellt.

Natürlich dürfen auch die Neuperlacher U-Bahnhöfe nicht fehlen. Der Autor verrät nicht nur bei diesen Bahnhöfen der U5 Süd, was sich die Planer und Architekten dabei gedacht haben und warum die Bahnhöfe so aussehen, wie sie aussehen. So erfährt man auch das eine oder andere interessante Detail, das vielleicht sogar so manchem U-Bahnspezialisten noch nicht bekannt war.

München U-Bahn Album

Florian Schütz
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