Ramponierte Barrierefreiheit am LAO – jetzt wird nachgebessert (Update 14.10.2017)

Werbung

LAO Rampe
Bild 1: Die viel zu steile Rampe (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Die Fußgängerbrücke zwischen dem LAO (Leben am Ostpark, im Volksmund wegen der vier an Sprungschanzen erinnernden Gebäudebestandteile auch als (Vier-)Schanzenhaus bekannt) und der Allianz-Versicherung hat eine wichtige Funktion. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Gegend um das Plett-Zentrum (Einkaufszentrum Life, Bürohaus Albert-Schweitzer-Straße, Quiddestraße (U-Bahn)) und der anderen Straßenseite der Ständlerstraße Richtung pep und Stadtteilbibliothek.

Flach ist nur bei Witzen schlecht!

Die Treppe mit integrierter Rampe zur Brücke wurde aber viel zu steil gebaut (Neuperlach.org berichtete), was zur massiven Kritik führte. Mit dem Rollstuhl ist sie unbezwingbar, aber es haben auch viele mit Kinderwagen und Fahrrad (schiebend, versteht sich) ihre Schwierigkeiten, speziell, wenn es nass und glatt ist. Manche haben Angst oder es fehlt ihnen einfach die Kraft. Denn gefühlt geht es da fast senkrecht rauf, tatsächlich sind es nicht mal 45 ° (100 %), was aber natürlich dennoch viel zu steil ist. Denn empfohlen sind für Rollstuhl-fähige Rampen maximal 6 % Steigung. Von Barrierefreiheit ist man hier also weit entfernt.

Schildbürgerstreich mit Warnschild

Die Rampe ist so gefährlich, dass sogar ein Warnschild angebracht wurde und eine mächtige Umlaufsperre, damit jeder schön abgebremst wird und da nicht versehentlich runterfährt. Ich kenne selbst Leute, die haben beim Runterschieben ihres Fahrrades die Kontrolle verloren, wodurch das Rad die Treppe runtergekracht ist. Unfälle, bei denen es nicht nur Sachschaden, sondern auch Verletzungen gibt, sind zumindest nicht auszuschließen.

Bauarbeiten laufen bereits

Nun aber wird hier nachgebessert und eine weit weniger steile Rampe nachgerüstet. Die Bauarbeiten laufen bereits. Da die neue Rampe quer zur bestehenden verläuft und damit das breite LAO-Grundstück ausreizt, wird sie weitaus weniger steil ausfallen. Warum nicht gleich, muss man sich fragen.

LAO Rampe
Bild 2: Schildbürgerstreich mit ausnahmsweise berechtigtem Schildern: Nicht ohne Grund wird hier gewarnt (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 3: Die Abhilfe naht. Die Rampe ist bereits im Bau. Da sie quer zur bestehenden Rampe angelegt wird, kann sie weit flacher verlaufen (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 4 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 5 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 6 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 7 (01.10.2017) © Thomas Irlbeck

Update (14.10.2017)

Es geht rasch voran. Die Geh- und Fahrbahnen der Rampe lassen sich bereits erahnen.

LAO Rampe
Bild 7 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 8 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 9 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck
LAO Rampe
Bild 10 (14.10.2017) © Thomas Irlbeck

Steilvorlage am LAO

Werbung

Die Brücke und die „steile Treppenanlage“ sind bereits seit dem 11.02 freigegeben. Daher ist das Ganze jetzt nicht mehr mehr wirklich neu, aber ich war noch nicht dazu gekommen, hier mal ein paar Fotos zu schießen. Trotz der enormen Steigung von gefühlten 100 Prozent steht nun die Verbindung zwischen Plett-Zentrum/LAO und Allianz/Richtung pep wieder. Mit einem Rollstuhl sollte man diese Verbindung meiden. Ebenso sollten alle, die Einschränkungen beim Laufen haben oder nicht schwindelfrei sind, lieber einen Umweg nehmen. Für Fahrradfahrer heißt es schieben!

Steile Treppenanlage am LAO
Bild 1: Das Gefahrenschild „steile Treppenanlage“ sagt schon viel aus (31.03.2016) © Thomas Irlbeck
Steile Treppenanlage am LAO
Bild 2 (31.03.2016) © Thomas Irlbeck
Steile Treppenanlage am LAO
Bild 3: Mächtige Umlaufsperre als Leitplanken in Gefahren-Wot-Weiß ausgeführt  (31.03.2016) © Thomas Irlbeck

Wann wird endlich die Brücke vom LAO Richtung pep freigegeben? (Update 12.02.2016)

Werbung

Eine Brücke schlagen
Umlaufsperre installiert, Brücke noch gesperrt (19.11.2015) © Thomas Irlbeck
Brückenbauer
Die Brücke während der LAO-Bauarbeiten (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Fast jeder Neuperlacher dürfte diese Brücke kennen. Sie führt über die Ständlerstraße und verbindet das Plett-Zentrum mit der Allianz. Damit stellt sie für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige und gern genutzte Verbindung Richtung pep dar. Genauer muss man sagen „stellte“. Denn mit Baubeginn des LAO (Leben am Ostpark) im August 2013 wurde die Brücke gesperrt. Obwohl das LAO bereits im August dieses Jahres eröffnet wurde, wurde die Sperrung immer noch nicht aufgehoben. Das bedeutet für viele Anwohner und Besucher weiterhin Umwege, die eigentlich vermeidbar wären, wäre alles korrekt verlaufen.

Die Gründe für diesen Schildbürgerstreich sind banal. So war laut Münchner Merkur vereinbart worden, die Brücke nicht nur mit einer Treppe, sondern auch über eine Rampe anzuschließen. Tatsächlich wurde nur eine steile Treppe mit Kinderwagenspur errichtet. Für Rollstuhlfahrer ist die Benutzung wohl lebensgefährlich, ebenso für Radfahrer, die nicht absteigen. Doch selbst das Rad zu schieben, ist wegen der hohen Steigung alles andere als ein Spaß, wie der Autor im Selbstversuch feststellen musste.

Wer von der Allianz Richtung LAO will, könnte vor allem im Dunkeln die steile Treppe abstürzen, denn eine Umlaufsperre als Warnung und Bremsvorrichtung war auch nicht errichtet worden. Jetzt sollen Umlaufsperre und Rampe nachgerüstet sowie die Frage nach ausreichender Beleuchtung sowie Räum- und Winterdienst geklärt werden. Erst dann soll die Brücke freigegeben werden.

Eine Umlaufsperre wurde mittlerweile installiert, wie das Foto zeigt. Die Brücke ist aber mit Stand Donnerstag, den 19.11.2015, immer noch gesperrt.

Update 12.02.2016 – Überraschende Freigabe

Die Brücke ist seit dem 11.02.2016 freigegeben. An der Treppe wurde nichts verändert. Offenbar ist man der Meinung, dass die sehr auffällige Umlaufsperre (Foto oben) genug Sicherheit bietet. Ob eine weniger steile Rampe später nachgerüstet wird, ist nicht bekannt.

Über sieben Brücken musst Du gehen (Update Nr. 2)

Werbung

Die alte Schikane vor dem Abbau: Die Brücke beginnt mit Rot-Weiß (20.08.2010) © Thomas Irlbeck

Zumindest fast, aber in Neuperlach gibt es tatsächlich viele Brücken, die den Fußgängern das gefahrlose Überqueren der Straßen ermöglichen sollen. Um Radfahrer auszubremsen, die hier gerne, aber nicht legal fahren, hat man schon vor Urzeiten diese Brücken mit Umlaufsperren (Drängelgitter, Schikanen) versehen. Geübte Radfahrer fahren hier weiter, aber mit verminderter Geschwindigkeit.

Seit kurzem sind die Umlaufsperren auf dieser Brücke über den Karl-Marx-Ring an beiden Seiten mit einem rotweißen Warnband und einer Warnleuchte versehen. Es sind keine Bauarbeiten zu sehen und wohl auch keine angekündigt. Wer genau hinsieht: Die Brücke ist nicht gesperrt, es ist also nur eine optische Geschichte. Offenbar sollen die Umlaufsperren, die man im Dunkeln leicht übersehen kann, auffälliger gekennzeichnet werden. Demzufolge wäre es eine Verkehrssicherungsmaßnahme. Oder hat jemand eine andere Idee? Ist hier mal ein Radfahrer zu Schaden gekommen?

Update: Die Umlaufsperren wurden nun auf dieser Brücke komplett abgebaut, die Durchfahrt ist seit Jahrzehnten wieder ohne Behinderung möglich. Hoffentlich bleibt das so und die Konstruktion ist nicht zum Umbau oder/und zum Lackieren ausgelagert. Laut einem tz-Artikel baut die Stadt nach Absprache mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) solche Schikanen schrittweise ab. Aber gleichzeitig errichtet sie wieder neue, etwa an der neuen Parkstadt-Tram.

Update 2 (22.09.2010): Aus der Traum. Die Schikane ist zurück, fein säuberlich in Signalfarben lackiert. Alles muss halt seine Ordnung haben. Von wegen, dass die Schikanen großräumig abgebaut werden. Warum man nicht auf die gefährlichen Radlkiller verzichtet hat, die man trotz Warnlackierung im Dunkeln vermutlich nur sehr schlecht sieht, erschließt sich mir nicht. Aber um die Radfahrpolitik der Stadt München ist es nicht zum Besten bestellt, auch wenn man grundsätzlich gesehen nicht alles falsch macht.