Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)

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Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 1 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 2: Das Turmkunstwerk dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen: das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Vor einiger Zeit hatten wir über die Feuerwehr in Neuperlach – genauer die Feuerwache 9 an der Heidestraße – berichtet. Bei dieser stehen umfassende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen bevor. Spannend ist dabei immer, wie sieht es bei den anderen, bei unseren Nachbarn aus?

In Ottobrunn bietet sich eine ganz andere Optik. Der zur Anlage gehörige Turm erinnert ein wenig an einen Kirchturm und bildet einen interessanten Blickfang. Statt Glockengebimmel gibt es Sound per Sirenenanlage. Der Rest der Anlage mit seinem Verwaltungs- und Werkstättentrakt und der Containerhalle dagegen wirkt unspektakulär.

Geschichte

Bereits über 100 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn (FFO) alt. Am 14. Juni 1914 wurde sie als „Freiwillige Kolonistenfeuerwehr“ nach einem Großbrand der Kegelbahn an der Gastwirtschaft Waldschlösschen gegründet.

Der heutige Bau in der Ottostraße 19 mit seinen 6.000 Quadratmetern wurde 1971 bezogen. Vorher (ab 1926) war man an der Kreuzung Jahnstraße/Rosenheimer Landstraße ansässig.

Der FFO gehören 167 Einsatzkräfte sowie 37 Mitglieder der Jugendfeuerwehr an (Stand 2019). Jährlich werden rund 500 bis 700 Einsätze gefahren. Die FFO wird auch zur „Nachbarschaftshilfe“ in andere Gemeinden des Landkreises sowie in Nachbarlandkreise gerufen.

46 % der Einsätze der FFO sind derzeit First-Responder-Einsätze (Helfer vor Ort), 34 % Hilfeleistungen, 13 % Brandeinsätze und 7 % Wachen (Veranstaltungs- und Brandschutzwachen).

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 3: Turm . Das Kunstwerk sollte der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen ist das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Großbrand im Ottobrunner Phönix-Bad

Einer der aufsehenerregendsten Einsätze der FFO dürfte am 26.11.1996 stattgefunden haben. Ausgerechnet das Ottobrunner Phönix-Bad brannte – ist doch der Phönix ein mythischer Vogel, der am Lebensende verbrennt und aus dessen Asche er wieder neu entsteht. Das Hallenbad wurde dabei zerstört, die Technikräume blieben dagegen unversehrt und bildeten die Basis für den Wiederaufbau, was der Redewendung „Phönix aus der Asche“ gerecht wurde.

Im April dieses Jahres wurde bekannt, dass auf den Dächern der Anlage bis zu 20 Wohnungen gebaut werden sollen. In diesen Wohnungen könnten junge ehrenamtliche Einsatzkräfte unterkommen, die in der Umgebung keine (bezahlbare) Wohnung finden. Der Bau könnte im Frühjahr 2020 starten.

Mehr Infos auf der offiziellen Website der FFO.

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 4 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 5: Teil der Fahrzeughalle (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 6 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 7: Detail Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 8: Signalanlage auf Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 9: Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Ein gutes neues Jahr 2018!

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Feuerwerk über Neuperlach. Das erste Foto ist eine Lesereinsendung. Vielen Dank für das super Foto!

Feuerwerk Marx-Zentrum 2017/2018
Bild 1: Feuerwerk über dem Marx-Zentrum (01.01.2018). Foto: Lesereinsendung
Feuerwerk 2017/2018
Bild 2 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 3 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 4 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 5 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 6 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 7 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 8 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 9 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 10 (31.12.2017) © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 11 (01.01.20178 © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 12 (01.01.20178 © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 13 (01.01.20178 © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 14 (01.01.20178 © Thomas Irlbeck
Feuerwerk 2017/2018
Bild 15 (01.01.20178 © Thomas Irlbeck

Weniger schöne Neujahresbilder aus der Plettstraße

Zum Brandhergang ist derzeit nichts Näheres bekannt. Lesereinsendung, vielen Dank!

Plettstraße Autobrand
Bild 16 (01.01.2017). Foto: Lesereinsendung
Plettstraße Autobrand
Bild 17 (01.01.2017). Foto: Lesereinsendung
Plettstraße Autobrand
Bild 18 (01.01.2017). Foto: Lesereinsendung

Einstürzende Neubauten? Spektakulärer Schaden an einer Wohnanlage in Neuperlach Ost (Update 05.03.2018)

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Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 1: Das sieht nicht gut aus. Man wundert sich, dass alles oben geblieben ist (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 2 (Illustration) lässt erahnen, was hier für Kräfte am Werk waren. Mehr dazu im Text (23.12.2017)

In dieser Wohnanlage am Annette-Kolb-Anger in Neuperlach Ost habe ich einmal gewohnt. Im 9. Stockwerk. Nun gibt es hier einen spektakulären Schaden, vermutlich durch einen Sturm: Die augenscheinlich nachträglich angebrachten Glasvordächer zweier Loggien (oder Doppel-Loggia) wurden zerstört, zwei Betonstreben herausgerissen sowie das Flachdach beschädigt.

Man wundert sich, dass die beiden Streben nicht heruntergekracht sind, denn sie liegen jeweils nur noch auf einer Seite auf, auf der anderen werden sie offenbar nur noch durch die Metallstreben des (zerstörten) Vordaches gehalten. Wobei „aufliegen“ so eine Sache ist, zumindest die Strebe der rechten Loggia liegt auf einer Stelle auf, an der sie nicht hingehört. Untypisch für schweren Beton befindet sie sich nun auf einer deutlich höheren Position als vorher. Eine der Streben wurde durch zwei farbige Gurte notdürftig stabilisiert.

Man kann hier spekulieren: Das Vordach könnte im Sturm wie ein Segel gewaltigen Kräften ausgesetzt und dadurch angehoben worden sein. Da das Dach an den Betonstreben montiert ist, hat es Letztere offenbar ebenso angehoben und durch den Hebeleffekt herausgerissen. Die Streben sind wahrscheinlich nur aufgelegt sowie teilweise an ihren den Abschlüssen in Bohrungen innerhalb der Betonfassaden geschoben. Sie halten somit durch ihr Eigengewicht und den damit verbundenen Reibungswiderstand.

Ein Absperrband (Bild 3) soll verhindern, dass man sich dem Gebäude zu stark nähert, denn die Absturzgefahr dürfte kaum gebannt sein.

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 3: In der Totalen sieht es eher unspektakulär aus. Nur bei genauerem Hinsehen wird klar, was hier passiert ist (siehe rote Markierung oben). Unten ist ein Absperrband zu erkennen (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 4: Die linke herausgehobene Strebe wurde offenbar durch diese beiden Gurte stabilisiert (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 5: Die rechte Strebe scheint auch nur noch am seidenen Faden zu hängen (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 6 (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 7: Genauer hat es die rechte Strebe offenbar so angehoben (im Sturm?), dass das rechte Ende auf dem Dach zum Aufliegen kam und sich dort verhakt hat (20.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 8: Detail rechte Strebe, rechter Abschluss. Die Strebe hat es hier regelrecht … (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 9: … herausgerissen, man sieht rechts die Aussparung, in der sie mal drin war. Nur an diesen Abschlüssen sind die Streben nicht nur auf die Träger aufgelegt, sondern in eine Aussparung horizontal reingeschoben und damit eigentlich fixiert – auch gegen ein einfaches Anheben. Doch nachdem es die Strebe herausgerissen hat, wurde sie offenbar gewaltig angehoben und sie ist dann auf das Flachdach heruntergekracht. Dabei wurde die Metallummantelung des Flachdachrandes beschädigt. Das legt die Vermutung nahe, dass die Streben sehr schwer und aus massivem Beton sind (23.12.2017) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 10: Detail (23.12.2017) © Thomas Irlbeck

Update 25.01.2018

Zur Schadensbehebung wurde nun ein Gerüst aufgebaut:

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 11 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 12 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 13 (25.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 05.03.2018

Das Gerüst ist abgebaut, die Reparatur erst einmal abgeschlossen. Man hat das Dach entfernt und die Balken wieder an ihrer ursprünglichen Stelle eingehakt. Ein Balken war offenbar nicht mehr zu retten. Er fehlt nun einfach und es ist ein Loch in der Wand. Hoffentlich wird der Balken später noch ergänzt. Dafür spricht, dass der Einschub selbst repariert und nicht etwa zugespachtelt wurde (Bild 16).

Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 14 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 15: Der Schaden wurde repariert, aber spätstens in der Vergrößerung wird klar, dass ein Balken fehlt (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 16: Reparierter Einschub, aber der Balken fehlt (05.03.2018) © Thomas Irlbeck
Annette-Kolb-Anger, Schäden
Bild 17 (05.03.2018) © Thomas Irlbeck

Wasserburg: Empfang ohne großen Bahnhof – Diskussionen um die „unterbrochene“ Altstadtstrecke und ein Experiment (Update 15.10.2016)

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Schienenbus zwischen Edling und Brandstätt
Schienenbus zwischen Edling und Brandstätt bei einer Sonderfahrt der Freunde Historischer Eisenbahn Mühldorf e. V. (14.09.2008). Foto: GeorgR (de) / Lizenz siehe: Wikipedia

Es ist die Bahnstrecke, an die ich aus meiner Kindheit die stärkste Erinnerung habe – der sogenannte Filzenexpress. Der Name leitet sich aus den früheren Hochmooren (bairisch: Filz) im Ebrachtal ab (nahe Ebersberg), durch das die Strecke führt. Meine Eltern hatten eine Ferienwohnung in Oberbierwang. „Ober… wie bitte“? Es wird Ihnen jetzt wahrscheinlich nicht helfen, wenn ich sage, dass es sich um einen Nachbarort des tiefer gelegenen Ortes Unterbierwang handelt. Erleuchtender ist da schon die Tatsache, dass der Ort in der Nähe von Wasserburg am Inn liegt. Dass im Ortsnamen „Bier“ enthalten ist, fand ich immer lustig. Bei der Fahrt mit dem Automobil zur Ferienwohnung wurde meistens am Burenwirt in Reitmehring gegessen, einem Ortsteil von Wasserburg. Neben dem guten Essen genoss ich es immer, dass der Biergarten unmittelbar an den Gleisen liegt, unweit des Bahnhofs Wasserburg Bahnhof (Reitmehring). Hier kreuzen sich zwei Nebenbahnlinien, eben der Filzenexpress (Grafing – Wasserburg Bahnhof (Reitmehring) – Wasserburg Stadt) und die Bahnstrecke Rosenheim – Mühldorf. Für eine Nebenbahnstrecke war da viel Verkehr, die Stelle ein regelrechter Knotenpunkt, die Schranken gingen laufend runter. Ich schaute immer den Schienenbussen zu.

Damals, in den frühen 1970er-Jahren, war das Bahnfahren nicht mehr schick. Ganz Deutschland war automobil geworden, der autogerechte Stadtteil Neuperlach (der ganz nebenbei auch fußgänger- und fahrradgerecht war, was oft übersehen wird) aus dem Boden gestampft worden. Die Bahn litt an chronischem Fahrgastmangel. Die Schienenbusse sollten die Bahn eigentlich retten, längere Züge mit höherer Kapazität konnte man vielerorts nicht mehr vertreten. Eine andere Bezeichnung für Schienenbus ist daher passenderweise Nebenbahnretter.

Wasserburg am Inn
Foto: Allie_Caulfield / Lizenz siehe: flickr

Die Bahnstrecke Grafing – Wasserburg war zudem eine richtige Bummelbahn. Die vielen unbeschrankten Bahnübergänge und unübersichtlichen Stellen ließen oft nur Mopedgeschwindigkeit und weniger zu. Es war kein Geheimnis, dass die Bundesbahn damals die Strecke am liebsten stilllegen wollte. Dabei war speziell der 1902 eröffnete Abschnitt Reitmehring – Wasserburg spektakulär. Die Bahn fuhr in einem Bogen runter ins Inntal, in die Wasserburger Altstadt. Auf der 4,4 km langen Strecke werden 55 Höhenmeter überwunden. Dabei lief der letzte Streckenabschnitt vor der Altstadt direkt neben dem Inn, kurz vor dem Bahnhof ging es durch einen kurzen Tunnel. Der Blick, die Landschaft, all dies war und ist phantastisch.

Umgebungskarte Wasserburg am Inn
Umgebungskarte Wasserburg am Inn. Die Bahnstrecke zur Altstadt ist hier als gestrichelte Linie eingezeichnet (markiert durch den roten Pfeil). Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

1987 kam der Bundesbahn die Natur zur Hilfe. Nach einem Erdrutsch etwa 1 Kilometer vor dem Stadtbahnhof war die Bahnlinie nicht mehr befahrbar, die Schienen hingen in der Luft. Anstatt die Stelle zu reparieren, tat man: nichts. Man wollte den gesamten Filzenexpress loswerden. Doch es kam anders, auch aufgrund von Bürgerprotesten. Noch heute fährt der Filzenexpress, jetzt mit modernen Zügen der Baureihe 628. Viele Bahnübergänge wurden modernisiert oder aufgelassen. Nun soll sogar ein Stundentakt kommen, hierzu soll der Haltepunkt Steinhöring zu einem Kreuzungsbahnhof umgebaut werden. Allerdings gibt es immer noch unbeschrankte Bahnübergänge und gefährliche Stellen, was entsprechende Langsamfahrstellen bedeutet. Die größte Einschränkung ist, dass die Strecke runter zur Altstadt immer noch unterbrochen ist. Offiziell stillgelegt wurde die Strecke nie, sie gilt tatsächlich nur als „unterbrochen“.

Seit Jahrzehnten wird diskutiert, ob man die Altstadtstrecke wiederherstellen soll. Im Falle einer endgültigen Stilllegung denkt man darüber nach, die Strecke in einen Radweg umzubauen.

Pro und Contra Wiederaufbau Altstadtstrecke

Pro

  • Es ergibt wenig Sinn, eine Bahnstrecke wenige Kilometer vor dem eigentlichen Ziel enden zu lassen. Wer in die Altstadt will, muss den Bus benutzen, was wenig komfortabel ist, auch durch den Zeitverlust durch das Umsteigen, die Zwischenhalte, Umwege und Schleifenfahrten.
  • Die Altstadtstrecke macht Wasserburg für Touristen attraktiver. Es fiele ein Umsteigevorgang weg, die Fahrzeit würde sich verkürzen. Es geht aber nicht nur um eine Fahrzeitverkürzung, sondern auch um die herrliche Landschaft. Der Wert liegt also auch in einem Fahrerlebnis. Es darf nicht immer nur ums liebe Geld gehen. Ich möchte das große Wort Weltkulturerbe nicht überstrapazieren, für mich ist die Bahnstrecke aber so was Ähnliches wie ein Weltkulturerbe, das man erhalten bzw. wiederherstellen sollte. Durch die Bahnstrecke wird Wasserburg einfach in jedweder Beziehung aufgewertet.

Contra

  • Der Altstadtbahnhof hat nur einen geringen Erschließungscharakter. Die Altstadt wird zwar erreicht, aber die hauptsächlichen Wohnquartiere liegen abseits, ebenso das beliebte Spaßbad BADRIA, das Gymnasium und die Spitäler. Für all das braucht man also weiterhin den Bus. Viele der angefahrenen Ziele sind sogar von Wasserburg Bahnhof, also Reitmehring, besser zu erreichen als vom Altstadtbahnhof aus, selbst wenn man Letzteren zu einem optimalen Umsteigebahnhof macht. Zwischen Wasserburg Stadt und Reitmehring führt die Bahnlinie zudem nicht durch erschlossenes Gebiet. Es gibt kaum Wohnhäuser und andere Einrichtungen. Entsprechend würde auch kein Zwischenhalt großartigen Erschließungscharakter aufweisen, dennoch wurde auch eine Variante mit Zwischenhalt in der Antoniussiedlung untersucht (1 km vom Reitmehringer Bahnhof entfernt).
  • Die Bahnstrecke führt durch das Betriebsgelände von MEGGLE, einem milch- und molkeverarbeitenden Konzern in Reitmehring. MEGGLE hat sich gegen eine Wiederinbetriebnahme ausgesprochen, auch weil man Erweiterungspläne habe, die Bahn wäre dann hinderlich. Die Bahnstrecke im Betriebsgelände ist aber Bahneigentum, MEGGLE muss faktisch kooperieren. Es wurde aber auch schon geprüft, ob das Betriebsgelände umfahren werden kann.
  • Die Strecke wird als nicht wirtschaftlich angesehen. Bei einer standardisierten Bewertung ergab sich nur ein enttäuschender NKF (Nutzen-Kosten-Faktor) von 0,13 bis 0,2, je nach Szenario. Der Schwellenwert für die Wirtschaftlichkeit liegt bei 1,0. Ein NKF von 1,1 bedeutet z.B., dass der Nutzen 1,1 Mal höher ist als die Kosten. Ein Faktor von >1,0 ist auch Voraussetzung für die Gewährung von staatlichen Fördermitteln.

Der aktuelle Stand

Bahnstrecke Grafing – Wasserburg
Bahnstrecke Grafing – Wasserburg. Bild: Vuxi / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch diesen Herbst könnte es eine Entscheidung geben, ob die Strecke reaktiviert wird. Die Reaktivierung würde laut Gutachten (Untersuchung der Reaktivierungsmöglichkeiten der Bahnstrecke Wasserburg Stadt – Wasserburg Reitmehring mit vereinfachtem Projektdossierverfahren zur Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des öffentlichen Nahverkehrs) vom Dezember 2010 etwa 11 Millionen EUR kosten. 2011 beschloss der Wasserburger Stadtrat in Anbetracht der geringen Wirtschaftlichkeit einer Reaktivierung, ein Stilllegungsverfahren einzuleiten. Eine Stilllegung ist aber rechtlich nur möglich, wenn sich kein Unternehmen für den Betrieb der Strecke findet. Inzwischen haben aber zwei Unternehmen Interesse für einen Betrieb bekundet. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass die Stadt Wasserburg nun die Strecke auf eigene Kosten instandsetzen muss. Einer der Interessenten ist die Bayernbahn, die bereits ein grobes Konzept hat: einen Wochenendbetrieb mit den alten Schienenbussen, vor allem für Touristen. Später wäre dann eventuell auch ein täglicher Betrieb möglich.

Das Experiment

Vor zwei Wochen habe ich mir mal die Strecke bzw. das, was von ihr noch übrig ist, im Rahmen einer Radtour angeschaut. Ich wurde gewarnt, die Strecke sei kaum zugänglich, schon gar nicht mit dem Rad abfahrbar. Immerhin sei sie ja 1987 wieder der Natur überlassen worden. Aber Herausforderungen sind ja nicht schlecht. Schaffe ich es vom alten Stadtbahnhof bis zum Firmentor von Meggle?

Bei der Gelegenheit habe ich natürlich auch auf die bestehende Strecke Ebersberg – Wasserburg Bahnhof einen Blick geworfen. Also geht es mit dem Rad erst einmal nach Ebersberg und von dort weiter an der Bahnstrecke entlang.

Bahnstrecke Ebersberg – Wasserburg Bahnhof (Reitmehring)

Die Reihenfolge der Bilder entspricht dem Streckenverlauf in Richtung Wasserburg Bahnhof.

Bahnübergang nahe Steinhöring
Ein Bahnübergang zwischen Ebersberg und Steinhöring (nahe Steinhöring). Hier hat der Feldweg, der beim Einmünden auf die Fahrbahn die Schienen schon fast berührt, eine eigene Warnblinkanlage. Sicher nicht einzigartig, aber auch nicht gerade oft zu sehen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Stillgelegter Bahnübergang zwischen Tulling und Steinhöring.
Ein offenbar stillgelegter Bahnübergang zwischen Tulling und Steinhöring. Die Stelle ist sehr unübersichtlich (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Unbeschrankten Bahnübergang in Tulling
Neben beschrankten Bahnübergängen gibt es immer noch solche Konstruktionen, nur das Andreaskreuz weist auf die Gefahr hin, eine Warnblinkanlage fehlt. Wir befinden uns direkt im Ortsgebiet von Tulling (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
628 zwischen Tulling und Forsting
Auf der Strecke verkehren Triebwagen der Reihe 628. Zischen Tulling und Forsting kommt uns einer entgegen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Wasserburg Stadttor
In Wasserburg angekommen, über die Inn-Brücke gefahren und Richtung Altstadt geblickt. Wird diese herrliche Stadt bald wieder einen Schienenanschluss haben? (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Wasserburg Stadttor
Näher dran: das Stadttor, genauer das „Brucktor“(17.08.2012) © Thomas Irlbeck

Bahnstrecke Wasserburg Stadt – Wasserburg Bahnhof (Reitmehring)

Jetzt schauen wir uns nun die alte Strecke beginnend vom Stadtbahnhof an.

Stadtbahnhof Wasserburg
Wir starten am alten Bahnhof. Von der Bahnstrecke ist hier fast gar nichts mehr zu erkennen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Stadtbahnhof Wasserburg
Ein Blick zurück zum alten Bahnhof. Hier irgendwo lief die Strecke. Man kann den Verlauf nur noch erahnen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Tunnel Wasserburg
Hier kommen wir der Sache schon näher, denn durch den Tunnel musste das Bähnle ja durch. Aber wo sind die Schienen? (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Tunnel Wasserburg
Der Tunnel wir nun als Rad- und Fußweg genutzt, noch immer sind keine Schienen zu sehen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Tunnel mit Gleisstück, Wasserburg
Endlich erscheint das erste Stück Schiene. Im Tunnel ragt doch tatsächlich ein Gleisstück aus dem Boden (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Tunnel Wasserburg
Im Tunnel mit Blick Richtung Inn-Ufer, also stadtauswärts. Auch hier kann man die Strecke kaum mehr erahnen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Tunnel Wasserburg
Der herrliche Tunnel noch einmal mit einem Blick zurück (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Inn-Ufer, Wasserkraftwerk Wasserburg
Hier im Bild rechts lief die Strecke. Man sieht aber fast nichts mehr von ihr. Dafür ist das „Wasserwerk Wasserburg“ unübersehbar (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Inn-Ufer, Wasserwerk Wasserburg
Links das Wasserwerk, rechts sollte irgendwo die alte Strecke sein. An dieser Stelle bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht vielleicht wenige Meter weiter rechts ist, da das Gestrüpp praktisch undurchdringlich ist. Laut den alten Karten lief/läuft die Strecke sehr nahe am Inn-Ufer (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Inn-Ufer
Hier wäre es aber nun tatsächlich zu eng für die Bahn. Tatsächlich führt die Strecke unmittelbar neben dem Randstein im Bild rechts. Die Natur hat sich alles zurückerobert. Die Stelle, die man hier sieht, soll eine Art Verladerampe auf freier Strecke gewesen sein, um Großteile, etwa Turbinen oder Transformatoren, zum Inn-Kraftwerk zu bekommen oder von dort wegzutransportieren. Die Kranbahn des Wasserwerks reicht weit genug nach außen, um mit dem Kraftwerkskran Dinge an diese Stelle heben zu können (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Inn-Ufer, Wasserkraftwerk Wasserburg
Inn-Ufer, Wasserkraftwerk Wasserburg (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Gleise Wasserburg
Zwängen wir uns doch mal rein in das Dickicht. Tatsächlich liegen hier Gleise! (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Wasserburg Erdrutsch, schwebende Gleise,
Man könnte dies für die Stelle mit dem Erdrutsch halten. Doch es handelt sich nicht um die Hauptstelle, wie wir noch sehen werden. Die Stelle hier hat es aber ziemlich gleichzeitig erwischt. Neben dieser Stelle soll es noch zwei weitere kleinere Stellen geben, wo sich das Gleisbett verflüchtigt hat (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Wasserburg Erdrutsch, schwebende Gleise
Auf den Gleisen. Zumindest mich tragen sie, ohne dass etwas sichtbar/fühlbar ins Schwingen gerät (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Schild Wasserburg Inn Bank
Regelmäßige Neuperlach.org-Leser kennen dieses Foto bereits aus einem anderen Beitrag). Die Bahnstrecke verlief nur wenige Meter weiter hinten. Das Schild hat mit der Bahnstrecke nichts zu tun, es gehört zur Inn-Schifffahrt und warnt vermutlich vor dem nahen Wasserkraftwerk. Das Schild ist so groß, damit es die Kapitäne auch aus größerer Entfernung sehen können (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Gleise, Wasserburg
Die Gleise in der Nähe der Bank, die wir gerade sahen. Doch sie enden hier. Hier war der eigentliche Erdrutsch. Man hat die Gleise auf einem Teilabschnitt abgetrennt und entfernt (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Gleise, Wasserburg
Hier ist die Abtrennstelle sehr gut zu sehen (17.08.2012) © Thomas Irlbeck
Schlucht, Wasserburg
Jetzt das eigentliche Problem. Vor uns liegt eine recht tiefe Schlucht. Die Stelle ist unüberwindbar, es geht fast senkrecht runter, unten plätschert ein Bach. Auch zu Fuß käme ich hier nicht weiter, es sei denn, ich hätte eine  Bergsteigerausrüstung (17.08.2012) © Thomas Irlbeck

Der Erdrutsch

Wer das vorige Bild ganz genau betrachtet, sieht auf der anderen Seite der Schlucht die Schienen weitergehen (Bildmitte). Da möchte ich eigentlich hin. Aber, das war’s! Das Vorhaben, die ganze Strecke abzufahren, ist erst einmal gescheitert.

Dass man nicht viel sieht, liegt logischerweise daran, dass im Sommer das Grünzeug besonders stark wuchert. Michi Greger aus dem Eisenbahnforum war dagegen 2008 zu einer günstigeren Jahreszeit an dieser Stelle. Vielen Dank an ihn für die Erlaubnis, seine Bilder hier zu zeigen. Auch stammen viele wertvolle Informationen für diesen Artikel von ihm.

Erdrutsch Wasserburg
Die Stelle mit dem Erdrutsch. Da oben geht es weiter nach Reitmehring (10.03.2008) © Michi Greger
Erdrutsch Wasserburg
Die gleiche Stelle oben von der Reitmehringer Seite aus gesehen (10.03.2008) © Michi Greger

Die Gleise sollen nach dem Erdrutsch noch eine Weile in der Luft gehängt sein, dann aber schnell abgetrennt und von der Reitmehringer Seite hochgezogen worden sein. Aufgestapelte, verbogene Gleise sollen oberhalb der Abbruchstelle davon zeugen. Das rechte Bild zeigt übrigens das abgerissene Fernsprechstreckenkabel, es hängt von der rechten Schiene nach unten.

Die Stelle mit dem Erdrutsch demonstriert auch, wieso es überhaupt zu der Zerstörung der Bahnstrecke gekommen ist. Hier fließt ein Bach, nicht mal 50 cm breit und tief, der aber bei Schneeschmelze und heftigem Regen stark anschwellen kann. Nach damals üblicher billiger Lokalbahnmanier hat man auf ein Brückenbauwerk verzichtet und nur einen Damm aufgeschüttet, der unten mit einem kleinen Wasserdurchlauf versehen war. Es ist klar, dass der Durchlauf durch Äste, Blätter, angeschwemmte Erde etc. verstopfen kann. Aus dem Damm wurde dann am Unglückstag ein Staudamm, der den Wassermassen irgendwann nachgab. Mit einem vernünftigen Brückenbauwerk wäre es wohl kaum zu der Zerstörung des Streckenteils gekommen. Bei einem Wiederaufbau sollte daher ein adäquates Brückenbauwerk realisiert werden. Das Gutachten geht auch von einem Brückenbauwerk aus und sieht einen Damm mit Durchlass nur als mögliche Option, die noch zu überprüfen wäre.

Wie auch immer, für mich war an der Stelle mit dem Erdrutsch Endstation, hoffentlich kein schlechtes Omen für die Bahn.

Update 15.10.2016

Gestern bin ich das erste Mal in meinem Leben mit dem Filzenexpress gefahren. Auch wenn ich was darüber geschrieben habe (wie man an diesem Artikel sieht), waren es immer Beobachtungen von außen, aber drin war ich nie.

Ich muss sagen, dass er sehr schnell geworden ist. Man ist gefühlt sehr schnell in Wasserburg. An einigen Stellen fährt er sogar jetzt 80 km/h! Leider gibt es immer noch einige ungesicherte Übergänge an Feldwegen.

Beschleunigt und Stundentakt

Der Einbau eines Ausweichgleises Bahnhof Steinhöring der Strecke ermöglicht jetzt den Stundentakt. (Ab Dezember dieses Jahres wird dieser auch am Wochenende eingeführt.)

Die Fahrt ist landschaftlich sensationell, auch die endlosen lang gezogenen Kurven ermöglichen einen guten Blick nach vorne von den Seitenfenstern aus.

Im MVV!

Das Filzenexpress seit einem Jahr im MVV ist, brauchte ich mir nur eine MVV-Tageskarte für den Außenraum für 6,40 Euro zu kaufen. (Für den Innenraum habe ich eine IsarCard im Abo.)

Das große Problem ist die nach wie vor unterbrochene Altstadtstrecke. Also in Wasserburg Bahnhof auf den Stadtbus warten, da geht viel Zeit verloren. Auch kurvt der Bus überall herum, nur nicht auf direktem Weg in die Altstadt.

Stadtbus Wasserburg Bahnhof-Wasserburg Stadtbahnhof

Der Bus kostet pro Fahrt 1,50 Euro, egal wie weit man fährt. Obwohl die Bahnstrecke zum Stadtbahnhof theoretisch im MVV ist, muss man blechen. Ein Fahrgast versuchte sich, mit einem MVV-Ticket am Buslenker vorbeizuschummeln. Der war aber aufmerksam und rief ihn mit den Worten „Das ist MVV-Ticket. Das habe ich ganz genau gesehen!“ zurück.

Kurios wirkt im Zeitalter der Rationalisierung, dass der Buslenker selbst kassiert. Das gibt es in München seit Urzeiten nicht mehr. Automaten für Busfahrkarten gibt es wohl keine, ich habe zumindest keine gesehen.

Kaum noch Hoffnung für die Altstadtstrecke

Leider gibt es für einen Wiederaufbau der spektakulären Strecke zum Stadtbahnhof seit dem Stilllegungsbescheid des Bayerischen Verkehrsministeriums Anfang 2016 kaum mehr Hoffnung.  Es war eine der schönsten Bahnstrecken Bayerns.

Auch wenn ich weiter oben geschrieben habe, dass der Altstadtbahnhof etwas abseits liegt, muss ich das relativieren. Man ist zu Fuß in wenigen Minuten im Zentrum und erreicht zumindest in der Altstadt alles ausreichend. Das Badria am anderen Inn-Ufer ist natürlich ausgenommen, da bräuchte man den Bus.

Einzige bekannte Zug-Abfahrt aus Wasserburg Stadt (Szene aus TV-Film)

(Link: YouTube)

Schwerer Fahrstuhl-Unfall in Neuperlach: Mann stürzt 4 Meter in Schacht – schwer verletzt

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Fahrstuhlschacht
Fahrstuhlschacht einer Anlage am Karl-Marx-Ring. Bild nur zur Illustration, es zeigt ausdrücklich nicht den Unfallfahrstuhl (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Am Montag, den 26.03.2012, war gegen 17.00 Uhr ein 71-Jähriger dabei, seinen Sperrmüll zu entsorgen. Er transportierte diesen mit dem Fahrstuhl ins Erdgeschoss eines Neuperlacher Hauses. Er hatte zunächst einen Teil ausgeladen. Eine Stehlampe mit hängendem Elektrokabel war noch in der Fahrstuhlkabine. Der Mann stand vor dem Fahrstuhl und hielt das Kabel der Lampe in der Hand. In diesem Moment wurde der Fahrstuhl von oben angefordert. Die Türen des Fahrstuhls schlossen sich und die Fahrstuhlkabine setzte sich nach oben in Bewegung. Der Mann hielt das Kabel weiterhin fest und dieses berührte unglücklicherweise die Sperrvorrichtung so, dass diese die Tür freigab. Die Fahrstuhltür öffnete sich und der Mann, der nach wie vor das Kabel hielt, stürzte rund 4 Meter in den Fahrstuhlschacht.

Er erlitt Brüche an den Beinen sowie an der Schulter und wurde in ein Spital eingeliefert. Es besteht keine Lebensgefahr. Der Unfall wurde von unbeteiligten Zeugen beobachtet. Der Fahrstuhl wurde vorübergehend außer Betrieb genommen.

Quelle: Polizei Bayern

Kommentar

Fahrstühle gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt. Dennoch kommt es gelegentlich zu schweren Unfällen. Es zeigt sich, dass die an sich sehr weitgehenden Sicherheitsmechanismen durch Verkettung unglücklicher Umstände versagen können. Wie der Unfall lehrt, sollte man Gegenstände mit langem Kabel für den Transport so präparieren, dass das Kabel fest am Gerät befestigt bzw. um dieses herumgewickelt ist.

Kommentar zum Fahrstuhltyp

So wie ich den Unfallhergang verstehe, handelt es sich offenbar um einen Fahrstuhltyp mit automatischer Schiebetür (Teleskoptür). In Neuperlach herrschen aber noch die früher üblichen schweren, manuell zu öffnenden Türen vor. Bei einer Fahrstuhlsanierung werden die alten Türen aus Kostengründen nur selten gegen die praktischeren automatischen Türen ausgetauscht. Ich möchte nicht so weit gehen, zu behaupten, dass die automatischen Schiebetüren weniger sicher sind. Im konkreten Fall wäre der Mann aber kaum in den Schacht gefallen, hätte sich nicht die Tür von selbst geöffnet. Mit dem Kabel in der Hand wäre er bei manueller Tür allenfalls gegen die Tür gezogen worden, aber nicht abgestürzt. Solange nicht klar ist, um welchen Fahrstuhltyp es sich handelt, bleibt das alles natürlich Spekulation.

Kopfhörer: Hier spielt die Musik – wie lange noch?

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Vor ein paar Tagen, am 2. Januar, ereignete sich vor dem pep ein schwerer Unfall. Gegen 18:50 überquerten zwei Buben, 14 und 15 Jahre alt, die Thomas-Dehler-Straße, um zum gegenüberliegenden Hanns-Seidel-Platz zu gelangen. Das Rotlicht der Fußgängerampel missachteten sie. Ein Automobillenker konnte den Buben nicht mehr ausweichen und erfasste beide frontal mit seinem BMW. Die Buben wurden dabei schwer verletzt, der 14-Jährige verstarb tragischerweise kurze Zeit später im Spital.

Beide Buben sollen durch Musikberieselung über Kopfhörer abgelenkt worden sein. Speziell dieser Unfall wurde nun in einer Nachrichtensendung eines großen Kölner Privatfernsehsenders neben anderen Unfällen dieser Art als Beleg verwendet, wie gefährlich Ablenkung durch Kopfhörer im Straßenverkehr sein kann.

Kopfhörerverbot für Fußgänger?

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der Fahrradfahrern gerne einen Helm aufsetzen will (Neuperlach.org berichtete), möchte im Gegenzug am liebsten Fußgängern im Straßenverkehr die Kopfhörer und Ohrstöpsel abnehmen. Momentan hält er sich noch mit einem Verbot zurück und belässt es bei Appellen. Tatsächlich haben die tödlichen Fußgängerunfälle stark zugenommen, um erschreckende 25 % innerhalb eines Jahres. Oft waren die Verunfallten durch Musik aus dem MP3-Player oder Handy abgelenkt. Besonders stark sind die Unfallzahlen bei den 15- bis 17-Jährigen gestiegen. Daraus wird ein Zusammenhang konstruiert, da genau dieser Gruppe jugendlicher Leichtsinn gepaart mit dem Konsum zu lauter Musik, die auch unterwegs gehört wird, nachgesagt wird.

Ein Verbot wäre ein weiterer Schritt hin zum Nanny-Staat. Regeln schützen dann den Bürger vor seinem eigenen, gefährlichen Handeln. Dazu muss der Bürger die Regeln aber erst einmal einhalten. Zwar spricht die mangelnde Akzeptanz und Kontrollierbarkeit nicht generell gegen ein mögliches Gesetz. Doch man darf sich hier fragen, wie der Nachweis gelingen soll, dass jemand zu laut Musik gehört hat. Das generelle Tragen von Kopfhörern oder Ohrstöpseln wird man ja kaum verbieten können. Ergo müssen zwei Dinge zusammenkommen: Die Kopfhörer oder Ohrstöpsel wurden erstens im Straßenverkehr bzw. an gefährlichen/belebten Orten getragen, und zweitens war die Musik zu laut eingestellt. Der Nachweis wäre zumindest prinzipiell erbracht, wenn ein Kopfhörer tragender Fußgänger auf Zuruf eines Polizisten nicht reagiert, weil er diesen eben nicht hören kann.

Kopfhörer
Im Wald wäre ein Kopfhörerverbot mehr als nur leicht übertrieben. Foto: Mista.Boos / Lizenz siehe: flickr

All das geht aber zu weit. Mit jedem neuen Verbot geht ein Stück Eigenverantwortung verloren, der Staat breitet seine schützende Hand aus und kann den Bürger dann bei Missachtung des Verbots doch nicht schützen. Ein Kopfhörerverbot für Fußgänger hätte aber immerhin den Vorteil, dass man leichter eine Helmpflicht für Fußgänger einführen könnte. Denn das Aufsetzen eines Integralhelms mit Kopfhörer wird doch eher schwierig. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Mit einem Helm auf dem Kopf hört man viel schlechter, und das gute Hören sollte ja eigentlich verbessert werden. So was aber auch!

Brand in Wohnung am Karl-Marx-Ring – Bewohnerin schwer verletzt

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Feuer am Karl-Marx-Ring (28.08.2010) © Thomas Irlbeck

Gestern wurde eine Wohnung im 5. Stockwerk eines Wohnhauses am Karl-Marx-Ring in Neuperlach durch einen Brand komplett zerstört. Die 74-jährige Bewohnerin konnte gerettet werden und wurde mit Brandverletzungen und einer lebensbedrohlichen Rauchvergiftung in eine Spezialklinik eingeliefert. Quelle: Nachrichten München

Über sieben Brücken musst Du gehen (Update Nr. 2)

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Die alte Schikane vor dem Abbau: Die Brücke beginnt mit Rot-Weiß (20.08.2010) © Thomas Irlbeck

Zumindest fast, aber in Neuperlach gibt es tatsächlich viele Brücken, die den Fußgängern das gefahrlose Überqueren der Straßen ermöglichen sollen. Um Radfahrer auszubremsen, die hier gerne, aber nicht legal fahren, hat man schon vor Urzeiten diese Brücken mit Umlaufsperren (Drängelgitter, Schikanen) versehen. Geübte Radfahrer fahren hier weiter, aber mit verminderter Geschwindigkeit.

Seit kurzem sind die Umlaufsperren auf dieser Brücke über den Karl-Marx-Ring an beiden Seiten mit einem rotweißen Warnband und einer Warnleuchte versehen. Es sind keine Bauarbeiten zu sehen und wohl auch keine angekündigt. Wer genau hinsieht: Die Brücke ist nicht gesperrt, es ist also nur eine optische Geschichte. Offenbar sollen die Umlaufsperren, die man im Dunkeln leicht übersehen kann, auffälliger gekennzeichnet werden. Demzufolge wäre es eine Verkehrssicherungsmaßnahme. Oder hat jemand eine andere Idee? Ist hier mal ein Radfahrer zu Schaden gekommen?

Update: Die Umlaufsperren wurden nun auf dieser Brücke komplett abgebaut, die Durchfahrt ist seit Jahrzehnten wieder ohne Behinderung möglich. Hoffentlich bleibt das so und die Konstruktion ist nicht zum Umbau oder/und zum Lackieren ausgelagert. Laut einem tz-Artikel baut die Stadt nach Absprache mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) solche Schikanen schrittweise ab. Aber gleichzeitig errichtet sie wieder neue, etwa an der neuen Parkstadt-Tram.

Update 2 (22.09.2010): Aus der Traum. Die Schikane ist zurück, fein säuberlich in Signalfarben lackiert. Alles muss halt seine Ordnung haben. Von wegen, dass die Schikanen großräumig abgebaut werden. Warum man nicht auf die gefährlichen Radlkiller verzichtet hat, die man trotz Warnlackierung im Dunkeln vermutlich nur sehr schlecht sieht, erschließt sich mir nicht. Aber um die Radfahrpolitik der Stadt München ist es nicht zum Besten bestellt, auch wenn man grundsätzlich gesehen nicht alles falsch macht.

Warum?

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Es gab keinen Terroranschlag. Es ist kein Zug entgleist. Es gab kein Erdbeben, keine Überschwemmung. Aber es starben mindestens 19 Menschen und über 300 sind verletzt. Auf der Love Parade, die im Namen was ganz anderes verkündet. Auf einem Fest, auf dem niemand etwas Böses vorhatte, außer laute Musik zu hören und zu feiern.

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Auch nicht vor einer Massenpanik. Allerdings haben die Planer, die Sicherheitsexperten, die Polizei jahrzehntelange Erfahrung mit Massenveranstaltungen. Das Phänomen der Massenpanik ist hinreichend, wenngleich nicht bis ins letzte Detail erforscht.

Es ist erschreckend, dass man aus den Massenpaniken der letzten Jahrzehnte offenbar wenig gelernt hat. Auf dem Haddsch in Mekka starben 1990 in einem Fußgängertunnel 1427 Pilger. Das ist weit weg, aber keine Entschuldigung. Aber auch in Europa sind ähnliche Unglücke nicht unbekannt. 1989 kamen bei einem Fußballstadion im englischen Sheffield 96 Zuschauer zu Tode, fast 800 wurden verletzt.

Aufbau der Love Parade 2010 in Duisburg. Trotz kritischer Stimmen reagierten die Verantwortlichen nicht. Foto: 3ds / Lizenz siehe: flickr

Tragisch ist, dass die Polizei und auch andere Stimmen im Vorfeld vor einer Nadelöhrsituation gewarnt hatten. Die Polizei war mit einem eigenen Sicherheitskonzept gescheitert. Die Stadt soll vom Veranstalter in die Enge getrieben worden sein und habe schließlich den Planungen zugestimmt. In eine Enge, die am Schluss keine sprichwörtliche mehr war. Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland sprach gestern unbeholfen von einer „Tat“ (korrigierte dann aber zu „Tatsache“), vielleicht, weil man bei einem schrecklichen Ereignis eher an das Werk von Terroristen und Tätern denkt und nicht an ein sich Hochschaukeln fluchtartiger menschlicher Verhaltensweisen, die schnell unkontrollierbar werden und in der Katastrophe enden. Eine „Tat“ war es sicher in dem Sinn nicht, da es niemand gewollt hat, aber vielleicht grob fahrlässiges Handeln.

Dennoch bleibt am Ende nur ein „Warum“ mit vielen Fragezeichen.

Was wirklich wichtig ist – oder „Der brennende Lieferwagen“

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In der Totalen und …(11.06.2010) © Thomas Irlbeck

Monty Python erklärte uns mal, wie wichtig es ist, nicht gesehen zu werden. Allerdings gilt nicht erst seit dem digitalen Zeitalter, dass wenn man etwas sieht, es wichtig ist, eine Kamera dabei zu haben. So geriet heute ein Lieferwagen in de Nähe von Metro in Brunnthal in Brand. Während der Löscharbeiten durfte nicht vergessen werden, ein paar mal aufs Knöpfchen zu drücken.

… näher dran (11.06.2010) © Thomas Irlbeck
Und es geht noch näher (11.06.2010) © Thomas Irlbeck

Update: Wie der Münchner Merkur berichtet, fing der Wagen eines Handwerkers aus dem Landkreis Dachau zu stottern und zu qualmen an. Der Fahrer hielt den Wagen am Straßenrand an. Sekunden später schlugen Flammen aus dem Motorraum. Die von ihm alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt, sein Fahrzeug konnte aber, wie die Bilder unschwer erkennen lassen, nicht mehr gerettet werden.

Feuer im pep – Eingreifen von Personal verhindert Schlimmeres

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Gestern kurz vor Ladenschluss bemerkten Mitarbeiter des Nordsee-Restaurants im pep ein Feuer in einem Lagerraum. Dort war Verpackungsmaterial in Brand geraten. Das Personal griff schnell ein und schloss die Glasfassade des Geschäfts. Dadurch konnte verhindert werden, dass sich der Rauch im Einkaufszentrum ausbreitet. Die Sprinkleranlage dämmte das Feuer ein, das schließlich von der Feuerwehr gelöscht wurde. Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt rund 15.000 EUR. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung aufgenommen.

Quelle: München 24

Wohnmobil vor AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen in Brand geraten

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Gestern Nacht, in der Nacht von Freitag auf Samstag, um 3:45 ging ein mit Propangasflaschen bestücktes Wohnmobil, das in der Nähe vom AOK-Gebäude am Friedrich-Engels-Bogen abgestellt war, in Flammen auf. Das Feuer griff auf einen Wohnwagen und einen Pkw über. An allen Fahrzeugen entstand Totalverlust.

Quelle: tz

Kommentar: Ich konnte das Geschehen vom Fenster aus beobachten.

Warum Essen gefährlich ist und wie man der Praxisgebühr in der Breitschaftspraxis entkommt

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Essen ist gefährlich. Aber nicht nur für die schlanke Linie, sondern man kann sich auch verletzen. Einmal nicht gescheit aufgepasst, und in meiner Zunge klafft eine Wunde. Nachdem es immer weiter blutet, probiere ich es mit einer Kompresse. Aber, alles drücken hilft nichts, jetzt sind zwei Stunden vergangen und es sprudelt munter weiter wie aus einer neu entdeckten Wasserquelle. Also muss ich was tun. Natürlich ist Sonntag, prima, wenn man mal was hat, dann hat man es grundsätzlich außerhalb der Sprechzeiten der Praxen.

Aber wofür gibt es eine Bereitschaftspraxis im Klinikum Neuperlach? Nun gut, ist begebe mich dorthin. Als Erstes erfahre ich, dass einer der angestellten Ärzte meines Hausarztes dort heute Sprechstunde hat. Man kennt sich, aber der entscheidende Vorteil ist, dass ich die Praxisgebühr nicht bezahlen muss. In diesem einen speziellen Fall, bei dem zufällig jemand von der Hausarztpraxis Bereitschaft und man die Praxisgebühr bereits beim Hausarzt entrichtet hat, entfällt selbige. Komische Regelung. Doch leider kann der Herr Doktor nichts für mich tun. Die Zunge müsse per Laser verödet werden, das könne er aber hier nicht machen, meint der Arzt. Er schickt mich in ein Spital ins Münchner Zentrum. Neuperlach kann nicht helfen.

(Bild entfernt)

Im Spital. Hier komme ich nicht weiter (24.05.2009).

In dem zentralen Spital werde ich nun behandelt, nachdem ich die Praxisgebühr bezahlt habe. Aber die Laserung tut weh, nach jedem Laserpunkt rollt sich meine Zunge wieder ein. So geht das nicht gescheit, kaum ist eine Stelle zu, blutet es aus einer anderen. Nun betäubt die Ärztin die Zunge und setzt Laserpunkt neben Lasterpunkt. Auf ganze Linie. Ich spüre nichts. Endlich ist die Blutung gestoppt. Noch zehn Minuten Beobachtung, dann darf ich wieder heim. Für heute habe ich genug vom Essen.

(Bild entfernt)

Im zweiten Spital, nun im Herzen Münchens. Ob man mir hier helfen kann? (24.05.2009)

Warum aus einer Fotorekonstruktion ein Unfallfoto wurde

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Eigentlich war ich heute unterwegs, um den Standort eines alten Fotos zu rekonstruieren*. Ich war auf der Suche der alten Trambahnschleife Neuperlach Nord. Ein Foto zeigt sie angeblich und ich suchte die Stelle, an der es entstanden sein könnte.

Ziemlich genau an der richtigen Stelle angekommen − es ging noch um vermutlich höchstens 20 Meter −, musste ich feststellen, dass sich dort eben ein Unfall ereignet hatte. Die Fotos habe ich trotzdem gemacht, aber ich habe mich nicht auffällig lange am Unfallort aufgehalten. Und dann doch nur auf die Unfallautos draufgehalten.

Unfall an der Ständlerstraße/Ecke Heinrich-Wieland-Straße. Ein Gaffer will ich eigentlich keiner sein… (05.05.2009) © Thomas Irlbeck
… Genau diese Stelle wollte ich aber ohnehin heute fotografieren. Aber ob mir das jemand abnimmt? (05.05.2009) © Thomas Irlbeck

* Die Geschichte glaubt mir keiner, aber genau so war es.

Stromschlag in Neuperlach (Eigenerfahrung an 230 Volt)

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Gefahr durch elektrischen Strom (Archivfoto) © Hans-Peter Reichartz / Pixelio

Vor ein paar Tagen machte ich Bekanntschaft mit dem elektrischen Strom. In einer frisch renovierten Wohnung im Neuperlacher Nordwesten, dem ersten fertiggestellten Teilabschnitt der „Entlastungsstadt Perlach“, öffnete ich eine neu installierte Spülmaschine und berührte die Innen-Edelstahlverkleidung, woraufhin ich sauber eine gewischt bekam.

Ein Test ergab, dass auf der Innen-Edelstahlverkleidung der Spülmaschine nicht der Schutzleiter, sondern die Phase angeschlossen war! Der Fehler war mit dem Phasenprüfer schnell gefunden. Dieser glimmte nicht nur beim Berühren der der Spülmaschinen-Edelstahlverkleidung, sondern bereits beim Schutzkontakt der Steckdose. Entsprechend war auch auf dem Steckdosen-Schutzkontakt die Phase drauf. Auch ein Berühren der Steckdose hätte folglich zu einem elektrischen Schlag geführt. Die Verkabelung der Steckdose war unauffällig und augenscheinlich richtig – grün/gelb war am Schutzkontakt der Steckdose angeschlossen, blau und schwarz als Nullleiter und Phase an den eigentlichen Stromleitern. Der Fehler muss irgendwo weiter in den Tiefen der Wohnung liegen. Die Korrektur sieht vorerst so aus, dass die Steckdose „falsch“ verkabelt wurde, um den Fehler auszugleichen. Die Steckdose ist jetzt funktional in Ordnung, der Fehler nur noch optischer Natur.

Die Spülmaschine hat alles gut überstanden. Ich ebenso, aber wenn ich keine Schuhe mit Gummisohlen angehabt oder/und nasse Hände gehabt hätte, hätte es „aus“ sein können.

Nachdem schon einige drauf eingefallen sind, stelle ich das noch deutlicher raus: Das Bild hat mit dem Vorfall nichts direkt zu tun, es dient nur der Illustration. Zu Fotografieren hätte es zwar was gegeben, aber ich hatte keine Kamera dabei und auch mein Handy hat keine Cam.