Programmheft Ramersdorf-Perlach September bis Dezember 2019

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Programmheft Ramersdorf-Perlach #98
Programmheft Ramersdorf-Perlach #98

Das Heft erscheint 3 × jährlich – immer in der letzten Ferienwoche.

Die Veranstaltungstermine gehen von Neujahr bis Ostern, Ostern bis Mitte September und September bis Silvester.

Die Veröffentlichung von Terminen im Heft ist kostenlos.

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Wer das Heft in gedruckter Version bevorzugt, findet es hier:

Kulturhaus Neuperlach: Bei Veranstaltungen des Trägervereins Pepper wird das Heft aufgelegt.
SVN München
Kirchen Neuperlach
AWO Plievierpark
Georg-Brauchle-Haus, Staudingerstraße
PHÖNIX Seniorenzentrum, Friedrich-Engels-Bogen
Stadtsparkasse, Pfanzeltplatz
HypoVereinsbank, Pfanzeltplatz
an vielen weiteren Stellen in Waldperlach und Ramersdorf

Vielen Dank an Manfred Westner für den Einsatz!

Wichtig: Der Flohmarkt findet nur noch am Samstag statt. Am Sonntag gibt es momentan keinen Flohmarkt! Mehr Infos hier: Flohmarkt

Perlacher Kirta auf dem Pfanzeltplatz am 08.09.2019

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Perlacher Kirta
Perlacher Kirta. Bild: Festring Perlach

Am Sonntag, den 08. September 2019, findet von 12 bis 18 Uhr das beliebte Volksfest des Festring Perlach für Jung und Alt statt. Das Blasorchester St. Michael München-Perlach spielt; fürs Essen und Trinken ist bestens gesorgt, und auch die Jüngsten kommen auf ihre Kosten.

Sollte das Wetter nicht so richtig mitspielen, kommen Sie trotzdem. Es erwartet Sie eine Regenschirm-Party!

Außerdem ist von 10 bis 16 Uhr das Perlacher Heimatarchiv an der Sebastian-Bauer-Straße 25 geöffnet.

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Stuhlbau-Workshop in der Feierwerk Südpolstation (04.092019)

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Für kleine Handwerker*innen ab 8 Jahren dürfte der Workshop „Stuhlbau“ in den Sommerferien in der Feierwerk Südpolstation genau das Richtige sein! Hier wird gesägt, geschliffen, gehämmert und gebohrt. Und am Ende hat so jeder nicht nur eine ganze Menge übers Werkeln gelernt, sondern noch dazu seinen ganz individuellen Stuhl gebaut. Dieser kann anschließend noch nach Lust und Laune in den eigenen Lieblingsfarben und mit kunterbunten Stoffen gestaltet werden. Da sitzt es sich gleich doppelt so gut drauf. Also: An die Sägen, fertig, werkeln!

Alle Infos

„Stuhlbau-Workshop“ für Kinder ab 8 Jahren. Teilnahmegebühr: 10 Euro. Mindestteilnehmerzahl: 6

Anmeldung bitte bis 28.08 bei Dani Angersbach. Telefon: 089/637 37 87 oder daniela.angersbach@feierwerk.de

Wann? Erster Mittwoch, 04.09.2019, 10:00 bis 15:00
Beide Workshops jeweils von 9:30 bis 13:00 Uhr

Feierwerk Südpolstation
Kinder- und Jugendfreizeitstätte
Gustav-Heinemann-Ring 19
81739 München

Stuhlbau-Workshop
Foto: Feierwerk Südpolstation

Modellier-Werkstatt in der Feierwerk Südpolstation (27.08./28.08 und 30.08./31.08.2019)

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In der Feierwerk Südpolstation geht es in den Ferien kreativ zu. Bei zwei zweitägigen Workshops „Modellier-Werkstatt“ Ende August können Jugendliche sich einmal am Material Pappmaschee versuchen. Daraus können sie sowohl Skulpturen, Figuren, Gesichter, Fantasiegegenstände als auch Gebrauchsgegenstände modellieren. Auch hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, es könnte allerdings ein wenig matschig werden.

Alle Infos

„Modellier-Werkstatt“ für Jugendliche ab 12 Jahren. Teilnahmegebühr: 35 Euro inklusive Materialkosten

Anmeldung bitte bis 20.08 bei Andreas Albrecht. Telefon: 089/46 08 86 04 oder andreas.albrecht@feierwerk.de

Wann? Erster Workshop: Dienstag, 27.08.2019, bis Mittwoch, 28.08.2019
Zweiter Workshop: Freitag, 30.08.2019, bis Samstag, 31.08.2019
Beide Workshops jeweils von 9:30 bis 13:00 Uhr

Feierwerk Südpolstation
Kinder- und Jugendfreizeitstätte
Gustav-Heinemann-Ring 19
81739 München

Mal mal wieder!
Foto: Feierwerk Südpolstation

Feierwerk Südpolstation: Mal mal wieder! (30.07 und 31.07.2019)

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Mal mal wieder!
Foto: Feierwerk Südpolstation

In der Feierwerk Südpolstation geht es in den Ferien kreativ zu. Gleich zu Beginn der Ferien heißt es wieder „Mal mal wieder“! Die zweitägigen Workshops bieten Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit, sich anhand von Acrylfarben mal so richtig kreativ auszutoben, denn das macht nicht nur Laune, sondern baut auch noch Stress ab und hält gesund. Gemalt wird, worauf die Teilnehmer*innen Lust haben, wodurch am Ende kunterbunte Leinwände entstehen, die das heimische Kinderzimmer gleich viel schöner machen.

Alle Infos

Für Jugendliche ab 12 Jahren. Teilnahmegebühr: 35 Euro inkl. Materialkosten.

Anmeldung bitte bis 23.07. bei Andreas Albrecht. Telefon: 089/46 08 86 04 oder andreas.albrecht@feierwerk.de

Wann? Dienstag, 30.07.2019, und Mittwoch, 31.07.2019, jeweils von 9:30 bis 13:00 Uhr

Feierwerk Südpolstation
Kinder- und Jugendfreizeitstätte
Gustav-Heinemann-Ring 19
81739 München

Mal mal wieder!
Foto: Feierwerk Südpolstation
Mal mal wieder!
Foto: Feierwerk Südpolstation

Pfanzeltplatz in Perlach: Abriss eines Ensemble-denkmalgeschützten Gebäudes?

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Pfanzeltplatz 7
Bild 1 (29.06.2019): Der Laden schließt, das Gebäude wird laut Vermieter „wohl“ abgerissen. Das verwundert, da das gesamte Ensemble denkmalgeschützt ist. Foto: Lesereinsendung

Den Laden „Sophias Bokhandel und Geralds Leseecke“ am Pfanzeltplatz 7 im Herzen Perlachs kennen viele. Hier findet man noch das alte, dörfliche Bayern (Perlach war ja mal ein Dorf) mit Häusern und auch Läden, bei denen man den Eindruck hat, eine Reise in eine längst vergangene Zeit zu unternehmen.

Das Besondere ist, die Buchhandlung führt nicht nur Kinderbücher mit dem Schwerpunkt Skandinavien, sondern bietet diese auf Deutsch und Schwedisch an. Natürlich sind die Bücher von Astrid Lindgren einer der Schwerpunkte. Doch nun, am 30.06.2019, soll Schluss sein. Nach über zehn Jahren wurde dem Pächter gekündigt. Die Begründung – zitiert wird der Vermieter – ist auf einer Kundeninformation am Eingang angebracht:

Es ist inzwischen offensichtlich, dass das Objekt Pfanzeltplatz 7 nicht mehr heutigen Anforderungen an einen zeitgemäßen gebäudetechnischen Zustand entspricht und wir werden daher das Anwesen veräußern und es wird im Rahmen der Neubebauung des Nachbargrundstückes wohl ebenfalls abgerissen werden.

Da das gesamte Ensemble am Pfanzeltplatz als Denkmal geschützt ist, wundert mich das. Eine Abrissgenehmigung sollte gar nicht erteilt werden, denn der Denkmalschutz dient ja dazu, gerade das zu verhindern.

Christian Smolka von der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksausschuss 16 hat inzwischen nachgefragt und verweist dabei auch auf einen Fall in Obergiesing, bei dem ein denkmalgeschütztes Haus – allerdings ohne Genehmigung – abgerissen worden war (Quelle: RIS):

  • Gibt es zu den Anwesen Pfanzeltplatz 7 + 8 Anfragen zur Bebaubarkeit?
  • Sind die beiden Häuser als Baudenkmäler in die Baudenkmalliste aufgenommen worden?
  • Falls nicht, gibt es Bestrebungen, diese in die Liste aufzunehmen?
  • Wäre trotz bestehendem Ensembleschutz ein Abbruch vollziehbar bzw möglich?
  • Gibt es einen Aufstellungsbeschluß?
  • Hat die Verwaltung den Eigentümer*innen bereits Auskunft erteilt?
  • Wenn ja, in welcher Form fand diese Unterredung statt?
  • Gibt es seitens der Eigentümer*innen Vereinbarungen mit den derzeitigen Mieter*innen über einen Wiedereinzug?

Begründung
Den Mietern des Hauses Pfanzeltplatz 7 („Schwedische Buchhandlung“) wurde der Mietvertrag zum 30.6.2019 gekündigt, mit der Begründung „…das es im Rahmen der Neubebauung des Nachbargrundstückes wohl ebenfalls abgerissen werden (soll)….“

Der Fall, des in der Baudenkmalliste befindlichen Hauses, Obere Grasstraße 1, besser bekannt als Uhrmacherhäusl, ist in München in schlechter Erinnerung geblieben! Es bedarf daher einer Kontrolle, um den Schutz des Ensembles am Pfanzeltplatz zu gewährleisten.

Ein aktuelleren Stand im RIS gibt es noch nicht, ich habe da jetzt mal nachgefragt und bleibe dran.

Pfanzeltplatz 7
Bild 2 (29.06.2019). Foto: Lesereinsendung
Pfanzeltplatz 7
Bild 3 (29.06.2019). Foto: Lesereinsendung
Pfanzeltplatz 7
Bild 4 (29.06.2019). Foto: Lesereinsendung

Der alte Bahnhof „Moosach bei Grafing“ (Fast vergessene Bahnstrecken, Folge 2)

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Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 1 (17.06.2019): Altes Bahnhofsgebäude, ein paar Meter Schienen, abgestellter Waggon © Thomas Irlbeck

Es ist ein schöner Ausflugstipp für Radler – nicht nur von Neuperlach aus. Über den Panoramaweg Isar-Inn ist es gar nicht so weit – und man fährt fast vollständig ohne störenden Autoverkehr! Dazu später mehr.

Es geht nach Moosach bei Grafing (Glonn ist dort in der Nähe). Von 1894 bis 1971 hatte man dort Zuganschluss. Es verkehrte die Nebenbahn Glonn–Grafing.

Wikipedia sagt:

Die Bahnstrecke Grafing–Glonn ist eine ehemalige 10,6 Kilometer lange Nebenbahn von Grafing Bahnhof nach Glonn im Landkreis Ebersberg. Sie zweigte als Stichbahn am Grafinger Bahnhof von der Bahnstrecke München–Rosenheim ab. Die Bahnstrecke wurde am 26. Mai 1894 als Lokalbahn eröffnet und am 23. Mai 1971 stillgelegt.

Quelle: Bahnstrecke Grafing–Glonn

Obwohl die Stilllegung schon lange her ist (1970 Personenverkehr, 1971 Güterbahnverkehr) gibt es noch einiges zu sehen.

In Moosach wurde das alte Bahnhofsgebäude erhalten sowie ein paar Meter Schienen, auf denen ein Waggon steht. Das Bahnhofsgebäude ist denkmalgeschützt. Hiervon ein paar weitere Fotos.

Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 2 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 3 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 4 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 5 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 6 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 7 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 8 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 9: Moosach mit dem alten Bahnhof. Das hier ist schon fast ein Suchbild (17.06.2019) © Thomas Irlbeck

Anfahrt mit dem Rad

Panoramaweg Isar-Inn
Bild 10: Panoramaweg Isar-Inn (17.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Panoramaweg Isar-Inn beginnt offiziell am Ende der Truderinger Grenzkolonie am Eck Schwedensteinstraße/Schrammingerweg (Bild 10). Der Weg ist gut ausgeschildert, man folgt den Wegweisern zum Steinsee (am Anfang ist noch „Solalinden“ bzw. schlicht „Isar-Inn“ ausgeschildert, später wird dann auch der „Steinsee“ namentlich erwähnt, sodass man wenig falsch machen kann).  Es geht nur über Sand- und Feldwege sowie einige geteerte Nebenstraßen, auf denen es keinen oder nur wenig Autoverkehr gibt. An Ampeln kommt man auch nicht vorbei. Die Strecke ist mit fast jedem Rad gut befahrbar, man braucht kein Mountainbike. Nur ein Rennrad ist weniger geeignet.

Wer von Neuperlach startet und noch weniger Autoverkehr will, der kann auch vom Graf-Zentrum oder Alexisweg aus über die ehenalige Kiesgrube Roth fahren (am Biotop vorbei) und kommt dann in Solalinden auf den Panoramaweg Isar-Inn.

Am Steinsee fährt man die steile, geteerte Haupstraße hinunter und biegt am Ende (in der Karte mit „M“ gekennzeichnet) nach links Richtung Moosach ab. Nun ist man schon fast da. In Moosach fährt man rechts in die Rathausstraße, dann nach rechts in die Doblbachstraße und sofort wieder nach links in die Bahnhofstraße, an der dann – logischerweise – auch der alte Bahnhof liegt („B“ in der Karte).

Map Moosach alter Bahnhof
Moosach bei Grafing. Bei „M“ biegt man von links kommend ab, „B“ ist der alte Bahnhof. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Zu den übrigen Folgen „Fast vergessene Bahnstrecken“

Die Perlacher Straße (Unsere Straßen und Plätze, Folge 7)

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Perlacher Straße
Bild 1: Perlacher Straße (sie läuft im Bild von links nach rechts), Ecke Herzogstandstraße. Dieses Haus  markiert den Anfang der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Auch die Bilder 3 bis 9 zeigen Häuser dieser Siedlung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 2: Unser Name! (04.06.2019) © Thomas Irlbeck © Thomas Irlbeck

Das heutige Thema ist die wohl maximal „perlachigste „Straße überhaupt in München. Nur die Peralohstraße (Peraloh ist der alte Name für Perlach) kann da noch annähernd mithalten (auch von ihr wird später noch die Rede sein). Straßen führen oft dorthin, das sie bezeichnen, oder zumindest in ihre Richtung. Hier ist Letzteres der Fall. Man steuert also auf der Perlacher Straße zumindest in Richtung Perlach, wenngleich man den Stadtteil nicht erreicht. Die Perlacher Straße startet an der Tegernseeer Landstraße („Tela“) in Giesing (genauer Obergiesing) auf Höhe der Zehentbauernstraße und des Giesinger Grünspitz (eine 2.000 qm große Grünfläche, die früher von einem Autohändler genutzt wurde und heute eine Freifläche ist, auf der sich ein urbaner Garten befindet und auf der auch z.B. Flohmärkte stattfinden). Es geht weiter Richtung Südost über die Raintaler Straße und die Spixstraße/Herzogstandstraße.

Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

Die Wohnanlage zwischen der Herzogstandstraße und Untersbergstraße des nördlichen Verlaufs der Perlacher Straße ist als Ensemble denkmalgeschützt. Ihr Name ist die „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Bild 1 zeigt das Eckhaus, das die südwestliche Ecke dieses Ensembles bildet.

Der Bayerische Denkmal-Atlas sagt zu der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“:

Zitat Bayerischer Denkmal-Atlas

Die Planung der Großsiedlung am Walchenseeplatz, die im Rahmen des Münchner Großsiedlungsprogrammes der Jahre 1928 bis 1930 von der „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG“ errichtet wurde, geht zurück auf einen Vorentwurf von Johanna Loev. Die Konzeption der Planung wurde dann von Loev gemeinsam mit Carl Jaeger, dem die Oberleitung übertragen wurde, durchgeführt. Im Rahmen des damaligen Arbeitsbeschaffungsprogrammes für Architekten waren bei der Bearbeitung der Einzeltypen unter anderem Fritz Landauer, Hanns Atzenbeck, Max Schoen, Joseph Dürr, Hans Grünzweig und Fritz Männche beteiligt. Ausgeführt wurden allerdings nur zwei Drittel des vorgesehenen Umfanges.

Vorgegeben war der Planung bereits der Walchenseeplatz mit der Bebauung seiner Nordseite. Zur Deisenhofener Straße einerseits und zur Perlacher Straße andererseits ist die Siedlung durch langgestreckte viergeschossige Blöcke abgeschirmt. Der Block an der Deisenhofener Straße zeichnet sich durch überhöhte Eckbauten aus. Die Blöcke an der Perlacher Straße folgen dem leichten Schwung der Straße. Die ebenfalls viergeschossigen Zeilenbauten im Inneren der Siedlung sind den damaligen städtebaulichen Vorstellungen entsprechend von Norden nach Süden gerichtet, wobei sich, zum Teil zusätzlich abgeschirmt durch eingeschossige Zwischenbauten mit Läden und Werkstätten an den Kopfenden der Zeilen, großzügige, verkehrsberuhigte Höfe mit Plätzen zum Spielen und zum Trocknen der Wäsche ergeben. Die vom Hochbauamt der Stadt München erarbeiteten Vorgaben für das Münchner Großsiedlungsprogramm führten zu einer weitgehenden Normierung der Haus- und Wohnungsgrundrisse; angeboten sind vornehmlich Wohnungen zu 50 und 60 Quadratmeter, aber auch, wenn auch in geringerer Zahl, Wohnungen zu 75 und 100 Quadratmeter. Zugleich waren die verwendeten Materialien und das Zubehör standardisiert. Trotz dieser Sparsamkeit wurde eine hohe bauliche Qualität gefordert, was den beachtlichen Wohnwert der Siedlung begründet. Der zu einer Individualisierung der einzelnen Bauten verbleibende Spielraum wurde von den Architekten bestmöglich zur Variierung der Fassadengliederung mit unterschiedlichen Fensterlösungen, Loggien- und Treppenhausachsen ebenso genützt wie durch Bauzier in Form von Gußsteinreliefs und großflächigen Sgraffitomalereien. Bei dem insgesamt schlichten Erscheinungsbild spielt auch die Farbgebung eine entscheidende Rolle. Neuere Eingriffe sind nur die beiden Blöcke Kesselbergstraße 22 und Rißbachstraße 3, die
sich jedoch auch auf vier Geschosse beschränken.

Kunst in der Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

An der Abzweigung Perlacher Straße/Rottacher Straße machen wir kurz Station, denn hier gibt es an einem Häusereck (auch dieses Haus ist Bestandteil der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“) Kunst in Gestalt einer Hauseck-Skulptur zu sehen. Ein Maurer mit Kelle und Ziegelstein übt sein Handwerk aus:

Perlacher Straße
Bild 3: Perlacher Straße, hier biegt die Rottacher Straße nach links ab. Es gibt Skulpturkunst (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 4: Vergrößerung des Kunstwerks  Maurer als Hauseck-Skulptur (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Auffällig ist die individuelle Gestaltung der Häuser mit verschiedenen Sgraffitomalereien oberhalb einiger Hauseingänge, wie auch der Bayerische Denkmal-Atlas kurz erwähnt hat. Eine davon ist hier zu sehen, wir sind kurz vor der Valeppstraße (und noch immer in der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“):

Perlacher Straße
Bild 5: Sgraffitomalerei mit Fischern an der Perlacher Straße/Ecke Valeppstraße  (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 6: Vergrößerung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Gaststätte „Schinken-Peter“ (früher: Gastwirtschaft zum Walchensee“)

Die Perlacher Straße führt weiter über die Valeppstraße. Am Eck ist die Gaststätte Schinken-Peter, an der wir kurz eine Pause einlegen. Es handelt sich um eine Gaststätte mit Biergarten, die früher „Gastwirtschaft zum Walchensee“ hieß und deren alter Name immer noch zu sehen ist (Bild 7). Auch dieses Haus ist der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“ zuzurechnen. Die Gaststätte sagt über sich selbst:

Seit 31 Jahren ist der Schinken-Peter gepflegte und gelebte Tradition im Münchner Stadtteil Giesing. Er lockt mit kulinarischer Vielfalt aus der bayerischen Küch´ und zeitgemäßen Gerichten.

Perlacher Straße
Bild 7: Gaststätte Schinken-Peter (früher: „Gastwirtschaft zum Walchensee“). Wir sind hier in der Valeppstraße. Die Perlacher Straße ist nicht im Bild, man muss sie sich hinter dem Betrachter von links unten nach rechts oben vorstellen (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 8: Zoom des vorigen Bildes: neuer und alter Name (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 9: Gaststätte Schinken-Peter – jetzt mit dem Fokus auf dem Biergarten (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Rest der Straße

Es geht weiter über die Untersbergstraße zur Fockensteinstraße/Sinpertstraße. Der Verlauf der Perlacher Straße hat inzwischen ziemlich genau einer Ost-West-Richtung angenähert. An dieser Stelle findet sich die „Mittelschule an der Perlacher Straße“. Es geht weiter über die Trauchbergstraße. Wenige Meter weiter östlich macht die Straße einen Knick nach Norden bis zur Deisenhofener Straße. Dort endet sie.

Ein Tipp für Radfahrer – maximal perlachig nach Perlach

Wer auf besonders originelle (und dennoch praktische Art) von Giesing nach Perlach/Neuperlach kommen will, der kann dies mit maximal etymologisch perlachigem Anteil machen. Man startet an der Perlacher Straße und fährt sie bis zum Ende. Dort biegt man rechts ab in die Deisenhofener Straße, dann rechts in die Schwanseestraße, der man bis zur Ständlerstraße folgt. Nun ist man am Friedhof am Perlacher Forst und hat noch ein Perlach im Namen. Man biegt nun links in die Ständlerstraße ab und fährt an ihr entlang. Auf Höhe der Görzer Straße geht die Straße in eine Autostraße über und der Radweg knickt in einen Park nach rechts ab. Man folgt ihm, bis man zu einer Fußgängerbrücke kommt, die über die Autobahn A8 führt. Diese überquert man. Die Rampe auf der anderen Seite ist nur was für geübte Fahrer. Offiziell ist die Abfahrt verboten, es heißt schieben. Nun ist man auf der Peralohstraße – und damit bereits in Perlach –, die man geradeaus bis zum Ende befährt. Dabei kommt man auf der rechten Seite auch an dem alten Haus mit dem schönen Türmchen vorbei. Die Peralohstraße endet an der Ottobrunner Straße. Wenn man hier schließlich rechts abbiegt, ist man bereits kurz vor dem Perlacher Pfanzeltplatz.

In der umgekehrten Richtung funktioniert es ebenso. Den Abzweig zur Peralohstraße findet man auf der Ottobrunner Straße auf Höhe des „Edeka Linzmair“. Bei der Durchfahrt durch den erwähnten Park, welcher der Brücke folgt, muss man per Unterführung auf die andere Seite der Ständlerstraße wechseln.

Zu den übrigen Folgen „Unsere Straßen und Plätze“

Eckhaus mit Turm in Sendling (Das historische Haus, Folge 29)

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Turmhaus Sendling
Bild 1(17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Ein bemerkenswertes Haus in München Sendling an der Implerstraße 49, Ecke Oberländerstraße. Ohne den besonderen Turm, der übrigens ein Flachdach hat (Google Maps zeigt das besser), wäre das Haus wahrscheinlich eher langweilig. Das Haus könnte in den 1930er-Jahren entstanden sein. Da das Haus nicht denkmalgeschützt ist, hilft auch der Bayerische Denkmal-Atlas nicht weiter.

Bis zum 31.07.1970 fuhr die Tram direkt vor Haus vorbei und schaufelte die Besucher zum Tierpark Hellabrunn. Bis zum 05.08.1920 bog an dieser Kreuzung außerdem die Tram zur nahe gelegenen Großmarkthalle ab. Ob das Haus damals schon stand? Wenn ja, muss man sich die Trambahn zur Großmarkthalle an der kurzen Seite denken (Bild 3). Bis zum 17.06.1958 blieb die Trambahnstrecke zur Großmarkthalle aber noch erhalten, sodass es einen sporadischen Betrieb auf dieser Strecke wohl noch gegeben hat.

Wo jetzt das gelbe Nachbarhaus steht, war noch 2008 (was Google Street View zeigt; siehe im Artikel weiter unten) ein unbebautes Grundstück. Da die Seitenmauer des Turmhauses vor dem Neubau über Fenster verfügte, ist es zumindest ziemlich wahrscheinlich, dass das Grundstück nie bebaut war, also die Häuserlücke kein Bombenloch darstellte. Wer mehr über das Haus weiß, darf sich natürlich gerne melden. Laut Leserhinweis befand sich 1999 auf diesem Nachbargrundstück eine Shell-Tankstelle.

Turmhaus Sendling
Bild 2 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Turmhaus Sendling
Bild 3 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Größere Ansicht

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Hotel Königshof: Historie, Architektur, Abriss und Neubau (Update 24.07.2019)

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Hotel Königshof 2014
Bild 1: Hotel Königshof (2014). Lizenz: Public Domain
Von Bruno Tamborino und Thomas Irlbeck

Das Hotel Königshof am Münchner Stachus wird derzeit abgerissen. Danach kommt ein luxuriöser Neubau.

Inhalt

I   Kommentar: Historie und Besonderheiten eines bemerkenswerten Gebäudes
II   Neubau ab 2019 im expressionistischen Stil
III   Historisches Hotel Königshof (1820–1944)
IV   Wiederaufbau und Renovierungen (1950–2007)
V   Abriss 2019

Hinweis: Der Artikel geht auch kurz auf den Abriss ein, einen weit ausführlicheren Abrissbericht gibt es in einem separaten Artikel: Hotel Königshof: Der Abriss

I   Kommentar: Historie und Besonderheiten eines bemerkenswerten Gebäudes

Das Gebäude, das in diesen Wochen des Jahres 2019 verschwindet, hat einige Besonderheiten in sich. Es handelt sich augenscheinlich nur um ein etwas plump gestaltetes Gebäude – zum größten Teil im Stil der 1970er-Jahre, mit einigen kleinen stilistischen Ausrutschern, die nicht so ganz hineinpassen. In Wirklichkeit ist es eine außergewöhnliche, historisch gewachsene Bausubstanz, die zum Teil rund 200 Jahre alt ist. Das heutige Gebäude entstand ursprünglich als Villa unmittelbar vor einem Stadttor – in den allerersten Jahren, in denen man in Mitteleuropa endlich die mittelalterlichen Stadtmauern aufgeben konnte und sorglos auch außerhalb dieser bauen und wohnen konnte. Das noch sehr ländlich anmutende Stachus-Rondell in seiner ersten Variante war noch neu, und das Umfeld der dreistöckigen, schlichten, aber eleganten Villa war ländlich, nur eine breitere Straße führte vom Karlstor aus an ihr vorbei.

Das Schicksal des ganzen Areals änderte sich, als man beschloss, vor dem Karlstor auf die offene Wiese einen Bahnhof für München zu erbauen. Diese Neuigkeit der Technik wurde sehr schnell überall zum Hauptelement der Massenmobilität von Menschen und Gütern, und die Gegend der Vorstadtvilla wurde sehr schnell zu einem wichtigen Durchgangspunkt, an dem bald viel gebaut wurde und Gaststätten -– auch die legendäre Gaststätte „Zum Eustachi“ (das war der Rufname des damaligen Wirtes Mathias Eustachius Föderl), von welcher der Stachus seinen Namen hat – und dann Hotels entstanden. Die Villa war eines der ersten Gebäude in dieser Gegend. Der Garten wurde als Baugrund verkauft, aber sie blieb stehen, bis man sie erweiterte und auch sie zum Hotel wurde. Man bedenke, früher war es die Regel, Gebäude zu erweitern und sie umzugestalten statt sie abzureißen und neuzubauen, wie es heute üblich ist. Es war einfach eine praktische und pragmatische Lösung. Erst mit der überwiegenden Industrialisierung des Bauprozesses ist man davon abgekommen. Der Stil der Villa wurde im Großen und Ganzen beibehalten, sie wurde aber seitlich und nach hinten erweitert und das Erdgeschoss bekam einen städtischen Charakter.

Karlsplatz Stachus
Bild 2: Karlsplatz Stachus, ca. 1908. Lizenz: Public Domain

Die Besonderheit an diesem „Hotel Bellevue“ war, dass das Haus ab diesem Zeitpunkt nur dieser kommerziell intensiven Funktion diente und dass daran nichts angebaut wurde. Es blieb also immer auf allen Seiten frei stehen – auch da es der Spender der umliegenden Baugründe war. Es folgten weitere Umgestaltungen, eine erste mit Doppelgiebeln, eine zweite Variante mit Doppelgiebeln, eine schlichte und elegante Nachkriegsvariante, dann der Einbau des großen verglasten Restaurants, dann das Redesign in den 1970er-Jahren, das sich strikt an architektonische Details und Materialien der Olympiabauten anlehnte. Fast bis zum Schluss wurde aufgestockt, modernisiert und verbessert. Alte und neue Besitzer haben zirka alle 20 Jahre das Gebäude aktualisiert, damit es wieder modern und attraktiv wurde. Dabei sind sie fast den Tendenzen der Zeit hinterhergerannt. Da es sich um ein Hotel handelte, ist dies für ein gewerbliches Gebäude nicht wunderlich. So konnte man die Umbauten auch schnell durchführen, ohne extreme lange Schließzeiten in Kauf nehmen zu müssen. Und da es ein frei stehendes Gebäude in der Innenstadt ist, hatte man keine Rückfassade, an der man auf Umbauten hätte verzichten können. Deshalb hat von der ursprünglichen Identität des Hauses nie etwas überlebt – nur die Erker, die plumpen Proportionen und das Restaurant sind Volumen, die nicht so recht in die modern Variante passen.

Hotel Königshof – Montage aktueller und erster Bau
Bild 3: Die Hervorhebung in der Bildmitte zeigt, wie die Proportionen des Vorgängerbaus – der Vorstadtvilla von 1818 – im Vergleich zum aktuellen Bau aussehen. Es geht dabei nicht nur um die Größenverhältnisse, denn ursprüngliche Bausubstanz aus den Zeiten der vielen Erweiterungen und Umbauten des Hotels bis wahrscheinlich zurück an die Anfänge vor 200 Jahren sind im aktuellen Bau noch vorhanden. Foto: Rufus46, bearbeitet durch Bruno Tamborino / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Bestimmt werden beim Abriss sehr alte Gemäuer zum Vorschein kommen, vielleicht überraschenderweise Kellergewölbe in einem „Bau aus den Siebzigern“, bestimmt ist das Stück Fassade mit den mittleren fünf Fensterachsen und dem zweiten und dritten Obergeschoss 200 Jahre alt, vielleicht befinden sich da sogar noch unter vielen Farbschichten die alten Fassadenmalereien.

Was jetzt verschwindet, ist also keine große Schönheit, aber dennoch interessant wegen seiner ungewöhnlichen Geschichte. Leider war das Haus offensichtlich nicht mehr den Zeiten angepasst und bot auch keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr. Man muss auch bedenken, dass der Neubau neun anstatt sechs Obergeschosse bieten wird, was wohl wegen geringerer Raumhöhe nur mit einem geringen Höhenzuwachs einhergeht, abgesehen von der Möglichkeit, den Untergrund mit mehreren großen Kellergeschossen viel besser nutzen zu können.

Es bleibt halt nichts anderes als eine Phantasie, sich eine Renovierung des alten Hauses vorzustellen, bei der eine Dokumentation und Zurschaustellung seiner 200 Jahre langen, intensiven Geschichte zum Leitmotiv wird – bei der man die verschiedenen Mauerwerke und jeweiligen Materialien klar zur Schau stellt und dem Ganzen dann nur einen modernen, transparenten Rahmen gibt, ohne nochmals etwas vertuschen und vortäuschen zu wollen. Leider ist eine solche Maßnahme für die Bauherren verständlicherweise überhaupt nicht rentabel. Bestimmt ist man sich im Denkmalamt der Situation bewusst, aber vom Historischen ist ja außer Mauerwerk wirklich nichts mehr übrig.

II   Neubau ab 2019 im expressionistischen Stil

Für den Entwurf des Neubaus zeichnen sich die spanischen Architekten Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano verantwortlich. Von der Optik erinnert nichts mehr an das alte Hotel Königshof. Die expressionistische Fassade bietet einen starken Kontrast zu den umliegenden Gebäuden – dem denkmalgeschützten Nachkriegs-Kaufhausbau (vom Stachus-Rondell aus gesehen links) und dem ebenfalls denkmalgeschützten neubarocken Justizpalast (rechts). Dass der Neubau über neun statt sechs Geschosse verfügen wird, geht da schon fast unter.

Die Fassade ist – ebenso vom Stachus-Rondell aus gesehen – vertikal dreigeteilt. Diese Fassadenteile sind dabei so verschoben und gekippt, dass das doch ein Stück entfernte Stachus-Rondell noch einmal angedeutet wird. Die Fassade öffnet sich – akzentuiert durch einen senkrechten Spalt – quasi dem Betrachter, der auf diese Weise das Gefühl bekommt, nicht vor einer Blackbox zu stehen, sondern auch ein wenig in das Gebäude reinschauen und am Geschehen teilhaben zu können, selbst wenn er es gar nicht betritt.

Mit der Fassadenform wird der außerdem ohnehin schon runde Charakter des Stachus (Google-Maps zeigt das ganz gut) nun auch über die Hotelfassade betont und fortgeführt, was der alte Bau mit seiner geraden Fassade nicht leistete. Die Fassadenteile sind dabei unregelmäßig ausgeführt, was die Dominanz noch verstärken dürfte. In Worte ist das schwer zu fassen, daher soll an dieser Stelle an den Entwurf ist dem Artikel der Süddeutschen Zeitung verwiesen werden: Neubau am Stachus – Neunstöckiges Ausrufezeichen

Der Neubau wird über 95 Zimmer bzw. Suiten verfügen (bislang 71 Zimmer und 16 Suiten). Das Restaurant wird nun in die oberste Etage kommen, um einen Panoramablick über die Stadt zu ermöglichen.

Bereits 2021 soll das neue Hotel eröffnet werden – ein sicherlich ambitionierter Zeitplan.

III   Historisches Hotel Königshof (1820–1944)

1818 wurde ein privates Wohnhaus – als eine Art Vorstadtvilla (München war damals an dieser Stelle nur schwach bebaut; das war quasi Vorstadt) im klassizistischen Stil errichtet. Der Architekt war Gustav Vorherr, daher auch die Bezeichnung Vorherrhaus. Es gab fünf Fensterachsen bei vier Geschossen (Erdgeschoss plus drei Obergeschosse):

Hotel Königshof – Vorherrhaus
Bild 4: Vorherrhaus als Hotelvorläufer (um 1820). Lizenz Public Domain
Hotel Königshof – Vorherrhaus – Vergrößerung
Bild 5: Detailvergrößerung des vorigen Fotos. Lizenz Public Domain

Aus diesem Bau entstand 1866 (einige Quellen sagen auch 1862) das Hotel Bellevue. Dabei wurde der Bau sehr wahrscheinlich schlicht und einfach an beiden Seiten im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss um jeweils drei Fensterachsen erweitert. Das Originalgebäude hatte auch an den Seitenfassaden fünf Fensterachsen, die blieben weiterhin, aber hinten wurde ein gleich hoher Querflügel angebaut und das Erdgeschoss der neuen Funktion angepasst. Der Architekturstil bleibt im Wesentlichen erhalten.

Hotel Königshof 1871
Bild 6: Hotel Königshof (rechts) um 1871. Das Hotel hieß damals noch Hotel Bellevue. Lizenz: Public Domain

Bei einem Aus- und Umbau 1880 wurden auch das zweite Obergeschoss und dritte Obergeschoss an den Seiten auf die volle Breite aufgestockt. Ferner bekam das Haus ein höheres Dach, die markanten Doppelgiebel im Neorenaissancestil mit Romanikeinflüssen und die prächtige Fassadenmalerei von Claudius Schraudolph dem Älteren, wie sie auf der folgenden Postkarte zu sehen sind:

Hotel Königshof um 1900
Bild 7: Hotel Königshof (rechts) um 1900 (Postkarte). Das Hotel hieß damals noch Hotel Bellevue. Lizenz: Public Domain
Hotel Königshof um 1900
Bild 8: Vergrößerung des vorigen Bildes. Lizenz: Public Domain

Irgendwann nach 1900, aber noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914, wurde nochmals umgebaut, die Dachgauben seitlich wurden zu einem vollen zusätzlichen Stockwerk, die Fenster seitlich wurden von drei auf zwei reduziert (jeweils das mittlere des Seitenflügels zugemauert), die Giebel vermutlich erhöht und etwas anders gestaltet um sich der neuen Höhe anzupassen, der schlichte Eingang mit einem Vorbau mit drei Bogentoren und zwei Bullaugen aufgewertet. Auf diesen Vorbau kam schon ein großer Balkon (dann wurde er zur Restaurantvitrine). Die Fassadenbemalungen wurden zum größten Teil beibehalten. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs erhielt das Hotel den heutigen Namen „Hotel Königshof“, da französische Name inopportun geworden waren. 1938 wechselte das Haus, das damals 200 Betten aufwies, den Eigentümer. Seitdem gehört es der Familie Geisel.

1943 oder 1944 wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg, so Wikipedia, „bis auf die Außenmauern zerstört“. Das Gebäude brannte wohl aus, das Dach war eingestürzt, die Außenmauern und wohl auch das Innenskelett waren noch vorhanden, wie ein Video von 1945 zeigt. Auch die Doppelgiebel waren damals noch vorhanden (zumindest der linke, denn das Video zeigt nicht das ganze Haus). In einer Aufnahme aus dem Februar 1948 auf der Seite 20 des Buches München farbig 1946–1965 fehlen die Doppelgiebel bereits, sie waren offenbar kurz nach Kriegsende wegen Einsturzgefahr entfernt worden.

IV   Wiederaufbau und Renovierungen (1950–2007)

Von 1950 bis 1955 wurde das Hotel wieder aufgebaut. Dabei stand Rationalisierung im Vordergrund. Auf eine Wiederherstellung der Giebel wurde verzichtet, der Stuck verschwand. Es entstand die bekannte schlichte Fassade. Die Fensteranordnung blieb, auch die Proportionen im Großen und Ganzen. Die beiden Bullaugen des alten Vorbaus überlebten. Bemerkenswert ist auch, dass das Haus an den Seiten und hinten weiterhin seine Erker hat, die zwar nicht besonders auffallen, aber bereits in dieser Phase der Umbauten architektonisch anachronistisch waren.

Der Balkon der Beletage, also dem ersten Stockwerk, auf dem Vorbau wird überdacht und zur Panorama-Restaurantvitrine. Zur Verzierung dienen Ranken, als Sonnenschutz sind Markisen vorhanden, wie die Bildergalerie der Abendzeitung zeigt.

Bis Ende der 1950er-Jahre (eine der Quellen deutet eher auf Anfang bis Mitte der 1960er-Jahre hin) wird der Balkon über die komplette Fassade verbreitet, wie sie bis zu Ende stand. Ein Foto aus der Bauwelt, zeigt dies. Dafür wurde die Fassade im ersten Obergeschoss komplett herausgebrochen und die darüberliegenden Stockwerke mit Stahlpfeilern abgestützt. Die Stahlpfeiler wurden verkleidet, aber beim Abriss traten sie wieder hervor (Bild 13) .

Hotel Königshof 2014
Bild 9: Fassade (2014) mit kubanisierten Fenstern und Alurahmen (unten) sowie Aluverkleidung (oben)

1970 wurde eine Generalrenovierung durchgeführt. Das letzte Fassadendesign wurde 1972 zu den Olympischen Spielen fertiggestellt. Die ehemals schlanken Fenster wurden dem damaligen Stil entsprechend kubanisiert und so weit wie möglich horizontal orientiert. Als gestalterisches Element erhielten diese Fenster einen breiten Rahmen aus anodisiertem Aluminium, der an den Ecken deutlich abgerundet wurde. Nur im obersten Stockwerk blieben breite Fenster, die aber auch einem Redesign unterzogen wurden. Das so renovierte Haus zeigte sich in einem lebendigen Farbkontrast – zwischen dunklem Ocker und hellem Aluminium, aber auch mit sehr dominanter Leuchtreklame an der Fassade.

2007 wurde die Hotellobby neu gestaltet. Dabei dürften auch in diesem Zeitraum die Aluminiumelemente durchgehend hellgelb gestrichen worden sein. Vorher waren das oberste Stockwerk, die Fensterrahmen, das Erdgeschoss sowie die Leisten am Boden und Dach der Restaurantvitrine in Hellgrau gehalten.

Hotel Königshof 2010
Bild 10: Hotel Königshof (2010.) Rechts ist noch ein Stückchen vom Justizpalast zu sehen. Foto: Rufus46 / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Trotz der gewaltigen Veränderungen dürfte die Bausubstanz zum Teil noch die ganz alte sein, vor allen Dingen betrifft das die mittleren fünf Fenster der Hauptfassade für das zweite und dritte Obergeschoss. Wikipedia weist darauf hin, dass „von der Originalsubstanz des Hotels kaum mehr etwas übrig geblieben“ und das Gebäude daher „zwar nicht als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen, aber trotzdem wegen seiner historischen Bedeutung in die Denkmaltopographie Denkmäler in Bayern aufgenommen“ worden sei. Es ist aber plausibel, dass von der alten Bausubstanz doch ein nicht geringer Teil noch vorhanden ist.

V Abriss 2019

Die Entkernung des Gebäudes begann im Februar 2019. So richtig zur Sache mit dem Abriss der Fassade geht es ab Anfang Mai 2019.

Stand 13.05.2019

Das aus dem Gebäudegrundriss herausstehende Teil des Panoramarestaurants im ersten Obergeschoss ist bereits größtenteils verschwunden. Ebenso die Fassade im Erdgeschoss an der Haupteingangsseite.

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 11 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 12 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 13 (13.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 17.05.2019

Optisch gehen die Abrissarbeiten eher langsam voran. Auf der Seite des Karstadt wird ein Gerüst aufgebaut, das nicht nur die Gebäuderückseite abdeckt, sondern auch einen erheblich Teil der Seiten. Das Gerüst dient offenbar als Splitterschutz, um Beschädigungen des Karstadt während des Abrisses zu vermeiden.

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 14 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 15 (17.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 23.05.2019

Jetzt scheint es schnell zu gehen, der Zangenbagger frisst sich immer weitere ins Gebäudeinnere. Eine riesige Plane – etwa so lang, wie das Hotel hoch ist/war, hängt am Kran und hilft, die Staubentwicklung einzudämmen (Bild 17).

Mehr Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Abriss Hotel Königshof
Bild 16 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck
Abriss Hotel Königshof
Bild 17 (23.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 29.05.2019

Kriegsschäden präzisiert und Informationen erweitert.

Update 31.05.2019 bis 24.07.2019

Bilder zum Abriss in der umfangreichen Abrissdokumentation

Quellen

Schlussakkord im Kunsttreff Quidde-Zentrum

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Richard Schleich, Susanne evamaria Fischbach, Gabriela Popp, Ingrid Müller
Richard Schleich, Susanne evamaria Fischbach, Gabriela Popp, Ingrid Müller (von links nach rechts)

Am Samstag, den 25.05.2019, ist es so weit: Der Kunsttreff Quidde-Zentrum und mit ihm die umliegenden Künstlerateliers öffnen zum letzten Mal ihre Pforten. Kunstrefugium e. V., die Künstlervereinigung, die hinter der Organisation steht, beendet den 5 Jahre bestehenden Kulturbetrieb mit einem Paukenschlag. Es werden an diesem Nachmittag alle Künstler der Ateliers anwesend sein, im Kunsttreff gibt es in der Ausstellung „art space“ noch einmal „Art to go“, im Atelier Belaga kann man an einem Workshop teilnehmen und ein Konzert erleben … und natürlich wird auch Manfred Ossenbrunner dabei sein, denn ohne ihn und sein ehrenamtliches Engagement zu Beginn gäbe es das Projekt nicht. So lädt er um 17 Uhr zu einer Führung durch das Areal, erklärt Hintergründiges, stellt die Künstler vor und steuert die ein oder andere Anekdote aus den letzten 5 Jahren bei.

Manfred Ossenbrunner hatte die Idee, in der ehemaligen Stadtbücherei des Quidde-Zentrum bis zum Abriss Kunstausstellungen zu zeigen. Die Motivation dazu war, eine Verwaisung und Verwahrlosung des ehemaligen Ladenzentrums abzuwenden. Das Szenario des abgerissenen Plett-Zentrum hatten noch viele vor Augen und es sollte sich im Quidde-Zentrum nicht wiederholen. Manfred Ossenbrunner nahm Kontakt auf zu Künstlern und Künstlergruppen, lernte so Ingrid Müller und mit ihr das Kunstrefugium kennen, dessen Vorstand sie war und ist. Schnell machte er den Vorschlag, dass das Kunstrefugium als erfahrener Verein in der Durchführung von Kunstveranstaltungen die Organisation des Ausstellungsraumes übernehmen sollte. Kurz darauf präsentierte Ingrid Müller ein Konzept mit im Zwei-Wochen-Turnus wechselnden Werkschauen. Die WSB (Wohnungs- und Siedlungsbau Bayern) als Besitzerin des Areals stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung, der Bezirksausschuss die finanzielle Unterstützung und das Kulturreferat beschickte seinen Verteiler mit den Flyern des Kunsttreffs.

Dann startete ein Kulturbetrieb, der erst einmal nur für ein halbes Jahr gedacht war, aber dann 5 Jahre lang durchgehend ein stetig wechselndes Programm bot. Nur die Heizung, die im 3. Winter den Geist aufgab, bremste die Dynamik des Kunsttreff in der kalten Jahreszeit. Trotzdem kamen knapp 90 Ausstellungen mit zusätzlichen Events wie Lesungen, Performances, Konzerten, Theateraufführungen und anderem zustande. Es gab viele Einzelausstellungen von Berufskünstlern, von Freizeitmalern oder Nachwuchstalenten, von studierten Künstlern oder Autodidakten, Künstlergruppen aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich. Die Münchner Schulen zeigten „Kunst bewegt Schule“, die Wilhelm-Busch-Realschule „Head, hand and heart“. Es gab die Werke der in Neuperlach allseits bekannten, schon verstorbenen Künstler Wolfgang Niesner und Wolfgang Wölfl zu sehen. Mit dem Projekt „art in motion“ wurde die Symbiose aus bildender Kunst, Musik und Tanz erlebbar. Nicht zu vergessen natürlich die Eröffnung des Neuperlacher Zoos, mit dem die Streetart-Gruppe „Blauer Vogel“ das Quidde-Zentrum zu einem Hotspot für Spaziergänger machte, die hier mit ihren Fotoapparaten die blau aufgesprayten Tiere einzufangen versuchten.

Ingrid Müller erinnert sich an viele wunderbare Momente, besonders bei Projekten, die sie selbst gemeinsam mit ihren Kollegen vom Kunstrefugium, allen voran ihr Mann Frank Müller, sowie Richard Schleich, Lieselotte Ott und Manuela Clarin initiiert hat. So das Land-Art-Projekt mit Flüchtlingen 2015, die öffentlich ausgeschriebenen Werkschauen „Kunsttreff für alle: Ramersdorf-Perlach stellt aus“, die Themenausstellung „Heimat“ und natürlich das größte und bewegendste Ereignis im Kunsttreff: „50 Gesichter Neuperlach“ zum 50-Jährigen des Stadtteils, bei der Ute Schwab zum Organisationsteam dazu kam. Nicht zu vergessen auch die Mach-mit-Reihe, bei der Aktzeichnen, Druckverfahren, Papierschöpfen und vieles mehr als offenes Angebot ausprobiert werden konnten. Als letztes dieser partizipativen Projekte gab es den „Skulpturengarten“, an dem sich neben vielen Künstlern rund um das Quidde-Zentrum sogar eine Künstlerin aus Belgien beteiligt hat und über 20 Kinder des Kindertreffpunkt Oskar-Maria-Graf-Ring.

Im Kunsttreff ist viel passiert, weil durch die Struktur der Zwischennutzung schnelles Handeln angesagt war und durch die unkomplizierte Organisation, die Großzügigkeit der WSB und die Offenheit des örtlichen Bezirksausschusses vieles ausprobiert werden konnte. Und so wuchs aus einer Idee die nächste: ein inspirierender Ort, an dem Neues entstehen konnte und der offen war für jeden, der Kunst betrachten, seine eigene zeigen oder vor Ort selbst kreativ werden wollte. Seit bekannt wurde, dass der Abriss näher rückt, wurde es etwas ruhiger und statt der ständig wechselnden Ausstellungen kam mit „Art Space“ eine beständige Schau von 16 Mitgliedern des Kunstrefugium, die seit einem halben Jahr jeden Samstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet ist. Zum allerletzten Mal am Samstag, den 25.05.2019, wenn auch die Ateliers von Jan Deichmann (aka CAZ132), Robert Posselt, Dr. Katharina Belaga, Manuela Clarin, Ingrid und Frank Müller und im Untergeschoss des Kunsttreff das von Angela Widholz die Türen öffnen.

Um 17 Uhr wird Manfred Ossenbrunner eine Führung durch das „Neuperlacher Kunstareal“ und seine 5-jährige Geschichte inklusive Besichtigung der Ateliers und des Skulpturengartens starten. Treffpunkt ist vor dem Kunsttreff in der Quiddestraße 45. Davor gibt es um 16 Uhr mit Katharina Belaga die Malaktion „Freundschaftsband“: ein 10 Meter langes Bild, auf dem sich jeder künstlerisch zu dem Kunsttreff mitteilen kann, Einkleben von mitgebrachten Fotos und Zeitungsausschnitten ist erwünscht! Um 18 Uhr gibt es im Atelier Belaga noch ein Klavierkonzert mit Maria Roters. Auch wenn der 25.05.2019 ein Tag des Abschieds ist, ist der Blick der Organisatoren doch schon wieder nach vorne gerichtet. Die WSB kam auf Ingrid Müller zu und hat ein Ersatzgebäude für die Fortführung des Kunsttreff angeboten. Es ist um einiges kleiner, liegt nicht in Neuperlach, sondern in Moosach, aber es geht weiter, dieses Ende ist gleichzeitig ein Neuanfang. Künstler sollten flexibel sein und vielleicht hat auch der ein oder andere Neuperlacher Lust, den Kunsttreff zur Eröffnung in Moosach zu besuchen, der schon Mitte Juli mit seinem Programm dort startet, mit einer Kunstausstellung von Kunstrefugium e. V.

 Aktzeichnen im Kunsttreff
Aktzeichnen im Kunsttreff
Richard Schleich, Susanne evamaria Fischbach, Gabriela Popp, Ingrid Müller
Richard Schleich, Susanne evamaria Fischbach, Gabriela Popp, Ingrid Müller (von links nach rechts)
Foto aus den Anfängen mit der österreichischen Künstlergruppe AKT
Foto aus den Anfängen mit der österreichischen Künstlergruppe AKT

ART SPACE
Finissage: 25.05.2019, 15 – 19 Uhr
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Quiddestraße 45
81735 München

Beteiligte Künstler

Klaus von Bötticher – Manuela Clarin – Silvia Deml – Axel Dziallas – Susanne eva maria Fischbach – Brigitte Haberger – Sylwia Komperda – Frank Müller – Ingrid Müller – Lieselotte Ott – Gabriela Popp – Richard Schleich – Bernd Georg Schwemmle – Gabriele Sodeur – Angela Widholz – Wolfgang Wölfl

Kontakt

Ingrid Müller
Laibacherstraße 4
81669 München
Tel: 089/65 05 62
Mobil: 0160/97 92 50 66

Kunstrefugium e. V.
Laibacherstraße 4
info@kunstrefugium.de
www.kunstrefugium.de

Kunsttreff Quidde-Zentrum
Kunsttreff von außen (ehemalige Räume der Stadtteilbibliothek)

Die blaue Spirale ist zurück! (Update 07.05.2018)

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Unsere blaue Spirale ist nach einer Sanierung zurück. Sie wurde am Freitag, den 03.05.2019, an ihrem alten Platz an der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Albert-Schweitzer-Straße/Corinthstraße aufgestellt. Das Kunstwerk wurde 1972 von Louis Constantin geschaffen und heißt eigentlich „7. Variation über den Ablauf von Schraubenflächen“.

Die Fotos sind im Regen allerdings nur äußerst bescheiden geworden. Ich konnte da nichts mehr drehen! Aber man kann erahnen, dass das Teil nun wieder wie neu ist!

Mehr zur blauen Spirale und der Sanierung: Blaue Spirale abgebaut – sie wird saniert

Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 1 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 2 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 3 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 4 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 5 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 6 (04.05.2019) © Thomas Irlbeck

Update 07.05.2019

Den Dreh raushaben: Nun ist unsere blaue Spirale an der Heinrich-Wieland-Straße ganz fertig. Denn der Untergrund wurde wieder mit den Flusssteinen aufgefüllt. Auch ist das Wetter heute besser. Zwei gute Gründe, heute noch einmal ein paar Fotos von dem Kunstwerk zu machen.

Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 7 (07.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 8 (07.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 9 (07.05.2019) © Thomas Irlbeck
Blaue Spirale nach Sanierung
Bild 10 (07.05.2019) © Thomas Irlbeck

Neues Quidde-Zentrum: Jetzt soll es schnell gehen (Update 27.07.2019)

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Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 1: Quidde-Zentrum (Archivbild von 2015) © Thomas Irlbeck

Nach vielen, vielen Jahren des Wartens soll es nun schnell gehen – am Quidde-Zentrum sollen ein neues Ladenzentrum, aber auch Wohnungen kommen – in Gestalt eines achtgeschossigen Zeilenhauses und eines sechsgeschossigen Punkthauses. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung, die ihren Artikel mit äußerst passenden Worten einleitet:

„Fast hätte man vergessen, dass das Quiddezentrum abgerissen werden soll, so viel Zeit ist nach den ersten Ankündigungen inzwischen vergangen.“

Zum gesamten SZ-Artikel: Ende eines Schwebezustands

Wir erinnern uns, im November 2011 schloss der letzte größere Laden, der Mix Markt. Die Stadtbibliothek gab wenige Wochen später am 23. Dezember auf. Die Stadtsparkasse, die Papeterie Schwarz, das Tortenparadies (jetzt passenderweise am Neuen Südfriedhof in der Unterhachinger Straße zu finden), die Apotheke, Reinigung, der Friseur – oder, noch älter: der Edeka, Rewe und der Wienerwald – sind ebenfalls längst Geschichte.

Seit fast zehn Jahren ist das Ladenzentrum Geschichte. Einige der Räume werden nun von Künstlern genutzt – im Rahmen des „Neuperlach Zoo“. Andere Räume sind in einem derart desolaten Zustand, dass sie nicht mehr benutzt werden können. Ein Teil des Quidde-Zentrum ist inzwischen mit Bauzäunen abgesperrt.

Der Abriss und eine Realisierung eines Neubaus wurden immer wieder verschoben. Als Grund wurde angegeben, dass man bei der ursprünglichen Neuplanung nachträglich zum Ergebnis gekommen sei, dass der Anteil der Ladenflächen zu hoch ausgefallen sei. Man befürchtete Leerstände. Warum aber diese Umplanung sich über so viele Jahre hinzog, ist unverständlich, zumal Wohnungen dringend gebraucht werden und die Versorgung mit Waren in dem Quartier nicht mehr optimal ist. Immerhin ist ein Lidl (Nawiaskystraße) und ein Penny (Quiddestraße, Ecke Staudingerstraße) zumindest in fußläufiger Umgebung erreichbar. Das war es aber dann auch schon im Wesentlichen.

Weiteres zum Thema: Der nimmer enden wollende Abschied vom Quidde-Zentrum

Quidde-Zentrum Februar 2016
Bild 2: Quidde-Zentrum (Archivbild von 2016) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Kunsttreff
Bild 3: Dieses Bild spricht für sich! Zentrum (Archivbild von 2015) © Thomas Irlbeck
Bild 4: Hier waren die Zeiten zumindest noch etwas besser (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck
Bild 5: Der Mix Markt im Quidde-Zentrum (Archivbild von 2010) © Thomas Irlbeck
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Bild 6: Aktuelle Nutzung, der Kunsttreff in den ehemaligen Räumen der Stadtteilbibliothek. Ganz früher war hier ein Edeka ansässig

Update 27.07.2019

Der Abriss soll noch dieses Jahr erfolgen, der Neubau dann nächstes Jahr starten. Die WSB will die Anwohner in den nächsten Wochen über die Pläne informieren. Mehr dazu in der Hallo.

Wohnanlage in Thalkirchen (Das historische Haus, Folge 28)

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Wohnanlage Pognerstraße in Thalkrichen
Bild 1 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wohnanlage Pognerstraße in Thalkrichen
Bild 2 (20.04.2019) © Thomas Irlbeck

An der Pognerstraße, Ecke Greineckerstraße (Pullacher Platz), in Thalkirchen findet sich diese herrliche Wohnanlage. Der Tierpark Hellabrunn ist nicht allzu weit entfernt. Die Wohnanlage ist denkmalgeschützt. Der Bayerische Denkmal-Atlas weiß zu den Häusern, die Mietshäsuer sind, Folgendes zu berichten:

Wohnanlage, dreigeschossiger, verspringender Bau mit gestaffelter Fassade und Mansarddach, im Reformstil, von Hans Hartl und Johann Baptist Schmidbauer, 1911/12, Nr. 3 nach Schäden im Zweiten Weltkrieg 1953 durch Benno Grassl wiederaufgebaut.

Die Tierpark-Tram fuhr auch hier vorbei. Der grüne Mast, der einmal die Oberleitung trug, deutet das an. Den Beweis dafür liefert dieser Artikel von Tramreport: Vergessene Trambahnstrecken: Die Tierparklinie. Die Stelle der beiden hier gezeigten Fotos entspricht der mit „Pullacher Platz“ markierten Stelle in der Tramreport-Übersichtskarte.

Zu den übrigen Folgen „Das historische Haus“

Vom Kolumbusplatz zur Krämermühle am 18.05.2019

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Führung des Festring Perlach am Samstag, den 18. Mai.

Alle Infos

Termin: Samstag, den 18. Mai 2019, 14 Uhr.
Treff ist um 14 Uhr, U2 Kolumbusplatz, Ausgang D, Falkenstraße, beim Bushalt Richtung Tierpark.
Kosten: 4,– Euro.
Teilnahme auf eigene Gefahr.
Anmeldung: Tel. 089/637 33 11.

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Krämermühle bei Wikipedia

„Torre Pendente“, der „Schiefe Turm von Piesing“

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Wir sind hier nicht in Neuperlach, aber immer noch im Münchner Südosten, genauer in Giesing, noch genauer in Obergiesing.

Was hier steht, ist Kunst. Der Holzbildhauer Rudolf Wachter (* 1. April 1923 in Bernried, Ortsteil von Neukirch, Bodenseekreis; † 16. Juni 2011 in der Auensiedlung, München) hat hier einen 1987 einen Mahagonistamm mit einer Höhe von Höhe 6,50 Meter und einem Durchmesser von 2,10 Metern installiert. Das folgte Wachters Serie, denn ab den 1970er-Jahren bis ins hohe Alter hat der Künstler fast ausschließlich großformatige, abstrakte Holzskulpturen geschaffen. Sein Werkzeug: die Motorsäge.

Der Bauzaun gehört (natürlich) nicht zum Kunstwerk, wie ältere Aufnahmen zeigen, die im Netz zu finden sind.

Das Kunstwerk heißt „Torre Pendente“, das ist Italienisch und bedeutet „schiefer Turm“, wobei einem sofort der „Schiefe Turm von Pisa“ in den Sinn kommt. Aufgrund der Lage hier in München nennen wir das Kunstwerk inoffiziell einfach mal den „Schiefen Turm von Piesing“. Er ist noch schiefer als sein berühmtes Vorbild.

Torre Pendente
Bild 1 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 2 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 3 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 4 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 5 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 6 (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Torre Pendente
Bild 7: Oberkante des Baumstamms (25.04.2019) © Thomas Irlbeck
Der Schiefe Turm von Pisa
Bild 8: Das berühmte Vorbild, der Schiefe Turm von Pisa. Foto: Saffron Blaze, via www.mackenzie.co / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ausstellung „Im Fluss“ im Frauentreffpunkt Neuperlach

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Orange tanzt 03
„Orange tanzt“ – Acryl auf Leinwand. Werk von Gabriela Popp

Zweimal im Jahr verändert sich im Frauentreffpunkt Neuperlach die Kulisse. Dann wird jedes Mal eine Künstlerin eingeladen, ihre Werke an den Wänden der sozialen Einrichtung im Oskar-Maria-Graf-Ring 20 zu präsentieren. So gibt es ab 18. Mai 2019 die Werke von Gabriela Popp zu sehen, eine Münchner Künstlerin, die sich in ihrer Kunst sehr vielseitig, experimentell und manchmal auch verspielt darstellt. Abstrakte Versuchsreihen stehen neben in Acryl ausgearbeiteten Tierportraits bis hin zu lässig gezeichneten Aktstudien oder comichaften Szenenbildern.

Gabriela Popp wurde 1964 in München geboren und war schon als Kind mit Papier und Farbstift leicht zu beschäftigen. Um ihre Leidenschaft auch beruflich zu integrieren, entschloss sie sich zu einer Ausbildung zur Kunsttherapeutin, die sie 2011 als „therapeutische Kunstpädagogin“ abschloss. Seither arbeitet und unterrichtet sie in ihrem Atelier „Malwerkstatt“ im Münchner Glockenbachviertel.

Hauptmotive ihrer eigenen künstlerischen Arbeit sind überwiegend Mensch (Akt, Portrait und Menschenbild) und Tier. Bei den künstlerischen Medien liegt ihr Hauptaugenmerk auf Zeichnung und Acrylmalerei, ohne sich dadurch einschränken zu lassen: Sie zeigt sich stets offen für neue Techniken und formale Experimente. So erkundet sie ihre Ausdrucksmöglichkeiten auch immer wieder im Abstrakten, eine gute Möglichkeit mit seiner inneren Befindlichkeit in Kontakt zu kommen.

Die gezeigten Bilder sind eine Auswahl der Werke mit dem Element Wasser sowie einige Arbeiten, in denen die Farbe im Vordergrund steht. Grundsätzlich möchte sie mit ihren Bildern den Betrachter zum Schmunzeln bringen oder seinen Blick in das Bild ziehen, ihn einladen, es länger zu betrachten.

Im Frauentreffpunkt gibt es, dem begrenztem Raumangebot geschuldet, nur einen kleinen Einblick in das umfangreiche Werk von Gabriela Popp. Dafür ist sie selbst anwesend zur Vernissage am Samstag, den 18.05.2019, um 18 Uhr im Oskar-Maria-Graf-Ring 20 (Eingang über den Innenhof). In einem Künstlergespräch gibt sie Einblick in ihre Motivation, Inspiration und ihre Schaffensphasen. Anschließend ist die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten des Frauentreffpunkts zu besichtigen. Montag 9:30 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Dienstag 9 bis 13 Uhr und 16 bis 18 Uhr, Mittwoch 10 bis 13 Uhr, Donnerstag 9:30 bis 12 und 16 bis 18 Uhr, Freitag 9:30 bis 12:30 Uhr.

Kontakt

Frauentreffpunkt Neuperlach e. V.
Oskar-Maria-Graf-Ring 20, 81737 München
Tel: 089/670 64 63
Mail: info@frauentreffpunkt-neuperlach.de
Web: www.frauentreffpunkt-neuperlach.de

Gabriela Popp
Gabriela Popp

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)

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Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 1 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 2: Das Turmkunstwerk dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen: das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Vor einiger Zeit hatten wir über die Feuerwehr in Neuperlach – genauer die Feuerwache 9 an der Heidestraße – berichtet. Bei dieser stehen umfassende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen bevor. Spannend ist dabei immer, wie sieht es bei den anderen, bei unseren Nachbarn aus?

In Ottobrunn bietet sich eine ganz andere Optik. Der zur Anlage gehörige Turm erinnert ein wenig an einen Kirchturm und bildet einen interessanten Blickfang. Statt Glockengebimmel gibt es Sound per Sirenenanlage. Der Rest der Anlage mit seinem Verwaltungs- und Werkstättentrakt und der Containerhalle dagegen wirkt unspektakulär.

Geschichte

Bereits über 100 Jahre ist die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn (FFO) alt. Am 14. Juni 1914 wurde sie als „Freiwillige Kolonistenfeuerwehr“ nach einem Großbrand der Kegelbahn an der Gastwirtschaft Waldschlösschen gegründet.

Der heutige Bau in der Ottostraße 19 mit seinen 6.000 Quadratmetern wurde 1971 bezogen. Vorher (ab 1926) war man an der Kreuzung Jahnstraße/Rosenheimer Landstraße ansässig.

Der FFO gehören 167 Einsatzkräfte sowie 37 Mitglieder der Jugendfeuerwehr an (Stand 2019). Jährlich werden rund 500 bis 700 Einsätze gefahren. Die FFO wird auch zur „Nachbarschaftshilfe“ in andere Gemeinden des Landkreises sowie in Nachbarlandkreise gerufen.

46 % der Einsätze der FFO sind derzeit First-Responder-Einsätze (Helfer vor Ort), 34 % Hilfeleistungen, 13 % Brandeinsätze und 7 % Wachen (Veranstaltungs- und Brandschutzwachen).

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 3: Turm . Das Kunstwerk sollte der heilige Florian sein. Unter seinen Füßen ist das Wappen Ottobrunns mit der Otto-Säule (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Großbrand im Ottobrunner Phönix-Bad

Einer der aufsehenerregendsten Einsätze der FFO dürfte am 26.11.1996 stattgefunden haben. Ausgerechnet das Ottobrunner Phönix-Bad brannte – ist doch der Phönix ein mythischer Vogel, der am Lebensende verbrennt und aus dessen Asche er wieder neu entsteht. Das Hallenbad wurde dabei zerstört, die Technikräume blieben dagegen unversehrt und bildeten die Basis für den Wiederaufbau, was der Redewendung „Phönix aus der Asche“ gerecht wurde.

Im April dieses Jahres wurde bekannt, dass auf den Dächern der Anlage bis zu 20 Wohnungen gebaut werden sollen. In diesen Wohnungen könnten junge ehrenamtliche Einsatzkräfte unterkommen, die in der Umgebung keine (bezahlbare) Wohnung finden. Der Bau könnte im Frühjahr 2020 starten.

Mehr Infos auf der offiziellen Website der FFO.

Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 4 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 5: Teil der Fahrzeughalle (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 6 (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 7: Detail Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 8: Signalanlage auf Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck
Wache der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn (FFO)
Bild 9: Turm (22.04.2019) © Thomas Irlbeck

Kunsttreff Quidde-Zentrum: Der Countdown läuft

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Kunsttreff Quidde-Zentrum
Bild 1: Kunsttreff Quidde-Zentrum in den ehemaligen Räumen unserer Stadtteilbibliothek

Noch gibt es den Kunsttreff Quidde-Zentrum und mit ihm das Art Space: eine Ausstellung von 16 Künstlern der Vereinigung Kunstrefugium e. V., die jeden Samstag von 15–19 Uhr geöffnet ist. Jeden Samstag – bis zum Abriss des Quidde-Zentrum, der leider schon mit großen Schritten näherkommt.

Die Tage sind gezählt, und in ein paar Wochen wird der Kunsttreff in Neuperlach mit all den kreativen Projekten, die hier entstanden sind, Geschichte sein. Aber bis es soweit ist, gibt es noch Kunst zu bestaunen. Am Samstag, den 27.04.2019, bietet sich zudem noch einmal die Gelegenheit, sich dort von der Künstlerin Gabriela Popp um 15:30, 16:30, 17:30 oder 18:30 Uhr porträtieren zu lassen. Gegen eine kleine Spende können die Besucher die schnellen Skizzen auch mit nach Hause nehmen. Eine sehr schöne Gelegenheit, noch einmal die inspirierende Atmosphäre zu erleben, die der riesige Ausstellungsraum, die ihn umgebende Streetart – der Neuperlacher Zoo – und die angeschlossenen Künstlerateliers im Quidde-Zentrum, Quiddestraße 45, verströmen.

ART SPACE
Geöffnet: Samstags von 15–19 Uhr
Porträitaktion: Samstag 27.04. um 15:30, 16:30, 17:30, 18:30 Uhr
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Quiddestraße 45
81735 München

Beteiligte Künstler

Klaus von Bötticher – Manuela Clarin – Silvia Deml – Axel Dziallas – Susanne eva maria Fischbach – Brigitte Haberger – Sylwia Komperda – Frank Müller – Ingrid Müller – Lieselotte Ott – Gabriela Popp – Richard Schleich – Bernd Georg Schwemmle – Gabriele Sodeur – Angela Widholz – Wolfgang Wölfl

Kontakt

Ingrid Müller
Laibacherstraße 4
81669 München
Tel: 089/65 05 62
Mobil: 0160/97 92 50 66

Kunstrefugium e. V.
Laibacherstraße 4
info@kunstrefugium.de
www.kunstrefugium.de

Kunsttreff Quidde-Zentrum
Bild 2: Kunsttreff Quidde-Zentrum in den ehemaligen Räumen unserer Stadtteilbibliothek
Kunsttreff Quidde-Zentrum
Bild 3: Kunsttreff Quidde-Zentrum in den ehemaligen Räumen unserer Stadtteilbibliothek
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Bild 4: Kunsttreff Quidde-Zentrum in den ehemaligen Räumen unserer Stadtteilbibliothek
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Bild 5: Kunsttreff Quidde-Zentrum in den ehemaligen Räumen unserer Stadtteilbibliothek