Qwählereien im Großformat – Landtagswahl 2018 in Bayern (Update 30.09.2018)

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Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern. Wie auch zur Bundestagswahl 2017 werden hier einige Wahlplakate vorgestellt, die so in Neuperlach zu finden sind.

Die SPD und der Wohnungsbau

Die SPD versucht sich in einem emotionalen Thema, dem Wohnungsbau, und greift die CSU direkt an. Früher war es eher üblich, den Gegner namentlich nicht zu erwähnen. Das Wahlplakat mit dem für Werbung eher sperrigen, fast gewagten Satz fällt auf und prägt sich ein, wenngleich man sich den genauen Wortlaut kaum merken kann, die Botschaft aber schon. Es klingt aber auch ein wenig hilflos, ein wenig nach „mimimi“, finde ich. Grundlage für die Wahlwerbung ist dieser schwere Vorwurf: Hat Söder (CSU) 32000 landeseigene Wohnungen an Spekulanten verscherbelt, Geldwäsche ermöglicht  und dabei selber Provision abkassiert?

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die CSU und ihre Bilanz

Wahlplakat CSU
CSU-Wahlplakat

Hier könnte man natürlich polemisch sagen, nicht gebaute Wohnungen (Unnützwiese) sind keine Glanzleistung. Natürlich gibt es auch die andere Seite, die nicht will, dass jedes letzte Fleckchen zugebaut wird. „Erhalt von Traditionen“ ist sehr unscharf, was ist damit gemeint? Die neue Vorschrift, Kruzifixen in Amtsstuben anzubringen? Anwohnerschutz bei Großprojekten sollte selbstverständlich sein, barrierefreie S-Bahnhöfe sind die Umsetzung einer EU-Vorschrift..Die starke Bilanz überzeugt nicht, aber die CSU darf sich trösten, die Wahlplakate der anderen Parteien sind auch meist nicht viel besser.

SPD, 2. Versuch

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die SPD darf noch mal, bevor die anderen Parteien dürfen. Der Spruch „Zukunft im Kopf, Bayern im Herzen“ ist offenbar die sozialdemokratische Adaption des christsozialen Klassikers „Laptop und Lederhose“.

Bayern soll unabhängig werden!

Wahlplakat Bayernpartei
Wahlplakat der Bayernpartei

Nix wie raus! Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayernpartei mit einem Schild wirbt, das wir bald an den bayerischen Außengrenzen sehen werden – zumindest nach den Vorstellungen der Bayernpartei. Bereits 2011 habe ich darüber berichtet, dass die Bayernpartei Stimmen für ein Volksbegehren zum Ausstieg Bayerns aus der Bundesrepublik sammelt.  So ganz überzeugt scheinen die Bayern aber nicht zu sein. Zwar haben die Initiatoren beliebig viel Zeit, um die 25.000 Unterschriften zu sammeln. Aber es zieht sich quälend lange hin. 2011 war man bei über 5.000 Unterschriften, jetzt, 2018, steht der Zähler bei 7050. Dabei wären die 25.000 nur die erste Hürde, die noch vergleichsweise einfach zu  überspringen ist. Vorsichtig gesagt, das wird nichts!

Keine Alternative

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Das Wortspiel mit Alternative, mit dem sich hier die ÖDP versucht, ist aber schon ziemlich abgedroschen. Die Aussage soll wohl sein, dass es keine Alternative zur ÖDP und zum Klimaschutz gebe, aber die Anspielung auf die AfD ist sicherlich beabsichtigt. Früher brachte man beim Begriff Alternative kaum Rechtspopulisten in Verbindung, vielmehr bezeichnete man die Grünen üblicherweise als Alternative. Die Grünen in Hamburg hießen gar bis 2012 „Grün-Alternative Liste“ (GAL). Ich wünschte, es gäbe Alternativvorschläge für dieses Wahlplakat, die besser sind.

Handysucht versus Netzausbau

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Andere Parteien versprechen den Netzausbau, da wirkt dieses Plakat der ÖDP fast schon rückwärtsgewandt. Aber Handysucht ist dennoch ein Thema. Was sagen aber die ÖDP-Dokumente dazu? Obwohl ich eine ganze Zeit lang gesucht habe, habe ich zum Thema Handysucht nicht so besonders viel gefunden. Im Dokument 132 Gründe, ÖDP zu wählen“, findet sich immerhin dieser Passus:

Die Kinder brauchen motorische und sinnliche Erfahrung und Teamarbeit mit echten Menschen, nicht mit Computern. Wir fordern:

  • ein verstärktes Gewicht auf lebenskundliche Fächer wie Hausarbeit, Werken und
    Theaterunterricht zu legen.
  • den völligen Verzicht auf Smartphone und PC mindestens bis zur siebten Jahrgangsstufe.
  • in höheren Jahrgangsstufen einen wohldosierten Einsatz, z. B. als Rechercheinstrument.

Andere Punkte zum Thema Mobilfunk im selben Dokument betreffen die Strahlung, die von Mobilfunkgeräten ausgeht. Hier einige Auszüge:

Die von Staat und Industrie propagierte Sorglosigkeit im Umgang mit Mobilfunkstrahlung ist fahrlässig und gefährlich.

Die bisherige Freistellung von Sendeanlagen von der Baugenehmigungspflicht (10 m-Freigrenze) ist abzuschaffen.

Grenzwerte dürfen nicht nur auf die thermische Wirkung hochfrequenter Strahlung begrenzt werden. Forschung nach strahlungsarmen Alternativen der mobilen Kommunikation muss gefördert werden.

Ist das Thema nun aber ein Knaller oder ist es das Gegenmodell zu „Laptop und Lederhose“, also weniger Laptop und mehr analoges Leben? Ich persönlich möchte mein Smartphone und das Internet keinesfalls missen. Aber wenn man in die U-Bahn, in Cafés und auf Parkbänke schaut, dann fällt auf: Alle starren sie auf ihr Display, kommuniziert wird digital, selbst wenn der Kommunikationspartner am selben Tisch sitzt. Auch Selbstgespräche verlaufen immer häufiger digital. Würde man zehn Jahre in die Vergangenheit reisen, wäre man verblüfft ob der weit aufrechteren Körperhaltung.

Die Piratenpartei

Wahlplakat Piraten
„Neustart Bayern“ ist immerhin eine IT-Analogie. Einen abgestürzten Windows-Rechner kriegt man mit einem Neustart wieder flott … „100 MBIT“ haben übrigens längst alle. Nur nicht pro Sekunde.
Wahlplakat Piraten
Der eigentlich sehr konservative „Heimat“-Begriff auf piratanisch
Wahlplakat Piraten
Jawohl, die Piratenpartei gibt es noch. Die Wahlplakate sind nicht etwa von der letzten Wahl übrig geblieben, auch wenn sie etwas ramponiert ausschauen

Die Plakate der Piratenpartei halte ich für eine Enttäuschung. Das war einmal eine ganz kreative, innovative Partei. Gerade das Sicherheits-/Freiheits-Plakat (mit einem abgedroschenen, leicht doppeldeutigen Spruch, den man auch schon bei anderen Parteien gesehen hat) und der Versuch, auch noch den konservativen Heimatbegriff irgendwie zu besetzen, sind gescheitert. Das ureigene Thema, der Netzausbau, wird brav, aber völlig witzlos abgehandelt. Das bleibt nicht im Gedächtnis! Und nicht einmal, dass nichts im Gedächtnis bleibt, bleibt im Gedächtnis.

Freie Wähler

Wahlplakat Freie Wähler
Wahlplakat der Freien Wähler

Eher begrenzte Aussagekraft hat das Wahlplakat der Freien Wähler. „Wählt uns“ sagen sie, ein Kreuz ist vorgegeben. Immerhin ist es kein vorgeschriebenes Kreuz, das in Amtsstuben aufzuhängen ist.

Was wollen eigentlich die Freien Wähler? Da eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern eine nicht unwahrscheinliche Konstellation ist, ist die Frage nicht ganz unberechtigt. Da zumindest dieses Plakat eher wenig verrät, hier ein paar Punkte aus dem Wahlprogramm:

    • Vermeidung von Diesel-Fahrverboten
    • Keine dritte Startbahn am Flughafen Franz Josef Strauß
    • Mehr Grün in den Städten statt rigoroser
      Nachverdichtung
    • Mittelfristiger Kohleausstieg, kein Rütteln am
      geplanten Atomausstieg bis 2023
    • Ganztagsschule ausbauen
    • Mehr Sportunterricht
    • Bargeld erhalten
    • Einwanderungsgesetz für eine qualifizierte
      Zuwanderung
    • Sachleistungen für Asylbewerber statt Geldleistungen
    • Freifunkbewegung fördern
    • Erbschaftssteuer abschaffen
    • Gentechnikfreies Bayern

Bündnis 90/Die Grünen

Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen

Die Aussagen sind klar: Menschen, Fahrräder und Bienen sollen Platz finden, aber doch keine Autos. Besonders kreativ oder ins Gedächtnis einbrennend sind die Wahlplakate allerdings nicht.

Die Linke

Wahlplakat Die Linke
Wahlplakat der Partei „Die Linke“

Obgleich die Vokabel Umverteilung längst eine negative Besetzung erfahren hat, wirbt die Partei „Die Linke“ damit. In den Umfragen liegt die Partei „Die Linke“ derzeit bei ca. 4 %.

FDP

Wahlplakat FDP
Wahlplakat FDP

Gut, es ist eine Metapher für das Unverbrauchte. Aber wir stellen uns einmal vor, ein Mann würde wie ein Auto riechen! Immerhin: Der Spruch des FDP-Plakats bleibt sehr gut hängen, daher ist das Wahlplakat eines der besseren.

Weitere Plakate folgen.

Ein Laubbläser, mit dem ich mich anfreunden kann

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Laubbläser AiRion 2
Bild 1: Akkubetriebener Laubbläser im Einsatz (02.05.2018) © Thomas Irlbeck

Normalerweise hasse ich diese Teile. Denn benzinbetriebene Laubbläser sind ungefähr so laut wie ein startender Düsenjet aus kurzer Distanz.

Doch mit dem Laubbläser, den unser Hausmeister nun einsetzt, kann ich mich anfreunden. Dieser akkubetriebene Laubbläser ist sehr, sehr leise. Er klingt wie ein Föhn und ist nach meinem Empfinden kaum lauter als ein solcher. Laut Herstellerangabe erzeugt er einen Schalldruckpegel von nur 79 dB(A). Benzinbetriebene Laubbläser kommen schon einmal auf 110 dB(A).

Wer mehr über den hier gezeigten Akku-Laubbläser wissen will, googlet nach „AiRion 2“. Denn dies soll jetzt keine Werbung speziell für dieses Produkt sein, aber ein Plädoyer, dass möglichst viele Hausverwaltungen einen akkubetriebenen Laubbläser anschaffen. Denn solche Geräte bringen einen nicht um den Schlaf, dafür schonen sie Nerven und Gehör.

Laubbläser AiRion 2
Bild 2: Laubbläser statt Lautbläser (02.05.2018) © Thomas Irlbeck
Laubbläser AiRion 2
Bild 3 (02.05.2018) © Thomas Irlbeck

Ein paar Installationen in Neuperlach Nord

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Installationen
Bild 1: Solarlampe am Karl-Marx-Ring (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung

Unser Stadtteil ist ständigen Veränderungen unterworfen. Manche sind fein, manche deutlich, manche innen, manche außen. Hier werden einige aktuelle Veränderungen in Neuperlach präsentiert. Lesereinsendung, vielen Dank!

Die ersten drei Fotos zeigen, dass ein 48 Jahre unbeleuchteter Weg in der Nähe des Karl-Marx-Ring nun erhellt wird – durch Anbringung von Solarlampen. Was die Sonne tagsüber gibt, wird in der Nacht zurückgegeben. Wie auch anzunehmen ist, wurden laut Beobachtung keine Kabel verlegt.

An einem anderen Bau wurde ein Zaun auf dem Flachdach installiert (ab Bild 4). Wir spekulieren einmal, er soll wohl verhindern, dass Unbefugte zu dem ehemaligen, inzwischen zugeschütteten Dach-Swimmingpool gelangen können.

Bild 7 zeigt ein Stiegenhaus zwischen dem 7. und 8. (letzten) Stockwerk. Es wirkt hell und keinesfalls heruntergekommen, die rot-violette Türe verleiht dem Bau sogar noch einen Hauch Ästhetik. Nun wurde ihm noch eine Leiter spendiert, die wohl mit einem Vorhängeschloss gesichert wird – Vorrichtungen sind bereits vorhanden.

An der Rauchentlüftung wurde ein Gitter montiert wurde und an der verbleibende Öffnung eine Halterung für die Leiter (Bild 8). Das Gitter ist wahrscheinlich eine Trittfläche, als Hilfe, wenn man über die Leiter das Flachdach besteigt. Der Grund für die Veränderung ist nicht bekannt.

Installationen
Bild 2 (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 3 (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 4: Zaun … (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 5: … Flachdach einer Wohnanlage … (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 6: … in Neuperlach Nord (18.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 7: Stiegenhaus … (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung
Installationen
Bild 8: … in Neuperlach Nord (20.04.2018) Foto: Lesereinsendung

Neuperlach Mitte: Nettes Häuschen – aber …

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Was für ein hübsches Häuschen! Wir sind hier in Neuperlach Mitte in der Ottweilerstraße/Ecke Heinrich-Lübke-Straße. Die Räumung des Gartens sieht mir aber leider nach einer Abrissvorbereitung aus. Schade! Im Hintergrund: Unser Telekom-Funkmast

Haus an der Ottweilerstraße/Ecke Heinrich-Lübke-Straße
Bild 1 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Haus an der Ottweilerstraße/Ecke Heinrich-Lübke-Straße
Bild 2 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Haus an der Ottweilerstraße/Ecke Heinrich-Lübke-Straße
Bild 3 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck
Haus an der Ottweilerstraße/Ecke Heinrich-Lübke-Straße
Bild 4 (25.03.2018) © Thomas Irlbeck

Zwei ungleiche Burschen – Hightech meets old church

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St. Georg und Siemens
St. Georg (Unterbiberg) und Siemens in Neuperlach Süd. Foto: Lesereinsendung (04.11.2017)

Wer genau hinsieht, erblickt ganz rechts auch noch St. Maximilian Kolbe (Neuperlach Süd).

Klein funkt groß dazwischen

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Erst im Verhältnis zu Menschen kann man erkennen, wie groß auf Dächern angebrachte Mobilfunkmasten wirklich sind. Gesehen in Neuperlach Nord. Lesereinsendung, vielen Dank!

Mobilfunkantenne
Foto: Lesereinsendung
Mobilfunkantenne
Foto: Lesereinsendung

Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark

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Wie wird eigentlich im Ostpark am Berg der Rasen gemäht? Mit einem ferngesteuerten Raupenrasenmäher! Die Firma Werner hat sozusagen als Premiere ihre neueste Anschaffung getestet. Die Firma arbeitet als Partner für die Stadt München. Video und Fotos: J. W.

(Link: YouTube)
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 1 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 2 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 3 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 4 (08.04.2017). Foto: J. W.
Ferngesteuerter Raupenrasenmäher im Ostpark
Bild 5 (08.04.2017). Foto: J. W.

Ausstellung „.ausgestrahlt“ mit Vortrag/Diskussion und Finissage im Kulturhaus Neuperlach

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Geothermie .ausgestrahlt Plakat
Vortrag und Diskussion zur Ausstellung „.ausgestrahlt“ (Anklicken zum Herunterladen)

Vortrag und Diskussion am 4. Mai 2016

Zum 5. Jahrestag von Fukushima und zum 30. Jahrestag von Tschernobyl eröffnete das Kulturhaus am 7. April 2016 die Informationsausstellung „.ausgestrahlt“. Mit dieser Ausstellung will das Kulturhaus den Blick auf erneuerbare Energien richten. Dazu hält Dr. Erwin Knapek, Mitglied des GtV-Bundesverbandes Geothermie und Präsident des Wirtschaftsforums Geothermie, am Mittwoch, den 4. Mai 2016, um 19 Uhr einen Vortrag mit anschließender Diskussion. Die Ausstellung „.ausgestrahlt“ ist bis 13. Mai 2016 jeweils Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem während aller öffentlichen Veranstaltungen sowie nach Vereinbarung.

Finissage am 13. Mai 2016 mit musikalischer Darbietung

Zur Finissage am Freitag, den 13. Mai 2016, wird Danny Streete um 20 Uhr uns mit seinen musikalischen Balladen der Rock-, Pop- und Folkgeschichte erfreuen. Sie hören Musik und Geschichten von und über Bob Dylan, Cat Stevens, John Denver u. a.

Finissage ausgestrahlt Plakat
Vortrag/Diskussion sowie Finissage zu „.ausgestrahlt“ (Anklicken zum Herunterladen)

„Festring Perlach“-Mitglieder wanderten 3,5 Kilometer durch BMW-Werk

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BMW Festring Perlach
Der Festring Perlach in den Bayerischen Motoren Werken. Bild: Festring Perlach
BMW Festring Perlach
Bild: Festring Perlach

Es ist kaum zu glauben: 2,5 Stunden Zeit und 3.500 Meter Wegstrecke waren das Ergebnis einer grandiosen Führung durch ein bayerisches Weltwerk. Viele, viele Computer bauen ein Auto – so muss man es ausdrücken, denn ein menschliches „Arbeitsvolk“ war kaum zu sehen. Ich freue mich, wenn eines Tages ein virtueller Schriftsetzer-Meister-Computer-Kollege Ihnen diese Zeilen übermitteln wird.

Bis dahin sind Sie herzlich eingeladen in der Gegenwart: Offene Tür im Heimatarchiv des „Festring Perlach“ in der Sebastian-Bauer-Straße 25. Am 9. April 2016 von 13 bis 16 Uhr. Führung um 15 Uhr.

Der Festring Perlach im Internet: www.festring-perlach.de

Neuperlach zittert wieder (Update 12.12.2015: Video vom Einsatz in Neuperlach)

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Blaue Fähnchen, AOK, Friedrich-Engels-Bogen
Blaue Fähnchen an der  AOK am Friedrich-Engels-Bogen. Da war kein Spaßvogel am Werk, sondern es geht um eine ernste Sache (05.11.2015) © Thomas Irlbeck
Blaue Fähnchen, PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen
Fähnchen, Holzscheit und Bodenmarkierung am PHÖNIX-Pflegeheim, Friedrich-Engels-Bogen (09.11.2015) © Thomas Irlbeck

Derzeit reiben sich manche Neuperlacher und auch Truderinger verwundert die Augen, da an vielen Stellen blaue Fähnchen hängen – entweder an Holzscheiten oder in Bäumen bzw. Sträuchern – und blaue Bodenmarkierungen aufgemalt sind. An einigen Stellen sind auch orange Stromkabel verlegt. Was ist da los? So etwas gab es 2012 schon einmal, auch wenn damals Fähnchen und Bodenmarkierungen weiß waren: Das große Zittern

Erneut führen die Stadtwerke Seismikmessungen durch, um nach geothermischen Quellen zu suchen. Man hält an dem Plan fest, dass München bis 2040 die erste deutsche Großstadt werden soll, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus regenerativen Energien gewonnen wird.

Orange Stromkabel Nauestraße/Hippelstraße
Orange Stromkabel in der Grenzkolonie Trudering in der Nauestraße/Ecke Hippelstraße (08.11.2015) © Thomas Irlbeck

Konkret sollen weitere Geothermieanlagen errichtet werden. Es soll also die Wärme von Mutter Erde im Untergrund genutzt werden. Dazu muss man natürlich erst einmal wissen, wo entsprechende heiße Quellen sind, die man anzapfen kann.

Die Messungen sind für den Zeitraum November 2015 bis März 2016 vorgesehen. Die Routen sind noch nicht offiziell bestätigt, aber man kann zumindest dort, wo Fähnchen, Bodenmarkierungen und Stromkabel zu finden sind, mit höchster Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass dort auch Messungen durch Vibro-Fahrzeuge stattfinden. Der Artikel wird bei Vorliegen weiterer Informationen entsprechend erweitert.

Vibro-Fahrzeug
Vibro-Fahrzeug (Symbolbild). Foto: Horemu, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Vibro-Fahrzeuge
Vibro-Fahrzeuge am Karl-Marx-Ring/Ecke Friedrich-Engels-Bogen (09.12.2015) © Thomas Irlbeck

Update 12.12.2015

Video vom Einsatz der Vibro-Fahrzeuge am 09.12.2015 am Peschelanger. Vielen Dank für die Einsendung!

(Link: YouTube)

Living in the Kästchen

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Box/Kästchen
Dolphin-Browser auf meinem Android-Tablet (02.03.2014) © Thomas Irlbeck

Den Dateiaustauschdienst Box (https://www.box.com) kennt ja vielleicht der eine oder andere. Im Dolphin Browser, einem Webbrowser für mobile Endgeräte, hat es die Übersetzungsabteilung zu gut gemeint. Auch wenn Programmnamen niemals übersetzt werden dürfen, wurde hier diese Sünde begangen. Der Screenshot zeigt, was daraus geworden ist.

Dann ein sehr netter Zufall: Als ich kurz vor der Fertigstellung dieses kleinen Beitrags war, lief auf einmal „Living in the Box“ von „Living in the Box“ im Radio. Da hatte ich dann auch einen ebenso schönen Titel für den Beitrag.

Der Festring Perlach zu Gast beim Münchner Merkur

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Das Halbjahresprogramm des Festring Perlach versprach für den 21.01.2014 einen Besuch in der Druckerei Dessauerstraße in München Moosach. Wir erlebten eine eindrucksvolle Führung durch ein hochtechnisiertes Unternehmen und waren Zeuge des Andrucks der „tz“. Auch „Hallo“ wird ja dort gedruckt. Da eine Zeitungsdruckmaschine 15 Millionen Euro kostet und der Festring-Jahresbeitrag von 20 Euro keine Riesensprünge erlaubt, wird von einer Investition in dieser Richtung abgesehen. Zur Website des Festring Perlach: www.festring-perlach.de

Besuch Druckerei Dessauerstraße. Foto: Festring Perlach
Besuch in der Druckerei Dessauerstraße (21.01.2014). Foto: Festring Perlach
Besuch Druckerei Dessauerstraße. Foto: Festring Perlach
Besuch in der Druckerei Dessauerstraße (21.01.2014). Foto: Festring Perlach

Null und lichtig!

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Manchmal überraschen Abstimmungen bei Eigentümerversammlungen. So war ich mir bei dem Rollstuhllift sicher, dass dieser übernommen wird, zumal es eine Art Schenkung ist, die nur an Wartungs- und Instandhaltungskosten gekoppelt ist. Der Zugang zum Haus bliebe außerdem barrierefrei. Oft scheinen aber Kostenargumente eine größere Rolle als die Ratio zu spielen. Auch lassen sich Eigentümer offenbar sehr schnell von emotional vorgetragenen Argumenten und Gegenargumenten anderer Eigentümer mitreißen – oder verunsichern. So entschied man sich gegen die Übernahme des Rollstuhllifts (Neuperlach.org berichtete).

Kompaktleuchtstofflampe
Quecksilberhaltige Kompaktleuchtstofflampe. Foto: Armin Kübelbeck / Lizenz siehe: Wikipedia

Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt war ich mir dagegen ziemlich sicher, dass dieser keine Mehrheit findet. In diesem wird beantragt, fünf Fahrstuhlkabinen auf LED-Beleuchtung umzustellen.

LED-Lampen – also Leuchtdioden – sind sicherlich eine feine Sache, auf jeden Fall besser als die quecksilberhaltigen Kompaktleuchtstofflampen (auch als Energiesparlampen (ESL) bezeichnet, da jedoch LED ebenso zu den Energiesparlampen zählen, wird hier der präzisere Begriff verwendet). Der Stromverbrauch von LED-Lampen liegt noch einmal weit unter dem von Kompaktleuchtstofflampen. Vor allem schalten LED ähnlich schnell wie normale Glühbirnen. Bei den Kompaktleuchtstofflampen hat man erst eine Verzögerung, bis sich das Licht überhaupt einschaltet. Bis die maximale Helligkeit erreicht wird, dauert es noch einmal eine ganze Weile. Oft ist man in der Küche schon wieder fertig, bis dies der Fall ist. Unbedenklich für die Umwelt sind jedoch LED-Birnen auch nicht, da sie eine elektronische Schaltung mitbringen. Daher dürfen LED-Birnen wie auch Kompaktleuchtstofflampen nicht in den Hausmüll gegeben werden, sie gelten als Elektronikschrott und sind entsprechend an den Wertstoffhöfen zu entsorgen.

Leuchtstoffröhren
Leuchtstoffröhren verschiedener Bauarten. Auch sie enthalten Quecksilber. Foto: Christian Taube / Lizenz siehe: Wikipedia

In meiner Wohnung habe ich bereits fast alle Lampen auf LED umgestellt. Im Bad habe ich nun statt drei Glühlampenkerzen mit jeweils 40 Watt drei LED-Kerzen mit jeweils 3 Watt. 120 Watt versus 9 Watt. Das Licht kommt mir eher sogar heller vor als vorher. Meine Stehlampe im Wohnzimmer wies eine Glühbirne mit sagenhaften 100 Watt auf. Nun ist es eine LED-Birne mit 12 Watt. Ob sich die Stromersparnis wirklich auszahlt, ist allerdings fraglich und hängt davon ab, ob die Birnen tatsächlich eine so hohe Lebensdauer erreichen, wie sie der Hersteller verspricht. LED-Birnen kosten im Normalfall zwischen ca. 5 EUR und ca. 90 EUR, wobei meine teuerste LED-Birne mit 20 EUR zu Buche geschlagen hat. Bei einer Umrüstung einer ganzen Wohnung ist man schnell mit einigen Hundert Euro dabei.

LED-Birne
LED-Birne. Bei der Entsorgung gilt sie weniger belastend – in den Hausmüll darf sie aber dennoch nicht gegeben werden. Foto: Karl Baron / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch einmal erheblich teurer wird es in den Fahrstuhlkabinen. Die Umrüstung auf LED soll 2.650 EUR kosten – wohlgemerkt nur die Beleuchtung von fünf Kabinen. Die Verwalterin erklärt, wo der Sinn liegt. Derzeit würden in den Kabinen Leuchtstoffröhren eingesetzt (fälschlicherweise auch als Neonröhren bezeichnet, denn sie enthalten kein Neon). Da deren Lebensdauer sinke, wenn sie ein- und ausgeschaltet werden, seien sie immer – rund um die Uhr – in Betrieb. Die LED-Lampen verkrafteten die Schaltungen dagegen problemlos. Daher könne man das Licht in Zukunft nur bei Bedarf einschalten. Erst wenn die Türe der Kabine geöffnet werde, würde dann das Licht aktiviert.

Bei der Abstimmung gibt es eine gewaltige Mehrheit für die Umrüstung, was für mich überraschend ist. Sonst verfährt man bei Ausgaben eher nach dem Motto „nur wenn es absolut notwendig ist“. Ich enthalte mich der Stimme, da ich die Kosten für zu hoch halte. Dagegen stimmen wollte ich aber auch nicht, da ich von den LED-Lampen an sich überzeugt bin. Unmittelbar nach der Feststellung der Verwalterin, dass der Antrag mit großer Mehrheit angenommen worden sei, meldet sich ein Eigentümer. Er meint, keiner von uns würde es mehr erleben, dass wir für 2.650 EUR Strom gespart hätten. Er muss sich sagen lassen, es sei bereits abgestimmt worden und daher komme der Einwand zu spät. Eine neue Abstimmung wäre demnach null und nichtig.

Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Abstimmung als unüberlegt, als zu hastig empfinde. Obwohl es nicht der letzte Tagesordnungspunkt war, wollten wohl einige zum Ende kommen und waren schon in Gedanken im mollig warmen, hoffentlich per LED beleuchteten Wohnzimmer.

„Trocknen Sie Ihren Kindle nicht mit […] einer Mikrowelle oder einem Fön“ – Mein Kindle ist da

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Kindle Paperwhite
Kindle Paperwhite (15.11.2013) © Thomas Irlbeck

Als Mann der ersten Computerstunde habe ich mich ursprünglich dem mobilen Computing verweigert, lange Zeit besaß ich nicht mal ein Handy. Nun aber ist es doch schon ein paar Jahre her, dass ich mich dazu entschieden habe, mitmachen, weil es doch einfach praktisch ist. Die letzten Anschaffungen waren ein Smartphone Samsung Galaxy S3 Mini und ein Minitablet Samsung Galaxy Tab 3 (8 Zoll). Sicherlich zwei tolle Geräte.

Seit gestern gesellt sich noch ein Kindle Paperwhite dazu. Warum das? Zum Lesen von E-Books ist ein Kindle sicherlich besser geeignet. Die lange Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden (Herstellerangabe für Beleuchtungsstufe 10 (mittlere Stufe) und bei abgeschaltetem WLAN) schlägt die eines Tablets, bei der schon mal nach zwei Stunden Schluss sein kann, um ein Vielfaches. Auch bei Sonnenlicht ist das Display einfach besser ablesbar. Zum Lesen von Büchern etc. braucht man auch keine Farbdarstellung, da die meisten Bücher ohnehin entweder nicht mit Bildern bestückt sind oder nur mit solchen in Schwarzweiß.

Die Geste der Berührung – Touchbedienung

Der Kindle liegt gut in der Hand, mit ca. 200 Gramm ist er leichter als so manches Taschenbuch. Schnell ist das Gerät zum Laufen gebracht, die Anmeldung am WLAN klappte problemlos. Die Darstellung kommt der von Papier erstaunlich nahe.

Die Bedienung ist durchaus intuitiv. Es gibt nur eine Taste (Ein-/Auschalter), womit faktisch alles per Gestik erledigt wird. Hierbei kommt man mit wenigen Gesten, die nach dem ersten Einschalten kurz präsentiert werden, gut durchs „kindl(e)iche“ Leben. Links tippen: eine Seite zurück. Mitte oder rechts tippen: eine Seite nach vorne. Oben tippen: Menüleiste aufrufen. Kneifen (Pinch), auf Bairisch besser Zwicken: Zoomen, also verkleinern oder vergrößern. Wischen zum Bewegen des Bildschirminhalts. Tippen und Festhalten (Hold and Press), um Teile eines Textes auszuwählen. Die Aktion Tippen, Festhalten und Loslassen eines Wortes zeigt den dazugehörigen Lexikoneintrag in einem Popup an (Duden und Wikipedia) – praktisch, wenn man einmal ein Fremdwort nicht kennt. Für erforderliche Eingaben dient eine Tablet-typische Bildschirmtastatur.

Die Anleitung zum Kindle ist, wie man erwarten kann, auf dem Gerät vorinstalliert (daneben auch noch eine ganze Reihe von Wörterbüchern, z.B. der „Duden – Deutsches Universalwörterbuch“). In der Kindle-Anleitung stieß ich zufällig auf den folgenden besonders hilfreichen Tipp :D:

Trocknen Sie Ihren Kindle nicht mit einer externen Wärmequelle wie z.B. einer Mikrowelle oder einem Fön.

… den man jetzt sicher nicht weiter kommentieren muss.

Bis zu diesem Zeitpunkt macht der Kindle einen hervorragenden Eindruck. Über die eingebaute Amazon-Schnittstelle kommt man auch schnell zu neuen E-Books.

Bestehende Inhalte auf den Kindle übertragen

Wie verhält es sich aber, wenn man vorhandene, nicht bei Amazon erworbene E-Books, vor allem PDFs, auf das Gerät bringen will? Über das mitgelieferte USB-Kabel ist das kein Problem. Der Kindle wird per Plug and Play sofort erkannt und steht als Laufwerk unter Windows bereit. Dieses Kabel dient aber auch zum Aufladen des Akkus (alternativ kann man ein externes Netzgerät dazubestellen). Möchte man mit dem Kindle arbeiten, während er per USB-Kabel aufgeladen wird, muss man die Laufwerksverbindung trennen, das Gerät quasi auswerfen. Am einfachsten ist es wohl, mit der rechten Maustaste auf das Symbol „Hardware sicher entfernen …“ rechts unten im Infobereich zu klicken und dann den Eintrag „Amazaon Kindle auswerfen“ aufzurufen. Oder man klickt im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf das Kindle-Laufwerk und entscheidet sich dann für den Eintrag „Auswerfen“.

Das andauernde Einstöpseln von Kabeln ist aber wenig komfortabel, auch sind der entsprechende Computer und das USB-Kabel nicht immer griffbereit. Ein E-Book könnte auch z.B. auf dem Smartphone gespeichert sein. Daher stellt sich die Frage, wie vorhandene Inhalte drahtlos (WLAN bzw. bei der G3-Version auch per Mobilfunk) aufs Gerät gelangen.

Die Lösung dafür ist simpel. Man sendet einfach eine E-Mail mit dem gewünschten Inhalt im Dateianhang an das Gerät. Die E-Mail-Adresse (nach dem Schema „name@kindle.com“) erfährt man direkt über den Kindle:

Einstellungen/Geräteoptionen/E-Mail-Adresse Ihres Kindle

Um die jeweiligen Einstellungen zu konfigurieren, bemüht man seinen Computer und ruft folgende Internetadresse auf:

http://www.amazon.de/myk/

Dort kann man zunächst auf Wunsch die E-Mail-Zieladresse des Kindle ändern. In der Praxis wichtiger dürfte aber Folgendes sein: Um Spam abzublocken, wird vorerst nur die bei Amazon hinterlegte standardmäßige E-Mail-Adresse als Absender akzeptiert. Das ist die Adresse, die man auch zum Einloggen in Amazon verwendet. Schnell landen dann aber Inhalte im Nirwana, wenn man einmal unter einer anderen Absenderadresse schreibt. Es lassen sich aber weitere Absenderadressen hinzufügen. Ferner kann festgelegt werden, ob die als E-Mail an den Kindle gesendeten Dateien nur aufs Gerät wandern oder auch zusätzlich in die Amazon-Cloud (5 GB Speicherplatz).

Wenn man sich aber mit der Funktion PDFs zusendet, wird man vermutlich erst einmal enttäuscht sein. Es fehlt ein Reflow, was bedeutet, dass Seiten zwar vergrößert oder verkleinert werden können, die Zeilen dabei aber nicht neu umgebrochen werden. Hier steht man dann oft vor der Frage, ob man sich mit einer Mikroschrift zufriedengibt oder die Darstellung vergrößert, dann aber beim Lesen immer waagrecht hin- und herscrollen muss, was den Lesegenuss stark trübt. Auch stehen beim Zoomen von PDFs weniger Funktionen zur Verfügung als bei E-Books, die im Amazon-eigenen Format AZW vorliegen.

Tipp für mehr Lesevergnügen

Doch auch hier gibt es eine Lösung, die so einfach ist, dass man es kaum glauben mag. Man setzt einfach in den Betreff der E-Mail, die man an seinen Kindle sendet, den unscheinbaren Text

convert

Die Folge ist, dass PDFs dann automatisch ins AZW-Format konvertiert werden und sich dann erheblich komfortabler lesen lassen.

Macht keinen Spaß: Surfen im Web

Bis zu dieser Stelle habe ich kaum was am Kindle auszusetzen. Wer aber jetzt der Meinung ist, mit dem eingebauten Browser auch noch im Web surfen zu können, dürfte bitte enttäuscht werden. Beim ersten Aufruf werden vorinstallierte Lesezeichen präsentiert. Ich klickte erwartungsvoll auf „Spiegel Online“. Das Laden und Aufbauen der Seite dauerte ewig und der Kindle ging in die Knie. Als die Seite endlich geladen war, wurde selbst ein Zoomen zur absoluten Geduldsprobe. Vermutlich liegt das an der absolut überladenen Seite mit mehreren Artikeln, Werbebannern etc. Man kann zwar zwischen Desktopansicht und einer mobilen Version mit reduziertem Inhalt umschalten, aber auch hier hat man lange Wartezeiten. Auch lässt sich das Menü meist nicht oder nur mit riesiger Verzögerung aufrufen, während das Laden der Seite noch läuft. Nun gibt es ja auch bei vielen Webseiten die Methode, mittels eines vorangestellten m statt www eine mobile Version zu erzwingen (also etwa „m.spiegel.de“). Doch nach vielen Versuchen ist es mir nicht gelungen, außer dem Spiegel überhaupt eine Webseite erfolgreich aufzurufen. Die Einstellungsmöglichkeiten des Webbrowsers sind äußerst bescheiden, man kann auch keine Startseite vorgeben. Nach einem erneuten Aufruf lädt der Webbrowser die zuletzt besuchte Seite und wenn das eine potenzielle „Absturz-„-Seite ist, dann kommt man nur mit Schwierigkeiten aus dem Dilemma, da eben das Menü, wo auch die Lesezeichen zur Verfügung stehen, nur nach langer Wartezeit, wenn überhaupt, erscheint.

Das ist sicherlich ein Wermutstropfen, vielleicht verbessert sich das Verhalten des Webbrowsers noch mit kommenden Updates. Wenn man den Webbrowser als Zugabe, aber nicht als ernstzunehmendes Leistungsmerkmal akzeptiert, kann man sicherlich damit leben.

Fazit

Für E-Books klasse, zum Surfen im Web derzeit wenig brauchbar.

Daten und Preis

Displaygröße: 15 Zentimeter (6 Zoll) in der Diagonale, Geräteabmessungen: 169 mm × 117 mm × 9,1 mm. Gewicht: 206 Gramm (WLAN-Version), 215 Gramm (G3-Version); Display mit exklusiver Carta ePaper-Technologie, integrierter Beleuchtung der nächsten Generation, 212 ppi, optimierten Schriftarten, 16 Graustufen

Speicher: 2 GB interner Speicherplatz (ca. 1,25 GB stehen für Nutzerinhalte zur Verfügung). Speichert bis zu 1.100 Bücher (Herstellerangabe)

Format: Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung

WLAN: öffentliche und private WLAN-Netzwerke und Hotspots nach den Standards 802.11b, 802.11g und 802.11n. Sicherheitstechnologien WEP, WPA und WPA2 mit Kennwortauthentifizierung oder Wi-Fi Protected Setup (WPS)

Preis: 129,00 EUR (WLAN-Version), 189,00 EUR (G3-Version)

Netzteil (nicht unbedingt erforderlich, lädt aber schneller und auch ohne PC): 14,99 EUR

Ärger bei der Verbreitung von Fremdfotos trotz CC-Lizenz

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CC-Lizenz
CC-Lizenz bei flickr. Teil des Screenshots, den ich zu Beweiszwecken angefertigt hatte. CC-Bilder dürfen verbreitet werden, wenn gewisse Spielregeln eingehalten werden

Das Urheberrecht ist ja bekanntlich sehr kompliziert. Inzwischen ist zumindest zu den meisten Leuten durchgedrungen, dass man fremde Bilder nicht so ohne Weiteres verbreiten darf. Auch die Veröffentlichung auf einer privaten, nicht kommerziellen Website ist eine Verbreitung, selbst wenn es nur eine Hand voll Besucher im Monat gibt.

Bilder, die ausdrücklich zur Veröffentlichung freigegeben sind, dürfen dagegen veröffentlicht werden. Hier gibt es die so genannte Creative Commons (CC)-Lizenz, die in unterschiedlichen Abstufungen existiert. Häufig ist zwar eine Veröffentlichung, aber keine Veränderung des Bildes erlaubt.

Aber auch bei Creative Commons-Bildern lauern Fallen. So sind bereits Nutzer erfolgreich und kostenpflichtig abgemahnt worden, die den Namen des Fotografen nicht angegeben hatten. Es gibt also gewisse Regeln, die zu beachten sind. Aber auch bei Einhaltung aller Regeln ist Ärger nicht ausgeschlossen, wie ich gestern selbst erfahren musste.

Zunächst einmal der Hinweis, dass niemand an den Pranger gestellt werden soll. Daher habe ich im Folgenden alle Angaben weggelassen, die einen Rückschluss auf die betroffene Fotografin ermöglichen.

Was war passiert? Ich verwendete in einem meiner Blogs ein CC-Bild. Ich gab den Namen der Fotografin an, ich setzte zudem noch einen Link auf die Fotoseite bei flickr, auf der man auch Informationen zur Lizenz abrufen kann.

Also alles richtig gemacht, dachte ich. Dennoch bekam ich zu meinem großen Erstaunen gestern folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr Irlbeck,

Mein Name ist xxx, Diplom Designer und Fotografin, lebe in […] und sah gestern, dass sie ohne meine ausdrückliche Genehmigung eines meiner Bilder auf ihrer Seite verwenden.

Damit verstoßen sie dem Urheberrecht. Ist ja nett, dass sie wenigstens meinen Namen unter das Bild setzen…

Leider wurde ich nie von ihnen über diese Veröffentlichung gefragt. Das wird normaler Weise so gehandhabt!

Zudem muss ich auch sagen, dass sich wohl niemand meine Arbeit und den Artikel genau angeschaut hat.

[…]

Ich bitte sie, so schnell wie möglich dieses Bild zu entfernen.

Über eine kurze Stellungnahme von ihrer Seite würde ich mich freuen. […]

Ich vergewisserte mich noch einmal, dass das Bild wirklich unter die CC-Lizenz fällt. Für alle Fälle machte ich noch einen Screenshot von der flickr-Fotoseite, auf der auch die Lizenz angegeben ist. Dann schrieb ich zurück:

Sehr geehrte Frau […],

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich achte immer sehr genau auf das Urheberrecht.

Das Bild haben Sie unter der Lizenz Creative Commons (CC BY-ND 2.0) freigegeben, sodass es genehmigungsfrei genutzt werden darf. Auf der flickr-Seite steht:

You are free:

• to Share — to copy, distribute and transmit the work
• to make commercial use of the work

Daher verwundert mich jetzt ehrlich gesagt Ihr Hinweis ein wenig. Was soll ich denn mehr machen, als darauf zu achten, dass ein Bild als CC freigegeben ist? Wie kommen Sie zu der Auffassung, ich würde gegen das Urheberrecht verstoßen?

[…]

Selbstverständlich entferne ich das Bild, wenn Sie darauf bestehen. Aber ich finde, Sie sollten den Hinweis, ich hätte das Urheberrecht verletzt, nicht aufrechterhalten.

Nach rund einer halben Stunde ging ich noch mal auf die Fotoseite. Nun war das Bild auf einmal als © gekennzeichnet. Die Fotografin hatte es also sehr zeitnah geändert. In einem solchen Fall erwarte ich eine Entschuldigung. Immerhin hat sie behauptet, ich hätte eine Straftat begangen. Es kam aber bis jetzt keine Antwort.

Möglicherweise war es wirklich ein Versehen ihrerseits. Oder sie hatte sich mit den Lizenzen nicht näher beschäftigt.

Zwar ist es Spekulation, aber es bei solchen Dingen ist grundsätzlich auch ein illegales, dreistes Geschäftsmodell denkbar. Man stelle sich vor, Betrüger stellen hervorragende Bilder ins Netz und geben sie als CC frei. Später ändern sie die Lizenz auf © und lassen die Nutzer abmahnen, die ihre Bilder verbreitet haben. Es dürfte nicht immer einfach sein, zu beweisen, dass das Bild ursprünglich als CC freigegeben war. Kaum einer dürfte Screenshots zu Beweiszwecken anfertigen. Unter Umständen können Webarchive helfen (etwa die Wayback Machine, die aber auch nicht alles archiviert und schon gar nicht in Zeitabständen, die in allen Fällen ausreichen würden) oder das Webprotokoll des Providers, falls dieser das in einem Rechtsstreit rausgibt. Screenshots sind sicher hilfreich, können aber auch gefälscht werden.

Es ist davon auszugehen, dass ein Teil der Abgemahnten zähneknirschend zahlt. Manche könnten auch meinen, dass sie sich mit der Lizenz vertan hätten und zahlen dann, obwohl sie schwören könnten, dass das Bild vor kurzem noch als CC ausgewiesen war.

Schön wäre es, wenn flickr und andere Fotowebseiten nicht nur die Lizenz anzeigen würden, sondern auch eine Historie, falls die Lizenz nachträglich geändert wurde. Dann würden solche „Geschäftsmodelle“, sollte es sie überhaupt geben, kaum funktionieren.

Google Brille: Erste nützliche Anwendung überhaupt verboten

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Google Brille
Google Brille (Abbildung ähnlich). Foto: Spc. Jeffery Sandstrum. Lizenz siehe: Wikipedia

Unglaublich, aber wahr. Es soll tatsächlich gelungen sein, eine Anwendung für die Google Brille (Google Glass) zu entwickeln, die dem Anwender einen echten Nutzen bringt. Kurzerhand wurde sie wieder verboten. Um was es sich dabei genau handelte, wurde nicht bekannt. Erst kurz zuvor war die erste Porno-App überhaupt – Tits & Glass der Firma Mikandi – kurz nach der Veröffentlichung wieder verboten worden. Gleichzeitig wurden die Richtlinien für Google Glass-Apps dergestalt geändert, dass Porno-Apps grundsätzlich nicht mehr erlaubt sind. Alle Apps, „die Nacktheit, die grafische Darstellung von sexuellen Handlungen oder sexuell eindeutiges Material beinhalten“, dürfen demnach nicht mehr vertrieben werden. Google will da hart bleiben und steif an den Vorschriften festhalten. Mit Tits & Glass konnten die Nutzer Fotos schießen, hochladen und von anderen Benutzern bewerten lassen. Die heißesten Fotos wurden dann in der App ganz oben eingeblendet. Der Vorteil, auf diese Weise zu fotografieren und zu filmen, liegt naturgemäß darin, beide Hände freizuhaben. Dies versetzt den Benutzer in die Lage, in ganz neue Möglichkeiten (und Perspektiven) einzudringen. Beim Dreh eines Videos nimmt dem Kameramann eine ganz neue Stellung ein, genauer kann ein eigenständiger Kameramann eingespart werden. Dies bedeutet sicherlich eine Rationalisierung ungeahnten Ausmaßes, gerade in der abgeschlafften Porno-Branche. Daher ist es wohl nicht übertrieben, hier einen 1-Billion-Dollar-Markt anzunehmen.

Erst ein paar Tage vorher war gemeldet worden, dass Google vorerst keine Anwendungen mit Gesichts- und Stimmerkennung für Google Glass zulassen werde, ebenso erhalten Apps, die bei ausgeschaltetem Brillenbildschirm Aufnahmen machen, keine Zulassung mehr, womit dem heimlichen Fotografieren und Filmen ein prinzipieller Riegel vorgeschoben wird. Damit sollen Datenschützer erst einmal beruhigt werden.

Noch nicht abzuschätzen ist, welche Apps später einmal zu den absoluten Killeranwendungen zählen werden. Schärfer sehen mit „Google Glass Dioptrien“ oder Hellsehen mit „Google Glass Nostradamus“, all dies wird die Zukunft zeigen.

World Wide Wait reloaded – Telekom führt drastische DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s ein (Update 22.04.2013)

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Update 22.04.2013: Nun ist es amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat. Mehr dazu: Hier klicken.

Vielen dürfte es noch in Erinnerung sein: Beim Surfen im Web musste man früher sehr geduldig sein. Alleine der Aufbau einer Seite konnte schon mal ein paar Minuten dauern. Diese Schreckenszeiten aus den späten 1990er-Jahren könnten bald in bestimmten Fällen wieder Realität werden.

Noch ist zwar nichts entscheiden, aber die Deutsche Telekom hat inzwischen bestätigt, dass man plane, eine drastische Drosselung von DSL einzuführen. Ist das Monatskontingent verbraucht, setzt die Drosselung ein. Erst ab dem Monatsanfang steht dann wieder die volle Geschwindigkeit zur Verfügung, es sei denn, man kauft weitere Kontingente dazu, falls das möglich sein wird. Damit würde das, was bereits bei Mobilfunktarifen in aller Regel Standard ist, auch für das Festnetz gelten.

Slow Internet
Langsames Web. Ganz so schlimm wird es nicht kommen. Aber vielleicht schlimm genug. Foto: Phil Denton / Lizenz siehe: flickr

Das freie Monatskontingent wird nach den Plänen von der Anschlussart abhängen. 75 GB könnten bei einem DSL-Anschluss frei sein und 200 GB bei VDSL mit 25 oder 50 Mbit/s. Das klingt zwar viel, dürfte aber selbst dem Weniguser nicht reichen. Alleine die automatisch durchgeführten Sicherheitsupdates sind groß. Da können durchaus schon einmal einzelne Pakete von 1 GB darunter sein. Eine halbe Tagesration wäre nach wenigen Minuten verloren. Spiele, die online gekauft werden, können im Extremfall durchaus bis zu 30 GB betragen. Das halbe Monatskontingent könnte dann für einen einzigen Download draufgehen. Schaut man HD-Filme als Stream an, wäre ebenso ein komplettes Monatskontingent innerhalb weniger Stunden aufgebraucht. Das normale Surfen, die Nutzung von Cloud-Diensten, Videotelefonie, all das kommt noch obendrauf. Auch Privatanwender haben ihre Daten – etwa Fotos und Musikdateien – inzwischen in der Cloud. Jeder Zugriff darauf knabbert dann am Monatskontingent.

Drosselung auf 384 Kbit/s ein schlechter Witz

Die geplante Drosselung soll bei allen Anschlussarten einheitlich 384 Kbit/s betragen, also kaum mehr 0,3 Mbit/s. Damit hat man bei VDSL mit 50 Mbit/s noch gerade einmal 1/150 (!) der normalen Kapazität zur Verfügung. Das darf mit Recht als schlechter Witz bezeichnet werden. Es ist in etwa die Hälfte des allerersten DSL-Produktes um das Jahr 2000 herum. Selbst für das normale Surfen wäre dies kaum mehr akzeptabel, da die Seiten heute nicht mehr in dem Maß optimiert sind, wie es früher der Fall war.

Was steckt dahinter? Laut der Aussage des roten Riesen steige das Datenvolumen exponentiell an. Der Ausbau der Netzinfrastruktur koste Milliarden, daher müssten andere Ansätze her, die gewohnte Flatrate könnte es dann nicht mehr geben, sondern nur noch eine mit viel Kleingedrucktem – vom Benutzer sicherlich als Mogelpackung verstanden.

Nun liegt es aber sicher nicht an dem bösen Anwender, der womöglich auch noch illegal große Dateimengen tauscht oder es mit dem Anschauen von HD-Videos auf YouTube übertreibt. Tatsächlich propagiert die Telekom ihr Entertain Internet-TV (IPTV). Die Kunden besitzen nun auch noch die Frechheit, diese Dienste tatsächlich zu buchen und auch – jetzt wird es richtig frech – noch umfassend zu nutzen! Solche Dienste sind im großen Maße mitverantwortlich für die Engpässe. Inwieweit es sinnvoll ist, das Internet als Rundfunkersatz zu nutzen, sei dahingestellt. Meines Erachtens ergibt zwar Video on Domand Sinn, da es eine Individualisierung ist. Zur Übertragung eines normalen TV-Programms hingegen reicht auch die Satellitenschüssel oder ein herkömmlicher Kabelanschluss, zumindest solange die Netzinfrastruktur nicht entsprechend ausgebaut ist.

Öffentliches BTX-Terminal
Online in Vor-Internet-Zeiten. Ein öffentliches BTX-Terminal. Die Datenraten waren damals noch herrlich gering. Foto: KlausNahr / Lizenz siehe: flickr

Die Motive der Telekom liegen sicherlich in einer Umsatzerhöhung. Die Konkurrenz hat längst entsprechende Drosselungs-Klauseln, wenngleich die Geschwindigkeit nach Einsetzen der Drosselung längst nicht so weit heruntergefahren wird, wie es jetzt die Telekom vorhat. Auch in den Verträgen der Telekom finden sich schon bereits seit Längerem solche Klauseln. Interessanterweise wird hier eine Drosselung auf 6 Mbit/s nach 200 GB Monatsverbrauch bei einem VDSL-Anschluss genannt. Dies wäre ja noch annehmbar. Technisch umgesetzt wurde dies aber offenbar nie. Warum nutzt man nicht erst diese Klausel, sondern geht gleich so weit mit der Geschwindigkeit runter? Sicherlich wird bei einer moderaten Drosselung kaum einer teure Zusatzkontingente kaufen. Erst bei 384 Kbit/s tut es so richtig weh, sodass der Benutzer zähneknirschend darauf zurückgreifen dürfte.

Angriff auf die Netzneutralität

Es ist davon auszugehen, dass die anbietereigenen volumenhungrigen Dienste nicht angerechnet werden. Wer sein Monatskontingent verbraucht hat, wird wahrscheinlich weiterhin wie gewohnt IPTV nutzen können, wenn es ebenso von der Telekom bzw. vom selben Anbieter ist. Dies ist keine reine Kundenbindung, die verständlich wäre, sondern ein Angriff auf die Netzneutralität. Der Kunde könnte faktisch nicht mehr sinnvoll auf Streamingdienste anderer Anbieter zurückgreifen. Selbst das Anschauen von YouTube-Videos wäre kaum mehr interessant. Hier geht es nicht um eine höhere Wartezeit, sondern eher darum, dass das Video alle paar Sekunden stocken wird und dann viele Sekunden „nachgepuffert“ werden muss. Wer das früher erlebt hat, weiß, dass dies an den Nerven sägt und keinen Spaß macht. Hier sind aber zusätzliche Geschäftsmodelle denkbar – etwa eine YouTube-Pseudoflat mit 100 GB extra Volumen für sosundsoviel Euro versteht sich.

Eine erzieherische Maßnahme wäre eine Drosselung ebenso. Man wird sich besser überlegen, was man noch genau nutzt. Im Zweifelsfall wird man nur noch Dinge initiieren, die einen subjektiven oder sofort erkennbaren Vorteil haben. Damit das Monatskontingent länger hält, werden wahrscheinlich viele Kunden die vielen Sicherheitsupdates abschalten, eine Katastrophe für das ohnehin unter Dauerbeschuss von Hackern stehende Netz. Auch das neue Aufsetzen eines Rechners – nach einer bewiesenen oder vermeintlichen Infektion – ginge nicht mehr so sorglos. Allein die Neuninstallation bedeutet, dass nach Installation des Betriebssystems und weiterer Software von DVD viele GB Sicherheits- und funktionale Updates nachgeladen werden. Wenn das Monatskontingent fast schon erschöpft ist, werden solche sinnvollen Aktionen vermutlich erst einmal hinten angestellt.

Bestandskunden nicht betroffen – wirklich?

Die Telekom weist darauf hin, dass Bestandskunden nicht betroffen seien. Dies würde bedeuten, dass diese noch eine Zeit lang unbeschwert surfen könnten und allenfalls die moderate Drosselung ertragen müssten. Doch Verträge haben eine gewisse Laufzeit (meiner läuft noch bis Oktober dieses Jahres), wenngleich sie sich dann automatisch verlängern. Bei nachteiligen Änderungen der Konditionen hätte der Kunde zwar ein Sonderkündigungsrecht. Fraglich ist aber, ob er bei der Konkurrenz viel bessere Konditionen erhält. Außerdem bedeutet die Umstellung oft einen ziemlich hohen Aufwand. Ggf. wird andere Hardware (Router) gebraucht, die dann erst einmal installiert werden muss. All das ist machbar, aber ärgerlich. Die Frage ist nur, ob auch andere Anbieter auf die 384 Kbit/s heruntergehen werden. Falls nein, dürfte die Telekom viele Kunden verlieren.

Die Telekom hat auch viel Unsicherheit gesät. Auf Fragen besorgter User, die sogar bereit sind, Kontingente dazuzukaufen, reagiert die Telekom auf der offiziellen Facebook-Seite auffällig verhalten. Ein Benutzer wollte wissen, was 1 TB pro Monat koste (das würde einem Poweruser reichen, eventuell auch einer Wohngemeinschaft, die das Internet nicht exzessiv nutzt). Doch die Antwort der Telekom war nur, dass man nicht plane, solche vergleichsweise großen Kontingente anzubieten.

Noch sind es nur Überlegungen, aber schon sehr konkrete. Es spricht viel dafür, dass die Zeit der Sorglos-Internettarife bald zu Ende geht und auch eine unbeschwerte Nutzung des Internets in naher Zukunft bald der Vergangenheit angehört.

Ich beispielsweise habe Internet-Pay-Radio abonniert, das mit moderaten 256 Kbit/s auskommt. Doch bei einer Drosselung auf 384 Kbit/s läuft auch dieses nicht mehr stabil, da die Bandbreite anteilsmäßig aufgeteilt wird, wenn man z.B. noch nebenbei surft. Störungsfrei läuft der Dienst ab ca. 1 Mbit/s. Da es sich um einen kleinen US-amerikanischen Anbieter handelt, wird dieser sicherlich nicht vom Monatskontingent ausgenommen. Ich müsste den Anbieter dann kündigen. Vergleichbare Dienste von der Telekom gibt es nicht, da es sich hierbei um sehr spezielle Musikkanäle handelt, die in ihrer Zusammenstellung weltweit einmalig sein dürften.

Es kann nur an die Telekom appelliert werden, die Pläne noch einmal zu überdenken. Das Vorhaben würde den Nutzen des Internets erheblich reduzieren. Vielleicht bewirkt ja der viel zitierte Shitstorm, den die Telekom derzeit erleben darf, etwas.

Update – DSL-Drosselung auf 384 Kbit/s nun amtlich (22.04.2013)

Die Pläne sind nun amtlich. Für Neuverträge wird ab 2. Mai bei Volumenüberschreitung eine Drosselung auf lächerliche 384 Kbit/s eingeführt. Bei VDSL 50 liegt das Limit bei 200 GB pro Monat (Infos siehe folgende Tabelle). Bestimmte Telekom-eigene Dienste (Entertain, DSL-Telefonie*) werden nicht auf das freie Volumen angerechnet (Unterscheidung gute/schlechte Daten). Es soll die Möglichkeit geben, Zusatzkontingente hinzuzubuchen. Die technische Umsetzung soll angeblich nicht vor 2016 erfolgen. Quelle: SPIEGEL

Anschluss Mbit/s Limit pro Monat in GB
16 75
50 200
100 300
200 400

* Das ist auch das Mindeste, was man erwarten kann, sonst könnten die Kunden nach Volumenüberschreitung faktisch nicht mehr fernsehen und telefonieren.

Vieles mag sich jetzt noch nicht so beunruhigend anhören, aber es ist anzunehmen, dass ausgelaufene Bestandsverträge als Neuverträge gewertet werden. Auch ist nicht bekannt, wann die Drosselung wirklich eingeführt wird. Wenn es so weit ist, ist es durchaus möglich, dass es keine Kunden mehr oder nur noch wenige gibt, die sich auf ihre ursprüngliche Regelung (keine Drosselung oder moderate Drosselung auf 6 Mbit/s) berufen können. Dennoch bleibt Zeit, Druck auf die Telekom zu machen. Viele sind sicher bereit, ein paar EUR mehr zu zahlen, wenn sie eine echte Flatrate erhalten. Doch genau so ein Angebot soll es ja nicht geben. Die Möglichkeit, weitere Volumina hinzuzukaufen ist nicht dasselbe und im Allgemeinen kein annähernder Ersatz, auch wenn die genauen Konditionen noch nicht bekannt sind. Es gilt auch abzuwarten, ob andere Anbieter mitziehen werden.

Meldungen aus der Vergangenheit

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Spam
Lecker Spam! Foto: AJC1 / Lizenz siehe: flickr

Ich fahre meinen Rechner hoch. Outlook 2007 startet. In meinem Postfach habe ich Dutzende E-Mails. Praktisch alles Spam. Dazu muss gesagt werden, dass Microsofts eigener Spam-Filter, aber auch andere Lösungen meines Erachtens keine auch nur annähernd zufriedenstellende Lösung bringen. Zu viel Spam rutscht durch. Standardmäßig signalisiert Outlook sogar Spam-Meldungen höher (!) als die echten E-Mails. Es erscheint also laufend ein nervtötendes Dialogfeld, das einem auf den Eingang einer Spam-Mail hinweist. In der Praxis will man aber doch, dass man nur beim Eingang echter E-Mails benachrichtigt wird und Spam elegant im Spam-Ordner verschwindet. Das alles war ein Grund, dass ich mir in VBA einen eigenen Spam-Filter programmiert habe. Die Grundidee: In Spam-E-Mails findet sich fast nie eine persönliche Anrede mit dem eigenen Namen. Werde ich also persönlich angeredet, dann soll die Mail als normale E-Mail bewertet werden. Oft bekommt man aber Mails, in denen aus Bequemlichkeitsgründen auf die Anrede verzichtet wird. Diese entstehen typischerweise in einem längeren Faden einer Kommunikation. Solche E-Mails stammen aber dann von bekannten Absendern. Die Regel lautet daher: Alle E-Mails mit persönlicher Anrede („Hallo Thomas“, „Hi Thomas“, „Hallo Herr Irlbeck“ usw.) oder bei denen der Absender im Adressbuch steht, sind echte E-Mails, der Rest ist Spam. Für alle Fälle habe ich noch White- und Blacklists realisiert, in denen verbotene Wörter sowie Absender generell gesperrt bzw. als erlaubt definiert werden können.

Die Lösung klappt erstaunlich gut. Nur noch sehr, sehr selten klingelt der Rechner bei einer Spam-Mail.

Doch nun ist alles anders. Ich schaue mir das Ganze näher an. Das Makro startet nicht mehr. Der Code sieht o.k. aus, ich aktiviere aber mal eine Debug-Zeile, um zu überprüfen, ob diese überhaupt abgearbeitet wird. Beim Speichern erhalte ich dann die Meldung

Ein Problem mit den digitalen Signaturen ist aufgetreten. Das VBA-Projekt konnte nicht digital signiert werden. Die Unterschrift wird verworfen.

Solche Meldungen dürfte jeder wie die Pest hassen. Es ist also ein Problem aufgetreten, man erfährt aber nicht, was für eines. Wie auch immer, Outlook traut durch die nicht mehr vorhandene Signatur meinem eigenen Code nicht mehr. In Word stellt sich das gleiche Problem. Hier könnte man auch die Makros alternativ in einen Ordner packen, der als vertrauenswürdig gilt. Bei Outlook ist das nicht möglich. Bei beiden Programmen ließen sich natürlich auch sämtliche Schutzmechanismen ausschalten, um die Makros wieder zum Funktionieren zu bewegen. Das empfiehlt sich aber erstens nicht, zweitens möchte ich die wahre Ursache beseitigen.

Ich versuche, das Problem dadurch zu lösen, indem ich einfach die Zertifikate lösche und neue anlege. Doch es bringt nichts, die Meldung bleibt. Ich google nach der Fehlermeldung. Ich werde ja nicht der Einzige mit diesem Problem sein. Neben allgemeinen Tipps wie „neue Zertifikate anzulegen“, „Office neu zu installieren“, „den Rechner neu aufzusetzen“ oder „dreimal laut zu fluchen“ hat ein Benutzer einen spezifischeren Tipp:

Die maximale Zeilenlänge im VBA Code scheint beim Signieren begrenzt zu sein: nachdem ich eine sehr lange Kommentar(!) Zeile (1023 Zeichen) auf 2 Zeilen von ca. 500 Zeichen aufgeteilt hatte, funktionierte das digitale Signieren. Effekt war systematisch reproduzierbar.

Da an dem Code nichts geändert wurde, kann dies aber kaum der Grund für die „Unterschriftensperre“ von Outlook sein. Sicherheitshalber schaue ich den Code durch. Natürlich finde ich keine verbotenen überlangen Zeilen.

Ich probiere noch lange Zeit herum. Nun aber komme ich auf die Idee, mal die Office 2007-Installation näher anzuschauen. Einen Tag zuvor hatte ich einiges deinstalliert, aber keine Office-Komponenten, sondern verschiedenste Dinge, darunter diverse Visual Studio-Komponenten. Ich will schon fast aufgeben, als ich unter „Systemsteuerung/Alle Systemsteuerungselemente/Microsoft Office Professional 2007/Ändern/Gemeinsam genutzte Office-Features /Digitales Zertifikat für VBA-Projekte“ feststelle, dass dieses nicht ganz unwichtige Feature ausgeschaltet ist. Ich aktiviere es, woraufhin ein wenig auf der Festplatte gerödelt wird, aber nicht mal die Office-DVD verlangt wird. Das war’s, das Makro lässt sich nun wieder ohne jegliches Murren signieren. Offenbar hat es da doch eine der Deinstallationsroutinen zu gut gemeint.

Liebes Microsoft, bitte verzichtet doch auf solche Meldungen aus der Computersteinzeit. Es kann ja nicht so schwer sein, statt einer Meldung mit „Ein Problem … ist aufgetreten“, die offenbar die verschiedensten Ursachen haben kann, einfach zu sagen, dass das jeweilige Feature nicht installiert ist. Das könnte einem jede Menge Zeit und Nerven sparen. Danke!