4 Spuren – Tempo 30 km/h (Update 31.08.2018)

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Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 1: Tempolimit auf der Quiddestraße (29.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Straßen mit vier oder mehr Fahrspuren und breitem, begrüntem Mittelstreifen sind generell kein Hinderungsgrund für Tempo 30 km/h mehr. Vor unserem Schulzentrum Nord an der Quiddestraße ist nun Tempo 30 km/h angesagt, zumindest Mo bis Fr von 7 bis 18 Uhr – auch übrigens in den Schulferien. Nur an gesetzlichen Feiertagen darf schneller gefahren werden.

Das Tempolimit gilt auf allen Fahrspuren in beiden Richtungen zwischen beiden Kreuzungen (also zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Heinrich-Wieland-Straße). Auf der Albert-Schweitzer-Straße ist auf Höhe von Maulwurfshausen (Spielhaus) ebenso ein solches Tempolimit zu finden, hier aber nur auf den Fahrspuren Richtung pep. Last, but not least, wurden auch auf der Heinrich-Wieland-Straße Tempo-30-Schilder aufgestellt, hier auch nur auf den Fahrspuren Richtung pep. Das Tempolimit erstreckt sich auf den gesamten Abschnitt zwischen den Kreuzungen, also zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Karl-Marx-Ring.

Ganz konsequent erscheint mir das nicht, denn auch auf der Albert-Schweitzer-Straße Richtung auf der Straßenseite gegenüber Maulwurfshausen findet sich ein durchaus frequentierter Zugang zum Schulzentrum Nord, aber hier darf weiter 50 km/h gefahren werden.

Sinn und Akzeptanz des Tempolimits

Natürlich geht die Sicherheit von Schülern vor, es gibt nichts Kostbareres als die körperliche Unversehrtheit. Die Frage ist aber, wie viel Akzeptanz eine Tempo-30-Regelung auf so breiten Straßen mit vier Fahrspuren und begrüntem Mittelstreifen hat. Zum Schutz von Fußgängern gibt es in Neuperlach unzählige Brücken, die ein gefahrloses Überqueren erlauben. Alleine das Schulzentrum Nord ist mit zwei Brücken versehen (eine der Brücken ist in Bild 2 zu sehen). Leider werden die Brücken oft nicht benutzt, da sie Umwege bedeuten.

Eine relativ neue gesetzliche Möglichkeit aus dem November 2017 erlaubt die Einrichtung von Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen, Spitälern und Spielplätzen selbst dann, wenn es sich um sehr breite, gut ausgebaute Straßen handelt.

Sollten diese Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden, könnten große Teile Neuperlachs zur Tempo-30-Zone werden. Am Karl-Marx-Ring etwa finden sich auf Höhe einer lang gezogenen Kurve die Grundschule am Karl-Marx-Ring (also mit Schülern, die durch ihr Alter ganz besonders gefährdet sind) und das Phönix-Pflegeheim (mit ebenso besonders schutzbedürftigen Menschen). Die Stelle ist durch die kaum einsehbar Kurve nicht ungefährlich. Immer wieder beobachte ich dort Beinaheunfälle auf der Innenringspur, weil Fußgänger die Fahrzeuge zu spät sehen. Die (orange) Brücke dort wird von vielen gemieden, da man dann ja vielleicht zwei Minuten länger für die Überquerung braucht. Weiter östlich ist die Wilhelm-Röntgen-Realschule zu finden. Jeder Neuperlacher weiß, dass es noch viele weitere Schulen, Pflegeheime, Kindergärten etc. gibt.

Danke an Frauke Baumann und Christian Berger, die heute eine Runde in Neuperlach gedreht und die Fotos eingesendet haben.

Zusatzinfos: „München weitet Tempo-30-Zonen in der Stadt aus und löst auch Kopfschütteln aus“ (Bericht der tz vom 15.07.2018)

Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 2: Tempolimit auf der Quiddestraße, Blick Richtung Albert-Schweitzer-Straße (29.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 3: Tempolimit auch auf den Fahrspuren der Quiddestraße Richtung Karl-Marx-Ring (30.08.2018) © Thomas Irlbeck
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 4: Tempolimit auf der Albert-Schweitzer-Straße kurz vor dem Spielhaus Maulwurfshausen in Fahrtrichtung pep. Begründung ist hier „Kindergarten“, nicht „Schule“. In der anderen Fahrtrichtung gilt weiter Tempo 50 km/h (30.08.2018) © Thomas Irlbeck
Tempo 30 km/h Schulzentrum Nord
Bild 5: Tempolimit auf der Heinrich-Wieland-Straße kurz vor dem Schulzentrum in Fahrtrichtung pep. In der anderen Fahrtrichtung gilt weiter Tempo 50 km/h (30.08.2018) © Thomas Irlbeck

Das Leben ist eine Baustelle. Zwei weitere Kreuzungen in Neuperlach Nord werden saniert (Update 11.09.2018)

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Noch mehr Baustellen: Die Kreuzungen Quiddestraße/Plettstraße/Staudingerstraße sowie Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße (diese: 03.09. bis 12.11) werden saniert. Lesereinsendung von Hanns Edel, vielen Dank!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 1: Auf der Heinrich-Wieland-Straße vor dem Gervais-Danone-Haus. Die Heinrich-Wieland-Straße muss sogar zeitweise gesperrt werden (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 2: An der Heinrich-Wieland-Straße – die provisorische Betonsockel-Ampel verrät, was kommt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 3: Vor dem Schulzentrum Nord (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 4: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 5: Blick von der Brücke des Schulzentrum Nord Richtung Westen. An der Brücke ganz hinten entsteht die zweite Baustelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 6: Dito. Die Ampel scheint zu schweben, ein netter Effekt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 7: Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße, Blick Richtung Osten (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 8: Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße. Die Vorboten in Gestalt von provisorischen Betonsockel-Ampeln sind schon zu sehen (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 9: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Kreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße mit der Agip-Tankstelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Blick von der blauen Brücke an der Plettstraße Richtung Osten, im Hintergrund die Brücke des Schulzentrum Nord, dahinter die Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße. Ganz unten verläuft übrigens quer die Albert-Schweitzer-Straße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Dito, aber jetzt Blick Richtung Westen auf die Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel

Update 30.08.2018

Während der Sanierung der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Quiddestraße/Karl-Marx-Ring wird die Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Innenring (ausdrücklich nur diese Fahrtrichtung) und N45 zur Kurt-Eisner-Straße verlegt:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Auf dem Karl-Marx-Ring, kurz vor der Kreuzung Kurt-Eisner-Straße, Blick Richtung Marx-Zentrum (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 12: Dito  (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 02.09.2018

Am 03.09. um 7 Uhr geht es los!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 13: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Außenring wird zur Mensa verschoben (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 14: Auf dem Mittelstreifen der Heinrich-Wieland-Straße sind derzeit Baumaschinen und Material gelagert (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier KreuzungenNeuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 15: Das außer Betrieb gehende Wartehäuschen Karl-Marx-Ring Innenring wurde seinen Sitzplätzen beraubt (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 04.09.2018

Auf den Baucontainer haben sie „etwas“ geschrieben:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 16 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das Buswartehäuschen an der Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ (197 Innenring, N45) ist nun ganz verschwunden:

>Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 17 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.09.2018

Wie berichtet, wird die Heinrich-Wieland-Straße im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Ring/Quiddestraße während der Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Damit die Straße zumindest noch sinnvoll als Sackgasse genutzt werden kann, wurden zwei Wendeschleifen eingerichtet (eine in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses, die andere ein paar Meter Richtung Michaelikapelle).

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 18: Wendeschleife in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses (09.09.2018) Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 19: Zweite Wendeschleife – auf der anderen Seite der Kreuzung (09.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 10.09.2018

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 20: Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße: Die Ampeln wurden abmontiert (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 21: Momentan braucht man sie auch kaum mehr, denn ein Abbiegen in die Heinrich-Wieland-Straße ist nicht mehr möglich – weder stadtein- noch stadtauswärts (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 22: Absperrung Heinrich-Wieland-Straße (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 23: Wendeschleife Heinrich-Wieland-Straße. Zur Orientierung: Der Kiosk ist links – außerhalb des Fotos (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 24: Kabelträger (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 25: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Linien 197 Innenring und N4 wurde zur Kurt-Eisner-Straße vorgezogen. Damit den Fußgängern dort das Überqueren der Straße erleichtert wird, hat man eine Behelfsampel aufgestellt (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 26: Die erwähnte provisorische Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ 197 Innenring/N45 (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 11.09.2018

Das ist nicht so wirklich optimal! An der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (zur Orientierung, die Michaelikapelle ist dort) sollte man vielleicht mal das Schild Ständlerstraße überkleben. Denn so biegen dauernd Autofahrer nach links in die Heinrich-Wieland-Straße ab, obwohl es hier baustellenbedingt gar nicht mehr zur Ständlerstraße geht – allenfalls noch in Gestalt einer Ehrenrunde durch die Wendeschleife.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 27: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 28: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck

Defekt versenkt

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Reparatur der versenkbaren Poller an der AOK am Friedrich-Engels-Bogen. Mit den Pollern wird der Parkplatz nachts verschlossen.

Versenkbare Poller, AOK
Bild 1 (31.07.2018) © Thomas Irlbeck
Versenkbare Poller, AOK
Bild 2: Aus Gründen der Privatsphäre kopflos, aber mit Köpfchen!  (31.07.2018) © Thomas Irlbeck

Abschnittsweise Komplettsperrung in der Feldberstraße – Busse umgeleitet

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Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 1: Beginn der Feldbergstraße (Kreuzung mit der Zehntfeldstraße und dem Hugo-Lang-Bogen) mit vorübergehend verlegten Bushaltestellen (31.07.2018) © Thomas Irlbeck

Sommerferien und Bauarbeiten sind in München Synonyme, aber irgendwann müssen die Straßen und Leitungen ja repariert werden. Wegen Bauarbeiten in der Feldbergstraße und St.-Augustinus-Straße (Gartenstadt Trudering) werden die Busse 194 und N79 derzeit über die Friedenspromenade umgeleitet. Die Feldbergstraße ist derzeit abschnittsweise sogar komplett gesperrt, auch für Radfahrer. Mehr zu den Busumleitungen hier: https://www.mvg.de/ueber/presse-print/pressemeldungen/2018/juli/2018-07-26-umleitungen-feldbergstrasse.html

Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 3: Totalsperrung der Feldbergstraße vor der Vogesenstraße (31.07.2018) © Thomas Irlbeck
Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 2: Totalsperrung der Feldbergstraße vor der Vogesenstraße (31.07.2018) © Thomas Irlbeck
Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 4: Totalsperrung der Feldbergstraße vor der St.-Augustinus-Straße (31.07.2018) © Thomas Irlbeck
Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 4: Bauarbeiten auf der St.-Augustinus-Straße (31.07.2018) © Thomas Irlbeck
Bauarbeiten Feldbergstraße
Bild 5: Bauarbeiten auf der St.-Augustinus-Straße (31.07.2018) © Thomas Irlbeck

Radltour „Für Daheimgebliebene – Was gibt’s Neues im Viertel?“ (Pressemeldung)

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Ramersdorf-Perlach wächst und wandelt sich. Wie jedes Jahr führt unsere Tour zu neu geplanten Bauvorhaben, Baustellen und Neubaugebieten. Alteingesessene entdecken mit uns manches neu. Neu hier lebende Familien können bei der Tour Kontakte knüpfen und ihr Viertel entdecken.

„Wir wären nicht dir Grünen, wenn wir unsere gesellige Tour nicht mit Fragen zu sauberer Luft im Viertel und neuen Lösungen für Verkehr und Infrastruktur verbinden würden! Eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und zu verwurzeln. – Ich persönlich will bei der Tour hören, was die Leute hier direkt vor Ort bewegt. Input, den ich gerne mit in den Landtag nehme im Herbst“, meint Susanne Kurz, Kandidatin für den Bayerischen Landtag.

Mit im Sattel sitzt die „Radl-Tour-Expertin“ Gunda Wolf-Tinapp, Beisitzerin im BA-Vorstand des Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach und Vorsitzende des Unterausschuss Mobilität und Umwelt. Wolff-Tinapp bietet die beliebte Radltour „Für Daheimgebliebene“ seit vielen Jahren an: „Es radeln immer wieder neue Leute mit. Aber auch die Alteingesessenen staunen jedes Jahr, was es alles Neues gibt und was geplant ist. Man kommt ja im Alltag nicht auf jede BA-Sitzung, wenn man nicht gerade Mitglied ist. Bei unserer Tour kriegt man dann doch noch alles mit. Die Tour leistet so auch viel für den Zusammenhalt im Viertel und die Identifikation der Einwohnerschaft mit Neuem hier bei uns“, erläutert Wolff-Tinapp.

Los geht’s am Samstag, den 4. August, um 14:00 am Schindlerplatz, U/S-Bahn Neuperlach Süd. Unser Ziel ist der Alte Wirt in Ramersdorf, wo Neugierige, die nicht mitradeln, gegen 17:00 zu uns stoßen und die Kandidatin Susanne Kurz kennenlernen können.

Weitere Infos unter sanne.kurz@gruene-muenchen.de oder sanne2018.de.

Sommerzeit, Baustellenzeit – Dieses Mal: die Bajuwarenstraße

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Die Bajuwarenstraße verbindet Neuperlach (ab der Michaelikapelle) mit Trudering. Zurzeit wird die Bajuwarenstraße nördlich der Kreillersraße/Wasserburger Landstraße saniert, eine Fahrtrichtung ist gesperrt. Es werden auch Wasser- und Gasversorgungsleitungen erneuert. Die Arbeiten dauern noch bis November 2018. Die Buslinien 139 und 193 werden umgeleitet. Mehr Informationen zu den Buslinien gibt es hier.

Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 1 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 2 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 3 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 4 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 5 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck
Baustelle Bajuwarenstraße
Bild 6 (09.07.2018) © Thomas Irlbeck

Was unser Neuperlach ausmacht

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Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 1 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Selbst im Winter zeigt sich, was unser Neuperlach ausmacht. Überall hinter den Wohnanlagen gibt es Wege, die durch Gartenanlagen und sogar kleine Wäldchen führen. Der Besucher, der nur die Hauptstraßen und das pep wahrnimmt, kriegt das alles gar nicht zu Gesicht und schimpft auf den angeblichen grauen Betonstadtteil. Zwei Fotos von heute in der Nähe des Quidde-Zentrum. Wir sind also hier nicht im Ostpark. Sprachlich plump könnte man sagen: In Neuperlach ist überall „Park“.

Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 2 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Die Bilder deuten an, auf was es den Planern in puncto Fortbewegung ankam: Die Menschen sollen sich zu Fuß und auf dem Rad fernab der Hauptstraßen bewegen, auf dem sogenannten Fußwegsystem mit einer an eine kleine Landstraße grenzenden Breite und auch auf Nebenwegen, wie man sie hier sieht. Neuperlach ist als auto- und fußgänger-, radfahrer-, kinder- sowie menschengerechte Stadt in der Stadt entworfen worden. Lassen wir mal den automobilen Aspekt außer Acht, waren die Gründer ihrer Zeit weit voraus. Ihr Gedanke wird aber kaum mehr verfolgt, man baut heutzutage wieder erheblich enger aufeinander und verdichtet auch unser Neuperlach immer mehr.

Kreuzung Quiddestraße jetzt ohne Radampeln, dafür mit kurzen Radspuren (Update 11.01.2018)

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Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – auf einem kurzen Stück Fahrradspur auf der Fahrbahn und per Autoampel (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zum Update 11.01.2018 – Linksabbiegen für Radfahrer

Die Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße wurde saniert und umgebaut. Vor allem wurden die Bushaltestellen durch eine Anhebung von wenigen Zentimetern nun wirklich barrierefrei (Neuperlach.org berichtete). Ferner wurden die Haltestellenbereiche verlängert, damit das Ein- und Aussteigen aus den Buszügen nicht mehr stellenweise über behelfsmäßige Gehwegplatten erfolgen muss.

Aber auch für Radfahrer hat sich einiges geändert. So gibt es nun für drei der vier möglichen Fahrtrichtungen keine Fahrradampeln mehr, auch keine kombinierten Ampelscheiben für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Stattdessen ist nun die Autoampel auch für Fahrradfahrer das Maß aller Dinge. Der letzte Teil vor der Ampel ist als – sehr kurze – Fahrradspur realisiert. Auch der noch vorhandene Radweg wurde weit näher an der Fahrbahn herangeführt.

Nur wer vom Schulzentrum Nord kommt und Richtung Plettstraße fährt, hat noch seinen Radweg bis zur Kreuzung und auch seine Fahrradampel, die übrigens hier wirklich eine echte Fahrrad- und keine Kombiampel ist.

Die Regelung mit dem kurzen Stück Fahrradspur vor der Kreuzung hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile:

Die Vorteile:

  • Die Wahrscheinlichkeit, beim Geradeausfahren von einem rechtsabbiegenden Lkw- oder Busfahrer übersehen zu werden, wird reduziert. Denn die Radspur ist ja direkt auf der Fahrbahn. Natürlich kann ein Radler weiterhin vor der Ampel im toten Winkel stehen, aber zumindest bei der Anfahrt eines Lkw oder Busses Richtung Ampel wird ein Radfahrer vom Fahrer besser gesehen, da sich der Radler quasi vor dem eigenen Fahrzeug befindet und nicht irgendwo rechts in einem ggf. verdeckten und schlecht einsehbaren Radweg.
  • Auch darf ein Radler noch weiter bei Grün über die Kreuzung, solange es die Autos noch dürfen. Die kombinierten Fußgänger-/Radampeln schalten dagegen schon weit früher auf Rot um, weil sie von Fußgängergeschwindigkeit ausgehen, obwohl Radler ja schneller sind. Ferner wird eine Gelbphase realisiert, über die die kombinierten Fußgänger-/Radampeln nicht verfügen.
  • Ein Stopp auf dem Mittelstreifen, sollte die zweite kombinierte Fußgänger-/Radampel während der Überquerung auf Rot umschalten, entfällt. Die Anzahl der Ampeln, die passiert werden müssen, speziell beim Linksabbiegen, geht damit stark zurück.

Die Nachteile:

  • Wer als Radfahrer nach rechts abbiegen will, darf dies nicht mehr bei Rot. Früher war dies möglich, da die Radwege einen Kurvenbereich nach rechts vor der Ampel besaßen.
  • Viele Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Radstreifen so nah am motorisierten Verkehr unsicher und unwohl. Allerdings ist der Radstreifen hier extrem kurz gehalten, sodass sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten sollten.

Quermöglichkeit 1

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3 (der Vollständigkeit halber, entspricht dem Eingangsbild): Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 2

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 1 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 2 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 3 von 3. Die Fußgänger haben hier schon Rot, Autos und Radler dürfen noch schnell rüber (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 3

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 7: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 8: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 11.01.2018: Linksabbiegen für Radfahrer

Linksabbiegende Radfahrer finden nach Überquerung am Kreuzungsende einen kleinen, auf der Fahrbahn aufgemalten Bereich mit Linkspfeil, an dem zu warten ist (in Bild 9 mit Rahmen hervorgehoben). Der Haken ist, an diesem Bereich sieht man die Autoampel nicht (bzw. nach Drehen des Kopfes nur von hinten), da sie hier faktisch schon überquert ist,  aber man hat das Linksabbiegesignal (in Bild 9 ebenfalls mit Rahmen hervorgehoben). Nun kann man warten, bis das Linksabbiegesignal leuchtet (und damit die Endphase der Grünphase eingeläutet wurde) oder man orientiert sich an der Fußgängerampel, an der man dann sehen kann, dass der Querverkehr Grün bekommt. So gesehen gibt es zwei Zeiträume, in denen die Radler sicher nach links über die Kreuzung kommen – ob beide gesetzlich erlaubt sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Ganz ideal und stimmig scheint mir das alles nicht zu sein, aber schauen wir einmal, wie sich das bewährt und ob die Vorteile überwiegen.

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 9: Links abbiegen für Radfahrer. Die Autoampel liegt hinter dem Fotostandpunkt und ist daher für Wartende nicht zu sehen. Es bleiben zur Orientierung nur das Linksabbiegesignal (roter Rahmen) sowie die Fußgängerampeln (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Was ist das für 1 Life? Ein sichereres! Umbau einer gefährlichen Kreuzung (Update 19.12.2017)

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Übergang vor Life
Bild 1: Vor dem Einkaufszentrum „Life“: Es ist die vielleicht verkehrsmäßig gefährlichste Stelle in Neuperlach. Der hier zu sehende neue aufgepflasterte Fußgängerbereich und weitere Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen (26.10.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Zeit gekommen, da steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger. Das führt dazu, dass der Fotograf sich schnell mal selbst aufnimmt (Foto 1), wenngleich es nur ein Schatten seiner selbst ist.

Nicht länger, sondern kürzer und vor allem weniger gefährlich soll der Übergang hier vor dem Einkaufszentrum Life werden. Wer sein Paket im Life abholt oder aufgibt (die meisten Neuperlacher werden dieses Vergnügen haben), wer Postbank-Kunde ist oder im Life einkauft, dem dürfte diese Kreuzung bekannt sein, und zwar im negativen Sinn, denn die Kreuzung ist nicht ungefährlich. Nun wird die Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Siegfried-Mollier-Straße endlich umgebaut, die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten.

Mehrere Maßnahmen für mehr Sicherheit und mehr Komfort

Der Fußgängerübergang wird im Nordbereich der Kreuzung durch einen neu angelegten, aufgepflastertem Bereich mit abgesenkter Bordsteinkante auf einem ehemaligen Teil des Parkstreifens verbessert, wie Foto 1 zeigt. Laut eines älteren Zeitungsberichtes soll auch eine Fußgängerampel installiert werden, die meines Erachtens dringend erforderlich ist. Denn die Kreuzung ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen Abbiegemöglichkeiten für den motorisierten Verkehr (man beachte die ganzen Ein- und Ausfahrten vor dem Life und dem Parkplatz vor dem Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße, dazu die Tiefgaragenzufahrt in der Siegfried-Mollier-Straße) nicht nur für ältere und Kinderwagen schiebende Menschen ein Ärgernis. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen und Fast-Unfällen. Man kann daher nur hoffen, dass die Ampel nun auch wirklich kommt.

Die Haltestellenbereiche (Haltestelle „Siegfried-Mollier-Straße“; Buslinien 139, 192, 199, N79) werden auch neu gestaltet. In Zukunft steigt man als Busfahrgast nicht mehr auf dem Radweg ein und aus, sondern auf einem aufgepflastertem Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn (Bild 2 und 3), der aber sehr schmal ausfällt. Wer mit Rollator ein- oder aussteigt, dürfte halb auf dem Radweg stehen. Konflikte zwischen Radfahrern und Fahrgästen sind entsprechend weiter vorprogrammiert. Radfahrer müssen natürlich warten, wenn der Bus hält und Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten, aber das steht leider nur auf dem Papier.

Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 2: Neu gestaltete Haltestelle zum barrierefreien Ein- und Aussteigen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck
Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 3: Detail Fahrgaststreifen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Wie es aussieht, wird sich zumindest im Südbereich der Kreuzung an der eigentlichen Verkehrsführung und der Anzahl der Fahrspuren nichts ändern (Bild 4). Wer auf der Höhe des Life die Albert-Schweitzer-Straße passiert, um die stadteinwärtige Bushaltestelle zu erreichen will, dürfte weiter gefährlich leben. Hier sollte jeder den kleinen Umweg über den Nordbereich in Kauf nehmen. Auch die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße noch ein Stück weiter nördlich ist eine gute und sichere Passiermöglichkeit, wenngleich sie halt noch ein paar Meter mehr bedeutet – und auch ein Treppensteigen, was mit Kinderwagen oder Rollator kaum zumutbar ist.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 4: Die Fahrbahn bleibt auf Höhe des Life sehr breit (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Fazit: Die Verkehrssituation vor dem Life wird für Fußgänger und Radfahrer verbessert, aber wird wohl nicht wirklich optimal werden.

Kommentar zu einem ehemals vorbildlichen Verkehrssystem: Neuperlach wurde als Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrer-/Kinder-freundliche „Stadt in der Stadt“ geplant und gebaut. Der Autoverkehr und der Fußgängerverkehr wurden getrennt, das geschaffene Fußwegsystem mit seinen vielen Brücken und Unterführungen ist (war) vorbildlich. Nach dem Abriss des Plett-Zentrum wurde das Fußwegsystem leider unterbrochen und nie wieder ganz hergestellt. Im Gegenteil: Die Kreuzung vor dem Life wurde zur wohl verkehrsmäßig gefährlichsten Stelle – nicht nur wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens, sondern da man auch noch einige zusätzliche Ein- und Ausfahrten hinzugebaut hat. Entsprechend ist die Kreuzung sehr unübersichtlich geworden, es wird in alle möglichen Richtungen (nicht immer ganz legal) abgebogen, irgendwo dazwischen stehen die Fußgänger, die da auch rüber möchten. Jetzt endlich wird nachgebessert. Aber es wird nicht alles korrigiert werden. Der alte, großzügige Fußweg zwischen Life und LAO fehlt weiterhin, es bleibt nur die Nutzung des Parkplatzes (mit der Thermometer-Uhr), der neue, aber schmale Fußweg am Life entlang oder die viel zu schmale Passage längs des Bürohauses an der Albert-Schweitzer-Straße.

Update 18./19.12.2017

Die Arbeiten wurden nun weitgehend abgeschlossen. Leider wurde keine Fußgängerampel realisiert. Das Überqueren der Albert-Schweitzer-Straße wird durch die Aufpflasterungen auf den Parkstreifen etwas vereinfacht (Foto). Es müssen aber weiterhin drei Fahrstreifen überquert werden. Im dichten Verkehr ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Lücke zu finden. Da wäre mehr drin gewesen!

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 5: Nur eine kleine Verbesserung – das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Blick Richtung Bushaltestellen. Neu ist, man darf auch von dem Parkplatz des Bürohauses Albert-Schweitzer-Straße nicht mehr nach links abbiegen, siehe durchgezogene Linie. Mal sehen, wie viele sich daran halten und ob dies wirklich zu einer Entschärfung der Kreuzung beiträgt. Heute war das Ergebnis jedoch nüchtern. Vier Autos fuhren aus dem Bürohaus-Parkplatz raus und alle bogen verbotswidrig nach links ab und fuhren über die durchgezogene Linie.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 6: Durchgezogene Linie. Nun darf aus keinem der Parkplätze (rechte Seite) mehr nach links abgebogen werden (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ampelkoalition: Radfahrer sehen rot, nichts ist im grünen Bereich

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Radampel, neuer Typ
Radampel, ganz neuer Typ. Rotsehen reicht aus, wer braucht schon Grün? Gesehen an der Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring in Neuperlach Süd. Mehr dazu weiter unten im Text (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Radfahren in München ist immer noch ein Abenteuer.  Die Stadt München lässt sich immer wieder etwas einfallen. Eigentlich bin ich ein Anhänger von Fahrradspuren, die auf der normalen Fahrbahn angelegt werden. Dort wird man von Rechtsabbiegern nicht so schnell übersehen und man kann Tempo machen, ohne von Fußgängern und Hunden behindert zu werden. Allerdings sind von den angelegten Radspuren viele ständig durch Falschparker, auch durch Lieferverkehr (ganz übel in der Rosenheimer Straße!), unterbrochen. Da kann man sich dann nicht einmal so einfach vorbeizwängen, da man rechts den hohen Randstein hat und links die normale(n) Fahrspur(en) mit meist starkem Verkehr. Dann werden aber auch inzwischen immer mehr Fahrradstraßen angelegt.

Die neuen Radampeln

Relativ neu sind die Fahrradampeln, die nun nicht mehr an der Haltelinie stehen, sondern an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Sie haben immerhin den Vorteil, dass man wie bei den alten Radampeln jetzt wieder nur eine einzige Ampel hat, um über die Kreuzung zu kommen, und nicht wie bei den kombinierten Fußgänger-/Radampeln bis zu drei oder vier, was mehrfaches Anhalten bedeuten kann. Den neuen Radampeln fehlt im Unterschied zu den alten Radampeln aber ein Gelb. Meist werden nun diese neuen Radampeln verbaut, aber längst nicht immer. Und es gibt noch genug Kreuzungen, an denen man auf dem viel zu schmalen Mittelstreifen anhalten muss, da dort ja eine kombinierte Fußgänger-/Radampel Rot signalisieren kann. An manchen Stellen muss man zumindest theoretisch sein Rad querstellen, damit es nicht den Querverkehr behindert.

Große Radampel
Große Radampel an der Kreuzung Berg-am-Laim-Straße/Leuchtenbergring (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Auch werden manchmal noch Fahrradampeln verbaut, die doch wieder an der Haltelinie vor der Kreuzung stehen. Eine seltene Form ist dabei die Form der Fahrradampel, die so groß wie die Autoampel ausfällt (Foto links).

Der Vorteil der neuen Radampeln an der gegenüberliegenden Seite ist, dass diese vom Autoverkehr besser oder überhaupt gesehen werden können. Autofahrer sollten ja nicht nur auf die eigenen Ampeln achten, sondern auf die separaten Ampeln anderer Verkehrsteilnehmer. Beim Abbiegen ist es ja wichtig zu wissen, dass der Radverkehr noch Grün hat.

Neuperlach Süd: Die unvollständige Ampel

Was wir hier in Neuperlach Süd sehen (Bild ganz oben), ist eine solche neue Radampel. Nun ja, wir sehen sie – und sehen sie nicht. Zumindest nicht den entscheidenden grünen Teil. Das Bild ist von der Warteposition auf dem Radweg entstanden – ohne Tricks. Ein echtes Problem besteht hier aber nicht. Zwar kann man die grüne Leuchtscheibe kaum sehen, aber wenn das rote Licht ausgeht, weiß man, dass Grün sein muss. Auch wenn man einen Meter weiter links oder rechts wartet, wird die Sache schon besser sichtbar, wenngleich man dann nicht mehr vorschriftsmäßig hält.

Ist man verpflichtet, einen nicht-benutzungspflichtigen Radweg zu benutzen?

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Die Frage mag sich von selbst beantworten. In manchen Köpfen aber nicht. Denn vor ein paar Tagen bin ich auf der Feldbergstraße von Neuperlach Richtung Wabula gefahren. Der Radweg verläuft auf der linken Straßenseite, was gefährliche Wechsel erfordert. Die Stelle, an der man wechselt, ist in einer Kurve. Man muss zunächst schauen, dass man vom hinter einem fahrenden Verkehr nicht überrollt wird. Den Gegenverkehr kann man wegen der Kurve auch erst spät sehen. Zu allem Übel ist an der Wechselstelle auch eine Einmündung (St.-Augustinus-Straße), und trotz Bodenmarkierung rechnen hier Autofahrer nicht unbedingt mit linksseitigem Radverkehr (siehe Fotos). Von links kommende Fahrzeuge müssen warten, da die Feldbergstraße eine Vorfahrtstraße ist, aber ob sie das tun, ist eine andere Frage. Zudem ist auf der Feldbergstraße auch viel Verkehr (Busse, Lkw …). Und all das für wenige Hundert Meter Fahrradweg, der wegen der Schule und des Sportplatzes auch immer wieder von Scharen an Kindern blockiert wird.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße. In der Bildmitte ist die Wechselstelle zu sehen, die eine Bodenmarkierung hat. Hier geht es links rüber auf den Fahrradweg. Verkehr kommt von hinten, von vorne und von links aus der Einmündung – leider genau am Übergang (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

Zum Glück ist die Radwegbenutzungspflicht seit Jahren aufgehoben, das blaue Schild abmontiert, es handelt sich ohnehin um eine Tempo-30-Zone, sodass die Radler mehr oder weniger im Verkehr mitschwimmen können.

Linksseitigen Radweg links liegen lassen

Entsprechend entschied ich mich, den Radweg im wahrsten Wortsinn links liegen zu lassen und auf der Fahrbahn zu bleiben – und dort ganz rechts, also nicht mitten auf der Spur. Ich war mit schätzungsweise 25 km/h unterwegs. Auf einmal schiebt sich ein Pkw an mir vorbei, der vermutlich um die 35 km/h schnell war. Er kann mich ohne Mühe überholen. Die Beifahrerin ruft nicht besonders freundlich aus dem Fenster, ich solle auf dem Fahrradweg links fahren und zeigt mit dem Arm in dessen Richtung.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Näher dran an der Wechselstelle. Ein blaues Radwegschild gibt es nicht, sondern nur ein „Radfahrer frei“-Schild (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

An der nächsten roten Ampel stelle ich die Beifahrerin und den (männlichen) Fahrer zur Rede. Ich kläre sie auf – ohne Beleidigungen, aber laut, dass der Radweg nicht benutzungspflichtig sei, ich auf der Fahrbahn fahren dürfe und mir ein Wechsel auf die linke Seite zu gefährlich sei.

Man könnte jetzt von beiden eine Entschuldigung erwarten, sie hätten das nicht gewusst und so, doch beide beharrten auf dem Standpunkt, da wäre ein Radweg, also hätte ich darauf zu fahren. Er redete eher leiser, ich habe nicht alles verstanden, aber so viel, dass er mich rhetorisch fragte, ob ich noch einen eigenen Fahrradweg für mich speziell haben wolle (mit einer Logik, als ob Radler auf der Fahrbahn nichts zu suchen hätten).

Sie schrie, habe auch nicht alles verstanden, Beleidigungen gab es vermutlich keine ihrerseits.

Ich hätte den beiden noch gerne gesagt, sie würden die Verkehrsregeln nicht beherrschen, aber da war keine Zeit mehr.

Was kann man tun? Eine Anzeige wegen Nötigung käme zumindest ganz theoretisch in Betracht (wenn ich mir das Kennzeichen gemerkt hätte), auch wenn die erste Zurechtweisung von der Beifahrerin kam, die natürlich keine Fahrerkompetenz hat. Ausgebremst wurde ich nicht.

Generell finde ich es traurig, wenn Autofahrer die Verkehrsregeln nicht beherrschen. Oder wenn sie meinen, Radler hätten vor ihnen zu kuschen.

Ich rege mich so was von auf. Wie sind da eure Erfahrungen?

DDR-Trabi (Das besondere Fahrzeug, Folge 4)

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Wer sagt denn, dass es die DDR nicht mehr gibt? Wer sagt denn, dass Musiker so viel Geld verdienen, dass es für einen Benz reicht? Außerdem: Welches Fahrtzeug kann besser in die Trabantenstadt Neuperlach passen als ein Trabant?

DDR-Trabi
Bild 1 (03.04.2016) Thomas Irlbeck
DDR-Trabi
Bild 2 (03.04.2016) Thomas Irlbeck

Zu den übrigen Folgen „Das besondere Fahrzeug“

Wann wird endlich die Brücke vom LAO Richtung pep freigegeben? (Update 12.02.2016)

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Eine Brücke schlagen
Umlaufsperre installiert, Brücke noch gesperrt (19.11.2015) © Thomas Irlbeck
Brückenbauer
Die Brücke während der LAO-Bauarbeiten (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Fast jeder Neuperlacher dürfte diese Brücke kennen. Sie führt über die Ständlerstraße und verbindet das Plett-Zentrum mit der Allianz. Damit stellt sie für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige und gern genutzte Verbindung Richtung pep dar. Genauer muss man sagen „stellte“. Denn mit Baubeginn des LAO (Leben am Ostpark) im August 2013 wurde die Brücke gesperrt. Obwohl das LAO bereits im August dieses Jahres eröffnet wurde, wurde die Sperrung immer noch nicht aufgehoben. Das bedeutet für viele Anwohner und Besucher weiterhin Umwege, die eigentlich vermeidbar wären, wäre alles korrekt verlaufen.

Die Gründe für diesen Schildbürgerstreich sind banal. So war laut Münchner Merkur vereinbart worden, die Brücke nicht nur mit einer Treppe, sondern auch über eine Rampe anzuschließen. Tatsächlich wurde nur eine steile Treppe mit Kinderwagenspur errichtet. Für Rollstuhlfahrer ist die Benutzung wohl lebensgefährlich, ebenso für Radfahrer, die nicht absteigen. Doch selbst das Rad zu schieben, ist wegen der hohen Steigung alles andere als ein Spaß, wie der Autor im Selbstversuch feststellen musste.

Wer von der Allianz Richtung LAO will, könnte vor allem im Dunkeln die steile Treppe abstürzen, denn eine Umlaufsperre als Warnung und Bremsvorrichtung war auch nicht errichtet worden. Jetzt sollen Umlaufsperre und Rampe nachgerüstet sowie die Frage nach ausreichender Beleuchtung sowie Räum- und Winterdienst geklärt werden. Erst dann soll die Brücke freigegeben werden.

Eine Umlaufsperre wurde mittlerweile installiert, wie das Foto zeigt. Die Brücke ist aber mit Stand Donnerstag, den 19.11.2015, immer noch gesperrt.

Update 12.02.2016 – Überraschende Freigabe

Die Brücke ist seit dem 11.02.2016 freigegeben. An der Treppe wurde nichts verändert. Offenbar ist man der Meinung, dass die sehr auffällige Umlaufsperre (Foto oben) genug Sicherheit bietet. Ob eine weniger steile Rampe später nachgerüstet wird, ist nicht bekannt.

Radler haben hier die Wahl

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Radfahren auf der Straße
Hier haben Radler die Wahl. Solche Stellen gibt es in München immer mehr. Gesehen in Denning (31.08.2015) © Thomas Irlbeck
Radfahren auf der Straße
Schild, vergrößert (31.08.2015) © Thomas Irlbeck

Da hier kein Radweg vorhanden ist, der mit einem blauen Radwegschild (Zeichen 237, 240 oder 241) gekennzeichnet ist, ist das nebenstehende Schild prinzipiell überflüssig, redundant.

Allerdings könnte es so manchem Radfahrer ein Angehuptwerden ersparen. Wer von uns Radlern ist nicht schon einmal von einer Hupe fast vom Rad geblasen worden, obwohl er rechtmäßig auf der Fahrbahn gefahren ist?

Auch wurde hier das blaue Radwegschild erst vor einiger Zeit entfernt, sodass das Schild „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ in der Umgewöhnungsphase hilft.

Der alte Radweg kann hier auch noch benutzt werden. Radler haben die Wahl.

Keine Leuchte: In der Ständlerstraße geht kein Licht mehr auf

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Ständlerstraße ohne Lampen
Foto: G. S.

Wie angekündigt, wurde mit der Demontage der Straßenlaternen entlang der Ständlerstraße begonnen. Momentan ragen die bereits um die Leuchteinheiten beraubten Lampenmasten wie Spieße in die Luft. Wer denkt da nicht an Schaschlik und wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen? Die Laternen sollen ersatzlos verschwinden. Als Begründung wurde der Klimaschutz angegeben. Vielen Dank an G.S. für die Einsendung der Fotos.

Ständlerstraße ohne Lampen
Foto: G. S.
Ständlerstraße ohne Lampen
Schaschlikspieße, wohin man sieht. Zumindest fast. Ganz vorne sind richtige Straßenlaternen – mit Leuchteinheit –zu sehen. Foto: G. S.

Auf dem Holzweg (Das besondere Fahrzeug, Folge 2)

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Brennholz
Bild 1 (16.11.2014) © Thomas Irlbeck
Brennholz
Bild 2 (16.11.2014) © Thomas Irlbeck

Vermutlich wird der selbst mit Brennholz angetrieben. Gesehen in Neuperlach Nordost.

Zu den übrigen Folgen „Das besondere Fahrzeug“

Ottobrunn: Ständige Pflanzenausstellung

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Die Straßen in Ottobrunn
Bild 1 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 2 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte unsere Nachbargemeinde Ottobrunn noch nicht einmal einen befestigten Straßenrand. Die Stromversorgung erfolgte über Stromleitungen, die zwischen simplen Holzmasten gespannt waren. Man wähnte sich eher in einem Ort irgendwo in den USA und nicht in einem reichen Münchner Vorort. Die Strommasten sind verschwunden und es gibt inzwischen gut ausgebaute Straßen mit Fuß- und Radwegen. Das System entspricht etwa dem, was man aus München und Neuperlach gewohnt ist. Nur die Bepflanzung ist eine andere. In München gibt es Rasen und Bäume auf den Mittel- und Seitenstreifen. In Ottobrunn ist es anders. Man kann es so ausdrücken: Neuperlach ist grün, Ottobrunn ist bunt!

Die Straßen in Ottobrunn
Bild 3 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 4 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck

Festring Perlach: Besuch Verkehrszentrum

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Verkehrszentrum
Verkehrszentrum des Deutschen Museum. Foto: JaBB / Lizenz siehe: flickr

Eine Führung im Verkehrszentrum des Deutschen Museum auf der Schwanthalerhöhe bietet der Festring Perlach am Samstag, den 22.02.2014, um 14 Uhr an. Anschließend geht’s zum Dämmerschoppen. Wer teilnehmen möchte, ruft 089/637 33 11 an (Westner).

Das Kreuz mit der Kreuzung oder: „Ampel-Gehampel“

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München will gerne Radlhauptstadt sein. In der Hauptstadt müsste folglich viel für Radfahrer getan werden. Das wird es, aber oft nicht zum Wohle der Radfahrer. Manchmal glaubt man, es scheint die Rache von Bürokraten zu sein, was da so ausgetüftelt wird. Es werden hier drei Beispiele vorgestellt.

Beispiel 1: Ostbahnhof – Kreuzung ohne Anleitung


Größere Ansicht

Hier will man eigentlich als Radfahrer nur geradeaus fahren. Im StreetView-Bild bedeutet es, vom Bildrand rechts zum Bildrand links zu fahren. Doch die Radverkehrsführung macht zwei Kurven. Vor der ersten Kurve kommt man erst einmal an einer Radampel vorbei (im Bild ziemlich weit rechts, fast verdeckt von der Fußgängerin im gelben Kittel). Die Stelle wirkt irritierend. Ein Schild lässt das ausschließliche Rechtsabbiegen zu, ausgenommen sollen nach dem Aufdruck nur städtische Busse sein. Die Radverkehrsführung geht aber nach links. Klar, das Schild gilt nicht für Radfahrer, auch wenn ein eindeutiger Text fehlt. Es stellt sich hier die Frage, ob man als Radfahrer überhaupt rechts abbiegen darf. Geradeaus durch den Busbahnhof fahren darf man nicht, da ja per Schild nur städtische Busse nicht rechts abbiegen müssen, was bedeutet, sie dürfen als einzige geradeaus fahren. Ausgenommen sind natürlich auch noch Ufos im Landeanflug mit einem Bruttogewicht von maximal 42 Tonnen.

Gründe, warum auch das Abbiegen nach rechts für Radfahrer erlaubt sein sollte, sind folgende:

Es handelt sich um eine normale Straße, keine Autostraße und keine Autobahn. Hier verbietet es auch kein Schild, ganz im Gegenteil, es entsteht durch das Rechtsabbiege-Gebotschild eher der Eindruck, man müsse rechts abbiegen. Der benutzungspflichte Radweg ist außerdem viel zu weit weg, um als fahrbahnbegleitend zu gelten.

Dagegen spricht, dass eine Radverkehrsführung auch benutzt werden muss, wenn sie vorhanden ist. Und diese Führung erlaubt nur das Abbiegen nach links, da die Linien auf der Fahrbahn und ein baulicher Schlenker am Radwegende die Richtung quasi vorgeben. Zudem ist die bindende Radampel nur für das Linksabbiegen geschaltet. Ob es erlaubt ist, den benutzungspflichtigen Radweg in angemessenem Abstand vor der Ampel zu verlassen und auf der Fahrbahn zu fahren, bleibt unklar. Es spricht vieles dafür, da man nur dadurch der vorgeschriebenen Radverkehrsführung entgehen kann. Es ist z.B. legal, wenn ein Radfahrer vom Radweg auf die Fahrbahn wechselt, um sich auf einer Linksabbiegespur einzuordnen, wenn die folgende Kreuzung keine Radverkehrsführung hat, die ein Abbiegen nach links zulässt. Vorsichtig gesagt, muss man also hier auf der Fahrbahn fahren, wenn man rechts abbiegen will. Natürlich darf man dann aber nicht die Radampel beachten, da diese ja für das Abbiegen nach links signalisiert ist, sondern die Autoampel, die eben für den Rechtsabbiegeverkehr geschaltet ist.

Es gibt übrigens hier drei Ampelphase, wobei in jeder Phase nur exakt eine der drei Ampeln (Auto, Fahrrad, Fußgänger) Grün zeigt, die jeweils anderen signalisieren Rot.

In einer Phase haben die Autos Grün und dürfen rechts abbiegen.

In einer weiteren Phase haben die Fußgänger Grün und queren die Fahrbahn, im Übrigen fast exakt in derselben Richtung wie die Radfahrer. Fußgänger und Radfahrer wechseln hier quasi die Seiten. Es ist sehr selten, dass Radfahrer und Fußgänger völlig separate Ampelphasen haben, zumal sie sich wie erwähnt in etwa der gleichen Richtung bewegen. Zwar mag das gut gedacht und logisch sein, aber bei den meisten Kreuzungen kommen sich Fußgänger und Radfahrer durchaus in die Quere, ohne dass sie Ampelphasen trennen.

In der dritten Phase haben die Radfahrer Grün und queren die Fahrbahn, um dann fast unmittelbar vor der nächsten Radampel zu stehen (im Bild ganz links). An dieser zweiten Radampel hat es vor ein paar Tagen einen schweren Unfall gegeben. Ein Radfahrer hat das Rotlicht dieser zweiten Radampel missachtet. Es kam zu einer Kollision mit einem Linienbus. Der Bus fuhr dabei über ein Bein des Radfahrers, wodurch der Radfahrer mit einer Unterschenkelfraktur ins Spital kam. Ein Problem ist sicherlich hier, dass viele Radfahrer nach einem Anfahren bei Grün nicht damit rechnen, sofort vor der nächsten Ampel zu stehen. Ob das hier eine Rolle gespielt hat, bleibt unklar. Natürlich muss man als Verkehrsteilnehmer immer genau schauen und so langsam fahren, dass man eine Verkehrsführung verstehen kann. Das spricht aber nicht dagegen, bei der Realisierung von Kreuzungen und Radwegen irritierende Konstellationen so weit wie möglich zu vermeiden.

An der Kreuzung fällt ferner noch auf, dass die Radampel von Fußgängern oft verdeckt sein dürfte. Sie ist zwar erfreulich niedrig angebracht, was Radfahrern an sich entgegenkommt, aber befindet sich in einigem Abstand zur Haltelinie und ausgerechnet an einer Stelle, wo Fußgänger immer wieder davorstehen. Diese Kreuzung ist zum Fürchten.

Beispiel 2: Michaelibad – Kreuzung mit Anleitung

Michaelibad Radampel
Am Michaelibad ist die Radelwelt in Ordnung (27.07.2012) © Thomas Irlbeck

Jetzt aber mal zur Abwechslung etwas in der Abteilung „Lob darf es auch mal geben“. Diese Kreuzung am Michaelibad (Heinrich-Wieland-Straße/Bad-Schachner-Straße kreuzen St.-Michael-Straße/Hofangerstraße) verfügt über Radampeln. Man muss folglich nicht auf der Mittelinsel bei Rot anhalten, auf der es hier auch keinen baulichen Wartebereich gibt. Durch die Verwendung eigener Radampeln wird berücksichtigt, dass Radfahrer eine höhere Geschwindigkeit als Fußgänger aufweisen, sodass Radler nicht wie bei den schrecklichen Fußgängerampeln mit Radpiktogramm in der Streuscheibe, die leider weitestgehend Standard geworden sind, den Fußgängern gleichgesetzt werden.

Folglich darf man hier dank lobenswerter Umsetzung als Radler noch über die Straße, auch wenn es ein Fußgänger zeitlich nicht mehr sicher schaffen würde.

Zudem wird mit einem Schild erklärt, wie man die Kreuzung richtig befährt, um als Radfahrer links abzubiegen. Selbst wenn man hier zügig vorbeifährt, erkennt man, wie es funktioniert.

Beispiel 3: Neuperlach – Wartepflicht, auch wenn der Platz fehlt

Neuperlach Ampeln
Hier in Neuperlach Nord hat es nur für eine praxsisfremde Lösung gereicht (27.07.2012) © Thomas Irlbeck

Jetzt aber wieder ein negatives Beispiel. Wir befinden uns in Neuperlach. Das alleine ist noch nicht negativ. Aber an dieser Stelle, an der sich die Heinrich-Wieland-Straße mit der Quiddestraße und dem Karl-Marx-Ring kreuzt, gibt es die berüchtigten kombinierten Streuscheiben für Radfahrer und Fußgänger. Es gibt folglich Situationen, bei denen auf der Mittelinsel, die hier sehr schmal ist, bei Rot angehalten werden muss. Damit keine Zweifel bestehen, dass im Falle einer roten zweiten Ampel tatsächlich zu stoppen ist, weist eine frisch aussehende Wartelinie auf den Umstand hier. Das ist also eine relativ neue Markierung, obwohl die Stadt schon längst erkannt hat (haben sollte), dass schmale Mittelinsel nicht zum Anhalten für Radfahrer geeignet sind.

Wer hier wartet, steht mit dem Vorderrad auf der Mittelinsel und mit dem Hinterrad auf der Fahrbahn. Wie sich das mit einem Fahrradgespann verhält, kann man sich vorstellen, möchte es aber lieber nicht. In den Fahrradanhängern werden ja bekanntlich oft Kleinkinder transportiert. Daher: Mangelhaft! Bringt doch hier wieder eine richtige Radampel an!

„Entschuldigung“

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Zugeparkt
Ziemlich schlecht geparkt. Hier kommt man zumindest mit Mühe noch durch. Das Bild zeigt keine Szene aus dem Artikel, sondern dient rein der Illustration. Foto: Michael_Lehet / Lizenz siehe: flickr

Vorhin fuhr ich in Neuperlach mit dem Rad, natürlich auf dem benutzungspflichtigen Radweg. Ein Taxi stand halb auf dem Radweg, halb auf dem Bürgersteig. Ein Ausweichen war kaum möglich, weder auf die Fahrbahn noch auf den Bürgersteig, noch auf den Grünstreifen. Es war verdammt eng. Nur mit Mühe kam ich mit durch und musste kurz stehenbleiben.

Ein Meckern bringt in diesem Fall erfahrungsgemäß wenig, meist hat dies nur eine heftige Gegenreaktion zur Folge. Ich war leicht genervt. Der Taxifahrer kurbelte die Scheibe herunter und rief ein unglaubliches Wort, das ich schon lang nicht mehr gehört habe: „Entschuldigung“. Im ersten Moment dachte ich, er wolle etwas fragen, doch erst dann begriff ich, der will sich entschuldigen. Ansätze von Aggressionen meinerseits waren augenblicklich verschwunden.

Manche Probleme im Straßenverkehr würden gar keine sein oder zumindest nicht eskalieren, wenn die Leute sich entschuldigen würden, statt nach einem Fehlverhalten auch noch den Stinkefinger zu zeigen oder A… zu rufen. Klar, dass ein verlassenes Fahrzeug, das den Weg blockiert, sich nicht entschuldigen kann, es sei denn, es ist KITT aus Knight Rider.