Ankündigung: „Stadtrad“ eröffnet am pep

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Stadtrad-Logo
„Stadtrad“ kommt nach Neuperlach

Radlgeschäfte (Kauf, Reparatur) sind sehr rar in unserer Hood – bzw. so gut wie nicht vorhanden. Das wird sich bald ändern! Vor dem pep (oder hinter dem pep, je nach Perspektive) eröffnet „Stadtrad“ – und zwar in den Räumen der ehemaligen Kernspintomographie (Carles-de-Gaulle-Straße 2-2a; neben dem Café Ratschiller’s). Die Eröffnung ist für Mitte November geplant und wird hier noch genauer bekanntgegeben.

Café Ratschiller's
Im linken Teil des Gebäudes entstehen die Räume von „Stadtrad“. Rechts das Café Ratschiller’s (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Das Angebot für Reparaturen liest sich gut:

Wir machen Ihr Fahrrad fit! Wir bieten einen unkomplizierten und schnellen Service für alle Fahrradmarken ohne Termin (!) an. Ihr Fahrrad, egal ob es ein alter Drahtesel, ein E-Bike oder ein High-End-Mountain Bike ist, bei uns ist es in guten Händen. Wir arbeiten zu jeder Jahreszeit ohne Termin. Das bedeutet einfach vorbei kommen und Ihr Radl ist in der Regel innerhalb von 24 Stunden abholbereit.

Natürlich kann man auch Räder kaufen. Diese und weitere Leistungen sind auf der Website www.stadtrad089.de beschrieben.

Alexisweg gesperrt! (Update 22.10.2019)

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Alexisweg/Alexisquartier
Bild 1: Zufahrt von der Friedrich-Creuzer-Straße aus. Hier war früher der Haupteingang des Ex-Kieswerks Piederstorfer (04.09.2019) © Thomas Irlbeck
Map Alexisweg gesperrt
Map mit Umleitung. Ein Klick macht groß. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Die beliebte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Friedrich-Creuzer-Straße zum Handwerkerhof/Graf-Zentrum wurde gesperrt. Weder Fußgänger noch Radfahrer können passieren.

Als Umleitung steht der (leider oft matschige) Waldweg zur Hochspannungs-Kabelübergangsanlage am Waldrand (dort verschwinden die Hochspannungsleitungen im Boden) und von dort weiter Richtung Graf-Zentrum zur Verfügung (siehe Map). Wer Asphalt bevorzugt, kann auch die Route  Niederalmstraße / Hugo-Lang-Bogen / Karl-Marx-Ring nutzen.

Dauer und Grund für die Sperrung (Update 07.09.2019)

Zunächst wurden viele von der Sperrung überrascht, zumal sie am Alexisweg selbst vorher nicht angekündigt worden war. Auch war und ist keine Umleitung ausgeschildert. Der Nutzer „Franz Gerhards 1. Vorsitzender Kaninchenzuchtverein B4“ schrieb hier folgenden Kommentar, der nach meinem Kenntnisstand der Realität entspricht:

Laut Aussage der Polizeiinspektion 24 beginnen am Montag den 9.September die Bauarbeiten der Straße. Es wird auch ein Gehsteig angelegt. Deshalb wurde das Gelände durch den Bauzaun abgetrennt. Für die Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins sowie der Bogenschützen ist der Zugang möglich.
Die Bauarbeiten dauern ca. 4-5 Wochen.

Mit „Bauarbeiten“ ist gemeint, dass der Weg offenbar zum kombinierten Fahrrad-/Fußweg umgebaut wird. Er soll in der Tat in wenigen Wochen wieder freigegeben werden.

Alexisweg/Alexisquartier
Bild 2: Näher dran (04.09.2019) © Thomas Irlbeck
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 3: Zufahrt vom Handwerkerherhof/Marieluise-Fleißer-Bogen (04.09.2019) © Thomas Irlbeck
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 4: Näher dran (04.09.2019) © Thomas Irlbeck
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 5: Jetzt ist ganz abgesperrt – mit Bauzaun! Auch ein Durchmogeln ist nicht mehr möglich (05.09.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Bauarbeiten auf dem Alexisweg (Update 12.09.2019)

Wie die Fotos zeigen, finden bereits Arbeiten auf dem Alexisweg statt.

Alexisweg/Alexisquartier
Bild 6 (11.09.2019). Mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 7 (11.09.2019). Mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 8 (11.09.2019). Mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Stand der Arbeiten (Update 13.09.2019)

Alexisweg/Alexisquartier
Bild 9 (13.09.2019) © Thomas Irlbeck
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 10 (13.09.2019) © Thomas Irlbeck

Stand am Montag (Update 16.09.2019)

Alexisweg/Alexisquartier
Bild 11 (16.09.2019) © Thomas Irlbeck
Alexisweg/Alexisquartier
Bild 12 (16.09.2019) © Thomas Irlbeck

Update 24.09.2019

Die Grundschicht für den Weg ist aufgetragen und wurde planiert. Da die Kanaldeckel ein großes Stück aus der Grundfläche herausragen, ist davon auszugehen, dass noch eine weitere Schicht auf den Weg aufgebracht werden muss, bevor asphaltiert werden kann. Vielen Dank an Benno Steuernagel-Gniffke für das Foto und an die Firma Demos für die Genehmigung!

Alexisweg/Alexisquartier
Bild 13 (24.09.2019). Mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 14.10.2019

Die Einfassung geht voran, ferner kommt Licht ins Dunkel. Konkret werden Lampenmasten aufgestellt und Elektroleitungen gezogen. Das folgende Bild wurden mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH veröffentlicht. Vielen Dank auch an den Fotografen Benno Steuernagel-Gniffke.

Alexisweg
Bild 14 (14.10.2019). Mit freundlicher Genehmigung der Demos Wohnbau GmbH. Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Update 22.10.2019

Die As­phal­tie­rungsarbeiten am Alexisweg haben begonnen und sind schon weit fortgeschritten. Noch ist der Weg aber nicht freigegeben. Wir müssen also noch etwas Geduld haben.

Alexisweg
Bild 15 (22.10.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Alexisweg
Bild 16 (22.10.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke
Alexisweg
Bild 17 (22.10.2019). Foto: Benno Steuernagel-Gniffke

Weiterführendes

Der alte Bahnhof „Moosach bei Grafing“ (Fast vergessene Bahnstrecken, Folge 2)

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Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 1 (17.06.2019): Altes Bahnhofsgebäude, ein paar Meter Schienen, abgestellter Waggon © Thomas Irlbeck

Es ist ein schöner Ausflugstipp für Radler – nicht nur von Neuperlach aus. Über den Panoramaweg Isar-Inn ist es gar nicht so weit – und man fährt fast vollständig ohne störenden Autoverkehr! Dazu später mehr.

Es geht nach Moosach bei Grafing (Glonn ist dort in der Nähe). Von 1894 bis 1971 hatte man dort Zuganschluss. Es verkehrte die Nebenbahn Glonn–Grafing.

Wikipedia sagt:

Die Bahnstrecke Grafing–Glonn ist eine ehemalige 10,6 Kilometer lange Nebenbahn von Grafing Bahnhof nach Glonn im Landkreis Ebersberg. Sie zweigte als Stichbahn am Grafinger Bahnhof von der Bahnstrecke München–Rosenheim ab. Die Bahnstrecke wurde am 26. Mai 1894 als Lokalbahn eröffnet und am 23. Mai 1971 stillgelegt.

Quelle: Bahnstrecke Grafing–Glonn

Obwohl die Stilllegung schon lange her ist (1970 Personenverkehr, 1971 Güterbahnverkehr) gibt es noch einiges zu sehen.

In Moosach wurde das alte Bahnhofsgebäude erhalten sowie ein paar Meter Schienen, auf denen ein Waggon steht. Das Bahnhofsgebäude ist denkmalgeschützt. Hiervon ein paar weitere Fotos.

Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 2 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 3 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 4 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 5 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 6 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 7 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 8 (17.06.2019) © Thomas Irlbeck
Alter Bahnhof Moosach (bei Grafing)
Bild 9: Moosach mit dem alten Bahnhof. Das hier ist schon fast ein Suchbild (17.06.2019) © Thomas Irlbeck

Anfahrt mit dem Rad

Panoramaweg Isar-Inn
Bild 10: Panoramaweg Isar-Inn (17.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Panoramaweg Isar-Inn beginnt offiziell am Ende der Truderinger Grenzkolonie am Eck Schwedensteinstraße/Schrammingerweg (Bild 10). Der Weg ist gut ausgeschildert, man folgt den Wegweisern zum Steinsee (am Anfang ist noch „Solalinden“ bzw. schlicht „Isar-Inn“ ausgeschildert, später wird dann auch der „Steinsee“ namentlich erwähnt, sodass man wenig falsch machen kann).  Es geht nur über Sand- und Feldwege sowie einige geteerte Nebenstraßen, auf denen es keinen oder nur wenig Autoverkehr gibt. An Ampeln kommt man auch nicht vorbei. Die Strecke ist mit fast jedem Rad gut befahrbar, man braucht kein Mountainbike. Nur ein Rennrad ist weniger geeignet.

Wer von Neuperlach startet und noch weniger Autoverkehr will, der kann auch vom Graf-Zentrum oder Alexisweg aus über die ehenalige Kiesgrube Roth fahren (am Biotop vorbei) und kommt dann in Solalinden auf den Panoramaweg Isar-Inn.

Am Steinsee fährt man die steile, geteerte Haupstraße hinunter und biegt am Ende (in der Karte mit „M“ gekennzeichnet) nach links Richtung Moosach ab. Nun ist man schon fast da. In Moosach fährt man rechts in die Rathausstraße, dann nach rechts in die Doblbachstraße und sofort wieder nach links in die Bahnhofstraße, an der dann – logischerweise – auch der alte Bahnhof liegt („B“ in der Karte).

Map Moosach alter Bahnhof
Moosach bei Grafing. Bei „M“ biegt man von links kommend ab, „B“ ist der alte Bahnhof. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Zu den übrigen Folgen „Fast vergessene Bahnstrecken“

Die Perlacher Straße (Unsere Straßen und Plätze, Folge 7)

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Perlacher Straße
Bild 1: Perlacher Straße (sie läuft im Bild von links nach rechts), Ecke Herzogstandstraße. Dieses Haus  markiert den Anfang der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Auch die Bilder 3 bis 9 zeigen Häuser dieser Siedlung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 2: Unser Name! (04.06.2019) © Thomas Irlbeck © Thomas Irlbeck

Das heutige Thema ist die wohl maximal „perlachigste „Straße überhaupt in München. Nur die Peralohstraße (Peraloh ist der alte Name für Perlach) kann da noch annähernd mithalten (auch von ihr wird später noch die Rede sein). Straßen führen oft dorthin, das sie bezeichnen, oder zumindest in ihre Richtung. Hier ist Letzteres der Fall. Man steuert also auf der Perlacher Straße zumindest in Richtung Perlach, wenngleich man den Stadtteil nicht erreicht. Die Perlacher Straße startet an der Tegernseeer Landstraße („Tela“) in Giesing (genauer Obergiesing) auf Höhe der Zehentbauernstraße und des Giesinger Grünspitz (eine 2.000 qm große Grünfläche, die früher von einem Autohändler genutzt wurde und heute eine Freifläche ist, auf der sich ein urbaner Garten befindet und auf der auch z.B. Flohmärkte stattfinden). Es geht weiter Richtung Südost über die Raintaler Straße und die Spixstraße/Herzogstandstraße.

Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

Die Wohnanlage zwischen der Herzogstandstraße und Untersbergstraße des nördlichen Verlaufs der Perlacher Straße ist als Ensemble denkmalgeschützt. Ihr Name ist die „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“. Bild 1 zeigt das Eckhaus, das die südwestliche Ecke dieses Ensembles bildet.

Der Bayerische Denkmal-Atlas sagt zu der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“:

Zitat Bayerischer Denkmal-Atlas

Die Planung der Großsiedlung am Walchenseeplatz, die im Rahmen des Münchner Großsiedlungsprogrammes der Jahre 1928 bis 1930 von der „Gemeinnützigen Wohnungsfürsorge AG“ errichtet wurde, geht zurück auf einen Vorentwurf von Johanna Loev. Die Konzeption der Planung wurde dann von Loev gemeinsam mit Carl Jaeger, dem die Oberleitung übertragen wurde, durchgeführt. Im Rahmen des damaligen Arbeitsbeschaffungsprogrammes für Architekten waren bei der Bearbeitung der Einzeltypen unter anderem Fritz Landauer, Hanns Atzenbeck, Max Schoen, Joseph Dürr, Hans Grünzweig und Fritz Männche beteiligt. Ausgeführt wurden allerdings nur zwei Drittel des vorgesehenen Umfanges.

Vorgegeben war der Planung bereits der Walchenseeplatz mit der Bebauung seiner Nordseite. Zur Deisenhofener Straße einerseits und zur Perlacher Straße andererseits ist die Siedlung durch langgestreckte viergeschossige Blöcke abgeschirmt. Der Block an der Deisenhofener Straße zeichnet sich durch überhöhte Eckbauten aus. Die Blöcke an der Perlacher Straße folgen dem leichten Schwung der Straße. Die ebenfalls viergeschossigen Zeilenbauten im Inneren der Siedlung sind den damaligen städtebaulichen Vorstellungen entsprechend von Norden nach Süden gerichtet, wobei sich, zum Teil zusätzlich abgeschirmt durch eingeschossige Zwischenbauten mit Läden und Werkstätten an den Kopfenden der Zeilen, großzügige, verkehrsberuhigte Höfe mit Plätzen zum Spielen und zum Trocknen der Wäsche ergeben. Die vom Hochbauamt der Stadt München erarbeiteten Vorgaben für das Münchner Großsiedlungsprogramm führten zu einer weitgehenden Normierung der Haus- und Wohnungsgrundrisse; angeboten sind vornehmlich Wohnungen zu 50 und 60 Quadratmeter, aber auch, wenn auch in geringerer Zahl, Wohnungen zu 75 und 100 Quadratmeter. Zugleich waren die verwendeten Materialien und das Zubehör standardisiert. Trotz dieser Sparsamkeit wurde eine hohe bauliche Qualität gefordert, was den beachtlichen Wohnwert der Siedlung begründet. Der zu einer Individualisierung der einzelnen Bauten verbleibende Spielraum wurde von den Architekten bestmöglich zur Variierung der Fassadengliederung mit unterschiedlichen Fensterlösungen, Loggien- und Treppenhausachsen ebenso genützt wie durch Bauzier in Form von Gußsteinreliefs und großflächigen Sgraffitomalereien. Bei dem insgesamt schlichten Erscheinungsbild spielt auch die Farbgebung eine entscheidende Rolle. Neuere Eingriffe sind nur die beiden Blöcke Kesselbergstraße 22 und Rißbachstraße 3, die
sich jedoch auch auf vier Geschosse beschränken.

Kunst in der Stockwerksiedlung Walchenseeplatz

An der Abzweigung Perlacher Straße/Rottacher Straße machen wir kurz Station, denn hier gibt es an einem Häusereck (auch dieses Haus ist Bestandteil der denkmalgeschützten „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“) Kunst in Gestalt einer Hauseck-Skulptur zu sehen. Ein Maurer mit Kelle und Ziegelstein übt sein Handwerk aus:

Perlacher Straße
Bild 3: Perlacher Straße, hier biegt die Rottacher Straße nach links ab. Es gibt Skulpturkunst (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 4: Vergrößerung des Kunstwerks  Maurer als Hauseck-Skulptur (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Auffällig ist die individuelle Gestaltung der Häuser mit verschiedenen Sgraffitomalereien oberhalb einiger Hauseingänge, wie auch der Bayerische Denkmal-Atlas kurz erwähnt hat. Eine davon ist hier zu sehen, wir sind kurz vor der Valeppstraße (und noch immer in der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“):

Perlacher Straße
Bild 5: Sgraffitomalerei mit Fischern an der Perlacher Straße/Ecke Valeppstraße  (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher Straße
Bild 6: Vergrößerung (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Gaststätte „Schinken-Peter“ (früher: Gastwirtschaft zum Walchensee“)

Die Perlacher Straße führt weiter über die Valeppstraße. Am Eck ist die Gaststätte Schinken-Peter, an der wir kurz eine Pause einlegen. Es handelt sich um eine Gaststätte mit Biergarten, die früher „Gastwirtschaft zum Walchensee“ hieß und deren alter Name immer noch zu sehen ist (Bild 7). Auch dieses Haus ist der „Stockwerksiedlung Walchenseeplatz“ zuzurechnen. Die Gaststätte sagt über sich selbst:

Seit 31 Jahren ist der Schinken-Peter gepflegte und gelebte Tradition im Münchner Stadtteil Giesing. Er lockt mit kulinarischer Vielfalt aus der bayerischen Küch´ und zeitgemäßen Gerichten.

Perlacher Straße
Bild 7: Gaststätte Schinken-Peter (früher: „Gastwirtschaft zum Walchensee“). Wir sind hier in der Valeppstraße. Die Perlacher Straße ist nicht im Bild, man muss sie sich hinter dem Betrachter von links unten nach rechts oben vorstellen (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 8: Zoom des vorigen Bildes: neuer und alter Name (04.06.2019) © Thomas Irlbeck
Perlacher –Straße
Bild 9: Gaststätte Schinken-Peter – jetzt mit dem Fokus auf dem Biergarten (04.06.2019) © Thomas Irlbeck

Der Rest der Straße

Es geht weiter über die Untersbergstraße zur Fockensteinstraße/Sinpertstraße. Der Verlauf der Perlacher Straße hat inzwischen ziemlich genau einer Ost-West-Richtung angenähert. An dieser Stelle findet sich die „Mittelschule an der Perlacher Straße“. Es geht weiter über die Trauchbergstraße. Wenige Meter weiter östlich macht die Straße einen Knick nach Norden bis zur Deisenhofener Straße. Dort endet sie.

Ein Tipp für Radfahrer – maximal perlachig nach Perlach

Wer auf besonders originelle (und dennoch praktische Art) von Giesing nach Perlach/Neuperlach kommen will, der kann dies mit maximal etymologisch perlachigem Anteil machen. Man startet an der Perlacher Straße und fährt sie bis zum Ende. Dort biegt man rechts ab in die Deisenhofener Straße, dann rechts in die Schwanseestraße, der man bis zur Ständlerstraße folgt. Nun ist man am Friedhof am Perlacher Forst und hat noch ein Perlach im Namen. Man biegt nun links in die Ständlerstraße ab und fährt an ihr entlang. Auf Höhe der Görzer Straße geht die Straße in eine Autostraße über und der Radweg knickt in einen Park nach rechts ab. Man folgt ihm, bis man zu einer Fußgängerbrücke kommt, die über die Autobahn A8 führt. Diese überquert man. Die Rampe auf der anderen Seite ist nur was für geübte Fahrer. Offiziell ist die Abfahrt verboten, es heißt schieben. Nun ist man auf der Peralohstraße – und damit bereits in Perlach –, die man geradeaus bis zum Ende befährt. Dabei kommt man auf der rechten Seite auch an dem alten Haus mit dem schönen Türmchen vorbei. Die Peralohstraße endet an der Ottobrunner Straße. Wenn man hier schließlich rechts abbiegt, ist man bereits kurz vor dem Perlacher Pfanzeltplatz.

In der umgekehrten Richtung funktioniert es ebenso. Den Abzweig zur Peralohstraße findet man auf der Ottobrunner Straße auf Höhe des „Edeka Linzmair“. Bei der Durchfahrt durch den erwähnten Park, welcher der Brücke folgt, muss man per Unterführung auf die andere Seite der Ständlerstraße wechseln.

Zu den übrigen Folgen „Unsere Straßen und Plätze“

Ein rollendes Rad setzt kein Moos an

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Dieses Rad wurde offenbar schon ein paar Tage nicht mehr verwendet. Gesehen in Neuperlach Süd. Lesereinsendung von G. S., vielen Dank!

Moos-Fahrrad
Bild 1 (April 2019). Foto: G. S.
Moos-Fahrrad
Bild 2 (April 2019). Foto: G. S.

Qwählereien im Großformat – Landtagswahl 2018 in Bayern (Update 30.09.2018)

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Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern. Wie auch zur Bundestagswahl 2017 werden hier einige Wahlplakate vorgestellt, die so in Neuperlach zu finden sind.

Die SPD und der Wohnungsbau

Die SPD versucht sich in einem emotionalen Thema, dem Wohnungsbau, und greift die CSU direkt an. Früher war es eher üblich, den Gegner namentlich nicht zu erwähnen. Das Wahlplakat mit dem für Werbung eher sperrigen, fast gewagten Satz fällt auf und prägt sich ein, wenngleich man sich den genauen Wortlaut kaum merken kann, die Botschaft aber schon. Es klingt aber auch ein wenig hilflos, ein wenig nach „mimimi“, finde ich. Grundlage für die Wahlwerbung ist dieser schwere Vorwurf: Hat Söder (CSU) 32000 landeseigene Wohnungen an Spekulanten verscherbelt, Geldwäsche ermöglicht  und dabei selber Provision abkassiert?

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die CSU und ihre Bilanz

Wahlplakat CSU
CSU-Wahlplakat

Hier könnte man natürlich polemisch sagen, nicht gebaute Wohnungen (Unnützwiese) sind keine Glanzleistung. Natürlich gibt es auch die andere Seite, die nicht will, dass jedes letzte Fleckchen zugebaut wird. „Erhalt von Traditionen“ ist sehr unscharf, was ist damit gemeint? Die neue Vorschrift, Kruzifixen in Amtsstuben anzubringen? Anwohnerschutz bei Großprojekten sollte selbstverständlich sein, barrierefreie S-Bahnhöfe sind die Umsetzung einer EU-Vorschrift..Die starke Bilanz überzeugt nicht, aber die CSU darf sich trösten, die Wahlplakate der anderen Parteien sind auch meist nicht viel besser.

SPD, 2. Versuch

Wahlplakat SPD
SPD-Wahlplakat

Die SPD darf noch mal, bevor die anderen Parteien dürfen. Der Spruch „Zukunft im Kopf, Bayern im Herzen“ ist offenbar die sozialdemokratische Adaption des christsozialen Klassikers „Laptop und Lederhose“.

Bayern soll unabhängig werden!

Wahlplakat Bayernpartei
Wahlplakat der Bayernpartei

Nix wie raus! Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayernpartei mit einem Schild wirbt, das wir bald an den bayerischen Außengrenzen sehen werden – zumindest nach den Vorstellungen der Bayernpartei. Bereits 2011 habe ich darüber berichtet, dass die Bayernpartei Stimmen für ein Volksbegehren zum Ausstieg Bayerns aus der Bundesrepublik sammelt.  So ganz überzeugt scheinen die Bayern aber nicht zu sein. Zwar haben die Initiatoren beliebig viel Zeit, um die 25.000 Unterschriften zu sammeln. Aber es zieht sich quälend lange hin. 2011 war man bei über 5.000 Unterschriften, jetzt, 2018, steht der Zähler bei 7050. Dabei wären die 25.000 nur die erste Hürde, die noch vergleichsweise einfach zu  überspringen ist. Vorsichtig gesagt, das wird nichts!

Keine Alternative

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Das Wortspiel mit Alternative, mit dem sich hier die ÖDP versucht, ist aber schon ziemlich abgedroschen. Die Aussage soll wohl sein, dass es keine Alternative zur ÖDP und zum Klimaschutz gebe, aber die Anspielung auf die AfD ist sicherlich beabsichtigt. Früher brachte man beim Begriff Alternative kaum Rechtspopulisten in Verbindung, vielmehr bezeichnete man die Grünen üblicherweise als Alternative. Die Grünen in Hamburg hießen gar bis 2012 „Grün-Alternative Liste“ (GAL). Ich wünschte, es gäbe Alternativvorschläge für dieses Wahlplakat, die besser sind.

Handysucht versus Netzausbau

Wahlplakat ÖDP
ÖDP-Wahlplakat

Andere Parteien versprechen den Netzausbau, da wirkt dieses Plakat der ÖDP fast schon rückwärtsgewandt. Aber Handysucht ist dennoch ein Thema. Was sagen aber die ÖDP-Dokumente dazu? Obwohl ich eine ganze Zeit lang gesucht habe, habe ich zum Thema Handysucht nicht so besonders viel gefunden. Im Dokument 132 Gründe, ÖDP zu wählen“, findet sich immerhin dieser Passus:

Die Kinder brauchen motorische und sinnliche Erfahrung und Teamarbeit mit echten Menschen, nicht mit Computern. Wir fordern:

  • ein verstärktes Gewicht auf lebenskundliche Fächer wie Hausarbeit, Werken und
    Theaterunterricht zu legen.
  • den völligen Verzicht auf Smartphone und PC mindestens bis zur siebten Jahrgangsstufe.
  • in höheren Jahrgangsstufen einen wohldosierten Einsatz, z. B. als Rechercheinstrument.

Andere Punkte zum Thema Mobilfunk im selben Dokument betreffen die Strahlung, die von Mobilfunkgeräten ausgeht. Hier einige Auszüge:

Die von Staat und Industrie propagierte Sorglosigkeit im Umgang mit Mobilfunkstrahlung ist fahrlässig und gefährlich.

Die bisherige Freistellung von Sendeanlagen von der Baugenehmigungspflicht (10 m-Freigrenze) ist abzuschaffen.

Grenzwerte dürfen nicht nur auf die thermische Wirkung hochfrequenter Strahlung begrenzt werden. Forschung nach strahlungsarmen Alternativen der mobilen Kommunikation muss gefördert werden.

Ist das Thema nun aber ein Knaller oder ist es das Gegenmodell zu „Laptop und Lederhose“, also weniger Laptop und mehr analoges Leben? Ich persönlich möchte mein Smartphone und das Internet keinesfalls missen. Aber wenn man in die U-Bahn, in Cafés und auf Parkbänke schaut, dann fällt auf: Alle starren sie auf ihr Display, kommuniziert wird digital, selbst wenn der Kommunikationspartner am selben Tisch sitzt. Auch Selbstgespräche verlaufen immer häufiger digital. Würde man zehn Jahre in die Vergangenheit reisen, wäre man verblüfft ob der weit aufrechteren Körperhaltung.

Die Piratenpartei

Wahlplakat Piraten
„Neustart Bayern“ ist immerhin eine IT-Analogie. Einen abgestürzten Windows-Rechner kriegt man mit einem Neustart wieder flott … „100 MBIT“ haben übrigens längst alle. Nur nicht pro Sekunde.
Wahlplakat Piraten
Der eigentlich sehr konservative „Heimat“-Begriff auf piratanisch
Wahlplakat Piraten
Jawohl, die Piratenpartei gibt es noch. Die Wahlplakate sind nicht etwa von der letzten Wahl übrig geblieben, auch wenn sie etwas ramponiert ausschauen

Die Plakate der Piratenpartei halte ich für eine Enttäuschung. Das war einmal eine ganz kreative, innovative Partei. Gerade das Sicherheits-/Freiheits-Plakat (mit einem abgedroschenen, leicht doppeldeutigen Spruch, den man auch schon bei anderen Parteien gesehen hat) und der Versuch, auch noch den konservativen Heimatbegriff irgendwie zu besetzen, sind gescheitert. Das ureigene Thema, der Netzausbau, wird brav, aber völlig witzlos abgehandelt. Das bleibt nicht im Gedächtnis! Und nicht einmal, dass nichts im Gedächtnis bleibt, bleibt im Gedächtnis.

Freie Wähler

Wahlplakat Freie Wähler
Wahlplakat der Freien Wähler

Eher begrenzte Aussagekraft hat das Wahlplakat der Freien Wähler. „Wählt uns“ sagen sie, ein Kreuz ist vorgegeben. Immerhin ist es kein vorgeschriebenes Kreuz, das in Amtsstuben aufzuhängen ist.

Was wollen eigentlich die Freien Wähler? Da eine Koalition der CSU mit den Freien Wählern eine nicht unwahrscheinliche Konstellation ist, ist die Frage nicht ganz unberechtigt. Da zumindest dieses Plakat eher wenig verrät, hier ein paar Punkte aus dem Wahlprogramm:

    • Vermeidung von Diesel-Fahrverboten
    • Keine dritte Startbahn am Flughafen Franz Josef Strauß
    • Mehr Grün in den Städten statt rigoroser
      Nachverdichtung
    • Mittelfristiger Kohleausstieg, kein Rütteln am
      geplanten Atomausstieg bis 2023
    • Ganztagsschule ausbauen
    • Mehr Sportunterricht
    • Bargeld erhalten
    • Einwanderungsgesetz für eine qualifizierte
      Zuwanderung
    • Sachleistungen für Asylbewerber statt Geldleistungen
    • Freifunkbewegung fördern
    • Erbschaftssteuer abschaffen
    • Gentechnikfreies Bayern

Bündnis 90/Die Grünen

Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen
Wahlplakat Grüne
Wahlplakat der Grünen

Die Aussagen sind klar: Menschen, Fahrräder und Bienen sollen Platz finden, aber doch keine Autos. Besonders kreativ oder ins Gedächtnis einbrennend sind die Wahlplakate allerdings nicht.

Die Linke

Wahlplakat Die Linke
Wahlplakat der Partei „Die Linke“

Obgleich die Vokabel Umverteilung längst eine negative Besetzung erfahren hat, wirbt die Partei „Die Linke“ damit. In den Umfragen liegt die Partei „Die Linke“ derzeit bei ca. 4 %.

FDP

Wahlplakat FDP
Wahlplakat FDP

Gut, es ist eine Metapher für das Unverbrauchte. Aber wir stellen uns einmal vor, ein Mann würde wie ein Auto riechen! Immerhin: Der Spruch des FDP-Plakats bleibt sehr gut hängen, daher ist das Wahlplakat eines der besseren.

Das Leben ist eine Baustelle. Zwei weitere Kreuzungen in Neuperlach Nord werden saniert (Update 09.11.2018)

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Noch mehr Baustellen: Die Kreuzungen Quiddestraße/Plettstraße/Staudingerstraße sowie Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße (diese: 03.09. bis 12.11) werden saniert. Lesereinsendung von Hanns Edel, vielen Dank!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 1: Auf der Heinrich-Wieland-Straße vor dem Gervais-Danone-Haus. Die Heinrich-Wieland-Straße muss sogar zeitweise gesperrt werden (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 2: An der Heinrich-Wieland-Straße – die provisorische Betonsockel-Ampel verrät, was kommt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 3: Vor dem Schulzentrum Nord (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 4: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 5: Blick von der Brücke des Schulzentrum Nord Richtung Westen. An der Brücke ganz hinten entsteht die zweite Baustelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 6: Dito. Die Ampel scheint zu schweben, ein netter Effekt (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 7: Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße, Blick Richtung Osten (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 8: Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße. Die Vorboten in Gestalt von provisorischen Betonsockel-Ampeln sind schon zu sehen (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 9: Dito (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Kreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße mit der Agip-Tankstelle (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Blick von der blauen Brücke an der Plettstraße Richtung Osten, im Hintergrund die Brücke des Schulzentrum Nord, dahinter die Baustellenkreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße. Ganz unten verläuft übrigens quer die Albert-Schweitzer-Straße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 10: Dito, aber jetzt Blick Richtung Westen auf die Baustellenkreuzung Quiddestraße/Staudingerstraße/Plettstraße (19.08.2018). Foto: Hanns Edel

Update 30.08.2018

Während der Sanierung der Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße/Quiddestraße/Karl-Marx-Ring wird die Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Innenring (ausdrücklich nur diese Fahrtrichtung) und N45 zur Kurt-Eisner-Straße verlegt:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 11: Auf dem Karl-Marx-Ring, kurz vor der Kreuzung Kurt-Eisner-Straße, Blick Richtung Marx-Zentrum (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 12: Dito  (30.08.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 02.09.2018

Am 03.09. um 7 Uhr geht es los!

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 13: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Buslinie 197 Außenring wird zur Mensa verschoben (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 14: Auf dem Mittelstreifen der Heinrich-Wieland-Straße sind derzeit Baumaschinen und Material gelagert (02.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier KreuzungenNeuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 15: Das außer Betrieb gehende Wartehäuschen Karl-Marx-Ring Innenring wurde seinen Sitzplätzen beraubt (02.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 04.09.2018

Auf den Baucontainer haben sie „etwas“ geschrieben:

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 16 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Das Buswartehäuschen an der Haltestelle „Karl-Marx-Ring“ (197 Innenring, N45) ist nun ganz verschwunden:

>Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 17 (04.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.09.2018

Wie berichtet, wird die Heinrich-Wieland-Straße im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Ring/Quiddestraße während der Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Damit die Straße zumindest noch sinnvoll als Sackgasse genutzt werden kann, wurden zwei Wendeschleifen eingerichtet (eine in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses, die andere ein paar Meter Richtung Michaelikapelle).

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 18: Wendeschleife in der Nähe des Gervais-Danone-Hauses (09.09.2018) Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 19: Zweite Wendeschleife – auf der anderen Seite der Kreuzung (09.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 10.09.2018

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 20: Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße: Die Ampeln wurden abmontiert (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 21: Momentan braucht man sie auch kaum mehr, denn ein Abbiegen in die Heinrich-Wieland-Straße ist nicht mehr möglich – weder stadtein- noch stadtauswärts (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 22: Absperrung Heinrich-Wieland-Straße (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 23: Wendeschleife Heinrich-Wieland-Straße. Zur Orientierung: Der Kiosk ist links – außerhalb des Fotos (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 24: Kabelträger (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 25: Die Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ der Linien 197 Innenring und N4 wurde zur Kurt-Eisner-Straße vorgezogen. Damit den Fußgängern dort das Überqueren der Straße erleichtert wird, hat man eine Behelfsampel aufgestellt (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 26: Die erwähnte provisorische Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ 197 Innenring/N45 (10.09.2018). Foto: Frauke Baumann

Update 11.09.2018

Das ist nicht so wirklich optimal! An der Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (zur Orientierung, die Michaelikapelle ist dort) sollte man vielleicht mal das Schild Ständlerstraße überkleben. Denn so biegen dauernd Autofahrer nach links in die Heinrich-Wieland-Straße ab, obwohl es hier baustellenbedingt gar nicht mehr zur Ständlerstraße geht – allenfalls noch in Gestalt einer Ehrenrunde durch die Wendeschleife.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 27: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 28: Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Bajuwarenstraße/Heinrich-Wieland-Straße (11.09.2018) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2018

Blick zur zweiten Kreuzungsbaustelle an die Suuadfingerstraße/Quiddestraße/Plettstraße. Es gilt eine Einbahnregelung für die Staudingerstraße.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 29 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 30 (21.09.2018). Foto: Lesereinsendung

Update 31.10.2018

Der Umbau der Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße nähert sich dem Ende. Das Wartehaus der Bushaltestelle Karl-Marx-Ring findet sich nun nahe an der Fahrbahn und nicht mehr abseits, so soll es sein! Die neuen Fahrbahnmarkierungen wurden bereits angebracht.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 31: Noch außer Betrieb – die neue Bushaltestelle Karl-Marx-Ring Innenring  (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 32: dito (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 33: Heinrich-Wieland-Straße. Links – außerhalb des Fotos – kann man sich den Kiosk dazudenken (31.10.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 34 : Kreuzung mit dem Schulzentrum Nord im Hintergrund (31.10.2018) © Thomas Irlbeck

Update 09.11.2018

Die Kreuzung Karl-Marx-Ring/Quiddestraße/Heinrich-Wieland-Straße vor dem Schulzentrum Nord und dem Kiosk wurde gestern wieder freigegeben. Für Radler entfällt ein etwaiger Halt auf der Mittelinsel. Möglich wird dies durch den Umstand, dass die Radspur auf Höhe der Mittelinsel direkt auf der Fahrbahn verläuft, sowie durch die eigene Radampel.

Es gibt wieder die ganz alten Radampeln mit drei Lampen, die nun aber höher montiert sind. Damit können sie auch von Autofahrern gut gesehen werden, denn auch ein Autofahrer muss wissen, ob ein Radler momentan fahren darf oder nicht. Der Radfahrer bekommt durch das Aufschauen aber Nackenstarre.

Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 35 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 36 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 37 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 38 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 39: Neue Bushaltestelle „Karl-Marx-Ring“ Innenring  (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 40 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck
Neuperlach Nord: Sanierung zweier Kreuzungen
Bild 41 (09.11.2018) © Thomas Irlbeck

So sah es da übrigens früher aus (vgl. mit Bild 35!). Radfahrer mussten u.U. auf der sehr schmalen Mittelinsel anhalten, denn es mussten zwei Ampeln hintereinander beachtet werden. Das ist jetzt eine Verbesserung!

Neuperlach Ampeln
Bild 42 (Archivbild von 2012) © Thomas Irlbeck

Radltour Hachinger Bach – Geschichte und Geschichten (Pressemeldung)

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Hachinger Bach mit St. Georg in Unterbiberg
Hachinger Bach mit St. Georg in Unterbiberg

Der Hachinger Bach war schon vor Jahrtausenden Quell des Lebens. Römer siedelten sich dort an, Mühlen wurden betrieben, Kinder geboren und Verstorbene beerdigt. Bei Bauvorhaben im südlichen Unterhaching werden immer wieder archäologische Schätze geborgen. Im Zuge der Planung des Stadtteils Neuperlach wurden in München weite Teile des Bachlaufs verlegt. In Altperlach prägt der Bach, offen sprudelnd, das dörflich anmutende Stadtbild, weiter im Süden lässt sich bereits das Zusammenwachsen von Stadt- und Umlandgemeinden erahnen.

Susanne Kurz
Susanne Kurz

Die beiden Kandidatinnen für den Bayerischen Landtag Susanne Kurz (Ramersdorf-Perlach) und Claudia Köhler (Landkreis München) erkunden am Sonntag, den 29.07., ab 10.00 Uhr gemeinsam die Geschichte und Geschichten entlang des Bachs. Mit im Sattel ist Uschi Krusche. Ihr Steckenpferd ist die Archäologie. Krusche wird zur Geschichte der Bachbesiedlung referieren. Bea Katzinger, Mitglied des Bezirksausschusses, kann bei der Tour Fragen zur Gegenwart beantworten.

Susanne Kurz erläutert das gemeinsame Vorhaben: „Unterhaching und München sind nur fünf Radlminuten voneinander entfernt, höchste Zeit für mehr Zusammenarbeit! Das gehen wir an – jetzt und später im Landtag!“

Claudia Köhler ergänzt: „Der Hachinger Bach ist eine Lebensader unserer Heimat in der Stadt und im Landkreis, diese sollten wir bewusst schützen. Er bringt die Menschen zusammen – damals und heute.“

Die Tour startet um 10:00 Uhr an der U-Bahn-Haltestelle Michaelibad gegenüber der Aral-Tankstelle und endet gegen 12:00 Uhr in der Gaststätte Kammerloher in Unterhaching. Wer nicht radeln möchte, kann dort dazustoßen und die beiden Kandidatinnen kennenlernen.

Weitere Infos unter 089/611 33 16 oder claudia-koehler-bayern.de oder sanne2018.de.

Urban-Gardening-Radltour (Pressemeldung)

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Urbane Gärten
Lizenz: Public Domain

Urbane Gärten sind öffentlicher Raum, soziales Projekt, integrative Kraft, heilender Ort, Lernstatt, Ernährungssicherung, politisches Statement, Aufbegehren gegen Agrarindustrie, antikapitalistisches Spielfeld und noch viel mehr. Sie bereichern so auf Dauer oder in Zwischennutzung den städtischen Raum, um Mensch, Natur, Tier und Pflanze ein Stückchen Stadtraum zurückzugeben.

Bei den Dreharbeiten zu „Eine andere Welt ist pflanzbar“ lernte Susanne Kurz Ella von der Haide kennen. Die Diplom-Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsgärtnerin, Künstlerin, Filmemacherin und Gartenaktivistin von der Haide drehte den 5. Teil der Serie, für den sie Kurz als Kamerafrau und Filmemacherin gewinnen konnte. „Urbane Gärten in Deutschland“ hieß es damals; ein Jahr lang zog die begeistere Krautgärtnerin Kurz mit durch die urbanen Oasen des Landes:

„Die Gärtnerinnen und Gärtner können ihre eigene Umwelt und die Stadtlandschaft selber gestalten, dadurch verändert sich ihr Bezug zur Stadt und ihre Handlungsfähigkeit. Aber auch darüber hinaus gestalten urbane Gemeinschaftsgärten die Gesellschaft, es werden alternative Ökonomien erprobt und der Umgang mit Gemeingütern oder Commons geübt. Ganz konkret verändert jede neue Pflanze die Stadt“, sagt von der Haide über ihre Erfahrungen, die sie in Gärten weltweit gesammelt hat.

Kurz fügt hinzu: „Neben Salat und Co. bringen Gärten durch bürgerschaftliches, informelles und ehrenamtliches Engagement als Gegenpol zu fehlenden politischen Visionen der Regierenden ganz konkrete Hilfe auf Gebieten wie Ernährungssicherheit und Vereinzelung in Zeiten vermeintlicher ökonomischer Unsicherheiten, wettbewerbsorientierter statt gemeinwohlorientierter staatlicher Planung und dem Verlust öffentlichen Raums. Unsere Städte bleiben so attraktiv und lebenswert.“

Urbane Gärten
Lizenz: Public Domain

Die Vielfalt, die die beiden auf ihrer Filmreise kennenlernten, wollen sie nun auch hier in München allen Interessierten vorstellen: Bewohnergärten, interkulturelle Gärten, Krautgärten, Skulpturengärten, pädagogische Gärten.

Was gilt es dabei zu beachten? Welche Hindernisse und Chancen gibt es? Wie ist das mit der Zwischennutzung? Wie wirken sich die Gärten langfristig auf die Menschen aus?

Diese Fragen erforschen von der Haide und Kurz auf der Radltour.

„Vor allem aber geht es um, na klar: Wer macht den besten Kompost, was braucht es dazu, wie werden Kürbis und Tomate noch leckerer, Kartoffeln dicker, wie kann ich Wasserverbrauch minimieren, was wächst gut im Münchner Stadtklima, warum sind Bienen wichtig und wie machen es die anderen eigentlich?“, betont die begeisterte Krautgärtnerin und Kandidatin für den Bayerischen Landtag Susanne Kurz zu der Infoveranstaltung.

Vom Treffpunkt vor dem pep geht es um 14:00 los zu ZAK, Skulpturengarten, Quidde Wildwuchs, Krautgarten Ramersdorf und ins rosen_heim. Ziel ist gegen 16:30 die Kinder- und Jugendfarm Ramersdorf. Vor Ort stehen jeweils Aktive der Projekte für Fragen bereit.

Wer mag, kann hernach auf dem Freigelände der Farm noch picknicken und sich austauschen. Das Gelände schließt um 18:00.Eckdaten der Infoveranstaltung

Treffpunkt: Samstag, den 30. Juni 2018, 14:00 vor dem pep

Ziel: Kinder und Jugendfarm Ramersdorf, Ankunft ca. 16:30

Personen:

  • Ella von der Haide, Dipl.- Ing. Stadt- und Regionalplanung, Landschaftsgärtnerin, Garten-Aktivistin, Filmemacherin, Künstlerin/
  • Susanne Kurz, Filmemacherin, urbane Gärtnerin, Kandidatin für den Bayerischen Landtag

Inklusion: Gerne kannst Du am Ziel zu uns dazu stoßen!

Für Rückfragen: sanne.kurz@gruene-muenchen.de

Steilvorlage für Räder

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Bei mir in der Wohnanlage werden nun endlich die Treppen und Rampen zu den Fahrradkellern saniert. Hier gibt es faustgroße Löcher. Hierbei handelt es sich um eine Minisanierung, die nichts mit der geplanten Großsanierung meiner Wohnanlage und Tiefgarage zu tun hat. Die Bilder zeigen die Treppe und Rampe meines Hauses.

Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 1 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck
Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 2 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck
Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 3 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck
Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 4 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck

Zustand vor der Sanierung (Archiv)

Rampe Fahrradkeller
Bild 5 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Rampe Fahrradkeller
Bild 6 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Rampe Fahrradkeller
Bild 7 (13.03.2017) © Thomas Irlbeck
Rampe Fahrradkeller
Bild 8 (13.03.2017)) © Thomas Irlbeck

Update 21.06.2018, ca. 17:00

Das Ergebnis:

Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 9 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck
Sanierung Rampe Fahrradkeller
Bild 10 (21.06.2018) © Thomas Irlbeck

Was unser Neuperlach ausmacht

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Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 1 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Selbst im Winter zeigt sich, was unser Neuperlach ausmacht. Überall hinter den Wohnanlagen gibt es Wege, die durch Gartenanlagen und sogar kleine Wäldchen führen. Der Besucher, der nur die Hauptstraßen und das pep wahrnimmt, kriegt das alles gar nicht zu Gesicht und schimpft auf den angeblichen grauen Betonstadtteil. Zwei Fotos von heute in der Nähe des Quidde-Zentrum. Wir sind also hier nicht im Ostpark. Sprachlich plump könnte man sagen: In Neuperlach ist überall „Park“.

Gartenanlage Quidde-Zentrum
Bild 2 (03.02.2018) © Thomas Irlbeck

Die Bilder deuten an, auf was es den Planern in puncto Fortbewegung ankam: Die Menschen sollen sich zu Fuß und auf dem Rad fernab der Hauptstraßen bewegen, auf dem sogenannten Fußwegsystem mit einer an eine kleine Landstraße grenzenden Breite und auch auf Nebenwegen, wie man sie hier sieht. Neuperlach ist als auto- und fußgänger-, radfahrer-, kinder- sowie menschengerechte Stadt in der Stadt entworfen worden. Lassen wir mal den automobilen Aspekt außer Acht, waren die Gründer ihrer Zeit weit voraus. Ihr Gedanke wird aber kaum mehr verfolgt, man baut heutzutage wieder erheblich enger aufeinander und verdichtet auch unser Neuperlach immer mehr.

Kreuzung Quiddestraße jetzt ohne Radampeln, dafür mit kurzen Radspuren (Update 11.01.2018)

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Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 1: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – auf einem kurzen Stück Fahrradspur auf der Fahrbahn und per Autoampel (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Zum Update 11.01.2018 – Linksabbiegen für Radfahrer

Die Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße wurde saniert und umgebaut. Vor allem wurden die Bushaltestellen durch eine Anhebung von wenigen Zentimetern nun wirklich barrierefrei (Neuperlach.org berichtete). Ferner wurden die Haltestellenbereiche verlängert, damit das Ein- und Aussteigen aus den Buszügen nicht mehr stellenweise über behelfsmäßige Gehwegplatten erfolgen muss.

Aber auch für Radfahrer hat sich einiges geändert. So gibt es nun für drei der vier möglichen Fahrtrichtungen keine Fahrradampeln mehr, auch keine kombinierten Ampelscheiben für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Stattdessen ist nun die Autoampel auch für Fahrradfahrer das Maß aller Dinge. Der letzte Teil vor der Ampel ist als – sehr kurze – Fahrradspur realisiert. Auch der noch vorhandene Radweg wurde weit näher an der Fahrbahn herangeführt.

Nur wer vom Schulzentrum Nord kommt und Richtung Plettstraße fährt, hat noch seinen Radweg bis zur Kreuzung und auch seine Fahrradampel, die übrigens hier wirklich eine echte Fahrrad- und keine Kombiampel ist.

Die Regelung mit dem kurzen Stück Fahrradspur vor der Kreuzung hat eine Reihe von Vorteilen, aber auch einige Nachteile:

Die Vorteile:

  • Die Wahrscheinlichkeit, beim Geradeausfahren von einem rechtsabbiegenden Lkw- oder Busfahrer übersehen zu werden, wird reduziert. Denn die Radspur ist ja direkt auf der Fahrbahn. Natürlich kann ein Radler weiterhin vor der Ampel im toten Winkel stehen, aber zumindest bei der Anfahrt eines Lkw oder Busses Richtung Ampel wird ein Radfahrer vom Fahrer besser gesehen, da sich der Radler quasi vor dem eigenen Fahrzeug befindet und nicht irgendwo rechts in einem ggf. verdeckten und schlecht einsehbaren Radweg.
  • Auch darf ein Radler noch weiter bei Grün über die Kreuzung, solange es die Autos noch dürfen. Die kombinierten Fußgänger-/Radampeln schalten dagegen schon weit früher auf Rot um, weil sie von Fußgängergeschwindigkeit ausgehen, obwohl Radler ja schneller sind. Ferner wird eine Gelbphase realisiert, über die die kombinierten Fußgänger-/Radampeln nicht verfügen.
  • Ein Stopp auf dem Mittelstreifen, sollte die zweite kombinierte Fußgänger-/Radampel während der Überquerung auf Rot umschalten, entfällt. Die Anzahl der Ampeln, die passiert werden müssen, speziell beim Linksabbiegen, geht damit stark zurück.

Die Nachteile:

  • Wer als Radfahrer nach rechts abbiegen will, darf dies nicht mehr bei Rot. Früher war dies möglich, da die Radwege einen Kurvenbereich nach rechts vor der Ampel besaßen.
  • Viele Fahrradfahrer fühlen sich auf dem Radstreifen so nah am motorisierten Verkehr unsicher und unwohl. Allerdings ist der Radstreifen hier extrem kurz gehalten, sodass sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten sollten.

Quermöglichkeit 1

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 2: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 3 (der Vollständigkeit halber, entspricht dem Eingangsbild): Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadteinwärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 2

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 4: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 1 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 5: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 2 von 3 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 6: Überquerung der Albert-Schweitzer-Straße auf der Quiddestraße Richtung Schulzentrum Nord – Phase 3 von 3. Die Fußgänger haben hier schon Rot, Autos und Radler dürfen noch schnell rüber (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Quermöglichkeit 3

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 7: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 1 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck
Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 8: Überquerung der Quiddestraße auf der Albert-Schweitzer-Straße stadtauswärts – Phase 2 von 2 (06.01.2018) © Thomas Irlbeck

Update 11.01.2018: Linksabbiegen für Radfahrer

Linksabbiegende Radfahrer finden nach Überquerung am Kreuzungsende einen kleinen, auf der Fahrbahn aufgemalten Bereich mit Linkspfeil, an dem zu warten ist (in Bild 9 mit Rahmen hervorgehoben). Der Haken ist, an diesem Bereich sieht man die Autoampel nicht (bzw. nach Drehen des Kopfes nur von hinten), da sie hier faktisch schon überquert ist,  aber man hat das Linksabbiegesignal (in Bild 9 ebenfalls mit Rahmen hervorgehoben). Nun kann man warten, bis das Linksabbiegesignal leuchtet (und damit die Endphase der Grünphase eingeläutet wurde) oder man orientiert sich an der Fußgängerampel, an der man dann sehen kann, dass der Querverkehr Grün bekommt. So gesehen gibt es zwei Zeiträume, in denen die Radler sicher nach links über die Kreuzung kommen – ob beide gesetzlich erlaubt sind, das mag ich nicht zu beurteilen. Ganz ideal und stimmig scheint mir das alles nicht zu sein, aber schauen wir einmal, wie sich das bewährt und ob die Vorteile überwiegen.

Umbau Kreuzung Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
Bild 9: Links abbiegen für Radfahrer. Die Autoampel liegt hinter dem Fotostandpunkt und ist daher für Wartende nicht zu sehen. Es bleiben zur Orientierung nur das Linksabbiegesignal (roter Rahmen) sowie die Fußgängerampeln (09.01.2018) © Thomas Irlbeck

Was ist das für 1 Life? Ein sichereres! Umbau einer gefährlichen Kreuzung (Update 19.12.2017)

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Übergang vor Life
Bild 1: Vor dem Einkaufszentrum „Life“: Es ist die vielleicht verkehrsmäßig gefährlichste Stelle in Neuperlach. Der hier zu sehende neue aufgepflasterte Fußgängerbereich und weitere Maßnahmen sollen die Sicherheit erhöhen (26.10.2017) © Thomas Irlbeck

Es ist eine Zeit gekommen, da steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger. Das führt dazu, dass der Fotograf sich schnell mal selbst aufnimmt (Foto 1), wenngleich es nur ein Schatten seiner selbst ist.

Nicht länger, sondern kürzer und vor allem weniger gefährlich soll der Übergang hier vor dem Einkaufszentrum Life werden. Wer sein Paket im Life abholt oder aufgibt (die meisten Neuperlacher werden dieses Vergnügen haben), wer Postbank-Kunde ist oder im Life einkauft, dem dürfte diese Kreuzung bekannt sein, und zwar im negativen Sinn, denn die Kreuzung ist nicht ungefährlich. Nun wird die Kreuzung Albert-Schweitzer-Straße/Siegfried-Mollier-Straße endlich umgebaut, die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten.

Mehrere Maßnahmen für mehr Sicherheit und mehr Komfort

Der Fußgängerübergang wird im Nordbereich der Kreuzung durch einen neu angelegten, aufgepflastertem Bereich mit abgesenkter Bordsteinkante auf einem ehemaligen Teil des Parkstreifens verbessert, wie Foto 1 zeigt. Laut eines älteren Zeitungsberichtes soll auch eine Fußgängerampel installiert werden, die meines Erachtens dringend erforderlich ist. Denn die Kreuzung ist wegen des hohen Verkehrsaufkommens und der unzähligen Abbiegemöglichkeiten für den motorisierten Verkehr (man beachte die ganzen Ein- und Ausfahrten vor dem Life und dem Parkplatz vor dem Bürohaus an der Albert-Schweitzer-Straße, dazu die Tiefgaragenzufahrt in der Siegfried-Mollier-Straße) nicht nur für ältere und Kinderwagen schiebende Menschen ein Ärgernis. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen und Fast-Unfällen. Man kann daher nur hoffen, dass die Ampel nun auch wirklich kommt.

Die Haltestellenbereiche (Haltestelle „Siegfried-Mollier-Straße“; Buslinien 139, 192, 199, N79) werden auch neu gestaltet. In Zukunft steigt man als Busfahrgast nicht mehr auf dem Radweg ein und aus, sondern auf einem aufgepflastertem Streifen zwischen Radweg und Fahrbahn (Bild 2 und 3), der aber sehr schmal ausfällt. Wer mit Rollator ein- oder aussteigt, dürfte halb auf dem Radweg stehen. Konflikte zwischen Radfahrern und Fahrgästen sind entsprechend weiter vorprogrammiert. Radfahrer müssen natürlich warten, wenn der Bus hält und Fahrgäste ein- oder aussteigen möchten, aber das steht leider nur auf dem Papier.

Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 2: Neu gestaltete Haltestelle zum barrierefreien Ein- und Aussteigen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck
Fahrgaststreifen vor dem Life
Bild 3: Detail Fahrgaststreifen (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Wie es aussieht, wird sich zumindest im Südbereich der Kreuzung an der eigentlichen Verkehrsführung und der Anzahl der Fahrspuren nichts ändern (Bild 4). Wer auf der Höhe des Life die Albert-Schweitzer-Straße passiert, um die stadteinwärtige Bushaltestelle zu erreichen will, dürfte weiter gefährlich leben. Hier sollte jeder den kleinen Umweg über den Nordbereich in Kauf nehmen. Auch die U-Bahn-Unterführung Quiddestraße noch ein Stück weiter nördlich ist eine gute und sichere Passiermöglichkeit, wenngleich sie halt noch ein paar Meter mehr bedeutet – und auch ein Treppensteigen, was mit Kinderwagen oder Rollator kaum zumutbar ist.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 4: Die Fahrbahn bleibt auf Höhe des Life sehr breit (25.10.2017) © Thomas Irlbeck

Fazit: Die Verkehrssituation vor dem Life wird für Fußgänger und Radfahrer verbessert, aber wird wohl nicht wirklich optimal werden.

Kommentar zu einem ehemals vorbildlichen Verkehrssystem: Neuperlach wurde als Auto- und Fußgänger-/Fahrradfahrer-/Kinder-freundliche „Stadt in der Stadt“ geplant und gebaut. Der Autoverkehr und der Fußgängerverkehr wurden getrennt, das geschaffene Fußwegsystem mit seinen vielen Brücken und Unterführungen ist (war) vorbildlich. Nach dem Abriss des Plett-Zentrum wurde das Fußwegsystem leider unterbrochen und nie wieder ganz hergestellt. Im Gegenteil: Die Kreuzung vor dem Life wurde zur wohl verkehrsmäßig gefährlichsten Stelle – nicht nur wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens, sondern da man auch noch einige zusätzliche Ein- und Ausfahrten hinzugebaut hat. Entsprechend ist die Kreuzung sehr unübersichtlich geworden, es wird in alle möglichen Richtungen (nicht immer ganz legal) abgebogen, irgendwo dazwischen stehen die Fußgänger, die da auch rüber möchten. Jetzt endlich wird nachgebessert. Aber es wird nicht alles korrigiert werden. Der alte, großzügige Fußweg zwischen Life und LAO fehlt weiterhin, es bleibt nur die Nutzung des Parkplatzes (mit der Thermometer-Uhr), der neue, aber schmale Fußweg am Life entlang oder die viel zu schmale Passage längs des Bürohauses an der Albert-Schweitzer-Straße.

Update 18./19.12.2017

Die Arbeiten wurden nun weitgehend abgeschlossen. Leider wurde keine Fußgängerampel realisiert. Das Überqueren der Albert-Schweitzer-Straße wird durch die Aufpflasterungen auf den Parkstreifen etwas vereinfacht (Foto). Es müssen aber weiterhin drei Fahrstreifen überquert werden. Im dichten Verkehr ist es aber nicht immer ganz einfach, eine Lücke zu finden. Da wäre mehr drin gewesen!

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 5: Nur eine kleine Verbesserung – das ist in keinem Verhältnis zum Aufwand (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Der Blick Richtung Bushaltestellen. Neu ist, man darf auch von dem Parkplatz des Bürohauses Albert-Schweitzer-Straße nicht mehr nach links abbiegen, siehe durchgezogene Linie. Mal sehen, wie viele sich daran halten und ob dies wirklich zu einer Entschärfung der Kreuzung beiträgt. Heute war das Ergebnis jedoch nüchtern. Vier Autos fuhren aus dem Bürohaus-Parkplatz raus und alle bogen verbotswidrig nach links ab und fuhren über die durchgezogene Linie.

Viele Fahrstreifen vor dem Life
Bild 6: Durchgezogene Linie. Nun darf aus keinem der Parkplätze (rechte Seite) mehr nach links abgebogen werden (18.12.2017) © Thomas Irlbeck

Ampelkoalition: Radfahrer sehen rot, nichts ist im grünen Bereich

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Radampel, neuer Typ
Radampel, ganz neuer Typ. Rotsehen reicht aus, wer braucht schon Grün? Gesehen an der Kreuzung Carl-Wery-Straße/Otto-Hahn-Ring in Neuperlach Süd. Mehr dazu weiter unten im Text (26.02.2017) © Thomas Irlbeck

Radfahren in München ist immer noch ein Abenteuer.  Die Stadt München lässt sich immer wieder etwas einfallen. Eigentlich bin ich ein Anhänger von Fahrradspuren, die auf der normalen Fahrbahn angelegt werden. Dort wird man von Rechtsabbiegern nicht so schnell übersehen und man kann Tempo machen, ohne von Fußgängern und Hunden behindert zu werden. Allerdings sind von den angelegten Radspuren viele ständig durch Falschparker, auch durch Lieferverkehr (ganz übel in der Rosenheimer Straße!), unterbrochen. Da kann man sich dann nicht einmal so einfach vorbeizwängen, da man rechts den hohen Randstein hat und links die normale(n) Fahrspur(en) mit meist starkem Verkehr. Dann werden aber auch inzwischen immer mehr Fahrradstraßen angelegt.

Die neuen Radampeln

Relativ neu sind die Fahrradampeln, die nun nicht mehr an der Haltelinie stehen, sondern an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Sie haben immerhin den Vorteil, dass man wie bei den alten Radampeln jetzt wieder nur eine einzige Ampel hat, um über die Kreuzung zu kommen, und nicht wie bei den kombinierten Fußgänger-/Radampeln bis zu drei oder vier, was mehrfaches Anhalten bedeuten kann. Den neuen Radampeln fehlt im Unterschied zu den alten Radampeln aber ein Gelb. Meist werden nun diese neuen Radampeln verbaut, aber längst nicht immer. Und es gibt noch genug Kreuzungen, an denen man auf dem viel zu schmalen Mittelstreifen anhalten muss, da dort ja eine kombinierte Fußgänger-/Radampel Rot signalisieren kann. An manchen Stellen muss man zumindest theoretisch sein Rad querstellen, damit es nicht den Querverkehr behindert.

Große Radampel
Große Radampel an der Kreuzung Berg-am-Laim-Straße/Leuchtenbergring (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Auch werden manchmal noch Fahrradampeln verbaut, die doch wieder an der Haltelinie vor der Kreuzung stehen. Eine seltene Form ist dabei die Form der Fahrradampel, die so groß wie die Autoampel ausfällt (Foto links).

Der Vorteil der neuen Radampeln an der gegenüberliegenden Seite ist, dass diese vom Autoverkehr besser oder überhaupt gesehen werden können. Autofahrer sollten ja nicht nur auf die eigenen Ampeln achten, sondern auf die separaten Ampeln anderer Verkehrsteilnehmer. Beim Abbiegen ist es ja wichtig zu wissen, dass der Radverkehr noch Grün hat.

Neuperlach Süd: Die unvollständige Ampel

Was wir hier in Neuperlach Süd sehen (Bild ganz oben), ist eine solche neue Radampel. Nun ja, wir sehen sie – und sehen sie nicht. Zumindest nicht den entscheidenden grünen Teil. Das Bild ist von der Warteposition auf dem Radweg entstanden – ohne Tricks. Ein echtes Problem besteht hier aber nicht. Zwar kann man die grüne Leuchtscheibe kaum sehen, aber wenn das rote Licht ausgeht, weiß man, dass Grün sein muss. Auch wenn man einen Meter weiter links oder rechts wartet, wird die Sache schon besser sichtbar, wenngleich man dann nicht mehr vorschriftsmäßig hält.

Ist man verpflichtet, einen nicht-benutzungspflichtigen Radweg zu benutzen?

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Die Frage mag sich von selbst beantworten. In manchen Köpfen aber nicht. Denn vor ein paar Tagen bin ich auf der Feldbergstraße von Neuperlach Richtung Wabula gefahren. Der Radweg verläuft auf der linken Straßenseite, was gefährliche Wechsel erfordert. Die Stelle, an der man wechselt, ist in einer Kurve. Man muss zunächst schauen, dass man vom hinter einem fahrenden Verkehr nicht überrollt wird. Den Gegenverkehr kann man wegen der Kurve auch erst spät sehen. Zu allem Übel ist an der Wechselstelle auch eine Einmündung (St.-Augustinus-Straße), und trotz Bodenmarkierung rechnen hier Autofahrer nicht unbedingt mit linksseitigem Radverkehr (siehe Fotos). Von links kommende Fahrzeuge müssen warten, da die Feldbergstraße eine Vorfahrtstraße ist, aber ob sie das tun, ist eine andere Frage. Zudem ist auf der Feldbergstraße auch viel Verkehr (Busse, Lkw …). Und all das für wenige Hundert Meter Fahrradweg, der wegen der Schule und des Sportplatzes auch immer wieder von Scharen an Kindern blockiert wird.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße. In der Bildmitte ist die Wechselstelle zu sehen, die eine Bodenmarkierung hat. Hier geht es links rüber auf den Fahrradweg. Verkehr kommt von hinten, von vorne und von links aus der Einmündung – leider genau am Übergang (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

Zum Glück ist die Radwegbenutzungspflicht seit Jahren aufgehoben, das blaue Schild abmontiert, es handelt sich ohnehin um eine Tempo-30-Zone, sodass die Radler mehr oder weniger im Verkehr mitschwimmen können.

Linksseitigen Radweg links liegen lassen

Entsprechend entschied ich mich, den Radweg im wahrsten Wortsinn links liegen zu lassen und auf der Fahrbahn zu bleiben – und dort ganz rechts, also nicht mitten auf der Spur. Ich war mit schätzungsweise 25 km/h unterwegs. Auf einmal schiebt sich ein Pkw an mir vorbei, der vermutlich um die 35 km/h schnell war. Er kann mich ohne Mühe überholen. Die Beifahrerin ruft nicht besonders freundlich aus dem Fenster, ich solle auf dem Fahrradweg links fahren und zeigt mit dem Arm in dessen Richtung.

Feldbergstraße/Ecke St.-Augustinus-Straße
Näher dran an der Wechselstelle. Ein blaues Radwegschild gibt es nicht, sondern nur ein „Radfahrer frei“-Schild (28.09.2016) © Thomas Irlbeck

An der nächsten roten Ampel stelle ich die Beifahrerin und den (männlichen) Fahrer zur Rede. Ich kläre sie auf – ohne Beleidigungen, aber laut, dass der Radweg nicht benutzungspflichtig sei, ich auf der Fahrbahn fahren dürfe und mir ein Wechsel auf die linke Seite zu gefährlich sei.

Man könnte jetzt von beiden eine Entschuldigung erwarten, sie hätten das nicht gewusst und so, doch beide beharrten auf dem Standpunkt, da wäre ein Radweg, also hätte ich darauf zu fahren. Er redete eher leiser, ich habe nicht alles verstanden, aber so viel, dass er mich rhetorisch fragte, ob ich noch einen eigenen Fahrradweg für mich speziell haben wolle (mit einer Logik, als ob Radler auf der Fahrbahn nichts zu suchen hätten).

Sie schrie, ich habe wiederum nicht alles verstanden, Beleidigungen gab es vermutlich keine ihrerseits.

Ich hätte den beiden noch gerne gesagt, sie würden die Verkehrsregeln nicht beherrschen, aber da war keine Zeit mehr.

Was kann man tun? Eine Anzeige wegen Nötigung käme zumindest ganz theoretisch in Betracht (wenn ich mir das Kennzeichen gemerkt hätte), auch wenn die erste Zurechtweisung von der Beifahrerin kam, die natürlich keine Fahrerkompetenz hat. Ausgebremst wurde ich nicht.

Generell finde ich es traurig, wenn Autofahrer die Verkehrsregeln nicht beherrschen. Oder wenn sie meinen, Radler hätten vor ihnen zu kuschen.

Ich rege mich so was von auf. Wie sind da eure Erfahrungen?

Um ein Haar übersehen – Noch ein Waldfriedhof – Mystische Orte (Teil 17)

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Waldfriedhof Haar
Bild 1: Der Waldfriedhof in Haar mit seiner Aussegnungshalle (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 2: Blick vom Haupteingang in den Friedhof (22.05.2016) © Thomas Irlbeck

Der Waldfriedhof in Großhadern dürfte jedem Münchner bekannt sein. Dass es unweit von Neuperlach noch einen weiteren Waldfriedhof gibt, wissen Neuperlach.org-Leser spätestens seit der Folge 16 der Mystischen Orte. Doch nicht allzu weit davon entfernt liegt ein weiterer Waldfriedhof, nämlich der von Haar.

Es ist ein idyllischer Friedhof, auch wenn es ein paar Stellen gibt, an denen Wohnhäuser sehr nahe an den Gräbern stehen (zu sehen speziell in Bild 9).

Eine Besonderheit ist, auf dem Haarer Waldfriedhof ist Radfahren ganz offiziell erlaubt – wenngleich nur auf den Hauptwegen und nur in Schrittgeschwindigkeit.

Waldfriedhof Haar
Bild 3: Haupteingang (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 4 (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 5: Die Bereiche im Friedhof haben Namen, die durch künstlerisch gestaltete Wegweiser gekennzeichnet sind (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 5: Nebeneingang im Wald (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 7: Schilderparade am Nebeneingang (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 8: Am Haupteingang mit Blick auf das Leben draußen. Wer genau hinsieht, erkennt Wohnblöcke, die optisch an die Wohnanlagen von Neuperlach erinnern (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 9: Eine etwas weniger waldartige Stelle – das Wohnhaus scheint fast zum Urnenhaus zu werden (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 10: Aus dem Blick wirkt die Kulisse vielleicht etwas unaufgeräumt, sie ist aber dennoch durchaus idyllisch (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 11 (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 12: Totenglocke (22.05.2016) © Thomas Irlbeck
Waldfriedhof Haar
Bild 13: Schild am Haupteingang (22.05.2016) © Thomas Irlbeck

Anfahrt

Umgebungskarte Waldfriedhof Haar
Umgebungskarte Waldfriedhof Haar. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Die Parkplätze am Haupteingang erreicht man über den Jagdfeldring, der die Münchner Straße (eine Fortsetzung der Wasserburger Landstraße) zweimal kreuzt. Die Autobuslinie 243 (erreichbar u.a. an der Haltestelle Hans-Stießberger-Straße (Verknüpfung zum Autobus 193) und dem S-Bahnhof Haar) hat eine eigene Friedhofshaltestelle, die „Ferdinand-Kobell-Straße/Waldfriedhof“ heißt.

Radler haben hier die Wahl

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Radfahren auf der Straße
Hier haben Radler die Wahl. Solche Stellen gibt es in München immer mehr. Gesehen in Denning (31.08.2015) © Thomas Irlbeck
Radfahren auf der Straße
Schild, vergrößert (31.08.2015) © Thomas Irlbeck

Da hier kein Radweg vorhanden ist, der mit einem blauen Radwegschild (Zeichen 237, 240 oder 241) gekennzeichnet ist, ist das nebenstehende Schild prinzipiell überflüssig, redundant.

Allerdings könnte es so manchem Radfahrer ein Angehuptwerden ersparen. Wer von uns Radlern ist nicht schon einmal von einer Hupe fast vom Rad geblasen worden, obwohl er rechtmäßig auf der Fahrbahn gefahren ist?

Auch wurde hier das blaue Radwegschild erst vor einiger Zeit entfernt, sodass das Schild „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ in der Umgewöhnungsphase hilft.

Der alte Radweg kann hier auch noch benutzt werden. Radler haben die Wahl.

Ottobrunn: Ständige Pflanzenausstellung

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Die Straßen in Ottobrunn
Bild 1 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 2 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte unsere Nachbargemeinde Ottobrunn noch nicht einmal einen befestigten Straßenrand. Die Stromversorgung erfolgte über Stromleitungen, die zwischen simplen Holzmasten gespannt waren. Man wähnte sich eher in einem Ort irgendwo in den USA und nicht in einem reichen Münchner Vorort. Die Strommasten sind verschwunden und es gibt inzwischen gut ausgebaute Straßen mit Fuß- und Radwegen. Das System entspricht etwa dem, was man aus München und Neuperlach gewohnt ist. Nur die Bepflanzung ist eine andere. In München gibt es Rasen und Bäume auf den Mittel- und Seitenstreifen. In Ottobrunn ist es anders. Man kann es so ausdrücken: Neuperlach ist grün, Ottobrunn ist bunt!

Die Straßen in Ottobrunn
Bild 3 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck
Die Straßen in Ottobrunn
Bild 4 (28.08.2014) © Thomas Irlbeck