Peschelanger/Marx-Zentrum: Auf der Suche nach dem Schweigerweg

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Bushaltestelle Peschelanger
Haltestelle Peschelanger (Außenring) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Die Benennung einer Bus- oder Trambahnhaltestelle ist eine Kunst. Der Name sollte so gewählt werden, dass er die Verbindung zwischen dem Namen und dem, was dort zu finden ist und von den Fahrgästen typischerweise aufgesucht wird, bestmöglich herstellt. Sicherlich nicht nur in München wird als Name für die Haltestellen häufig die Querstraße herangezogen. Die Vorteile sind klar: Denn auf diese Weise werden die tatsächlichen Haltestellenpositionen gerade auf längeren, gar kilometerlangen Straßen gut markiert.

Wer heute in das Marx-Zentrum will, etwa zu einem Facharzt des renommierten Ärztehauses am Peschelanger, fährt folglich mit dem Bus (es ist die Ringlinie 197; früher verkehrte hier die Linie 97, zeitweise auch die Linie 39) bis zur Haltestelle Peschelanger. Der Bus rollt den gesamten Karl-Marx-Ring entlang, ergo ist der (kurze) Peschelanger ein durchaus sinnvoller Namensgeber, zumal ja Patienten des Ärztehauses, die ortsfremd sind, gezielt nach der Ärztehausadresse – es ist Peschelanger 11 – Ausschau halten.

Doch früher hieß die Haltestelle Schweigerweg. Äh, Schweiger… wie bitte? Es gibt aber überhaupt keine postalische Adresse Schweigerweg, somit wohnt kein Münchner am Schweigerweg. Jetzt könnte man zumindest damit argumentieren, dass die heutige Haltestelle Peschelanger gar nicht direkt am Peschelanger liegt, der ist nämlich noch ein schönes Stück davon entfernt. Dann sollte aber an der Haltestelle der Schweigerweg als Querstraße (oder Querweg) zu finden sein, denn irgendeine Bedeutung muss der Haltestellenname ja haben. So etwas wäre nicht untypisch. So gibt es z.B. in Neuperlach die Siegfried-Mollier-Straße, die auch keine postalische Adresse darstellt, aber nach der die Bushaltestelle vor dem Einkaufszentrum Life benannt ist. (Der Name ist so gesehen auch nicht glücklich, denn die Siegfried-Mollier-Straße ist nicht des Fahrgastes Objekt der Begierde.)

Schweigerweg/Peschelanger
Umgebungskarte Peschelanger. Quelle: OpenStreetMap, Lizenz: Open Database License 1.0

Wenn man heute die Gegend an er Haltestelle Peschelanger absucht, wird man sehr wahrscheinlich nirgends ein Straßenschild mit dem Namen Schweigerweg finden. Vermutlich ist der breite Fußweg von der Haltestelle Richtung Kirche St. Monika der Schweigerweg oder der Fußweg in die entgegengesetzte Richtung, also Richtung Zehntfeldstraße. Oder beide gleichzeitig. Oder einer der anderen Wege in der Gegend, die so zu finden sind (siehe Umgebungskarte). Eine Erklärung könnte sein, dass nur die Schilder verschwunden sind, nicht aber der Weg. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob ich als Kind damals ein Straßenschild Schweigerweg gesehen habe. Vermutlich ja, aber ich habe keine Gewissheit.

Ein Neuperlach.org-Leser hatte noch die interessante Idee, dass der Schweigerweg eine ehemalige Straße gewesen sein könnte, die an dieser Stelle über das spätere Neuperlacher Gebiet führte. Alte Stadtpläne sprechen allerdings eher dagegen, wenngleich dort einige kleinere Wege nicht mit ihren Namen eingezeichnet sind. Ganz ausgeschlossen ist diese Erklärung also nicht, da tatsächlich eine Reihe von Straßen heute nicht mehr existieren bzw. nur noch als kurzer Stummel vorhanden sind. So etwa ist von der Corinthstraße nur noch ein kurzes Stück in der Nähe der Michaelikapelle (Kreuzung Heinrich-Wieland-Straße) übrig geblieben. Früher führte die Corinthstraße als Landstraße von dort weiter fast bis Perlach (gemeint ist quasi Alt-Perlach). Damals (bis Ende der 1960er-Jahre) gab es dort nur Felder und so gut wie keine Bebauung.

Es stellt sich aber auch noch die nicht ganz unwichtige Frage, welcher Herr oder welche Frau Schweiger mit dem Schweigerweg geehrt wurde, der Nachname kommt ja nicht gerade selten vor.

1987: Die Umbenennung

Was den Haltestellennamen angeht, hatten 1987 die Verantwortlichen endlich ein Einsehen. Vermutlich hat sich ein Verband eingesetzt, die Haltestelle umzubenennen, da die meisten Fahrgäste zum Peschelanger oder zumindest zu einer Straße in der Nähe möchten, die auch im Stadtplan verzeichnet ist. Da hilft der Name Schweigerweg nur denjenigen, die maximale Irritation bevorzugen. Ab dem Sommerfahrplan 1987 heißt die Haltestelle nun Peschelanger (vielen Dank an Spirit of ChristianMUC aus dem Eisenbahnforum für die Recherche).

Jetzt aber die Frage aller Fragen: Wer hilft, das Rätsel ganz zu lösen? Es kann hier gerne die Kommentarfunktion dazu genutzt werden.

Haltestelle Peschelanger (Innenring)
Haltestelle Peschelanger (Innenring) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck
Haltestelle Peschelanger (Außenring)
Haltestelle Peschelanger – Ist das im Hintergrund rechts der Schweigerweg? (20.05.2013) © Thomas Irlbeck
Haltestelle Peschelanger
Oder dieses Stück, auf dem wir hier stehen (hinter uns ist St. Monika) (20.05.2013) © Thomas Irlbeck
Haltestelle Peschelanger- DFI
Beide Wartehäuschen sind seit einiger Zeit mit DFI-Anzeigern ausgestattet (20.05.2013) © Thomas Irlbeck

Wo sind wir hier?

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Thermometer
Thermometer (06.10.2012) © Thomas Irlbeck

Die legendäre Thermometer-Uhr an der Albert-Schweitzer-Straße (gegenüber dem Einkaufszentrum Life) dürfte fast jedem bekannt sein. Doch dieses herrliche Thermometer eher nicht. Wo ist das? Für den, der hier in der Nähe wohnt, dürfte es wieder ein sehr einfaches Rätsel sein.

Gelb vor Neid

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Telefonzelle
Bild 1 (25.09.2012) © Thomas Irlbeck
Gleis
Bild 2 (25.09.2012) © Thomas Irlbeck

Bild 1: So herrliche gelbe Telefonzellen gibt es nur noch wenige. Diese hier steht in Neuperlach. Doch wo genau? Inzwischen gelöst: Alfred-Döblin-Straße, Nähe Klinikum Neuperlach

Bild 2: Noch eine schöne Stelle in unserem Stadtteil, ein nettes Gleis. Aber wo befinden wir uns? Inzwischen gelöst: Nailastraße in einem Gewerbegebiet in Perlach

Unterm Leuchtturm ist es immer am dunkelsten (Lösung)

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Nun die Auflösung des Rätsels. Zunächst noch einmal das originale Rätsel:

Was ist das und wo ist das? Es gibt zwei Tipps. Tipp 1: Es ist in Neuperlach. Tipp 2: Es ist demzufolge kein Leuchtturm.

Leuchtturm
Sieht aus wie ein Leuchtturm, aber was ist das und wo ist das? Foto: J. W.

Einsender

Das sehr gelungene Rätsel wurde von J. W. eingesendet. Der Hinweis kommt erst jetzt, da die Nennung möglicherweise ein Lösungshinweis gewesen wäre.

Lösung

Flint hat richtig erkannt, dass es sich um eine Lüftungsanlage handelt. Das Bild in der vollen Größe mag aber dennoch für viele sicher überraschend sein:

Leuchtturm Lösung
Leuchtturm Lösung. Bild unbedingt vergrößern, dann kommt Licht in das Leuchtturm-Rätsel. Foto: J. W.

Wie das Bild zeigt, handelt es sich um einen der vielen 8-stöckigen Wohnblöcke in Neuperlach Nord.

Als Erklärung teilt J. W. uns Folgendes mit: Bei der Sanierung muss auch der Luftabzug in Bad und Toilette den aktuellen Brandschutzauflagen angepasst werden. Deshalb wird auf dem Dach eine Lüftung angebracht, der „Leuchtturm“ erzeugt den zentralen Sog (die Einheit dreht sich auch wie die Scheinwerfer in einem Leuchtturm), die Rohre gehen zu den jeweiligen Luftschächten. In den Wohnungen müssen auch neue Ablufteinheiten montiert werden, die sich bei Brand selbst verschließen (irgendwie durch Pulver, das bei Hitze zu Schaum wird).

Auch das folgende Bild ist erhellend. Man schaue sich die Dächer ganz genau an:

Leuchtturm Lösung 2
Wer genau hinsieht, sieht auf den Dächern viele Leuchttürme. Foto: J. W.

Schnee von gestern (Ratebild)

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Rodelberg
Rodelberg. Aus der Fotosammlung von J. W.

J. W. hat dieses herrliche Bild aus frühen Tagen eines großartigen Stadtteils ausgegraben. Doch wo genau entstand die Aufnahme? Es ist Neuperlach, aber nicht der Ostpark.

Wer kennt die Antwort? J. W. darf natürlich nicht mitraten, die anderen Eingeweihten auch nicht.

Namenlose Dinge beim Namen nennen

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Manche Dinge haben keinen Namen, brauchen aber einen. Dann muss einer geschaffen werden. Bei aus dem Erdboden gestampften (Satelliten-)Städten ist es leicht, man setzt einfach ein Neu vor einen bereits existierenden Orts- oder Stadtteilnamen. Schon ist man bei Neuperlach. Oder bei New York. Aber nicht immer ist es so einfach. Bei vielen Dingen, Zusammenhängen oder Zuständen ist nicht mal klar, ob es nicht vielleicht doch einen Namen gibt, der nur nicht sonderlich bekannt ist. Früher hieß es: Erst überlegen, dann suchen. Heute heißt es: Erst googeln, dann fluchen.

Im Folgenden werden einige potenziell namenlosen Kandidaten per Bild oder/und Text vorgestellt. Es gilt, den Namen (falls vorhanden) zu finden. Damit der Reiz nicht sofort verloren geht, werden der gesuchte Name und entsprechende Erklärungen dazu unter der Rubrik Auflösung in weißer Schriftfarbe verraten. Um den Namen und die Erklärung zu sehen, markiert man einfach den Bereich rechts von Auflösung… mit der Maus. Viel Spaß!

1. Die senkrechte Hautfalte zwischen Nase und Lippe

Böse könnte man sagen, dass diese Rinne von der Natur dazu eingerichtet wurde, dass bei Schnupfen das Nasensekret kanalisiert – geordnet – runterläuft. Doch in Wirklichkeit ist es die Nahtstelle, die entsteht, wenn das Gesicht des Embryos im Mutterleib zusammenwächst. Eine Funktion hat diese Hautfalte nicht. Im Volksmund sagt man liebevoll Rotzrinne dazu, aber wie heißt das Gesichtsstückchen wirklich?

Körperteil mit oder ohne Namen
Foto: NicolasD. / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Philtrum. Der Name kommt vom griechischen Philtron, was Liebeszauber bedeutet. Für die alten Griechen galt das Philtrum als eine der erogensten Körperzonen. Der Begriff Philtrum steht übrigens nicht im DUDEN.

2. Das Ding zum Separieren der Artikel auf dem Kassen-Fließband

Dieses Ding gehört sicher zu den wichtigsten Erfindungen der Welt. Denn wenn die Kassiererin irrtümlich noch Waren vom nächsten Kunden einscannt, dann muss sie einen Storno durchführen. Meist fehlt ihr die Berechtigung dazu, sodass aus der Zentrale oder von einer anderen Kasse eine berechtigte Person angefordert werden muss. Das Ganze dauert so lange, bis die Tiefkühlpizza das Stinken anfängt. Durch vorschriftsmäßiges Trennen mittels eines (namenlosen=?) länglichen Dingsbums, das eine drei- oder viereckige Seitenfläche hat und meist einen Werbeaufdruck aufweist, lässt sich klar zuordnen, welche Waren zu welchem Kunden gehören. Jeglicher Stress entfällt, die Tiefkühlpizza schmeckt besser als beim Italiener und alles wird gut. Aber wie heißt dieser Zauberstab?

Kasse/Fließband
Foto: Tijmen Stam / Lizenz siehe: Wikipedia

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Einen richtigen Fachbegriff gibt es nicht. Treffend und gebräuchlich ist Warentrenner, etwas hochtrabender je nach Form Dreikant- oder Vierkantwarentrenner, auch Kundentrenner ist verbreitet. Nicht durchgängig ernst gemeinte Alternativen sind: Rentnerberuhiger (wer viel Zeit hat, malt sich vielleicht aus, dass die Kondome oder das Erotikmagazin des nächsten Kunden irrtümlich einem zugerechnet werden könnten, da beruhigt so ein Warentrenner ungemein), des do (bairisch für das da, einfach, weil „das“ scheinbar keinen Namen hat), Kundenlatte, Warentrennholz, Separator oder es wird einfach der Markenname des Werbeaufdrucks genannt.

Eine Frage gibt es aber noch: Wie trennt man die Waren auf dem Fließband, wenn man in einem Gewerbeladen einkauft, der solche Warentrenner führt?

3. Die natürliche Wegabkürzung

Der Mensch ist faul, auch und gerade beim Laufen. Oft machen befestigte Wege einen Schlenker. Schnell bilden sich an solchen Stellen Abkürzungen, indem das Gras gewalttätig niedergetreten wird. Aber gibt es für einen solchen Weg bzw. das Phänomen einen Begriff?

Natürliche Abkürzung
Foto: skuds / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Im Englischen ist der Begriff desire path im gewissen Umfang verbreitet. Auf flickr finden sich immerhin etwa ein halbes Tausend Treffer. Und der Begriff steht in der englischsprachigen Wikipedia. Aber im Deutschen? Die wörtliche Übersetzung: Wunschpfad oder Wunschweg ist jedenfalls nicht verbreitet. Die Google-Bildersuche findet gerade mal eine Hand voll passender Bilder. Die beste Entsprechung ist wahrscheinlich Trampelpfad, auch wenn ein Trampelpfad nicht immer eine solche Abkürzung sein muss. Hochinteressant ist hierzu ein Hinweis auf Wikipedia zum Stichwort Trampelpfad:

Im Sinne der Wegoptimierung stellen Trampelpfade häufig eine intelligentere Lösung dar als die von den Architekten geplante. In einigen Fällen bezogen Landschaftsarchitekten aber auch bereits bestehende Trampelpfade in ihre Planungen ein. Auch sind Planungen bekannt, bei denen gänzlich auf zielführende Wege (z.B. zwischen Wohnhäusern einer Siedlung) verzichtet und die Entstehung von Trampelpfaden abgewartet wurde. Auf den Trassen dieser Trampelpfade wurden dann später feste Wege eingerichtet. Man erreichte so eine „automatische“ Wegeoptimierung und vermied die Entstehung von zusätzlichen Trampelpfaden, die Bewuchs und Aussehen der Anlage beschädigt hätten.

Trampeln muss also nicht immer schlecht sein.

4. Die Metallkappe am Endes eines Schnürsenkels

Metallkappe Schnürsenkel
Foto: markez414 / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Pinke

5. Der vordere Teil eines Löffels oder einer Schöpfkelle

Also die Mulde, mit der man die Suppe auslöffelt.

Löffel
Foto: programwitch / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Laffe

6. Nicht mehr durstig

Wenn man nicht mehr hungrig ist, ist man satt. Aber wenn man nicht mehr durstig ist, was ist man dann?

Cocktail
Foto: Salim Virji / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): 1999 wurde ein groß angelegter Wettbewerb von der DUDEN-Redaktion zusammen mit einem Getränkehersteller ausgelobt, mit dem ein neues Wort für diesen namenlosen Zustand geschaffen und eine (vermeintliche) Lücke in der deutschen Sprache geschlossen werden sollte. Als Gewinner wurde das Wort sitt gekürt, da es unter anderem seine Nähe zu satt demonstriert, gut aussprechbar und flektierbar ist. Auch der neue Stabreim „sitt und satt“ als geflügeltes Wort zur Beendigung eines Mahls sprach für sitt. Doch das Wort konnte sich nicht durchsetzen (wen wundert es?) und steht nicht einmal im aktuellen DUDEN. Im Schwedischen gibt es übrigens ein passendes Wort: otörstig, das gewissermaßen undurstig bedeutet. Ich habe aber noch eine Alternative im Deutschen, die zumindest in Antwortform so einigermaßen passt. Auf die Frage „Wollen Sie noch etwas drinken?“ schießt man ein vornehm-höflich abweisendes „Danke“ nach.

7. Wer den Geruchssinn verloren hat, ist …

Rüssel
Foto: tramani_sagrens / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): anosmisch

8. Zustand, morgens nur schwer aus dem Bett zu kommen

Schlafen
Wer kommt schon leicht aus dem Bett? Aber gibt’s für diesen Zustand am grausamen Morgen auch einen Begriff? Foto: insaevans / Lizenz siehe: flickr

Vielen mag hier vielleicht spontan Qual, Hölle, Kater, Strafe, Folter, Koma oder Dauerzustand einfallen. Aber gibt es auch einen ernst gemeinten (medizinischen) Fachbegriff?

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Im Englischen existiert dafür der Begriff dysania. Die Vorsilbe dys kommt aus dem Griechischen und steht für übel, schlecht, miss … Der Begriff findet sich aber nur in einigen urban dictionaries, kaum in normalen Wörterbüchern. Wictionary führt ihn als „sehr selten“. Laut einer Quelle ist er aber in einem älteren medizinischen Wörterbuch verzeichnet. Von einem deutschsprachigen Äquivalent ist nichts bekannt.

9. Der helle Nagelbereich

Fingernagel
Foto: Kommissar / Lizenz siehe: Wikipedia

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Lunula oder Nagelmond.

10. Das Bedienfeld zum Holen des Fahrstuhls

Fahrstuhl-Bedienfeld
Fahrstuhl-Bedienfeld. Aber wie heißt das Teil in der Fachsprache? © Thomas Irlbeck

Regelmäßige Neuperlach.org-Leser wissen die Antwort.

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Fahrstuhl-Tableau oder fachsprachlich Anholer.

11. Eine transparente Verpackung (z.B. bei Tabletten)

Tabletten
Foto: Jörg Dornblut / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Blister

12. Zähnchen im Inneren von CD-Hüllen

Kennt jemand noch CDs? Im MP3- und Internetzeitalter kann man davon ja nicht mehr ausgehen. Falls ja: Wie heißen die Zähnchen im Inneren einer CD-Hülle, in welche die CD einrastet?

Zähnchen in CD-Hülle
Foto: Leo Reynolds / Lizenz siehe: flickr

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Der Fotograf des obigen Bildes nennt es tray centre, was aber kaum verbreitet ist. Im Deutschen wäre Zentrierhalterung vielleicht noch einigermaßen treffend, der Begriff bezeichnet aber eine Vorrichtung aus der Messtechnik. Also sagen wir halt CD-Zentrierhalterung, solange uns keine bessere Antwort auf diese weltbewegende Menschheitsfrage einfällt.

13. Ampel, die nur per Tastendruck auf Grün schaltet

Ampel mit Knopf
Ampel mit Knopf. Wer liebt sie nicht? Aber wie heißen sie? Foto: metulsky / Lizenz siehe: flickr

Oder die bei Tastendruck (scheinbar) schneller auf Grün schaltet.

Auflösung (um diese sichtbar zu machen, den folgenden Bereich mit der Maus markieren): Bettelampel

Nachwort 1 – Noch ein gesuchter Begriff

Am Ende frage ich mich noch eines: Gibt es für die Gesamtheit aller Dinge, die keinen Namen haben, eigentlich einen Namen, einen Fachbegriff?

Nachwort 2 – Sachen gibt’s, die gibt es nicht

Es gibt Dinge, die sich zwar begrifflich darstellen lassen, die aber (möglicherweise bis ganz sicher) gar nicht existieren. Spontan fallen mir ein: Gott, Seele, lebenslange Garantien, der Weltuntergang 2012, absturzsichere PCs, sicherer Euro, blühende Landschaften in Ostdeutschland, Steuersenkung, All-inclusive-Urlaub, pünktliche öffentliche Verkehrsmittel, sparsame Autos, Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite, gelungene Architektur in Neuperlach.