Das Perlacher Tor darf nicht Platz für neuen Namen machen

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Der Platz vor dem Haupteingang des pep wird keinen eigenen Namen erhalten und bleibt Teil der Thomas-Dehler-Straße. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach wollte den Platz „Perlacher-Tor-Platz“ nennen. Der Kommunalausschuss lehnte dies aber nun ab und begründet dies unter anderem mit Kosten und Unannehmlichkeiten, da das pep und auch einige unmittelbar in der Nähe angesiedelten Betriebe eine neue Adresse bekommen würden. Außerdem werden Stadttore üblicherweise nicht nach dem Ort benannt, wo das Tor steht, sondern nach dem Ort, an den die Straße unter dem Tor führt. Das Sendlinger Tor steht z.B. nicht im Stadtteil Sendling, sondern in der Münchner Altstadt.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 19.02.2009, Seite 59, Stadtausgabe

pep Haupteingang (Archivfoto). Ist das ein Tor und führt dieses nach Perlach? Sicher nicht so ganz direkt, denn es steht ja schon in Perlach. Wohin das Tor führt, ist aber entscheidend für den Namen des Platzes, auf dem das Tor steht. Foto: Rufus46 / Lizenz siehe: Wikipedia

Noch ein Nachtrag, der sich auf die Kommentare hier bezieht.

Otto Schlichtmeier (DaCG/ÖDP) hatte laut dem Zeitungsbericht moniert, dass der „Perlacher-Tor-Platz“ in öffentlichen Verzeichnissen nicht zu finden sei. Beim „Wochenende der Nationen“ zum 850. Geburtstag der Stadt München hätten zahlreiche Gäste den Veranstaltungsort „Perlacher-Tor-Platz“ nicht ausfindig machen können. Deshalb hat er sich für eine offizielle Benennung des Platzes eingesetzt.

Kommentar: Mit Verlaub, ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist, den Veranstaltungsort in irgendwelchen Schreiben und in Presseveröffentlichungen als „Perlacher-Tor-Platz“ auszuweisen. Hätte man geschrieben, der Veranstaltungsort wäre die Thomas-Dehler-Straße vor dem Haupteingang am pep, dann hätte das jeder ganz leicht gefunden, denn den pep-Haupteingang kennt so gut wie jeder im Münchner Osten.

Übrigens hat Schlichtmeier laut dem Zeitungsartikel festgestellt, dass die Bezeichnung „Perlacher-Tor-Platz“ bei den Besuchern gut ankommen würde. Nun ja, man sieht an den Kommentaren, offenbar bei vielen aber auch nicht. Ich bin gegen eine Umbenennung. Unabhängig von der vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Ästhetik dieses torähnlichen Eingangs eines Einkaufszentrums schafft solch ein künstlicher Name nur zusätzliche Verwirrung. Im Sprachgebrauch heißt das ohnehin alles „pep“, das Einkaufszentrum wird als Synonym für alles verwendet, was bis zu rund drei Fußminuten vom pep entfernt ist. Man fährt mit der U-Bahn zum pep, keiner fährt mit der U-Bahn nach „Neuperlach Zentrum“. Man besucht das Kulturhaus am „pep“, nicht am Hanns-Seidel-Platz. Usw. usf.

4 Gedanken zu „Das Perlacher Tor darf nicht Platz für neuen Namen machen“

  1. @Dominik und @Stadtneurotiker: Ich habe aufgrund Eurer Kommentare den Artikel erweitert. Ich gehe nun ausdrücklich auf die Motive für die Namensgebung ein.

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