Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert

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Hanns-Seidel-(Park)platz. Teer, nichts als Teer, und werktags viele, viele Automobile, dort wo schon längst das Stadtteilzentrum von Neuperlach, quasi der Marienplatz des Teils von München, das nie ein Tourist zu Gesicht bekommt, stehen sollte (Archivfoto). Foto: Thomas Irlbeck

Seit rund 30 schlappen Jahre wird die Bebauung des „vorübergehend“ als Parkplatz genutzten Areals am Hanns-Seidel-Platz geplant. Noch dieses Jahr soll ein Architektenwettbewerb stattfinden. Wohnungen, Büros, Läden, Gastronomie und Bürgerhaus sollen dort entstehen. Grünen-Fraktionschef Guido Bucholtz will aber mehr, er würde ganz gerne sehen, wenn das neue Areal nicht durch die breite Thomas-Dehler-Straße vom pep getrennt bleibt. Stattdessen soll die Thomas-Dehler-Straße zur Fußgängerzone werden und der Verkehr auf die umliegenden Straßen verteilt werden. Ein Prüfungsantrag wurde bereits vor eineinhalb Jahren gestellt, ohne Ergebnis, aber bei der gesamten Planungszeit eher ein Wimpernschlag.

Wenn das Resultat positiv ausfallen sollte, könnte die Fußgängerzone als optionales Element in den Wettbewerb zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes integriert werden.

Wer ist für eine „Fuzo“ (Fußgängerzone), wer ist dagegen?

11 Gedanken zu „Tausend Mal geparkt – 30 Jahre nichts passiert“

  1. @Stadtneurotiker: Es ist der Platz, letztes Jahr fiel das Fest aber aus. Ob es noch mal stattfindet, gilt es noch zu klären. Weiß das jemand? Das Fest war ja wegen des Lärms bei den unmittelbaren Anwohnern eher weniger beliebt…

  2. @Stadtneurotiker: Die Busse sind sicher ein ebenso großes Problem wie der Autoverkehr. Auch die Parkhauszufahrt des nördlichen Parkhauses gilt es zu berücksichtigen. Man könnte die Thomas-Dehler-Straße zu einer zweifachen Sackgasse machen mit einem Teil dazwischen, der als Fußgängerbereich genutzt wird. Die Busse könnte man dann im Schritttempo passieren lassen. Aber dies scheint mir alles unausgegoren zu sein. Auf die ersten illegal durchfahrenden Autos müssen wir dann auch nicht lange warten. Die Einzelheiten von Bucholtz Antrag kenne ich nicht. Denkbar wäre aber vielleicht auch eine Art überdachte Brücke, die vom 1. Stock des pep dann zum Kulturzentrum rüberführt. Denn die Fußgängerampel mit ihren kurzen Grünphasen ist nur suboptimal. Neuperlach ist voll von Fußgängerbrücken, aber ausgerechnet vor dem pep fehlt eine.

  3. @Stadtneurotiker: Es gab vor Jahren mal Pläne, die Thomas-Dehler-Straße von 4 auf 2 Spuren zurückzubauen. Die CSU machte dann Wahlkampf mit der „Autofahrer-Schikanier-Meile“. Das Thema ist also heikel und würde viele Gegner auf den Plan rufen (erst recht bei 0 Spuren!), davon abgesehen, dass es einige schwer zu lösende Probleme gibt. Das schlimmste wäre ein Verkehrschaos, weil man nicht gescheit geplant hat.
    Ich bin aber auch der Meinung, dass man pep, U-Bahn, Busbahnhof und das zukünftige Stadtteilzentrum besser verbinden sollte. Theoretisch könnte dies unterirdisch, auf Straßenniveau oder auf erhöhte Weise geschehen. Man könnte was ganz Spektakuläres machen. Aber ob München dafür reif ist? Derzeit gibt es nicht mal einen überdachten Zugang von der U-Bahn bis ins pep rein, zwischen dem Tiefgeschoss des pep und dem Sperrengeschoss der U-Bahn hat man einfach ein paar Meter zu buddeln vergessen. Das ist alles nichts Gescheites. Vielleicht wollte man die Leute aber auch zwingen, das pep bei Regen über das „Perlacher Tor“, das nicht so heißen kann und darf, zu betreten.

  4. Ööhm, die Thomas-Dehler-Straße als Fußgängerzone?

    Das ist der größte Schwachsinn, den ich je gehört hab…

    Ich will kein Verstautes Stadtteil und Abgas einatmen…

  5. @Dominik: Von der vekehrlichen Situation sehe ich in der Tat Probleme. Dass es aber in Neuperlach kaum Staus gibt, ist ein Zustand, den man unbedingt erhalten sollte.

  6. Denkbar wäre aber vielleicht auch eine Art überdachte Brücke, die vom 1. Stock des pep dann zum Kulturzentrum rüberführt

    Das wäre schon ne gute Option…

  7. Eine Fußgängerzone wäre vielleicht übertrieben, aber ein paar Maßnahmen zur „Verkehrsberuhigung“ – Reduzierung der Thomas-Dehler-Straße auf 2 Spuren, Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30, Kopfsteinpflaster statt Asphalt, ein schöner breiter Zebrastreifen am PEP-Eingang usw. wären vielleicht ein Anfang 😉 Als Durchgangstraße ist die Thomas-Dehler-Straße sowieso eher ungeeignet, da sie in die zweispurige und auf 30 begrenzte Therese-Giehse-Allee mündet – da sieht man, dass die Verkehrsplaner bei den später gebauten Vierteln dazugelernt haben. Der Durchgangsverkehr kann aber auf die Fritz-Erler/Carl-Wery-Str. ausweichen, die haben noch genug Kapazität, so dass ich keine Staus befürchten würde.

    @doro: dasselbe hätten in den 60er Jahren die meisten wohl auch über eine Fußgängerzone in der Kaufingerstraße gesagt. Wo sollen die ganzen Autos hin? Und was macht man mit der Tram? Das setzt sich nieeee durch! 😉

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