Doppelt verwechselt irritiert besser

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Rechnungen machen Freude. Zumindest den Rechnungsstellern, wenn alles korrekt läuft (Archivbild) © Andreas Morlok / Pixelio

Vor ein paar Wochen erhielt ich eine Rechnung, die ich ein, zwei Tage später beglich. Doch jetzt bekomme ich eine Mahnung. Ich kontrolliere noch einmal alles: Kontonummer, Bankleitzahl, Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Betrag. Alles korrekt. Das Geld wurde auch nicht von der Bank zurückgebucht.

Ich schaue mir die Rechnung noch einmal genauer an. Recht dick kommt sie daher, aber ich betrachtete damals nur die Titelseite genauer, der Rest ist doch ohnehin nur eine öde Auflistung. Doch, stopp, die dritte und vierte Seite gehört gar nicht mehr zu meiner Rechnung, stelle ich nun fest. Es ist die Rechnung an einen anderen Kunden. Der Betrag ist ein anderer, der Kunde hat einen anderen Nachnamen und wohnt ganz wo anders, nicht mal in München. Nur der Vorname ist gleich.

Klar, dieser Kunde konnte seine Rechnung ja kaum bezahlen, da er vermutlich keine Rechnung erhielt. Es wäre nun die normalste Sache der Welt, diesen Kunden zu mahnen. Doch, warum bekomme ich eine Mahnung – mit dem Betrag meiner Rechnung, die ich bezahlt habe? Wie kann man etwas doppelt auf dieselbe Art und Weise verwechseln? Oder gibt es doch eine Verbindung zu dem anderen Kunden? Ich finde keine.

Ein Anruf beim Rechnungssteller ergibt zunächst nur die Zusage, man werde dies überprüfen. Nach ein paar Tagen erfahre ich, sie hätten nun festgestellt, dass ich damals tatsächlich bezahlt hatte.

Doch diese anscheinend doppelter Verwechslung verstehe ich nach wie vor nicht. Wenn man versehentlich zwei Rechnungen in einen Umschlag packt, mag dies ja erklärbar sein. Der Rest ist es aber nicht. Wer kennt die Lösung?

3 Gedanken zu „Doppelt verwechselt irritiert besser“

  1. Eine Erklärung habe ich dafür aber nicht wirklich. Einzig einen Zahlendreher in der Kundennummer oder auch der Rechnungsnummer könnte ich mir vorstellen. Und der ist dann bei der Bearbeitung des Zahlungseingangs in gleicher Form wieder aufgetreten. Gerade solche Zahlendreher können einen Buchhalter zur Verzweiflung bringen. Beispiel: 996699555 und 966999555. Bei der manuellen Eingabe vertippt, findet man es bei der Korrekturlesung nur schwer heraus. Und gerade bei solchen Kombinationen passiert der gleiche Fehler oft. Darum haben z.B. Kontonummern immer eine Prüfziffer, die eine Falscheingabe sofort erkennen lassen. Vermutlich haben auch Kundennummern eine Prüfziffer, Rechnungsnummern werden aber fortlaufend vergeben.

  2. @Jürgen aus Düsseldorf:

    An so was habe ich auch schon gedacht, aber es hat einen Schönheitsfehler. Was war passiert: Man hat alle Rechnungen richtig ausgedruckt, aber versehentlich zwei in einen einzigen Umschlag gesteckt. So was kann passieren und wenn man keine Maschine hat, die automatisch eintütet (es geht konkret um einen Laden, der mit ziemlicher Sicherheit so was nicht hat), dann kann man es nicht gänzlich vermeiden.

    Eine Kundennummer gibt es auf der Rechnung keine separate, die Rechnungsnummer besteht aus zwei Teilen, der erste ist fortlaufend, der zweite könnte eine Art Kundennummer sein:

    Meine Rechnungsnummer: 28782/58288*
    Die Rechnungsnummer des anderen Kunden: 28783/17817*

    Ok, nun wird man vermutlich alle paar Tage einen Abgleich mit den Kontobewegungen vornehmen. Man stellt fest, ein Kunde (mit der Rechnungsnummer 28783/17817*) hat nicht bezahlt. Dann dürfte man ihm eine Mahnung senden. Wenig sinnvoll wäre es, stattdessen dem anderen Kunden (mir) eine Mahnung zu schicken (mit meinem Rechnungsbetrag!), weil in mein Briefkuvert versehentlich auch die Rechnung des „säumigen“ Kunden reingerutscht war. Von diesem Versehen hat man aber zu diesem Zeitpunkt gar nichts wissen können, da ich nicht reklamiert hatte (ich wusste ja von nichts, die zweite Rechnung entdeckte ich erst später) und der Kunde auch kaum, der bekam einfach nur keine Rechnung. Wer beschwert sich schon, weil er keine Rechnung erhält? Selbst wenn die beiden Kundennummern ähnlich gewesen wären, wäre es fast unmöglich, dass man einen Zahlendreher dergestalt reinbringt, sodass er dann ausgerechnet erneut eine Verbindung zwischen mir und dem säumigen Kunden herstellt.

    Wer hat nun aber eine überzeugende Erklärung?

    * Angaben aus Datenschutzgründen geändert. Dabei wurden Werte verwendet, die als Beispiel in der gleichen Weise wie die echten Werte funktionieren.

  3. Mir wurde mal ein kleiner Betrag (50,- DM oder so) überwiesen, der nicht mir zugedacht war. Das war mörderschwierig, die fremde Kohle wieder los zu werden! – Paßt jetzt nicht so ganz zum Thema, aber ich mein ja nur… ☺

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