Nomen est omen

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Solche Bären gibt es noch in Perlach © Rike/Sternschnuppe1 / Pixelio

Perlach ist die Perle Münchens, zumindest fast. Doch mit der Perle hat Perlach etymologisch nichts zu tun. Woher kommt aber dann der Name? Der Anfang klingt ein wenig wie „Bär“, und das ist sogar ein Teil der Lösung. „Per“ oder „Pera“ ist ein altgermanisches Wort, das für Bär oder aber Eber (also Wildschein, Saubär steht). Ob jetzt Braunbären gemeint waren oder Eber, da gehen die Meinungen auseinander. Beide Theorien finden sich in etwa gleichwertig und beide Tierarten waren seinerzeit in der Umgebung verbreitet.

Der zweite Wortbestandteil „lach“ ist schwieriger aufzulösen. Dazu muss man wissen, dass „Perlach“ früher mal „Peralooh“ hieß (erstmalige Erwähnung 780, der Ort existierte aber vermutlich schon um 600 herum; verbreitet sind auch die Schreibweisen Peralohc, Peraloh, Peroloch, Perloch, Perloh, Perlôhen, Perloch). Das „Looh“ führt uns zu dem alten deutschen Wort „Lohe“, also dem „Auwald“.

„Perlach“ bedeutet also schlicht Bärenwald oder Eberwald. Wälder gibt es immer noch, auch mit dem Namen Perlach, eben den berühmten „Perlacher Forst“. Bären sind aber äußerst rar geworden und allenfalls darauf beschränkt, dass ein Verwandter des Problembären Bruno Perlach als neue Heimat entdecken könnte. Oder auf Zeitgenossen wie den im Bild dargestellten.

3 Gedanken zu „Nomen est omen“

  1. Es gibt ja in Perlach auch eine Peralohstraße – gut versteckt zwischen Ständlerstraße, Autobahn und Friedhof. Da habe ich mich immer schon gefragt was der Name bedeutet und vermutet, dass es was mit Perlach zu tun hat. Danke für die Aufklärung!

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