MVG gibt Gas im Bus-Beschleunigungsprogramm: Über 3 Millionen für 3 Minuten

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Der Metrobus 55 wird zwischen Diakon-Kerolt-Weg und Waldheimplatz – also auf dem Abschnitt durch Perlach, Neuperlach und Waldperlach – beschleunigt, der Stadtrat gab grünes Licht dafür und stellte damit die Weichen für das 3,2 Millionen Euro schwere Projekt, bei dem 16 Ämpelchen auf einer Länge von 6,5 Kilometern umgebaut bzw. ausgetauscht werden. Das bringt 3 Minuten Fahrzeitgewinn.

Von der Beschleunigung profitiert auch der Bus 198, der fast vollständig auf dem Linienweg des M55 fährt, sowie die Linien 139, 197 und 199, die zumindest Teilabschnitte mitbenutzen.

Nicht realisiert wird dagegen die Wiedereinführung des 10er-Taktes zur Haltestelle Waldperlach. Derzeit fährt jeder zweite Bus am Waldheimplatz weiter nach Putzbrunn, sodass an der Haltestelle Waldperlach nur noch ein 20-Minuten-Takt angeboten wird. Eine Schleifenfahrt zur Haltestelle Waldperlach würde die Fahrzeiten unattraktiver machen, den Einsatz eines zusätzlichen Fahrzeuges erforderlich machen und zu Fahrgastrückgängen führen. Die alternativ vorgeschlagene Verlängerung der Linie 198 vom Klara-Ziegler-Bogen zum Waldheimplatz lehnt die MVG auch ab. Auch hier müsste ein zusätzliches Fahrzeug eingesetzt werden und der Zuwachs an Fahrgästen wäre nur gering.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 17.02.2010, Seite 46, Stadtausgabe

Nein, solche Fahrzeuge werden auch in Zukunft nicht auf dem Metrobus 55 nach Waldperlach/Putzbrunn eingesetzt. Hier hat sich der Bildredakteur einen Scherz erlaubt. Immerhin ist hier ein Bild aus Waldperlach zu sehen. Foto: FWnetz / Lizenz siehe: flickr

5 Gedanken zu „MVG gibt Gas im Bus-Beschleunigungsprogramm: Über 3 Millionen für 3 Minuten“

  1. @Stadtneurotiker: Besonders viel ist da m.E. nicht los, speziell wenn man sich die Bebauung dort ansieht. Aber für die, die dort ein- und aussteigen, ist es halt ärgerlich, wenn sie erst einen 10-Minutentakt gewohnt waren. Man muss solche Maßnahmen aber gegenrechnen – Verluste gibt es, andererseits wird durch die Verlängerung ja der ÖPNV im verlängerten Teil attraktiver gemacht.

  2. @Stadtneurotiker Es stimmt, dass die Haltestellen nahe beieinander liegen. Aber manche sind zu faul, 100 Meter zu laufen, andere können es wegen einer körperlichen Einschränkung nicht mehr so gut. Immerhin scheinen es nicht nur einige wenige Nörgler zu sein, die sich beschweren, da das Thema immer wieder aufs Neue diskutiert und in die Medien gebracht wird.

  3. @Stadtneurotiker Es scheinen mir übrigens mehr als 100 Meter zu sein, hab es mal im Stadtplandienst nachgemessen, das müssten eher um die 400 Meter sein.

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