Warum noch alle Spiegel hängen – oder: „Der Tippfehler“

Werbung

Auch das ist ein Spiegel. Foto: timtak / Lizenz siehe: flickr

Vor kurzem habe ich mal in einem Neuperlacher Supermarkt einen Betrag von knapp 10 EUR mit einem 10-EUR-Schein bezahlt. Ich war verblüfft, als ich dann einen 20-EUR-Schein, einen 10-EUR-Schein und noch etwas Kleingeld zurückbekam. Ich machte die Kassiererin auf den Fehler aufmerksam. Sie war sehr irritiert und meinte, dass alles seine Richtigkeit hätte. Ich hätte ihr 40 EUR gegeben, das weise die Kasse aus, sagte sie. Ich entgegnete dann, wenn etwas knapp 10 EUR kosten würde, würde kein normaler Mensch dann zwei 20er zücken, das wäre ja total sinnlos. Außerdem beschrieb ich ihr den Vorgang, dass ich den Geldbeutel zu Hause noch kontrolliert und ganz sicher einen 10er und einen 50er und keine weiteren Scheine mitgenommen habe und der 50er sei noch da.

Sie stimmte mir dann zu und kam zu dem Schluss, sie habe die falsche Taste erwischt und nicht 1 0 eingetippt, sondern 4 0, die „4“ liege ja neben der „1“. Sie war aber äußerst verunsichert und ließ anmerken, dass andere Kunden das um 30 EUR (!) zu hohe Wechselgeld einfach mitgenommen hätten. Für mich ist so was unverständlich. O.k., ich hätte es machen können, aber hätte mich dann sehr unwohl gefühlt und wahrscheinlich alle Spiegel abhängen müssen.

Das soll nun kein Wort zum Sonntag werden, aber selbst möchte man ja auch in einem vergleichbaren Fall, dass der andere einen auf solch einen Fehler hinweist, oder?

Falls die Kassiererin mitliest: Sie sei hiermit gegrüßt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.