Ausgeschleckt – Ladensterben im Marx-Zentrum setzt sich fort

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Der Schlecker verabschiedet sich unspektakulär (19.04.2010) © Thomas Irlbeck (Handyfoto)

Das Ladensterben im Marx-Zentrum nimmt immer größere Ausmaße an. Der Schlecker schließt zum Monatsende. Bald gibt es auch keine Drogerie mehr im Marx-Zentrum. Damit erhöht sich die Anzahl der Leerstände auf 4. Die Alternative Gustav-Heinemann-Ring ist übrigens keine. Der Fußweg dahin dürfte mindestens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Denn der Gustav-Heinemann-Ring liegt in der Nähe der U- und S-Bahnstation Neuperlach Süd, wir sind aber hier in Neuperlach Nordost.

8 Gedanken zu „Ausgeschleckt – Ladensterben im Marx-Zentrum setzt sich fort“

  1. Seit wann geht dieses Ladensterben dort voran?
    Wäre super wenn du darüber weiter beiträge schreiben würdest. Einfach mal als gegenbild zum angeblichen Konsumrausch der bewohner hier in D bzw München.
    Man merkt auch sonst, (egal wo in München), dass eher eine flaute herrscht und es leer in den läden ist (vorallem in den „kleineren“).
    Natürlich merkt man sowas nicht im Media Markt usw. Obwohl dort auch die Masse mit null prozent finanzierungen gehalten wird.

  2. Das Ladensterben im Marxzentrum gibt es eigentlich schon seit Eröffnung des pep 1980. Nach Phasen mit vielen Leerständen kamen aber immer wieder bessere Zeiten. Die Situation ist aber nun dergestalt, dass es erstmals seit Bestehen des Marxzentrums keine Drogerie mehr gibt. In den besten Zeiten buhlten gleich zwei Drogerien um Kunden. Kleidung kann man im Marxzentrum auch keine mehr kaufen, der NKD schloss vor einem Monat.

  3. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!
    NKD und Schlecker sind jahrelang mit schweren LKW’s beliefert wurde.

    Die Fahrbahndecke im Marx-Zentrum ist für schwere LKW’s nicht ausgelegt. So blieb es nicht aus, dass in der darunterliegenden Tiefgarage, schwere Schäden entstanden sind, die immer wieder provisorisch geflickt werden mussten.

    Nach wie vor wird auch noch der Gemüseladen mit schweren LKW’s, zum Teil stehen gleich zwei dieser Lieferanten vor dem Geschäft und drücken bei jedem Wetter, im Sommer wie im Winter, die darunterliegende Schicht platt, beliefert.

    Auf der Eigentümerversammlung 2009 wurde eine Tiefgaragensanierung in Höhe von 2 Mio. beschlossen. Die Eigentümer (indirekt auch die Mieter) bezahlen diesen Spaß.

    Wir Eigentümer werden alles daran setzten, dass die Verursacher zur Rechenschaft und zur Kasse gebeten werden.

    Natürlich ziehen diese Geschäfte nicht alleine wegen dieser Kosten aus, sondern auch der hohen Mieten wegen und der zurückgehenden Kaufkraft der Bewohner. Dank verantwortungsloser Eigentümer, welche nicht selbst hier wohnen, sondern nur nach eigenem Profitdenken handeln und vermieten, sinkt das Niveau täglich weiter.

    Gelbmann Stephan

  4. @Stephan: Früher gab es in dem Bau keine Geschäfte, die schwer beliefert wurden. Wo der NKD drin war und der Schlecker, war früher ein Schwimmbad. Der Architekt hatte damals bewusst solche Einrichtungen auf die Mittelinsel verlegt, weil ihm die Problematik mit der Tiefgarage bewusst war.

    Das Schwimmbecken wurde schließlich zubetoniert und es entstanden zwei Läden. Vielleicht war auch dieser Umbau nicht das Sinnvollste. Zumindest sind die Räumlichkeiten nur für Läden geeignet, die keine schweren Lieferungen haben oder deren Inhaber zumindest bereit sind, die Lieferung etwas umständlicher vorzunehmen – in kleineren Portionen mit leichteren Wägen. Es ist klar, dass es in Zukunft keinen solchen substanzzerstörenden Lieferverkehr mehr geben darf.

    Der Inhaber des türkischen Ladens, der auch in der Mittelinsel liegt, liefert aber meines Wissens auch heute noch mit schwerem Lkw an. In seinem Geschäft war früher ein Friseur – also auch kein Laden, der schwere Lieferungen braucht.

  5. Traurig das Ladensterben…aber wie gehabt, ein stetes Auf und Ab.
    @admin: Nicht zu vergessen – nach dem Schwimmbad und vor den Geschäften gab es auch noch ein Judo-Dojo! Dies sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Das Dojo habe ich seinerzeit auch fleissig besucht, deshalb. 🙂
    Aber in einem Punkt muss ich Herrn Gelbmann absolut Recht geben: Die Mietpreise sind überzogen. Und wer viel für die Miete ausgeben muss, der spart eben an anderer Stelle, wobei diese Tatsache das Ladensterben nicht erklärt, das ist klar.

  6. @Flint: Ja klar, an die Judo-Schule kann ich mich noch gut erinnern. Das Schwimmbecken war damals nur mit Platten abgedeckt. Aber mit zwei Läden kann man vermutlich eine weit höhere Mieteinnahme erzielen als mit einer kleinen Sporteinrichtung.
    In dem Schwimmbad war ich auch ein paar Mal. Vermutlich hätte dies nie wirtschaftlich betrieben werden können. Denn es war so klein, dass nur ein paar Leute reinpassten. Und selbst diese kamen nicht. Es hätten wohl mehr Leute kommen müssen, als Platz war, damit genug Geld in die Kasse gespült worden wäre.
    Generell ist es ein komisches Gefühl, wenn man im Schlecker (und früher noch im NKD) seinen Warenkorb füllt, an exakt der Stelle zu sein, wo man früher seine Bahnen im Becken gezogen hat.

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