„Mami, ich will Schoki“ – die Teilabschaffung der Quengelkasse

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Leckerlis in Kassennähe. Foto: mahr / Lizenz siehe: flickr

Bei Müttern und Vätern sind sie gefürchtet, wenn der junge Anhang beim Einkaufen im Supermarkt dabei ist: die Quengelkassen. Sie sind das süßeste Instrument zur Verkaufsförderung. Beim Anstehen an der Kasse werden Eltern von den Dreikäsehochs genötigt, Schoki & Co. noch zusätzlich auf das Kassenband zu legen, nachdem vorher die Süßigkeitenabteilung elegant umschifft wurde, ohne dass Klein-Fritzchen oder Klein-Mariechen mit einem Tobsuchtsanfall die gesamte Aufmerksamkeit von Personal und Kundschaft auf sich gezogen hat.

Die Supermärkte haben aber inzwischen zum Teil reagiert. Vermutlich kostet das ein wenig an Umsatz, aber eine Imagesteigerung ist ja auch nicht schlecht, und vielleicht verhindert man mit einer Goodwill-Aktion ja, dass der Gesetzgeber zur Tat schreitet, der alles regeln will, was es zu regeln gilt, und wenn das nicht ausreicht, ja vielleicht noch ein wenig mehr. So sah ich heute in einem Neuperlacher Supermarkt die „süßwarenfreie Kasse“, groß per Schild ausgewiesen. Sie ist keine Neuerung, wie ich erfahre, sondern schon seit Jahren im Einsatz, aber sie war mir bisher entgangen.

Auch so was findet man im Supermarkt, wenngleich eher selten. Foto: d_vdm / Lizenz siehe: flickr

An den anderen Kassen im selben Supermarkt gibt es die ungesunden, zahnzerstörenden Kalorienbomben aber noch. Wäre es dem Supermarkt darum gegangen, dass primär nur noch das gekauft wird, das es in den jeweiligen Abteilungen gibt, die vorher gezielt angesteuert wurden, hätte der Supermarkt alle Quengelkassen eliminiert und nicht nur eine.

Auch für die Raucher und Alkoholtrinkenden „tut“ man in den Supermärkten „viel“. Zigaretten und Hochprozentiges gibt es auch bzw. ausschließlich an der Kasse. Da werden manche vielleicht auch schwach, wenn sie sich gerade das Rauchen oder das Trinken abgewöhnt haben.

Was die Kassengestaltung insbesondere in puncto Süßwarenangebot anbelangt – es muss ja nicht immer gleich ein Gesetz her. Die Erziehung ersetzen kann ohnehin kein Gesetz.

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