Über sieben Brücken musst Du gehen (Update Nr. 2)

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Die alte Schikane vor dem Abbau: Die Brücke beginnt mit Rot-Weiß (20.08.2010) © Thomas Irlbeck

Zumindest fast, aber in Neuperlach gibt es tatsächlich viele Brücken, die den Fußgängern das gefahrlose Überqueren der Straßen ermöglichen sollen. Um Radfahrer auszubremsen, die hier gerne, aber nicht legal fahren, hat man schon vor Urzeiten diese Brücken mit Umlaufsperren (Drängelgitter, Schikanen) versehen. Geübte Radfahrer fahren hier weiter, aber mit verminderter Geschwindigkeit.

Seit kurzem sind die Umlaufsperren auf dieser Brücke über den Karl-Marx-Ring an beiden Seiten mit einem rotweißen Warnband und einer Warnleuchte versehen. Es sind keine Bauarbeiten zu sehen und wohl auch keine angekündigt. Wer genau hinsieht: Die Brücke ist nicht gesperrt, es ist also nur eine optische Geschichte. Offenbar sollen die Umlaufsperren, die man im Dunkeln leicht übersehen kann, auffälliger gekennzeichnet werden. Demzufolge wäre es eine Verkehrssicherungsmaßnahme. Oder hat jemand eine andere Idee? Ist hier mal ein Radfahrer zu Schaden gekommen?

Update: Die Umlaufsperren wurden nun auf dieser Brücke komplett abgebaut, die Durchfahrt ist seit Jahrzehnten wieder ohne Behinderung möglich. Hoffentlich bleibt das so und die Konstruktion ist nicht zum Umbau oder/und zum Lackieren ausgelagert. Laut einem tz-Artikel baut die Stadt nach Absprache mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) solche Schikanen schrittweise ab. Aber gleichzeitig errichtet sie wieder neue, etwa an der neuen Parkstadt-Tram.

Update 2 (22.09.2010): Aus der Traum. Die Schikane ist zurück, fein säuberlich in Signalfarben lackiert. Alles muss halt seine Ordnung haben. Von wegen, dass die Schikanen großräumig abgebaut werden. Warum man nicht auf die gefährlichen Radlkiller verzichtet hat, die man trotz Warnlackierung im Dunkeln vermutlich nur sehr schlecht sieht, erschließt sich mir nicht. Aber um die Radfahrpolitik der Stadt München ist es nicht zum Besten bestellt, auch wenn man grundsätzlich gesehen nicht alles falsch macht.

Ein Gedanke zu „Über sieben Brücken musst Du gehen (Update Nr. 2)“

  1. „Umlaufsperren“ – dieser Begriff war mir neu für diese unsäglichen Schikanen, die an vielen Stellen offensichtlich die Münchner davon abhalten sollen mit dem Rad zu fahren.

    Auch wenn ich mein Fahrrad nicht jedes Monat benutze, nerven mich diese Hindernisse, zumal sie zumindest in Allach IMMER an Stellen stehen an denen ich keinen Sinn erkenne.
    Z.B. im Allacher Forst, an einem für den Verkehr gesperrten Forstweg, auf dem ich in den letzten 10 Jahern vielleicht ein Mal einen Forst-LKW habe fahren sehen.

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