Fotoschatzfund Neuperlach (2): Heute: Mitte der 1980er-Jahre

Werbung

Luftbild Neuperlach Nord ca. 1984
Luftbild Neuperlach Nord, ca. 1984. Aufgenommen beim Ladeanflug. Rechts ist deutlich die Heinrich-Wieland-Straße zu erkennen (führt von rechts unten ins Bild). Aus der Fotosammlung von J. W.
Ostpark ca. 1984
Blick vom Ostpark auf das Schulzentrum Nord, das Spielhaus („Maulwurfshausen“) und Neuperlach Nord, ca. 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

J. W. hat uns weitere hochinteressante historische Fotos aus Neuperlach zur Verfügung gestellt. Vielen, vielen Dank für den Einsatz! Auch das letzte Bild hat etwas mit Neuperlach zu tun, auch wenn der Betrachter dem Betrachter keine Hochhäuser präsentiert werden. Am 12. Juli 1984 ereignete sich eines der schlimmsten Hagelunwetter seit Jahrzehnten in Deutschland. Es traf dabei vor allem den Münchner Osten und damit auch Neuperlach. Rund 400 Verletzte waren zu beklagen, zum Glück keine Toten. Häuser und Automobile wurden zum Teil schwer beschädigt. Den VW Käfer aus dem Foto hat es erwischt, er hat deutliche Beulen abbekommen.

Friedrich-Engels-Bogen ca. 1985-1989
Friedrich-Engels-Bogen mit Blick aufs Marx-Zentrum und das AOK-Gebäude, ca. 1985-1989. Aus der Fotosammlung von J. W.
VW Käfer nach Hagelschaden 1984
VW Käfer nach Hagelschaden 1984. Aus der Fotosammlung von J. W.

14 Gedanken zu „Fotoschatzfund Neuperlach (2): Heute: Mitte der 1980er-Jahre“

  1. Oh Mann, das sind ja wilde Bilder! Im Werner von Siemens-Gymnasium war ich auch mal ein Jahr (1991/92), dann bin ich wieder zurück nach Neubiberg. Der Käfer sieht ja noch gut aus, da gab es weit schlimmer betroffene Autos damals nach diesem Hammer-Hagel.

  2. Grandiose Fotoschätze, sehr atmosphärisch mit tollen Perspektiven!
    Den Hagel habe ich damals glatt verschlafen, ich war auch noch sehr jung damals…aber ich erinnere mich an den Tag danach. Üble Sache, zum Glück stand unser Wagen in der Tiefgarage. 😉

    1. Ich habe den Superhagel am Annette-Kolb-Anger in der elterlichen Wohnung erlebt. Die großen Fensterscheiben drohten zu bersten, hielten aber. Das Fußballspiel an der Sportanlage an der Bert-Brecht-Allee fand eine jähe Unterbrechung, man sah die Spieler flüchten. Unzählige Autoscheiben waren danach kaputt, die Fassade einer Wohnanlage am Eck Karl-Marx-Ring/Ständlerstraße sah aus wie nach einem Luftangriff. Die Fassade bestand (das Präterium muss man hier mit doppelter Bedeutung sehen) aus ziemlich instabilen (Faser-?)Platten und hatte danach entsprechende Löcher.

  3. 1984 war ich noch Touri in M; hergezogen erst 1985. Ich bin damals aus Wut über einen Mann spontan ins Auto gestiegen und für einige Tage nach Wien abgezischt. Dort hörte ich von dem Hagel-Chaos. Da war ich doppelt froh, meinen Opel Kadett und mich rechtzeitig aus der Schußlinie gebracht zu haben. Hihi.☺

  4. Das die Flieger so tief über Neuperlach geflogen sind ist ja interessant, hab das mal irgendwo auf nem Film über Therese-Giehse gesehen oder was das war…

    1. Interessant ist in dieser Hinsicht, dass für weite Teile Neuperlach eine Maximalbauhöhe von 25 Meter verhängt wurde, weil diese in der Anflugschneise des Flufghafen Riems lagen. Daher haben die Häuser in Neuperlach Nord/Nordwest alle maximal 8 Stockwerke. Das Marx-Zentrum und Neuperlach Ost/Mitte hingegen befanden sich bereits außerhalb der Schneise, sodass man 35 Meter erlaubte. Daher sind die Häuser im Marx-Zentrum deutlich höher als die an der Quiddstraße und im westlichen Teil des Karl-Marx-Ring. Ich werde demnächst mal einen Artikel machen, der auf diese und weitere Aspekte eingeht. Auch werde ich darlegen, wie das Marx-Zentrum und Neuperlach Ost ursprünglich geplant waren. Da gibt‘s einige, große Überraschungen, denn ursprünglich sollte hier alles ganz anders werden.

  5. Auch in der Stadtmitte war der Hagel kurz, aber heftig. In unserem Hof stand das Wasser 30 cm hoch. Wir mussten vom Fenster aus hilflos zusehen, wie die Heckscheibe kaputt ging und die erst neu montierten Stereo-Boxen ‚geduscht‘ wurden. Das ‚Spezialdesign‘ der Karosserie erregte überall außerhalb Münchens Aufsehen. Denn jeder fragte sich, wie man es schafft, auf der gesamten Oberfläche solche Dellen zu bekommen. Aber trotz allem hatten wir Glück. Alles wurde ersetzt, bzw. repariert. Der BMW war jung genug und bekam eine neue Lackierung, die von der Versicherung gezahlt wurde. Aber vergessen werde ich das nie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.