„Die Kunst, nicht gesehen zu werden“

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Öffnungszeiten Radl-Werkstatt
Am Sonntag radelt der Chef selbst (01.08.2011) © Thomas Irlbeck

Bei der Reparatur von Fahrrädern habe ich zwei linke Hände. Einige Sachen kann ich machen, andere scheitern grandios. Leider fallen immer die Geschichten an, die ich nicht kann. Und noch „leiderer“ gibt es in Neuperlach und in meiner Umgebung keine Fahrradgeschäfte mehr. Und Fahrradgeschäfte, die Fremdräder reparieren, sind noch seltener, so selten, dass ich die natürlichen Zahlen inklusive der Null bemühen muss. Bislang hatte ich nur einen Fahrradhändler in Waldtrudering, der sich meiner unrunden Räder annahm, aber leider schon vor Urzeiten aufgab. Was tun? Da ist guter Rad teuer. Kommt Zeit, kommt Rad? Eher nicht. Telefonbuch und Internet konnten mir keinen wertvollen Rad geben. Ich war schon kurz davor, am Rad zu drehen.

Doch wie es der Zufall wollte, wenn es denn einer war und wenn es denn überhaupt Zufälle gibt, fuhr ich vor einiger Zeit mit dem Rad einen Umweg. Dort, wo ich nie vorbeikomme, erblickte ich auf einmal eine Radl-Werkstatt. Hmm, diese ist kaum mehr als einen Steinwurf von meinem Wohnhaus entfernt und ich wusste nichts von ihr.

Heute habe ich das erste Rad hingebracht. Auf meinen Hinweis hin, dass die Werkstatt sehr schlecht zu finden sei, gab mit der Inhaber die überraschende Antwort, dass dies Absicht sei, er habe sich bewusst in einer Nebenstraße versteckt. Er wolle auch seine Freizeit haben und nicht Tag und Nacht schuften. Bei Monty Python war es „Die Kunst, nicht gesehen zu werden“. Ob die Aussage jetzt fürchterlich ernst, leicht oder ganz ironisch gemeint war, bleibt offen. Aber ich werde die Bitte erhören und Ort und Name der verborgenen Werkstatt nicht verraten. Raden Sie mal, wo die Werkstatt liegt.

2 Gedanken zu „„Die Kunst, nicht gesehen zu werden““

  1. „Raden Sie mal, wo die Werkstatt liegt.“ Ist das eine Aufforderung? 😉
    Dem Haus nach zu urteilen, welches sich in der Glasscheibe der Eingangstür widerspiegelt, liegt der Laden nicht gerade im tiefsten Neuperlach. Da es offensichtlich nicht sehr weit vom Marx-Zentrum entfernt sein kann, würde ich tippen, daß sich der Laden in der Gegend vom Hugo-Lang-Bogen/Zehntfeldstraße befindet. Einen „Türgriff“ dieser Art habe ich noch im Gedächtnis, aber ich kann ihn nicht mehr zuordnen.
    Wenn du willst kannst du mir via E-Mail mitteilen, ob ich richtig liege…

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