Abschied mit Stillstand

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Es gibt für Bauvorhaben eine feste Regel, nämlich dass es immer zu Verzögerungen kommt. Die Ausnahmen, die in diesem Fall nicht existieren, bestätigen die Regel. Gerade in puncto Ladenzentren soll sich in Neuperlach demnächst einiges tun. Die marode, seit Urzeiten leer stehende und dahin bröckelnde Ruine des Plett-Zentrum wird durch einen Neubau mit Wohnungen und unter anderem auch Läden ersetzt. Das Quidde-Zentrum soll ebenso einem barrierefreien, modernen Neubau weichen. Ein Teil des Sudermann-Zentrum wird abgerissen und weitere Teile neu gestaltet. Ferner soll Neuperlach mit der Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes das lang erwartete Zentrum bekommen, was 44 Jahre nach der Grundsteinlegung des Stadtteils nun auch so langsam Zeit wird. Bislang ist es jedoch um alle Bauvorhaben ruhig geworden. Der Abriss des Plett-Zentrum war für Ostern dieses Jahres vorgesehen, doch geschehen ist bislang nichts. Im Quidde-Zentrum hat die Stadtbibliothek entgegen erster Ankündigungen noch geöffnet, und zwar mindestens den ganzen diesjährigen Sommer, obwohl dieses Jahr eigentlich bislang kein Sommer stattfand.

Trotz Verzögerungen werfen die Projekte ihre Schatten voraus. So ist der Rewe im Sudermann-Zentrum seit Juli geschlossen, wenngleich nicht klar ist, ob hier nicht andere Gründe eine Rolle gespielt haben. Damit gibt es im Sudermann-Zentrum keinen Supermarkt und damit auch so gut wie keine Nahversorgung mehr, da die anderen Läden entweder auch dicht gemacht oder keine adäquate Angebote haben. Die Landmetzgerei wird dort im September schließen, der Traublinger ist schon lange weg.

Ich versuche derzeit, Termine für Abriss und Baubeginn der einzelnen Projekte zu bekommen, doch bislang war nichts in Erfahrung zu bringen.

Nun heißt es Abschied nehmen, mit Bildern aus dem Sudermann-Zentrum und Plett-Zentrum. Mehr Fotos vom Plett-Zentrum in höherer Auflösung gib es in meinem flickr-Album.

Sudermann-Zentrum

Ex-REWE im Sudermann-Zentrum
Kaum vorstellbar, vor kurzem war das noch … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Sudermann-Zentrum
… der Rewe im Sudermann-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

Plett-Zentrum

Plett-Zentrum
Das Plett-Zentrum (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Hier geht es Richtung pep, doch man muss zunächst die Ruine durchqueren. Der „Eingangsbereich“ verheißt nichts Gutes, aber wie später noch festgestellt werden wird, ist dieser Teil noch in einem vergleichsweise guten Zustand (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Spätestens jetzt wird es furchterregend. Man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, dass dies der offizielle, nicht gesperrte Fußweg ist, der das pep mit der Plettstraße verbindet (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Hier war mal der Ayinger Hof, doch hier gibt es nur noch Bretter und bedrohlich anmutende Glassplitter, die wie Eiszapfen herunterhängen (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Schön grün ist es ja hier. Hier ging es mal in den Biergarten des Ayinger Hof, wie … (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
… dieser herrliche Wegweiser andeutet (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Mit etwas Phantasie erkennt man den Schriftzug des Ayinger Hof (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Ein herrlicher Platz zum Verweilen – zumindest fast. Der Maibaum ist abgebrochen, das da hinten ist ein Stück des „Life“-Einkaufszentrums (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
„Die Landesfarben sind Weiß und Blau.“ – Im Hintergrund das Büro- und Ladengebäude an der Albert-Schweitzer-Straße (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Wer hier wohl wohnt? (11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Diese Stelle ist die reinste Müllkippe (11.08.2011) © Thomas Irlbeck

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