Steinalt, aber kultig: Der Steinsee

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Steinsee
Die liebevoll gestaltete Orientierungskarte zum Steinsee (27.09.2011) © Thomas Irlbeck

Der Steinsee ist durch seine Nähe zu München ein beliebter Badesee bei den Münchnern. Die besondere Lage im Wald, die herrliche Landschaft und die besondere Atmosphäre zeichnen den See aus. Speziell vom Münchner Südosten ist er schnell erreichbar, auch wenn dorthin keine S-Bahn und auch sonst kein Schienenverkehrsmittel fährt. Aber mit dem Automobil ist der See schnell angesteuert, und wer eine etwas längere Radtour nicht scheut, wird mit dem Velo in der schönen Natur seine Freude haben. Von Neuperlach aus geht es durch Waldperlach über Putzbrunn Richtung Glonn, wobei man in Schlacht, dem letzten Ort vor Glonn, nach links abbiegt und dem Wegweiser zum Steinsee folgt. (Es existiert eine alternative, deutlich kürzere und ganz gut ausgeschilderte Route, bei der man nur auf Feldwegen und Nebenstraßen fährt. Für Neuperlach ist der Einstiegspunkt die Truderinger Grenzkolonie.)

Steinsee
Der herrliche Uferbereich im „Neuen Moosacher Bad“ (27.09.2011) © Thomas Irlbeck
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Notrufstation im „Neuen Moosacher Bad“ (27.09.2011) © Thomas Irlbeck

Neben dem kostenpflichtigen „Familienbad Steinsee“ gibt es im Südosten des Sees noch das „Neue Moosacher Bad“. Hier ist der Eintritt frei. Der Rest des Sees ist der Natur vorbehalten, was bedeutet, dass der See bis auf die beiden genannten Strände bereits viele Meter vor dem Ufer abgesperrt ist.

Im „Neuen Moosacher Bad“ ist alles ein wenig kleiner, der Strand, ebenso die Liegewiese, die einen Steinwurf außerhalb des Uferbereichs liegt, und auch die Notrufstation ist bescheidener. Obwohl die letzten Septembertage laufen, war heute Badebetrieb. Zumindest im „Neuen Moosacher Bad“ wagten sich einige Leute ins Wasser. Einer der Gäste schwor Stein und Bein, das Wasser habe mehr als 20 Grad. Er ergänzte aber ernüchternd: „Zumindest an der Oberfläche“.

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Ein paar Meter vom Steinsee entfernt. Der See liegt hinter dem Wald im Bild rechts (27.09.2011) © Thomas Irlbeck

Kurz eingetaucht – der Steinsee kompakt: Mit 22 Hektar Wasserfläche ist der Steinsee nach dem Egglburger See der größte See im Landkreis Ebersberg. Er gilt auch als größter Badesee im genannten Landkreis, da sich der Egglburger See nur bedingt zum Baden eignet. Der Steinsee ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Er entstand durch das Abschmelzen von Toteis und dem Nachsacken des darüber befindlichen Sediments. Das dadurch gebildete Loch füllte sich dann nach und nach mit dem ansteigenden Grundwasser. Entsprechend handelt es sich beim Steinsee um einen sogenannten Toteissee. Auch wenn der Steinsee steinalt ist, leitet sich sein Name von etwas anderem ab: Der Stein des Anstoßes war vielmehr, dass in der Nähe des Sees die Überreste eines römischen Steinhauses gefunden wurden. Was liegt da näher als der Name Steinsee?

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Orientierungs-  und Infokarte zum Steinsee (05.07.2019) © Thomas Irlbeck

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