St. Jakobus Neuperlach wird abgerissen

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St. Jakobus
Das Gebäude von St. Jakobus ist marode, es besteht sogar Einsturzgefahr (19.11.2011) © Thomas Irlbeck
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Hoch ragt es, das künstlerisch vor dem Bau aufgestellte Erkennungszeichen von St. Jakobus an der Quiddestraße (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Neuperlach verändert immer weiter sein Gesicht. Wohnblöcke werden saniert, dürfen aber bleiben. Dagegen müssen Gewerbe- und soziale Bauten früher oder später weichen. So wird die Kirche St. Jakobus am Quidde-Zentrum abgerissen. Das berichtet „Hallo“ in der Ausgabe Ramserdorf-Perlach vom 17.11.2011 auf Seite 1. Das Gebäude ist marode, das Dach könnte bei größeren Schneemassen nachgeben. So musste der Bau bereits letzten Winter für drei Monate gesperrt werden. Auch das Nebengebäude, in dem die Kita untergebracht ist, ist marode. Eine Sanierung der Kirche wäre zu aufwändig und gilt als problematisch, weil Schadstoffe aus der Brandschutzdämmung entweichen könnten. Bei der Untersuchung wurden Asbest und Formaldehyd gefunden. Ab Dezember soll die Kirche für immer geschlossen werden. Um den Abriss zu ermöglichen, muss die Kirche in einem Ritual zunächst weltlich gemacht werden, was für Herbst nächsten Jahres geplant ist.

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Auch das Schild hat seine besten Zeiten hinter sich. Die letzte heilige Messe ist nicht mehr weit entfernt (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

Es wird keine neue Kirche gebaut, sondern nur noch eine Kapelle. Dafür wird aber die Kita erweitert und es werden neue Gemeinderäume geschaffen. Auch Gottesdienste soll es dann wieder geben. Bis der Neubau steht, werden die Gottesdienste und Pfarreiaktivitäten ins Kirchenzentrum St. Stephan (Nähe pep) verlagert. Die Kita St. Jakobus soll bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes in den alten Räumen bleiben.

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Eine andere Ansicht von St. Jakobus (19.11.2011) © Thomas Irlbeck

3 Gedanken zu „St. Jakobus Neuperlach wird abgerissen“

  1. Im Gegensatz zu dem Marx-zentrum und der benachbarten Wohnanalage Karl-Marx-Ring 52-62, wo man die schwarzen asbesthaltigen Eternit Platten sehen kann, sind an dieser Kirche solche Altlasten nicht zu sehen. Wo wurde dort das asbesthalige Material verbaut?

    1. Stahlträger bei so einem kleinen Gebäude kann ich mir eigentlich nicht so richtig vorstellen. Aber ich kenne mich mit Bauarten nicht aus.
      Dass die Geschichte erfunden wurde, glaube ich eigentlich nicht. Eher liegt es an der Gewichtung. Bei so hohen Sanierungskosten schreckt man zurück und entscheidet sich dann schnell für einen nur unwesentlich teureren Neubau. Im konkreten Fall haben sicher pragmatische Überlegungen eine Rolle gespielt. Man wollte die ebenso marode Kita übergangsweise nicht schließen, sondern belässt sie jetzt erst einmal am Originalort und zieht dann später in den Neubau um. Auch die Tatsache, dass Gottesdienste nicht mehr so gut besucht sind, hat vermutlich eine Rolle gespielt, man verzichtet ja jetzt auf die Kirche.
      Dennoch verschwindet mal wieder ein charakteristischer Bau, der auch mich wie eine Mischung aus Schule und Parkhaus wirkt.

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