Wenn der Postbote umsonst klingelt – Bewohner an der Plettstraße sind Pannen leid

Werbung

Neuperlach Nord
Eine schöne Wohnanlage an der Neuperlacher Plettstraße. Die Bewohner sind aber zum Großteil unzufrieden. Immer wieder kommt es dazu, dass dringende Reparaturen nur mit großer Verzögerung durchgeführt werden (Archivfoto). Foto: Franco und Manuel aus Neuperlach

In einem Haus einer Wohnanlage in Neuperlach Nord an der Plettstraße haben es Leute ohne Schlüssel derzeit schwer, denn der Türöffner ist im gesamten Haus außer Betrieb. Und das bereits seit 1½ Wochen. Der Defekt wurde mehrfach der Hausverwaltung gemeldet, aber es geschieht nichts.

Dies ist besonders unglücklich, da derzeit die Postboten die ganzen Weihnachtspakete anliefern möchten. Pizza- und China-Bringdienste stehen vor der gleichen Schwierigkeit, ebenso Besucher generell. Jedes Mal müssen die Bewohner ins Erdgeschoss, um die Türe manuell zu öffnen. Vorausgesetzt, die Boten oder Besucher sind nicht bereits entnervt abgezogen.

Die Probleme häufen sich. Der Austausch der Briefkastenanlage letztes Jahr war eine einzige große Panne. Eine ganze Woche stand die alte Briefkastenanlage auf dem Boden und die neue Anlage ließ auf sich warten. Doch da die Briefkastentüren zum Teil entfernt worden waren, weigerten sich die Postboten, die Sendungen in Fächer ohne Türe einzuwerfen. Einige Bewohner bekamen entsprechend tagelang keine Post (Neuperlach.org berichtete). Auch ist das Schloss zur Türe in den Müllraum, der von außen zugänglich ist, immer wieder defekt. Die Reparatur dauert jedes Mal Monate. Dem schließt sich dann eine kurze Phase an, in der das Schloss funktioniert. Dann beginnt das Spiel wieder von vorne. In den langen Intervallen ohne funktionierendes Schloss haben auch Unbefugte Zugang zu dem Raum und können dort ihren Müll abladen – auf Kosten der Eigentümer und Mieter. Bei einer Wärmedämmungssanierung wurden bestehende hochwertige Rollläden einfach entfernt und – in einer seltsamen Form der Entsorgung – in die Blumentröge geworfen. Erst auf Druck der Eigentümer wurden neue Rollläden auf Kosten der Eigentümergemeinschaft angebracht. Die Montage erfolgte unfachmännisch, Kabel wurden zum Teil nur provisorisch in die Steckdose gesteckt und quer durch den Raum gespannt, aber nicht hinter Leisten versteckt. Ein herbeigerufener Elektriker eines anderen Unternehmens meinte, es gehöre Mut dazu, so eine Installation zu hinterlassen.

Update

Heute, Mittwoch, den 21.12., nach ziemlich genau zwei Wochen, wurde nun der Türöffner endlich repariert. Kann es ein schöneres Weihnachtsgeschenk geben?

3 Gedanken zu „Wenn der Postbote umsonst klingelt – Bewohner an der Plettstraße sind Pannen leid“

    1. Ich habe es vorhin vorgeschlagen, aber dies sorgte nicht gerade für Begeisterung. Man befürchtet, dass es dann nicht besser werde.
      Es waren übrigens auch nicht die einzigen Vorkommnisse. Einmal war über mehrere Tage hinweg das Warmwasser abgestellt. Und zwar nicht nur – wie sonst bei Reparaturen üblich – tagsüber, sondern 24 Stunden rund um die Uhr. Zum Haarewaschen und Baden mussten Wasserkocher und der Herd zwecks Warmwasserbereitung bemüht werden.

  1. Wow, das ist tatsächlich mehr als nur krass…
    Ich wohne zwar nicht in München (bin dort aber geboren und Verwandte wohnen in Neuperlach), aber auch in einem 21stöckigen Hochhaus mit ca. 272 Wohnungen (in Baden-Württemberg).
    Aber sowas ist in den sechs Jahren, die ich bald da wohne, hier noch nie passiert.
    Daher wäre eine Hausverwaltung, die den Namen auch verdient, zusammen mit einem gewissenhaften Hausmeister wirklich notwendig.
    Unser Hausmeister z.B. wohnt auch hier im Haus und ich sehe ihn fast täglich bei den üblichen Aufgaben — es ist sauber, Termine für Reparaturen etc. werden eingehalten.

    Viele Grüße,
    Christina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.