Pizzalieferung ins Nichts

Werbung

Pizza
Lecker Pizza. Wenn sie denn kommt. Foto: squidpants / Lizenz siehe: flickr

Bringdienste sind eine feine Sache, sie liefern inzwischen Spezialitäten aus aller Welt, nicht nur die klassische Pizza. Ab und zu bestelle ich, schon seit Jahren, grundsätzlich über das Internet. Ich ließ mir die Gerichte immer an meine Adresse am Karl-Marx-Ring liefern. Probleme gab es selten. Zwischenzeitlich legte ich eine zweite Lieferadresse an und ließ mir dorthin in die Plettstraße im März ein paar Mal die feinsten Speisen schicken.

Dann, im April, wählte ich für eine weitere Bestellung wieder die ursprüngliche Adresse am Karl-Marx-Ring aus. Das hat auch einwandfrei geklappt. Gestern bestellte ich erneut. Doch die Pizza kam und kam nicht. Nach über einer Stunde schaute ich mir die Bestellbestätigung an und sah dort die alternative Adresse in der Plettstraße. Oh no, dachte ich mir, griff zum Telefon, aber es war schon kurz nach 23:00 und es ging keiner mehr ans Telefon. Die Bilder in meinem Kopf zeigten einen verzweifelten Boten, der klingelte, klopfte und einen Anfall bekam, weil er in eine Wohnung hineinwollte, die aber zu diesem Zeitpunkt verwaist war.

Wie kam es zu dem Fehler? Ich machte mir bei der Bestellung in Sachen Lieferadresse keine Gedanken, da ich die ursprüngliche Adresse ja zurückgestellt hatte und seitdem nichts mehr an die alternative Adresse liefern ließ. Ich ging davon aus, dass nun wieder die ursprüngliche Adresse die Vorgabe ist. Doch offenbar hat das System wieder die alternative Adresse zur Vorgabe gemacht, vermutlich durch einen Softwarefehler. Natürlich hätte ich das noch einmal genau kontrollieren müssen – habe ich aber nicht.

Heute ging ich zur Auslieferungsfiliale und klärte den Irrtum auf. Ich würde die Lieferung selbstverständlich bezahlen, sagte ich. Der Pizzamensch wollte das Geld aber unter keinen Umständen annehmen, eine anständige Geste, wie ich finde. Wer keine Lieferung bekomme, müsse auch nicht bezahlen, meinte er.

Nun habe ich die alternative Adresse Plettstraße gelöscht, damit der Fehler nicht mehr passieren kann. Das ist auch eine Lösung.

3 Gedanken zu „Pizzalieferung ins Nichts“

  1. Dieses Problem kam bei mir auch schon vor. So mancher Bringdienst nimmt einfach eine von beiden Adressen sobald sie den Namen lesen. Ich hatte sogar in der Bestätigungsmail zum Beweis die richtige Adresse vorzeigen können, dennoch fuhr der Bringdiest zur falschen Adresse.

    1. In meinem Fall war es aber ziemlich sicher so, dass bereits die falsche Lieferadresse vom System übermittelt wurde. Die Bestellbestätigung wies ja schon die falsche Adresse auf – und diese Mail kommt sofort, ohne dass der Pizzadienst noch was händisch umstellt. (Nur las ich die Mail nicht sofort.)
      Dennoch teile ich Deine Erfahrungen auf ähnliche Weise: Früher wurden gelegentlich Dinge falsch geliefert, trotz Onlinebestellung. Die Filiale hat einfach einen Anruf oder ein Fax mit der Bestellung bekommen, aber die Bestellungen nicht direkt im Computer erhalten. Im Falle der Anrufe kam es zu Hörfehlern. Ich kann mich an einen Fall erinnern, da hatte ich online eine Pizza „Chicken“ bestellt, was auch in der E-Mail-Bestellbestätigung so stand. Geliefert hatten sie dann einen Chicken-Salat, was laut Papierbestellbestätigung auch richtig war. Also klarer Hörfehler. Vielleicht arbeiten manche Dienste heute immer noch so. Es ist schade, dass man die Eindeutigkeit von Computerbestellungen hat, aber dann doch wieder das störanfällige Telefon zwischengeschaltet wird. Dann kann man ja gleich telefonisch bestellen.

  2. Ja ich glaube viele Arbeiten so, mein Bestellprogramm zeigte mal an dass die Übermittlung schief gelaufen sei. Dann habe bei dem bringdienst angerufen und gefragt ob meine Bestellung ankam. Der Mann hat mir geantwortet dass er den Anruf bekommen hat. Damals habe ich mich gewundert warum da noch mal ein Anruf dazwischengeschaltet wird…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.