Der Ersatz für das Plett-Zentrum: das Vierschanzenhaus (Update: 21.09.2012)

Werbung

Rampe am Plett-Zentrum
Rampe am Plett-Zentrum (30.06.2012) © Thomas Irlbeck

Der Abriss des Plett-Zentrum wurde im Juli beendet. Danach hat man eine Rampe aus Kies zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße errichtet. Die Brücke musste wegen der Abrissarbeiten gesperrt werden.

Am 11.07. wurde die Brücke wieder für die Allgemeinheit freigegeben. Die Brücke soll zumindest bis zum Beginn der Bauarbeiten am neuen Gebäude geöffnet bleiben. Die Brücke wurde von den Anwohnern und Besuchern vermisst, sie ist eine wichtige Verbindung zum Einkaufszentrum pep.

Der Entwurf für das neue Plett-Zentrum

Als Ersatz für das alte Gebäude wird ein ganz besonderer Bau kommen, der an vier Sprungschanzen erinnert (siehe Abbildung). Diese „Schanzen“ sind quadratisch um einen Innenhof angeordnet.

Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Die Schrägdächer sollen begrünt werden. Beim neuen Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten erinnert praktisch nichts mehr an den alten, nur bei der Gebäudehöhe wird man bei acht Geschossen bleiben. Auch an der Mischnutzung wird nicht gerüttelt: Unten sollen eine Kita, ein Café (im Innenhof), Läden etc. einziehen, die meisten Etagen sind für Wohnungen vorgesehen, die wegen der Wohnungsnot in München dringend gebraucht werden. Rund 150 Wohnungen sollen entstehen. In den zwei obersten Geschossen sind Dachterrassen eingelassen, die dem Schrägdach einen weiteren interessanten Akzent geben und das Wohnen dort weiter aufwerten dürften. Ferner verfügen die Wohnungen über eine Reihe von Balkonen. Die Form des Gebäudekomplexes wird mehr Licht in den Innenhof lassen. Immerhin gelangt trotz der umschließenden Form und der relativ großen Gebäudehöhe gleich aus vier Richtungen Tageslicht an den jeweils niedrigsten Stellen – quasi dem Schanzentisch auf Höhe des dritten Geschosses – in den Hof.

Kritisch kann man sehen, dass der Bau einen zu starken Kontrast zu den strengen 90-Grad-Winkeln der üblichen Neuperlacher Gebäude bildet. Dem kann man entgegensetzen, dass der Bau mit der wahrscheinlich einmaligen, unverwechselbaren Form ein Blickfang werden dürfte. Aber der Übergang zu dem zweigeschossigen Life ist jetzt ziemlich hart ausgefallen. Ursprünglich wollte man das Gebäude Richtung Westen in der Höhe ansteigen lassen, sodass ein annähernd fließender Übergang zum Life entsteht. Jetzt schließt das Haus aber mit voller Gebäudehöhe von rund 25 Metern an das Life an. Das „Vierschanzenhaus“ erreicht damit etwa die Höhe der umliegenden Wohnhäuser vom Typ N1 bis N5 mit seinen neun Geschossen. Nach meinem Geschmack ist die Form wirklich sehr interessant. Weiße Häuser mit den schmalen hohen Fenster sind derzeit voll im Trend, aber gleichzeitig ist diese Form auch schon ein wenig überstrapaziert.

Update 12.07.2012: Brücke nun offen wie ein Scheunentor

Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Brücke (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Rampe (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe Richtung Süd, also Allianz/pep (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe mit dem Life im Hintergrund (12.07.2012) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2012

Baubeginn soll „bei entsprechend schneller Genehmigung“ im Frühjahr 2013 sein, die Fertigstellung im Sommer 2014. Das berichtet die lokale Wochenzeitung „Hallo“, Ausgabe Ramersdorf-Perlach vom 20.09.2012, Seite 1. Der offizielle Name des Gebäudes könnte tatsächlich „Vierschanzenhaus“ lauten, in Anlehnung an die berühmte Vierschanzentournee.

Ein Gedanke zu „Der Ersatz für das Plett-Zentrum: das Vierschanzenhaus (Update: 21.09.2012)“

  1. Der Neubau sieht nett aus. Leider erkennt man auf diesr Graphik nicht, wie der Uebergang zum Life sein wird.
    Neuperlach.org ist wieder da… Super!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.