Ausfahrt Glonn

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Bank Glonn
Nach einem kleinen Aufstieg gelangt man zu einer Bank (24.07.2012) © Thomas Irlbeck
Bank Glonn
Oft scheint hier niemand zu sitzen, das Grün ist ja nicht mal richtig niedergetretem (24.07.2012) © Thomas Irlbeck

Bankenkrise, Eurokrise, Bankenrettung, Kurseinbruch bei der Deutschen Bank. Wer kann das alles noch hören? Da heißt es bei schönem Wetter, aufs Rad gesetzt und raus in die Natur. Nur wenige Meter von Neuperlach entfernt beginnt der Truderinger Wald. Die Großstadt ist schnell vergessen, jetzt kommen nur noch Bäume, saftige Wiesen und ab und zu kleine idyllische Dörfer, die Schlag und Schlacht heißen, aber gar nicht so martialisch aussehen. Nach 90 Minuten bin ich in Glonn. Der Ort ist gleich durchfahren, am Ortsausgang wartet ein schmaler, steiler Fußpfad mit Geländer. Hier steht sie nun, eine deutsche Bank. Kein Modell 08/15, sondern ein wirklich herrliches Stück. Mit Form und der Bemalung vielleicht aber auch ein klein wenig kitschig.

Nun aber fahre ich weiter. Es geht über Wald- und Feldwege. Man könnte im Truderinger Wald sein, nur sieht man weit weniger Menschen, so wenige, dass ich die wenigen grüße. Dafür ist es weit hügeliger.

Kunst Glonn
Kuriose Objekte stehen da rum (24.07.2012) © Thomas Irlbeck
Kunst Glonn
Wir sind nicht in Kassel, vielleicht würde man sich in Kassel darüber freuen (24.07.2012) © Thomas Irlbeck

Nach einigen Minuten wird meine Leidenschaft für Kunst mal wieder überstrapaziert. Ein überdimensionaler, scheinbar aus verrosteten Metallplatten zusammengeschraubter Tierschädel (Kuh? Ziege? Gams?) steht auf der Wiese. Einfach so. Ich mag moderne Kunst. Hier aber scheint die Kunst darin zu bestehen, den Betrachter bei der Frage im Unklaren zu lassen, ob es sich hierbei überhaupt um Kunst handelt. Ich habe genug gesehen und fahre erst einmal weiter.

Berghofen
Berghofen: Das ideale Dorf (24.07.2012) © Thomas Irlbeck
Berghofen
Es hat alles, nur das Spaßbad mit 20 Meter hoher Rutsche, für die man eine extra Tageskarte lösen muss, fehlt (24.07.2012) © Thomas Irlbeck

Ich komme an einem herrlichen Dorf vorbei. Wer möchte nicht dort wohnen? Immerhin scheint es alles zu geben, was man braucht. Das Wichtigste ist natürlich die Kirche. Nur auf die Bubble Tea-Bar muss man hier verzichten.

Kruzifix Moosach
Ein mystischer Ort (24.07.2012) © Thomas Irlbeck
Kruzifix Moosach
Irgendwo zwischen Moosach und der Zivilisation (24.07.2012) © Thomas Irlbeck

Den Abschluss bildet mal wieder eine Bank. Daneben eines der vielen, vielen Kruzifixe, die man hier an jeder Ecke findet und nicht nur dort. Hier, an diesem mystischen Ort, ein besonders schönes Exemplar. Ich bin bei diesem letzten Stopp schon ein ziemliches Stück wieder Richtung Neuperlach unterwegs. Das Smartphone verrät mir, dass sich die Schuldenkrise immer mehr zuspitzt. Die Meldung klingt an einem so ruhigen Ort grotesk. Man sollte sein Smartphone nicht zum Surfen auf Spiegel Online mitnehmen, sondern nur für Google Maps zur Positionsbestimmung, die aber mal wieder reichlich ungenau ist. Angeblich bin ich in Kirchseeon am S-Bahnhof. Ich sehe nirgends Gleise, auch keine Häuser. Genauigkeit 2.000 Meter heißt es. Na dann…

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