Zwei Pechnasen tanken Super – Vol. 2 im Loggia-Remix

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Pechnasen-Reparatur Loggia
Bild 1: Neue Rohre eingesetzt und verspachtelt … (27.10.2013) © Thomas Irlbeck

Vor einigen Jahren habe ich meine Loggia sanieren lassen. Vor allem störten mich die beiden abgebrochenen Pechnasen-Rohre. Auch war der Blumentrog vermoost.

Einige Tage hatte ich meine Freude daran. Aber die Sanierung überstand nicht einmal den ersten heftigeren Regen. Der Mörtel – oder was auch immer verwendet wurde – löste sich auf und es schwemmte die Rohre raus. Das zeigt mal wieder, dass Pechnasen-Rohre ein neuralgischer Punkt sind, ich darf hier an den Artikel Zwei Pechnasen trinken Super verweisen. Ich fertigte Beweisfotos an und schickte sie dem Sanierungsunternehmen. Doch obwohl sie fest versprachen, das zu reparieren, wurde nichts daraus. Zum Termin erschien kein Handwerker. Auch nicht bei einem Wiederholungstermin und bei einem wiederholten Wiederholungstermin. Auch ein härterer Ton meinerseits hatte keinen Erfolg. Das Unternehmen hatte kein Interesse an der Reparatur. Wozu auch? Das Geld hatten sie bereits, und auf Nachfolgeaufträge zufriedener Kunden ist doch heute keiner mehr angewiesen.

Pechnasen-Reparatur Loggia
Bild 2: … Hässlich, aber die Farbe fehlt ja noch (27.10.2013) © Thomas Irlbeck

Gut, es vergingen die Jahre. Die Löcher wurden immer größer, Rostwasser suchte sich seinen Weg und lief am Blumentrog herunter. Der Anblick der inzwischen auf Handgröße angewachsenen Löcher war dann irgendwann nicht mehr zu ertragen.

Auf in den Baumarkt! Ich schnappte mir zwei Kunststoffrohre, dazu eine Packung Schnellmörtel für Außenanwendungen. Da dieser sicherlich nicht wasserfest ist, bedarf es einer guten Versiegelung. Ich fragte einen Mitarbeiter, was er denn machen würde: Harz, Bitumen, Teer? Er riet zur Bitumenfarbe, von der er aber nur einen riesigen Eimer hatte. Ich entdeckte einen kleineren Eimer mit Bitumen-Spachtelmasse, für den ich mich entschied, auch wenn der freundliche Herr nicht so ganz begeistert davon war.

Gut, alles sauber gemacht, abgeschliffen, Rohre im hinteren Bereich (der im Trog verschwinden wird) aufgeraut und eingesetzt, zugespachtelt (Bild 1 und 2). Als alles trocken war, die bearbeiteten Stellen des Blumentrogs abgeschliffen und innen auf die beiden Abflussbereiche zwischen Rohr und Trog Bitumenspachtel aufgetragen. Und überall dort, wo die bestehende Versiegelung (vermutlich auch Bitumen) bereits abgegangen war. Letztendlich ist diese Spachtelmasse nichts anderes als eine etwas dickere Farbe. Sie ließ sich daher sogar mit dem Pinsel aufbringen. Nach 24 Stunden noch eine Lage drauf, sicher ist sicher (Bild 3).

Pechnasen-Reparatur Loggia
Bild 3: Abflussbereich mit Bitumen versiegelt. Nicht schön, aber im Inneren eines Blumentroges ist das egal (27.10.2013) © Thomas Irlbeck

Nun muss noch ein Anstrich her. Der bestehende war grau. Da der Baumarkt keine graue Fassadenfarbe vorrätig hatte, habe ich weiße gekauft und eine Tube Abtönfarbe dazu (geeignet für Außenanwendung). Ich schnappte eine Tube, die anhand einer schwarzen Verpackung den Anschein hatte, es wäre auch Schwarz drin (je nach Licht könnte es auch Anthrazit sein). Ein Farbname stand leider nicht darauf. Die Überlegung war, dass viel Weiß und wenig Schwarz Hellgrau ergeben müsste.

Pechnasen-Reparatur Loggia
Bild 4: So gut wie fertig. Der Anstrich wurde etwas bläulich, aber das ist zu verschmerzen (01.11.2013) © Thomas Irlbeck

Nach dem Einrühren der Farbe entstand wirklich so was wie Grau. Der Anstrich wurde zwar tatsächlich grau, hat aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen einen sauberen Blaustich (Bild 4). Da ich nur Flächen gestrichen hab, die nicht von außen sichtbar sind, ist dies aber nicht schlimm, denn dort ist keine bestimmte Farbe vorgeschrieben. Theoretisch könnte man diese Flächen auch in Lindgrün streichen.

Hoffentlich bleibt der Trog nun dicht. Die Frage ist aber: Bepflanzen oder nicht bepflanzen? Sinn ergäbe eine höhere Bepflanzung nur im rechten Bereich, da sonst die Sicht auf den Satelliten getrübt wird.

Update

Pechnasen-Reparatur Loggia
Jetzt mit Baum (08.11.2013) © Thomas Irlbeck

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