Bürohaus am Peschelanger 3 wird abgerissen und durch Studentenwohnheim ersetzt

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Bürohaus Peschelanger 3
Bild 1: Bürohaus Peschelanger 3 vom Karl-Marx-Ring aus gesehen (Archivbild von 2012) © Thomas Irlbeck

Aus und vorbei! Das Bürohaus am Peschelanger 3 wird abgerissen und durch ein achtstöckiges Studentenwohnheim mit rund 200 Apartments ersetzt, das eine österreichische Baufirma errichten wird. Das Haus aus den frühen 1970er-Jahren stand die letzten Jahre weitgehend leer und beherbergte im Wesentlichen noch die Münchner Bank und die Zugspitz-Apotheke.

Die Münchner Bank zieht in einen Container und kommt dann ins neue Gebäude zurück. Die Zugspitz-Apotheke dagegen schließt zum Jahresende für immer die Pforten.

Schade um das Gebäude, das nicht nur optisch etwas ganz Besonderes ist. Es hat sechs Etagen und präsentiert sich in einem durchgehenden Braunton. Die Form ist fast quadratisch, zwei gegenüberliegende Ecken haben aber eine quadratische Aussparung, wie man in Bild 1 gut erkennt. Jede Etage sieht von außen fast gleich aus, sie weist ein endloses Fensterband mit umlaufendem Balkon auf. Nur die unterste Etage und die oberste Etage geben sich anders. Die oberste Etage ist weit kleiner und hat eine umlaufende Dachterrasse (siehe Bild 2).

Panorama Karl-Marx-Ring
Bild 2: Das Bürohaus aus der Vogelperspektive (Archivbild von 2012)

Erst 2008 wurde das Gebäude innen aufwändig saniert. Offenbar fand man dennoch keine neuen Mieter. Früher war hier die Deutschland-Zentrale von Burger King untergebracht. Inzwischen ist das Gebäude im Eingangsbereich in einem katastrophalen Zustand (Neuperlach.org berichtete). Die schweren Steinstufen lösen sich an vielen Stellen und sind teilweise schon abgerutscht. Überall brechen Gehwegplatten oder sind locker (Bild 5 und 6).

Ab sofort sind einige Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt. Nur der Haupteingang sowie ein Zugang zur Bank und zur Apotheke sind noch begehbar. Der Rest ist mit Bauzäunen gesichert. Leider bedeutet dies auch, dass der Fußweg vom Parkhaus und vom Eingang des Wohnhauses Peschelanger 9 zwischen Tankstelle und Bürohaus zum Karl-Marx-Ring (siehe Bild 3 und 4) ebenso unterbrochen ist. Es ergeben sich für Anwohner entsprechende Umwege. Dabei ist der Weg nach meinem Verständnis breit genug, um hier zumindest bis zum Beginn der Abrissarbeiten noch ein Passieren zu ermöglichen. Damit sich niemand durchs Gebüsch zwängen kann, wurde der Zaun entsprechend weitergezogen.

Bürohaus Peschelanger 3
Bild 3: Weite Teile sind jetzt schon gesperrt (03.12.2013) © Thomas Irlbeck
Bürohaus Peschelanger 3
Bild 4: Der Weg rechts an der Tankstelle Richtung Parkhaus und Peschelanger 9 ist komplett dicht. Man kommt jetzt nur noch direkt an der Fahrbahn des Peschelanger durch (03.12.2013) © Thomas Irlbeck
Bürohaus Peschelanger 3
Bild 5: Die schweren Steinstufen rutschen ab (Archivbild von 2012) © Thomas Irlbeck
Bürohaus Peschelanger 3
Bild 6: Der Zustand war bereits 2012 katastrophal (Archivbild) © Thomas Irlbeck

Ein kurzer Blick zurück

2008 war die Bürohaus-Welt fast noch in Ordnung. Man suchte nach der bereits erwähnten Innensanierung neue Mieter, und der Verfall im Eingangsbereich war noch nicht so weit fortgeschritten. Wie die Werbetafel im linken unteren Bereich zeigt, hat das Haus ein eigenes Logo, das aus zwei miteinander verschlungenen Buchstaben p und b (für Peschelanger und Bürohaus) besteht.

(Bilder entfernt)

9 Gedanken zu „Bürohaus am Peschelanger 3 wird abgerissen und durch Studentenwohnheim ersetzt“

  1. Interessant, vielleicht belebt die Klientel das Zentrum mal ein bißchen. Zumindest für die Dönerläden dürfte das wohl Aufschwung bedeuten. 🙂
    Die Kommentatoren vor mir scheinen etwas voreingenommen zu sein. Oder wie soll man „örks“ interpretieren?
    Ich find´s gut und bin gespannt auf die neuen Nachbarn.

  2. Für mich sind das keine guten Nachrichten…wieder ein Stück Identität, die Neuperlach abhanden kommt. Schade, daß sich in der Zwischenzeit keine adäquaten Mieter finden konnten.
    Ein Studentenwohnheim lässt bei mir die Urangst erblühen, Neuperlach könnte ein sog. „In-Viertel“ werden. Alles – bloß das nicht. :/

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