Aufgepeppt? Das pep will wachsen

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Einkaufszentrum pep. Bald noch größer und moderner? Foto: Bpp / Lizenz siehe: Wikipedia

Das pep will noch größer werden. Dabei soll das „marode“ Parkhaus Nord (das ist das neuere (!) der beiden Parkhäuser, also das Parkhaus gegenüber der Deutschen Rentenversicherung (DRV)) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dieser soll um zwei Etagen aufgestockt werden und neben den Parkplätzen auch zusätzliche Ladenflächen aufnehmen. Das berichtet „Hallo“ in der Ausgabe Ramersdorf / Perlach / Berg am Laim vom 29. Januar auf Seite 3.

Die Anzahl der Stellplätze soll sogar leicht erhöht werden, die zusätzliche Verkaufsfläche 8.500 qm betragen. Derzeit weist das pep 42.000 qm Verkaufsfläche auf.

Damit es in der Bauphase nicht zu einem Verkehrschaos kommt, soll ein Behelfsparkhaus auf dem Hanns-Seidel-Platz aufgestellt werden.

Neben der Vergrößerung der Ladenfläche soll auch die Fassade des pep und die Einkaufspassage generell modernisiert werden. Ebenso soll ein Food-Court samt zusätzlicher Gastronomie eingerichtet werden.

Die Bauarbeiten könnten schon Mitte 2015 starten, Im Herbst 2016 könnte dann das neue pep bereits Eröffnung feiern.

Die Pläne müssen noch genehmigt werden.

Kommentar

Ein interessanter Plan. Wenn keine weiteren Grundstücke zur Verfügung stehen, muss man halt auf dem eigenen Grundstück nach oben wachsen. Es ist nicht das erste Mal, dass das pep auf eine ähnliche Weise an Verkaufsfläche gewinnt. So wurde für den Elektromarkt „Saturn“ einfach ein Geschoss des alten Parkhauses geopfert. Dort, wo man heute Gefrierschränke und Flachbildfernseher bewundert, parkten früher Autos.

Vor Jahren waren bereits einmal Expansionsplänen von der Kommunalpolitik eine Abfuhr erteilt worden. Damals wollte das pep einen Erweiterungsbau auf die andere Seite der Thomas-Dehler-Straße hinstellen, also auf dem Hanns-Seidel-Platz. Dabei wollte man dem Stadtteil auch gleich ein Bürgerhaus überlassen, das das heutige Provisorium ersetzt hätte. Doch die Kommunalpolitiker sorgten sich um die alteingesessenen Läden in der Umgebung und in den benachbarten Stadtteilen. Ein zu mächtiges pep wollte man nicht. Diese Argumente mögen auch heute teilweise noch eine Rolle spielen, aber ein Umbau bzw. Neubau bei eher moderater Verkaufsflächenerweiterung ist vermutlich leichter genehmigungsfähig.

Ein Freund, Gebäude bereits nach wenigen Jahrzehnten abzureißen, bin ich nicht, speziell dann, wenn es sich um gewerbliche oder gar Wohnhäuser handelt, die eine besondere Architektur haben. Das trifft hier aber nicht zu, man darf nicht vergessen, es geht hier um ein schnödes Parkhaus, was nicht heißt, dass es nicht an anderer Stelle auch architektonisch interessante Parkhäuser gibt.

15 Gedanken zu „Aufgepeppt? Das pep will wachsen“

  1. „…die alteingesessenen Läden in der Umgebung…“ — welche sollten das denn bitte sein?! Bis auf die paar Geschäfte am Pfanzeltplatz gibt’s doch sonst nichts! Eine Erweiterung des PEP auf den Hanns-Seidel-Platz wäre optimal und für alle von Vorteil gewesen. Das sehe ich auch heute noch so, aber da man das Projekt nicht durchbekommt, muss jetzt offenbar erneut improvisiert werden.

    1. Ich kann so manche Argumentation der Kommunalpolitik auch nicht verstehen. Damals erwähnte man auch die alten Läden im Ortskern von Trudering (Nähe Bahnhof). Aber werden diese wirklich gefährdet, wenn das pep erweitert wird? Wer dort einkauft, weil es für ihn näher ist oder weil ihm die Atmosphäre dort gefällt, der soll sich nun auf einmal ins Auto setzen und ins größere pep fahren?
      Die Leute mögen Einkaufszentren, das kann die Politik nun mal nicht ändern. Und manche Strategen in den Firmenzentralen sind sicher nicht weniger kreativ als Politiker. So findet man dann andere Wege, um das Angebot auszubauen. Schauen wir mal, ob es jetzt klappt.

  2. Ich fände eine Erweiterung auf den Hanns-Seidl-Platz auch besser, um ehrlich zu sein. Mit einer schönen Brücke hinüber, meinetwegen mit Gastronomie darin. Oder einem Laufband, damit man sich „angeschlossen“ fühlt und nicht so weit laufen muss. Ich persönlich fände ja eine kleine (natürlich kostenlose) Seilbahn ganz nett, aber das liegt daran, dass ich gern Seilbahn fahre. Dann könnte man ein zweites Pep wo ganz anders hinbauen und die beiden dann so verbinden – das wäre cool. Aber natürlich gibt es bessere und billigere Lösungen, schon klar. Aber cool wäre es dennoch.

  3. Ich habe da einige Fragen.. Welche sind die Läden die gefährdet sind? Die Spielhöllen, die Geschäfte im Life, das nie so richtig in Schwung gekommen ist, oder welche? Dass das Pep vieles kaputtgemacht hat ist ja sogar eine ältere Geschichte als die Erbauung des betroffenen Parkhauses. Ich möchte hier ein mir kaum bekanntes Parkhaus nicht als Meisterwerk der Architektur bezeichnen, aber die Geschichte mit den „maroden“ Gebäuden wird langsam wirklich unerträglich. Also kohärenter muss man das ganze Pep abreissen, zum Teil ist es älter und deshalb maroder. Ist es so schwierig einfach auszusagen, dass der Bau im Weg steht, um zu expandieren muss er weg? Ich habe aber ehrlich gesagt immer mehr Zweifel, dass es rentabler ist neu zu bauen, anstatt umzubauen und/oder aufzustocken. Ich bin sicher dass da gab andere Überlegungen dahinterstecken, das ist vielleicht auch der Grund, warum Gebäude bei Bedarf marode werden und nicht einfach unrentabel. Unrentables kann man umfunktionieren, marodes, ausser es ist unter Denkmalschutz, kann man wohl nur abreissen….

    1. Wie gesagt, es wurden unter anderem die Läden in Trudering genannt. So etwas wie Spielwaren Fuchs und die Läden in der unmittelbaren Umgebung dort. Dass diese aber bei 20 % Verkaufsflächenerweiterung auf einmal gefährdet sind, kann ich nicht so recht glauben.

      Was den Abriss angeht, bin ich auch skeptisch, ob man nicht auch sanieren könnte. Natürlich könnte man in diesem Fall, aber dann wäre es schwer, zusätzliche Verkaufsflächen zu schaffen.

      Um andere Gebäude, etwa das Bürohaus Peschelanger 3 mit seiner besonderen eisenbraunen Fassade, ist es schade. Von dem Parkhaus könnte ich mich leichter innerlich verabschieden.

  4. Sicher wäre es unplausibel,einem Parkhaus gross nachweinen zu wollen. Beim schönen Bürohaus kommt man wohl schon eher zum Stichpunkt, den ich in diesen flotten Abbrüchen erkenne (siehe auch, was in der Altstadt so alles gemacht wird). Es wird , wie ich das sehe, vermieden, dass egal wer aus egal welchem Grund Gebäuden Identitätswerte gibt, also wenn möglich nach wenigen Jahrzehnten abbrechen und etwas Anderes bauen, so hat man immer 100% uneingeschränkte Besitzrechte, niemand kann dazwischenfunken und eventuell mit Denkmalschutz Profite einschränken. Bin ich radikal wie immer? 😀

    1. Man kann durchaus mal nach der Sinnhaftigkeit fragen, dass man den gesamten Olympiapark (inklusive aller Häuser, die auf dem Grundstück stehen, also auch der Hochhäuser mit ähnlicher Architektur wie in Neuperlach) unter Denkmalschutz gestellt hat, in Neuperlach aber bislang keinen Quadratmillimeter.

      Natürlich ist der Olympiapark einzigartig, es gibt meines Wissens auch nirgends auf der Welt was Ähnliches wie die durchsichtigen Zeltdächer, zumindest nicht in Originalgröße.

      Denkmalschutz hat natürlich gewisse Vor-, aber auch Nachteile. Bei Veränderungen hat man es nicht einfach, diese können nur im kleinen Rahmen erfolgen. Das Maximum, was möglich ist, ist, dass man die Fassade leicht umgestaltet. Aus einigem Abstand betrachtet, soll man die Veränderung möglichst nicht sehen können.

      Aber ohne Denkmalschutz können die Bauherren so ziemlich alles machen, was sie wollen. Zumindest was das Destruktive angeht. Das heißt, sie dürfen abreißen. Dann geht alles verloren. St. Jakobus weine ich nicht so stark nach, mehr schon dem Plett-Zentrum und vor allem jetzt dem Quidde-Zentrum. Es ist dann einfach nicht mehr. Einfach weg. Auch wenn es jetzt keine Weltsensation war, es war mit der Integration im Neuperlacher Fußwegsystem durchaus gelungen. Es geht ja nicht darum, was Neues zu bauen, auch das innovative Neuperlacher Fußwegsystem geht für immer verloren. Es ist am Life unterbrochen und es wird auch nie wieder hergestellt, weil die Planer heute nicht mehr großzügig denken, sondern nur noch Effizienz im Kopf haben. Überbreite Fuß- und Radwege werden da schnell als unnötig angesehen.

      Dort, wo man früher fernab vom Autoverkehr gehen und mit dem Rad fahren konnte, muss man heute (am Life entlang Richtung Quidde-Zentrum) den Platz mit den an- und abfahrenden Autos teilen. Das ist dort so unpraktisch, sodass ich inzwischen lieber über den großen Parkplatz an der Albert-Schweitzer-Straße (Thermometeruhr) mit dem Rad Richtung Quidde-Zentrum fahre. Da ist weniger Autoverkehr. (Mir ist klar, dass der Weg dort auch wegen der LAO-Baustelle unterbrochen ist. Aber wenn ich per Umleitung Richtung Plettstraße (Kurve/Eisdiele) will, ist der alte Parkplatz mein Favorit.)

  5. soso 8500 qm weniger an Parkplatzfläche, aber insg. mehr Parkplätze als jetzt. ich kenn solche Parkhäuser, z.b. in der Innenstadt, da kann man sicher sein, dass einem der Spiegel abgefahren wird, und man durchs Fenster aussteigen muss, oft kommt man gleich gar nicht in die Parklücken rein weil kein Platz zum rangieren ist, oder den Leuten reichts und sie stellen sich auf zwei Plätze weil sie sonst nicht reinkommen und nicht aussteigen können. Dadurch hat man insg. die Hälfte der Plätze. eine totale Vollidiotenidee, abgesehen davon dass ich mit meinem Wagen dann nicht mehr reinkomme.

  6. Ralph Rauschert: Von weniger Parkfläche ist nicht die Rede. Das neue Parkhaus wird zwei zusätzliche Etagen erhalten. Die Parkplätze müssen damit nicht zwangsläufig schmaler werden, auch wenn die Etagen dann neben Parkplätzen auch Läden aufnehmen. Durch die zusätzlichen Etagen sollte sich das wieder ausgleichen.

  7. Ralph Rauschert „Am Ende wird das Parkhaus am Hanns Seidl Platz dann eh nicht mehr abgerissen. ich wette drauf. “ – Das steht aber dann der Bebauung des Hanns-Seidel-Platz im Weg. Allerdings traue ich der Sache nicht, diese könnte sich durchaus noch mal verzögern. Gut Ding will Weile haben, man plant ja erst seit Ende der 1960er-Jahre.

  8. Dass die Kommunalpolitik zu dem damaligen Zeitpunkt, als das pep erweitern wollte dagegen war konnte ich nie verstehen. Aber wahrscheinlich hätte dann die Identifikation eines neuen Bürgerzentrums mit einem Kommunalpolitiker gefehlt, da ja dann alle gesagt hätten, dass das Bürgerzentrum vom pep gebaut worden wäre. Schade, dass man hier auf diese günstige Möglichkeit zum Bau verzichtet hat und Neuperlach deshalb nun ewig warten muss wird sich mir nie erschliessen.

    Und zum anderen kann ich das pep verstehen, wenn es das nördliche Parkhaus ersetzten will, da die Auf- bzw. Abfahrten so eng sind, dass man mindestens um seine Spiegel Angst haben muss.

    Da das nun geplante Bürgerzentrum mit Sozialbürgerhaus (Ausstellung zu den Ergebnissen des Gestaltungswettbewerbes ab Dienstag, den 4.2.14 im Planungsreferat) ja auch nicht gerade klein werden wird ist das sicherlich ein interessanter Gegenpol auf der anderen Straßenseite.

    1. Ich habe den genauen Wortlaut leider nicht da, aber man stellte das damals so hin, dass man sich nicht kaufen lassen wolle. Also hat man es so als eine Art unmoralisches Angebot betrachtet.

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