Der nimmer enden wollende Abschied vom Quidde-Zentrum

Werbung

Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 1: Rechts war mal der Mix Markt. Immerhin zeigt sich hier unfreiwillig, dass Neuperlach viel weniger auf Beton basiert, als man so denkt. Ziegel ist hier der Stoff des Lebens! (31.10.2015) © Thomas Irlbeck

Einst war es ein Ladenzentrum, das alles für den täglichen Bedarf bot. Doch seit Jahren gammelt das Quidde-Zentrum vor sich hin. Nachdem man sich leider dazu entschieden hat, das Ladenzentrum abzureißen und an der gleichen Stelle ein kombiniertes neues Zentrum mit Läden und auch Wohnungen zu bauen, warten die Neuperlacher nur noch auf den Abriss. Ich habe inzwischen aufgehört, zu zählen, wie oft der Abriss, der im Dezember stattfinden sollte, verschoben wurde – meist gleich praktischerweise in den Dezember des nächsten Jahres. Interessanterweise sollte nach den ersten Planungen bereits 2013 Eröffnung des neuen Quidde-Zentrum sein!

Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 2: Notdürftig ersetztes Treppengeländer (31.10.2015) © Thomas Irlbeck

Läden mit Waren für den täglichen Bedarf gibt es schon lange keine mehr, auch wenn einige alte Schilder und Reklamebuchstaben stellenweise erhaltengeblieben sind (Bild 3 und Bild 8). Aber es hat sich eine Künstlerszene in den maroden Räumen etabliert, ferner wurden einige sozialen Einrichtungen angesiedelt. Einige Künstler und soziale Einrichtungen sind nun verschwunden, andere sind derzeit noch vor Ort. Die Fotos von heute zeigen, dass der Verfall kontinuierlich weitergeht. An manche Stellen wird immerhin noch notdürftig geflickt (Bild 2). Aber das Aussehen des Ladenzentrums ist eine Schande.

Sobald neue Planungen und Termine vorliegen, wird Neuperlach.org darüber berichten.

Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 3 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 4: An der ehemaligen Stadtbibliothek (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 5 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 6 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 7 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 8 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 9: Hier ist noch fast alles wie früher, doch die Buchstaben lügen. Hier gibt es keine Schreibwaren mehr (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 10 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 11 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 12 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 13: Hier wurden mal Menschen versorgt, später dann Möbel, jetzt anscheinend nur noch Geister (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 14 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 15 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 16: An der alten Stadtsparkasse (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 17 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 18 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck
Quidde-Zentrum Oktober 2015
Bild 19 (31.10.2015) © Thomas Irlbeck

12 Gedanken zu „Der nimmer enden wollende Abschied vom Quidde-Zentrum“

    1. Dass die Räume für Künstler freigegeben wurde, finde ich ebenso toll. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist halt, dass sich die Politik sehr schwer tut, Neuperlach weiterzudenken. Man schafft es einfach nicht, entweder etwas zu erhalten oder vorhandene Grundstücke überhaupt zu bebauen (Hanns-Seidel-Platz). Drei Architekturwettbewerbe, seit den 1960er-Jahren, mehr ist nicht passiert.

    2. Wohl war! Es gibt nicht viel Interesse günstigen Wohnraum zu schaffen denn die Stadt möchte den Mietpreis künstlich oben halten. Sozialwohnungen fallen aus der Bindung und Neubau geschieht nicht = Mieten Explodieren und nur die Reichen werden zukünftig noch in der Stadt leben können. Sowas nennt sich dann Bürgernähe!

    3. Normalerweise würde ich sagen, weg mit dem Teil, reißt es ab und baut Wohnungen. Doch in den letzten Jahren kann ich mich nur an Projekte mit kaum bezahlbaren Eigentumswohnungen erinnern, wodurch meine Wohnungsbau-Euphorie stark gelitten hat. Ob jetzt LAO, Patrizia Bachquartier oder gar das Studentenwohnheim Home Base. Überall werden primär Kapitalanleger und ihre Renditephantasien bedient. Die Preise sind gesalzen. Im LAO kostet eine Wohnung bis zu 650.000 Euro. Stünde das LAO in Trudering, würde man da wohl bis zu 800.000 Euro verlangen können. In der Innenstadt zahlt man auch schon mal 1,5 Millionen Euro für eine sanierte Altbauwohnung, wobei die teuersten Wohnungen sogar bis zu 14 Millionen Euro kosten. Wer soll das bezahlen? Kritiker werden sich jetzt wehren und sagen, es gebe nichts zu verschenken, die Bau- und Umweltvorschriften würden immer härter, und schließlich lebten wir im Turbo-Kapitalismus.

  1. So Schade um das Quidde Zentrum.. früher bin ich als kleiner Junge sofort zum HL (danach ReWe) gerannt zum einkaufen.. da war damals ja auch noch ein Bäcker mit drinnen.. Oder der Lotto Laden Schwarz (hieß ja glaub ich so?!) Bei dem man immer die Panini Sticker gekauft hat..

  2. Drei Jahre später… Es steht noch. Und ich schlendere beim Gassi gehen gern hier durch! Mache ein paar Fotos von den Graffitis oder setze mich ein paar Minuten in den inzwischen Urwald-artig anmutenden ehemaligen Brunnen Bereich.

    Weiß man denn schon etwas Neues?

    1. Ich habe keinen neuen Stand. Mehrfach hieß, es werde im Winter abgerissen. Doch es tat sich nichts, und das Spiel wiederholte sich. In letzter Zeit hört man rein gar nichts mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.