Baden gegangen

Werbung

Badeinbau 2015
Tag 0 (06.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 0 (06.12.2015) © Thomas Irlbeck

Nach 45 Jahren ist einfach mal Schluss. Diverse Fliesen sind gebrochen, die Fugen sind dunkel geworden. Bei den Abflüssen ist das Chrom durch jahrzehntelanges Putzen vollständig verschwunden. Die Abflüsse sahen nun zwar durchaus edel aus, das Messing wirkt wie Gold. Allerdings wird das Messing schon nach wenigen Tagen schwarz, sodass man mit dem Putzen nicht mehr hinterherkommt. Eine Badewanne ist auch nicht mehr zeitgemäß. Duschen ist wegen des geringeren Wasserverbrauchs effektiver, aber in Ermangelung einer Duschkabine machte der Duschgang jedes Mal fast den Einsatz der Feuerwehr erforderlich, um den Raum leerzupumpen. Also muss eine Duschkabine her, aber was mache ich nun mit meiner Flasche „Erkältungsbad“?

Hier gibt es noch mal die Möglichkeit, ein original Neuperlacher Bad in der Ausstattung von 1971 zu sehen. Dann wurde der Raum zur Großbaustelle. Schlussendlich verschwindet auch mal jede Baustelle, wenn sie nicht gerade BER Hauptstadtflughafen, Stuttgart 21 oder Elbphilharmonie heißt.

Badeinbau 2015
Tag 0 (06.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 0 (06.12.2015) © Thomas Irlbeck

Tag 1 bis Tag 14: Ausnahmezustand

Badeinbau 2015
Tag 1 (07.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 1 (07.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 3 (09.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 3 (09.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 9 (15.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 10 (16.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 11 (17.12.2015) © Thomas Irlbeck

Das erste Bad im zweiten Bad kann beginnen!

Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck
Badeinbau 2015
Tag 15 (21.12.2015) © Thomas Irlbeck

7 Gedanken zu „Baden gegangen“

    1. Ich kann Umweltgründe abführen, der Wasserverbrauch ist beim Duschen viel geringer. Es sind aber auch Platzgründe. Auch finde ich, in unsere hektische Zeit passt das Baden nicht mehr. Das ist jetzt natürlich subjektiv. Man könnte natürlich auch das Gegenteil behaupten: Gerade in unserer hektischen Zeit ist ein gemütliches Bad in der Wanne als Gegenpol notwendig. Gut, jetzt ist es, wie es ist. Ich vermisse die Wanne jedenfalls nicht.

  1. Die Bäder aus den 1970er Jahren scheinen sich zu gleichen wie ein Ei dem anderen. Sogar die Farbe der Fliesen scheint „genormt“. Jedenfalls, wenn es sich um Bäder in Mehrfamilienhäusern handelt. Bis auf kleine Details habe ich das Bad meiner damaligen Wohnung erkannt. Und die lag 700 Kilometer von Neuperlach entfernt.

    Dusche oder Wanne scheint aber auch eine Glaubensfrage zu sein. Vor einhundert Jahren ging zuerst der Vater in die Wanne, dann folgten die fünf Kinder und zuletzt war die Mutter an der Reihe, aber das Wasser wurde natürlich nicht gewechselt.

    Bei der Dusche sollte man auf Grund des demografischen Wandels beim (Neu-/Um-)Bau darauf achten, dass keine hohen Ränder den Einstieg erschweren und Platz für eine Sitzgelegenheit vorhanden ist. In eine Wanne können Senioren meist nicht ohne Hilfe steigen geschweige sie kommen ohne Hilfe wieder raus. Der Autor hat das vorbildlich gelöst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.