Dem Biotop in der Kiesgrube Roth droht das Aus (Update 17.09.2017)

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Baggersee
Der Baggersee (Rothsee) in der ehemaligen Kiesgrube Fritz Roth (Archivbild von 2009) © Thomas Irlbeck

Die ehemalige Kiesgrube Fritz Roth im Truderinger Wald gleich hinter dem Graf-Zentrum ist nicht nur für Neuperlacher ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Kiesgrube selbst ist schon seit rund 30 Jahren außer Betrieb. Geblieben ist der Baggersee (Rothsee), entstanden ist ein wertvolles Biotop. Diesem droht nun die Zerstörung. Das berichtet „Hallo Ramersdorf/Perlach/Berg am Laim“ in der Ausgabe vom 11. Januar 2017.

Das Problem ist der Baggersee. Dieser liegt im Wasserschutzgebiet und dessen Wasser fließt in den Versorgungsbrunnen des Förderwerks Trudering. Bei Bedarfsspitzen trägt er damit zur Trinkwasserversorgung bei. Würde nun der See verunreinigt, etwa durch Entsorgung von Abfällen, würde das Grundwasser in Mitleidenschaft gezogen werden. Es müssten dann die Eigentümer der Kiesgrube haften, wenn sich der Verursacher nicht feststellen ließe. Das Risiko wollen die Eigentümer nicht tragen. Daher haben sie bereits 2013 einen Antrag auf Verfüllung des Baggersees gestellt. Damit würde das Biotop zerstört werden. Ein Zaun könnte den See schützen, ist aber bisher an der Genehmigung bzw. an den Kosten gescheitert. Die Stadt könnte das Grundstück übernehmen, aber auch hier gibt es bislang keine Fortschritte bei den Gesprächen.

Quetschwerk Fritz Roth
Idylle in der ehemaligen Kiesgrube (Archivbild von 2014) © Thomas Irlbeck

Kommentar: Ein Zaun wäre wohl das kleinere Übel. An dem See wird gegrillt und auch übernachtet, diese Leute will man wohl weghaben, da auch dadurch eine Vermüllung und eine Verunreinigung des Sees drohen. Bislang soll es aber keine bedenklichen Vorfälle gegeben haben, es ist alles hypothetisch. Der Zaun würde das Biotop retten, aber er könnte auch den Freizeitwert des Sees reduzieren, da Wasser und wohl auch Ufer nicht mehr zugänglich wären.

Update: Kiesgrube wird vorerst nicht verfüllt (17.09.2017)

Wie „Hallo“ in seiner Ausgabe vom 13.09.2017 berichtet, wird die Kiesgrube vorerst nicht verfüllt. Die Eigentümer der Kiesgrube haben ihren Antrag auf Auffüllung des Baggersees  zurückgezogen. Das Thema Trinkwasserschutz bleibt aber aktuell. Eine Einzäunung des Baggersees ist vorerst auch nicht zu erwarten.

5 Gedanken zu „Dem Biotop in der Kiesgrube Roth droht das Aus (Update 17.09.2017)“

    1. Die Nostalgie die hier beschriebenen wird existiert nicht. An den Stellen wo man sich niederlassen könnte liegt Müll und alles ist voll Scherben. Selbst Hundebesitzer meiden diesen Fleck.
      Drum ruhig weiträumig den Menschen wegsperren und das Biotop retten.

  1. Ich bin dort gerne mit meinen Hunden und treffe auch häufig andere Hundebesitzer. Früher war der See ziemlich voller Glasscherben, dass ist jedoch schon lange her.
    Gelegentlich trifft man dort auch einen reiter mit einem schwarzem Pferd.
    Im Sommer kann man da auf Eidechsen und Blindschleichen treffen. Im Herbst kann man rauf in den Wald und findet, wenn man die Augen offen hält immer Schwammerl.
    Kurz gesagt, ich fände es sehr schade wenn dort Änderungen, egal welcher Art vorgenommen werden würden.

  2. Wenn es ruhig ist, so meistens früh morgens sieht man u.a. auch Feldhasen, Rehe und Raubvögel.
    Dieses Biotop und der dazu gehörige Wald ist von vielen Tieren der Lebensraum! Dies sollte nicht zerstört werden!

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