Als Neuperlach aus dem Boden gestampft wurde – eindrucksvolle Bilder

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Neuperlach 1967 bis 1970
Neuperlach 1967 bis 1970. Foto: Christoph Wimber

Erst waren hier Felder und Wiesen, dann kam der beste Stadtteil. Christoph Wimber hat ein weiteres Mal eindrucksvolle Bilder vom Bau des Wohngebietes Nord hervorgekramt. Vielen Dank, dass die Fotos hier gezeigt werden dürfen!

Wo und wann die Bilder genau entstanden sind, konnte (noch) nicht genau identifiziert werden. Da 1967 Grundsteinlegung war, muss davon ausgegangen werden, dass die Bilder aus dem Zeitraum 1967 bis ca. 1970 stammen.

Neuperlach 1967 bis 1970
Neuperlach 1967 bis 1970. Foto: Christoph Wimber

Unstrittig beim Ort ist nur das Plett-Zentrum an der Albert-Schweitzer-Straße mit dem Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat und dem Ladenzentrum (unterstes Bild). Im Hintergrund sind die Wohnhäuser an der Plettstraße zu sehen. Laut Angabe sollen alle Bilder bis 1969 entstanden sein. Eine hier nicht gezeigte Luftbildaufnahme beweist, dass das Plett-Zentrum 1969 noch nicht einmal im Rohbau fertig war. Das erste Stockwerk und das markante, fensterlose Stockwerk ganz oben mit dem technischen Raum fehlten noch komplett. Daher dürfte 1969 sehr eng werden, eher entstand die Aufnahme 1970 oder vielleicht auch später.

An der Zuordnung der übrigen Fotos wird noch gearbeitet. Wer Tipps hat, nur her damit! Die Kommentarfunktion wartet darauf, gefüttert zu werden.

Neuperlach 1967 bis 1970
Neuperlach 1967 bis 1970. Foto: Christoph Wimber
Neuperlach 1967 bis 1970
Neuperlach 1967 bis 1970. Foto: Christoph Wimber
Neuperlach 1967 bis 1970
Das Plett-Zentrum (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Spielereien aus der Vergangenheit

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Plettstraße/Spielstraße ca. 1974
Plettstraße/Spielstraße (ca. 1974). Foto: A. K.

Damals, ca. 1974, war die Spielstraße der Stolz in Neuperlach Nordwest. Wir sind hier an der Plettstraße Nähe Eisdiele (2016 leider abgerissen). Doch der Glanz ist lange vorbei. Zumindest die Spielstraße gibt es nicht mehr. Der Betonzylinder ist zwar noch existent (siehe Bilder unten), aber für den Durchgang gesperrt. Die roten Rohre sind Geschichte. Vielen Dank an A. K. für die tolle Einsendung!

Ex-Spielstraße/Plettstraße
Der traurige Rest … (2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Spielstraße/Plettstraße
… der Spielstraße … (2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Spielstraße/Plettstraße
… an der Plettstraße (2012) © Thomas Irlbeck

Leben am Ostpark (LAO) – Heben und Schweben

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Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 1: Kranaufbau am LAO (12.11.2013). Foto: J. W.

Wie bereits berichtet, entsteht am Plett-Zentrum neben dem Einkaufszentrum Life das LAO (Leben am Ostpark), ein Wohn- und Gewerbekomplex, der sich aus vier in einem Quadrat angeordneten Gebäudeteilen zusammensetzt, die von der Form Sprungschanzen nachempfunden sind. Entsprechend hat das Gebäude schon längst auch zwei Spitznamen: Schanzenhaus und Vierschanzenhaus.

Nachdem die Baugrube die erforderliche Tiefe erreicht hat und auch schon Teile der Bodenplatte gegossen wurden (im Bild 4 zu sehen), wurde nun der erste Kran aufgestellt. Hiervon werden ein paar Fotos präsentiert. Um eine Vorstellung davon zu geben, wie das Gebäude einmal aussehen soll, gibt es auch ein Bild mit einem Modell (Bild 2).

Zum ursprünglichen Gebäude sei auf den hervorragenden Artikel Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum von Bruno Tamborino verwiesen.

LAO Modell
Bild 2: So soll das Gebäude einmal aussehen (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 3: Vogelperspektive mit dem Baugrundstück und dem Einkaufszentrum Life (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 4 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 5 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 6 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 7 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 8 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 9 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 10 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 11 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 12 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 13 (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 14: Baustelle von der Plettstraße (Kurve) aus gesehen (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Kranaufbau am LAO (13.11.2013) © Thomas Irlbeck
Bild 15: Ebenso Standpunkt an der Plettstraße (Kurve) (13.11.2013) © Thomas Irlbeck

Auf totem Gelände entsteht „Leben am Ostpark“ (LAO)

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LAO-Baustelle
Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße (man beachte auch die Zelte), das Life, LAO-Baustelle – von allem etwas (14.09.2013) © Thomas Irlbeck

Auf dem LAO-Grundstück (Leben am Ostpark) neben dem Einkaufszentrum Life hat sich nun einiges getan. Es wurde schweres Gerät angeliefert. Bald wird der Erdaushub beginnen. Ein paar Bilder vom 14.09.2013.

Die Zelte auf dem Parkplatz haben mit der LAO-Baustelle übrigens nichts zu tun, außer dass noch mehr Gelände abgesperrt war als sonst. Hier feierte die Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Baukhage & Dr. Kramer ihr 20-jähriges Jubiläum.

LAO-Baustelle
Parkplatz Albert-Schweitzer-Straße, LAO-Baustelle, Vorplatz mit der Sonnenuhr (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle mit der Allianz und der gesperrten Fußgängerbrücke im Hintergrund (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle und das Life (14.09.2013) © Thomas Irlbeck
LAO-Baustelle
LAO-Baustelle. Erneut gibt es ein wenig „Allianz“ im Hintergrund (14.09.2013) © Thomas Irlbeck

Auf Los geht’s LAO

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LAO Modell
Bild 1: Das LAO mit der Haupteingangsseite. Blick Richtung Süd, quasi Richtung pep. Links unten: bestehender Vorplatz, der umgestaltet wird. Links oben: das Einkaufszentrum Life (angeschnitten). Rechts: bestehender Wohnblock Plettstraße 13-17. Rechts oben: bestehender Wohnblock Plettstraße 21-33 (angeschnitten) – (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Neuperlach bekommt Zuwachs (Neuperlach.org  berichtete), die Lücke des alten Plett-Zentrum wird mit dem LAO-Haus („Leben am Ostpark“) geschlossen. Die vier im Quadrat angeordneten Hausteile, die bis zum zweiten Stockwerk miteinander verbunden sind, erinnern an Sprungschanzen. Entsprechend ist die Form wohl absolut einmalig. 139 Eigentumswohnungen plus Flächen für Gewerbe (nutzbar für Läden, Praxen, Gastronomie, Kita etc.) entstehen. Über den Innenhof des LAO wird man zur bestehenden Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße gelangen.

Gestern war eine Informationsveranstaltung am LAO-Grundstück. Man konnte sich über das Bauvorhaben informieren und Wohnungen reservieren. Trotz der großen Hitze fanden sich einige Interessenten ein, bevorzugt nahmen die Leute im Container Platz. Innen ist ein riesiges, mit viel Liebe gestaltetes Modell des LAO aufgebaut, das hier vorgestellt wird.

Sicherlich folgt das LAO nicht der Neuperlacher Tradition mit Flachdächern und großzügigen Freiflächen. Heute wird kein Platz mehr verschenkt, man nutzt die Grundstücksgröße weitergehend aus als in den 1970er-Jahren. Auf der Ostseite zum Einkaufszentrum Life wird es keinen Abstand geben, das Gebäude schließt nahtlos an. Auf der Nordseite mit dem Haupteingang hat man den alten Vorplatz mit der Sonnenuhr als Puffer. Dort findet sich die bestehende Wohnanlage Plettstraße 13-17. Der Vorplatz wird umgestaltet und erheblich mehr Grün bekommen. Auf der Westseite gibt es eine kleine Gartenanlage, an welcher der bestehende Wohnblock Plettstraße 21-33 angrenzt. Die Gartenanlage führt ums Eck auf die Südseite und schafft zur Ständlerstraße einen Abstand, der aber deutlich kleiner ausfällt als bei der genannten Wohnanlage.

LAO Modell
Bild 2: Rechts: Beginn der Brücke über die Ständlerstraße. Links unten: bestehender Wohnbaus Plettstraße 21-33 (angeschnitten). Links oben: bestehender Wohnblock Plettstraße 13-17 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima

Dennoch werden die Bewohner des LAO nicht auf eine große Parkanlage verzichten müssen, wenn sie Erholung suchen. Denn vom LAO gelangt man in ca. fünf Fußminuten zum beliebten Ostpark. Man muss dazu nicht einmal eine Straße niveaugleich überqueren, denn es gibt die blaue Fußgängerbrücke über die Quiddestraße. Die U-Bahnstation Quiddestraße befindet sich auch in unmittelbarer Nähe, auch diese erreicht man ohne Überqueren einer Straße. Hoffentlich stellt der Verkehrslärm zur Ständlerstraße kein Problem dar. Die Fenster werden gut dämmen, aber diese will man ja nicht immer geschlossen haben. Das Modell zeigt eine gläserne Wand auf der Südseite, die auf der Hausschräge montiert ist (in Bild 2 zu sehen) und hier offenbar weitere Dämmung erzielen soll, ohne die Optik allzu sehr negativ zu beeinflussen.

Baubeginn

Laut Auskunft der verantwortlichen Firma Zima beginnt der Bau nun voraussichtlich Anfang September dieses Jahres.

LAO Modell
Bild 3: Links: unten: Block Plettstraße 13-17. Rechts unten: Block Plettstraße 21-33 (angeschnitten) – (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 4: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 5: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 6: Ähnliche Ansicht wie Bild 1 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 7: Zoom: Haupteingangsseite des LAO. Bestehender Vorplatz. Rechts: Block Plettstraße 13-17 (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 8: Zoom. Links ist noch ein Stück des bestehenden Vorplatzes zu sehen (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Modell
Bild 9: Unten: Einkaufszentrum Life (angeschnitten). Links verläuft die Ständlerstraße, die im Modell aber nicht zu sehen ist. Nur der Beginn der Fußgängerbrücke ist abgebildet (03.08.2013) © Thomas Irlbeck. Veröffentlichung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Zima
LAO Container
Bild 10: Infocontainer auf dem Vorplatz (03.08.2013) © Thomas Irlbeck.

Ganz schön abgehoben – Neuperlach wartet auf das Vierschanzenhaus (Update 12.07.2013)

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Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude als Ersatz für den Westflügel des Plett-Zentrum. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Wie berichtet, entsteht am Westflügel des ehemaligen Plett-Zentrum ein neuer Gebäudekomplex mit Kita, Läden, Arztpraxen und vielen, vielen Wohnungen. Genau werden es 144 Eigentumswohnungen sein. Die Form ist sicherlich außergewöhnlich, sie erinnert an vier Sprungschanzen, die im Quadrat angeordnet sind. Umgangssprachlich wird das Gebäude längst als Schanzenhaus oder – mit Anspielung an die Vierschanzentournee – als Vierschanzenhaus bezeichnet.

Die Projektentwicklungsfirma Zima, bei der man die Eigentumswohnungen reservieren kann, wirbt indes mit dem Begriff „LAO“, was schlicht und ergreifend „Leben am Ostpark“ bedeutet. Der nach wie vor negativ besetzte Begriff Neuperlach wird auf diese Weise vermieden. Auf der offiziellen Website Leben am Ostpark findet man den Begriff Neuperlach zumindest nicht an prominenter Stelle. Perlach ohne Neu taucht immerhin an einigen Stellen auf. Es ist einzusehen, dass ein Werbekonzept darauf ausgelegt ist, keine negativen Assoziationen zu wecken. Allerdings darf es schon als gewagt betrachtet werden, hier die unmittelbare Nähe zum Ostpark anzupreisen. Der Bau liegt direkt – getrennt durch einen Erdwall – an der Ständlerstraße, einer vierspurigen Autostraße mit Tempo 60 km/h. Der Ostpark ist in etwa fünf Fußminuten erreichbar. Doch vom Haus aus wird man ihn kaum sehen können. Zwar wird man die zulässige Bauhöhe von immerhin 25 Metern ganz oder nahezu ausschöpfen, denn der Bau wird acht Geschosse erhalten. Die bestehenden Häuser, die sich vor dem Ostpark befinden, sind ziemlich genau 25 Meter hoch und haben neun Geschosse. Daher wird man selbst von ganz oben kaum übers sie darübersehen können, vielleicht aber durch ein paar Lücken zwischen den Wohnanlagen einen Blick auf den Ostpark erhaschen oder generell zumindest die Gipfel der beiden Hügel erblicken können. Google Maps zeigt aber in der 3D-Ansicht, dass dafür wenig Spielraum vorhanden ist (der Ostpark ist dort oben in der Darstellung; die ungefähre Position des Vierschanzenhaus ist an der roten „A“-Markierung zu erkennen, genauer ein paar Meter rechts davon). Dafür wird man aber von oben einen schönen Blick auf die Alpen haben.

Vorplatz Plett-Zentrum
Am Vorplatz des Plett-Zentrum. Mit einem Minibagger geht es der Hecke an den Kragen (26.01.2013) © Thomas Irlbeck

Mein letzter Stand ist, dass es bereits im Frühjahr dieses Jahres losgehen könnte mit dem Bau. Bis jetzt ist noch nicht viel an Aktivitäten zu sehen. Allerdings wurde nun angefangen, die Hecken des Vorplatzes, an dem sich die Sonnenuhr befindet, zu entfernen. Der Platz soll umgestaltet werden und die Sonnenuhr dann um ein paar Meter versetzt wiederauferstehen. Interessant ist, dass die Zufahrt zum Vierschanzenhaus über die Albert-Schweitzer-Straße und nicht die Plettstraße erfolgen wird. Der Westflügel des Plett-Zentrum hatte dagegen eine Zufahrt von der Plettstraße – mit Parkplatz – aus und erhielt folgerichtig eine Adresse an selbiger. Die Adresse war Plettstraße 19. Möglicherweise bekommt das Vierschanzenhaus ja eine Adresse an der Albert-Schweitzer-Straße, denn meines Wissens kommt es bei der Adressvergabe darauf an, von wo aus die Zufahrt erfolgt. Auch gilt abzuwarten, wie nahe das Vierschanzenhaus an das Einkaufszentrum Life hingebaut wird. Gebäude mit unterschiedlichem Architekturstil entfalten nur dann ihre volle Wirkung, wenn sie auch einen angemessenen Abstand voneinander haben. Bilder sollte man ja auch nicht unmittelbar nebeneinander an die Wand hängen. Gerade, weil das Life nur zwei Geschosse hoch gewachsen ist, wäre ein weicher Übergang angemessen. Es ist allerdings zu befürchten, dass der Abstand gering ausfallen wird. Heute baut man wieder weit näher aneinander als noch im Neuperlach der 1960er- und 1970er-Jahre, es gibt nichts zu verschenken.

Vorplatz Plett-Zentrum
Eine Hecke ist bereits komplett verschwunden. Geht es nun bald los mit der Bebauung? (26.01.2013) © Thomas Irlbeck
Vorplatz Plett-Zentrum
Der Vorplatz Plett-Zentrum (Archivbild). Im August 2012 war die Wellt der Hecken noch in Ordnung

Kurz abgehoben – das Vierschanzenhaus im Flug angeschaut: Es entstehen vier Teilbauten, die bis zum 3. Geschoss miteinander verbunden und im Quadrat um einen Innenhof angeordnet sind. Neben Gewerbe sind 144 Eigentumswohnungen vorgesehen, sowohl Etagenwohnungen (mit 2 bis 4 Zimmern) als auch Penthousewohnungen. Zur Ausstattung gehören Fußbodenheizung, Echtholzparkett, 3-Scheiben-Isolierverglasung, bodentiefe Fenster, begrüntes Schrägdach, Terrassen (in den obersten beiden Stockwerken), Balkone (teilweise).

Update (31.01.2013)

Baubeginn soll nun Mitte 2013 sein, die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.

Nicht kompatibel zu diesem Termin ist jedoch die Auskunft eines Bauarbeiters. Er sagte, die Bauarbeiten auf dem Hauptgrundstück würden nicht im Sommer, sondern bereits in etwa 4 Wochen beginnen. Lassen wir uns überraschen, wann es dann wirklich losgeht!

Update (06.02.2013)

Plett-Zentrum Container
Es wurde ein Container auf dem Vorplatz mit der Sonnenuhr aufgestellt (06.02.2013)
Plett-Zentrum Vierschanzenhaus
Die Werbetafel zeigt auch die Innenseite des Baus (06.02.2013) © Thomas Irlbeck

Update (12.07.2013)

LAO-Grundstück
Offenbar werden nun Pflanzen auf dem LAO-Grundstück entfernt. Vermutlich schon eine bauvorbereitende Maßnahme (12.07.2013) © Thomas Irlbeck

Heute habe ich ein Baufahrzeug auf dem Grundstück gesichtet. Der Bauarbeiter, mit dem ich sprach, wusste nicht, wann der eigentliche Bau beginnen wird. Nach meiner Interpretation könnte das aber eine bauvorbereitende Maßnahme sein.

Laut Metallbauer-Report soll es im September 2013 losgehen mit dem Bau.

Von Unwörtern und Wörtern des Jahres – Ich verstehe die Sprachen nicht, ich höre nur ihren Klang

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Streng genommen gibt es gar keine Unwörter, genauso wenig wie es keine Unkosten oder kein Unkraut gibt. Denn ein Unwort ist ja auch wiederum ein Wort. Auf einer anderen Ebene gesehen, ist Unwort selbst ein Unwort. Nichtsdestotrotz verfolge ich die Wahl zum Wort und Unwort des Jahres immer mit großem Interesse. Heute wurde von der Sprachkritischen Aktion das Unwort des Jahres 2012 bekanntgegeben. Gewonnen hat die schweizerisch-deutsche Wetterfee Jörg Kachelmann mit ihrer unfreiwilligen Einsendung Opfer-Abo.

Opfer-Abo – Unwort des Jahres 2012

Kachelmann sagte im Oktober 2012 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL:

Das ist das Opfer-Abo, das Frauen haben. Frauen sind immer Opfer, selbst wenn sie Täterinnen wurden. Menschen können aber auch genuin böse sein, auch wenn sie weiblich sind.

Die Begründung der Jury:

Im Herbst 2012 sprach Jörg Kachelmann in mehreren Interviews (z.B. im Spiegel vom 8.10.2012) davon, dass Frauen in unserer Gesellschaft ein „Opfer-Abo“ hätten. Mit ihm könnten sie ihre Interessen in Form von Falschbeschuldigungen – unter anderem der Vergewaltigung – gegenüber Männern durchsetzen. Das Wort „Opfer-Abo“ stellt in diesem Zusammenhang Frauen pauschal und in inakzeptabler Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und somit selbst Täterinnen zu sein. Das hält die Jury angesichts des dramatischen Tatbestands, dass nur 5-8 % der von sexueller Gewalt betroffenen Frauen tatsächlich die Polizei einschalten und dass es dabei in nur bei 3-4 % der Fälle zu einer Anzeige und einem Gerichtsverfahren kommt, für sachlich grob unangemessen. Das Wort verstößt damit nicht zuletzt auch gegen die Menschenwürde der tatsächlichen Opfer. Die Jury urteilt damit in keiner Weise darüber, ob und inwiefern Einzelpersonen von Verleumdungen betroffen sein können und somit auch nicht über den Fall Kachelmann. Sie kritisiert vielmehr einen Wortgebrauch, der gängige Vorurteile in Bezug auf eine Vortäuschung von Vergewaltigungen oder eine Mitschuld der Frauen bestätigt. Ausdrücke dieser Art drohen letztlich den zivilgesellschaftlichen und juristischen Umgang mit sexueller Gewalt in bedenklicher Weise zu beeinflussen.

Quelle: Presseerklärung Unwort des Jahres

Jörg Kachelmann
Die schweizerisch-deutsche Wetterfee Jörg Kachelmann (2006). Foto: cgommel / Lizenz siehe: flickr

Die Begründung ist schlüssig, das Wort unterstellt wegen der belehrenden und diskriminierenden Pauschalisierung sowohl Gesellschaft als auch Justiz, einem gewaltigen Irrtum zu unterliegen. Es schwingt auch ein Rückblick in längst vergangene Zeiten mit, als die Emanzipationsbewegung der Frauen noch ganz am Anfang stand. Ferner wird in Zweifel gezogen, dass die Justiz bei der Aufarbeitung sexueller Gewalt angemessen und korrekt urteilen kann, da der Gesellschaft offenkundig in solchen Fragen ein Männer-Malus und Frauen-Bonus innewohnt.

Überrascht und auch irritiert hatte mich dagegen im Dezember letzten Jahres die Bekanntgabe das Wort des Jahres 2012 „Rettungsroutine“. Die Gesellschaft für deutsche Sprache prämierte ein Wort, das erst nach dieser Wahl eine nennenswerte Verbreitung fand. Zwar drückt das Wort in polemischer Weise hervorragend aus, dass die Rettung des Euro nicht mehr langfristig angelegt ist, sondern regelmäßig wiederholt werden muss, obgleich man mit Rettung eine eher einmalige oder zumindest nachhaltige Aktion assoziiert. Aber das Wort war zum Zeitpunkt der Wahl kaum bekannt. Immerhin wurden keine Leitlinien verletzt, denn laut den Kriterien ist eine häufige Verwendung des Wortes keine zwingende Voraussetzung.

Ein Börsen-Unwort des Jahres wurde heute auch von der Sprachkritischen Aktion in Kooperation mit der Börse Düsseldorf bekanntgegeben: freiwilliger Schuldenschnitt.

Was liegt da näher, als auch ein Neuperlach-(Un)Wort des Jahres ins Leben zu rufen?

„Bebauungsplan“ – mein Neuperlach-Unwort des Jahres 2012

Siegerentwurf Hanns-Seidel-Platz © Formfest – Daniel C. Wolf. Mit freundlicher Genehmigung von Spacial Solutions

Es gibt tatsächlich ein Wort, das für einigen Zorn bei Bürgern und Kommunalpolitikern sorgte und angemessen in der Presse verbreitet wurde: Bebauungsplan. Seit vier Jahrzehnten warten die Neuperlacher auf ihr Zentrum. Bereits in den 1970er-Jahren sollte die Bebauung abgeschlossen werden. Doch noch immer ist die Mitte Neuperlachs ein riesiger Parkplatz. 2010 wurde nach einem Ideenwettbewerb zur Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes ein Sieger gekürt und es sah so aus, dass es nun recht schnell losgehen könnte. Doch 2012 war man nicht viel weiter. Stadtteilpolitiker erfuhren, dass es keinen Bebauungsplan gebe. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das, dass man ein Gericht zubereiten will, aber die Zutaten noch nicht einmal eingekauft sind, ja man sich noch nicht mal entschieden hat, welche Zutaten man genau braucht. Der Münchner Wochenanzeiger textete „Neuperlach – Herbe Enttäuschung“. Nun geht man davon aus, dass die Baumaschinen selbst bei der optimistischsten aller Annahmen frühestens Mitte 2017 anrücken werden.

„Schanzenhaus“ – mein Neuperlach-Wort des Jahres 2012

Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Ein weiteres Wort machte letztes Jahr von sich reden, aber in einer weit positiveren Weise. 2012 wurden neue Pläne für den Ersatz des ehemaligen Westflügels des Plett-Zentrum vorgestellt. Das Gebäude verblüfft durch seine spektakuläre Form, die an vier im Quadrat angeordneten Sprungschanzen erinnert. Schnell verbreitete sich der Begriff „(Vier-)Schanzenhaus“. Die lange Version „Vierschanzenhaus“ ist außerdem eine treffende Anspielung an die Vierschanzentournee. Etwas weitergedacht könnte man die vier Gebäudeflügel nach den einzelnen Austragungsorten der Vierschanzentournee benennen: Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

Der Ersatz für das Plett-Zentrum: das Vierschanzenhaus (Update: 21.09.2012)

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Rampe am Plett-Zentrum
Rampe am Plett-Zentrum (30.06.2012) © Thomas Irlbeck

Der Abriss des Plett-Zentrum wurde im Juli beendet. Danach hat man eine Rampe aus Kies zur Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße errichtet. Die Brücke musste wegen der Abrissarbeiten gesperrt werden.

Am 11.07. wurde die Brücke wieder für die Allgemeinheit freigegeben. Die Brücke soll zumindest bis zum Beginn der Bauarbeiten am neuen Gebäude geöffnet bleiben. Die Brücke wurde von den Anwohnern und Besuchern vermisst, sie ist eine wichtige Verbindung zum Einkaufszentrum pep.

Der Entwurf für das neue Plett-Zentrum

Als Ersatz für das alte Gebäude wird ein ganz besonderer Bau kommen, der an vier Sprungschanzen erinnert (siehe Abbildung). Diese „Schanzen“ sind quadratisch um einen Innenhof angeordnet.

Plett-Zentrum - vier Schanzen
Das geplante neue Gebäude. Mit freundlicher Genehmigung von Paulus2. Visualisierung von Jürgen Engel Architekten

Die Schrägdächer sollen begrünt werden. Beim neuen Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten erinnert praktisch nichts mehr an den alten, nur bei der Gebäudehöhe wird man bei acht Geschossen bleiben. Auch an der Mischnutzung wird nicht gerüttelt: Unten sollen eine Kita, ein Café (im Innenhof), Läden etc. einziehen, die meisten Etagen sind für Wohnungen vorgesehen, die wegen der Wohnungsnot in München dringend gebraucht werden. Rund 150 Wohnungen sollen entstehen. In den zwei obersten Geschossen sind Dachterrassen eingelassen, die dem Schrägdach einen weiteren interessanten Akzent geben und das Wohnen dort weiter aufwerten dürften. Ferner verfügen die Wohnungen über eine Reihe von Balkonen. Die Form des Gebäudekomplexes wird mehr Licht in den Innenhof lassen. Immerhin gelangt trotz der umschließenden Form und der relativ großen Gebäudehöhe gleich aus vier Richtungen Tageslicht an den jeweils niedrigsten Stellen – quasi dem Schanzentisch auf Höhe des dritten Geschosses – in den Hof.

Kritisch kann man sehen, dass der Bau einen zu starken Kontrast zu den strengen 90-Grad-Winkeln der üblichen Neuperlacher Gebäude bildet. Dem kann man entgegensetzen, dass der Bau mit der wahrscheinlich einmaligen, unverwechselbaren Form ein Blickfang werden dürfte. Aber der Übergang zu dem zweigeschossigen Life ist jetzt ziemlich hart ausgefallen. Ursprünglich wollte man das Gebäude Richtung Westen in der Höhe ansteigen lassen, sodass ein annähernd fließender Übergang zum Life entsteht. Jetzt schließt das Haus aber mit voller Gebäudehöhe von rund 25 Metern an das Life an. Das „Vierschanzenhaus“ erreicht damit etwa die Höhe der umliegenden Wohnhäuser vom Typ N1 bis N5 mit seinen neun Geschossen. Nach meinem Geschmack ist die Form wirklich sehr interessant. Weiße Häuser mit den schmalen hohen Fenster sind derzeit voll im Trend, aber gleichzeitig ist diese Form auch schon ein wenig überstrapaziert.

Update 12.07.2012: Brücke nun offen wie ein Scheunentor

Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Brücke (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Auf der Rampe (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe Richtung Süd, also Allianz/pep (12.07.2012) © Thomas Irlbeck
Brücke Plett-Zentrum Rampe
Die Rampe mit dem Life im Hintergrund (12.07.2012) © Thomas Irlbeck

Update 21.09.2012

Baubeginn soll „bei entsprechend schneller Genehmigung“ im Frühjahr 2013 sein, die Fertigstellung im Sommer 2014. Das berichtet die lokale Wochenzeitung „Hallo“, Ausgabe Ramersdorf-Perlach vom 20.09.2012, Seite 1. Der offizielle Name des Gebäudes könnte tatsächlich „Vierschanzenhaus“ lauten, in Anlehnung an die berühmte Vierschanzentournee.

Abriss Plett-Zentrum – das Finale

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Abriss Plett-Zentrum
Der letzte Rest des Plett-Zentrum (04.05.2012) © Thomas Irlbeck

Weitere Bilder auf Facebook, dort gibt es unter anderem einen seltsamen Stellplatz und Bilder aus der Vogelperspektive:

Mehr zum Plett-Zentrum (Geschichte des Baus)

Plett-Zentrum – was kommt danach? (Planungen des neuen Baus)

Plett-Zentrum: Ayinger Hof wehrt sich (noch)

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Pletz-Zentrum Abriss
Plett-Zentrum – es steht noch mehr, als es den Anschein hat (25.04.2012). Foto: Benedikt Bast
Plett-Zentrum Ayinger Hof
Plett-Zentrum: Ayinger Hof (25.04.2012) © Thomas Irlbeck

Vom Haupteingang betrachtet steht fast nichts mehr vom Plett-Zentrum. Doch auch heute trotzt der Ayinger Hof noch dem Abrissbagger. Danke an Benedikt für die Fotoeinsendung! Informationen zu den Planungen für das neue Plett-Zentrum gibt es unter Neues vom alten Plett-Zentrum.

Mehr zum Plett-Zentrum (Geschichte des Baus)

Abstecher zum Quidde-Zentrum

Quidde-Zentrum
Quidde-Zentrum aus seltener Perspektive. Die Räume der ehemaligen Stadtbibliothek sind im Bereich Bildmitte bis rechter Bildrand zu finden, gewissermaßen im 1. Stockwerk, also eine Ebene höher als die Autostellflächen (25.04.2012) © Thomas Irlbeck

Noch eine andere Aufnahme, auch von heute, aber nun vom Quidde-Zentrum. So sieht man das Quidde-Zentrum fast nie. Aber der Bau macht auch aus dieser Perspektive eine gute Figur. Also noch mal festhalten, wer weiß, wie lange das Zentrum noch steht. Ende nächsten Jahres soll das Gebäude abgerissen werden (Neuperlach.org berichtete). Ich appelliere an alle Verantwortlichen, noch mal als Alternative eine Sanierung – ggf. mit Nachverdichtung – zu prüfen. Einkaufen kann man übrigens im Zentrum fast nichts mehr, die meisten Läden stehen leer oder die Räumlichkeiten werden anderweitig genutzt. In den Räumen der Stadtbibliothek ist nun vor kurzem das „Deutsch-Islamische Kulturzentrum“ eingezogen.

Wasserfontäne an der Plettstraße

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Wasserfontäne
Wasserfontäne (11.04.2012). Foto: J. W.

Heute war an der Plettstraße eine Wasserfontäne zu beobachten, die fast die Höhe der umliegenden Häuser erreichte. Offenbar ein Wasserrohrbuch. Ob die nahegelegene Baustelle am Plett-Zentrum damit in Verbindung steht, ist derzeit unklar. Danke an J. W. für die Einsendung!

THW-Einsatzübung am Plett-Zentrum

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Heute fand am Plett-Zentrum eine Einsatzübung des THW (Technisches Hilfswerk) statt. Die Feuerwehr waren ebenfalls vor Ort. Ein vielleicht letztes Mal kommt das Plett-Zentrum als Gebäude zur Geltung. Die Flusssteine auf dem Flachdach wurden als Abrissvorbereitung bereits abgetragen, ebenso werden immer mehr Elemente wie Türen und Stahlteile entfernt.

(Link zum Bilderalbum entfernt)

Update 06.04.2012

Laut „Hallo“ vom 05.04.2012, S. 3, wurde die Rettung einer vermissten Person geprobt. Mit Hilfe einer Hundestaffel konnte die Person in einem verschlossenen Raum lokalisiert werden. Mittels eines Kernbohrgeräts und einer Betonkettensäge wurde eine Rettungsöffnung geschaffen und die Person schließlich befreit.

Das THW beklagt, dass Übungsgelände wie hier das Plett-Zentrum zu selten von den Eigentümern zu Übungszwecken zur Verfügung gestellt werden.

Requiem – in Erinnerung an das Plett-Zentrum

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Viele sahen und sehen im Plett-Zentrum eine Betonbausünde aus den 1960er-Jahren, der man keine Träne nachweinen sollte. Doch dies wird dem Bau nicht gerecht. Denn der Gebäudekomplex war etwas Besonderes, er war durchdacht, er hatte seine berühmten Vorbilder und nahm Anleihen bei Stararchitekten. Vieles ist jedoch dem Normalsterblichen nicht bekannt und kann auch nicht mehr erkundet werden, da der Bau schlicht nicht mehr existiert – zum Zeitpunkt dieses Artikels liefen bereits die Abrissaktivitäten des verbliebenen Westteils. Speziell für Interessierte, die den ursprünglichen Bau nie oder nur flüchtig gesehen haben, ist es schwer, mehr zu erfahren. Auch hat nicht jeder das erforderliche architektonische Hintergrundwissen, ebenso sind manche Details nur mit aufwändiger Recherche in Erfahrung zu bringen, wenn sie überhaupt öffentlich zugänglich sind. So weist der Bau einige bemerkenswerte Raffinessen auf. Außerdem war das Plett-Zentrum in stärkerer Weise als Zentrum Neuperlachs konzipiert, als es gemeinhin bekannt ist. Bruno Tamborino entführt uns in die Entstehungsgeschichte des Baus und bringt uns in diesem hochinteressanten Artikel dessen Charakteristika und Eigenheiten nahe. Mit dieser Beschreibung liefert der Autor ein Plädoyer für den Erhalt vergleichbarer Gebäude, im Besonderen in Neuperlach.

Neuperlach 1967 bis 1970
Bild 1: Das Plett-Zentrum (ca. 1970). Foto: Christoph Wimber

Thomas Irlbeck

Über den Autor Bruno Tamborino (* 1969) lebte von 1974 bis 1987 in Neuperlach und hat mit starkem Interesse sämtliche Bau- und Umgestaltungsmaßnahmen in Neuperlach Mitte und Nord erlebt, heute lebt er in Italien. Er hat ein kleines Privatarchiv, bestehend aus Fotos, Postkarten, Zeichnungen und Bauplänen, mit persönlichen Aufzeichnungen und war immer daran interessiert, was aus Perlach Nord am besten werden könnte. Er ist ab der 5. Klasse im Werner-von-Siemens-Gymnasium zur Schule gegangen und war deshalb täglich in Perlach Nord unterwegs. 1983 schlug er der Neuen Heimat einen Neuanstrich für ein Haus vor, dieser Vorschlag wurde dann in der lokalen Wochenzeitung „Hallo“ veröffentlicht, aber nicht ausgeführt. Er hat auch ein Modell von einem Haus in Neuperlach gebaut und in Neuperlach 1985 ausgestellt und Daten für weitere Modellgebäude gesammelt.

Der Zweck dieses Beitrages ist, vom Plett-Zentrum eine Erinnerung zu erhalten und die Gründe seines Verschwindens zu verstehen.

Neue Heimat/Plett-Zentrum 2007
Bild 2: Das Plett-Zentrum (2007). Foto: Bruno Tamborino

Das Plett-Zentrum ist nach zirka 40 Jahren Existenz nur noch Erinnerung und das ist sehr schade. Die Hoffnung dieses Beitrages ist, dass, nachdem dieser Bau lieblos behandelt und recht flott abgebrochen wurde, dies nicht auch anderen Gebäuden in Neuperlach droht. Trotz einer sehr traurigen Indifferenz der Leute, die doch mit und in diesen Bauten aufgewachsen sind, stellen diese für viele ein Stück Heimat dar, das jetzt verschwindet, obschon man es schützen sollte.

Geschichte

Plett-Zentrum Zeichnung
Bild 3: Von oben links zeilenweise nach unten sieht man die Ostfassade, daneben die Westfassade mit Laderampe, die Südfassade mit den Kellerfenstern und die Nordfassade mit den Treppen und den Einfahrten. Alles ist im Ursprungszustand noch ohne Brücke an der Südseite, aber mit der Space Churn. Auch die dunklen Brüstungsabdeckungen gab es anfangs noch nicht. In Rot unterstrichen ganz unten ist der zuletzt noch stehende Bauteil markiert. Zeichnung: Bruno Tamborino

Das Plett-Zentrum war 1967 schon ganz geplant (siehe das Titelbild und Hauptillustration vom Buch „Entlastungsstadt Perlach in München“, herausgegeben 1967 von der Neuen Heimat), es wurde aber erst ein oder zwei Jahre nach den Wohnhäusern in seiner Umgebung zusammen mit dem noch bestehenden gegenüberliegenden Bürohaus eingeweiht. 1971 bezog also die Neue Heimat Bayern ihr neues Verwaltungshaus, es kamen aber auch Geschäfte, ein Restaurant und eine Filiale der Stadtbibliothek München in das Zentrum. Es waren der Ayinger Hof, ein Rewe-Supermarkt, die Papeterie Perlach, ein Solarium mit Kosmetikstudio und andere Geschäfte, die recht bald wieder verschwunden sind oder ihre Identität geändert haben, wie z.B. ein Tapetengeschäft. Der mittlere Teil des Plett-Zentrum bestand aus einem großen, offenen Platz, auf den auf einer Seite der Eingang der Verwaltung der Neuen Heimat schaute, auf der anderen Seite waren Geschäfte. Die Eingänge und Vitrinen aller Geschäfte (auch des Restaurants und der Bibliothek) bildeten drei Fronten, zwei schauten auf eine offene Passage, die andere auf diesen Platz. Der Platz war wie das ganze Hochparterre des Plett-Zentrum zirka 2,60 Meter über dem Straßenniveau. An seinen zwei gegenüberliegenden Seiten grenzten ihn nur zwei schmale Dachstreifen optisch ein und hier stand ab 1972 die Space Churn (Raumspindel, auch als Neuperlach Mobile bekannt), das Wahrzeichen Neuperlachs.

Plett-Zentrum Grundriss Zeichnung
Bild 4: Hochparterre-Grundriss des Plett-Zentrum. Man erkennt in Schwarz die Säulen in versetztem Doppelraster, alle parallelen Säulen stehen in 10,50 Meter Abstand. In Orange die Räume im Hochparterre, in Rot und Violett die Obergeschosse der Büros, rechts die Geschäfte. In Hellblau die Bedachung der Freiflächen im Hochparterre. Die gestrichelten Linien deuten schematisch die Tragebalken der Decke an, alle habe ich nicht rekonstruieren und einzeichnen können. Zeichnung: Bruno Tamborino

Anfang der 1980er-Jahre wurde die Fußgängerbrücke über die Ständlerstraße gebaut, als auch das Konzerngebäude der Vereinte Versicherung (damals noch Vereinigte Versicherung) und das pep fertig waren. Als Durchgang zur Brücke wurden die Brüstung und der Blumentrog hier unterbrochen, welche vorher durchgehend waren, obwohl diese Brücke schon von Anfang an geplant war. In der ersten Hälfte der 1980er-Jahre wurde der Bau auch einer Pflege unterzogen, bei der die vertikalen Brüstungsplatten per Hochdruckwasserstrahl gesäubert wurden und vor allen Dingen die Oberkanten dieser Platten mit optisch angepassten, dunklen Aluminiumprofilen geschützt wurden. 1986 wurde die Neue Heimat aufgelöst und die WSB Bayern zog ein, entsprechend wurde auch das große „NH“-Logo am Obergeschoss des Verwaltungsbaus durch ein „WSB“-Logo ersetzt.

1999 wollte die WSB schon neue Räume, bis sie einige Jahre später den Bau verließ und die Büros dann nicht mehr benutzt wurden. 2001 zog die Stadtbibliothek in das nahe Quidde-Zentrum um, auch dies war ein klares Zeichen, dass das Plett-Zentrum seine besten Zeiten leider schon hinter sich hatte. Spätestens 2005 standen die Verwaltungsräume und die meisten Geschäfte leer. Der großflächige Bau wurde unter zwei Besitzern geteilt, der Geschäftsteil kam in eine Hand, der doppelt so große Teil mit Büroräumen und Platz in die Hand von Aldi, um dort die Büros und den Platz mit einem Markt zu ersetzen. 2006 schenkte die WSB die Space Churn auch der Stadt München.

Im März 2008 wurde der größere Teil des Baus abgerissen, zu diesem Zweck wurde die Space Churn umgesiedelt und der übrige Teil des Baus an der Trennstelle funktionell wieder instand gesetzt. Nach dem Abriss wurde dann nicht der Aldi-Markt, sondern das Life-Einkaufszentrum erbaut, das an den noch stehenden Teil anschloss. Die offene, ehemalige Ladenpassage wurde abgezäunt und ihre Ladenvitrinen mit Holzplatten verschalt, um weiterhin als Durchgang zur Fußgängerbrücke zu dienen, während der Restbau leer und mehr oder weniger in der Hand der Vandalen war, aber aus einigen Blickpunkten sah er noch recht gut aus. Im März 2012 begann auch hier der Abbruch, um ein mehrstöckiges Gebäude an seiner Stelle zu erbauen. Damit enden die 41 Jahre Existenz des Plett-Zentrum.

Beschreibung

Das Plett-Zentrum war ein großzügiger, flacher Bau, der mit großen Spannweiten zwischen den wenigen, relativ dünnen Säulen und einer Totalverglasung der Büro- und Ladenräume imponieren sollte. Die Räume sollten ein Maximum an Licht und Flexibilität bieten, auch innen waren nur wenige Säulen und Mauern zu finden. Alle Fenster der Büros schauten auf das Grün der balkonartigen Brüstungen oder auf zwei grüne Innenhöfe, deren größerer quadratisch war und sich in drei stockwerkshohen, begrünten Stufen nach unten verkleinerte. Alle Brüstungen, auf die Fenster oder Fußgängerbereiche schauten, waren mit Sträuchern und Blumen bepflanzt. Alles am Bau war streng geometrisch und entsprechend fixer Regeln gestaltet.

Das Plett-Zentrum war vollunterkellert, dieser Keller schaute über einen Meter aus dem Boden. Er diente als Büro- oder Archivraum, Tiefgarage und Nebenräumlichkeiten der Geschäfte. Das Hochparterre bedeckte den größten Teil der Oberfläche, abgesehen vom zentralen Platz, der Ladenpassage, den zwei Passagen von dieser zum Platz und beiden Innenhöfen der Verwaltung. Neben dem Platz befand sich der dreistöckige, quadratische Hauptbau der Verwaltung, dessen oberstes Geschoss nach außen keine Fenster hatte und deshalb nur wie eine sehr hohe Abschlussbrüstung aussah. Das Plett-Zentrum wies an der Nordseite drei breite Treppen zum Hochparterre auf, eine als Nebeneingang zur Verwaltung, zwei zu den offenen Flächen und zwei Tiefgarageneinfahrten. An der Südseite hatte nur der Keller unter dem dreistöckigen Bauteil große Fenster entsprechend den Stockwerken darüber. An der Westseite befand sich eine Laderampe für die Lagerräume der Geschäfte, auch hier war der Bau streng und komplett gestaltet. Außer an der Laderampe und an den Südfenstern war der Keller völlig fensterlos.

Es gab an dem Bau keine kleinteiligen Ausnahmen, alles folgte einem geometrisch-minimalistischem Stil, der aber sehr großzügig umgesetzt wurde. Die Decken waren alle in Innen- und Außenbereichen mit Rigipsplatten durchgehend flach und weiß verkleidet, mit eingebauten Neonleuchten. Horizontale, durchgehende Elemente waren dominant. Alle Brüstungen setzten sich aus vorgeblendeten, massiven Betonplatten zusammen, die gesägt, geschliffen und poliert waren, also fast wie natürliches Konglomerat aussahen. Alle Fenster- und Türrahmen und die sieben kubusförmigen Dachaufbauten waren aus brauneloxiertem Aluminium, die Säulen aus nicht bemaltem Beton und alle Kellermauern, außer den wenigen unter den Kellerfenstern, weinrot bemalt. Die Freiflächen bestanden aus großen, quadratischen, perfekt horizontalen Waschbetonplatten mit relativ breiten Fugen dazwischen, in die das Regenwasser abfloss und dann unter den Platten abgeleitet wurde. Auch die Treppen waren aus Waschbeton. In den meisten Räumen befand sich ein neutral gefärbter Teppich, in der Eingangshalle der Büros waren die Haupttreppe zu den Obergeschossen und die Empfangstheke imponierend und phantasievoll gestaltet. Die dominante Farbe außen war Betongrau, mit viel Verglasung.

Das Plett-Zentrum repräsentierte einen Bau mit gemischter Funktion, es war gleichzeitig Verwaltungsbau, Ladenzentrum und öffentlicher Bau mit der Stadtbibliothek, dem großen Platz und der Passagenfunktion zur Brücke. Die Verwaltung besetzte den größten Teil. Die Position der Space Churn auf dem Platz war nicht zufällig, denn der Platz war als erster Neuperlacher Mittelpunkt vorgesehen, die große Treppe, die Space Churn und seine ganze würdevolle Gestaltung bestätigen dies (siehe auch Illustration in „Entlastungsstadt Perlach“), er sollte in moderner Form eine säulengerahmte, griechische Agora interpretieren. Die breiten, nicht steilen Treppen waren alle einladend, wenn auch nicht barrierefrei.

Als Verwaltungsbau der (damals Neuperlach erbauenden) Neuen Heimat Bayern war er das eigentliche Zentrum Neuperlachs, mehr als der heute noch völlig undefinierte Hanns-Seidel-Platz. Der Bau sollte das Paradepferd von Neuperlach Nord sein und war es auch. Das Plett-Zentrum war aber auch ein klares Machtsymbol der Neuen Heimat, mit seiner sehr großen Ausdehnung und seinen besonderen bautechnischen Lösungen. Kohärent mit ihrer Wirkungs- und Bauphilosophie hat sie aber auf teure und exklusive Baumaterialien, etwa Marmor, oder auf aufwändige Verkleidungen verzichtet.

Maße und Bautechnik

Ich werde jetzt technische Charakteristika und Maße angeben, die alle aus meiner Beobachtung stammen. Ich bin mir der Maße ziemlich sicher, aber mit maximal 10 % Toleranz kann ich deren ganz sicher sein.

Das Plett-Zentrum war ein ungeteilter Stahlbeton-Skelettbau mit vorgefertigten Deckenplatten, Bodenbelagsplatten und vertikalen Fassadenbrüstungen und -platten. Vor Ort wurden also der Keller, die Säulen, die Deckenträger und die Brüstungshalterungen gegossen; wie schon angedeutet, war die Struktur völlig ohne Dehnfugen. Das Muster der Säulenverteilung war ungewöhnlich, um von außen weniger Säulen erscheinen zu lassen, als effektiv vorhanden waren. Auf den Säulen befanden sich massive, vor Ort gegossene Betonträger, die dann die Deckenplatten trugen. Die begehbaren Außenbereiche hatten unter dem sichtbaren Bodenbelag eine geneigte, vor Wasser schützende Dachoberfläche, auf der die Platten waagrecht aufgestützt waren.

Alles am Bau basierte auf einer besonderen Baukonzeption: wenige, dünne Säulen, von denen man von außen den Eindruck haben sollte, es seien nur halb so viele, auf denen komplexe, verschieden strukturierte Dachkonstruktionen ruhten. Die großen Spannweiten und die vielen Anforderungen führten also zu sehr hohen Dachkonstruktionen. Das was von außen wie Balkonbrüstungen aussah, war ja in Wirklichkeit fast nur der vertikale Abschluss dieser Deckenkonstruktion. Die Betonbalken, die doppelte Struktur der Freiflächen und die Blumentröge verursachten das Surplus an Höhe, während die schlichte, weiß bemalte Verkleidung der Decken den Eindruck erweckte, man sehe von unten die eigentliche Decke.

Der ganze Bau maß beachtliche 172 mal 56 Meter und war größtenteils 6,50 Meter hoch, der Verwaltungsbau hatte auf 14,30 Meter seine Dachhöhe. Es war ein sehr ausgedehnter und flacher Bau. An den Fassaden sah man alle 10,50 Meter eine 30 Zentimeter dicke Säule, die Brüstungen waren 1,75 Meter hoch, die Fensterbänder 2,60 Meter. Im Inneren waren die Säulen auf einem doppelten, diagonal versetzten Quadratraster angeordnet, um den 10,50 Meter-Abstand zu halbieren. Die Kellerbasis ohne Treppen, Einfahrten, Rampen und der 1,75 Meter-Auskragung der Brüstungen bedeckte stolze 8.886 Quadratmeter. Die Deckenkonstruktion hatte als Hauptelement 60 Zentimeter hohe und 30 Zentimeter breite Tragebalken, auf der die Fertigteil-Deckenplatten lagen. Die Deckenverkleidung war 20 Zentimeter unter den Balken abgehängt. Darüber befanden sich die oben genannten Bodenbeläge der Außenbereiche, die Erde der Blumentröge oder die entsprechende Füllschicht der Innenbereiche. Vom Fußboden bis zur Deckenunterseite waren es reichlich mehr als ein Meter Höhe, oben schauten die Brüstungen nur 40 Zentimeter heraus, dieselbe Höhe der an den Innenseiten der Blumentröge angeordneten Betonsitzbänke um die Außenbereiche.

Architektur

Das gewollte Aussehen des Baus war das einer filigranen, vertikalen Struktur, mit viel Glas und minimalistischen, modernen Fensterrahmen, auf der große und mächtige, horizontal betonte Decken lagen, alles schlicht und geometrisch gestaltet. Glas, lange, durchgehende Brüstungen und der massive obere Abschluss charakterisieren den Bau. Die Fensterrahmen aus brauneloxiertem Aluminium mit quadratischen Profilen und sehr großzügiger Isolierverglasung waren sehr modern, wie auch die niedrigen Heizkörper dahinter und die Vollklimatisierung.

Die Architektur ist typisch für die 1950er- oder 1960er-Jahre und entspricht internationalen und amerikanischen Vorbildern. Man erkennt den Pavillon der Expo in Barcelona (Bild 5), die Neue Nationalgalerie in Berlin (Bild 6), die Lake Shore Drive Apartments in Chicago (Bild 7) als Vorbilder, alles Meisterwerke des Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Auch die Villa Fallingwater des Architekten Frank Lloyd Wright (Bild 8) und das Lever House (Bild 9) in New York könnten als Vorbild gedient haben. Es sind alles Meilensteine des Modernismus.

Pavillon der Expo in Barcelona

Pavillon der Expo in Barcelona
Bild 5: Pavillon der Expo in Barcelona (van der Rohe, 1929). Foto: Hans Peter Schaefer / Lizenz siehe: Wikipedia

Als Vorbild für das Plett-Zentrum diente hier das Verhältnis zwischen Wänden und der Decke, die wie Platten aneinanderstoßen, auch die Sitzbank (Mitte) und die Fensterkonstruktion.

Neue Nationalgalerie in Berlin

Neue Nationalgalerie in Berlin
Bild 6: Neue Nationalgalerie in Berlin (van der Rohe, 1962). Foto: Manfred Brückels / Lizenz siehe: Wikipedia

Das große, markant horizontale, massive Dach auf dünnen Säulen diente als Vorbild, auch die dunkle Farbe der Metallkonstruktion und auf dem Bild nicht sichtbare große Untergeschossfenster.

Lake Shore Drive Apartments in Chicago

Lake Shore Drive Apartments in Chicago
Bild 7: Lake Shore Drive Apartments in Chicago (van der Rohe, 1962). Foto: End User / Lizenz siehe: flickr

Die Gestaltung der offenen Erdgeschossbereiche war hier das Vorbild, mit der peniblen und streng geregelten Detailgestaltung. Auch die schmalen Bedachungen sah man um den Platz des Plett-Zentrum.

Villa Fallingwater in Pennsylvania

Villa Fallingwater in Pennsylvania
Bild 8: Villa Fallingwater in Pennsylvania (Wright, 1939). Foto: Jack Boucher, HABS / Lizenz siehe: Wikipedia

Damals modernste Bautechniken erlaubten es, die massive Balkone wie schwebend erscheinen zu lassen, die Säulen waren relativ dünn und in den Schatten zurückversetzt. Einen ähnliche Eindruck ergab das Plett-Zentrum, erzielt mit einer ähnlichen Technik.

Lever House in New York

Lever House in New York
Bild 9: Lever House in New York (Studio S.O.M., 1957). Foto: David Shankbone / Lizenz siehe: Wikipedia

Das fensterlose oberste Geschoss des Hauses war ein technisches Stockwerk und bildete einen optisch gelungenen Abschluss-Akzent, diese Lösung wurde bei Hochhäusern auch von van der Rohe verwendet. Der Flachbau auf Stelzen, den man im Vordergrund sieht, hat einen begrünten Innenhof. Beide Motive sah man am Plett-Zentrum.

Erklärungsversuche zum Abbruch

Das Plett-Zentrum hatte einige Mängel, die den Abbruch auf keinen Fall rechtfertigen, ihn aber vielleicht erklären. Bei 8.886 Quadratmetern Oberfläche (das Grundstück ist natürlich noch größer) bot es nur 7.828 Quadratmeter Büro- und Ladenflächen. Das ist wenig.

Der würdevolle Platz in der Mitte wollte eine Agora, also ein Treffpunkt sein, was er aber nie geworden ist. Ein Marktplatz (was das pep irgendwie ist) hätte besser funktioniert, der Platz ist leider immer leer geblieben.

Der flache, weitverglaste Bau war bestimmt unwirtschaftlich in der Beheizung, er war entsprechend der damaligen Technik wenig isoliert und hatte nach oben und nach unten potenziell große Wärmeverluste.

Dass man zu den Geschäften, der Verwaltung und dem Platz 2,60 Meter Höhe durch Treppen überwinden musste, machte den Bau bestimmt auch nicht beliebt, denn es gab keine barrierefreie Alternativen dazu.

Wahrscheinlich wurde das Plett-Zentrum als striktes ideologisches Eigentum und Symbol der Neuen Heimat angesehen, es war also den Nachfolgebesitzern unsympathisch, es wurde wohl als etwas Fremdes empfunden.

Komischerweise war der Bau 1967 als Erster schon fertig geplant, wurde aber erst vier Jahre später eingeweiht, trotz seiner schnell realisierbaren Bauweise. Wahrscheinlich musste man damals auf der Riesenbaustelle Neuperlach den Wohnhäusern Vorrang geben. Der Bau war also 1971 schon veraltet, die Planung geschah ja vor 1968 und der Energiekrise 1973, danach war eben viel schon wieder anders.

Es hat wohl auch Wassereinfallprobleme am Dach gegeben, die besondere, asymmetrisch ausgelastete Struktur des Baus ohne Dehnfugen mit Fertigteildachelementen hat vermutlich zu Spannungen im Dach geführt, die als Folge die dichtende Teerpappe darauf immer wieder aufgerissen haben könnten.

Schließlich litt der Bau wie alle Subzentren in Neuperlach schon seit den 1980er-Jahren unter der Konkurrenz des pep.

Eine Illusion …

Trotz allem hätte man den Bau retten müssen und können, ihn renovieren, reparieren und rentabel machen können. Mehrere, mit Spiegelglas verkleidete Stockwerke in Leichtbauweise auf den Geschäfts- und Büroteilen, ein Verglasen oder Zubauen des quadratischen Innenhofes und eine Umfunktionierung und Bedeckung der Agora hätten den Bau rentabel gemacht und ihn erhalten und modern gemacht. Aufzüge oder neu gestaltete, flachere Rampen (die alten Treppen hatten nur eine integrierte, mit einer hohen Stufe beginnende Kinderwagenrampe) hätten den Zugang erleichtert. So wäre der ursprüngliche Mittelpunkt Neuperlachs noch erhalten und die Identität dieses Stadtteils bewahrt, auch die Bibliothek könnte heute noch viele positive Jugenderinnerungen wachhalten. Das Plett-Zentrum war insgesamt ein einladender Bau mit Öffentlichkeits- und nicht Privatcharakter, der leider an einer Privatmentalität zu Grunde gegangen ist, obwohl er noch stehen sollte.

Bruno Tamborino
bruno.tam15@gmail.com

Oben bleiben!

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Plett-Zentrum: Zufahrt aus Beton
Plett-Zentrum: Zufahrt aus Beton (23.03.2012) © Thomas Irlbeck

Dass man im Moor versinken kann, gilt als populärer Irrtum, aber es ist ein schöner Mythos. Aber die schweren Baufahrzeuge sollen zumindest nicht im Schlamm hängenbleiben. Die Baustelle am Plett-Zentrum (Neuperlach.org berichtete) hat daher in der Plettstraße (Kurve in der Nähe des alten Parkplatzes) eine massive, betonierte Zufahrt bekommen.

Fast wia im richtigen Leben in Neuperlach

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Gerhard Polt und Gisela Schneeberger zeigen in „Fast wia im richtigen Leben“ den ganz normalen Wahnsinn – messerscharf beobachtet in grotesken Szenen. Wo könnte der alltägliche Irrsinn besser zu finden sein als einfach in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, einfach nebenan oder irgendwo – natürlich gestützt von den Unwägbarkeiten und Widersprüchlichkeiten moderner Neubausiedlungen? Folgerichtig spielen eine ganze Reihe von Szenen in Neuperlach.

Die Wegbeschreibung (1984)

(Link: YouTube)

Folgende Szenen aus Neuperlach sind zu sehen:

0:32: Fahrt auf der A8, Abbiegen nach rechts auf die Ständlerstraße

0:39: Fahrt auf der Ständlerstraße mit Häusern am Quidde-Zentrum im Hintergrund

0:42: Heizwerk Perlach am Ende der Ständlerstraße/Eck Karl-Marx-Ring mit den beiden markanten Türmen. Das Heizwerk wird dabei gemeinerweise zur „evangelischen Kirche“ umfunktioniert, die Türme gehen als Kirchtürme durch.

0:47: Fahrt auf der Kurt-Eisner-Straße, links Blick auf St. Monika und das Marx-Zentrum. Mit der katholischen Kirche will man es sich ja nicht verscherzen, also wird St. Monika in diesem Fall richtig als „katholische Kirche“ bezeichnet.

4:13: Wohnring im Hintergrund

Der lange Weg zur Weg zur Stubenmusi (1987)

Dieser Sketch spielt komplett in Neuperlach, hauptsächlich im Marx-Zentrum und in der näheren Umgebung. Es können nicht alle Orte beschrieben werden, da es zu viele sind. Besonders erwähnenswert sind aber folgende Szenen:

Teil 1:

0:17: Vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat am Plett-Zentrum

0:34: Vor der „Gaststätte Neuperlach“ am Peschelanger (heute: „Zum Löwen“)

3:19: Im obersten Stockwerk Max-Kolmsperger-Straße 19 (Atelierwohnung!)

(Link: YouTube)

Teil 2:

2:20: In der Tiefgarage des Marx-Zentrum

3:40: Vor dem Deutschen Supermarkt (heute Rewe) im Marx-Zentrum

(Link: YouTube)

Münchner Geschichten in Neuperlach

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Drei tolle Szenen mit seltenen Bildern aus dem alten Neuperlach (1974). Das Video stammt aus der legendären Serie „Münchner Geschichten“ (Regie: Helmut Dietl und Herbert Vesely), Episode 5 („Ein Ziel im Leben“).

  • Ab 23:15: Therese Giehse vor dem Neuperlach Mobile (Raumspindel Space Churn) am Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat und vor der Sonnenuhr (jeweils Plett-Zentrum).
  • Ab 1:06:46: Therese Giehse fährt mit dem Autobus (eigentlich Linie 97, im Video aber Linie S) vom Friedrich-Engels-Bogen auf dem Karl-Marx-Ring Richtung Südost und steigt an der Haltestelle Oskar-Maria-Graf-Ring aus. Die Bauarbeiten laufen dort noch.
  • Ab 1:15:35: Wir befinden uns weiterhin in der Episode 5. Therese Giehse und Günther Maria Halmer besichtigen ein Apartment in Neuperlach, das sehr wahrscheinlich in einem Wohnblock am Annette-Kolb-Anger liegt. Der Blick von der Loggia geht Richtung Bert-Brecht-Allee (links), Fritz-Erler-Straße (Hintergrund) und auf den Rohbau der LVA (rechts).

(Link: YouTube)

Countdown am Plett-Zentrum

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Am Plett-Zentrum laufen die Abrissvorbereitungen auf Hochtouren (Neuperlach.org berichtete). Die Brücke von der Allianz zum Plett-Zentrum ist noch begehbar, doch ein Schild behauptet bereits das Gegenteil. Den Anwohnern wird am Donnerstag wegen Strom-Verkabelungsarbeiten eine Stunde der Saft abgedreht. An der ehemaligen Stadtbibliothek und am ehemaligen Ayinger Hof wurden die Holzplatten abgenommen, sodass man die vielleicht letzte Gelegenheit hat, die Räume noch mal zu sehen. Wer erinnert sich nicht daran, in der Stadtbibliothek in den Büchern geschmökert zu haben?

Allianz / Plett-Zentrum
Laut Schild ist die Brücke von der Allianz zum Plett-Zentrum bereits gesperrt, doch das Schild wurde zu früh aufgestellt, noch ist die Brücke passierbar. Demnächst ergeben sich lange Umwege, den Leuten wird die wichtige Fuß- und Radverbindung zwischen Plett-Zentrum und pep erst einmal genommen (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Strom / Plett-Zentrum
Den Anwohnern wird der Saft abgedreht, in dieser Zeit sollte man den Fahrstuhl besser nicht benutzen. Immerhin muss man sich nicht mit dem Staubsauger rumquälen, denn allenfalls ein Akkustaubsauger wird seinen Dienst verrichten (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Strom / Plett-Zentrum
Hinweis auf die Stromarbeiten am Plett-Zentrum (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Stadtbibliothek / Plett-Zentrum
Die ehemalige Stadtbibliothek (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Ayinger Hof / Plett-Zentrum
Der ehemalige Ayinger Hof. Da war mal ein Biergarten (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Ayinger Hof / Plett-Zentrum
Der ehemalige Ayinger Hof (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Ayinger Hof / Plett-Zentrum
Ayinger Hof (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Ehemalige Läden im Plett-Zentrum (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Ehemaliges Kosmetik-Studio (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
Kosmetik-Studio: Hier wird niemand mehr verschönert  (14.03.2012) © Thomas Irlbeck
Ex-Supermarkt/Plett-Zentrum
Das war mal der Supermarkt (HL/REWE) (17.03.2012). Foto: J. W.

Plett-Zentrum: Abriss steht nun wohl unmittelbar bevor (2. Update, 11.03.2012)

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Das Plett-Zentrum wird durch einen 8-geschossigen Gebäudekomplex mit Läden, Büros, Kitas und Wohnungen ersetzt (Neuperlach.org berichtete). Die Abrissarbeiten der alten Ruine stehen jetzt offenbar unmittelbar bevor, da gestern ein Bauzaun aufgestellt wurde. Für Bewohner der umliegenden Häuser sowie für Besucher des Life ergeben sich nun weite Umwege. Noch gibt es ein paar Schlupflöcher, die aber geschlossen werden, wenn die Baufahrzeuge anrücken.

Plett-Zentrum Bauzaun
Hier konnte man schon mal besser durchlaufen (08.03.2012) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum Bauzaun
Diesen Ausblick und entsprechende reduzierte Ausgehmöglichkeiten haben nun die Bewohner aus dem nächstliegenden Wohnblock (08.03.2012) © Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Das war mal ein Durchgang (08.03.2012)

(Bild entfernt)

Platz mit Sonnenuhr. Diese wird ein paar Meter versetzt (08.03.2012)

Dieses Gebäude erwartet uns (blau eingefärbt, die anderen Gebäude stehen bereits):

Neues Plett-Zentrum (Modell)
Das Modell des neuen Plett-Zentrum (Einfärbung durch Neuperlach.org). Quelle: KSP JÜRGEN ENGEL ARCHITEKTEN GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Paulus2 Immobilien GmbH

Update 09.03.2012

Mit einem Minibagger wurde damit begonnen, Stromkabel auszugraben. Für Anfang nächster Woche wird schwereres Gerät erwartet.

Update 11.03.2012

Heute noch mal die vielleicht letzten Bilder von der Ruine, bevor die ersten Teile der Abrissbirne zum Opfer fallen.

(Bild entfernt)

Aus der Vogelperspektive: Das Life und das Plett-Zentrum (11.03.2012)

(Bild entfernt)

Noch mal aus der Vogelperspektive, aber jetzt ein Stück mehr vom alten Plett-Zentrum (11.03.2012)

Alte Erinnerungen an die Neue Heimat

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Mit ein paar Bildern soll noch einmal an das Plett-Zentrum, insbesondere an den Ostteil, in dem die Verwaltung der Neuen Heimat untergebracht war, erinnert werden. Dazu auch ein bislang noch nicht veröffentlichtes Foto von 2007, ein Jahr vor dem Abriss (vielen Dank für die Einsendung!):

Neue Heimat/Plett-Zentrum 2007
Neue Heimat/Plett-Zentrum (2007). Foto: Bruno Tamborino

Auch 2000 war die Welt schon nicht mehr in Ordnung. Die Stadtbibliothek und der Ayinger Hof waren noch geöffnet, die meisten anderen Räumlichkeiten standen allerdings schon leer. Somit geht das Sterben schon weit über zwölf Jahre, und zur Stunde steht der Westteil des Plett-Zentrum noch – aber jetzt ohne Natur, denn die Bäume wurden umgeholzt (Neuperlach.org berichtete).

Das Plett-Zentrum (06.02.2000). Foto: Thomas Irlbeck
Blick vom Plett-Zentrum auf das Bürogebäude an der Albert-Schweitzer-Straße (06.02.2000). Rechts ist ein Teil des Verwaltungsgebäudes der Neuen Heimat zu sehen. Foto: Thomas Irlbeck

Der Ostteil des Plett-Zentrum mit dem Verwaltungsgebäude der Neuen Heimat wurde 2008 abgerissen (und durch das Einkaufszentrum Life ersetzt).

Plett-Zentrum: Zu fällen einen schönen Baum, braucht’s eine halbe Stunde kaum …

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Zu fällen einen schönen Baum,
braucht’s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk‘ es, ein Jahrhundert.

Eugen Roth

Neues Plett-Zentrum (Modell)
Das Modell des neuen Plett-Zentrum (Einfärbung durch Neuperlach.org). Quelle: KSP JÜRGEN ENGEL ARCHITEKTEN GmbH. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Paulus2 Immobilien GmbH

Ein neues Wohn- und Gewerbezentrum soll an der Plettstraße 19 entstehen (Neuperlach.org berichtete), die Wohnungsnot ein klein wenig gelindert werden.

Derzeit steht noch die Ruine des alten Plett-Zentrum, genauer noch der Westteil. Neuen Plänen ist oft die Natur im Weg. So auch hier. Für das Grundstück ist es ein Neuanfang, für die Bäume das Ende. Unzählige Bäume wurden heute als bauvorbereitende Maßnahme geopfert.

Die obige Abbildung zeigt als Erinnerung ein Modell des neuen Plett-Zentrum (blau eingefärbt, die anderen Gebäude stehen bereits).

Nun die Bilder von heute:

Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
Man schaue genau hin: Auch ein Fahrrad wurde offenbar „gefällt“ (22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
Das also ist der Ayinger Hof (22.02.2012) © Thomas Irlbeck
Baumfällaktion im alten Plett-Zentrum
(22.02.2012) © Thomas Irlbeck

Zum Vergleich, so sah es noch letztes Jahr aus:

Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
Plett-Zentrum
(11.08.2011) © Thomas Irlbeck
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