Fotoschatzfund Neuperlach (3): Die späten 1960er und frühen 1970er

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J. W. hat wieder ein paar super Fotos ins digitale Zeitalter gerettet. Vielen Dank! Das erste Bild zeigt die Quiddestraße mit der abzweigenden Plettstraße. Dort ist das heutige FestSpielHaus zu erkennen, das damals der erste Supermarkt in Neuperlach war.

Quiddestraße/Ecke Plettstraße
Albert-Schweitzer-Straße/Plettstraße. Um 1969/1970. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Die anderen beiden Fotos sind seltene Dokumente des U-Bahnbaus und wurden an der Quiddestraße, Ecke Albert-Schweitzer-Straße, auf Zelluloid gebannt. Die U-Bahn ist damals in offener Bauweise entstanden, eine heute unübliche Vorgehensweise. Deutlich ist im Hintergrund die Albert-Schweitzer-Schule zu erkennen.

U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.
U-Bahnbau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße
U-Bahn-Bau Quiddestraße/Albert-Schweitzer-Straße. 1972. Aus der Fotosammlung von J. W. Foto: M. B.

Nachtrag: Dank der auf dem letzten Bild sichtbaren Wahlplakate gelang J. W. eine genaue zeitliche Einschätzung. Die Wahlplakate hingen 1972:

Wahlplakate 1972
Wahlplakate 1972

Auf der Suche nach der Michaeliburg (Update)

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Hinweis: Aus gegebenem Anlass habe ich den Artikel erweitert und noch mal veröffentlicht.

Die Michaeliburg. Der Burgfrieden ist dahin (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Schon als Kind habe ich mich gefragt, woher denn der benachbarte Stadtteil Michaeliburg (ein Teil des Stadtbezirks Trudering-Riem) seinen Namen hat. Denn eine Burg hatte ich dort nie gesehen. Noch fast bekannter als der Stadtteil Michaeliburg ist das in der Nähe befindliche Michaelibad, welches das größte Freizeitbad von München darstellt. Es liegt zwar in Neuperlach, sein Name ist aber auch auch von der Michaeliburg abgeleitet.

Ich ging lange Zeit davon aus, dass es früher mal eine Burg gab, die schon lange nicht mehr existiert. Letzte Woche gab es im familiären Umfeld eine Erwähnung des Themas. Anlass waren neu angebotene Wohnungen im Stadtteil Michaeliburg. Damals konnte ich zur Entstehung des Namens Michaeliburg nichts beitragen außer Spekulationen.

Die Michaeliburg hat keine Burgfenster mehr (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Wie es der Zufall will, brachte am Montag der Pizzabote eine tz-Zeitung als Gratisangebot mit. Dort las ich, die Michaeliburg würde noch stehen, würde aber bald abgerissen werden. Das klingt spannend, aber auch traurig. Wie auch immer, es ist eine letzte Gelegenheit für Fotos.

Also machte ich mich auf die Suche. Die Burg sollte nach der Beschreibung in der Zeitung nur einen Steinwurf von meinem Haus entfernt sein. Immerhin befindet sich die Zehntfeldstraße, an der die Burg liegen soll, gleich hinter meinem Haus. Ich nahm den Ausgang in meinem Haus und schritt durch die Parkanlagen. Wenige Minuten später erblickte ich schon die Türme der Burg. Natürlich hatte ich das Gebäude schon mal gesehen, aber dieses nicht als Burg eingestuft. Es ist ja auch eher ein „Bürgchen“ mit „Türmchen“.

Ein Türmchen von der Nähe (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Laut dem tz-Artikel (30.06.2009, Seite 6) sei das Gebäude 1898 „angeblich“ vom Gastwirt Neumeyer errichtet worden (möglicherweise ein Fehler, denn anderen Quellen nach hieß der Knabe Michael Obermayer), der dort eine Gaststätte betrieben haben soll. Das Haus habe Georg Seger gehört, dem Opa von Gabriele Strauß, die die Ex-Frau von Max Strauß ist (der bekanntlich wiederum der Sohn vom berühmten Franz Josef Strauß ist). Später sei das Objekt an Gabriele Strauß, ihren Bruder und eine Cousine gewandert. Vor sechs Monaten sei das Grundstück an den Unternehmer Pöttinger verkauft worden, der nun einen Neubau hinstellen will. Hier gäbe es nun Ärger, denn den Anwohnern ist die vorgesehene Bebauung zu dicht, es gäbe zu viel Beton und zu wenig Freiflächen und Grün. Allerdings sei die Bebauungsdichte bereits reduziert worden. Den Anwohnern ist es aber immer noch zu dicht. Vier Komplexe mit 23 Eigentumswohnungen sollen entstehen. Eine Modernisierung des Gebäudes wäre zu aufwändig. Die Burg sei nun nicht mehr zu retten, da sie nicht unter Denkmalschutz stehe.

Vor dem Haupteingang der Burg (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Gabriele Strauß kenne das Gebäude aus der Kindheit. Die Geschichte mit der Gaststätte sei ein Märchen, meint sie, da sich im Haus lauter Ein-Zimmer-Wohnungen mit Küche und Klo auf dem Gang draußen befinden würden. Ihr Großvater, der Maurer war, habe das Gebäude gekauft und eine Baustoffhandlung aufgebaut. Er habe dann ein Logo entworfen, welches das Haus zeigt und diesem den Namen Michaeliburg gegeben – als eine Art Marketing-Gag.

Das Bad (oder was immer das mal gewesen ist) hat schon bessere Zeiten gesehen (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Als ich die ersten Fotos schoss, sprach mich ein Anwohner an. Er behauptete, vieles, das in dem besagten Artikel stehen würde, würde nicht stimmen. Der Bauherr wäre ein anderer, er könne aber den genauen Bauherrn momentan nicht nennen. Laut dem Anwohner wurde das Gebäude ursprünglich als Jagdschloss errichtet. Die Remise wäre dann später abgerissen worden. Hinter dem Gebäude habe es einen Bauernhof gegeben. An dieser Stelle steht heute ein Lidl-Markt.

Ja, zumindest der Lidl-Markt ist nicht zu übersehen. Im Discounter einkaufen, im Schatten der Burg, das ist noch für kurze Zeit möglich.

Brunnen vor der Michaeliburg (02.07.2009) © Thomas Irlbeck
Dieses Objekt soll als Ersatz für die Burg kommen. Von der Bautafel abfotografiert (02.07.2009) © Thomas Irlbeck

Diese und weitere Bilder in höherer Auflösung gibt es auf flickr

Update

Ex-Michaeliburg
Der Ersatz für die alte Michaeliburg. Würdig? Nicht um die Burg! (28.04.2011) © Thomas Irlbeck

Die Michaeliburg ist Geschichte. Knapp zwei Jahre nach Beginn der Entkernung ist es an der Zeit, mal nachzuschauen, ob das alte Burg einen würdigen Nachfolger erhalten hat. Ich würde sagen, nein, auch wenn das subjektiv ist. Der neue Bau ist ein Allerweltsbau. Schade, dass das historische Gebäude, das dem Stadtteil den Namen gab, ein Opfer der Abrissbirne wurde.

Roma 2000 ist Geschichte

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Abriss Roma 2000
Das Roma 2000 an der Kreuzung Ottobrunner Straße/Weddigenstraße wurde platt gemacht (23.04.2010) © Thomas Irlbeck

Es gibt Gebäude, die man sich einfach nicht wegdenken kann. Nicht immer wegen ihrer gelungenen Architektur, sondern auch zum Beispiel, weil sie ein Lokal darstellten, das man sehr oft und gerne besucht hat. Beispielsweise das italienische Restaurant Roma 2000 an der Perlacher Weddigenstraße, in dessen Nebenbau auch vor längerer Zeit noch ein Supermarkt zu finden war. Nun aber wird es abgerissen, genauer muss man schon fast „wurde“ sagen. Denn mehr als ein paar Kellermauern stehen nicht mehr.

Ich mochte den alten Bau irgendwie, auch wenn es vielleicht nicht der schönste war. Im Sommer wurden die Seitenwände geöffnet, sodass man innen speisen konnte und gewissermaßen draußen saß. Eine echte Freifläche gab es aber auch.

Das Nachfolgelokal heißt Roma und befindet sich in der Nähe des alten Standorts: an der Kreuzung Hochäckerstraße/Unterhachinger Straße. Am alten Standort ist ein Supermarkt geplant.

Abriss Roma 2000
Wir werfen … (23.04.2010) © Thomas Irlbeck
Abriss Roma 2000
… einen letzten Blick in die letzten Kellerreste (23.04.2010) © Thomas Irlbeck

„Mami, ich will Schoki“ – die Teilabschaffung der Quengelkasse

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Leckerlis in Kassennähe. Foto: mahr / Lizenz siehe: flickr

Bei Müttern und Vätern sind sie gefürchtet, wenn der junge Anhang beim Einkaufen im Supermarkt dabei ist: die Quengelkassen. Sie sind das süßeste Instrument zur Verkaufsförderung. Beim Anstehen an der Kasse werden Eltern von den Dreikäsehochs genötigt, Schoki & Co. noch zusätzlich auf das Kassenband zu legen, nachdem vorher die Süßigkeitenabteilung elegant umschifft wurde, ohne dass Klein-Fritzchen oder Klein-Mariechen mit einem Tobsuchtsanfall die gesamte Aufmerksamkeit von Personal und Kundschaft auf sich gezogen hat.

Die Supermärkte haben aber inzwischen zum Teil reagiert. Vermutlich kostet das ein wenig an Umsatz, aber eine Imagesteigerung ist ja auch nicht schlecht, und vielleicht verhindert man mit einer Goodwill-Aktion ja, dass der Gesetzgeber zur Tat schreitet, der alles regeln will, was es zu regeln gilt, und wenn das nicht ausreicht, ja vielleicht noch ein wenig mehr. So sah ich heute in einem Neuperlacher Supermarkt die „süßwarenfreie Kasse“, groß per Schild ausgewiesen. Sie ist keine Neuerung, wie ich erfahre, sondern schon seit Jahren im Einsatz, aber sie war mir bisher entgangen.

Auch so was findet man im Supermarkt, wenngleich eher selten. Foto: d_vdm / Lizenz siehe: flickr

An den anderen Kassen im selben Supermarkt gibt es die ungesunden, zahnzerstörenden Kalorienbomben aber noch. Wäre es dem Supermarkt darum gegangen, dass primär nur noch das gekauft wird, das es in den jeweiligen Abteilungen gibt, die vorher gezielt angesteuert wurden, hätte der Supermarkt alle Quengelkassen eliminiert und nicht nur eine.

Auch für die Raucher und Alkoholtrinkenden „tut“ man in den Supermärkten „viel“. Zigaretten und Hochprozentiges gibt es auch bzw. ausschließlich an der Kasse. Da werden manche vielleicht auch schwach, wenn sie sich gerade das Rauchen oder das Trinken abgewöhnt haben.

Was die Kassengestaltung insbesondere in puncto Süßwarenangebot anbelangt – es muss ja nicht immer gleich ein Gesetz her. Die Erziehung ersetzen kann ohnehin kein Gesetz.

Warum noch alle Spiegel hängen – oder: „Der Tippfehler“

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Auch das ist ein Spiegel. Foto: timtak / Lizenz siehe: flickr

Vor kurzem habe ich mal in einem Neuperlacher Supermarkt einen Betrag von knapp 10 EUR mit einem 10-EUR-Schein bezahlt. Ich war verblüfft, als ich dann einen 20-EUR-Schein, einen 10-EUR-Schein und noch etwas Kleingeld zurückbekam. Ich machte die Kassiererin auf den Fehler aufmerksam. Sie war sehr irritiert und meinte, dass alles seine Richtigkeit hätte. Ich hätte ihr 40 EUR gegeben, das weise die Kasse aus, sagte sie. Ich entgegnete dann, wenn etwas knapp 10 EUR kosten würde, würde kein normaler Mensch dann zwei 20er zücken, das wäre ja total sinnlos. Außerdem beschrieb ich ihr den Vorgang, dass ich den Geldbeutel zu Hause noch kontrolliert und ganz sicher einen 10er und einen 50er und keine weiteren Scheine mitgenommen habe und der 50er sei noch da.

Sie stimmte mir dann zu und kam zu dem Schluss, sie habe die falsche Taste erwischt und nicht 1 0 eingetippt, sondern 4 0, die „4“ liege ja neben der „1“. Sie war aber äußerst verunsichert und ließ anmerken, dass andere Kunden das um 30 EUR (!) zu hohe Wechselgeld einfach mitgenommen hätten. Für mich ist so was unverständlich. O.k., ich hätte es machen können, aber hätte mich dann sehr unwohl gefühlt und wahrscheinlich alle Spiegel abhängen müssen.

Das soll nun kein Wort zum Sonntag werden, aber selbst möchte man ja auch in einem vergleichbaren Fall, dass der andere einen auf solch einen Fehler hinweist, oder?

Falls die Kassiererin mitliest: Sie sei hiermit gegrüßt!

Hohe 15 Prozent auf Niedrigprozentiges

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Bei Twitter gibt es jede Woche den berühmten Follower Friday, bei dem man seinen Verfolgern andere Twitter-Benutzer empfiehlt. Bei meinem Discounter an der Ecke gibt es auch einen speziellen Freitag, an dem auf eine bestimmte Warenart 15 % Rabatt gewährt werden. Letzten Freitag waren es Hartwaren, diese Woche ist es Wein. Die Alkoholfahrt von Frau Käßmann nach Weingenuss hat damit aber nichts zu tun. Da ging es auch eher um Promille, nicht um Prozente.

Logo entfernt, wir wollen ja keine Werbung machen, schon gar nicht für legale Drogen  (26.02.2010) © Thomas Irbeck (Handyfoto)

Das „Life“ geht live

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Dieses Schnapszahldatum kann man sich leicht merken. Niemand wird mehr diesen „Geburts-Tag“ mehr vergessen. Am 09.09.2109 feiert entsprechend das „Life“ sein Hundertjähriges (09.09.2009) © Thomas Irlbeck

Endlich ist es so weit, das neue Neuperlacher Einkaufszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße 78 wurde heute am 09.09.09, um 09:09 eröffnet. Das Life bietet vor allem Produkte für den täglichen Bedarf. Aber auch Kleidung, Handys und einiges andere mehr kann man im Life kaufen. Schließlich kann ja so ein Handy mal ganz unerwartet kaputtgehen und dann muss ein neues her. Zur Eröffnung darf auf Neuperlach.org natürlich eine kleine Fotoserie nicht fehlen.

Hinweis: Diese und weitere Bilder vom „Life“ gibt es in höherer Auflösung auch auf flickr – einfach hier klicken

Update: Da sich inzwischen die Anfragen mehren: Bauherr und Zwischeninvestor des Life ist die Accumulata Immobilien Development (Kontaktdaten gibt es dort).

Eine überdimensionale Luftschlange, die an den Kopf von Nessie aus Loch Ness erinnert, weist mit Getöse und wild fuchtelnd auf die neuen Einkaufsmöglichkeiten hin. Was alles im „Life“ drin ist, steht auf der schönen Hinweistafel drauf.

Ist das Nessie? (09.09.2009) © Thomas Irlbeck
Die Architektur ist ja wirklich beachtenswert. In der gelben „Nase“ ist das Blumengeschäft untergebracht, dazu kommen wir noch später. Zu beachten ist aber auch, wie es am Eröffnungstag auf dem Parkplatz zugeht (09.09.2009) © Thomas Irlbeck

(Bild entfernt)

Motorbetriebe Rollbänder verbinden die beiden Shopping-Etagen:

Eingangsbereich (09.09.2009).

(Bild entfernt)

Es geht aufwärts (09.09.2009).

(Bild entfernt)

Blumen kauft man in der „Nase“ des Gebäudes – das gelbe überhängende Element im ersten Stockwerk (09.09.2009).

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Der Aldi findet sich ebenfalls im … (09.09.2009)

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… ersten Stockwerk (09.09.2009).

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Ebenso der  … (09.09.2009)

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… Rewe (09.09.2009)

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Die Leergutannahme am Aldi hat momentan noch Überkapazitäten (09.09.2009).

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An dieser Bar wird gepresst und entsaftet (09.09.2009).

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Leider sind einige Läden noch nicht fertig. Es sieht hier … (09.09.2009)

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… noch nicht so erbaulich aus (09.09.2009).

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Ein Luftballonkünstler lenkt davon ab, dass die Apotheke noch nicht geöffnet hat (09.09.2009).

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Hier kann man Reisen in ferne Länder buchen (links, vorne) und vorher noch was Süßes essen (im Hintergrund) (09.09.2009).

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Der Metzger (09.09.2009).

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Presse und mehr (09.09.2009).

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Drogerie und heute auch Luftballons (09.09.2009).

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Architekturdetail (09.09.2009).

Auch draußen sind noch Reste … (09.09.2009) © Thomas Irlbeck
… der Baustelle unübersehbar (09.09.2009) © Thomas Irlbeck

Warum es falsch ist, das Halten von Lasteneseln in Wohnungen zu verbieten

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Der Vorhang im Rewe Quidde-Zentrum ist unten – für immer. Erst laufen, dann kaufen ist nun das Motto – oder: so weit die Füße tragen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag erinnern von außen nur noch die grün-roten Streifen daran, dass hier vor wenigen Tagen noch das Kühlregal summte und das Geschäft brummte (26.12.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Aus und vorbei, der Rewe im Neuperlacher Quidde-Zentrum ist für immer dicht. Er öffnet wie angekündigt nach Weihnachten nicht mehr. Eine schöne Bescherung, denn im Quidde-Zentrum gibt es nun keine frischen Lebensmittel mehr. Und Dosen sind auch keine Lösung, zumal es die dort nun auch nicht mehr gibt.

Wem die in der Nähe befindlichen, aber außerhalb des Quidde-Zentrum befindlichen Discounter Lidl und Penny nicht ausreichen, der kann nun den langen Fußmarsch bis zum Rewe im Marx-Zentrum antreten (rund 20 Minuten). Danach geht es retour (Sie werden es nicht glauben, noch einmal 20 Minuten). Schade, dass die meisten Hausverwaltungen in Neuperlach das Halten eines Lastenesels in der Etagenwohnung strengstens untersagen. Erst voraussichtlich im kommenden Herbst gibt es wieder einen Rewe in der näheren Umgebung – im „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße (siehe auch Update etwas weiter unten).

Was aber wird aus dem Quidde-Zentrum? Mit einem Schreibwarengeschäft, einem Konditor, einer Apotheke, einer Stadtbibliothek, einem Frisör und einer Stadtsparkasse kann das Quidde-Zentrum noch viel bieten, aber keine wirkliche Nahversorgung mehr leisten. Macht bald im Quidde-Zentrum der Letzte das Licht aus?

Rewe im Quidde-Zentrum macht zum Jahresende dicht – beginnt jetzt das große Sterben der Ladenzentren?

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Das „Life“ ist noch im Bau (Archivbild vom 06.09.2008). Foto: Thomas Irlbeck

Am 20. Dezember verlässt Rewe das Quidde-Zentrum, da man in das neue Nahversorgungszentrum „Life“ an der Albert-Schweitzer-Straße umzieht. Der Haken dabei ist, dass das „Life“ erst im kommenden Sommer oder Herbst seine Pforten öffnet. Den am 31. Dezember auslaufenden Mietvertrag für das Quidde-Zentrum wollte Rewe aber offenbar nicht noch einmal verlängern.

Was mit dem Supermarkträumen im Quidde-Zentrum passiert, ist noch nicht entschieden, ein Nachmieter ist jedenfalls noch keiner gefunden.

Für die Bewohner in Neuperlach Nordwest verschlechtert sich damit die Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs deutlich. Ihnen bleibt nur der weite Weg zum nächsten Rewe (Marx-Zentrum oder Sudermann-Zentrum) oder ins pep.

So lobenswert die Schaffung des „Life“ ist, darf nicht vergessen werden, dass das Konzept Neuperlachs eines von Sub-Ladenzentren ist, welche die fußläufige Nahversorgung sicherstellen sollen. Zwar sind die Subzentren trotz Konkurrenz des pep nie ausgestorben, doch jetzt ergibt sich die Situation, dass das Quidde-Zentrum ab Jahresende wohl keinen Supermarkt (und auch nichts Vergleichbares) mehr aufweisen wird (früher waren im Quidde-Zentrum sogar zwei Supermärkte ansässig, aber der Edeka ist längst Geschichte). In der näheren Umgebung gibt es nur einen Discounter (Penny an der Quiddestraße), der aber auf Grund des kleineren Sortiments eines Discounters kein vollständiger Ersatz ist. Ergänzung vom 17.11.2008 (nach Hinweis von „Rob“): Außerdem gibt es in der Nähe des Quidde-Zentrum eine LIDL-Filiale.

Man kann nur hoffen, dass das „Life „nicht zur weiteren Schließung von Geschäften in den Subzentren, vor allem dem Marx-Zentrum, führen wird. Im Marx-Zentrum stehen bereits jetzt einige Läden leer. Wer näher am „Life“ wohnt, könnte in Zukunft dieses Einkaufszentrum bevorzugen und das Marx-Zentrum links liegen lassen.