Die Eskimolegende – wie viele Wörter gibt es für „Schnee“? (3. Update)

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Eine moderne Legende ist, dass die Eskimos so viele Wörter für Schnee haben. Es sollen um die 100 sein, so ist es in manchen TV-Dokumentationen zu hören. Diese hohe Anzahl ist verständlich. Wenn eine Kultur so von Schnee und Eis geprägt ist, muss sie sich so vieler Wörter bedienen.

Oder etwa doch nicht? Tatsächlich handelt sich um einen Irrtum. Auf die 100 Wörter kommt man allenfalls, wenn man die Wörter aller Eskimo-Sprachen und alle Zusammensetzungen mit Schnee zusammenzählt. In anderen Sprachen findet sich im Allgemeinen eine vergleichbar hohe Anzahl an Wörtern für Schnee und Schnee-bezogene Ausdrücke. Im Deutschen etwa sind Harsch, Pulverschnee, Pappschnee, Sulzschnee, Griesel und Firn für bestimmte Arten an Schnee verbreitet.

Update: Kritik an der Bezeichnung Eskimo

Nachdem Kritik an der Verwendung des Begriffs Eskimo in diesem Artikel aufkam, die ich übrigens sehr ernst nehme, ein paar Worte dazu. Es ist richtig, dass es Bemühungen gab und gibt, den Begriff Eskimo zum politisch inkorrekten Wort zu erklären und zu ersetzen, vor allem durch Inuit. Nicht alle Eskimovölker sehen sich aber als Inuits, genauer sind nur die ein Inuktitut sprechenden Volksgruppen dazuzurechnen. Daher hat sich der Begriff Inuit nur teilweise als Ersatzsammelbezeichnung durchgesetzt. Da es hier um die Sprachen vieler arktischer Völker geht, wäre Inuit ohnehin als Bezeichnung verfehlt. Auch gilt die frühere linguistische Herleitung des Begriffs Eskimo aus der Sprache der Anishinabe ashkipok (Rohfleischesser) inzwischen als widerlegt, sodass der abwertende Charakter langsam verblasst. Ersatzweise wird nun die These vertreten, Eskimo leite sich etymologisch aus dem Wort aayaskimeew (Schneeschuhmacher) ab, das aus der Sprache der Cree stammt, einem nordamerikanischen Indianervolk.

Schnee in Neuperlach

Mit Neuperlach hat dies insofern zu tun, dass J. W. ein paar herrliche Schneebilder abgeliefert hat. Gestern hatte ich noch ein Streitgespräch (nicht mit ihm!), ob Neuperlach ein grauer oder ein grüner Stadtteil ist. Zumindest heute ist Neuperlach ein weißes Quartier.

Schnee in Neuperlach
Schnee in Neuperlach (20.01.2012). Foto: J. W.
Schnee in Neuperlach
Sonnenaufgang (21.01.2012). Foto: J. W.
Schnee in Neuperlach
Der Tag mit Neuschnee (21.01.2012). Foto: J. W.
Schnee in Neuperlach
Das weiße Neuperlach (21.01.2012). Foto: J. W.

Update

Gerhart H. hat noch zwei tolle Bilder aus einer Wohnanlage in Neuperlach Ost zu bieten. Vielen Dank für die Einsendung!

Neuperlach Ost im Schnee
Neuperlach Ost im Schnee (21.01.2012) © Gerhart H.
Neuperlach Ost im Schnee
Die Wohnanlage in Neuperlach Ost bietet einen schönen Farbkontrast zum Schnee (21.01.2012) © Gerhart H.

Update

Neuperlach Schnee
Kieswerk im Truderinger Wald  (21.01.2012) © Thomas Irlbeck

Fotospaziergang in nächster Nähe

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Man sollte beim Spazierengehen immer eine Kamera dabei haben, denn es gibt immer was zu sehen. Meistens ergeben sich besten Motive aber dann, wenn man die Kamera vergessen hat. Heute war alles anders, ich hatte sie dabei.

Die Pergola in meiner Wohnanlage ist nicht mehr zu retten. Auf der Eigentümerversammlung wurde ihr Abriss beschlossen. Es wird wegen der hohen Kosten keine neue Pergola aufgestellt. Wie aus der Nähe zu sehen, ist die Konstruktion nur noch Holzabfall, den es zu entsorgen gilt.

Pergola
Das war mal eine Pergola (11.12.2011) © Thomas Irlbeck
Pergola
Näher dran: Pergola (11.12.2011) © Thomas Irlbeck

Auch beim Blick Richtung Ost macht die Pergola nicht mehr den Eindruck, als wäre sie fabrikneu. In der Wohnanlage gibt es wunderschöne Flecken zu entdecken. Versteckt liegt ein herrlicher Rasen, ein Platz zum Erholen und Ballspielen.

Pergola
Die Pergola mit Blick Richtung Ost (11.12.2011) © Thomas Irlbeck
Versteckter Platz
Versteckter Platz (11.12.2011) © Thomas Irlbeck

Weniger idyllisch sind die Mülltonnenstandplätze. Bis voraussichtlich zum Sommer 2012 werden die Tonnen noch permanent im Freien stehen. Immerhin hat man nun auf die neuen Plastikmülltonnen umgestellt (EU-Norm!). Ist das kräftige, helle Blau nicht herrlich?

Mülltonnen am Spielplat
Mülltonnen am Spielplatz (11.12.2011) © Thomas Irlbeck
Mültonnen vor dem Haus
Neuer Standplatz für die Mülltonnen vor dem Haus (11.12.2011) © Thomas Irlbeck

Ein Teil der Mülltonen steht nun am Fahrradständer vor dem Haus. Damit sollen die Wege im Winter verkürzt werden (Neuperlach.org berichtete). Es wird davon ausgegangen, dass im Winter ein Teil der Fahrradparkplätze nicht benötigt werde, da es zum Fahrradfahren viel zu kalt und zu glatt ist. Die unerschrockenen Radfahrer müssen mit den wenigen verbliebenen Fahrradparkplätzen auskommen.

Neues zum Thema Müll

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Seit über einem halben Jahr, genauer seit Ende April dieses Jahres, stehen die Mülltonnen meiner Wohnanlage auf dem Spielplatz und einem nahe gelegenen weiteren Platz, an dem sich eine Tischtennisplatte befindet und auf dem des Öfteren gegrillt wird (Neuperlach.org berichtete). Der Grund ist, dass der TÜV Süd die Mülltonnenaufzüge stillgelegt hat, sodass die Müllräume im Keller nicht mehr genutzt werden können, da es keine Möglichkeit mehr gibt, die Tonnen an die Oberfläche zu befördern. Zwar wurde im Juli beschlossen, dass die Mülltonnenaufzüge erneuert werden.

Die Erneuerung der Mülltonnenaufzüge wird sich noch lange hinziehen

Doch vor wenigen Tagen wurde ich darüber informiert, dass nun erst einmal die Ausschreibung beginnt. Die Firmen haben dafür drei Wochen Zeit. Entsprechend liegt die Erneuerung noch in ferner Zukunft. Vor dem Frühsommer ist wahrscheinlich nicht mit einer Fertigstellung zu rechnen.

Ein dritter Aufstellort für den Winter

Nun befürchten einige Bewohner, dass sie sich beim Müll-Herausbringen bei Eis und Schnee die Haxen brechen könnten. Als Reaktion darauf wurde nun jeweils eine Restmüll-, Papier- und Biotonne direkt vor den Hintereingang gestellt. Ein paar Radständer gehen dabei verloren, was aber im Winter zu verschmerzen ist.

Fairerweise muss man sagen, dass in den umliegenden Wohnanlagen auch teilweise weite Wege zu den Müllhäusern zurückgelegt werden müsse, Rutschgefahr inklusive. Aber viele Bewohner vermissen den ursprünglichen Komfort.

Betrieb auf dem Mülltonennspielplatz
Ein Bild aus dem Sommer. Eltern gehen mit ihren Kindern zum Mülltonnenspielplatz. Wie idyllisch!  © Thomas Irlbeck

Bezüglich des Aufstellortes wurde argumentiert, dass die Aufstellung am Spielplatz akzeptabel sei, da dieser kaum benutzt werde. Doch ich habe in keinem Sommer so viele Kinder auf dem Spielplatz gesehen wie in diesem. Vielleicht hat ja bei einigen der Gang zu den Mülltonnen in Erinnerung gerufen, dass es den Spielplatz überhaupt gibt und dass man ihn ja mal wieder benutzen könnte. Auch der zweite Müllplatz war immer wieder belebt. Aber nicht in puncto Müllentsorgung. Die Leute bereiteten vielmehr unmittelbar neben den Mülltonnen mit ihrem Grill Köstlichkeiten zu. Manchen Leuten graust es vor gar nichts.

Für kleine Jungs oder „Der Sonntagsausflug“

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Wilhelm-Röntgen-Realschule
Die Wilhelm-Röntgen-Realschule an der Klabundstraße. In der bereits errichteten Containerstadt werden bald Schüler und Pauker Unterschlupf finden, denn das Gebäude wird saniert und auch rückgebaut (19.12.2010) © Thomas Irlbeck

Besuche im Spital sind sicher nicht angenehm. Fragt sich, für wen – für die, die zu Besuch kommen, oder für jene, die Besuch kriegen. Auf jeden Fall ging es heute ins Spital. Natürlich ins Klinikum Neuperlach. Auf dem Weg dorthin wird noch schnell meine alte Schule – die Wilhelm-Röntgen-Realschule – geknipst. Genauer die Container, denn der Unterricht findet ab dem Frühjahr in solchen statt, da das marode Gebäude umfassend saniert wird.

Es wird aber keine Sanierung wie jede: Vielmehr wird das zweite Stockwerk komplett abgetragen und die nun fehlenden Klassenzimmer werden in das frei werdende Treppenhaus verlagert. Aber auch Heizung, Sanitär-, Lüftungs- und Elektroanlagen werden saniert und der Brandschutz verbessert. Auf das Flachdach kommt eine Photovoltaikanlage. Die Sporthalle wird so umgebaut, dass sie auch als Versammlungsraum dienen kann. Auch erhält das Gebäude einen Fahrstuhl, sodass die meisten Räume in Zukunft barrierefrei erreicht werden können.

O.k., nun aber ins Spital. Zimmer 9901* soll ich aufsuchen. Haha, sehr witzig. Das Ganze entpuppte sich als Griff ins Klo, denn Raum 9901 ist die Toilette. Nun sind zwar die Räume überbelegt, aber so weit geht man dann doch nicht, dass man Patienten im Klo unterbringt. Das Klo müsste aber doch aber eher die Raumnummer 00 haben. Die Bezeichnung Null-Null soll ja daher kommen, dass das WC normalerweise keine Raumnummer hat, also gewissermaßen Raum Null-Null darstellt. Aber was bedeutet schon „normalerweise“?

Klinikum Neuperlach
Direkt daneben ist das Klinikum Neuperlach, das früher „Krankenhaus Neuperlach“ hieß. Hier ist der Haupteingang zu sehen (19.12.2010) © Thomas Irlbeck
Wilhelm-Röntgen-Realschule
Wilhelm-Röntgen-Realschule. Eine riesige Baustelle (19.12.2010) © Thomas Irlbeck
Wilhelm-Röntgen-Realschule
Wilhelm-Röntgen-Realschule. Vom alten Gebäude (im Hintergrund rechts, das ockerfarbene Gemäuer) ist nur wenig zu sehen, es dominieren die Container (19.12.2010) © Thomas Irlbeck
Röntgenbild
Ein Röntgenbild. Beide Besuche haben heute indirekt etwas mit dem Röntgen zu tun. Foto: erix! / Lizenz siehe: flickr

* Nummer aus datenschutzrechtlichen Gründen geändert

Feuer und Flamme

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Für Neuperlach sind die nächsten Tage tiefe Temperaturen angesagt, dafür soll es kräftig schneien. Die Hausmeister der Hochhausanlagen und die Bewohner der kleineren Häuser (auch solche gibt es am Rand von Neuperlach) müssen mal wieder etwas früher aufstehen und dem Schnee den Krieg erklären. Doch jetzt könnte alles einfacher werden, mit der „Flame Gun“, dem praktischen Flammenwerfer. Wenn der eingesetzt wird, verschwinden Eis und Schnee freiwillig.

Siehe: http://boingboing.net/2008/01/16/flame-gun-ad-from-19.html

Flame Gun. Praktischer geht’s nicht.

Schnee im Marx-Zentrum. Bald wird es hier wieder so aussehen (12.01.2010) © Thomas Irlbeck

Umleitung

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Vor meinem Haus entdeckte ich heute zwei nette Straßenschilderchen. Der Hintergrund: Um Streusalz zu sparen, sperrt man eine von zwei parallel führenden Treppen. Zwei alte Straßenschilder, und fertig ist die umweltschonende Umleitung.

Hier geht’s nur links weiter (05.01.2010) © Thomas Irlbeck
Bitte rechts abbiegen! (05.01.2010) © Thomas Irlbeck